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Title:
WATCH WINDER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/146924
Kind Code:
A1
Abstract:
Described is a watch winder having a number of receiving cylinders for receiving watches and allowing a very uniform movement of the watches for winding the mechanical movement.

Inventors:
ESPENNER, Oliver (Am Kirschberg 9, Weisenheim am Berg, 67273, DE)
MERKLINGER, Alexander (Neueichwaldstr. 18 a, Mannheim, 68305, DE)
Application Number:
EP2014/054581
Publication Date:
September 25, 2014
Filing Date:
March 10, 2014
Export Citation:
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Assignee:
M & E UHRENBEWEGER MANUFAKTUR GMBH (Am Kirschberg 9, Weisenheim am Berg, 67273, DE)
International Classes:
G04D7/00
Domestic Patent References:
2005-08-11
Foreign References:
EP1489470A22004-12-22
Attorney, Agent or Firm:
BAIER, Martin (Ellwanger & Baier Patentanwälte, PartnerschaftsgesellschaftFriedrichsplatz 9, Mannheim, 68165, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Uhrenbeweger (1 ) umfassend

- einen ersten Aufnahmezylinder (3), der um seine Längsachse drehbar gelagert ist,

- eine Anzahl zweiter Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e), die jeweils um ihre Längsachse drehbar geführt sind,

- eine Anzahl dritter Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e), die jeweils um ihre

Längsachse drehbar geführt sind, und

- zumindest ein Gehäusebauteil (9) mit einer im Wesentlichen kreisrunden Öffnung (1 1 ), das den ersten Aufnahmezylinder (3) und die zweiten und dritten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) aufnimmt, wobei die zweiten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) untereinander berührungslos auf einer konzentrischen Kreisbahn (K1 ) um den ersten Aufnahmezylinder (3) herum drehbar geführt angeordnet sind und in kraftschlüssigem Kontakt mit diesem stehen,

wobei die dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) untereinander berührungslos auf einer konzentrischen Kreisbahn (K2) um die zweiten

Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) herum drehbar geführt angeordnet sind und wobei jeder der dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) mit jeweils zwei zweiten Aufnahmezylindern (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) in kraftschlüssigem Kontakt steht, und

wobei die dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) in kraftschlüssigem

Kontakt mit der im Wesentlichen kreisrunden Öffnung (1 1 ) des Gehäusebauteils (9) stehen.

2. Uhrenbeweger (1 ) nach Anspruch 1 , wobei der erste Aufnahmezylinder (3) um seine Längsachse herum angetrieben ist, so dass durch den kraftschlüssigen

Kontakt miteinander die zweiten und dritten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) ebenfalls angetrieben sind.

3. Uhrenbeweger (1 ) nach Anspruch 1 , wobei die dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) jeweils um ihre Längsachse herum angetrieben sind, so dass durch den kraftschlüssigen Kontakt miteinander die zweiten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) und der erste Aufnahmezylinder (3) ebenfalls angetrieben sind. Uhrenbeweger (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der erste Aufnahmezylinder (3) und die dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) an ihren gegenüberliegenden Enden jeweils einen nach außen auskragenden Flansch (13) aufweisen.

Uhrenbeweger (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die zweiten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) an ihren gegenüberliegenden Enden jeweils einen nach außen auskragenden Flansch (13) aufweisen und das Gehäusebauteil (9) an seiner im Wesentlichen kreisrunden Öffnung (1 1 ) einen nach innen einkragenden, flanschartigen Rand aufweist.

Uhrenbeweger (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) im Wesentlichen den gleichen Außendurchmesser haben.

Uhrenbeweger (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Aufnahmezylinder (3, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) im Wesentlichen die gleiche Länge haben und die Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) um 1 % bis 5 % kürzer als die Aufnahmezylinder (3, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) sind.

Uhrenbeweger (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Mantelflächen der Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) zumindest teilweise eine Einrichtung (15) zur Verbesserung des kraftschlüssigen Kontakts aufweisen.

Uhrenbeweger (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei zumindest die zweiten und dritten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) nach beiden Seiten hin offen ausgestaltet sind.

Uhrenbeweger (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei der Uhrenbeweger (1 ) ferner zumindest einen Uhrenträger (17) umfasst, der in seinen Abmessungen zur Aufnahme in die Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) ausgelegt ist.

Uhrenbeweger (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, ferner umfassend

- eine Anzahl vierter Aufnahmezylinder, die jeweils um ihre Längsachse drehbar geführt sind, und

- eine Anzahl fünfter Aufnahmezylinder, die jeweils um ihre Längsachse drehbar geführt sind, wobei die vierten Aufnahmezylinder untereinander berührungslos auf einer konzentrischen Kreisbahn um die dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) herum drehbar geführt angeordnet sind und in kraftschlüssigem Kontakt mit diesen stehen,

wobei die fünften Aufnahmezylinder untereinander berührungslos auf einer konzentrischen Kreisbahn um die vierten Aufnahmezylinder herum drehbar geführt angeordnet sind, und

wobei die fünften Aufnahmezylinder anstelle der dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) in kraftschlüssigem Kontakt mit der kreisrunden Öffnung (1 1 ) des Gehäusebauteils (9) stehen.

Uhrenbeweger (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei um den ersten Aufnahmezylinder (3) auf einer konzentrischen Kreisbahn (K1 ) fünf zweite Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) und um die fünf zweiten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) auf einer konzentrischen Kreisbahn (K2) fünf dritte Aufnahmegehäuse (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) angeordnet sind.

