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Patent Searching and Data


Title:
WEATHER-RESISTANT BACKING FILMS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2012/010360
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to the use of non-transparent, methacrylate-containing one-, two- or multi-layered films in flexible photovoltaic systems, and to the production of said films by extrusion coating, extrusion lamination (adhesive lamination, melt lamination or hotmelt lamination) or glue lamination. For this purpose, e.g. a thin, inorganic or metallically coated film, for example made of PET, is laminated or coextruded with a weather-resistant film, e.g. a film made of PMMA or PMMA polyolefin coextrudate. In particular, laminates are produced in which at least one of the two layers is non-transparent. An optional inorganic oxide or metal layer has the property of a high barrier effect against water vapour and oxygen while the PMMA layer exhibits weather resistance stability.

Inventors:
ACKERMANN, Jochen (An der Steinkaute 5b, Mühltal, 64367, DE)
SCHWAGER, Florian (Kolmarstr. 15, Münster, 48151, DE)
Application Number:
EP2011/058880
Publication Date:
January 26, 2012
Filing Date:
May 31, 2011
Export Citation:
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Assignee:
EVONIK RÖHM GMBH (Kirschenallee, Darmstadt, 64293, DE)
ACKERMANN, Jochen (An der Steinkaute 5b, Mühltal, 64367, DE)
SCHWAGER, Florian (Kolmarstr. 15, Münster, 48151, DE)
International Classes:
B32B7/12; B32B27/08; B32B27/30; C23C14/08; H01L31/048; H01L51/52
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Claims:
Patentansprüche

Nicht transparente Rückseitenfolie für

Photovoltaikmodule, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseitenfolie mindestens zusammengesetzt ist aus einer witterungsstabilen, zumindest ein

Polymethacrylat enthaltende Schutzschicht, und einem Füllstoff.

2. Rückseitenfolie gemäß Anspruch 1, dadurch

gekennzeichnet, dass die Rückseitenfolie mindestens zusammengesetzt ist aus

a) einer witterungsstabilen, zumindest ein

Polymethacrylat enthaltende Schutzschicht,

b) einer optionalen Klebschicht,

c) einer optionalen Barriereschicht,

d) einer Trägerfolie und

e) einem Füllstoff, enthalten in mindestens einer der Schichten Schutzschicht, mindestens einer Schicht einer zweischichtigen Schutzschicht, Klebschicht und/oder Trägerfolie.

3. Rückseitenfolie gemäß einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseitenfolie von außen nach innen mindestens zusammengesetzt ist aus einer Schutzschicht, einer Klebschicht, einer

Barriereschicht und einer Trägerfolie. Rückseitenfolie gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Schutzschicht um eine PMMA-Folie, eine PMMA-PVDF-Blend-Folie, eine Folie bestehend aus einem Coextrudat aus PMMA und einem Polyolefin oder einem Polyester handelt. 5. Rückseitenfolie gemäß mindestens einem der

Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Schutzschicht um eine PMMA-Polyolefin, eine PMMA-PE , eine PMMA-PVDF-Zweischichtfolie oder um eine dieser Zweischichtfolien, bei denen die PMMA- Schicht um ein Blend aus PMMA mit PVDF, PET oder PP ist, handelt.

Rückseitenfolie gemäß mindestens einem der Ansprüche bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die

Barriereschicht überwiegend aus einem anorganischen Oxid zusammengesetzt ist, und dass es sich bei der Trägerfolie um eine

Polyester- oder eine Polyolefinfolie handelt.

7. Rückseitenfolie gemäß mindestens einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Barriereschicht um eine Metallschicht, bevorzugt um eine Aluminiumschicht handelt, und dass der Füllstoff in der Trägerfolie enthalten ist, und dass es sich der Trägerfolie um eine

Polyester- oder Polyolefinfolie handelt .

8. Rückseitenfolie gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Füllstoff um anorganische Partikel handelt.

9. Rückseitenfolie gemäß Anspruch 7 oder 8, dadurch

gekennzeichnet, dass der Füllstoff in der Trägerfolie in einer Konzentration zwischen 1 Gewi und 30 Gewi enthalten ist.

10. Rückseitenfolie gemäß mindestens einem der

Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kleberschicht aus einem Schmelzkleber gebildet

wird.. und dass es sich bei diesem Schmelzkleber um ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer, ein Ethylen-Acrylat-

Copolymer oder ein Ethylen-Methacrylat-Copolymer handelt .

