ROSENBAUER, Michael (Riedweg 19, Reimlingen, 86756, DE)
SCHWENK, Bernd (Magnus-Scheller-Str. 29, Lauingen, 89415, DE)
FRITZ, Heiko (Schiessbergstr. 18, Herbrechtingen, 89542, DE)
ROSENBAUER, Michael (Riedweg 19, Reimlingen, 86756, DE)
SCHWENK, Bernd (Magnus-Scheller-Str. 29, Lauingen, 89415, DE)
| Patentansprüche 1 . Wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere Geschirrspülmaschine, mit einem Spülbehälter (1 ), an dessen zumindest einer Spülbehälterwand außenseitig eine Schallentdröhnungsschichtmatte (21 ), insbesondere eine Bitumenmatte, aufgebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Schallentdröhnungsschichtmatte (21 ) lediglich partiell an zumindest einem Spülbehälterwand-Bereich (27) aufgebracht ist, der eine größere Betriebsschwingung als andere Spülbehälterwand-Bereiche (28) aufweist. 2. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Spülbehälterwand-Bereich (27) mit größerer Betriebsschwingung ein Tropfeneinschlagbereich ist, der durch betriebsbedingt auftreffende Tropfen angeregt ist. 3. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallentdröhnungsschichtmatte (21 ) lediglich partiell an zumindest einem Spülbehälterwand-Bereich (27) mit größerer Betriebsschwingung und mindestens eine davon unterschiedliche Materialschichtmatte (23), insbesondere eine Wärmedämmschichtmatte (23) und/oder Schallabsorptionsmatte, an zumindest einem Spülbehälterwand-Bereich (28) mit geringerer Betriebsschwingung aufgebracht ist. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine zusätzliche Schalldämmschichtmatte (25) vorgesehen ist, die im Vergleich zur am Spülbehälter (1 ) lediglich partiell aufgebrachten Schallentdröhnungsschichtmatte (21 ) großflächig die Spülbehälterwand überdeckt. Wasserführendes Haushaltsgerät nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Schalldämmschichtmatte (25) außerhalb der, insbesondere außen auf der Materialschichtmatte (23), insbesondere Wärmedämmschichtmatte und/oder Schallabsorptionsmatte, angeordnet ist. Wasserführendes Haushaltsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialschichtmatte (23), insbesondere Wärmedämmschichtmatte und/oder Schallabsorptionsmatte, und die zusätzliche Schalldämmschichtmatte (25) als ein einteiliger Materialverbund ausgebildet sind. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 3 mit 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dämmschichtaufbau bestehend aus zumindest einer Schallentdröhnungsschichtmatte (21 ) und mindestens einer Wärmedämmschichtmatte (23) im Wesentlichen spaltfrei zwischen der jewieligen Spülbehälterwand und einer äußeren Gehäusewand (20) angeordnet sind. 8. Wasserführendes Haushaltsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei, voneinander beabstandete Schallentdröhnungsschichtmatten (21 ) an Spülbehälterwand-Bereichen (27) mit größerer Betriebsschwingung aufgebracht sind, deren Materialstärken an die jeweils in dem Spülbehälterwand-Bereich (27) erzeugte Schwingungsamplitude angepasst ist. 9. Verfahren zur Herstellung eines wasserführendes Haushaltsgeräts, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem in einem ersten Schritt in einem Gerätebetrieb das Schwingungsverhalten zumindest einer Spülbehälterwand eines Spülbehälters (1 ) untersucht wird und zumindest ein Spülbehälterwand-Bereich (27, 28) mit größerer Betriebsschwingung sowie mit geringerer Betriebsschwingung ermittelt wird, und in einem zweiten Schritt auf den Spülbehälterwand-Bereich (27) mit größerer Betriebsschwingung lediglich partiell eine Schallentdröhnungsschichtmatte (21 ) aufgebracht wird. 0. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallentdröhnungsschichtmatte (21 ) lediglich partiell an zumindest einem Spülbehälterwand-Bereich (27) mit größerer Betriebsschwingung und demgegenüber an zumindest einem Spülbehälterwand-Bereich (28) mit geringerer Betriebsschwingung mindestens eine davon unterschiedliche Materialschichtmatte (23), insbesondere eine Wärmedämmschichtmatte (23) und/oder Schallabsorptionsmatte, aufgebracht wird. |
Geschirrspülmaschine
Die Erfindung betrifft ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere eine Geschirr- Spülmaschine, nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 und ein Verfahren zur Herstellung eines solchen wasserführenden Haushaltsgerätes nach dem Patentanspruch 9.
