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Title:
WASTE AIR TREATMENT METHOD AND WASTE AIR TREATMENT DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/083319
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a waste air treatment method comprising: an oxidation device (1) for a waste air flow (A), in particular of a paint shop, a print shop or a food processing plant, said flow having at least one combustible component; and at least one turbine device (3) coupled to the oxidation device (1) in order to generate electrical current (S). The method is characterised in that a waste gas flow (11) from the oxidation device (1) is fed, as a first fluid flow, to a steam generator device (2) and the steam flow (21) produced there drives the at least one turbine device (3), as a second fluid flow, in order to generate electrical current (S), or at least one first fluid flow (11) resulting from the waste air flow (A) and having at least one combustible component, is fed to a combustion chamber (6) of the at least one turbine device (3) and drives said device in order to generate electrical current (S). The invention also relates to waste air treatment devices.

Inventors:
ALBRECHT TOBIAS (DE)
HERMANN STEFAN (DE)
PFAMMATTER DANIEL (CH)
NEESE OLAF (DE)
Application Number:
EP2017/078379
Publication Date:
May 11, 2018
Filing Date:
November 07, 2017
Export Citation:
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Assignee:
LORATECH GMBH (DE)
International Classes:
F23G7/06; F23G5/46; F23G5/50
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
Maikowski & Ninnemann Patentanwälte Partnerschaft mbB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Abluftreinigungsverfahren mit einer Oxidationsvorrichtung (1 ) für einen

Abluftstrom (A), insbesondere einer Lackiererei, einer Druckerei oder einer Lebensmittelverarbeitungsanlage, mit mindestens einer brennbaren Komponente und mindestens einer mit der Oxidationsvorrichtung (1 ) gekoppelten

Turbinenvorrichtung (3) zur Erzeugung von elektrischem Strom (S), dadurch gekennzeichnet, dass ein Abgasstrom (1 1 ) der Oxidationsvorrichtung (1 ) als erster Fluidstrom einer Dampferzeugervorrichtung (2) zugeführt wird, wobei der dabei erzeugte

Dampfstrom (21 ) als zweiter Fluidstrom die mindestens eine Turbinenvorrichtung (3) zur Erzeugung von elektrischen Strom (S) antreibt, oder mindestens ein aus dem Abluftstrom (A) resultierender erster Fluidstrom (1 1 ) mit mindestens einer brennbaren Komponente einer Brennkammer (6) der mindestens einen Turbinenvorrichtung (3) zugeführt wird und diese zur

Erzeugung von elektrischem Strom (S) antreibt.

2. Abluftreinigungsverfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Oxidationsvorrichtung (1 ) einen Brenner, insbesondere eine thermische Nachverbrennungsvorrichtung oder eine regenerative

Nachverbrennungsvorrichtung, aufweist.

3. Abluftreinigungsverfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abluftstrom (A) über eine Absorptions-Desorptionsvorrichtung (4) und / oder Adsorptions-Desorptionsvorrichtung (4) geführt wird, wobei der Abgasstrom (44) der Desorptionszone (41 ) der Absorptions-Desorptionsvorrichtung (4) und / oder der Adsorptions-Desorptionsvorrichtung (4) der thermischen

Nachverbrennungsvorrichtung (1 ) zugeführt wird. 4. Abluftreinigungsverfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Abluftstrom (A) über eine Absorptions-Desorptionsvorrichtung (4) und / oder eine Adsorptions-Desorptionsvorrichtung (4) geführt wird, wobei sich mindestens eine brennbare Komponente aus dem Abluftstrom (A) in einer Waschflüssigkeit anreichert und die Waschflüssigkeit, insbesondere durch ein Stripp-Verfahren, ausgetrieben wird, so dass der gestrippte Fluidstrom mit der angereicherten brennbaren Komponente den ersten Fluidstrom (1 1 ) bildet, der dann der

Brennkammer (6) einer ersten Turbinenvorrichtung (3) zur Stromerzeugung zugeführt wird.

5. Abluftreinigungsverfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein heißer Abgasstrom (31 ) der ersten Turbinenvorrichtung (3) einer

Dampferzeugungsvorrichtung (2) zugeführt wird, wobei der erzeugte Dampfstrom (21 ) einer zweiten Turbinenvorrichtung (5) zur weiteren Stromerzeugung zugeführt wird.

6. Abluftreinigungsverfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Auswaschen in einer Desorptionskolonne (42) erfolgt, wobei Stripp- Dampf für das Austreiben der brennbaren Komponenten vom Dampfstrom (21 ) für die zweite Turbinenvorrichtung (5) abgezweigt wird und / oder aus der

Dampferzeugungsvorrichtung (2) abgezweigt wird.

7. Abluftreinigungsverfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxidationsvorrichtung (1 ), insbesondere die thermische Nachverbrennungsvorrichtung und / oder die regenerative Nachverbrennungsvorrichtung, zusätzlich mit Hilfsenergie, insbesondere einem brennbaren Energieträger, ganz insbesondere Erdgas (E), betrieben wird. 8. Abluftreinigungsverfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampfstrom (21 ) aus der Dampferzeugervorrichtung (2) einer Kondensator (52) oder einem

Wärmetauscher zugeführt wird, wobei das anfallende Kondensat insbesondere extern in einer Fernwärmeanlage, in einer Kälteanlage oder zur Beheizung in Prozessen, wie einer kathodischen Tauchlackierungsanlage (KTL).weiter verwertbar ist.

9. Abluftreinigungsverfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Regelvorrichtung oder Steuervorrichtung zur Konstanthaltung des Volumenstroms und / oder der Temperatur des

Abgasstroms (1 1 ) der Oxidationsvorrichtung (1 ), insbesondere unter Verwendung eines Brennstoffstroms (Ε') oder eines Frischluftstroms als Stellgröße und / oder zur Konstanthaltung der Temperatur der Oxidationsvorrichtung (1 ). 10 Abluftreinigungsverfahren nach mindestens einem der vorhergehenden

Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Regelvorrichtung oder Steuervorrichtung zur Konstanthaltung des Volumenstroms und / oder der Temperatur für die

Desorption der Absorptions-Desorptionsvorrichtung (4).