Uhrenbeweger (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei in den ersten Aufnahmezylinder (3) ein reibungsarm gelagertes Zeitanzeigemittel (18) aufgenommen ist, das an der Drehbewegung des Aufnahmezylinders (3) nicht teilnimmt.

Uhrenbeweger (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das Gehäusebauteil (9) auf einem Sockel (19) befestigt ist, der mindestens ein Beleuchtungsmittel (20) aufweist.

Verfahren zum Aufziehen von mechanischen Automatikuhren unter Verwendung des Uhrenbewegers (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, umfassend die Schritte:

- Befestigen zumindest einer mechanischen Automatikuhr auf einem Uhrenträger (17),

- Einsetzen des Uhrenträgers (17) mit der darauf befestigten mechanischen Automatikuhr in einen ersten, zweiten oder dritten Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) des Uhrenbewegers (1 ),

- Antreiben des ersten Aufnahmezylinders (3) oder der dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e), so dass die Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) in eine Drehbewegung versetzt werden, wobei durch die Drehbewegung der Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) die zumindest eine mechanische Automatikuhr aufgezogen wird.

Description:
Uhrenbeweger

Beschreibung Die vorliegende Erfindung betrifft einen Uhrenbeweger mit einer Anzahl von Aufnahmezylindern zur Aufnahme von Uhren, der eine sehr gleichmäßige Bewegung der Uhren zum Aufziehen des mechanischen Uhrwerks ermöglicht.

Uhrenbeweger dienen im Allgemeinen zum Aufziehen von mechanischen Automatikuhren. Solche mechanischen Automatikuhren sind prinzipiell darauf ausgelegt, dass sie durch das Tragen am Handgelenk und die daraus resultierenden Bewegungen ständig aufgezogen werden. Ist die Uhr voll aufgezogen, das heißt, ist die Antriebsfeder der Uhrenmechanik voll vorgespannt, so ist je nach Bauart und Funktionsumfang der Uhr eine Laufzeit, bzw. eine sogenannte Gangreserve, von 20 bis 40 Stunden sichergestellt. Sofern die Uhr nicht getragen wird, wenn also keine regelmäßige Bewegung stattfindet, bleibt das Uhrwerk nach Ende der Gangreserve stehen und die Uhr muss manuell aufgezogen werden.

Durch das Stehenbleiben der Uhr muss aber nicht nur die aktuelle Uhrzeit eingestellt werden, sondern insbesondere bei hochwertigen Uhren auch die sogenannten Komplikationen, beispielsweise Wochentage, Monate, Mondphasen, Zeitzonen etc. Dies ist nicht nur eine unnötige zeitliche Belastung für den Träger der Uhr, sondern kann teilweise nur von entsprechend ausgebildetem Personen wie Uhrmachern vorgenommen werden. Daneben hat ein Stehenbleiben des Uhrwerks auch mechanische Auswirkungen, beispielsweise weil sich bei Stillstand des Uhrwerks die Viskosität des Schmierstoffs in den Lagern der bewegten Teile ändert. Bleibt eine Uhr häufig über längere Zeit stehen, kann dies zu einer Beeinträchtigung des Uhrwerks führen. Uhrenbeweger sind aus dem Stand der Technik prinzipiell bekannt. So beschreibt EP 1 780 614 A1 einen Tourbillon Uhrenbeweger, bei dem ein Uhrenträger in einer Trommel aufbewahrt und mittels angetriebener Walzen um eine Längsachse bewegt wird. Damit ist es möglich, ein oder zwei Uhren zuverlässig zum Aufziehen zu bewegen.

In WO 2005/073817 A1 wird ein Uhrenbeweger für sechs Armbanduhren beschrieben, bei dem einzelne Uhrenhalter durch ein abgeschirmtes Planetengetriebe von einem Motor in eine Drehbewegung versetzt werden. Der Aufbau dieses Uhrenbewegers ist mechanisch anspruchsvoll und aufwändig. Um gleichzeitig eine größere Anzahl von Uhren aufzuziehen, wird in US 2005/265129 A1 ein Schrank vorgeschlagen, in dem eine größere Anzahl einzelner Vorrichtungen zum Bewegen jeweils einer Uhr angeordnet sind. Diese Anordnung beansprucht jedoch relativ viel Platz, da sie eher ein Möbelstück darstellt.

Die Bewegung von Uhren in einfacher Weise ist im Stand der Technik nur für einzelne oder nur sehr wenige Uhren beschrieben, während eine gleichzeitige Bewegung mehrerer Uhren nur mit hohem mechanischem Aufwand realisierbar ist. Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Uhrenbeweger zu schaffen, mit dem auf einfache und zuverlässige Art und Weise eine Mehrzahl von Uhren gleichzeitig bewegt und damit aufgezogen werden kann. Gleichzeitig soll dieser Uhrenbeweger möglichst platzsparend und energieeffizient sein und ein ansprechendes äußeres Erscheinungsbild bieten.

Diese Aufgabe wird bei einem Uhrenbeweger der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass eine Anzahl von Aufnahmezylindern für Uhren so miteinander in Verbindung stehen, dass durch das Antreiben eines einzelnen Aufnahmezylinders alle Zylinder und damit die darin aufbewahrten Uhren gleichzeitig bewegt werden.

