| WO/1993/007252 | NON-PHOSPHATE MACHINE DISHWASHING DETERGENTS |
| WO/2000/027968 | BLEACH-CONTAINING DETERGENT COMPOSITION |
| JP2010047522 | SKIN-CLEANING COMPOSITION |
WEINRICH, Dirk (Tilsiter Str. 22, Grevenbroich, 41515, DE)
WERNER, Helga (Hauptstr. 114, Rommerskirchen, 41569, DE)
WRUBBEL, Noelle (Harffstraße 115A, Düsseldorf, 40591, DE)
SCHNEIDER, Susanne (Heiligenhauser Str. 31, Düsseldorf, 40599, DE)
WEINRICH, Dirk (Tilsiter Str. 22, Grevenbroich, 41515, DE)
WERNER, Helga (Hauptstr. 114, Rommerskirchen, 41569, DE)
WRUBBEL, Noelle (Harffstraße 115A, Düsseldorf, 40591, DE)
| Patentansprüche 1. Verfahren zum Reinigen und/oder Konditionieren von textilen Flächengebilden, bei dem die feuchten, zu reinigenden und/oder zu konditionierenden textilen Flächengebilde mit einer Formulierung, enthaltend a) wenigstens einen Polymerkörper, b) eine Waschmittelzusammensetzung und c) Wasserstoffperoxid (H202) in Kontakt gebracht werden. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Polymerkörper ein Polymer ausgewählt aus der Gruppe der Polyalkylene, der Polyester, der Polyurethane, der Polyamide und Mischungen daraus enthält. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Polymerkörper ein Polyamid enthält, welches ausgewählt ist aus der Gruppe, umfassend PA 6 (Polymer aus ε- Caprolactam), PA 1 1 (Polymer aus 1 1-Aminoundecansäure), PA 12 (Polymer aus ε-Laurinlactam), PA 66 (Polymer aus Hexamethylendiamin und Adipinsäure), PA 69 (Polymer aus Hexamethylendiamin und Azelainsäure), PA 612 (Polymer aus Hexamethylendiamin und Dodecandisäure), PA 46 (Polymer aus Tetramethylendiamin und Adipinsäure), PA 610 (Polymer aus Hexan-1 ,6-diamin und Sebacinsäure) PA 612 (Polymer aus Hexan-1 ,6-diamin und Dodecandisäure), PA 66/610 (Copolymer aus Hexamethylendiamin, Adipinsäure und Sebacinsäure), PA 6I (Polymer aus Hexamethylendiamin und Isophthalsäure), PA 6/12 (Copolymer aus ε-Caprolactam und ε-Laurinlactam), PA 6/66 (Copolymer aus ε-Caprolactam, Hexamethylendiamin und Adipinsäure) und Mischungen daraus. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Polymerkörper ein Polyalkylen enthält, welches ausgewählt ist aus der Gruppe der Polyethylene, der Polypropylene und Mischungen daraus. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschmittelzusammensetzung frei von Enzymen ist. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Polymerkörper in Form eines Chips, einer Kugel, eines Würfels, eines Eis, eines Zylinders, einer Scheibe, eines Quaders oder eines Kegelstumpfs vorliegt. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale räumliche Ausdehnung des Polymerkörpers im Bereich von 1 bis 10 mm liegt. 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasserstoffperoxid separat, in der Waschmittelzusammensetzung eingearbeitet, auf dem Polymerkörper aufgebracht und/oder vom Polymerkörper absorbiert in dem Verfahren eingesetzt wird. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Waschmittelzusammensetzung kann separat, auf dem Polymerkörper aufgebracht und/oder vom Polymerkörper absorbiert in dem Verfahren eingesetzt wird. 10. Kit zum Reinigen und/oder Konditionieren von textilen Flächengebilden, umfassend a) wenigstens einen Polymerkörper, b) eine Waschmittelzusammensetzung und c) Wasserstoffperoxid (H202). |
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen und/oder Konditionieren von textilen
Flächengebilden, bei dem die feuchten, zu reinigenden und/oder zu konditionierenden textilen Flächengebilde mit einer Formulierung, enthaltend wenigstens einen Polymerkörper und eine Waschmittelzusammensetzung in Kontakt gebracht werden. Die Erfindung betrifft auch ein Kit, umfassend Inhaltsstoffe der Formulierung.