1 1 . Abluftreinigungsverfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abluftstrom (A) vorgewärmt wird.

12. Abluftreinigungsverfahren nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom nach der

Oxidationsvorrichtung (2) über eine Wärmetauscher Wärme abgibt, die in einer Trocknervorrichtung, insbesondere in einer Lackiererei verwendet wird.

13. Abluftreinigungsvorrichtung mit einer Oxidationsvorrichtung (1 ) für einen Abluftstrom (A) mit mindestens einer brennbaren Komponente und mindestens einer mit der Oxidationsvorrichtung (1 ) gekoppelten Turbinenvorrichtung (3) zur Erzeugung von elektrischem Strom (S) aus

mindestens einem Fluidstrom (1 1 , 21 ) des Abluftreinigungsverfahrens, gekennzeichnet durch eine Dampferzeugervorrichtung (2), der ein Abgasstrom (1 1 ) der

Oxidationsvorrichtung (1 ) als erster Fluidstrom zugeführt wird, und die mindestens eine Turbinenvorrichtung (3) durch den in der

Dampferzeugervorrichtung (2) erzeugten Dampfstrom (21 ) als zweiten Fluidstrom antreibbar ist.

14. Abluftreinigungsvorrichtung mit einer Oxidationsvorrichtung (1 ) für einen Abluftstrom (A) mit mindestens einer brennbaren Komponente und mindestens einer mit der Oxidationsvorrichtung (1 ) gekoppelten

Turbinenvorrichtung (3) zur Erzeugung von elektrischem Strom (S) aus

mindestens einem Fluidstrom (1 1 , 21 ) des Abluftreinigungsverfahrens, gekennzeichnet durch eine Brennkammer (6) der mindestens einen Turbinenvorrichtung (3, 5) der mindestens ein aus dem Abluftstrom (A) resultierender erster Fluidstrom (1 1 ) mit mindestens einer brennbaren Komponente einer Brennkammer (6) zuführbar ist und mindestens einem Generator (51 ) zur Erzeugung von elektrischem Strom (S), der mit der mindestens einen Turbinenvorrichtung (3, 5) gekoppelt ist.

Description:
Abluftreinigungsverfahren und Abluftreinigungsvorrichtung

Die Erfindung betrifft ein Abluftreinigungsverfahren mit den Merkmalen der Anspruchs 1 und Abluftreinigungsvorrichtungen mit den Merkmalen der

Ansprüche 13 und 14.

Die Reinigung von Abluft (häufig auch Abgas genannt) aus unterschiedlichen Quellen, wie z.B. Lackierereien, Faulgasanlagen, Druckereien oder anderen Industriebetrieben mit VOC-Freisetzung, Härtereianlagen,

Lebensmittelverarbeitungsanlagen (z.B. Röstereien), ist insbesondere aus

Gründen des Umweltschutzes ein wichtiges Problem. Die Abluft enthält dabei häufig brennbare Komponenten, wie z.B. flüchtige organische Substanzen (VOC: volatile organic Compounds), die schädlich für die Umwelt sind, wohl aber einen gewissen Brennwert haben.

Es werden daher Abluftreinigungsverfahren und Abluftreinigungsvorrichtungen benötigt, die eine energieeffiziente Reinigung von Abluftmengen ermöglichen.

Die Aufgabe wird durch ein Abluftreinigungsverfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Dabei wird ein Abluftstrom mit mindestens einer brennbaren Komponente über eine Oxidationsvorrichtung geleitet. Mindestens eine mit der

Oxidationsvorrichtung gekoppelte Turbinenvorrichtung dient der Erzeugung von elektrischem Strom. Ein Abgasstrom der Oxidationsvorrichtung wird als erster Fluidstrom einer Dampferzeugervorrichtung zugeführt, wobei der dabei erzeugte Dampfstrom als zweiter Fluidstrom die mindestens eine Turbinenvorrichtung zur Erzeugung von elektrischem Strom antreibt.

Alternativ wird mindestens ein aus dem Abluftstrom resultierender erster

Fluidstrom mit mindestens einer brennbaren Komponente einer Brennkammer der mindestens einen Turbinenvorrichtung zur Erzeugung von elektrischem Strom zugeführt.

Beide Varianten erlauben eine Kraft-Wärme-Kopplung, die zwar einen erhöhten maschinellen Aufwand bedingt, bei denen aber erhebliche Erträge durch die zusätzliche Stromerzeugung realisiert werden können. Die Stromerzeugung kann dabei als Nebenprodukt der Abluftreinigung, d.h. bei ungeregeltem Strom betrieben werden. Typische Anwendungen für das Verfahren ist die Verarbeitung von Abluft aus einer Lackiererei, einer Druckerei oder einer

Lebensmittelverarbeitungsanlage. In einer Ausführungsform weist die Oxidationsvorrichtung einen Brenner auf, insbesondere in Form einer thermischen Nachverbrennungsvorrichtung oder einer regenerativen Nachverbrennungsvorrichtung. Zur Vorbehandlung des

Abluftstroms kann dieser über eine Absorptions-Desorptionsvorrichtung und / oder Adsorptions-Desorptionsvorrichtung geführt werden. Dabei kann der Anteil der brennbaren Komponenten in einem Strom angereichert werden. Der

Abgasstrom der Desorptionszone der Absorptions-Desorptionsvorrichtung und / oder der Adsorptions-Desorptionsvorrichtung kann dann der thermischen

Nachverbrennungsvorrichtung zugeführt werden. Alternativ kann der Abluftstrom über eine Absorptions-Desorptionsvorrichtung und / oder eine Adsorptions-Desorptionsvorrichtung geführt wird, wobei sich

mindestens eine brennbare Komponente aus dem Abluftstrom in einer

Waschflüssigkeit anreichert und die Waschflüssigkeit, insbesondere durch ein Stripp-Verfahren, ausgetrieben wird, so dass der gestrippte Fluidstrom mit der angereicherten brennbaren Komponente den ersten Fluidstrom bildet, der dann der Brennkammer einer ersten Turbinenvorrichtung zur Stromerzeugung zugeführt wird. Dann kann ein heißer Abgasstrom der ersten Turbinenvorrichtung einer Dampferzeugungsvorrichtung zugeführt werden, wobei der erzeugte

Dampfstrom einer zweiten Turbinenvorrichtung zur weiteren Stromerzeugung zugeführt wird. Somit werden bei dieser Ausführungsformen zwei

Turbinenvorrichtungen zur Stromerzeugung eingesetzt.