Zur Körperschalldämpfung bzw. Entdröhnung von Metallbauteilen, insbesondere von Edelstahlwaschbehältern von Geschirrspülvollautomaten, werden bekanntermaßen polymermodifizierte Bitumenmatten mit einem angepassten Verlustfaktor auf die
Metalloberflächen des Spülbehälters der jewieligen Geschirrspülmaschine aufgeklebt. Dies erfolgt bei einer Großserienproduktion mittels eines sogenannten Hot-Melt-Klebers, d.h. Schmelzklebers, der durch Zufuhr externer Wärme reagiert. Einzelfertigungen, Kleinserien und die Körperschalldämpfung von temperatursensitiven Metallbauteilen können ggf. durch selbstklebende Bitumenmatten erfolgen.
In einem gattungsgemäßen wasserführenden Haushaltsgerät ist an zumindest einer Spülbehälterwand eines Spülbehälters oder Waschbehälters eine
Schallentdröhnungsschichtmatte, insbesondere eine Bitumenmatte, aufgebracht. Die Bitumenmatte ist dabei im Wesentlichen großflächig an der Außenseite des Spülbehälters aufgebracht, um neben der Reduzierung einer Schwingungsanregung auch eine
Entdröhnung des Spülbehälters zu erzielen.
Die eine hohe Wärmekapazität aufweisenden Bitumenmatten sind üblicherweise auf den Edelstahlbehälter aufgeklebt. Die Bitumenmatten erwärmen sich während der Heizphasen und nachgeschalteten Umwälzzeiten der Geschirrspülmaschine. Dabei ist deren
Energieaufnahmefähigkeit von der Masse und Wärmekapazität der, den Bitumenmatten zugesetzten Füllstoffen abhängig. Die Wärmeenergie wird dabei von den Bitumenmatten absorbiert und nur sehr bedingt dem Spülraum des Spülbehälters zurückgeführt, so dass ein großer Energieanteil verloren geht. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere eine Geschirrspülmaschine, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines solchen wasserführenden Haushaltsgerätes bereitzustellen, das mit einem reduzierten Energieverbrauch betrieben werden kann. Die Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruches 1 oder des Patentanspruches 9 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen offenbart.
Gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 ist die
Schallentdröhnungsschichtmatte lediglich partiell an zumindest einem Spülbehälterwand- Bereich mit größerer Betriebsschwingung aufgebracht, während an zumindest einem Spülbehälterwand-Bereich mit geringerer Betriebsschwingung, d.h. an hinsichtlich der Dröhnwirkung weniger kritischen Spülbehälterwand-Bereichen eine davon
unterschiedliche Materialschichtmatte, insbesondere eine Wärmedämmschichtmatte, aufgebracht ist.
