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Patent Searching and Data


Title:
WALL PANELS HAVING ADHESIVE COATING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/086391
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a wall, ceiling or flooring panel having a T-shaped profile (1), wherein the web surface area (4) and/or the surface (4') of the side piece (3) facing the installation side is coated in regions or all over with an adhesive. The invention also relates to a wall, ceiling or flooring cladding which is formed from a plurality of panels of this type.

Inventors:
HEIM, Justin (199 Carbaugh Road, Seneca, Pennsylvania, 16346, US)
SCHWEITZER, Christian (308 Highland Drive, Shippenville, Pennsylvania, 16254, US)
Application Number:
EP2018/079600
Publication Date:
May 09, 2019
Filing Date:
October 29, 2018
Export Citation:
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Assignee:
XYLO TECHNOLOGIES AG (Rüthihofstrasse 1, 9052 Niederteufen, 9052, CH)
International Classes:
E04F13/08; E04F15/02
Foreign References:
CH382410A1964-09-30
DE1759174A11971-06-03
US2878666A1959-03-24
JPH112017A1999-01-06
DE19626911A11997-08-28
US20180334810A12018-11-22
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PFENNING, MEINIG & PARTNER MBB (Theresienhöhe 11a, München, 80339, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Wand-, Decken- oder Bodenpaneel mit einem T-förmigen Profil (1), wobei das Profil (1) aus einem Steg (2) an einer Installationsseite (6) des Paneels und zwei Schenkeln (3) an einer Sichtseite (5) des Paneels besteht, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (2) eine planare Grundfläche (4) aufweist und die Grundfläche (4) des Steges (2) und/oder eine der Installationsseite (6) zugewandte Fläche (4') der Schenkel (3) bereichsweise oder vollflächig mit einem Klebstoff beschichtet ist.

2. Paneel gemäß dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Paneel eine weitere Klebstoffbeschichtung an einer Kantenfläche (7) von mindestens einem Schenkel (3) aufweist.

3. Paneel gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (3) achsensymmetrisch bezüglich des Steges (2) angeordnet sind.

4. Paneel gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (3) und der Steg (2) formschlüssig verbunden sind und aus einem Stück gefertigt wurden.

5. Paneel gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Paneel an der Sichtseite (5) eine Schicht eines Dekorpapiers (11) und/oder eines Funierholzes oder ein Dekor aufweist.

6. Paneel gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Paneel ein Material ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Holz, Holzwerkstoffen, insbesondere HDF und MDF, OSB, Spanplatten, Kunststoff, insbesondere PVC, Zementfasern, Gips, Metall, Glas, Keramik, Steinwollfaserwerkstoffen und Mischungen hiervon aufweist .

7. Paneel gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff ein Haftklebstoff ist, bevorzugt ein Polyacrylat- oder Polyurethan-basierter Haftklebstoff.

8. Paneel gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebstoffbeschichtung durch ein reversibel ablösbares Trennpapier abgedeckt ist, bevorzugt durch ein Trennpapier enthaltend Polyethylen oder beschichtetes Polyethylen.

9. Paneel gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Paneel eine Länge von 100 bis 2000 mm und/oder eine Breite von 30 bis 250 mm und/oder eine Dicke von 4 bis 10 mm aufweist.

10. Paneel gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kantenfläche (7) der Schenkel (3) mit einem Schutzlack beschichtet ist, bevorzugt mit einem UV-härtenden Schutzlack, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus mattem und glänzendem Klarlack.

11. Paneel gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kantenfläche (7) der Schenkel (3) einseitig oder beidseitig eine Fase (9), eine Abrundung oder eine Krümmung aufweist, wobei die Fase (9), die Abrundung oder die Krümmung bevorzugt mit einem UV-härtenden Schutzlack beschichtet ist, bevorzugt mit einem UV-härtenden Schutzlack ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus mattem und glänzendem Klarlack.

12. Paneel gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die der Sichtseite (5) zugewandte Fläche der Schenkel (3) eine Wölbung oder eine Strukturierung aufweist, wobei die Strukturierung bevorzugt in regelmäßigen Ausbuchtungen und Vertiefungen besteht.