Die Reinigung und/oder Konditionierung von textilen Flächengebilden mit wenig oder gar ohne Wasser oder ohne große Mengen an organischen Lösungsmitteln ist nicht nur interessant für institutionelles Waschen, sondern gewinnt aufgrund der wertvollen Ressource Wasser immer mehr an Bedeutung.
Aus der WO 2007/128962 A1 ist ein Waschverfahren bekannt, welches die Behandlung von verschmutzter Wäsche durch Inkontaktbringen der Wäsche mit einer Formulierung, umfassend eine Vielzahl an Polymerpartikel umfasst.
Es besteht allerdings weiter Bedarf, Maßnahmen bereit zustellen, die die Fleckentfernung in einem solchen Verfahren weiter verbessern.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum Reinigen und/oder Konditionieren von textilen Flächengebilden, bei dem die feuchten, zu reinigenden und/oder zu konditionierenden textilen Flächengebilde mit einer Formulierung, enthaltend
a) wenigstens einen Polymerkörper,
b) eine Waschmittelzusammensetzung und
c) Wasserstoffperoxid (H 2 0 2 ) in Kontakt gebracht werden.
Es hat sich überraschender Weise gezeigt, dass durch den Einsatz von H 2 0 2 in dem Verfahren nicht nur bei bleichbaren Flecken eine Verbesserung der Fleckentfernung erzielt wird, sondern auch bei einer Vielzahl anderer Flecktypen.
Ferner hat sich gezeigt, dass der Polymerkörper nach Beendigung des Wasch- und/oder
Konditionierungsverfahren auf seiner Oberfläche weniger stark eingefärbt bzw. verschmutzt ist. Durch das deutlich sauberere Aussehen des Polymerkörpers hat der Verbraucher deutlich weniger Hemmungen, den Polymerkörper mehrfach zu verwenden.
Es ist bevorzugt, dass der Polymerkörper ein Polymer ausgewählt aus der Gruppe der
Polyalkylene, der Polyester, der Polyurethane, der Polyamide und Mischungen daraus enthält. Diese Polymere eignen sich zum Einsatz in einem solchen, wasserarmen Waschverfahren und sind vor allem auch kompatibel mit H 2 0 2 .
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält der Polymerkörper ein Polyamid, welches ausgewählt ist aus der Gruppe, umfassend PA 6 (Polymer aus ε-Caprolactam), PA 1 1 (Polymer aus 1 1-Aminoundecansäure), PA 12 (Polymer aus ε-Laurinlactam), PA 66 (Polymer aus Hexamethylendiamin und Adipinsäure), PA 69 (Polymer aus Hexamethylendiamin und Azelainsäure), PA 612 (Polymer aus Hexamethylendiamin und Dodecandisäure), PA 46 (Polymer aus Tetramethylendiamin und Adipinsäure), PA 610 (Polymer aus Hexan-1 ,6-diamin und Sebacinsäure) PA 612 (Polymer aus Hexan-1 , 6-diamin und Dodecandisäure), PA 66/610
(Copolymer aus Hexamethylendiamin, Adipinsäure und Sebacinsäure), PA 6I (Polymer aus Hexamethylendiamin und Isophthalsäure), PA 6/12 (Copolymer aus ε-Caprolactam und ε- Laurinlactam), PA 6/66 (Copolymer aus ε-Caprolactam, Hexamethylendiamin und Adipinsäure) und Mischungen daraus.
In dem Polymerkörper werden bevorzugt Polyamide eingesetzt, da diese bei einer Vielzahl unterschiedlicher Flecken wirksam sind.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung enthält der Polymerkörper ein Polyalkylen, welches ausgewählt ist aus der Gruppe der Polyethylene, der Polypropylene und Mischungen daraus.
Polymerkörper aus Polyalkylenen eignen sich besonders zur Entfernung von Öl-basierten Flecken.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist ein Spülgang nicht erforderlich. Dass heißt im
Umkehrschluss, dass viele Inhaltsstoffe des Waschmittels auf den textilen Flächengebilden verbleiben. Um eine Sensibilisierung und allergische Reaktionen, hervorgerufen durch Enzyme zu vermeiden, kann es vorteilhaft sein, dass die Waschmittelzusammensetzung frei von Enzymen ist.