Ferner ist es möglich, dass das Auswaschen in einer Desorptionskolonne erfolgt, wobei Stripp- Dampf für das Austreiben der brennbaren Komponenten vom

Dampfstrom für die zweite Turbinenvorrichtung abgezweigt wird und / oder aus der Dampferzeugungsvorrichtung abgezweigt wird.

Auch kann in einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens die

Oxidationsvorrichtung, insbesondere die thermische

Nachverbrennungsvorrichtung und / oder die regenerative

Nachverbrennungsvorrichtung, zusätzlich mit Hilfsenergie, insbesondere einem brennbaren Energieträger, ganz insbesondere Erdgas, betrieben werden. Der Dampfstrom aus der Dampferzeugervorrichtung kann in einer Ausführungsform einem Kondensator oder einem Wärmetauscher (z.B. einem Umformer Dampf / Wasser / Wärmeträgeröl) zugeführt werden. Es ist somit nicht zwingend, dass der austretende Dampf vollständig kondensiert wird. Auch ist es möglich, das anfallende Kondensat extern weiter zu verwerten, z.B. in einer Fernwärmeanlage, in einer Kälteanlage oder zur Beheizung in Prozessen z. B einer kathodischen Tauchlackierungsanlage (KTL) oder zur Beheizung von chemischen Vorbehandlungsprozessen, Trocknern (z.B. KTL Trockner,

Beheizung von Spritzkabinen und beheizbare Nebenaggregate).

In einer weiteren Ausführungsform dient eine Regelvorrichtung oder

Steuervorrichtung zur Konstanthaltung des Volumenstroms und / oder des Abgasstroms der Oxidationsvorrichtung, insbesondere unter Verwendung eines Brennstoffstroms oder eines Frischluftstroms als Stellgröße. Alternativ oder zusätzlich kann auch die Temperatur der Oxidationsvorrichtung konstant gehalten werden, z.B. auf eine Reaktionstemperatur von 800°C.

Wenn eine Adsorptions-Desorptionsvorrichtung oder eine Absorptions- Desorptionsvorrichtung verwendet wird, kann in einer weiteren Ausführungsform mit einer Regelvorrichtung oder Steuervorrichtung der Volumenstrom und / oder die Temperatur für den Desorptionsstrom konstant gehalten werden.

Es ist auch möglich, dass der Abluftstrom vorgewärmt wird, z.B. mit einem anderen heißen Prozessstrom. Ferner ist es möglich den Ausgangsfluidstrom nach der Oxidationsvorrichtung über einen Wärmetauscher zu führen. Die dabei abgegebene Wärme wird dann in einer Trocknervorrichtung, insbesondere in einer Lackiererei verwendet.

Die Aufgabe wird auch durch Abluftreinigungsvorrichtung mit den Merkmalen der Ansprüche 13 und 14 gelöst.

Anhand von beispielhaften Ausführungsformen werden die

Überwachungsvorrichtung und das Überwachungssystem in den folgenden Figuren beschrieben. Dabei zeigt

Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer Abluftreinigungsvorrichtung und eines Abluftreinigungsverfahrens mit einer Oxidationsvorrichtung, einem

Dampferzeuger und einer Turbinenvorrichtung zur Stromerzeugung; Fig. 2 eine zweite Ausführungsform einer Abluftreinigungsvorrichtung und eines Abluftreinigungsverfahrens mit einer Brennkammer einer

Turbinenvorrichtung, wobei ein Fluidstrom mit brennbaren Komponenten in die Brennkammer eingedüst wird;

Fig. 3 eine dritte Ausführungsform einer Abluftreinigungsvorrichtung und eines Abluftreinigungsverfahrens mit einer thermischen

Nachverbrennungsvorrichtung (rekuperative Nachverbrennung) als Oxidationsvorrichtung;

Fig. 4 eine vierte Ausführungsform einer Abluftreinigungsvorrichtung und eines Abluftreinigungsverfahrens mit einer Nachverbrennungsvorrichtung als Oxidationsvorrichtung und einer vorgeschalteten Adsorber- Desorbervorrichtung;

Fig. 5 eine fünfte Ausführungsform einer Abluftreinigungsvorrichtung und eines Abluftreinigungsverfahrens mit einer regenerativen

Nachverbrennungsvorrichtung als Oxidationsvorrichtung; Fig. 6 eine sechste Ausführungsform einer Abluftreinigungsvorrichtung und eines Abluftreinigungsverfahrens mit einer Eindüsung eines Fluidstroms mit brennbaren Komponenten in die Brennkammer der

Turbinenvorrichtung; Fig. 7 eine siebte Ausführungsform einer Abluftreinigungsvorrichtung und eines Abluftreinigungsverfahrens mit einer Eindüsung eines brennbaren Fluidstroms und einer Erdgaszuführung in den Brenner der

Turbinenvorrichtung: Fig. 8 eine Ausführungsform einer Reglerstruktur für die Ausführungsform einer Abluftreinigungsvorrichtung und eines Abluftreinigungsverfahrens mit einer regenerativen Nachverbrennungsvorrichtung als

Oxidationsvorrichtung; Fig. 9 eine Ausführungsform einer Reglerstruktur für die Ausführungsform einer Abluftreinigungsvorrichtung und eines Abluftreinigungsverfahrens mit einer rekuperativen Nachverbrennungsvorrichtung; Fig. 10 eine Ausführungsform einer Reglerstruktur für die Ausführungsform einer Abluftreinigungsvorrichtung und eines Abluftreinigungsverfahrens mit einer Nachverbrennungsvorrichtung als Oxidationsvorrichtung und einer vorgeschalteten Adsorber-Desorbervorrichtung;

Fig. 1 1 eine weitere Ausführungsform einer Abluftreinigungsvorrichtung und eines Abluftreinigungsverfahrens.