Die Erfindung beruht auf der Idee, nur ortsbegrenzt, d.h. partiell an denjenigen einzelnen Stellen bzw. Zonen des Spülbehälters mit großer betriebsbedingter
Schwingungsamplitude gezielt Schallentdröhnungsschichtmatten wie z.B. Bitumenmatten aufzubringen, während die hinsichtlich ihrer Dröhnwirkung weniger kritischen Zonen der jeweiligen Spülnehälterwand von solchen Schallentdrohnungsschichten frei, d.h. unbelegt bleibt. Demgegenüber erfolgt gemäß dem Stand der Technik ein großflächiges Verkleben von Bitumenmatten mit den Außenseiten des Spülbehälters. Im Stand der Technik ist daher der Spülbehälter mit daran geklebten Bitumenmatten nahezu vollständig ummantelt. Erfindungsgemäß werden dagegen zur Entdröhnung des
Edelstahlspülbehälters nur sehr kleine Schallentdröhnungsschichtmatten partiell bzw. lokal aufgebracht, deren Lage auf vorab bestimmte, schwingungstechnisch relevante Stellen beschränkt ist. Untersuchungen haben gezeigt, dass solche schwingungstechnisch relevanten Stellen insbesondere Tropfeneinschlagbereiche sind, an denen Wasserspritzer der Sprüheinrichtungen des wasserführenden Haushaltsgeräts, insbesondere der Geschirrspülmaschine, auf die Behälterinnenwände treffen, wodurch dort an diesen Dröhngeräusche entstehen.
Da erfindungsgemäß nur eine stark reduzierte Materialmenge einer lokal begrenzten Schallentdröhnungsmatte außenseitig auf den Spülbehälter geklebt ist, und die hinsichtlich der Dröhnwirkung weniger kritischen Bereiche frei von
Schallentdröhnungsschichtmatten bleiben, wird weniger Wärmeenergie von der jeweiligen Schallentdröhnungsmatte absorbiert. Somit kann eine Energieeinsparung während des Gerätebetriebes sowie eine dadurch bedingte C0 2 - eduzierung durch geringere
Verbrauchswerte des Haushaltsgerätes während dessen Betriebszeiten erreicht werden. Zusätzlich kann Energie während des Herstellungsprozesses eingespart werden, da kein beziehungsweise nur ein reduzierter Energieverbrauch zur Aktivierung des Hot-Melt- Klebers erforderlich ist.
In einem Verfahren zur Herstellung des Haushaltsgerätes wird für eine wirkungsvolle Geräuschdämmung zunächst das Schwingungsverhalten des Spülbehälters während des Gerätebetriebes untersucht, wodurch die schwingungstechnisch relevanten Stellen am Spülbehälter ermittelt werden können. Dies kann bei noch nicht aufgebrachten
Schallentdröhnungsschichtmatten erfolgen. Der Spülbehälterwand-Bereich mit größerer Betriebsschwingung kann insbesondere ein Tropfeneinschlagbereich sein, der durch betriebsbedingt auftreffende Tropfen angeregt ist.
Insbesondere kann die jeweilige partiell aufgebrachte Schallentdrohnungsschichtmatte als Bitumenfolie oder Dämpfungsfolie (basierend auf Nichtbitumenmaterial) ausgebildet sein, die nur eine sehr geringe Masse im Vergleich zu den im Stand der Technik bisher verwendeten Entdröhnungs- Bitumenschwermatten aufweisen.
Insbesondere kann es zweckmäßig sein, wenn eine Schallentdrohnungsschichtmatte lediglich partiell an zumindest einem Spülbehälterwand-Bereich mit größerer
Betriebsschwingung und mindestens eine davon unterschiedliche Materialschichtmatte, insbesondere eine Wärmedämmschichtmatte und/oder Schallabsorptionsmatte, an zumindest einem Spülbehälterwand-Bereich mit geringerer Betriebsschwingung aufgebracht ist. Durch die zusätzliche Materialschichtmatte kann insbesondere für eine thermische Isolierung und/oder Schallabsorption in den Bereichen der jeweiligen Spulbehalterwand neben der dort partiell aufgebrachten Schallendrohnungsschichtmatte gesorgt werden. Die zusätzliche Materialschichtmatte zeichnet sich vorzugsweise durch eine niedrige Wärmeleitfähigkeit aus. Dadurch kann der Energieverbrauch des wasserführenden Haushaltsgeräts, insbesondere der Geschirrspülmaschine, gesenkt werden. Für die zusätzliche Materialschichtmatte kann insbesondere eine Dämpfungsvlies oder ein geschäumtes Material mit Gas- oder Lufteinschlüssen oder ein poröser
Werkstoff, bevorzugt ein Polyurethanschaum, gewählt sein. Zusätzlich oder unabhängig hiervon weist die zusätzliche Materialschichtmatte einen möglichst hohen
Schallabsorptionsgrad auf. Weiterhin kann es zweckmäßig sein, wenn diese zusätzliche Materialschichtmatte im Vergleich zur am Spülbehälter lediglich partiell aufgebrachten
Schallentdrohnungsschichtmatte großflächig die Spülbehälterwand überdeckt, d.h. auch außen auf der jeweiligen Schallentdrohnungsschichtmatte aufsitzt. Dadurch wird auch der Bereich mit der Entdröhnungsschichtmatte außen thermisch isoliert und/oder erhält eine schallabsorbierende Außenschicht.
