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Patent Searching and Data


Title:
WASTE WATER CONTAINER, METHOD FOR THE PRODUCTION THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/015377
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a container (10) made of plastic and having a receiving volume of 2000 to 10000 l, comprising an upper container part (14), a lower container part (12) and at least one clamping device (17) which connects both container parts (12, 14) in a sealing manner. The invention further relates to a plastic blow-molding process which is used for the production of the container (10).

Inventors:
RICHTER, Günter (Johannistal 12, Altenkirchen, 57610, DE)
Application Number:
EP2017/068106
Publication Date:
January 25, 2018
Filing Date:
July 18, 2017
Export Citation:
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Assignee:
RICHTER, Bodo (Johannistal 12, Altenkirchen, 57610, DE)
International Classes:
B65D88/76; B29C47/00; B65D90/08; E03F5/10; E03F11/00
Domestic Patent References:
WO2004026711A12004-04-01
Foreign References:
US5361930A1994-11-08
US8740005B12014-06-03
DE29503546U11995-06-14
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
SCHAUMBURG UND PARTNER PATENTANWÄLTE MBB (Postbox 86 07 48, München, 81634, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Behälter (10) aus Kunststoff mit einem Aufnahmevolumen von 2000 bis 10000 I, insbesondere einen Abwasserbehälter, mit einem oberen Behälterteil (14) und einem unteren Behälterteil (12) und mindestens einer Klemmvorrichtung (17), die die beiden Behälterteile (12, 14) dichtend miteinander verbindet, wobei von der Behälterwand des einen Behälterteils (12) ein umlaufendes vorstehendes L- Profil (40) in ein ihm zugeordnetes umlaufendes U-Profil (42) des anderen Behälterteils (14) eintaucht.

2. Behälter (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine im Querschnitt U- förmige Dichtung (44) oder eine Rundschnurdichtung (70) oder eine O-Ringdichtung (72) zwischen dem L-Profil (40) und dem U-Profil (42) angeordnet ist.

3. Behälter (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmvorrichtung (17) einen vorzugsweise U-förmigen Klemmbügel (46) mit einem ersten Schenkel (48) und einem zweiten Schenkel (50) umfasst, wobei ein Ende des ersten Schenkels (48) die Unterseite des L-Profils (40) des einen Behälterteils (12) und ein Ende des zweiten Schenkels (50) das U- Profil (42) des anderen Behälterteils (14) umgreift.

4. Behälter (10) nach Anspruch 3, dass zwischen dem zweiten Schenkel (50) und dem U-Profil (42) ein Klemmelement (54) relativ zum U-Profil (42) verschiebbar angeordnet ist, wobei das Klemmelement (54) eine keilförmige Klemmfläche (58) besitzt, die mit einer am zweiten Schenkel (50) ausgebildeten keilförmigen Klemmfläche (60) zum Verklemmen zusammenwirkt.

5. Behälter (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite (62) des L-Profils (40) mindestens eine Ausformung (64) mit einer keilförmigen Klemmfläche (66) aufweist, die mit einer keilförmigen Klemmfläche (68) beim Verklemmen zusammenwirkt, die an der Innenseite des ersten Schenkels (48) des Klemmbügels (46) ausgebildet ist.

6. Behälter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Klemmvorrichtung (17) und U-Profil (42) ein Verstärkungsmaterial (56) aus Kunststoff oder Metall vorhanden ist.

7. Behälter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Kunststoff Polyäthylen vorgesehen ist.

8. Behälter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Behälterteile (12, 14) durch Blasformen, Rotationsformen oder Thermoformen hergestellt sind.

9. Behälter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Behälterteile einen Unterbehälter (12) und einen Oberbehälter (14) bilden, wobei der Unterbehälter (12) konisch verlaufende Längswände (32) und konisch verlaufende Seitenwände (34) aufweist.

10. Behälter (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Konizität der beiden Seitenwände (34) des Unterbehälters größer ist als die Konizität der beiden Längswände (32) des Unterbehälters.

11. Behälter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das L-Profil (40) am Unterbehälter (12) ausgebildet ist und im Gebrauch des Behälters (10) sich oberhalb des Flüssigkeitsspiegels im Behälter (10) befindet.

12. Behälter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zulauf (22) im oberen Behälterteil (14) angeordnet ist.

13. Behälter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Überlauf (20) für eine im Behälter (10) befindliche Flüssigkeit unterhalb des L-Profils (40) angeordnet ist.