In einem ersten Aspekt betrifft die vorliegenden Erfindung einen Uhrenbeweger (1 ) umfassend

- einen ersten Aufnahmezylinder (3), der um seine Längsachse drehbar gelagert ist,

- eine Anzahl zweiter Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e), die jeweils um ihre Längsachse drehbar geführt sind,

- eine Anzahl dritter Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e), die jeweils um ihre Längsachse drehbar geführt sind, und

- zumindest ein Gehäusebauteil (9) mit einer im Wesentlichen kreisrunden Öffnung (1 1 ), das den ersten Aufnahmezylinder (3) und die zweiten und dritten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) aufnimmt,

wobei die zweiten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) untereinander berührungslos auf einer konzentrischen Kreisbahn (K1 ) um den ersten Aufnahmezylinder (3) herum drehbar geführt angeordnet sind und in kraftschlüssigem Kontakt mit diesem stehen, wobei die dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) untereinander berührungslos auf einer konzentrischen Kreisbahn (K2) um die zweiten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) herum drehbar geführt angeordnet sind und wobei jeder der dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) mit jeweils zwei zweiten Aufnahmezylindern (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) in kraftschlüssigem Kontakt steht, und

wobei die dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) in kraftschlüssigem Kontakt mit der im Wesentlichen kreisrunden Öffnung (1 1 ) des Gehäusebauteils (9) stehen. Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch geschicktes Anordnen und mechanisches in Kontakt Bringen von mehreren Aufnahmezylindern (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) für Uhren ein Uhrenbeweger (1 ) geschaffen werden kann, bei dem der Antrieb eines einzelnen Aufnahmezylinders (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) ausreicht, um zuverlässig alle Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) des Uhrenbewegers (1 ) und die darin angeordneten Uhren zu bewegen.

Der vorstehend beschriebene Uhrenbeweger (1 ) zeichnet sich dadurch aus, dass eine in einem der Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) angeordnete Uhr gleichmäßig und zuverlässig bewegt wird, während es durch einfaches Umkehren der Drehbewegung des Aufnahmezylinders möglich ist, die Bewegung der Uhr zu ändern und damit eine andere mechanische Belastung auf die Uhrenmechanik auszuüben. Dies führt zu dem Vorteil, dass eine einseitige mechanische Belastung der Uhrenmechanik verhindert wird, so dass die Lebensdauer erhöht und die Wartungsintervalle der Mechanik verlängert werden können.

Im Folgenden wird die vorliegende Erfindung im Detail dargestellt. Unter„Aufnahmezylinder" wird im Wesentlichen ein rohrförmiger Körper verstanden, dessen Innendurchmesser so ausreichend dimensioniert ist, dass eine Uhr auf einem entsprechenden Träger darin angeordnet werden kann.

Unter „Uhr" werden im Sinne der vorliegenden Erfindung insbesondere Uhren verstanden, deren mechanisches Uhrwerk einen automatischen Aufzug aufweist. Dies sind häufig Armbanduhren, können aber prinzipiell alle Arten von mechanischen Uhren mit automatischem Aufzug sein.

Die Formulierung „in kraftschlüssigem Kontakt" bedeutet insbesondere, dass die Drehbewegung eines Aufnahmezylinders (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) ohne wahrnehmbaren Verlust und im Wesentlichen ohne Schlupf auf den oder die mit ihm in Kontakt stehenden anderen Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) übertragen wird. Dabei wird beispielsweise eine Drehbewegung eines ersten Aufnahmezylinders (3) im Uhrzeigersinn in eine Drehbewegung eines zweiten Aufnahmezylinders (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) gegen den Uhrzeigersinn übertragen.

Die einzelnen Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) sind so zueinander angeordnet, dass ihre Längsachsen parallel zueinander stehen. Die Formulierung „drehbar geführt" bedeutet insbesondere, dass sich die Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) zum einen um ihre eigene Längsachse herum drehen können, sie sich aber zum anderen auch auf einer Kreisbahn (K1 , K2) um einen ersten Aufnahmezylinder (3) drehen können.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Uhrenbewegers (1 ) ist der erste Aufnahmezylinder (3) um seine Längsachse herum angetrieben, so dass durch den kraftschlüssigen Kontakt miteinander die zweiten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) und die dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) ebenfalls angerieben sind. Der Antrieb des ersten Aufnahmezylinders (3) erfolgt über eine geeignete Antriebseinheit, beispielsweise über einen Elektromotor. Es ist aber auch die Verwendung eines federbetriebenen mechanischen Antriebs möglich. Der Antrieb kann direkt auf den ersten Aufnahmezylinder (3) erfolgen, indem die Antriebseinheit an dem ersten Aufnahmezylinder (3) angeordnet ist, beispielsweise indem ein Elektromotor angeflanscht ist. Alternativ kann sich die Antriebseinheit von dem ersten Aufnahmezylinder (3) beabstandet befinden und die Drehbewegung durch ein Getriebe mit Kardanwelle übertragen werden. Diese Ausführungsform weist den Vorteil auf, dass ein an dem Aufnahmezylinder (3) direkt oder beabstandet davon eine angeordnete Antriebseinheit einfach gewartet bzw. ausgetauscht werden kann.

In einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Uhrenbewegers (1 ) sind jeweils die dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) angetrieben, so dass sie sich jeweils um ihre Längsachse herum drehen, wobei durch den kraftschlüssigen Kontakt miteinander die zweiten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) und der erste Aufnahmezylinder (3) ebenfalls angetrieben sind. In dieser Ausführungsform ist die Antriebseinheit in oder an der im Wesentlichen kreisrunden Öffnung (1 1 ) des Gehäusebauteils (9) angeordnet, beispielsweise ein sich in der Öffnung (1 1 ) drehendes Element, dass seine Drehbewegung auf die dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) übertragt. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass im Inneren des Uhrenbewegers weder elektrische noch mechanische Installationen vorgenommen werden müssen, um die Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) zu bewegen.

