STUCKI, Christian, Peter (Hofstrasse 40, Zürich, CH-8032, CH)
| Patentansprüche
1. Ein Vorwasserabscheider (1 , 20) für Dampfturbinenanlagen zur Wasserabscheidung aus dem Arbeitsdampf (Sw) aus einer Hochdruckdampfturbine, weist eine Zufuhrleitung (2, 21 ) auf, die einen Anfangsbereich (4, 22') einer Dampfüberleitung (3, 22) umschliesst, wobei die Zufuhrleitung (2, 21 ) und der Anfangsbereich der Dampfüberleitung (4, 22') durch einen Spalt (11 , 30) voneinander getrennt sind, durch den Wasser zusammen mit Transportdampf (St) aus dem Arbeitsdampf (Sw) in ein Gehäuse (5, 23) strömen, das sich von der Zufuhrleitung (2, 21 ) erstreckt, einen Teil der Dampfüberleitung (3, 22) umschliesst und eine Wasserabflussleitung (6, 24) aufweist; dadurch gekennzeichnet, dass der Vorwasserabscheider (1 , 20) Mittel zur Reziklierung des Transportdampfes (St) in den Arbeitsdampf der Dampfturbinenanlage aufweist, wobei die Mittel zur Reziklierung Einbauten oder ein Baffle (9, 26) zur Umlenkung des Transportdampfes (St) sowie Mittel zur Erzielung eines Druckgefälles aufweisen, wobei das Druckgefälle zwischen dem Spalt (11 , 30) zwischen der Zufuhrleitung (2, 21 ) und der Dampfüberleitung (3', 22') und einem Punkt besteht, an dem der Transportdampf (St) in den Arbeitsdampf (Sw) in der Dampfüberleitung (2, 21 ) wieder eingeführt wird, besteht.
2. Vorwasserabscheider (1 , 20) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfüberleitung (3) in ihrem Anfangsbereich einen Einströmungsteil (4) mit einer in Strömungsrichtung des Arbeitsdampfes (Sw) Verengung ihres Querschnitts, wobei der sich verengende Einströmungsteil (4) an seinem Ende einen Querschnitt aufweist, der kleiner ist als der Querschnitt der
Dampfüberleitung (3), und der Einströmungsteil (4) in die Dampfüberleitung (3) hinein ragt und zwischen dem Einströmungsteil (4) und der Dampfüberleitung ein Spalt (7) besteht, durch den ein Fluid strömen kann, und an der äusseren Seite des Einströmungsteils (4) ein Baffle (9) angeordnet ist und das sich vom Einströmungsteils (4) in Strömungsrichtung des Arbeitsdampfes (Sw) im
Querschnitt ausweitet und über den Anfang der Dampfüberleitung (3) erstreckt.
3. Vorwasserabscheider (1 , 20) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfüberleitung (22) eine Krümmung aufweist, in der eine Mehrzahl von
Umlenkschaufeln (25) angeordnet sind, und das Gehäuse (23) des Vorwasserabscheiders (20) diese Krümmung der Dampfüberleitung (22) umschliesst, und der Vorwasserabscheider (20) im Innenraum des Gehäuses(23) und ausserhalb der Zufuhrleitung (21 ) ein kanalförmiges Baffle (26) aufweist, das sich von einer Ebene oberhalb des Endes der Zufuhrleitung (21 ) bis zu einem Mündungspunkt (33) in die Dampfüberleitung (22) nach deren Krümmung erstreckt.
4. Vorwasserabscheider (1 , 20) nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Ebene unter dem Ende der Zufuhrleitung (21 ) ein Wasserauffangblech (27) angeordnet ist mit einer oder mehreren öffnungen (28) für den Abfluss von Wasser zur Abflussleitung (24) im Gehäuse (23).
5. Vorwasserabscheider (1 , 20) nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (23) ein Syphon (32) angeordnet ist zum Auffangen des Wassers, das durch die öffnungen (28) im Wasserauffangblech fliesst. |
Wasserabscheider für Dampfturbinenanlage
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft einen Wasserabscheider für Dampfturbinenanlagen, insbesondere einen Vorabscheider.