Weiterhin kann es zweckmäßig sein, wenn mindestens eine zusätzliche
Schalldämmschichtmatte vorgesehen ist, die im Vergleich zur am Spülbehälter lediglich partiell aufgebrachten Schallentdrohnungsschichtmatte großflächig die jeweilige
Spülbehälterwand überdeckt. Sie sitzt vorzugsweise außen über der zusätzlichen
Materialschichtmatte, insbesondere Wärmedämmschichtmatte und/oder
Schallabsorptionsmatte, auf. Sie ist vorzugsweise als Schwerschicht mit viel Masse und insbesondere möglichst geschlossener Oberfläche ausgebildet. Insbesondere ist dafür Bitumenmaterial geeignet. Die jeweilige Schalldämmschichtmatte sorgt für eine ausreichende Luftschalldämmung des Spülbehälters.
Vorteilhaft kann es ggf. sein, wenn die Wärmedämmschichtmatte und/oder
Schallabsorptionsmatte, und die zusätzliche Schalldämmschichtmatte als ein einteiliger Materialverbund ausgebildet sind. Dies erleichtert die Handhabung und die Montage.
Insbesondere ist ein Dämmschichtaufbau bestehend aus zumindest einer
Schallentdrohnungsschichtmatte, mindestens einer Wärmedämmschichtmatte, und/oder mindestens eiwner Schalldämmschichtmatte vorteilhaft, die im Wesentlichen spaltfrei zwischen der jewieligen Spülbehälterwand und einer äußeren Gehäusewand angeordnet sind. Dadurch ist eine einwandfreie Entdröhnung sowie eine weitgehend lückenlose Luftschalldämpfung, thermische Isolierung und Schalldämmung ringsum den Spülbehälter ermöglicht. Der den Spülbehälter umgebende Dämmschichtaufbau kann also neben der bereits erwähnten Schallentdröhnungsschichtmatte nzw. Ersten Schalldämmschichtmatte sowie der Wärmedämmschichtmatte eine zusätzliche zweite Schalldämmschichtmatte aufweisen, die im Vergleich zur ersten Schalldämmschichtmatte großflächig im
Wesentlichen die gesamte Spülbehälterwand überdeckt.
Die zusätzliche Schalldämmschichtmatte kann bevorzugt außerhalb der Wärmedämmschichtmatte angeordnet sein, so dass die Wärmedämmschichtmatte zwischen der äußeren Schalldämmschichtmatte und dem Spülbehälter angeordnet ist. Zur Vermeidung von Wärmekonvektion sind Spalte zwischen der Spülbehälterwand und der Gerätegehäusewand zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund können bevorzugt zumindest die Wärmedämmschichtmatte und die oben erwähnte zusätzliche
Schalldämmschichtmatte als ein einteiliger Materialverbund ausgebildet sein, ohne dass sich zwischen der Wärmedämmschichtmatte und der äußeren Schalldämmschichtmatte Spalte ergeben könnten.