Es ist in einer weiteren Ausführungsform bevorzugt, wenn der erste Aufnahmezylinder (3) und die dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) an ihren gegenüberliegenden Enden jeweils einen nach außen auskragenden Flansch (13) aufweisen.

Alternativ dazu ist es bevorzugt, wenn die zweiten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) an ihren gegenüberliegenden Enden jeweils eine nach außen auskragenden Flansch (13) aufweisen und das Gehäusebauteil (9) an seiner im Wesentlichen kreisrunden Öffnung (1 1 ) einen nach innen einkragenden, flanschartigen Rand aufweist. Durch die beschriebenen alternativen Ausführungsformen wird sichergestellt, dass die miteinander in Kontakt stehenden Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) sich während der Drehbewegung nicht gegeneinander verschieben. In anderen Worten werden beispielsweise in der ersten Alternative die zweiten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) durch die jeweiligen Flansche (13) des ersten Aufnahmezylinders (3) und der dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) an einem Auswandern aus der Drehbewegung verhindert.

Um den vorteilhaften Effekt zu erreichen, ist es ausreichend, wenn die Flansche (13) um mindestens 0,5 mm über die Mantelfläche der jeweiligen Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) herausragen. Eine größere Flanschbreite ist mechanisch nicht notwendig und führt dazu, dass mehr Masse bewegt werden muss.

Das Gehäusebauteil (9) kann als einzelnes massives Bauteil ausgeführt sein, dessen Dicke im Wesentlichen der Länge der Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) entspricht. In einer anderen Ausführungsform sind zwei Gehäusebauteile (9) voneinander beabstandet angeordnet, wobei der Abstand dieser beiden Gehäusebauteile (9) im Wesentlichen der Länge der einzelnen Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) entspricht.

Um eine möglichst gleichmäßige Drehbewegung jedes einzelnen Aufnahmezylinders (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) zu gewährleisten, haben die Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) im Wesentlichen den gleichen Außendurchmesser. Es ist insbesondere vorteilhaft, wenn die Außendurchmesser im Rahmen der technisch möglichen Fertigungstoleranzen exakt gleich sind.

Ferner ist es für ein einwandfreies mechanisches Zusammenspiel vorteilhaft, wenn die Aufnahmezylinder (3, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) im Wesentlichen die gleiche Länge haben und die Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) um 1 % bis 5 % kürzer als die Aufnahmezylinder (3, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) sind, so dass sich ein klemmfreies Spiel ausbilden kann. Im Fall von Aufnahmezylindern (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e), die an ihren Enden mit einem Flansch (13) versehen sind, bedeutet das, dass der jeweilige Flansch (13) auf das Ende des Aufnahmezylinders (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) aufgesetzt ist, so dass der Flansch (13) den benachbarten Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) ohne Flansch (13) führt.

Um eine bessere Übertragung der Drehbewegung von einem Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) auf einen benachbarten Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) zu verbessern, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn die Mantelflächen der Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) zumindest teilweise eine Einrichtung (15) zur Verbesserung des kraftschlüssigen Kontakts aufweisen. Diese Einrichtung (15) kann beispielsweise in einer zumindest teilweise auf der Mantelfläche vorhandenen Zahnreihe bestehen, die in die Zahnreihe eines benachbarten Aufnahmezylinders (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) eingreift. Alternativ dazu kann die Einrichtung (15) aus elastischen oder semielastischen Polymerwerkstoffen bestehen, die ein Abgleiten der Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) aneinander, bzw. einen Schlupf verhindern. Die einfachste denkbare Ausführungsform stellt hierbei ein Gummiband, insbesondere ein flacher O-Ring. Die Einrichtung (15) kann ferner zumindest teilweise in einer Aussparung in der Mantelfläche aufgenommen sein. Für den Fall, dass Einrichtungen (15) vorhanden sind, ragen die Flansche (13) um mindestens 0,5 mm über den größten Durchmesser hinaus.

Um eine Uhr variabel in einem Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) anordnen zu können, sind zumindest die zweiten und dritten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) nach beiden Seiten hin offen ausgestaltet. In einer Ausführungsform, in welcher der Antrieb auf die dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) erfolgt, kann auch der erste Aufnahmezylinder (3) nach beiden Seiten hin offen ausgestaltet sein.

In einer Weiterbildung der Erfindung umfasst der Uhrenbeweger (1 ) ferner zumindest einen Uhrenträger (17), der in seinen Abmessungen zur Aufnahme in die Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) ausgelegt ist. Der Uhrenträger (17) ist dabei bevorzugt aus einem elastischen oder semi-elastischen Material gebildet, um einerseits die daran zu befestigende Uhr beschädigungsfrei zu tragen und andererseits problemlos in einen der Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) eingeführt zu werden. Ein elastisches Material für den Uhrenträger (17) kann ferner sicherstellen, dass der Uhrenträger durch einen Klemmsitz in einem Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) sicher gehalten wird.

Durch den Klemmsitz werden die Uhrenträger (17) und die darauf befestigten Uhren zusammen mit den Aufnahmezylindern (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) gedreht, wodurch der Aufzug der Uhren bewirkt wird.

In einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Uhrenbewegers (1 ) umfasst dieser ferner

- eine Anzahl vierter Aufnahmezylinder, die jeweils um ihre Längsachse drehbar geführt sind, und

- eine Anzahl fünfter Aufnahmezylinder, die jeweils um ihre Längsachse drehbar geführt sind, wobei die vierten Aufnahmezylinder untereinander berührungslos auf einer konzentrischen Kreisbahn um die dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) herum drehbar geführt angeordnet sind und in kraftschlüssigem Kontakt mit diesen stehen, wobei die fünften Aufnahmezylinder untereinander berührungslos auf einer konzentrischen Kreisbahn um die vierten Aufnahmezylinder herum drehbar geführt angeordnet sind, und

wobei die fünften Aufnahmezylinder anstelle der dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) in kraftschlüssigem Kontakt mit der kreisrunden Öffnung (1 1 ) des Gehäusebauteils (9) stehen.

Durch die Hinzufügung weiterer Aufnahmezylinder in einer vierten bzw. fünften Anordnungsebene, kann die Anzahl der gleichmäßig zu bewegenden Uhren nahezu beliebig erhöht werden. Es ist ebenso denkbar, eine sechste und siebte Anordnungsebene von Aufnahmezylindern vorzusehen, jedoch sind hier technische Grenzen gesetzt. Da die zu bewegenden Massen bei höhergradigen Anordnungsebenen der Aufnahmezylinder immer größer werden, müssen die einzelnen Aufnahmezylinder sowie der Antrieb immer stärker dimensioniert werden. Neben der Mechanik leitet darunter unter anderem das optische Erscheinungsbild. Unter „auf einer konzentrischen Kreisbahn" wird eine gedachte Kreisbahn (K1 , K2) verstanden, die sich konzentrisch um die Längsachse des ersten Aufnahmezylinders (3) herum erstreckt, wobei sich die Längsachsen der weiteren Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) auf einer solchen konzentrischen Kreisbahn befinden.

Eine insbesondere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass bei dem erfindungsgemäßen Uhrenbeweger (1 ) um den ersten Aufnahmezylinder (3) auf einer konzentrischen Kreisbahn (K1 ) fünf zweite Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) und um die fünf zweiten Aufnahmezylinder (5a, 5b, 5c, 5d, 5e) auf einer konzentrischen Kreisbahn (K2) fünf dritte Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e) angeordnet sind.

Diese speziell bevorzugte Ausführungsform ermöglicht es, in elf Aufnahmezylindern (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) jeweils mindestens eine Uhr zu bewegen. Sofern eine Uhr von jeder Seite in die Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) eingebracht wird, lassen sich bis zu 22 Uhren gleichzeitig und gleichmäßig bewegen. Diese bevorzugte Ausführungsform stellt einen optimalen Ausgleich zwischen dem gleichzeitigen Bewegen mehrerer Uhren und einer optisch ansprechenden Präsentation derselben dar. In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird in den ersten Aufnahmezylinder (3) ein Zeitanzeigemittel (18) eingeführt. Als Zeitanzeigemittel (18) sind mechanische Uhren mit Handaufzug, mechanische Quarzuhren und digitale Uhren bevorzugt.

Das Zeitanzeigemittel (18) ist in dem ersten Aufnahmezylinder (3) reibungsarm gelagert. Die Formulierung „reibungsarm gelagert" bedeutet im Hinblick auf die Drehbewegung des ersten Aufnahmezylinders (3) und das Zeitanzeigemittel (18), dass die Drehbewegung des Aufnahmezylinders (3) nicht auf das Zeitanzeigemittel (18) übertragen wird. Das Zeitanzeigemittel (18) nimmt an der Drehbewegung des Aufnahmezylinders (3) somit nicht teil, sondern verharrt durch die reibungsarme Lagerung in einem stationären Zustand.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Uhrenbeweger (1 ), bei dem in den ersten Aufnahmezylinder (3) ein reibungsarm gelagertes Zeitanzeigemittel (18) aufgenommen ist, das an der Drehbewegung des Aufnahmezylinders (3) nicht teilnimmt.

Hierzu weist die Innenfläche des ersten Aufnahmezylinders (3) und/oder die Außenfläche des Zeitanzeigemittels (18) eine Einrichtung zur Verminderung der Reibung (14) zwischen der Innenfläche des Aufnahmezylinders (3) und der Außenfläche des Zeitanzeigemittels (18) auf.

Die Einrichtung zur Verminderung der Reibung (14) kann hierbei beispielsweise durch einen reibungsarmen Kunststoff, wie beispielsweise Teflon, oder ein Kugellager ausgebildet werden.

Das Zeitanzeigemittel (18) ist in einer bevorzugten Ausführungsform als Zylinder ausgestalte, der an der Vorderseite die Zeitanzeige des Zeitanzeigemittels (18) trägt. Die Abmessungen des zylinderförmigen Zeitanzeigemittels (18) sind dabei derart bemessen, dass das zylinderförmige Zeitanzeigemittel (18) in den ersten Aufnahmezylinder (3) eingeführt werden kann. Das Zeitanzeigemittel (18) ist in seinen Abmessungen somit zur Aufnahme in den ersten Aufnahmezylinder (3) ausgelegt. Die Länge des zylinderförmigen Zeitanzeigemittels (18) entspricht dabei maximal der Länge des ersten Aufnahmezylinders (3). In einer bevorzugten Ausführungsform weist das zylinderförmige Zeitanzeigemittel (18) eine Länge auf, die um 1 bis 5 % kürzer ist als die Länge des ersten Aufnahmezylinders (3).