Stand der Technik
Bei der überleitung von Arbeitsdampf aus einer Hochdruckdampfturbine in eine Niederdruckdampfturbine wird der Arbeitsdampf vorzugsweise durch einen Hochgeschwindigkeits-Wasserabscheider geleitet. Die Abscheidung von Wasser aus dem Arbeitsdampf vor seiner Wiedereinleitung in die Niederdruckdampfturbine dient der Verminderung von Erosionsschäden an der Turbinenbeschaufelung. Bei einem Hochgeschwindigkeits-Wasserabscheider ereignet sich die Abscheidung direkt in der überleitung, wobei der Dampf seine Strömungsgeschwindigkeit beibehält und keine Umwege durch komplexe und grosse Abscheider-Apparate durchläuft, in denen die Dampfgeschwindigkeit tiefer ist.
Es wird im Stand der Technik zwischen Vorabscheidern, oder Vorwasserabscheider, und Hochgeschwindigkeits-Wasserabscheidern unterschieden, wobei im Grunde beide eine Wasserabscheidung aus dem Arbeitsdampf einer Turbine unter Beibehaltung der Hochgeschwindigkeit des Dampfes in der Leitung von ca. 50-70 m/s erreichen. Ein Vorabscheider gemäss dem Stand der Technik umfasst ein Gehäuse, das einen zur Abscheidung ausgestalteten übergang von einer Abdampfleitung zu einer Dampfüberleitung umschliesst. Ein Hochgeschwindigkeits-Wasserabscheider gemäss dem Stand der Technik umfasst eine Rohrkrümmung in einer Dampfüberleitung, in der Umlenkschaufeln mit öffnungen angeordnet sind, die der Abführung von Wasser über das Schaufelinnere dienen.
Ein Vorabscheider ist beispielsweise in ABB Review 3/1990, Seiten 3-10, „Betriebserfahrungen mit neuen Vor- und Hochgeschwindigkeitsabscheidern" offenbart. Der Abdampf aus einer Hochdruckdampfturbine strömt über ein Abdampfgehäuse in eine Dampfüberleitung, welche den Dampf in die Niederdruckdampfturbine führt. Der Vorabscheider ist in einem Gehäuse angeordnet, das einen Teil des Abdampfgehäuses und den Anfangsbereich der Dampfüberleitung umschliesst und eine Abflussleitung aufweist. Die Abdampfleitung umschliesst den Anfangsbereich der Dampfüberleitung, wobei zwischen den beiden Leitungen ein ringförmiger Spalt besteht. Ein Wasserfilm, der sich aus dem Abdampf gebildet hat, fliesst entlang der Innenwand des Abdampfgehäuses und durch den ringförmigen Spalt zwischen dem Abdampfgehäuse und der Dampfüberleitung hinab, wobei die Abführung des Wassers zwecks Vermeidung eines Wasserstaus am Spalt durch einen Dampfstrom, oft auch Transportdampfstrom genannt, unterstützt wird. Das Wasser verlässt sodann über die Abflussleitung den Abscheider und wird einem weiteren Teil der Dampfturbinenanlage zugeführt. Der Transportdampfstrom wird über eine weitere Dampfleitung aus dem Abscheider geführt und ebenfalls einem geeigneten Teil der Dampfturbinenanlage zugeführt. Im gleichen Dokument ist auch ein Hochgeschwindigkeits-Wasserabscheider offenbart, der eine Rohrkrümmung in der Dampfüberleitung umfasst, wobei an Umlenkschaufeln in der Rohrkrümmung eine Wasserabscheidung mittels öffnungen an den Schaufeln erreicht wird. Dabei strömt ein Gemisch von Wasser und Transportdampf in das Innere der Schaufeln, das in einen Raum geführt wird, in dem das Wasser vom Transportdampf getrennt wird. Das Wasser und der Transportdampf verlassen den Abscheider über separate Leitungen und werden weiteren Anlagenteilen, beispielsweise Vorwärmern zugeführt. In beiden dieser Abscheider bedeuten die Kosten des Leitungsbaus, der für die Abführung von Transportdampf erforderlich ist, einen signifikanten Teil der Gesamtkosten des Wasserabscheiders.