Es ist bevorzugt, dass der Polymerkörper in Form eines Chips, einer Kugel, eines Würfels, eines Eis, eines Zylinders, einer Scheibe, eines Quaders oder eines Kegelstumpfs vorliegt. Ferner ist bevorzugt, dass die maximale räumliche Ausdehnung des Polymerkörpers im Bereich von 1 bis 10 mm liegt. Ein Polymerkörper dieser Größe und Form weist ein gutes Fließ- bzw.
Bewegungsverhalten und engen Kontakt zu den zu behandelnden textilen Flächengeweben auf.
Das Wasserstoffperoxid kann separat, in der Waschmittelzusammensetzung eingearbeitet, auf dem Polymerkörper aufgebracht und/oder vom Polymerkörper absorbiert in dem Verfahren eingesetzt werden. Auch die Waschmittelzusammensetzung kann separat, auf dem Polymerkörper aufgebracht und/oder vom Polymerkörper absorbiert in dem Verfahren eingesetzt werden.
Aus Kostengründen ist es vorteilhaft, dass H 2 0 2 , welches verglichen mit anderen Bleichmitteln wie Percarbonaten oder Perboraten ein preiswertes Bleichmittel ist, in dem Verfahren eingesetzt werden kann. Zudem wird Wasserstoffperoxid in wässriger Lösung eingesetzt, so dass sich das Bleichmittel während des Waschprozesses nicht erst lösen muss. Außerdem verteilt es sich dadurch gleichmäßiger in der Formulierung.
Die Erfindung betrifft auch ein Kit zum Reinigen und/oder Konditionieren von textilen
Flächengebilden, umfassend
a) wenigstens einen Polymerkörper,
b) eine Waschmittelzusammensetzung und
c) Wasserstoffperoxid (H 2 0 2 ).
Im Folgenden soll die Erfindung unter anderem anhand von Beispielen eingehender beschrieben werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann bei einer großen Vielzahl an textilen Flächengebilden angewendet werden. Es kann beispielsweise bei allen natürlichen und synthetischen
Gewebefasern eingesetzt werden, obwohl es besonders vorteilhaft bei Geweben aus PA 66, Polyester und Baumwolle angewendet wird.
Es ist vorteilhaft, dass die zu behandelnden Gewebe mit Wasser befeuchtet werden, um insbesondere den Transport von Schmutzpartikeln zum Polymerkörper zu verbessern. Sind das H 2 0 2 und/oder die Waschmittelzusammensetzung auf dem Polymerkörper aufgebracht und/oder vom Polymerkörper absorbiert, wird durch das Anfeuchten der textilen Flächengebilde auch der Transport vom H 2 0 2 und/oder den Inhaltsstoffen der Waschmittelzusammensetzung vom
Polymerkörper auf die textilen Flächengebilde verbessert. Das Anfeuchten der textilen
Flächengewebe kann beispielsweise durch Benetzung mit Wasser oder einer wässrigen Lösung der Waschmittelmittelzusammensetzung erfolgen.
Die Menge an Wasser, die vorteilhafter Weise eingesetzt wird, hängt auch von der
Wasseraufnahmekapazität der textilen Flächengebilde ab. Es ist jedoch im Allgemeinen bevorzugt, dass das Gewichtsverhältnis textile Flächengebilde zu Wasser von 1 : 0, 1 bis 1 : 5 und mehr bevorzugt von 1 : 0,2 bis 1 : 2 beträgt.
In dem Verfahren wird wenigstens ein Polymerkörper eingesetzt. Es ist aber aus Gründen der Effizienz des Verfahrens bevorzugt, wenn in dem Verfahren eine Vielzahl an Polymerkörpern eingesetzt wird. Das Gewichtsverhältnis Polymerkörper zu textile Flächengebilden beträgt vorzugsweise von 30 : 1 bis 1 : 1 , mehr bevorzugt von 15 : 1 bis 2 : 1 und insbesondere bevorzugt von 8 : 1 bis 3 : 1.
Der Polymerkörper kann ein Polymer ausgewählt aus der Gruppe der Polyalkylene, der Polyester, der Polyurethane, der Polyamide und Mischungen daraus enthalten, wobei Polyamide und Polyalkylene bevorzugt sind. Bevorzugte Polyalkylene umfassen Polyethylene, Polypropylene oder Mischungen daraus.