13. Paneel gemäß einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die der Sichtseite (5) zugewandte Fläche der Schenkel (3) und die der Installationsseite (6) zugewandte Fläche (4') der Schenkel (3) eine Strukturierung aufweisen, wobei die Strukturierung beider Flächen bezogen auf die Grundfläche (4) des Steges (2) entweder gleich- oder gegenläufig ist.

14. Paneel gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der der Installationsseite (6) zugewandten Fläche der Schenkel (3) und dem Steg (2) ein rechter Winkel oder ein abgerundeter Übergang besteht.

15. Wand-, Decken, oder Bodenverkleidung gebildet aus einer Vielzahl an Paneelen gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14.

16. Wand-, Decken, oder Bodenverkleidung gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Paneele mittels einer Klebstoffbeschichtung der Steggrundfläche (2) in einer ersten Installationsebene (10) an einer Wand, einer Decke oder einem Boden befestigt sind.

17. Wand-, Decken, oder Bodenverkleidung gemäß einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Paneele in der ersten Installationsebene (10) so aneinandergereiht sind, dass die Kantenflächen (7) von Schenkeln (3) benachbarter Paneele aneinander angrenzen.

18. Wand-, Decken, oder Bodenverkleidung gemäß einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Paneele in einer zweiten Installationsebene (20) mittels einer Klebstoffbeschichtung auf der der Installationsseite (6) zugewandten Fläche (4') der Schenkel (3) auf den Paneelen der ersten Installationsebene (10) befestigt sind, so dass die Paneele der ersten Installationsebene (10) von den Paneelen der zweiten Installationsebene (20) für einen Betrachter auf der Sichtseite (5) zumindest teilweise verdeckt sind, wobei die Kantenflächen (7) jeweils benachbarte Paneele in der ersten Installationsebene (10) bevorzugt an eine Seitenfläche des Steges (2) eines Paneels in der zweiten Installationsebene (20) angrenzen.

19. Wand-, Decken, oder Bodenverkleidung gemäß einem der Ansprüche 15, 16 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Paneele in einer dritten Installationsebene (30) mittels einer Klebstoffbeschichtung auf den Paneelen der zweiten Installationsebene (20) und/oder auf den Paneelen der ersten Installationsebene (10) befestigt sind.

20. Wand-, Decken, oder Bodenverkleidung gemäß einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass für eine dauerhafte Befestigung der Paneele kein weiterer Klebstoff und keine Schrauben, Nägel, Klammern, Heftklammern oder Bolzen, bevorzugt keinerlei weitere Hilfsmittel, erforderlich sind.

Description:
Wandpaneele mit Klebstoffbeschichtung

Die Erfindung betrifft ein Wand-, Decken- oder Bodenpaneel mit einem T- förmigen Profil, bei dem die Steggrundfläche und/oder die der Installationsseite zugewandte Fläche der Schenkel bereichsweise oder vollflächig mit einem Klebstoff beschichtet ist. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Wand-, Decken- oder Bodenverkleidung, die aus einer Vielzahl solcher Paneele gebildet ist.

Die Wand-, Decken- oder Bodenpaneele, die aus dem Stand der Technik bekannt sind, sind meistens so ausgestaltet, dass eine lücken- bzw. spaltlose Wand-, Decken- oder Bodenverkleidung erzielt wird. Klassischerweise soll die fertige Verkleidung einen möglichst homogenen Eindruck erwecken und Unebenheiten oder Strukturierungen einer darunterliegenden Fläche (zum Beispiel eines bröckelnden Putzes oder eines anderen fehlerhaften Belages) verbergen. Moderne Wand-, Decken- oder Bodenverkleidungen sind aber mehr als ein reines„Camouflage"-Element. Sie können zwar immer noch Flächen verdecken, die allgemeinhin nicht als schön oder ansprechend empfunden werden. Darüber hinaus stellen sie aber auch ein innenarchitektonisches Werkzeug dar. Sie werden genutzt, um ausdruckslose Räumlichkeiten zu einem Blickfang zu machen und ihnen den Anschein einer höheren Wertigkeit zu verleihen. Des Weiteren dienen Verkleidungen regelmäßig der Unterteilung eines Raumes in verschiedene Bereiche und tragen so dazu bei, dass der Raum aufgeräumt und ordentlich wirkt.