Wie bereits erwähnt, können erfindungsgemäß eine Reihe voneinander beabstandeter Schalldämmschichtmatten außenseitig auf den Spülbehälter aufgebracht sein. Die Schalldämmschichtmatten sind dabei nur in den als schwingungstechnisch relevanten Stellen aufgebracht. Die Schalldämmschichtmatten können dabei in Abhängigkeit von den Schwingungsamplituden an den schwingungstechnisch relevanten Stellen angepasste Materialstärken aufweisen. Die Materialstärke der jeweils aufgebrachten Schalldämmschichtmatten kann sich somit voneinander unterscheiden. Nachfolgend ist ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 in einer schematischen Schnittdarstellung eine Geschirrspülmaschine; sowie
Fig. 2 und 3 jeweils perspektivische Ansichten des Spülbehälters bei unterschiedlichen
Herstellungsschritten.
In der Fig. 1 ist eine Geschirrspülmaschine mit einem Spülbehälter 1 gezeigt, in dem nicht dargestelltes, zu reinigendes Spülgut in Geschirrkörben 3, 5 angeordnet werden kann. Im gezeigten Spülbehälter 1 sind in zwei unterschiedlichen Sprühebenen vorgesehene Sprüharme 7, 9 angeordnet, über die das zu reinigende Spülgut mit Spülflüssigkeit beaufschlagt wird. Im Spülbehälterboden ist ein Pumpentopf 1 1 ausgebildet, der über eine Umwälzleitung 12 mit einer nachgeschalteten Umwälzpumpe 13 in Verbindung ist. Die Umwälzpumpe 13 fördert die Spülflüssigkeit in nicht näher gezeigter Art und Weise zu den beiden Sprüharmen 7, 9. Der Pumpentopf 1 1 ist außerdem über Anschlussstutzen mit einer, mit dem Wasserversorgungsnetz gekoppelten Frischwasser-Zuleitung 16 sowie mit einer Ablaufleitung 17 in Verbindung, in der eine Laugenpumpe zum Abpumpen der Spülflüssigkeit aus dem Spülbehälter 1 angeordnet ist.
Wie aus der Fig. 1 weiter hervorgeht, ist der Spülbehälter 1 innerhalb eines
Gerätegehäuses 19 der Geschirrspülmaschine montiert. Die Gehäusewände 20 des Gerätegehäuses 19 sind dabei über einen Zwischenraum vom Spülbehälter 1
beabstandet.
Der Zwischenraum ist vollständig mit einem Dämmschicht-Materialaufbau ausgefüllt. Zur Schalldämmung sowie zur Entdröhnung des Spülbehälters 1 weist dieser Materialaufbau Schalldämmschichtmatten bzw. Entdröhnungsschichtmatten 21 auf, etwa aus Bitumen, die voneinander beabstandet partiell auf der Außenseite des Spülbehälters 1 aufgebracht sind. Die Schalldämmschichtmatten 21 nehmen von der gesamten Außenfläche des Spülbehälters 1 lediglich einen geringfügigen Anteil ein, während die verbleibende
Außenfläche des Spülbehälters 1 unmittelbar in Anlage mit einer
Wärmedämmschichtmatte 23 ist, die z.B. aus einem Baumwollvlies ausgebildet sein kann. Die Wärmedämmschichtmatte 23 umgibt gemäß der Fig. 1 im Gegensatz zu den lokal begrenzt aufgebrachten Schalldämmschichtmatten 21 die Seitenwände sowie die Deckwand des Spülbehälters 1 vollständig. Mittels der Wärmedämmschichtmatte 23 können freie Spalte zwischen dem Spülbehälter 1 und dem Gehäuse 19 geschlossen werden, so dass eine Wärmekonvektion innerhalb freier Spalte verhindert ist.
Der zwischen dem Spülbehälter 1 und den Gehäusewänden 20 angeordnete
Dämmschichtaufbau besteht außerdem aus einer zusätzlichen Schalldämmschichtmatte 25. Diese ist in einem Materialverbund mit der Wärmedämmschichtmatte 23 ausgebildet und umgibt gemäß der Fig. 1 die Seiten- und Deckwände des Spülbehälters 1 vollständig. Die äußere Schalldämmschichtmatte 25 kann eine Schwerschicht mit entsprechend großer Masse, etwa eine Bitumenschicht, sein.