11. Rückseitenfolie gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie eine Dicke zwischen 100 und 400 ym, die Klebschicht eine Dicke zwischen 5 und 50 ym und die Schutzschicht eine Dicke zwischen 50 und 1000 ym aufweist. 12. Rückseitenfolie gemäß mindestens einem der

Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Barriereschicht um eine SiOx-Schicht mit einem x-Wert zwischen 1,3 und 1,7 oder um eine A10x- Schicht mit einem x-Wert zwischen 1,2 und 1,5 handelt, und dass die Oxidschichten jeweils eine Dicke zwischen

10 und 100 nm aufweisen. Rückseitenfolie gemäß mindestens einem der

Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Barriereschicht um mindestens eine

Metallschicht handelt, die jeweils eine Dicke zwischen 10 und 100 nm aufweist.

14. Rückseitenfolie gemäß mindestens einem der

Ansprüche 1 bis 13, dadurch

sie eine Teilentladungsspannung von mindestens 1.

und eine Transparenz von weniger als 10 % im

Wellenlängenbereich von 300 - 1200 nm aufweist.

15. Verfahren zur Herstellung einer Rückseitenfolie, dadurch gekennzeichnet, dass

a) eine Polymerfolie mittels Vakuumverdampfung oder Sputtern ein- oder beidseitig anorganisch gemäß Anspruch 6 beschichtet und anschließend mit der Schutzschicht gemäß Anspruch 3 mittels Lamination, Extrusionslamination oder

Extrusionsbeschichtung kombiniert wird, wobei mindestens eine der drei Schichten mit Füllstoff gefüllt ist, oder b) eine Polymerfolie mittels Vakuumverdampfung oder Sputtern ein- oder beidseitig metallisch gemäß Anspruch 7 beschichtet und anschließend mit der Schutzschicht gemäß Anspruch 3 mittels Lamination, Extrusionslamination oder

Extrusionsbeschichtung kombiniert wird, wobei mindestens eine der drei Schichten mit Füllstoff gefüllt ist, oder c) eine Polymerfolie mittels Vakuumverdampfung oder Sputtern ein- oder beidseitig anorganisch gemäß Anspruch 6 beschichtet wird und diese Folie mittels einer Kleberschicht gemäß Anspruch 6 mit der Schutzschicht gemäß Anspruch 3 verbunden wird, wobei mindestens eine der drei Schichten mit Füllstoff gefüllt ist, oder d) eine Polymerfolie mittels Vakuumverdampfung oder Sputtern ein- oder beidseitig metallisch gemäß Anspruch 7 beschichtet wird und diese Folie mittels einer Kleberschicht gemäß Anspruch 6 mit der Schutzschicht gemäß Anspruch 3 verbunden wird, wobei mindestens eine der drei Schichten mit Füllstoff gefüllt ist, oder e) bei der in a) oder c) genannten physikalischen Vakuumverdampfung Siliziumoxid oder Aluminiumoxid mittels Elektronenstrahl verdampft wird, oder f) bei der in a) oder c) genannten physikalischen Vakuumverdampfung Siliziumoxid oder Aluminiumoxid thermisch verdampft wird.

16. Verwendung von Rückseitenfolien gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 14 in der organischen

Photovoltaik, in der Dünnschichtphotovoltaik und in kristallinen Siliziummodulen.

Description:
Witterungsbeständige Rückseitenfolien

Gebiet der Erfindung Die Erfindung betrifft die Verwendung von nicht

transparenten methacrylathaltigen Ein-, Zwei- oder

Mehrschichtfolien in flexiblen Photovoltaiksystemen, sowie die Herstellung dieser Folien durch Extrusionsbeschichtung, Extrusionslamination (Kleber-, Schmelz- oder

Hotmeltkaschierung) oder Kleberkaschierung .

Dazu wird z.B. eine dünne, anorganisch beschichtete Folie, z.B. aus PET, mit einer witterungsbeständigen Folie, z.B. aus PMMA oder PMMA-Polyolefin-Coextrudat , laminiert bzw. coextrudiert . Insbesondere werden Laminate hergestellt, in denen zumindest eine der beiden Schichten nicht transparent ist .

Eine optionale anorganische Oxid- oder Metallschicht hat die Eigenschaft einer hohen Barriere gegenüber Wasserdampf und Sauerstoff, während die PMMA-Schicht die

Witterungsstabilität mitbringt.