Um dies zu erreichen nutzen professionelle Raumgestalter bislang Paneele, die mit Hilfe von mechanischen Befestigungssystemen angebracht werden müssen. Die Installation solcher Paneele erfordert aber spezielle fachmännische Kenntnisse in dem Bereich und eignet sich nicht für Heimwerker oder die wachsende„Do-it-yourself"-Branche. Zudem wird zur Anbringung der mechanischen Befestigungssysteme oft spezielles Werkzeug benötigt.

Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Wand-, Decken-, oder Bodenpaneel bereitzustellen, welches in einfacher Weise auf den meisten Untergründen dauerhaft befestigt werden kann, ohne dass dazu weitere Hilfsmittel oder besonderes Geschick nötig ist. Des Weiteren ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung die Paneele so zu gestalten, dass diese entweder in einer Ebene installiert und zu einer einschichtigen Verkleidung zusammengefügt werden können oder in mehreren Ebenen so angeordnet werden können, dass sich ein regelmäßiger 3D-Effekt ergibt. Zudem war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Anleitung zur Zusammensetzung der Wand-, Decken- oder Bodenpaneele anzugeben und dadurch die Wand-, Decken oder Bodenverkleidung an sich verfügbar zu machen.

Diese Aufgabe wird durch das Paneel mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen und die Wandverkleidung in Anspruch 16 gelöst. Die Unteransprüche zeigen vorteilhafte Weiterbildungen auf.

Das erfindungsgemäße Wand-, Decken- oder Bodenpaneel weist ein T-förmiges Profil auf, wobei das Profil aus einem Steg an einer Installationssei- te des Paneels und zwei Schenkeln an einer Sichtseite des Paneels besteht und der Steg eine planare Grundfläche aufweist und die Grundfläche des Steges und/oder eine der Installationsseite zugewandte Fläche der Schenkel bereichsweise oder vollflächig mit einem Klebstoff beschichtet ist.

Unter„Klebstoff im Sinne der vorliegenden Erfindung" wird dabei verstanden, dass die mit Klebstoff beschichtete Fläche des Schenkels zum Verkleben auf einer mit der Fläche des Schenkels kontaktierten Oberfläche geeignet ist. Der Klebstoff ist im erfindungsgemäßen Sinne daher„aktiv" und somit noch nicht ausgehärtet und/oder bereits mit einem zweiten Gegenstand verklebt. Das erfindungsgemäße Paneel eignet sich somit zur weiteren Verklebung mit weiteren Gegenständen, ist jedoch nicht mit weiteren Gegenständen verklebt.

Der Begriff des„T-förmigen Profils" ist dabei weit zu interpretieren. Er um- fasst beispielsweise Ausführungsformen, in denen der Steg keinen 90° Winkel mit einem Schenkel ausbildet. Weiterhin erfasst er Ausführungsformen, in denen die kürzeste Seite des Steges nicht automatisch die Grundfläche darstellt. Zudem werden als „T-förmiges Profil" im Rahmen der vorliegenden Anmeldung Profile bezeichnet, in denen der Querschnitt des Steges quadra- tisch oder rechteckig ist oder aber die Form eines Trapezes, einer Raute oder eines Parallelogramms aufweist.

Die Sichtseite des Paneels ist die Seite des Paneels, die nach der Befestigung des Paneels an der Wand, dem Boden oder der Decke dem Betrachter zuge- wandt ist.

Die bereichsweise Beschichtung der Grundfläche des Steges und/oder der der Installationsseite zugewandten Fläche der Schenkel kann auf einen Sprühauftrag des Klebstoffes mit Hilfe einer Düse zurückzuführen sein.

Es ist zudem vorteilhaft, wenn das Paneel eine weitere Klebstoffbeschichtung an einer Kantenfläche von mindestens einem Schenkel aufweist. Durch diese Klebstoffbeschichtung kann der Zusammenhalt von aneinander angrenzenden Paneelen in einer Ebene gefördert werden. Gleichzeitig wird ein eventueller Verzug der Paneele durch Dehnung oder Schrumpfung kompensiert. Außerdem können benachbarte Paneele durch die Klebstoffbeschichtung an den Schenkelkantenflächen so verklebt werden, dass unterhalb der Paneele ein gasgefüllter Raum entsteht, der nur geringen Gasaustausch mit der Umgebungsluft zeigt und dadurch wärmeisolierend und schallisolierend wirkt. Dieser gasgefüllte Raum wird von der der Installationsseite zugewandten Fläche der Schenkel zweier benachbarter Paneele und der Wand, dem Boden oder der Decke begrenzt. Ein weiterer vorteilhafter Aspekt an der weiteren Kleb- stoffbeschichtung einer Kantenfläche von mindestens einem Schenkel ist, dass die zwischen benachbarten Paneelen hierdurch entstehende Verklebung eine Feuchtigkeitsbarriere darstellt.