Erfindungsgemäß sind die Schalldämmschichtmatten bzw. Entdröhnungsschichtmatten 21 ausschließlich an schwingungstechnisch relevanten Stellen des Spülbehälters 1 aufgebracht, um eine Körperschalldämpfung und eine Entdröhnung zu erreichen. Zur Ermittlung solcher schwingungstechnisch relevanter Stellen wird das
Schwingungsverhalten des Spülbehälters 1 während eines Gerätebetriebes untersucht. Es können Spülbehälterwand-Bereiche 27 mit größeren Betriebsschwingungen sowie Spülbehälterwand-Bereiche 28 mit geringeren Betriebsschwingungen ermittelt werden, wie sie in der Fig. 1 beispielhaft im Bereich der Deckwand des Spülbehälters 1 dargestellt sind. Beispielhaft sind solche schwingungstechnisch relevanten Stellen die
Tropfeinschlagbreiche 27, die im Gerätebetrieb häufig durch Wasserspritzer der
Sprüharme 3, 5 zu Schwingungen angeregt werden. In den Figuren sind die
schwingungstechnisch relevanten Stellen, das heißt die Spülbehälterwand-Bereiche 27 mit größeren Betriebsschwingungen beispielhaft jeweils in etwa mittig an den
Seitenwänden, der Deckwand sowie der Rückwand des Spülbehälter 1 vorgesehen.
Die Schalldämmschichtmatten 21 können beispielhaft Bitumen- beziehungsweise
Dämpfungsfolien mit sehr geringer Masse sein. Die Bitumenmatten 25 können außerdem mit Füllstoffen versetzt sein, die zu einer Masse-Erhöhung beitragen. Als Füllstoffe kommen Kalksteinmehl oder Eisenoxidpulver zum Einsatz. Derart vorkonvektionierbare Bitumenmatten werden durch Hot-Melt-Klebeverbindungen auf die Spülbehälter aufgeklebt. Die Bitumenmatten 21 weisen dabei vorzugsweise eine Materialstärke im Bereich von 2 bis 5 mm auf, während die Wärmedämmschichtmatte 23 eine
Materialstärke vorzugsweis eim Bereich von 10 bis 20 mm aufweisen kann. Anhand der Fig. 2 und 3 sind die Verfahrensschritte zur Geräuschdämmung des Spülbehälters 1 angedeutet. Demzufolge werden gemäß der Fig. 2 die Schalldämmschichtmatten 21 außenseitig jeweils mittig und lokal begrenzt auf die Seitenwände, die Rückwand sowie die Deckwand des Spülbehälters 1 aufgeklebt. Darauffolgend wird gemäß der Fig. 3 der aus Wärmedämmschichtmatte 23 und Schalldämmschichtmatte 25 bestehende Materialverbund großflächig über die Spülbehälterwände gelegt und der Spülbehälter 1 zusammen mit dem Dämmschichtaufbau in das Gehäuse 19 eingesetzt.
Bezugszeichenliste
I Spülbehälter
3, 5 Geschirrkörbe
7, 9 Sprüharme
I I Pumpentopf
12 Umwälzleitung
13 Umwälzpumpe
16 Frischwasser-Zuleitung
17 Ablaufleitung
18 Laugenpumpe
19 Gerätegehäuse
20 Gehäusewände
21 Schalldämmschichtmatten
23 Wärmedämmschichtmatte
25 Schalldämmschichtmatte
27 Spülbehälterwand-Bereich mit größerer Betriebsschwingung
28 Spülbehälterwand-Bereich mit geringerer Betriebsschwingung
Next Patent: CONTROL CAPABILITIES FOR INFORMATION RECORDING SESSIONS