In den Fig. 1 und 2 sind zwei Grundausführungsformen zur Reinigung eines Abluftstroms A dargestellt. Beiden Ausführungsformen ist gemeinsam, dass im Rahmen der Abluftreinigung mittels einer Turbinenvorrichtung 3 elektrischer Strom S erzeugt wird, wobei hier der von der Turbinenvorrichtung 3 angetriebene Generator aus Gründen der Einfachheit nicht dargestellt ist. Die Energie für die Stromerzeugung wird dabei durch eine Oxidation bereitgestellt, die entweder in einer separaten Oxidationsvorrichtung 1 (z.B. einem Brenner oder in einer thermischen Nachverbrennung) erfolgt oder direkt in einer Brennkammer 6 der Turbinenvorrichtung 3.

In der ersten Ausführungsform (Fig. 1 ) wird ein Abluftstrom A, der mindestens eine brennbare Komponente enthält, der Oxidationsvorrichtung 1 zugeführt. Bei der Oxidation der brennbaren Komponenten entsteht ein heißer Abgasstrom 1 1 , der als erster Fluidstrom einer Dampferzeugungsvorrichtung 2 zugeführt wird. Mithilfe der zugeführten Energie wird in der Dampferzeugungsvorrichtung 2 ein Dampfstrom als zweiter Fluidstrom 21 zeugt, der dann der Turbinenvorrichtung 3 zugeführt wird.

In der zweiten Ausführungsform (Fig. 2) wird der Abluftstrom A, der mindestens eine brennbare Komponente enthält, aufbereitet (siehe Ausführungsbeispiele dazu weiter unten), dass er direkt der Brennkammer 6 der Turbinenvorrichtung 3 zugeführt wird. Die Oxidation des Abluftstroms A erfolgt damit in der

Brennkammer 6 direkt, so dass kein Dampferzeuger zwischengeschaltet ist.

Damit sind Kraft-Wärme-Kopplungen möglich, d.h. die Gewinnung von

mechanischer Energie mit einer Erzeugung von elektrischem Strom und der Gewinnung von Nutzwärme. Es ist möglich, dass in einer hier nicht dargestellten Ausführungsform der Abluftstrom A vorgewärmt wird.

In der Folge werden weitere Ausführungsformen dargestellt, wobei einzelne Verfahrensschritte oder Vorrichtungen aus den einzelnen Ausführungsformen auch mit anderen Ausführungsformen kombinierbar sind. Wenn im Folgenden Zahlenwerte für bestimmte Prozessparameter (z.B. Temperaturen,

Volumenströme (immer bezogen auf Normbedingungen), Beladungen etc.) angegeben werden, so sind diese lediglich beispielhaft und als zeitliche

Mittelwerte zu verstehen.

In Fig. 3 ist eine Ausführungsform für ein Abluftreinigungsverfahren und eine Abluftreinigungsvorrichtung dargestellt, die eine Weiterbildung der

Ausführungsform gemäß Fig. 1 ist.

In der Ausführungsform gemäß Fig. 3 wird ein Abluftstrom A (Volumenstrom 6.000 m 3 /h, Temperatur von weniger als 150°C, Beladung von 500 mg/m 3 VOC als brennbaren Komponenten) aus einem oder mehreren Trocknern (hier nicht dargestellt) abgesaugt und einer Kraftwärmekopplung mit einer thermischen Nachverbrennung zugeführt.

Der Abluftstrom A wird einer Oxidationsvorrichtung 1 , nämlich der thermischen Nachverbrennungsvorrichtung 1 zugeführt, die zusätzlich noch mit einem

Erdgasstrom E als Hilfsenergie betrieben wird. In der thermischen

Nachverbrennung wird der Abluftstrom A mit den VOC bei Temperaturen bei ca. 800°C oxidiert und zu CO2 und H2O umgesetzt.

Der heiße Abluftstrom der thermischen Nachverbrennung 1 wird nun als erster Fluidstrom 1 1 auf eine Dampferzeugungsvorrichtung 2 geführt. In dieser wird Wasser unter Druck verdampft und anschließend überhitzt. Der überhitzte Dampf wird dann als zweiter Fluidstrom 21 zum Antrieb einer Turbinenvorrichtung 3 (d.h. einer Dampfturbine) genutzt. Der Generator 51 ist mit der Turbinenvorrichtung 3 gekoppelt und erzeugt den elektrischen Strom S. Der abgekühlte erste Fluidstrom 1 1 verlässt die Dampferzeugungsvorrichtung 2 als Reingasstrom G.

Nachdem der Dampf in der Turbinenvorrichtung entspannt wurde, wird dieser mittels eines Kondensators 52 kondensiert, in einem Entgaser 53 entgast und in einer Pumpvorrichtung 54 und erneut der Dampferzeugungsvorrichtung 2 zugeführt. Dem Kondensat kann Kesselspeisewasser K zugefügt werden. Auch ist es möglich, dass ein Teil des Dampfstroms (d.h. ein Teil des zweiten

Fluidstroms 21 ) abgezweigt wird und zur Beheizung des Entgasers 53 verwendet wird. Alternativ ist es auch möglich, einen Teil des Dampfstroms als Energieträger einer anderen Einheit oder einem anderen Prozess zur Verfügung zu stellen. In einem solchen Fall kann anstelle des Kondensators ein Wärmetauscher verwendet werden.