14. Behälter (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der obere Behälterteil (14) zusammen mit dem unteren Behälterteil (12) im Blasformverfahren in einem einzigen Arbeitsgang gefertigt werden.

15. Behälter (10) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Quetschrand (30) des im Blasformverfahren hergestellten Behälters (10) an dem unteren Behälterteil (12) auf den beiden Schmalseiten (34) angeordnet ist.

16. Behälter (10) nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Quetschrand (30) unterhalb des L-Profils (40) des unteren Behälterteils (12) endet.

17. Verfahren zum Herstellen eines Behälters (10) aus Kunststoff mit einem Aufnahmevolumen von 2000 bis 10000 I durch Blasformen, insbesondere eines Abwasserbehälters, bei dem ein schlauchförmiger Vorformling (84) extrudiert wird, der in einer mindestens zweiteiligen Blasform (80, 82) zu einem oberen Behälterteil (14) und einem unteren Behälterteil (12) geformt wird, an der Behälterwand des einen Behälterteils (12) ein umlaufendes vorstehendes L-Profil (40) und ein ihm zugeordnetes umlaufendes U-Profil (42) am anderen Behälterteil (14) ausgeformt wird, und bei dem nach dem Blasformen beide Behälterteile (12, 14) der Blasform (80, 82) entnommen werden und die beiden Behälterteile (12, 14) zum Behälter zusammengesetzt werden, wobei das L-Profil (40) des einen Behälterteils (12) in das U-Profil (42) des anderen Behälterteils (14) eintaucht.

18. Behälter (10) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass eine im Querschnitt U- förmige Dichtung (44) oder eine Rundschnurdichtung (70) oder eine O-Ringdichtung (72) zwischen dem L-Profil (40) und dem U-Profil (42) angeordnet wird.

19. Behälter (10) nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Klemmvorrichtungen (17) die beiden Behälterteile (12, 14) miteinander dichtend verbinden.

Description:
ABWASSERBEHÄLTER, VERFAHREN ZU DESSEN HERSTELLUNG

Die Erfindung betrifft einen Behälter aus Kunststoff mit einem Aufnahmevolumen von 2000 bis 10000 Litern, insbesondere einen Abwasserbehälter. Ein solcher Behälter setzt sich aus einem oberen Behälterteil und einem unteren Behälterteil zusammen, die durch mehrere Klemmvorrichtungen entlang der Trennlinie der beiden Behälterteile dichtend miteinander verbunden sind. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Behälters.

Derartige ähnliche Behälter, jedoch mit kleinerem Fassungsvermögen sind aus dem Stand der Technik bekannt, wobei der Behälter aus zwei Behälterteilen im Kunststoff- Spritzgu ssverfahren hergestellt wird. Bei diesem Herste II verfahren wird an jedem Behälterteil ein Verbindungsflansch mitgeformt. Das Spritzgussverfahren bietet hier die Möglichkeit, an den Behälterteilen Verstärkungsrippen, unterschiedliche Wanddicken, Zentrierzapfen, etc. in einem Fertigungsgang auszubilden. Nachteilig ist, dass die Abmessungen der Behälterteile aus Gründen der Fertigungsmöglichkeiten mittels Spritzgussmaschinen deutlich auf geringe Fassungsvermögen begrenzt sind. Für große Volumenbereiche werden daher zwei gleich große Behälterteile gefertigt, die mittels Verbindungstechniken zusammengefügt werden. In diesem Falle befinden sich die Behälterflansche, an denen die beiden Behälterteile dichtend verbunden werden, stets im Flüssigkeitsbereich, so dass der Aufwand für eine flüssigkeitsdichte Verbindungstechnik relativ hoch ist. Weiterhin sind die Kosten für eine Spritzgussmaschine und für Spritzgusswerkzeuge hoch, was sich deutlich auf die Produktionskosten niederschlägt, insbesondere auch deshalb, weil für jeden herzustellenden Behälter zwei Arbeitsgänge erforderlich sind.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Behälter aus Kunststoff, insbesondere einen Abwasserbehälter, und ein Herste II verfahren hierzu anzugeben, welcher wirtschaftlich bei hoher Produktqualität einfach herstellbar bzw. das zugehörige Herste II verfahren sehr wirtschaftlich ist. Diese Aufgabe wird für einen Behälter aus Kunststoff, insbesondere aus Polyethylen, durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Der erfindungsgemäße Behälter aus Kunststoff hat ein Aufnahmevolumen von 2000 I bis 10000 I und setzt sich aus einem oberen Behälterteil und einem unteren Behälterteil zusammen. Mindestens eine Klemmvorrichtung, typischerweise mehrere, verbindet die beiden Behälterteile dichtend miteinander, wobei von der Behälterwand des einen Behälterteils ein umlaufendes vorstehendes L-Profil in ein ihm zugeordnetes umlaufendes U- Profil des anderen Behälterteils eintaucht.