Ein weiterer Hochgeschwindigkeits-Wasserabscheider ist aus EP 233 332 bekannt. Die Dampfüberleitung weist dort wiederum eine Rohrkrümmung oder ein Rohrknie auf, in dem eine Anzahl von Umlenkschaufeln angeordnet sind. An der Konkavseite der Umlenkschaufeln sind öffnungen sowie zugehörige Deckbänder angebracht, die der Abführung von Wasserfilmen dienen, die sich auf den
Schaufeln bilden. Das Wasser wird dabei über das Innere der Schaufeln in eine Wasserabflussleitung geführt, aus dem Abscheider entfernt und einem weiteren Teil der Anlage zugeführt. Transportdampf, der bei den Umlenkschaufeln
ebenfalls durch die öffnungen in das Innere der Schaufeln mitgerissen wird, wird mittels Umlenkschikanen im Inneren der Schaufeln und einer Austrittsöffnung an der Konvexseite der Schaufeln wieder dem Arbeitsdampf in der Dampfüberleitung zugeführt. Eine Trennung von Transportdampf und Wasser wird dadurch im Inneren der Schaufel erreicht.
Darstellung der Erfindung
Der vorliegenden Erfindung ist die Aufgabe gestellt, einen Vorabscheider oder Vorwasserabscheider für Dampfturbinenanlagen unter Beibehaltung der (Hoch)- Geschwindikgeit des Dampfes aus dem Abdampfgehäuse eine Hochdruckdampfturbine zu schaffen, der im Vergleich zu den Abscheidern des Standes der Technik einen geringeren Leitungsbau erfordert und zu geringeren Kosten und mit geringerem Arbeitsaufwand, insbesondere bei Nachrüstungen von bestehenden Anlagen, montiert werden kann.
Ein Vorwasserabscheider für Dampfturbinenanlagen zur Wasserabscheidung von Wasser aus dem Arbeitsdampf aus einer Hochdruckdampfturbine unter Beibehaltung der Hochgeschwindigkeit des Dampfes ist in einer Dampfüberleitung zwischen einer Hochdruckdampfturbine und einer Niederdruckdampfturbine angeordnet. Der Vorwasserabscheider weist eine Zufuhrleitung für den Arbeitsdampf aus dem Abdampfgehäuse der
Hochdruckturbine auf, die sich über den Anfangsbereich der Dampfüberleitung erstreckt, wobei die beiden Leitungen durch einen Spalt voneinander getrennt sind, durch den Wasser zusammen mit Transportdampf in ein Gehäuse strömen. Das Gehäuse umschliesst den Endbereich der Zufuhrleitung und einen Teil der Dampfüberleitung und weist eine Wasserabflussleitung auf. Gemäss der Erfindung weist der Vorwasserabscheider Mittel zur Reziklierung des Transportdampfes in den Arbeitsdampf der Dampfturbinenanlage auf, wobei diese Mittel zur Reziklierung Einbauten oder ein Baffle zur Umlenkung des Transportdampfes sowie Mittel zur Erzielung eines Druckgefälles aufweist, wobei das Druckgefälle zwischen dem Beginn des Spalt zwischen Zufuhrleitung und Dampfüberleitung und einem Punkt besteht, an dem der Transportdampf in den Arbeitsdampf wieder eingeführt wird.
In einer ersten Ausführung weist die Dampfüberleitung in ihrem Anfangsbereich einen Einströmungsteil mit einer Verengung in Strömungsrichtung, wobei der sich verengende Einströmungsteil an seinem Ende einen Querschnitt aufweist, der kleiner ist als der Querschnitt der Dampfüberleitung, und der Einströmungsteil in die Dampfüberleitung hinein ragt und zwischen dem Einströmungsteil und der Dampfüberleitung ein Spalt besteht, durch den ein Fluid strömen kann. Der Einströmungsteil ist an der Innenwand der Dampfüberleitung befestigt, wobei die Befestigung sich nur über Teile des Umfangs erstreckt, so dass der Fluidstrom durch den Spalt gewährleistet ist. Zusätzlich weist der Einströmungsteil an seiner äusseren Seite ein Baffle oder eine Einbaute auf, das sich in Strömungsrichtung vom Anfang des Einströmungsteils im Querschnitt sich ausweitend über den Anfang der Dampfüberleitung erstreckt.