Auch die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform ist eine Variante der

Ausführungsform gemäß Fig. 1 . Der Abluftstrom A aus einer oder mehreren Lackierkabinen einer Autolackiererei ist hier mit 80.000 m 3 /h wesentlich größer als bei der Ausführungsform gemäß der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform. Die Temperatur ist hier kleiner 30° C und die Beladung mit VOC beträgt 500 mg/m 3 VOC.

Bevor hier eine thermische Nachverbrennung in der Oxidationsvorrichtung 1 erfolgt, wird der Abluftstrom A in einer Adsorptions-Desorptionsvorrichtung 4 vorbehandelt. Dabei wird ein an sich bekannter, durch einen Motor M

angetriebener Rotationsadsorber 4 verwendet, der besonders für große

Gasdurchsätze geeignet ist. Bei einem Rotationsadsorber 4 ist ein zylindrisch aufgebautes Festbett in tortenförmige Segmente unterteilt. Durch eine langsame Rotationsbewegung um die Zylinderachse wird diese so bewegt, dass einzelne Segmente regeneriert werden, während der zu reinigende Abluftstrom A durch den größten Teil des Zylinderquerschnitts geführt wird. Rotationsadsorber 4 werden sowohl mit horizontaler als auch mit vertikaler Rotationsachse gebaut. In der hier dargestellten Ausführungsform wird der Abluftstrom A in der

Adsorptionszone 41 des Rotationsadsorbers 4 von den VOC befreit bzw. auf < 50 mg C/Nm 3 reduziert.

Der Abscheidemechanismus (Abscheidung der VOC-Anteile in der Abluft) beruht auf einer Adsorption, d.h. die VOC lagern sich an der Oberfläche der

Adsorptionszone 41 an. In der Desorptionszone 42 des Rotationsadsorbers 4 werden die adsorbierten VOCs wieder entfernt. Hierfür wird ein (im Verhältnis zur Abluft) kleiner Luftstrom aus der Kühlzone 43 des Rotationsadsorbers durch einen Flächenbrenner 45 erhitzt (auf ca. 200°C) und in der Desorptionszone 42 durch den Rotationsadsorber 4 geführt. Die VOC, welche zuvor aus der Abluft entfernt wurden, befinden sich nun im kleinen Abgasstrom 44 der Desorption. Dieser ist bis zu 30-fach kleiner als der Abluftstrom A. Der hier verwendete Flächenbrenner 45 und die thermische Nachverbrennungsvorrichtung 1 werden durch Erdgas E beheizt bzw. zusätzlich beheizt. In einer alternativen Ausführungsform wird anstelle des Flächenbrenners 45 oder in Ergänzung dazu die Erwärmung der Desorptionsluft durch die Abwärme eines heißen Abgases oder durch Dampf realisiert. Dazu kann z.B. auch Dampf aus einem anderen Teil des Prozesses (z. B. aus der Dampferzeugervorrichtung 2) verwendet werden.

Der mit VOC angereicherte Abgasstrom 44 wird nun in eine speziell konfigurierte thermische Nachverbrennung als Oxidationsvorrichtung 1 geleitet und dort bei Temperaturen bei ca. 800 °C zu CO2 und H2O umgesetzt. Die heiße Abluft der thermischen Nachverbrennungsvorrichtung 1 wird als erster Fluidstrom 1 1 nun zu einer Dampferzeugungsvorrichtung 2 geführt. In dieser wird Wasser unter Druck verdampft und anschließend überhitzt. Der überhitzte Dampf wird als zweiter Fluidstrom 21 dann zum Antrieb der Turbinenvorrichtung 3 genutzt. Der elektrische Strom S wird durch den Generator 51 erzeugt, der mit der Turbinenvorrichtung 3 gekoppelt ist.

Nachdem der Dampf in der Turbinenvorrichtung 3 entspannt wurde, wird dieser mittels eines Kondensators 52 kondensiert, im Entgaser 53 entgast und über eine Pumpvorrichtung 54 der Dampferzeugungsvorrichtung 2 zugeführt. Der Entgaser 53 wird in der hier dargestellten Ausführungsform durch einen Dampfstrom beheizt, der vom zweiten Fluidstrom 21 abgezweigt wurde. Dem Kondensatstrom aus dem Kondensator 52 kann auch noch Wasser W hinzugefügt werden.

Die gereinigte Abluft G verlässt das Abluftreinigungsverfahren oder die

Abluftreinigungsvorrichtung aus der Adsorptionszone 41 und der

Dampferzeugungsvorrichtung 2.

In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform des Abluftreinigungsverfahrens und der Abluftreinigungsvorrichtung dargestellt. Hier wird ein Abluftstrom A aus einer oder mehreren Lackierkabinen behandelt (Volumenstrom 35.000 m 3 /h, Temperatur < 30°C und Beladung 2000 mg/m 3 VOC).

Als Oxidationsvorrichtung 1 wird hier eine an sich bekannte regenerative

Nachverbrennungsvorrichtung (RNV) verwendet, in der die VOC der Abluft bei einer Temperatur von ca. 850 °C zu CO2 und H2O umgesetzt werden. Bei einer regenerativen Nachverbrennungsvorrichtung 1 gibt der behandelte Abluftstrom A seine Wärme an einen Regenerator ab, der seinerseits den unbehandelten Abluftstrom A aufwärmt, was den Energiebedarf der Verbrennung verringert. Der Regenerator wird abwechselnd von behandelter und unbehandelter Abluft durchströmt. Des Weiteren weist die regenerative Nachverbrennungsvorrichtung eine Wärmespeichermasse auf.

Über einen heißen By-Pass als ersten Fluidstrom 1 1 wird aus der auch mit Erdgas E beheizten Brennkammer 6 der regenerativen

Nachverbrennungsvorrichtung 1 ein Teilstrom dem Abluftstrom A entnommen (z.B. bis zu 20% der Abluftmenge).

Der aus der Brennkammer 6 entnommene erste Fluidstrom 1 1 wird nun der Dampferzeugungsvorrichtung 2 zugeführt. In dieser wird Wasser unter Druck verdampft und anschließend überhitzt. Der überhitzte Dampf wird als zweiter Fluidstrom 21 dann zum Antrieb einer Dampfturbine, d.h. der Turbinenvorrichtung 3, genutzt. Die Erzeugung des elektrischen Stroms S erfolgt über den Generator 51 , der mit der Turbinenvorrichtung 3 gekoppelt ist.