Das L-Profil des einen Behälterteils und das U-Profil des anderen Behälterteils werden bei der Kunststoffformung mit geformt und bilden das wesentliche Verbindungselement für eine Flüssigkeitsdichtung. Die mindestens eine Klemmvorrichtung bzw. mehrere Klemmvorrichtungen fixieren die beiden Behälterteile, so dass eine stabile, qualitativ hochwertige Flüssigkeitsdichtung entsteht.

Gemäß einer Weiterbildung ist zwischen dem L-Profil und dem U-Profil eine im Querschnitt U- förmige Dichtung oder eine Rundschnurdichtung oder eine O-förmige Ringdichtung angeordnet. Auf diese Weise wird beim Verklemmen mit der jeweiligen Klemmvorrichtung eine zuverlässige Flüssigkeitsdichtung geschaffen.

Die Klemmvorrichtung umfasst einen vorzugsweise U-förmigen Klemmbügel mit einem ersten Schenkel und einem zweiten Schenkel, wobei ein Ende des ersten Schenkels die Unterseite des L-Profils und ein Ende des zweiten Schenkels das U-Profil des anderen Behälterteils umgreift. Auf diese Weise werden durch die Klemmvorrichtung die beiden Behälterteile an ihren Flanschen in Ausrichtung zueinander fixiert.

Vorteilhaft ist, wenn zwischen dem zweiten Schenkel und dem U-Profil ein relativ zum U-Profil verschiebbares Klemmelement, vorzugsweise ein Winkelprofil angeordnet ist, wobei das Klemmelement eine keilförmige Klemmfläche besitzt, die mit einer am zweiten Schenkel ausgebildeten keilförmigen Klemmfläche zum Verklemmen zusammenwirkt. Auf diese Weise kann durch Verschieben des Klemmelements bzw. des Winkelprofils eine Klemmkraft eingestellt werden, die sicherstellt, dass die beiden Behälterteile flüssigkeitsdicht miteinander verbunden sind.

In einer anderen Variante kann die Unterseite des umlaufenden L-Profils mindestens eine Ausformung, praktischerweise mehrere Ausformungen in vorbestimmten Abständen entlang dem L-Profil, mit jeweils einer keilförmigen Klemmfläche aufweisen, die mit einer keilförmigen Klemmfläche beim Klemmen zusammenwirkt, die an der Innenseite des ersten Schenkels des Klemmbügels ausgebildet ist. Bei einem Verschieben der Klemmvorrichtung in Umfangrichtung wird somit eine Klemmkraft eingestellt, die eine qualitativ hochwertige Flüssigkeitsabdichtung bewerkstelligt.

Vorteilhaft ist es, wenn beide Behälterteile durch Blasformen, Rotationsformen oder Thermoformen (Kunststoff-Tiefzieherverfahren) hergestellt sind. Hierbei können beide Behälterteile mit großem Fassungsvermögen in einem einzigen Arbeitsgang gleichzeitig hergestellt werden.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Blasformverfahren zum Herstellen eines Behälters aus Kunststoff, insbesondere eines Abwasserbehälters, angegeben. Dieses Herste II verfahren, bei dem der obere Behälterteil und der untere Behälterteil gleichzeitig in einer einzigen Blasform hergestellt werden, ist in einem hohen Maße wirtschaftlich und gestattet die Herstellung eines großvolumigen Behälters. Die mit diesem Herstellverfahren erzielbaren technischen Vorteile stimmen mit denen überein, die weiter vorne in Zusammenhang mit dem Behälter aus Kunststoff bereits genannt sind.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren erläutert. In diesen Figuren zeigt:

Figur 1 einen Abwasserbehälter in einer Vorderansicht,

Figur 2 den Abwasserbehälter nach Figur 1 in einer Seitenansicht; Figur 3 eine Draufsicht auf den Behälter nach Figur 1,

Figur 4 eine Schnittdarstellung einer Klemmvorrichtung, welche Abschnitte des

Unterbehälter mit Abschnitten des Oberbehälters verbindet,

Figur 5 eine Variante einer Klemmvorrichtung,

Figur 6 eine Vorderansicht auf die Klemmvorrichtung im Zusammenwirken mit einem

Winkelprofil,

Figur 7 eine Variante für das Verklemmen für Unterbehälter und Oberbehälter unter

Verwendung von Ausformungen,

Figur 8 eine Variante für das U-Profil und das L-Profil mit einer Rundschnurdichtung

Figur 9 eine Variante mit einem O-Ring als Dichtung,

Figur 10 eine Variante mit einer rechteckförmigen Rundschnur,

Figur 11 ein schematisches Schaubild zur Erläuterung des Blasformens, und

Figur 12 eine Detailansicht mit L-Profil, U-Profil und einem Formabfall.

Figur 1 zeigt einen Behälter 10 in einer Vorderansicht, der als Abwasserbehälter genutzt wird und im Gebrauchszustand beispielsweise auch unsichtbar im Erdreich eingegraben sein kann. Der Behälter 10 setzt sich aus einem Unterbehälter 12 und einem Oberbehälter 14 zusammen, die in einem Flanschbereich 16 mittels mehrerer Klemmvorrichtungen 17 wasserdicht miteinander verbunden sind. Der Behälter 10 umfasst Versteifungssicken 18, die die mechanische Stabilität des Behälters 10 aus Kunststoffmaterial, vorzugsweise Polyethylen, verbessern. Der Flüssigkeitsspiegel im Gebrauchszustand des Behälters 10 liegt unterhalb des Flansches 16. Unterhalb dieses Flansches 16 ist im Unterbehälter 12 ein Überlaufelement 20 und oberhalb des Flansches 16 ein Zulaufelement 22 im Oberbehälter 14 angeordnet. Im Oberbehälter 14 sind weiterhin Verschlusselemente 24 vorgesehen, die Öffnungen im Oberbehälter 14 verschließen. Der Behälter 10 ist entlang einer Symmetrielinie 26 seitensymmetrisch aufgebaut.

Figur 2 zeigt den Behälter nach Figur 1 in der Seitenansicht. Gleiche Elemente haben darin und auch in den weiteren Figuren gleiche Bezugszeichen. Der Behälter 10 wird bevorzugt im Blasformverfahren hergestellt, wobei entlang der Symmetrielinie 28 ein Ouetschrand 30 entlang der Schmalseite des Unterbehälters 12 verläuft.

Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf den Behälter 10 nach den Figuren 1 und 2. Der Unterbehälter 12 umfasst konisch verlaufende Längswände 32 und konisch verlaufende Seitenwände 34.

Figur 4 zeigt eine Schnittdarstellung der Klemmvorrichtung 17, welche Abschnitte des Unterbehälters 12 mit Abschnitten des Oberbehälters 14 verbindet. Die Behälterwand des Unterbehälters 12 endet in einem umlaufenden vorstehenden L-Profil 40 und die Behälterwand des Oberbehälters 14 endet in einem umlaufenden U-Profil 42. Zwischen dem L-Profil 40 und dem U-Profil 42 ist eine U-förmige Dichtung 44 angeordnet. Die Klemmvorrichtung 17 umfasst einen U-förmigen Klemmbügel 46 mit einem ersten Schenkel 48, dessen Ende die Unterseite des L-Profils 40 untergreift. Ein zweiter Schenkel 50 des Klemmbügels 46 übergreift mit seinem Ende das U-Profil 42 des Oberbehälters 14. Am Ende des Schenkels 50 ist eine Nasenrippe 52 ausgebildet, die ein zwischen dem U-Profil 42 und dem Klemmbügel 46 angeordnetes Winkelprofil 54 übergreift, das als Klemmelement dient. Das Winkelprofil 54 liegt mit seiner Innenfläche am U-Profil 42 an dessen Basis und einem der Schenkel an.