In einer bevorzugten Variante der Paneele ist vorgesehen, dass die Schenkel achsensymmetrisch bezüglich des Steges angeordnet sind. Das bedeutet, dass das T-förmige Profil vorzugsweise dergestalt ist, dass es eine Symmetrie zu der Achse aufweist, die mittig durch die Grundfläche des Steges geht.

Außerdem ist bevorzugt, wenn die Schenkel und der Steg formschlüssig verbunden sind und aus einem Stück gefertigt wurden. Hier ist es denkbar, dass die T-Form mittels Spritzguss in einer entsprechenden Spritzgussform hergestellt wurde. Ein Abschleifen eines Monoliths in eine T-Form mit zwei Schen- kein und einem Steg oder ein Zurechtschneiden eines Vollmaterials in diese

Form kommt ebenfalls in Frage.

Des Weiteren weist das Paneel in einer bevorzugten Ausführungsform eine Schicht eines Funierholzes oder eines Dekorpapiers an der Sichtseite auf. Dies erlaubt es, kostengünstige Materialien für den Grundkörper Paneels, also für den Steg und die Schenkel, zu verwenden und nur die Oberfläche, die für den optischen Eindruck verantwortlich ist, zu veredeln. Eine Fixierung des Funierholzes oder Dekorpapiers auf dem Grundkörper des Paneels wird bevorzugt mit Hilfe eines Klebstoffes bewerkstelligt. Zudem ist es bevorzugt, wenn das Funierholz oder das Dekorpapier, welches in dieser Ausführungsform die Oberfläche des Paneels bildet, mit einem transparenten, glänzenden oder matten Lack versiegelt wird. Ebenso ist es möglich ein Dekor als soleches auf die Sichtseite aufzubringen, z.B. durch aufmalen, färben oder anderweitige Verfahren, mit denen das Aussehen der Sichtseite beeinflusst werden kann. Statt Funierholz weist der wesentliche Teil des Paneels bevorzugt ein Material ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Holz, Holzwerkstoffen, insbesondere HDF und MDF, Kunststoff, insbesondere PVC, Zementfasern, Gips, Metall, Glas, Keramik, Steinwollfaserwerkstoffen (basalt fibres) und Mischungen hiervon auf. Besonders bevorzugt weist das Paneel ein Material ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Holzwerkstoffen, wie HDF, MDF, PVC, Zementfasern, Gips, Metall, Glas und Keramik auf. Hierbei ist es insbesondere bevorzugt, wenn das Material mehr als 90 %, besonders bevorzugt mehr als 95 % des Gesamtgewichts ausmacht.

Vorzugsweise ist der Klebstoff, mit dem das Paneel bereichsweise oder vollflächig beschichtet ist, ein Haftklebstoff. Es bieten sich insbesondere Haftklebstoffe an, die unter Verwendung eines Acrylates hergestellt wurden, beispielsweise Polyacrylate, Acryl-Schäume, oder modifizierte Polyacrylate. Ebenso eignen sich Polyurethan-basierte Haftklebstoffe.

Um eine bessere Transportfähigkeit der Paneele zu erreichen, ist es fernerhin bevorzugt, wenn die Klebstoffbeschichtung durch ein reversibel ablösbares Trennpapier abgedeckt ist, besonders bevorzugt durch ein Trennpapier ent- haltend Polyethylen oder beschichtetes Polyethylen. Alternativ kann das

Trennpapier statt Polyethylen auch überwiegend Kraftpapier enthalten. Das Trennpapier verhindert, dass die Paneele schon beim Transport zum Bestimmungsort miteinander verkleben und dadurch unbrauchbar werden. Zum Anbringen an eine Wand, Decke oder auf einen Boden, muss der Verwender das Trennpapier ablösen und die Klebstoffbeschichtung freilegen.