Im Vorwasserabscheider in dieser Ausführung bildet sich, wie in den Abscheidern des Standes der Technik, an der Wand der Zufuhrleitung ein Wasserfilm. Dieses Wasser rinnt durch den Spalt zwischen Zufuhrleitung und dem Einströmungsteil der Dampfüberleitung hinab, wobei dieser Wasserstrom von einem Transportdampfstrom zwecks Vermeidung eines Wasserstaus am Spalt unterstütz wird. Der Transportdampf strömt durch den Spalt und dann entlang der Einbauten ausserhalb der Dampfüberleitung zunächst in Strömungsrichtung des Arbeitsdampfes. Er strömt sodann mit scharfer Richtungsänderung um das Ende die Einbauten, wobei Wasser im Transportstrom aufgrund dessen Trägheit nach unten fällt und sich vom Transportdampf trennt. Nach der Umlenkung erreicht der Transportdampf den Anfang der Dampfüberleitung und gelangt dort, nach einer weiteren Umlenkung, durch den Spalt zwischen Einströmungsteil und Dampfüberleitung in die Dampfüberleitung hinein. Die Verengung des Einströmungsteils der Dampfüberleitung erzielt die Wirkung einer Venturi-Düse, indem sich im Einströmungsteil in der Dampfüberleitung ein Unterdruck bildet, welcher die Strömung des Transportdampfs um das Baffle in die Dampfüberleitung erzwingt. Dadurch wird eine Reziklierung des Transportdampfes, welcher vom Arbeitsdampf in der Zufuhrleitung abgeleitet wird, zurück in den Arbeitsdampf in der Dampfüberleitung erzielt.
In einer zweiten Ausführung des erfindungsgemässen Vorwasserabscheiders oder Vorabscheiders weist die Dampfüberleitung eine Krümmung auf, in der eine Mehrzahl von Umlenkschaufeln angeordnet sind. Das Gehäuse des Vorabscheiders umschliesst diesen gekrümmten Teil der Dampfüberleitung. Der
Vorabscheider weist zusätzlich im Innenraum des Gehäuses und ausserhalb der Zufuhrleitung kanalförmige Einbauten oder ein kanalförmiges Baffle auf, das sich von einer Höhe oberhalb des Endes der Zufuhrleitung bis in die Dampfüberleitung nach deren Krümmung erstreckt. Schliesslich ist auf einer Ebene unter dem Ende der Zufuhrleitung ein Wasserauffangblech angeordnet mit einer öffnung für den Abfluss von Wasser zur Abflussleitung im Gehäuse.
Wie in dem Vorabscheider der ersten Ausführung, fliesst Wasser aus dem Arbeitsdampf aus der Hochdruckturbine der Innenwand der Zufuhrleitung entlang und gelangt durch den Spalt zwischen Zufuhrleitung und Dampfüberleitung hindurch, wobei der Wasserfluss von einem Transportdampf unterstützt wird. Am Ende der Zufuhrleitung wird der Transportdampf um das Ende der Zufuhrleitung gelenkt, strömt von dort zur öffnung des kanalförmigen Baffles und gelangt durch diesen Kanal zurück in den Arbeitsdampf in der Dampfüberleitung. Die Umlenkung wird durch ein Druckgefälle zwischen dem Anfang der
Dampfüberleitung und dem Rückführungspunkt des Transportdampfs mittels dem kanalförmigen Baffle in die Dampfüberleitung erzwungen, das durch die Krümmung in der Dampfüberleitung entsteht.
Durch die erfindungsgemässen Massnahmen entfällt die Notwendigkeit einer Transportdampfleitung aus dem Abscheidergehäuse in einen weiteren Teil der Dampfturbinenanlage, wie es in Anlagen des Standes der Technik notwendig war. Der damit verbundene Arbeits- und Kostenaufwand wird somit vermieden. Da bei Vorabscheidern des Standes der Technik der Bau solcher Leitungen typischerweise einen bedeutenden Teil der Baukosten des gesamten Abscheiders ausmachte, bedeutet diese Massnahme eine erhebliche Kostenreduktion. Der Bau und insbesondere eine Nachrüstung (Retrofit) eines erfindungsgemässen Vorabscheiders ist dadurch stark vereinfacht und kostengünstiger realisierbar.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Es zeigen Figur 1 eine erste Ausführung des erfindungsgemässen Vorabscheiders, Figur 2 eine zweite Ausführung des erfindungsgemässen Vorabscheiders.