Figur 5 zeigt eine Variante, bei der der Klemmbügel 46 von der U-Form abweicht, indem der zweite Schenkel 48 weit geöffnet ist, um die Unterseite des L-Profils 40 zu unterstützen. Das U-Profil 42 ist überdeckt von einem Verstärkungsprofil 56 aus Kunststoff oder Metall und erhöht so die mechanische Stabilität beim Verklemmen mit Hilfe des Winkelprofils 54.

Figur 6 zeigt eine Vorderansicht auf die Klemmvorrichtung 17 und veranschaulicht den Klemmvorgang unter Einsatz des Winkelprofils 54 in Verbindung mit Figur 4. Das Winkelprofil 54 hat eine keilförmige Klemmfläche 58, die mit einer am Schenkel 50 ausgebildeten keilförmigen Klemmfläche 60 beim Verschieben des Winkelprofils 54 in Richtung L beim Verklemmen zusammenwirkt. Die Unterseite des Winkelprofils 54 drückt dabei gegen die Basis des U-Profils 42.

Die Figur 7 zeigt eine Variante für das Verklemmen von Unterbehälter 12 und Oberbehälter 14. In der Figur 7 ist links ein Schnittbild und rechts eine Vorderansicht auf die Klemmvorrichtung 17 dargestellt. Die Unterseite 62 des L-Profils 40 umfasst in vorgegebenen Abständen Ausformungen 64 mit keilförmigen Klemmflächen 66. Diese Klemmflächen 66 wirken mit einer keilförmigen Klemmfläche 68 zusammen, die an der Innenseite des Schenkels 48 des Klemmbügels 46 ausgebildet ist. Zum Verklemmen wird der Klemmbügel 46 in Längsrichtung L verschoben, wobei mittels der schrägen Rampen der Klemmflächen 66 und 68 die Verklemmung erfolgt. Die konischen Ausformungen 64 sind in Abständen voneinander vorhanden, die größer sind als die Länge der jeweiligen Klemmvorrichtung 17, wobei auch die Länge der jeweiligen Ausformung 64 größer ist als die Länge der Klemmvorrichtung 17.

Figuren 8 bis 10 zeigen Varianten für das U-Profil 42 und das L-Profil 40 sowie die zwischen beiden angeordneten Dichtungen. In Figur 8 ist eine Rundschnurdichtung 70 mit rechteckigem Querschnitt dargestellt. Das L-Profil 40 taucht mit seinem Ende in das U-Profil 42 ein. In Figur 9 hat das U-Profil 42 im Querschnitt eine maulförmige Öffnung, in welche das Ende des L- Profils eintaucht. Zwischen L-Profil 40 und U-Profil 42 ist ein O-Ring 72 zur Dichtung angeordnet. In Figur 10 weist das U-Profil 42 eine Kröpfung im Querschnitt auf. Das L-Profil 40 ragt in diese Kröpfung und mit einem umgebogenen Endabschnitt in die U-Form des U-Profils 42. Zwischen U-Profil 42 und L-Profil 40 ist eine im Querschnitt rechteckförmige Rundschnur 74 angeordnet.

Der Behälter 10 kann durch Kunststoff-Rotationsformen, durch Thermoformen oder durch Blasformen hergestellt werden. Beim Rotationsformen wird in einer Hohlkörperform pulverförmiges Thermoplast erwärmt, wobei sich Kunststoffschicht um Kunststoffschicht an den Innenflächen der Hohlkörperform ablagert. Auf diese Weise können Hohlkörper mit Volumina bis 6000 I hergestellt werden. Beim Kunststoff-Thermoformen (auch Warmformen, Tiefziehen oder Vakuum-Tiefziehen genannt) wird Rollenware oder Plattenware aus Kunststoff durch Thermoformen in die gewünschte Form gebracht, wobei Oberbehälter und Unterbehälter getrennt voneinander hergestellt und später mit Hilfe der Klemmvorrichtungen dichtend zusammengesetzt werden.

Besonders vorteilhaft ist die Herstellung des Behälters im Kunststoff-Blasformen und insbesondere durch Extrusions-Blasformen. Hierbei wird durch Extrusion ein schlauchförmiger Vorformling erzeugt, der in eine Blasform übergeben und dort durch Innendruck und/oder Vakuum an die Innenkonturen der Blasform angepasst. Ein wesentliches Kennzeichen ist eine Quetschnaht des so hergestellten Hohlkörpers.