Das Paneel weist bevorzugt eine Länge von 100 bis 2000 mm und/oder eine Breite von 30 bis 250 mm und/oder eine Dicke von 4 bis 10 mm auf. Besonders bevorzugt weist das Paneel eine Länge von 1210 mm, eine Breite von 165 mm und eine Dicke von 6 mm auf.

In einer weiteren Variante der Erfindung weist die Kantenfläche der Schenkel einseitig oder beidseitig eine Fase, eine Abrundung oder eine Krümmung auf. Eine Fase ist eine abgeschrägte Fläche einer Werkstückkante, welche die Ge- fahr verringert, dass sich der Verwender an der Kantenfläche verletzt. Zudem erleichtert die Fase die Montage der Paneele. Vorzugsweise hat die Fase ei- nen Winkel zwischen 40 und 50° zur Ebene. Bevorzugt ist die Fase, die Abrun- dung oder die Krümmung ebenfalls mit einem UV-härtenden Schutzlack beschichtet. Auch die Kantenfläche der Schenkel an sich kann mit einem UV-härtenden

Schutzlack beschichtet sein. Dies erhöhte die Abrieb- und Kratzfestigkeit der Paneele und schützt die Kantenfläche auch vor anderen mechanischen Schädigungen, so dass das Paneel beständiger und langlebiger wird. Vorzugsweise ist der UV-härtende Schutzlack sowohl für die Kantenfläche der

Schenkel ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus mattem und glänzendem Klarlack.

In einer vorteilhaften Ausführungsform des Paneels ist vorgesehen, dass die der Sichtseite zugewandte Fläche der Schenkel eine Wölbung oder eine Strukturierung aufweist, wobei die Strukturierung bevorzugt in regelmäßigen Ausbuchtungen und Vertiefungen besteht. Darüber hinaus ist bevorzugt, wenn die der Sichtseite zugewandte Fläche der Schenkel und die der Installationsseite zugewandte Fläche der Schenkel eine Strukturierung aufweisen, wobei die Strukturierung beider Flächen bezogen auf eine äußere Ebene, z.B. die

Ebene der Wand, entweder gleich- oder gegenläufig ist.

Ist die Strukturierung regelmäßig und auf den gegenüberliegenden Flächen der Schenkel gleich- oder gegenläufig, so wird eine zwischenraumfreie Anord- nung von identischen Paneelen in mehreren Ebenen möglich. Ausbuchtungen an der der Installationsseite zugewandten Fläche der Schenkel fügen sich in Vertiefungen an der Sichtseite der Schenkel ein.

Außerdem ist es wünschenswert, wenn die Grundfläche des Stegs und/oder die Kantenfläche der Schenkel und/oder die der Sichtseite zugewandte Fläche der Schenkel und/oder die der Installationsseite zugewandte Fläche der Schenkel eine nach DIN EN ISO 13565-1 gemessene Kernrautiefe zwischen 20 und 60 μιη aufweist. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Klebstoffbeschich- tung an dem Paneel haftet und einen dauerhaften Kontakt zu anderen Flä- chen vermitteln kann. Zwischen der der Installationsseite zugewandten Fläche der Schenkel und dem Steg des Paneels kann ein rechtwinkliger, abgeschrägter oder abgerundeter Übergang bestehen. Bei Paneelen, deren T-förmiges Profil durch Abschleifen eines Monoliths oder durch Zurechtschneiden eines Vollmaterials gefertigt wird, sind abgeschrägte oder leicht abgerundete Übergänge besonders bevorzugt, da mit diesen Verarbeitungstechniken typischerweise keine ganz exakten rechten Winkel erzeugt werden können.

Die erfindungsgemäße Wand-, Decken- oder Bodenverkleidung wird aus einer Vielzahl der oben beschriebenen Paneele gebildet.

Die Verkleidung zeichnet sich in einer bevorzugten Variante dadurch aus, dass die Paneele mittels einer Klebstoffbeschichtung der Steggrundfläche in einer ersten Installationsebene an einer Wand, einer Decke oder einem Boden befestigt sind.

