Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
WATER-IMPERVIOUS MAT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/029165
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a water-impervious mat, at least partially filled with bentonite or another clay that has strong swelling characteristics. Said mat consists of a support web (1) and a cover web (2), which is connected to the support web by seams (3). The aim of the invention is to delay the clay layer from rapidly drying out and to prevent cracks caused by shrinkage or contraction. To achieve this, the support web (1) is an elastic web consisting of foamed plastic with a closed outer skin (4) and open cells (5), in which the bentonite is contained and the open side of the cells (5) is sealed by the cover web (2).

Inventors:
Von Fransecky, Ulrich (Margeritenweg 22 Bocholt, 46395, DE)
Application Number:
PCT/EP2001/009685
Publication Date:
April 11, 2002
Filing Date:
August 22, 2001
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
HUESKER SYNTHETIC GMBH (Fabrikstrasse 13-15 Gescher, 48712, DE)
Von Fransecky, Ulrich (Margeritenweg 22 Bocholt, 46395, DE)
International Classes:
E02D31/02; B32B5/18; E02D31/00; (IPC1-7): E02D31/00
Foreign References:
DE19858180A1
DE19738169A1
DE19649628A1
DE4221329A1
US4877814A
US4565468A
EP0536475A1
Attorney, Agent or Firm:
Freischem, Werner (Patentanwälte Freischem An Groß St. Martin 2 Köln, 50667, DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche :
1. Mit Bentonit oder einem anderen stark quellfähigen Ton zumindest teilweise gefüllte Dichtungsmatte mit einer Trägerbahn (1) und einer Deckbahn (2), die über Nähte (3) mit der Trägerbahn verbunden ist, da durch gekennzeichnet, daB die Trägerbahn (1) eine elastische Bahn aus Schaumkunststoff ist mit einer geschlossenen Außenhaut (4) und offenen Zellen (5), in die der Bentonit eingelagert ist und die offene Seite der Zellen (5) von der Deckbahn (2) abgedeckt ist.
2. Dichtungsmatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daB insbe sondere die geschlossene Außenhaut (4) der Schaumkunststoffbahn (1) faserverstärkt ist.
3. Dichtungsmatte nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, daß die geschlossene Außenhaut (4) der Schaumkunststoffbahn (1) durch eine textile Armierungsbahn (6) verstärkt ist, die zusammen mit der zumindest teilweise mit Bentonit gefüllten Schaumkunststoffbahn (1) mit der Deckbahn (2) vernäht ist.
4. Dichtungsmatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daB die Schaumkunststoffbahn (1) mit ihrer geschlossenen Außenhaut (4) auf die textile Armierungsbahn (6) aufgeklebt ist.
5. Dichtungsmatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daB die Schaumkunststoffbahn (1) auf die Armierungsbahn (6) aufgeschäumt und mit dieser im Bereich der geschlossenen Außenhaut (4) innig verbunden ist.
6. Dichtungsmatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, daß die Armierungsbahn (6) und die Deckbahn (2) Gewebe, Gewirke oder Vliesstoffe sind.
7. Dichtungsmatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, daB die Dicke der Schaumkunststoffbahn (1) drei bis zehn Milli meter beträgt und die Größe (Länge, Breite, Tiefe) der offenen Zellen (5) zwischen ein und zehn Millimetern liegt.
8. Dichtungsmatte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, daß die elastische Schaumkunststoffbahn (1) aus Polyethylen, Polypropylen oder Polyamid besteht.
9. Dichtungsmatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn zeichnet, daB die Nähte (3) Einfachkettenstichnähte sind.
10. Verfahren zur Herstellung einer Dichtungsmatte nach einem der Patent ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daB die Schaumkunststoffbahn (1) mit einer geschlossenen Außenhaut (4) und offenen Zellen (5) aus einer doppelt so dicken Schaumkunststoffbahn (10) hergestellt wird, die auf beiden Seiten eine geschlossene Außenhaut (4) hat und die längs ihrer Mittelebene (11) durchtrennt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daB der Kunst stoff zur Bildung der Schaumkunststoffbahn (10) zwischen Förderbändern (12,13) extrudiert und aufgeschäumt wird und nach der Aushärtung des Schaumkunststoffes entlang der Mittelebene durchtrennt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daB zwischen der aufschäumenden Kunststoffschicht und den Förderbändern (12,13) textile Armierungsbahnen (6) eingeführt werden, so daß sich diese mit den ge schlossenen Außenhäuten (4) der Schaumkunststoffbahn verbinden.
Description:
Beschreibung : Dichtungsmatte Die Erfindung bezieht sich auf eine mit Bentonit oder einem anderen stark quellfähigen Ton zumindest teilweise gefüllte Dichtungsmatte mit einer Trägerbahn und einer Deckbahn, die über Nähte mit der Trägerbahn verbun- den ist.