Ausführung der Erfindung
Figur 1 zeigt ein Beispiel eines Vorabscheiders 1 nach der ersten Ausführungsform. Es ist eine Zufuhrleitung 2 gezeigt, durch die Dampf aus dem Abdampfgehäuse einer Hochdruckdampfturbine in Richtung des Pfeils Sw strömt und in eine Dampfüberleitung 3 mit einem Einströmungsteil 4 gelangt, der vom Ende der Zufuhrleitung 2 umschlossen ist. Die Dampfüberleitung führt schliesslich vom Vorabscheider in eine Niederdruckdampfturbine. Der Abscheider weist ein Gehäuse 5 auf, das beginnend vom Ende der Zufuhrleitung die Dampfüberleitung 3 umschliesst und an einem unteren Bereich eine Wasserabflussleitung 6 aufweist. Der Einströmungsteil 4 der Dampfüberleitung weist in Strömungsrichtung Sw eine Verengung des Querschnitts auf, wodurch das Ende 4' mit dem kleineren Querschnitt in den Anfangsbereich der Dampfüberleitung hineinragt. Zwischen dem Ende 4' des Einströmungsteils 4 und der dem Beginn 3' der Dampfüberleitung befindet sich Spalt 7, durch den Dampf hindurchströmen kann. Hierzu ist die Befestigung des Einströmungsteils 4 an der Dampfüberleitung 3, beispielsweise mittels Rippen 13, so gestaltet, dass diese sich nur über Teile des Umfangs erstreckt und eine Dampfströmung durch den Spalt 7 gewährleistet. An der Aussenwand des Einströmungsteils 3 der Dampfüberleitung sind ein Baffle oder Einbauten 9 befestigt, das sich in Strömungsrichtung Sw über den Anfangsbereich 3' der Dampfüberleitung 3 erstreckt.
An der Innenwand der Zufuhrleitung 2 bildet sich ein Film 10 von Wasser aus dem Arbeitsdampf aus der Hochdruckdampfturbine. Dieser Wasserfilm 10 fliesst durch einen Spalt 11 zwischen der Zufuhrleitung 2 und dem Einströmungsteil 4. Dieses Wasser fliesst der Innenwand des Gehäuses 5 nach unten und verlässt den Abscheider 1 über die Abflussleitung 6.
Ein Wasserstrom 11 , der durch den Spalt 7 gemäss der Pfeilrichtung durch den Spalt 7 strömt, wird durch eine Dampfströmung St, auch Transportdampf St genannt, unterstützt. Dadurch werden ein Wasserstau und Strömungswirbel am Spalt vermieden. Der Transportdampf St strömt zwischen Gehäuse 5 und dem Baffle 9 und wird um das Ende des Baffles 9 gelenkt. Bei der starken Umlenkung fällt jedoch der Grossteils des im Transportdampf enthaltenen Wassers 12 nach unten, womit eine Phasentrennung zustande kommt. Der Transportdampf strömt sodann in der Gegenrichtung bis zum Anfangsbereich der Dampfüberleitung 3, wird dort wiederum umgelenkt. Von dort gelangt er über den Spalt 7 in den
Arbeitsdampf Sw in der Dampfüberleitung 3, womit die Reziklierung des Transportdampfes erreicht ist.
Die Verengung im Einströmungsteil bezweckt eine Beschleunigung des Dampfstroms und damit beruhend auf dem Prinzip einer Ventuh-Düse die Erzwingung eines Unterdrucks in der Dampfüberleitung im Bereich des
Einströmungsteils. Das dadurch entstandene Druckgefälle zwischen dem Punkt der Abströmung des Transportdampfs aus dem Arbeitsdampfstrom und dem Bereich des Unterdrucks ermöglicht die Rückströmung des Transportdampfes via dem Baffle 9 und dem Spalt 7.