In einer weiteren Variante sind die Paneele in der ersten Installationsebene so aneinandergereiht sind, dass die Kantenflächen von Schenkeln benachbarter Paneele aneinander angrenzen.

Besonders bevorzugt ist aber, dass die Wand-, Decken, oder Bodenverkleidung so ausgestaltet ist, dass auch Paneele in einer zweiten Installationsebene mittels einer Klebstoffbeschichtung auf der der Installationsseite zugewandten Fläche der Schenkel auf den Paneelen der ersten Installationsebene befestigt sind, so dass die Paneele der ersten Installationsebene von den Paneelen der zweiten Installationsebene für einen Betrachter auf der Sichtseite zumindest teilweise verdeckt sind, wobei die Kantenflächen jeweils benachbarte Paneele in der ersten Installationsebene bevorzugt an eine Seitenfläche des Steges eines Paneels in der zweiten Installationsebene angrenzen. In dieser Ausgestaltung besitzt die Verkleidung einen deutlichen 3D-Effekt bzw. eine regelmäßige dreidimensionale Strukturierung. Die oberste Schicht der Paneele kann bei geeigneter Beleuchtung Schattenlinien werfen, so dass der Effekt noch verstärkt wird.

Es ist auch möglich, dass Paneele in einer dritten Installationsebene mittels einer Klebstoffbeschichtung auf den Paneelen der zweiten Installationsebene und/oder auf den Paneelen der ersten Installationsebene befestigt sind. Auch hier ist ein dreidimensionaler Effekt zu verzeichnen. Zudem kann über die Anzahl der Installationsebenen die Dicke der Verkleidungsschicht beeinflusst werden.

In einer bevorzugten Variante ist die Klebstoffbeschichtung der Paneele das einzige Befestigungsmittel, das an den Paneelen angebracht ist. Somit ist auch bevorzugt, dass zur dauerhaften Befestigung der Verkleidung kein weiterer Klebstoff und keine Schrauben, Nägel, Klammern, Heftklammern oder Bolzen, besonders bevorzugt keinerlei weitere Hilfsmittel, erforderlich sind.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren 1 bis 9 näher beschrieben, ohne den Schutzbereich auf diese spezifischen Ausführungsformen zu begrenzen.

Figur 1 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes Paneel mit einem T- förmigen Profil.

Figur 2 zeigt eine erfindungsgemäße Wandverkleidung, die unter Verwendung des erfindungsgemäßen Paneels hergestellt werden kann.

Figur 3 zeigt eine erfindungsgemäße Wandverkleidung bestehend aus Paneelen mit angefasten Schenkelkantenflächen.

Figur 4 zeigt eine erfindungsgemäße Wandverkleidung, bei der die Paneele aus Figur 1 horizontal versetzt in zwei Installationsebenen angeordnet worden sind.

Figur 5 zeigt eine erfindungsgemäße Wandverkleidung bestehend aus Paneelen mit einer gleichläufigen wellenförmigen Strukturierung auf beiden Seiten der Schenkel.

Figur 6 zeigt eine erfindungsgemäße Wandverkleidung, in denen die Paneele mit gleichläufiger wellenförmiger Strukturierung auf beiden Seiten der Schenkel horizontal versetzt in zwei Ebenen angeordnet worden sind. Figur 7 zeigt eine erfindungsgemäße Wandverkleidung, bei der die Paneele aus Figur 1 horizontal versetzt in drei Installationsebenen angeordnet worden sind.

Figur 8 zeigt eine erfindungsgemäße Wandverkleidung, in der Paneele bestehend aus einem trapenzförmigem Steg und abgeschrägten Schenkeln in einer Installationsebene aneinandergereiht wurden.

Figur 9 zeigt eine erfindungsgemäße Wandverkleidung, in der die Paneele, deren Profil sich aus zwei unterschiedlich breiten Trapezen ergibt, in zwei Installationsebenen angeordnet sind.

Figur 10 zeigt eine erfindungsgemäße Wandverkleidung mit einer Installationsebene, in der Paneele verwendet wurden, deren Schenkel eine gekrümmte Kantenfläche aufweist.