Es ist aber insbesondere bevorzugt, dass der Polymerkörper ein Polyamid enthält. Das Polyamid kann aus der Gruppe, umfassend PA 6 (Polymer aus ε-Caprolactam), PA 1 1 (Polymer aus 1 1- Aminoundecansäure), PA 12 (Polymer aus ε-Laurinlactam), PA 66 (Polymer aus
Hexamethylendiamin und Adipinsäure), PA 69 (Polymer aus Hexamethylendiamin und
Azelainsäure), PA 612 (Polymer aus Hexamethylendiamin und Dodecandisäure), PA 46 (Polymer aus Tetramethylendiamin und Adipinsäure), PA 610 (Polymer aus Hexan-1 ,6-diamin und
Sebacinsäure) PA 612 (Polymer aus Hexan-1 ,6-diamin und Dodecandisäure), PA 66/610
(Copolymer aus Hexamethylendiamin, Adipinsäure und Sebacinsäure), PA 6I (Polymer aus Hexamethylendiamin und Isophthalsäure), PA 6/12 (Copolymer aus ε-Caprolactam und ε- Laurinlactam), PA 6/66 (Copolymer aus ε-Caprolactam, Hexamethylendiamin und Adipinsäure) und Mischungen daraus ausgewählt sein.
Der Polymerkörper kann jede beliebige Form aufweisen, jedoch liegt er vorzugsweise in Form eines Chips, einer Kugel, eines Würfels, eines Eis, eines Zylinders, einer Scheibe, eines Quaders oder eines Kegelstumpfs vor. Diese Formen gewährleisten eine gute Beweglichkeit des
Polymerkörpers und einen engen Kontakt mit den textilen Flächengebilden.
Die maximale räumliche Ausdehnung des Polymerkörpers liegt vorzugsweise im Bereich von 1 bis 10 mm und mehr bevorzugt im Bereich von 2 bis 6 mm. Der Begriff„maximale räumliche
Ausdehnung" bezeichnet in diesem Zusammenhang den Abstand zwischen den zwei am weitesten voneinander entfernten Punkte auf dem Polymerkörper.
In einer weiteren, alternativen Ausführungsform liegt der Polymerkörper in Form eines Tuchs, beispielsweise eines Mikrofasertuchs, vor. In dieser Ausführungsform ist es bevorzugt, dass das Mikrofasertuch an den textilen Flächengebilden und insbesondere bevorzugt auf den dort befindlichen Flecken befestigt ist. Die Befestigung sollte derart sein, dass möglichst viel von der Oberfläche der textilen Flächengewebe mit der Oberfläche des Tuchs in Kontakt ist. Es ist vorteilhaft, wenn das eingesetzte Tuch möglichst viel Oberfläche aufweist, so dass
Schlingenwaren, Samt, Frottiergewebe oder Vliesstoffe bevorzugt eingesetzt werden.
Vorzugsweise weist das Tuch eine Oberfläche (bezogen auf eine Seite) von 40 cm 2 bis 800 cm 2 und mehr bevorzugt von 100 cm 2 bis 400 cm 2 auf. Die Formulierung enthält neben dem Formkörper eine Waschmittelzusammensetzung. Die Waschmittelzusammensetzung enthält Tensid(e), wobei anionische, nichtionische, zwitterionische und/oder amphotere Tenside eingesetzt werden können. Bevorzugt sind aus
anwendungstechnischer Sicht Mischungen aus anionischen und nichtionischen Tensiden. Der Gesamttensidgehalt eines flüssigen Waschmittels liegt vorzugsweise unterhalb von 40 Gew.-% und besonders bevorzugt unterhalb von 35 Gew.-%, bezogen auf die gesamte, vorzugsweise flüssige, Waschmittelzusammensetzung.
Geeignete nichtionische Tenside umfassen alkoxylierte Fettalkohole, alkoxylierte
Fettsäurealkylester, Fettsäureamide, alkoxylierte Fettsäureamide, Polyhydroxyfettsäureamide, Alkylphenolpolyglycolether, Aminoxide, Alkylpolyglucoside und Mischungen daraus.
Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alkoholrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, zum Beispiel aus Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise C 12 -14- Alkohole mit 3 EO, 4 EO oder 7 EO, C 9- n-Alkohol mit 7 EO, C 13 -i 5 -Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, Ci 2 -i8-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie
Mischungen aus Ci 2 -i4-Alkohol mit 3 EO und Ci 2 -i8-Alkohol mit 7 EO. Die angegebenen
Ethoxylierungsgrade stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine gebrochene Zahl sein können. Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow ränge ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO. Auch nichtionische Tenside, die EO- und PO-Gruppen zusammen im Molekül enthalten, sind erfindungsgemäß einsetzbar. Geeignet sind ferner auch eine Mischung aus einem (stärker) verzweigten ethoxylierten Fettalkohol und einem unverzweigten ethoxylierten Fettalkohol, wie beispielsweise eine Mischung aus einem C16-18- Fettalkohol mit 7 EO und 2-Propylheptanol mit 7 EO. Insbesondere bevorzugt enthält das Wasch-, Reinigungs-, Nachbehandlungs- oder Waschhilfsmittel einen Ci 2 -i8-Fettalkohol mit 7 EO oder einen C-i3-i5-Oxoalkohol mit 7 EO als nichtionisches Tensid.
Der Gehalt an nichtionischen Tensiden beträgt in der Waschmittelzusammensetzung bevorzugt 3 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 30 Gew.-% und insbesondere 7 bis 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf die gesamte Waschmittelzusammensetzung. Neben den nichtionischen Tensiden kann die Waschmittelzusammensetzung auch anionische Tenside enthalten. Als anionisches Tensid werden vorzugsweise Sulfonate, Sulfate, Seifen, Alkylphosphate, anionische Silikontenside und Mischungen daraus eingesetzt.
Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C 9 .i 3 -Alkylbenzolsulfonate und Olefinsulfonate in Betracht. Geeignet sind auch Ci 2 -i 8-Alkansulfonate und die Ester von a- Sulfofettsäuren (Estersulfonate), zum Beispiel die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren.
Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der
Schwefelsäurehalbester der Ci 2 -Ci 8 -Fettalkohole, beispielsweise aus Kokosfettalkohol,
Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-, Cetyl- oder Stearylalkohol oder der Ci 0 -C 2 o-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt. Aus waschtechnischem Interesse sind die Ci 2 -Ci 6 -Alkylsulfate und Ci 2 -Ci 5 -Alkylsulfate sowie Ci 4 -Ci 5 -Alkylsulfate bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate sind geeignete anionische Tenside.
Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten geradkettigen oder verzweigten C 7 . 2 i-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte Cg-n-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder Ci 2 _i 8 -Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind geeignet.
Auch bevorzugte anionische Tenside sind Seifen. Geeignet sind gesättigte und ungesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, (hydrierten) Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen Fettsäuren, zum Beispiel Kokos-, Palmkern-, Olivenöl- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-, Kalium- oder Magnesium- oder Ammoniumsalze vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in Form ihrer Natriumsalze vor. Weitere bevorzugte Gegenionen für die anionischen Tenside sind auch die protonierten Formen von Cholin, Triethylamin oder Methylethylamin.
Der Gehalt eines Wasch- oder Reinigungsmittels an anionischen Tensiden kann 1 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 5 bis 30 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 10 bis 25 Gew.-%, jeweils bezogen auf das gesamte Wasch- oder Reinigungsmittel, betragen.
Zusätzlich zu den Tensiden kann die Waschmittelzusammensetzung weitere Inhaltsstoffe enthalten, die die anwendungstechnischen und/oder ästhetischen Eigenschaften der
Waschmittelzusammensetzung weiter verbessern. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung enthalten bevorzugte Waschmittelzusammensetzungen zusätzlich einen oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Gerüststoffe, Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Bleichkatalysatoren, Enzyme, Elektrolyte, nichtwässrigen Lösungsmittel, pH-Stellmittel, Parfüme, Parfümträger, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Hydrotope, Schauminhibitoren, Silikonöle, Soil-Release-Polymeren optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Einlaufverhinderer, Knitterschutzmittel,
Farbübertragungsinhibitoren, antimikrobiellen Wirkstoffe, Germizide, Fungizide, Antioxidantien, Konservierungsmittel, Korrosionsinhibitoren, Verdicker, Antistatika, Bittermittel, Bügelhilfsmittel, Phobier- und Imprägniermittel sowie UV-Absorber.