In einer bevorzugten Ausführungsform weist nur die Außenfläche (Mantelfläche) des zylinderförmigen Zeitanzeigemittels (18) eine Einrichtung zur Verminderung der Reibung (14) auf. Dies hat den Vorteil, dass der Benutzer des Uhrenbewegers (1 ) entscheiden kann, ob er in den ersten Aufnahmezylinder (3) eine auf dem Uhrenträger (17) befestigte Uhr oder das Zeitanzeigemittel (18) einführen will. Die Einrichtung zur Verminderung der Reibung (14) kann beispielsweise in einer zumindest teilweise auf der Mantelfläche des zylinderförmigen Zeitanzeigemittels (18) vorhandenen Kunststoffmanschette, bevorzugt einer Teflonmanschette oder in einem zumindest teilweise auf der Mantelfläche des zylinderförmigen Zeitanzeigemittels (18) vorhandenen Kugellager bestehen.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Mantelfläche des zylinderförmigen Zeitanzeigemittels (18) mindestens ein Kugellager auf, das an der Mantelfläche des zylinderförmigen Zeitanzeigemittels (18) angebracht ist. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das zylinderförmige Zeitanzeigemittel (18) zwei Kugellager auf, die an der Mantelfläche des zylinderförmigen Zeitanzeigemittels (18) angebracht sind.

Durch die Einrichtung zur Verminderung der Reibung (14) wird, wie vorstehend beschrieben, die Drehbewegung des ersten Aufnahmezylinders (3) auf das zylinderförmige Zeitanzeigemittel (18) nicht übertragen. Das zylinderförmige Zeitanzeigemittel (18) verharrt daher im Aufnahmezylinder (3) in einem stationären Zustand. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass im Zentrum des Uhrenbewegers (1 ) die Zeitanzeige des Zeitanzeigemittels (18) problemlos abgelesen werden kann.

Das Gehäusebauteil (9) des Uhrenbewegers (1 ) ist auf einem Sockel (19) befestigt. In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Sockel (19) mindestens ein Beleuchtungsmittel (20) auf. Der Sockel (19) kann aus einem lichtundurchlässigen Material oder aus einem lichtdurchlässigen beziehungsweise opaken Material gefertigt werden.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit auch ein Uhrenbeweger (1 ), bei dem das Gehäusebauteil (9) auf einem Sockel (19) befestigt ist, der mindestens ein Beleuchtungsmittel (20) aufweist.

Das Beleuchtungsmittel (20) befindet sich in einer bevorzugten Ausführungsform in einer Fräsung im Innenraum des Sockels (19). Als Beleuchtungsmittel (20) ist eine LED-Beleuchtung bevorzugt. Für den Fall, dass der Sockel (19) aus einem lichtundurchlässigen Material gefertigt ist, kommen als Materialien beispielsweise Holz oder Stein in Frage. In dieser Ausführungsform weist der Sockel (19) auf der Oberseite, das heißt der Seite, die dem Gehäusebauteil (9) zugewandt ist, mindestens eine Öffnung auf, aus der das von dem Beleuchtungsmittel (20) emittierte Licht aus dem Sockel (19) austreten kann. Bevorzugt ist hierbei ein Schlitz auf der Oberseite des Sockels (19), der vor dem Gehäusebauteil (9) positioniert ist. Das Licht, das aus diesem Schlitz austritt, beleuchtet somit die Vorderseite des Gehäusebauteils (9). Dies ermöglicht es, dass die Uhren, die im Uhrenbeweger (1 ) aufgenommen sind, beleuchtet werden.

Da mechanische Automatikuhren auf dem Zifferblatt beziehungsweise den Zeigern üblicherweise mit phosphoreszierenden Pigmenten beschichtet sind, ermöglicht das Beleuchtungsmittel (20) eine Aufladung der phosphoreszierenden Pigmente auch in einer dunklen Umgebung.

In einer weiteren Ausführungsform ist der Sockel (19) des Uhrenbewegers (1 ) aus einem lichtdurchlässigen beziehungsweise opaken Material gefertigt. Als geeignete lichtdurchlässige beziehungsweise opake Materialien sind beispielsweise hochwertige Kunststoffe, wie Acrylglas oder glasklares, schlagzähes Polystyrol geeignet. Weitere geeignete lichtdurchlässige Materialien sind beispielsweise opake Natursteine und Mineralien, wie beispielsweise Quarzglas.

In dieser Ausführungsform weist die Oberseite des Sockels (19) im Allgemeinen keine Öffnung auf. Vielmehr wird der Sockel (19) durch das Beleuchtungsmittel (20) von innen heraus beleuchtet. Das Beleuchtungsmittel (20) ist hierbei, wie vorstehend ausgeführt, bevorzugt in einer Fräsung innerhalb des Sockels (19) angebracht. Im Fall eines lichtdurchlässigen beziehungsweise opaken Sockelmaterials wird der Sockel (19) von innen angestrahlt und man erhält eine sogenannte indirekte, diffuse Beleuchtung. Auch in dieser Ausführungsform wird die Ablesbarkeit der in den Uhrenbeweger (1 ) eingeführten Uhren in einer dunklen Umgebung erleichtert. Darüber hinaus werden die phosphoreszierenden Pigmente der Zifferblätter beziehungsweise Zeiger der Automatikuhren durch diese indirekte Beleuchtung aufgeladen. In einem weiteren Aspekt bezieht sich die vorliegende Erfindung auf die Verwendung des vorstehend beschriebenen Uhrenbewegers (1 ) zum manuellen, halbautomatischen oder automatischen Aufziehen von mechanischen Automatikuhren. Der erfindungsgemäße Uhrenbeweger (1 ) kann in seiner einfachsten Ausführungsform durch manuelles Starten in Betrieb gesetzt werden. Es ist ebenso denkbar, dass in einer halbautomatischen Betriebsweise die Bewegung der Uhren nach einem vorgegebenen Zeitraum beendet wird. Ebenso ist eine vollautomatische Betriebsweise denkbar, in der nach einer vorbestimmten Bewegungszeit eine vorbestimmte Ruhezeit der Uhren erfolgt. Um eine möglichst gleichmäßige mechanische Belastung des Uhrwerks der in den Aufnahmezylindern (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) eingebrachten Uhren zu ermöglichen, kann das Bewegen der Uhren in regelmäßigen Abständen in einen entgegengesetzten Drehsinn vorgenommen werden. In einem dritten Aspekt bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Verfahren zum Aufziehen von mechanischen Automatikuhren unter Verwendung des vorstehend beschriebenen und erfindungsgemäßen Uhrenbewegers (1 ). Dieses Verfahren umfasst die Schritte:

- Befestigen zumindest einer mechanischen Automatikuhr auf einem Uhrenträger

(17),

- Einsetzen des Uhrenträgers (17) mit der darauf befestigten mechanischen Automatikuhr in einen ersten, zweiten oder dritten Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) des Uhrenbewegers (1 ),

- Antreiben des ersten Aufnahmezylinders (3) oder der dritten Aufnahmezylinder (7a, 7b, 7c, 7d, 7e), so dass die Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) in eine Drehbewegung versetzt werden,

wobei durch die Drehbewegung der Aufnahmezylinder (3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e) die zumindest eine mechanische Automatikuhr aufgezogen wird.

Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, gleichzeitig mehrere mechanische Automatikuhren zuverlässig und gleichmäßig aufzuziehen. Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der Erfindung, auch unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.

Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Ansicht eines erfindungsgemäßen

Uhrenbewegers (1 ) in einer bevorzugten Ausführungsform,

Figuren 2a, 2b schematische Ansichten eines Aufnahmezylinders (5),

Figuren 3a, 3b schematische Ansichten eines Aufnahmezylinders (3, 7)

Einrichtung (15) auf der Mantelfläche,

Figur 4 einen in Figur 1 dargestellten erfindungsgemäßen Uhrenbeweger

(1 ) mit eingesetzten Uhrenträgern (17), und Figur 5 einen in Figur 1 dargestellten erfindungsgemäßen Uhrenbeweger

(1 ) mit angezeigten Drehbewegungen. In Figur 1 ist eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Uhrenbewegers 1 dargestellt. Darin ist zentral ein Aufnahmezylinder 3 angeordnet, der an seinen beiden gegenüberliegenden Enden jeweils einen Flansch 13 aufweist. Um den Aufnahmezylinder 3 sind fünf Aufnahmezylinder 5a, 5b, 5c, 5d, 5e angeordnet, die jeweils mit ihrer Mantelfläche die Mantelfläche des Aufnahmezylinders 3 berühren, die untereinander jedoch voneinander beabstandet sind. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Drehbewegung des Aufnahmezylinders 3, die in eine entgegengesetzte Drehbewegung der Aufnahmezylinder 5a, 5b, 5c, 5d, 5e übertragen wird, nicht gehemmt wird. Die Aufnahmezylinder 5a, 5b, 5c, 5d, 5e bilden eine zweite Anordnungsebene. Die Aufnahmezylinder 5a, 5b, 5c, 5d, 5e weisen an ihren gegenüberliegenden Enden keinen Flansch 13 auf, sondern werden zwischen den Flanschen 13 des Aufnahmezylinders 3 geführt. In einer dritten Anordnungsebene sind die Aufnahmezylinder 7a, 7b, 7c, 7d, 7e angeordnet, die wiederum jeweils an ihren Enden Flansche 13 aufweisen. Wie der Figur 1 zu entnehmen ist, stehen die Aufnahmezylinder 7a, 7b, 7c, 7d, 7e untereinander nicht in Kontakt, jeweils ein Aufnahmezylinder 7a, 7b, 7c, 7d, 7e steht jedoch mit zwei Aufnahmezylindern 5a, 5b, 5c, 5d, 5e in kraftschlüssigem Kontakt, so dass die jeweiligen Drehbewegungen der Aufnahmezylinder 5a, 5b, 5c, 5d, 5e zu entgegengesetzten Drehbewegungen der Aufnahmezylinder 7a, 7b, 7c, 7d, 7e ungesetzt werden.

Die Aufnahmezylinder 7a, 7b, 7c, 7d, 7e stehen wiederum in kraftschlüssigem Kontakt mit den kreisrunden Öffnungen 1 1 zweier parallel voneinander beabstandeter Gehäusebauteile 9 und greifen mit ihren Flanschen 13 so ein, dass sie in ihrer Bewegung sicher gehalten werden. Die Gehäusebauteile 9 sind auf einem Sockel 19 befestigt und werden durch geeignete, in den Figuren nicht dargestellte Befestigungsmittel voneinander beabstandet gehalten.

Durch eine Drehbewegung des Aufnahmezylinders 3 werden die Aufnahmezylinder 5a, 5b, 5c, 5d, 5e sowohl um ihre Längsachse gedreht, als auch auf einer zu dem Aufnahmezylinder 3 konzentrischen Kreisbahn K1 bewegt. Diese Bewegung wird auch auf die Aufnahmezylinder 7a, 7b, 7c, 7d, 7e übertragen, die sich ebenfalls nicht nur um ihre eigene Längsachse drehen, sondern sich auch auf einer weiteren zu dem Aufnahmezylinder 3 konzentrischen Kreisbahn K2 bewegen. Die unterschiedlichen Drehbewegungen der Aufnahmezylinder 3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e werden in Figur 5 dargestellt. Ein Beispiel eines Aufnahmezylinders 5 ist in den Figuren 2a und 2b schematisch dargestellt. Es handelt sich in der einfachsten Ausführungsform um einen Zylinder mit einem Innendurchmesser von 70 mm und einem Außendurchmesser von 80 mm. Die bevorzugte Länge der Aufnahmezylinder 5a, 5b, 5c, 5d, 5e beträgt 70 mm.