Figur 11 zeigt, ähnlich wie Figur 8, eine erfindungsgemäße Wandverkleidung mit einer Installationsebene, in der die der Paneele bestehend aus einem trapenzförmigem Steg und abgeschrägten Schenkeln in einer Installationsebene aneinandergereiht wurden. Im Unterschied zu Figur 8 schließt der Steg der Paneele, die in Figur 11 zur Herstellung der Wandverkleidung verwendet wurden, jeweils einen spitzen Winkel mit den Schenkeln ein.

Figur 12 zeigt eine erfindungsgemäße Wandverkleidung bei der die Paneele aus Figur 11 horizontal versetzt in zwei Installationsebenen angeordnet worden sind.

In Fig. 1 ist der Querschnitt eines Paneels im Sinne der vorliegenden Erfindung gezeigt. Es besteht aus dem Grundkörper 1 als Paneel an sich und einer Deckschicht 11 aus einem Funierholz oder einem Dekorpapier. Wie bereits angedeutet ist, macht die Deckschicht 11 nur einen kleinen Bruchteil der Gesamtdicke des Paneels aus. Zwischen dem Paneel-Grundkörper 1 und der Deckschicht 11 kann ein geeigneter Klebstoff aufgetragen sein. Nicht gezeigt ist der Klarlack, der als Versiegelung über der Deckschicht aufgetragen sein kann. Das T-förmige Profil des Paneels weist einerseits einen Steg 2 und andererseits zwei Schenkel 3 auf. Die Schenkel besitzen jeweils eine Kantenfläche 7 und eine der Installationsseite zugewandte Seite 4'. Die der Installationsseite zugewandte Fläche des Steges ist die Grundfläche 4. Die Sichtseite 5, von der aus ein Betrachter nach Montage der Paneele die Verkleidung begutachten kann, liegt der Installationsseite direkt gegenüber.

Fig. 2 zeigt eine Verkleidung, die durch die Befestigung mehrerer gleichartiger Paneele 1 mit T-förmigem Profil an einer Installationsseite 6, hier einer Wand, erhalten wurde. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist die Deckschicht aus Furnierholz bzw. Dekorpapier in dieser Figur und in allen nachfolgenden Figu- ren nicht mehr gezeigt. Die gleichartigen Paneele sind dabei so angeordnet, dass die Kantenflächen der Schenkel aneinanderstoßen. So ergibt sich ein Luft- bzw. gasgefüllter Raum 8 unterhalb der Schenkel. Weisen die Kantenflächen der Schenkel eine Klebstoffbeschichtung auf, so kleben die Paneele nicht nur an der Wand, sondern auch aneinander. Dadurch wird die Konvektion zwischen der Sichtseite und dem gasgefüllten Raum in der Richtung senkrecht zu der Wand ver- oder zumindest behindert, so dass es hier zu einem schall- und wärmeisolierenden Effekt kommen kann.

Fig. 3 zeigt eine Wandverkleidung mit Paneelen, die eine angefaste 9 Kanten- fläche 7 aufweisen. Die Fase kann vorteilhaft bei der Montage der Paneele sein, da sie Fertigungsungenauigkeiten ausgleicht. Auch hier entsteht durch die Aneinanderreihung der Paneele ein gasgefüllter Raum 8 unterhalb der Schenkel. Fig. 4 zeigt eine Wandverkleidung, die zwei Installationsebenen aufweist. In der ersten Installationsebene 10 befinden sich die Paneele ohne Schraffur. Sie weisen jeweils einen Abstand voneinander auf, der der Breite eines Steges 2 entspricht. In der zweiten Installationsebene 20 befinden sich die Paneele mit Schraffur. Die Paneele der zweiten Installationsebene 20 sind horizontal ver- setzt zu den Paneelen der ersten Installationsebene 10 angeordnet, so dass die der Installationsseite 6 zugewandte Fläche 4' der Schenkel 3 vollständig auf der der Sichtseite 5 zugewandten Oberfläche der Schenkel 3 aus der ersten Installationsebene 10 aufliegen. Zudem besteht auch Kontakt zwischen den Seitenflächen der Stege 2, die zu den Paneelen der zweiten Installations- ebene 20 gehören, und den Kantenflächen 7 der Schenkel 3, die zu den Paneelen der ersten Installationsebene 10 gehören. Eine ausreichende Fläche für eine Verklebung zwischen den Paneelen der ersten Installationsebene 10 und den Paneelen der zweiten Installationsebene 20 steht damit zur Verfügung. Fig. 5 zeigt Paneele mit einer wellenförmigen Struktur auf der der Sichtseite 5 zugewandten Oberfläche der Schenkel 3 und der der Installationsseite 6 zugewandten Fläche 4' der Schenkel 4. Die Strukturierung in diesem Beispiel ist im Bezug auf die Installationsebene 6 gleichläufig: Beschreibt die Oberfläche einen Wellenberg, so beschreibt auch die untere Seite 4' einen Wellenberg. Beschreibt die Oberfläche ein Wellental, so beschreibt auch die untere Seite