Schließt sich dem erfindungsgemäßen Verfahren kein Spülgang an, so ist es bevorzugt, dass die Waschmittelzusammensetzung keine Inhaltsstoffe enthält, die bei Kontakt mit Haut eine
Sensibilisierung oder Allergien auslösen können. Deshalb kann es beispielsweise bevorzugt sein, dass die Waschmittelzusammensetzung frei von Enzymen ist.
Die Waschmittelzusammensetzung selber kann fest, flüssig, gelförmig, wachsartig oder pastenförmig sein, wobei flüssige Waschmittel aufgrund der besseren Löseeigenschaften insbesondere bevorzugt sind.
Die Waschmittelzusammensetzung kann separat und/oder auf dem Polymerkörper aufgebracht und/oder vom Polymerkörper absorbiert in dem Verfahren eingesetzt werden. Es kann bevorzugt sein, dass der Polymerkörper mit der Waschmittelzusammensetzung beschichtet ist. Wird die Waschmittelzusammensetzung auf dem Polymerkörper aufgebracht und/oder vom Polymerkörper absorbiert in dem Verfahren eingesetzt, erleichtert dies dem Anwender die Durchführung des Verfahrens, da er die Waschmittelzusammensetzung nicht noch separat zu dosieren muss.
Neben dem Polymerkörper und der Waschmittelzusammensetzung enthält die Formulierung Wasserstoffperoxid. Wasserstoffperoxid ist ein preiswertes Bleichmittel und hinterlässt keine Rückstände auf den damit behandelten textilen Flächengebilden.
Das Wasserstoffperoxid kann separat und/oder in der Waschmittelzusammensetzung eingearbeitet und/oder auf dem Polymerkörper aufgebracht und/oder vom Polymerkörper absorbiert in dem Verfahren eingesetzt werden. Ist das Wasserstoffperoxid bereits in Waschmittelzusammensetzung eingearbeitet oder wird auf dem Polymerkörper aufgebracht und/oder vom Polymerkörper absorbiert in dem Verfahren eingesetzt, vermeidet dies, dass der Anwender in direkten Kontakt mit dem Wasserstoffperoxid kommt.
Die Menge an H 2 0 2 beträgt vorzugsweise 0,5 bis 10 g und mehr bevorzugt 0,5 bis 3 g pro
Waschladung, wobei die Waschladung bis zu 5 kg wiegt.
Das Verfahren kann in eigens dafür ausgelegten Waschmaschinen durchgeführt werden. Dabei können die eingesetzten Polymerkörper entweder separat durch den Anwender des Verfahrens in die Waschtrommel eingeführt werden oder, in einer alternativen Ausführungsform, in einer Vorratskammer innerhalb der Waschmaschine aufbewahrt und dann zum Waschgang in die Waschtrommel automatisch dosiert werden. Die Polymerkörper können nach Beendigung des Waschverfahrens entweder zusammen mit den gereinigten textilen Flächengebilden entfernt oder in die Vorratskammer für weitere Anwendungen zurückgeführt werden.
Bei mehrfacher Anwendung eines Polymerkörpers kann es bevorzugt sein, dass dieser einem Auffrischungsschritt unterzogen werden. Dies kann beispielsweise durch Spülen des
Polymerkörpers mit einer Reinigungslösung, um anhaftende Pigmentpartikel zu entfernen und/oder Bleichen der in den äußeren Schichten der Polymerkörper anhaftenden Schmutzpartikel erfolgen. Dieser Auffrischungsschritt kann zum Beispiel automatisch in einer dafür ausgelegten
Waschmaschine oder separat erfolgen.
In einer alternativen Ausführungsform kann das Verfahren in einem handelsüblichen Trockner durchgeführt werden. Dazu werden die feuchten, zu reinigenden Textilien zusammen mit dem/den Polymerkörper(n), der Waschmittelzusammensetzung und dem Wasserstoffperoxid in einen Luft-, Wasser- und Wasserdampf -dichten Beutel gegeben und dieser wird anschließend verschlossen in einem Trockner platziert. Nach Beendigung des Trockenprogramms wird der Beutel entnommen und die gereinigten textilen Flächengebilde werden entnommen sowie getrocknet.
Bevorzugt wird das erfindungsgemäße Verfahren bei einer Temperatur kleiner 100 °C
durchgeführt. Insbesondere bevorzugt wird das Verfahren bei Temperaturen zwischen 30 und 90 °C durchgeführt.