Dichtungsmatten dieser Art sind bekannt aus dem US-Patent 4,565 468 und dem europäischen Patent 0 536 475.

Damit der pulverförmige oder granulatförmige Bentonit sich beim Transport und beim Verlegen der beispielsweise 4 m breiten und 30 m langen Matte nicht verlagert, sind bei der Matte nach dem US-Patent 4,565 468 die Nähte so geführt, daß sie an vier Seiten umschlossene Kammern bilden.

Bei der Dichtungsmatte nach dem europäischen Patent 0 536 475 ist der pulverförmige Bentonit in einem lockeren Aerovlies eingelagert, das zwischen der Trägerbahn und der Deckbahn angeordnet ist.

Bei den bekannten Dichtungsmatten besteht die Gefahr, daß Schrumpfrisse in der Bentonitschicht auftreten, wenn nach dem Aufquellen des Bentonits eine längere Trockenperiode eintritt und dadurch dem Tonmineral Wasser- entzogen wird. Diese Schrumpfrisse können zur Folge haben, daB bei plötzlichem Wasserzutritt Ausspülungen auftreten, wodurch die Dichtungs- matte in erheblichem Maße undicht wird.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Dichtungsmatte der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der das Auftreten von Schwundrissen weitgehend verhindert und Ausspülungen derartiger Risse vermieden werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Trägerbahn eine elastische Bahn aus Schaumkunststoff ist mit einer geschlossenen Außenhaut und offenen Zellen, in die der Bentonit eingelagert ist und die offene Seite der Zellen von der Deckbahn abgedeckt ist.-Dadurch, daB der Bentonit in den nur an einer Seite offenen Zellen des Schaumkunststoffs eingelagert ist, wird einerseits das völlige Austrocknen des durch Aufnahme

von Wasser gequollenen Bentonits sehr verzögert und die Zellwände sowie die geschlossene Außenhaut der Schaumkunststoffbahn verhindern ein Ausspülen von Rissen in der Bentonitschicht, so daß ein Erodieren der Dichtungsmatte nicht zu befürchten ist.

Die offenzellige Schaumstoffschicht mit der geschlossenen AuBenhaut ist vorzugsweise weichelastisch und hat eine ledrig-zahe Außenhaut. Diese Schaumstoffbahn kann 3 bis 10 mm dick sein und wird nach dem Befüllen mit Bentonit mit einer Deckschicht vernäht, die vorzugsweise aus einem Vliesstoff oder einem Bändchengewebe gebildet ist. Die Nähte, welche die Trägerbahn mit der Deckbahn verbinden, verlaufen zweckmäßigerweise in Längsrichtung und haben einen Abstand von 20 bis 50 mm voneinander. Um ein Einreißen der geschlossenen Außenhaut der Schaumkunststoffbahn zu vermeiden, ist es zweckmäßig, die Schaumstoffschicht und insbesondere die geschlossene Außenhaut mit kurzen Glas-, Mineral-oder Kunststoffasern zu verstärken.

Damit die Dichtungsmatte auf beiden Seiten hohe mechanische Belastungen aufnehmen kann, ist die geschlossene Außenhaut der Schaumkunststoffbahn durch eine textile Armierungsbahn verstärkt, die zusammen mit der zumin- dest teilweise mit Bentonit gefüllten Schaumkunststoffbahn mit der Deck- bahn vernäht ist. Die Schaumkunststoffbahn kann auch vor dem Befüllen mit Bentonit auf eine textile Armierungsbahn aufgeklebt oder auf andere Art flächig verbunden sein. Dies kann dadurch geschehen, daß beispielsweise- die Schaumkunststoffbahn auf die Armierungsbahn aufgeschäumt ist und dadurch mit ihrer geschlossenen AuBenhaut innig mit der Armierungsbahn verbunden ist.