Der Entgaser 53 wird in der hier dargestellten Ausführungsform durch einen Dampfstrom beheizt, der vom zweiten Fluidstrom 21 abgezweigt wurde. Dem Kondensatstrom aus dem Kondensator 52 kann auch noch Wasser W

hinzugefügt werden.

Nachdem der Dampf in der Turbinenvorrichtung 3 entspannt wurde, wird dieser mittels Kondensator 52 kondensiert, mittels Entgaser 53 entgast, mittels der Pumpvorrichtung 54 im Druck erhöht und erneut der

Dampferzeugungsvorrichtung 2 zugeführt.

Die gereinigte Abluft G verlässt das Abluftreinigungsverfahren oder die

Abluftreinigungsvorrichtung aus der Oxidationsvorrichtung 1 und der

Dampferzeugungsvorrichtung 2. Die hier dargestellten Kraft-Wärme-Kopplungen können als Komplettpaket mit den jeweiligen Oxidationsvorrichtungen 1 oder als Retrofit-Lösung für bestehende Anlagen ausgeführt werden.

In Fig. 6 ist eine weitere Ausführungsform eines Abluftreinigungsverfahrens und einer Abluftreinigungsvorrichtung dargestellt. Hier wird ein aus dem Abluftstrom A resultierender erster Fluidstrom 1 1 mit mindestens einer brennbaren Komponente einer Brennkammer 6 der ersten Turbinenvorrichtung 3 zugeführt. Diese dient damit der Erzeugung von elektrischem Strom S. Diesem Schritt geht eine Vorbehandlung des Abluftstroms A voraus, die im Folgenden beschrieben wird.

Der Abluftstrom A (z.B. Volumenstrom von 80.000 m 3 /h, Temperatur kleiner 30°C und Beladung 150 mg/m 3 VOC) wird aus einer oder mehreren Lackierkabinen (hier nicht dargestellt) abgesaugt und zu einer Absorptions- Desorptionsvorrichtung 4 geleitet.

Bei der Absorption werden die VOC aus dem Abluftstrom A entfernt und in einer Waschflüssigkeit gespeichert.

Die mit VOC beladene Waschflüssigkeit wird kontinuierlich aus dem

Absorptionsteil 41 entnommen und dem Absorptionsteil 42 (hier einer Kolonne) zugeführt. In diesem werden die VOC mit Dampf aus der Waschflüssigkeit ausgetrieben. Die gereinigte Waschflüssigkeit kann anschließend erneut im Absorptionsteil 41 der Absorptions-Desorptionsvorrichtung 4 verwendet werden. Die in den Desorptionsteil 42 eintretende Waschflüssigkeit wird vor dem Eintritt über einen ersten Wärmetauscher 61 geleitet. Die gereinigte Waschflüssigkeit wird dann wieder über den ersten Wärmetauscher 61 geführt, bevor sie - nach weiterer Kühlung durch Wasser W in einem zweiten Wärmetauscher 62 - in den Absorptionsteil 41 der Absorptions-Desorptionsvorrichtung 4 geführt wird.

Der mit VOC angereicherte Dampfstrom wird als erster Fluidstrom 1 1 nach der Desorption in die Brennkammer 6 einer speziell konfigurierten Gasturbine als erster Turbinenvorrichtung 3 eingedüst. Durch den VOC-Anteil kann der

Erdgasbedarf E in der ersten Turbinenvorrichtung 3 erheblich reduziert werden, ferner senkt der Wasseranteil die NOx Konzentration am Austritt der ersten Turbinenvorrichtung 3. Im Idealfall können hierdurch sogar die gesetzlichen Abgasgrenzwerte für Turbinenabgase eingehalten bzw. unterschritten werden. Die heißen Abgase der ersten Turbinenvorrichtung 3 werden zunächst über einen dritten Wärmetauscher 63 geführt, mit welchem der Stripp-Dampf für den

Desorptionsteil (Desorptionskolonne) 42 erhitzt wird. Anschließend wird das Abgas in die Dampferzeugervorrichtung 2 geleitet. In dieser wird Wasser unter Druck verdampft und anschließend überhitzt. Der überhitzte Dampf wird dann zum Antrieb einer Dampfturbine als zweiter

Turbinenvorrichtung 5 genutzt. Nachdem der Dampf in der zweiten

Turbinenvorrichtung 5 entspannt wurde, wird dieser mittels des Kondensators 52 kondensiert, im Entgaser 53 entgast und mittels der Pumpvorrichtung 54 erneut der Dampferzeugervorrichtung 2 zugeführt. Vor der Kondensation im Kondensator 52 wird ein Teilstrom des Dampfs entnommen und - über den dritten

Wärmetauscher 63 - zum Desorptionsteil 42 geführt. Damit kann der Stripp- Dampf zumindest teilweise aus dem Prozess gewonnen werden, wobei dieser für die Desorption entnommene Dampf über eine Kesselwasserspeiseanlage aufbereitet und nachgefüllt werden (hier nicht dargestellt) muss.

Es ist alternativ oder zusätzlich auch möglich, dass der Stripp-Dampf direkt aus dem Dampferzeuger 2 abgezweigt wird. Der restliche Dampf wird dann über die zweiter Turbinenvorrichtung 5 geführt.

Die gereinigte Abluft G verlässt das Abluftreinigungsverfahren oder die

Abluftreinigungsvorrichtung aus dem Absorberteil 41 und der

Dampferzeugungsvorrichtung 2.

In der Fig. 7 sind ein Abluftreinigungsverfahren und eine

Abluftreinigungsvorrichtung beschrieben, bei der ebenfalls eine Eindüsung eines ersten Fluidstroms 1 1 mit brennbaren Komponenten in die Brennkammer 6 einer Turbinenvorrichtung 3 (auch als Mikrogasturbine bezeichnet) beschrieben wird. Hierbei sind eine Adsorptions-Desorptionsvorrichtung 4 vorgeschaltet und eine katalytische Nachbehandlung 70 nachgeschaltet.