Die Dauer des Verfahrens beträgt vorzugsweise zwischen 15 und 240 Minuten und mehr bevorzugt zwischen 20 und 90 Minuten.
Ausführungsbeispiele
Ausführungsbeispiel E
In einen Autoklaven-Beutel wurden 550 g Polyamid-Chips aus PA 66 (Zytel® 101 von DuPont) mit einer Länge von ca. 4 mm, einer Breite von 3 mm und einem Gewicht von 30 bis 40 mg pro Chip gegeben. Parallel wurden 150 g weiße Gerstenkornhandtücher auf denen Standard-Testgewebe aus Baumwolle mit Testflecken befestigt waren, mit einer wässrigen Lösung aus 290,7 g Wasser, 1 g H 2 0 2 (Aktivsubstanz) und 1 1 ,81 g Waschmittel A angefeuchtet. Anschließend wurde der Beutel verschlossen und in die Trommel eines Trockners (Miele Novotronic T 7644 C) überführt.
Zusätzlich wurden in die Trommel 2000 g Frotteehandtücher, welche mit 2000 g Wasser angefeuchtet waren, gegeben. Nach Durchlauf des Programms„cotton extra dry" (Dauer: 90 Minuten) wurden die mit den befleckten Standardtestgeweben versehenen Gerstenkornhandtücher aus dem Autoklaven-Beutel genommen, hängend getrocknet und anschließend wurde der Grad der Fleckentfernung bestimmt.
Vergleichsbeispiel V
Es wurde analog wie in Ausführungsbeispiel 1 verfahren, mit dem Unterschied, dass die Frottee- Handtücher mit einer wässrigen Lösung aus 290,7 g Wasser und 1 1 ,81 g Waschmittel A angefeuchtet wurden.
Das Waschmittel A enthielt 21 , 1 Gew.-% Tenside (nichtionische und anionische Tenside), sowie weitere übliche Bestandteile von flüssigen Waschmitteln wie das Natriumsalz von Citronensäure, Natriummetaborat, Entschäumer, Acrylatverdicker, wassermischbare Lösungsmittel, optischen Aufheller, Farbstoffe, Parfüm und Wasser. Das Waschmittel A war frei von Enzymen.
Die Bestimmung der Fähigkeit der Fleckentfernung erfolgte über die Bestimmung des
Normfarbwertes Y (DIN 5033). Dazu wurden die Y-Werte der befleckten, unbehandelten
Standardgewebe und die Y-Werte der befleckten, in einem der beiden Verfahren E oder V behandelten Textilien bestimmt (siehe Tabelle 2). Die Bestimmung erfolgte bei 420 nm (Gerät: Datacolor Spectraflash 600, 30 mm Blende). Bei den natürlichen Anschmutzungen erfolgte die Bewertung der Fleckentfernung über den dY-Wert (Y-Wert des unbehandelten Flecks minus Y- Wert des behandelten Flecks). Tabelle 2: Remission: Y-Wert
Fleck nach Fleck nach
Fleckart Behandlung mit E Behandlung mit V
Künstl. Anschmutzunqen:
Mineralöl/Ruß 48, 1 39,8
Olivenöl/Ruß 49,6 40,0
Tee 70,9 52,6
Mayonnaise/Ruß 45,2 35,2
Schw. Johannisbeere 71 ,9 62,5
Natürl. Anschmutzunqen:
Schafsblut 37,0 7,3
Blaubeer-Saft 56,5 19,0
Gras 22,8 7,8
Salatsauce 33,8 14,7
Kirschsaft 17,5 0,9
Rotwein 30,8 10,5
Kakao 18,8 2,0
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass durch Zugabe von H 2 0 2 nicht nur eine deutlich verbesserte Fleckentfernung bei bleichbaren Flecken, sondern auch bei einer Vielzahl anderer Flecken auftritt. Außerdem waren die Polyamid-Chips, welche im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt wurden, deutlich weniger stark verfärbt angeschmutzt als die Polyamid-Chips, die im Verfahren V eingesetzt wurden.
Außerdem zeigte sich, dass die Schmutzübertragung auf das weiße, nicht angeschmutzte Gewebein dem erfindungsgemäßen Verfahren E deutlich weniger stark war, als im Verfahren V.
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