Figur 11 zeigt in einem schematischen Schaubild mit Teilabschnitten A, B, C, D das Blasformen des Behälters 10, wobei gleichzeitig Unterbehälter 12 und Oberbehälter 14 in einer zweiteiligen Blasform hergestellt werden. In der Teildarstellung A ist eine linke Blasformhälfte 80 und eine rechte Blasformhälfte 82 in einem Querschnitt im geschlossenen Zustand dargestellt. Der in der Blasform enthaltene Vorformling 84 bildet an der Trennstelle zwischen den Formhälften 80, 82 eine Quetschnaht 86 aus. Diese Quetschnaht 86 hat eine Dicke Wl, die größer ist als die Wanddicke W2, die sonst die übliche Wanddicke des geblasenen Artikels ist.

In der Teildarstellung B ist zu erkennen, dass nach dem Abquetschen des Vorformlings 84 ein oberer Butzen 88 und ein unterer Butzen 90 am Behälter 10 vorhanden sind, die als Restmaterial vom Behälter 10 abgeschnitten werden. Es verbleibt in diesem Bereich eine Verdickung, die Quetschnaht (auch Pinch-Line genannt). In der Teildarstellung C ist der Behälter in der Seitenansicht mit der unteren Quetschnaht 86 bzw. der oberen Quetschnaht 86 in Bezug auf die Extrusionsrichtung E dargestellt. Die Länge der Quetschnaht 86 ist so bemessen, dass sie im späteren Flanschbereich 16, also an der Trennlinie von Unterbehälter 12 und Oberbehälter 14 endet (vgl. auch Figur 1).

In der Teildarstellung D ist der Behälter 10 in einer Vorderansicht seiner Schmalseite dargestellt. Eingezeichnet ist auch der im Querschnitt schlauchförmige Vorformling 84, wie er den Formhälften 80, 82 zugeführt wird, wobei sich durch das Abquetschen die Quetschnaht 86 an den schmalen Stirnflächen ausbildet (siehe auch Figur 2).

Nach dem Erkalten des Behälters 10 in den Formhälften 80, 82, werden die Formhälften 80, 82 geöffnet, der Blaskörper entnommen und entlang einer Trennlinie 92 am Flansch 16 in die separaten Unterbehälter 12 und Oberbehälter 14 aufgetrennt und später mit Hilfe der Klemmvorrichtungen 17 flüssigkeitsdicht miteinander verbunden.

Figur 12 zeigt in einer Detailansicht einen Schnitt durch die Formhälfte 80 im Trennbereich zwischen Oberbehälter 14 und Unterbehälter 12. Durch Blasformen passt sich das Kunststoffmaterial des Formformlings 84 an die Innenkontur der Formhälfte 80 an und bildet das umlaufende U-Profil 42 und das umlaufende L-Profil 40 aus. Nach der Entnahme der Behälterteile 12, 14 aus den Formhälften 80, 82 wird nach Abtrennen das ringförmige Kunststoffmaterial K entlang den Pfeilen PI, P2 entfernt und als Formabfall wie auch die Butzen 88, 90 gemahlen und der Wiederverwendung zugeführt.

Bezugszeichenliste

10 Behälter

12 Unterbehälter

14 Oberbehälter

16 Flanschbereich

17 Klemmvorrichtung

18 Versteifungssicken

20 Überlaufelement

22 Zulaufelement

24 Verschlusselemente

26 Symmetrielinie

28 Symmetrielinie

30 Quetsch rand

32 Längswände

34 Seitenwände

40 L-Profil

42 U-Profil

44 U-förmige Dichtung

46 Klemmbügel

48 erster Schenkel

50 zweiter Schenkel

52 Nasenrippe

54 Winkelprofil

58 keilförmige Klemmfläche

60 keilförmige Klemmfläche

62 Unterseite des L-Profils

64 Ausformungen

66 keilförmige Klemmfläche

68 keilförmige Klemmfläche

70 Rundschnurdichtung

72 O-Ring 74 rechteckförmige Rundschnur

80 linke Blasform hälfte

82 rechte Blasformhälfte

84 Vorformling

86 Quetschnaht

Wl Dicke der Quetschnaht

W2 Wanddicke des geblasenen Artikels

88 oberer Butzen

90 unterer Butzen

E Extrusionsrichtung

L Längsrichtung

K Kunststoffmaterial als Formabfall

PI, P2 Pfeile