Der hier behandelte Volumenstrom des Abluftstroms A beträgt 35.000 m 3 /h (Normbedingungen) mit einer Beladung mit brennbaren Komponenten von im Mittel ca. 300 mgC/m 3 (Spitzenkonzentrationen von mehr als 1000 mgC/m 3 sind möglich).

Ein Großteil des Abluftstroms A wird in dem Adsorptionsteil 41 der Adsorptions- Desorptionsvorrichtung 4 (hier als Rotationsadsorber ausgelegt) gereinigt und verlässt die Anlage als Reingas G über den Kamin.

Der kleinere Teil (entsprechend einer Aufkonzentration im Verhältnis von z.B. 1 : 15) kühlt zunächst den Desorptionsteil 42 des Rotationsadsorbers 4, wird anschließend in einem ersten Wärmetauscher 61 durch Katalysatorreingas aus dem Katalysator 70 erwärmt und nimmt dann in der Desorptionszone 42 des Rotationsadsorbers 4 die Lösemittel auf.

Das so entstandene Desorptionsgas muss von Kondensat befreit werden, damit es die Turbinenvorrichtung 3 nicht schädigt. Dies geschieht innerhalb einer Konditionierungsstufe durch Abkühlen in einem zweiten Wärmetauscher 62 und anschließender Wiedererwärmung, z.B. nach dem Rotor oder einem

Lüftungswerk zwischen dem Rotationsadsorber 4 und der Turbinenvorrichtung 3. Da die Turbinenvorrichtung 3 einen konstanten Luftstrom benötigt, werden Volumenstromschwankungen durch eine Zuluftregelung L ausgeglichen. In der Mikrogasturbine der Turbinenvorrichtung wird das kondensierte Desorbat als erster Fluidstrom 1 1 zusammen mit Erdgas E verbrannt und elektrische Energie S gewonnen. Anschließend wird das Abgas im Katalysator 70 auf die geforderten Emissionswerte gereinigt. Die Restwärme des Turbinenabgases dient der Aufheizung des Desorptionsgases im ersten Wärmetauscher 61 und der

Wärmeerzeugung der Produktion über ein Heißwassersystem 63.

In Fig. 8 ist eine Ausführungsform für ein Regelkonzept dargestellt, das in

Zusammenhang mit einer Ausführungsform gemäß Fig. 5 eingesetzt werden kann.

Mit dem Brenner 1 wird das System gestartet bzw. hochgefahren. Sobald das System auf Betriebstemperatur ist, wird die Brennkammertemperatur über das beimischen von Erdgas zur Abluft konstant gehalten (flammlose Verbrennung). Über eine Heißgasausschleusung aus der Brennkammer (Heißer-By-Pass) wird Wärmeenergie für den Dampfprozess entnommen. Hierfür können maximal 20% der Abluftmenge entnommen werden. Die entnommene Menge richtet sich nach dem Strombedarf, welcher über die Turbine 3 (in Fig. 8 nicht dargestellt) abgedeckt werden soll. Da die Systeme i.d.R. so ausgelegt werden, dass lediglich die Grundlast an Strom des Betreibers gedeckt wird, ist eine dynamische

Regelung nicht erforderlich und der Volumenstrom des Heißgases 1 1 über den heißen By-Pass wird konstant gehalten. Schwankungen in der Beladung (VOC Konzentration) der Ablauft werden über einen Brennstoffstrom E' als Stellgröße ausgeglichen, so dass ein konstanter Heißgasstrom 1 1 entnommen werden kann.

In Fig. 9 ist eine Ausführungsform für ein Regelkonzept für die Variante mit einer rekuperativen Nachverbrennung (TNV) dargestellt, wie dies im Zusammenhang mit der Fig. 3 dargestellt ist.

Die Abluft wird in einer TNV als Oxidationsvorrichtung 1 gereinigt. Die heiße Abluft 1 1 (d.h. ein erster Fluidstrom) nach der TNV wird über eine Dampferzeugervorrichtung 2 geführt und verlässt das System durch einen Kamin an die Umwelt. Die Turbine 3 (in Fig. 9 nicht dargestellt) ist analog zu der vorherigen Variante auf die Grundlast des Kunden dimensioniert. Sollte die thermische Energie in der Abluft nicht ausreichen, kann entweder nur eine Teillast des Strombedarfs gedeckt werden oder über das Beimischen von Frischluft (Stellgröße) zum Abgasstrom der Volumenstrom angepasst werden, welcher zur Oxidation geführt wird. Sollte mehr thermische Energie zur Verfügung stehen, kann diese über einen Bypass an der Dampferzeugervorrichtung 2 vorbeigeführt werden. Über den

Brenner 1 an der TNV wird die Temperatur konstant gehalten.

In Fig. 10 ist eine Ausführungsform für ein Regelkonzept dargestellt, das im Zusammenhang mit einer Ausführungsform einer Abluftreinigungsvorrichtung und eines Abluftreinigungsverfahrens mit einer Nachverbrennungsvorrichtung als Oxidationsvorrichtung und einer vorgeschalteten Adsorber-/Desorbervorrichtung 4 verwendbar ist. Ein solches Verfahren ist im Zusammenhang mit der Fig. 4 beschrieben.

Allerdings wird abweichend von der Anlage in Fig. 4, in der Ausführungsform gemäß Fig. 10 ein Wärmetauscher 46 zur Aufheizung der Desorptionsluft anstelle des Flächenbrenners 45 eingesetzt. Es ist grundsätzlich auch möglich, das Verfahren gemäß Fig. 4 mit einem Wärmetauscher 46 anstelle eines

Flächenbrenners 45 zu betreiben.