Figur 2 zeigt ein Beispiel eines Vorabscheiders 20 gemäss der zweiten Ausführungsform. Es ist wiederum eine Zufuhrleitung 21 gezeigt, durch die Arbeitsdampf Sw aus einer Hochdruckdampfturbine in Richtung des Pfeils Sw strömt und in eine Dampfüberleitung 22 gelangt, die vom Ende der Zufuhrleitung 21 umschlossen ist. Die Dampfüberleitung 22 führt schliesslich vom
Vorabscheider in eine (nicht dargestellte) Niederdruckdampfturbine. Zwischen den beiden Leitungen 21 und 22 befindet sich ein Spalt 30. In dem Spalt 30 sind in einer Variante mehrere über den Umfang der Leitungen 22 und 21 verteilte Rippen 34 angeordnet. Der Abscheider weist ein Gehäuse 23 auf, das beginnend vom Ende der Zufuhrleitung 21 , die Dampfüberleitung 22 über eine bestimmte Länge mitsamt einer Krümmung umschliesst und in einem unteren Bereich eine Wasserabflussleitung 24 aufweist. Die Dampfüberleitung umfasst eine Krümmung von beispielsweise 90°, wobei in der Krümmung eine Mehrzahl von Umlenkschaufeln 25 angeordnet sind. Im Gehäuse 23 ist ein kanalförmiges Baffle 26 angeordnet, das in einer Ebene über dem Anfangsbereich 22' der Dampfüberleitung 22 beginnt, sich nach unten erstreckt und an einem Einführungspunkt 33 in die Dampfüberleitung 22 nach deren Krümmung in die Dampfüberleitung mündet.
An der Innenwand der Zufuhrleitung 21 bildet sich ein Film 29 von Wasser aus dem Arbeitsdampf der Hochdruckdampfturbine, der durch den Spalt 30 fliesst, wobei der Transportdampfstrom St eine gleichmässige, wirbelfreie Wasserströmung unterstützt. Nach Durchströmen des Spaltes 30 umströmt der Transportdampfstrom St das Ende der Zufuhrleitung 22 und gelangt nach oben zur Eintrittsöffnung des kanalförmigen, beispielsweise rohrförmigen, Baffles 26. Der Transportdampf gelangt über das Baffle 26 am Mündungspunkt 33 in die Dampfüberleitung 22.
Durch die Umlenkung mittels der Krümmung der Dampfströmung in der Dampfüberleitung besteht ein Druckgefälle zwischen dem Punkt der Abströmung des Transportdampfes vom Arbeitdampfstrom und einem Punkt nach der Krümmung, wie zum Beispiel am Mündungspunkt des Baffles 26. Durch das Druckgefälle wird die Rückströmung oder Reziklierung des Transportdampfes in den Arbeitsdampf ström erzwungen.
Bei der Umströmung des Endes der Zufuhrleitung 22 trennt sich das im Transportdampf enthaltene Wasser 31 und fällt nach in den unteren Bereich des Gehäuses 23 mit der Abflussleitung 24. Um das Abfliessen des Wassers zu optimieren, ist ein Wasserauffangblech 27 ringförmig um die Dampfüberleitung 22 herum und auf einer Ebene unter dem Ende der Zufuhrleitung 21 ein Wasserauffangblech 27 angeordnet. Das Wasserauffangblech weist eine oder mehrere öffnungen 28 auf, durch die das aufgefangene Wasser in den unteren Teil des Gehäuses 23 und schliesslich über die Wasserabflussleitung 24 aus dem Abscheider gelangt. Beispielsweise ist zur Beruhigung des abfliessenden Wasserstroms zusätzlich ein Syphon 32 angeordnet.
Bezugszeichenliste
1 Vorwasserabscheider
2 Zufuhrleitung
3 Dampfüberleitung
3' Anfangsbereich der Dampfüberleitung
4 Einströmungsteil
4' Endbereich des Einströmungsteil
5 Gehäuse
6 Wasserabflussleitung
7 Spalt
9 Einbauten, Baffle
10 Wasserfilm
11 Spalt
12 Wasser
13 Rippe
Sw Arbeitsdampf
St Transportdampf
20 Vorwasserabscheider
21 Zufuhrleitung
22 Dampfüberleitung
23 Gehäuse
24 Wasserabflussleitung
25 Umlenkschaufeln
26 kanalförmiges Baffle
27 Wasserauffangblech
28 öffnung
29 Wasserfilm
30 Spalt
31 Wasser
32 Syphon
33 Mündung in Dampfüberleitung
34 Rippe