4' ein Wellental. Durch die Aneinanderreihung der Paneele ergibt sich auch in diesem Beispiel ein gasgefüllter Hohlraum unterhalb der Schenkel.

Fig. 6 zeigt, dass auch die Paneele aus Figur 5 in einer ersten Installationsebe- ne 10 und einer zweiten Installationsebene 20 angeordnet werden können, ohne dass sich im Grenzbereich zwischen der ersten und der zweiten Installationsebene Lücken ergeben. Die einzige Lücke besteht hier wieder in dem gasgefüllten Hohlraum 8. Fig. 7 zeigt, dass sich das Prinzip der horizontal versetzten Anordnung von

Paneelen beliebig fortsetzen lässt, so dass Wandverkleidungen mit drei oder noch mehr Ebenen entstehen. Zu der ersten Installationsebene 10 und der zweiten Installationsebene 20 kommt in Fig. 7 nämlich noch eine dritte Installationsebene 30 hinzu. Da der horizontale Versatz in dem Beispiel genau die Hälfte der Gesamtbreite eines Paneels ist, entspricht die Projektion der Paneele in der dritten Ebene 30 wieder der Projektion der Paneele in der ersten Ebene 10. Die Paneele in der ersten Ebene 10 sind für den Betrachter auf der Sichtseite 5 völlig verdeckt. Eine weitere mögliche Paneelform ist in Fig. 8 dargestellt. Die Kantenflächen 7 der Schenkel 3 sind hier nicht nur angefast, sondern komplett abgeschrägt. Der Querschnitt des Steges 2 weist eine Trapezform auf.

Fig. 9 zeigt, wie die Paneele aus Fig. 8 auch zu einer mehrschichtigen Verkleidung gestapelt werden können. Damit zwischen den Installationsebenen 10 und 20 keine weiteren Lücken entstehen ist zu beachten, dass die Seitenfläche des Stegs komplementär zu der Kantenfläche 7 des gegenüberliegenden Schenkels angeschrägt sein muss. Die Seitenfläche des Stegs 2 und die gegenüberliegende Kantenfläche des Schenkels 3 bilden zusammen ein Winkel von 180°.

Fig. 10 zeigt eine Wandverkleidung aus Paneelen mit gekrümmter Kantenfläche. Die Krümmung der Kantenfläche entspricht dabei genau der Krümmung der Schenkel zur Sichtseite hin, so dass auch hier ein lückenloses Stapeln der Paneele in zwei Installationsebenen 10 und 20 möglich ist. Der Steg 2 der Paneele in der zweiten Installationsebene 20 ragt in dieser Wandverkleidung sehr weit in den gasgefüllten Raum 8 hinein.

Fig. 11 und 12 zeigen Gegenstücke zur Wandverkleidung der Fig. 8 und 9. Während der Steg der Paneele in den Fig. 8 und 9 stumpfwinklig ausgestaltet ist und einen spitzen Winkel mit der Ebene der Wand bildet, ist der Steg der Paneele in den Fig. 11 und 12 selbst spitzwinklig und schließt dementsprechend einen stumpfen Winkel mit der Ebene der Wand ein. Auch bei den Schenkeln sind spitze und stumpfe Winkel verglichen mit den Paneelen aus Figur 8 und 9 vertauscht. Diese unterschiedliche Formgebung ändert aber, wie in Fig. 12 zu sehen ist, nichts daran, dass die Paneele in zwei Installationsebenen 10 und 20 arrangiert werden können, ohne dass neben dem gasgefüllten Raum 8 zwischen der Wand und den Paneelen der ersten Installationsschicht 10 weitere Hohlräume bzw. Lücken entstehen.