Die Schaumkunststoffbahn mit einseitig offenen Zellen und einer geschlos- senen Außenhaut ist vorteilhafterweise aus einer doppelt so dicken Schaum- kunststoffbahn hergestellt, die beidseitig eine geschlossene Außenhaut aufweist und die längs ihrer Mittelebene durchtrennt wird. Erfahrungsgemäß besitzen Integral-oder Strukturschaumstoffe beidseitig eine geschlossene Außenhaut und haben einen offenzelligen Kern, wobei die Zellendurchmes- ser von der Mitte zum Rand hin abnehmen. Wird diese Schaumstoffschicht in ihrer Mittelebene durchtrennt, dann sind gerade die relativ großen Zellen völlig offen, so daß sich ohne Schwierigkeiten die Schaumkunststoffbahn mit

Bentonit füllen läßt. Durch Rütteln oder Kneten der Schaumkunststoffschicht läßt sich der Füllungsgrad steigern.

In der folgenden Beschreibung werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Diese zeigen in Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Dich- tungsmatte, Fig. 2 eine Draufsicht auf eine Dichtungsmatte, bei der die geschlos- sene Außenhaut der Schaumkunststoffbahn durch eine Armie- rungsbahn aus Geweben verstärkt ist, Fig. 3 schematische Darstellung der Herstellung der offenzelligen Schaumkunststoffbahn mit geschlossener Außenhaut.

Wie die Fig. 1 zeigt, besteht die Trägerbahn 1 aus einer elastischen Schaumkunststoffbahn mit einer geschlossenen Außenhaut 4 und offenen Zellen 5, in die der Bentonit eingelagert ist, und aus einer Deckbahn 2, die auf die mit Bentonit gefüllte Schaumkunststoffbahn aufgenäht ist. Die Nähte 3 verlaufen in Längsrichtung der Dichtungsmatte und haben einen Abstand von 20 oder 30 mm. Damit die Außenhaut 4 auch größere lokale Belastungen aufnehmen kann, ist die Schaumkunststoffbahn und insbesonde- re die Außenhaut 4 faserverstärkt. Als Material für die elastische Schaum- kunststoffbahn 1 kommen insbesondere Polyethylen, Polypropylen oder Polyamid in Frage.

Wie die Fig. 2 zeigt, kann zur Verstärkung der geschlossenen Außenhaut der Schaumkunststoffbahn 1 eine textile Armierungsbahn 6 vorgesehen sein, die zusammen mit der mit Bentonit gefüllten Schaumkunststoffbahn 1 mit der Deckbahn 2 vernäht ist. Die Nähte 3 sind so ausgeführt, daß die geschlosse- ne Außenhaut 4 bzw. die Armierungsbahn 6 einen Abstand von der Deck- bahn 2 einhält, der etwa der Dicke der Schaumkunststoffbahn 1 entspricht.

Wie die Fig. 3 zeigt, wird zur Herstellung einer Schaumkunststoffbahn 1 mit einer geschlossenen Außenhaut 4 und offenen Zellen 5 zunächst eine doppelt so dicke Schaumkunststoffbahn 10 hergestellt, die an beiden Seiten eine geschlossene Außenhaut hat. Nach Aushärten dieser Schaumkunststoff- bahn 10 wird diese längs ihrer Mittelebene 11 durchtrennt. Das Durchtren- nen kann durch Schneiden, Sägen oder aber auch durch einen heißen Draht oder durch Laserstrahlen erfolgen. Die Schaumkunststoffbahnen 1 können dann aufgewickelt und der weiteren Bearbeitung zugeführt werden.

Bezugszeichenliste : 1 Trägerbahn 2 Deckbahn 3 Nähte 4 geschlossene Außenhaut 5 offene Zellen 6 textile Armierungsbahn 10 Schaumkunststoffbahn 11 Mittelebene 12 Förderband 13 Förderband