Im Unterschied zu den Figuren 2a und 2b wird in den Figuren 3a und 3b schematisch ein Aufnahmezylinder 3, 7 dargestellt. An den Stirnseiten des Zylinders ist jeweils ein Flansch 13 angebracht. In der dargestellten Ausführungsform wird der Flansch über Befestigungsmittel 21 an dem Aufnahmezylinder 3, 7 angebracht, die in Bohrungen 23 aufgenommen sind. Ferner wird in den Figuren 3a und 3b dargestellt, wie eine Einrichtung 15 zur Verbesserung des kraftschlüssigen Kontakts teilweise auf der Mantelfläche des Aufnahmezylinders 3, 7 angeordnet ist. Die Zylinder 3, 7 haben ebenfalls bevorzugt einen Innendurchmesser von 70 mm und einem Außendurchmesser von 80 mm. Die bevorzugte Länge der Aufnahmezylinder 3, 7a, 7b, 7c, 7d, 7e beträgt 70,5 mm. Der Außendurchmesser der Zylinder 3, 7 einschließlich Aufgebrachter Einrichtung 15 beträgt bevorzugt 86 mm. Der Flansch ragt zweckmäßigerweise um mindestens 0,5 mm über den größten Zylinderdurchmesser hinaus.

Der dargestellte Uhrenbeweger 1 ist so ausgestaltet, dass er nicht nur durch seine zuverlässige und gleichmäßige Bewegung das Aufziehen von mechanischen Automatikuhren sicherstellt, sondern gleichzeitig eine optisch ansprechende Präsentation der Uhren ermöglicht. Hierzu werden einzelne Uhren auf Uhrenträger 17 in Form von optisch ansprechenden Schaumstoffpolstern aufgesetzt und diese Schaumstoffpolster 17 so in die jeweiligen Aufnahmezylinder 3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e 7a, 7b, 7c, 7d, 7e eingeschoben, dass das Zifferblatt zum Betrachter hin zeigt. Figur 3 zeigt schematisch die Anordnung der Uhrenträger 17 in den Aufnahmezylindern 3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e 7a, 7b, 7c, 7d, 7e eines erfindungsgemäßen Uhrenbewegers 1 . Beim Betrieb des erfindungsgemäßen Uhrenbewegers 1 ergibt sich so eine harmonische Karussellbewegung, in der die Uhren während ihres Aufziehens förmlich umeinander tanzen.

Die zuverlässige technische Ausführung wird durch einen sehr leise arbeitenden Präzisionsmotor unterstützt, der sich insbesondere durch seine Laufruhe auszeichnet. Ein solcher Präzisionsmotor besitzt zudem ein sehr geringes Magnetfeld, das die mechanischen Funktionen der aufzuziehenden Uhren nicht beeinflusst. Eine Beeinflussung kann gänzlich ausgeschlossen werden, wenn der Präzisionsmotor so angeordnet wird, dass er von den Uhren beabstandet ist, beispielsweise wenn der Antrieb auf die dritten Aufnahmezylinder 7a, 7b, 7c, 7d, 7e erfolgt oder über eine Antriebsmechanik mit Kardanwelle auf den Aufnahmezylinder 3 bewirkt wird. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Präzisionsmotor direkt an den ersten Aufnahmezylinder 3 angeflanscht. Neben den beiden möglichen Drehrichtungen können durch den stufenlos einstellbaren Präzisionsmotor unterschiedliche Geschwindigkeiten für die Drehbewegung eingestellt werden.

Durch die offene Bauweise der einzelnen Aufnahmezylinder 5a, 5b, 5c, 5d, 5e 7a, 7b, 7c, 7d, 7e ist eine Betrachtung der aufzuziehenden Uhren von beiden Seiten möglich.

Das optische Erscheinungsbild des erfindungsgemäßen Uhrenbewegers 1 wird durch die Auswahl von hochwertigen Materialien noch unterstützt. So können für die Aufnahmezylinder 3, 5a, 5b, 5c, 5d, 5e 7a, 7b, 7c, 7d, 7e beispielsweise transparente Materialien wie Plexiglas verwendet werden, während die Flansche 13 und das Gehäusebauteil 9 aus Aluminium, Edelstahl oder anderen hochwertigen Materialien gefertigt sind. Ebenso können einzelne Bauteile durch edle Hölzer, Stahl, Naturstein oder Glas aufgebaut sein oder verblendet beziehungsweise verkleidet werden.

Bezugszeichenliste

I Uhrenbeweger

3 erster Aufnahmezylinder

5a, 5b, 5c, 5d zweite Aufnahmezylinder

7a, 7b, 7c, 7d dritte Aufnahmezylinder

9 Gehäusebauteil

I I kreisrunde Öffnung

13 Flansch

14 Einrichtung zur Verminderung der Reibung

15 Einrichtung zur Verbesserung des kraftschlüssigen Kontakts

17 Uhrenträger

18 Zeitanzeigemittel

19 Sockel

20 Beleuchtungsmittel

21 Befestigungsmittel

23 Bohrung