In Fig. 10 wird ein analoges Regelverhalten wie bei dem Regelkonzept gemäß Fig. 9 angesetzt. Ein Unterschied liegt darin, dass der Volumenstrom zur TNV 1 bzw. die

Desorptionsluft des Adorptionsrotors der Adsorptions-Desorptionsvorrichrtung 4 konstant gehalten werden muss.

Ein erster Regelkreis, der die obere Priorität hat, stellt auch sicher, dass die Austrittstemperatur des Wärmetauschers

Die Zieltemperatur der Desorptionsluft hat dabei eine höhere Priorität, als die Stromerzeugung. Daher wird durch einen zweiten Regelkreis - mit einer entsprechend niedrigeren Temperatur - immer so viel Luft über den By-Pass des Dampferzeugers 2 geführt, wie erforderlich ist um die Desorptionsluft zu erhitzen.

Die restliche Energie wird über den Dampferzeuger 2 in Dampf und anschließend über die Turbine (in Fig. 10 nicht dargestellt) in Strom umgewandelt.

In Fig. 1 1 ist eine weitere Ausführungsform eines Abluftreinigungsverfahren mit einer Oxidationsvorrichtung 2 für einen Abluftstrom A dargestellt. Es handelt sich dabei um eine Variante der Ausführungsform, die in Fig. 2 dargestellt ist. Alle Zahlenangaben in der Fig. 1 1 , betreffend Temperaturen und den Volumenstrom sind lediglich beispielhaft zu verstehen.

Der Abluftstrom A stammt in der dargestellten Ausführungsform aus einer Trockneranlage, z.B. einer Decklacktrockneranlage aus einer Automobilfertigung. Hier fällt ein Abluftstrom vom 12.000 Normkubikmetern pro Stunde an.

Grundsätzlich könnte auch ein Abluftstrom A aus anderen kontinuierlich arbeitenden Trockneranlagen verwendet werden.

Der Abluftstrom A wird hier in mehreren Stufen von 140°C auf 25°C gekühlt. Dabei wird eine mehrstufige Wärmetauscherschaltung verwendet. Die

Wärmetauscher sind hier als Luftkühler oder Lufterhitzer ausgebildet, wobei grundsätzlich auch andere Wärmetauschertypen und -medien einsetzbar sind.

In der ersten Stufe, einem Luftkühler, erfolgt eine Wärmerückgewinnung im Zusammenwirken mit einer dritten Stufe, einem Lufterhitzer.

Der Abluftstrom A wird in der ersten Stufe von 140°C auf 90°C abgekühlt. Das entsprechende Kühlmedium Luft wird dabei von 70°C auf 90°C aufgeheizt. In der zweiten Stufe wird der Abluftstrom von 90°C auf 15°C abgekühlt, wobei das Kühlmedium (hier Wasser) von einer Adsorptionskältemaschine stammt. Das Kühlmedium heizt sich dabei von 7°C auf 14°C auf.

In der dritten Stufe der Wärmetauschervorrichtung wird der Abluftstrom A von 15°C auf 25°C erhitzt, wobei diese Stufe im Wärmeaustausch mit der ersten Stufe der Wärmetauscheranlage verbunden ist. Durch die Erhitzung in der dritten Stufe wird z.B. auch eine Bildung von Kondensat-Aerosolen minimiert. Die 90°C heiße Luft aus der ersten Stufe wird zum Teil der dritten Stufe zugeführt, um die dort notwendige Erhitzung durchzuführen. Die auf 70°C abgekühlte Luft wird dann wieder der ersten Stufe zugeführt. Sowohl der Kühlwasserstrom der zweiten Stufe der Wärmetauscheranlage, als auch die Luftströme der ersten und dritten Stufe der Wärmetauscheranlage sind mit der Absorptionskältemaschine gekoppelt.

Die VOC im Abgasstrom A werden in einer Gasturbine mit einer modifizierten Brennkammer (in Fig. 1 1 nicht dargestellt) mit einer verlängerten Verweilzeit verbrannt. Diese Gasturbine dient somit als Oxidationsvorrichtung 2. Der

Oxidationsvorrichtung 2 wird auch Erdgas zugeführt.

Der auf 630°C erhitzte Strom aus der Gasturbine wird über einen Wärmetauscher geführt, der den Strom auf 190°C abkühlt. Die dabei anfallende Wärme kann wieder der Trockenvorrichtung zugeführt werden. Dabei ist ein Luft-Luft- Wärmeaustausch möglich. Es ist auch ein Luft / Dampf (Sattdampf)

Wärmeaustausch oder eine Versorgung mit Thermoöl möglich. Die Wärmerückgewinnung der Abwärme der gereinigten Abluft erfolgt an

Warmwasser bei 90°C. Das Warmwasser wird über die Absorptionskältemaschine in Kaltwasser konvertiert, welches dann zur Kühlung des Abluftstroms A vor der Gasturbine verwendet wird.

Oxidationsvornchtung (Brenner, thernnische Nachverbrennungsvorrichtung)

Dampferzeugervorrichtung

erste Turbinenvorrichtung

Adsorptions-Desorptionsvorrichtung, Absorptions-Desorptionsvorrichtung zweite Turbinenvorrichtung

Brennkammer einer Turbinenvorrichtung erster Fluidstrom (Abgas, VOC-reicher Abgasstrom)

zweiter Fluidstrom (Dampfstrom)

heißer Abgasstrom einer Turbinenvorrichtung

Adsorptionszone / Adsorptionsteil der Adsorption-Desorptionsvorrichtung Desorptionszone / Desorptionsteil der Adsorption-Desorptionsvorrichtung Kühlzone der Adsorption-Desorptionsvorrichtung

Abgasstrom aus der Adsorption-Desorptionsvorrichtung

Flächenbrenner

Generator

Kondensator

Entgaser

Pumpvorrichtung erster Wärmetauscher

zweiter Wärmetauscher

dritter Wärmetauscher

Katalysatorvorrichtung

Abluftstrom

brennbarer Energieträger (Erdgas)

Luft

Antriebsmotor

elektrischer Strom

Kesselspeisewasser, Wasser