Stand der Technik Moderne Photovoltaikmodule, insbesondere flexible

Photovoltaikmodule sind inzwischen sehr dünn gestaltet und weisen eine besonders hohe Transparenz auf. Bei diesen Photovoltaikmodulen handelt es sich in der Regel um

mehrschichtige Folien- bzw. Plattenlaminate. Solche

Laminate können beispielsweise in der am 19.05.2009 am Deutschen Patent- und Markenamt hinterlegten

Patentanmeldung mit dem Anmeldeaktenzeichen DE

102009003223.1 nachgelesen werden. Dabei gibt es Folienlaminate sowohl auf der Vorderseite, d.h. zwischen Strahlungsquelle und Halbleiterschicht, wie auch auf der Rückseite zum Schutz der Halbleiterschicht. Solche Einzellaminate sind beispielsweise in der am

28.01.2009 am Deutschen Patent- und Markenamt hinterlegten Patentanmeldung mit dem Anmeldeaktenzeichen DE

102009000450.5 beschrieben. Nachteil solcher besonders dünnen, transparenten Systeme, die im Optimalfall auch eine sehr dünne Halbleiterschicht aufweisen, ist eine

verringerte Energieausbeute. Ein Teil der

elektromagnetischen Strahlung durchdringt das Laminat vollständig und kann damit nicht zur Energiegewinnung genutzt werden.

Aus der Photothermie sind entsprechende Schutzfolien mit einer Spiegelschicht, z.B. aus Silber, bekannt. Solche Spiegelschichten reflektieren das Licht gezielt in

Einstrahlrichtung. Damit wird die photoaktive

Halbleiterschicht zweimal senkrecht durchstrahlt. Dies verbessert zwar die Energieausbeute, optimal ist diese jedoch noch nicht.

Ein besonders wichtiger Aspekt der Folien für

Photovoltaikanwendungen ist die Witterungsbeständigkeit und damit der Schutz vor negativer Wirkung von UV-Strahlung, Temperaturschwankungen oder Luftfeuchtigkeit. Je nach

Gestaltung der Systeme hat dies auch durchaus in jedem Aspekt Bedeutung für die Rückseiten der

Photovoltaiksysteme . Darüber hinaus spielt der UV-Schutz insbesondere bei sehr dünnen, flexiblen Systemen mit einer relevanten Lichtdurchlässigkeit eine große Rolle. So kann die Rückseite eines Photovoltaiksystems durchaus allein durch die durchdringende UV-Strahlung in

Langzeitanwendungen beschädigt werden. Witterungsbeständige, transparente und schlagzähe Folien auf Polymethacrylat-Basis werden vom Anmelder unter dem Namen PLEXIGLAS ® vertrieben. Das Patent

DE 38 42 796 AI beschreibt die Herstellung einer klaren, schlagzähen Formmasse auf Acrylatbasis, daraus hergestellte Folien und Formkörper sowie ein Verfahren zur Herstellung der Formmasse. Diese Folien haben den Vorteil, dass sie sich unter Wärme- und Feuchtigkeitseinwirkung nicht

verfärben und/oder verspröden. Des Weiteren vermeiden sie den sogenannten Weißbruch bei Schlageinwirkung oder

Biegebeanspruchung. Diese Folien sind transparent und bleiben es auch bei der Einwirkung von Wärme und

Feuchtigkeit, bei Bewitterung und bei Schlag- oder

Biegebeanspruchung.

Die Verarbeitung der Formmasse zu den genannten

transparenten, schlagzähen Folien erfolgt idealerweise durch Extrusion der Schmelze durch eine Breitschlitzdüse und Glätten auf einem Walzenstuhl. Derartige Folien

zeichnen sich durch dauerhafte Klarheit, Unempfindlichkeit gegen Wärme und Kälte, Witterungsbeständigkeit, geringe Vergilbung und Versprödung und durch geringen Weißbruch beim Knicken oder Falten aus und eignen sich deshalb beispielsweise als Fenster in Planen, Autoverdecken oder Segeln. Solche Folien haben eine Dicke unter 1 mm,

beispielsweise 0,02 mm bis 0,5 mm. Ein wichtiger

Anwendungsbereich liegt in der Bildung von dünnen

Oberflächenschichten von z. B. 0,02 mm bis 0,5 mm Dicke auf steifen, formbeständigen Grundkörpern, wie Blechen, Pappen, Spanplatten, Kunststoffplatten und dergleichen. Für die Herstellung derartiger Überzüge stehen verschiedene

Verfahren zur Verfügung. So kann die Folie zu einer Formmasse extrudiert, geglättet und auf das Substrat aufkaschiert werden. Durch die Technik der

Extrusionsbeschichtung kann ein extrudierter Strang auf die Oberfläche des Substrats aufgebracht und mittels einer Walze geglättet werden. Wenn als Substrat selbst ein thermoplastischer Kunststoff dient, besteht die Möglichkeit der Coextrusion beider Massen unter Bildung einer

Oberflächenschicht aus der klaren Formmasse der Erfindung. PMMA-Folien bieten jedoch nur unzureichende

Barriereeigenschaften gegenüber Wasserdampf und Sauerstoff, was aber für medizinische Anwendungen, Anwendungen in der Verpackungsindustrie, vor allem aber in elektrischen

Anwendungen, die im Außenbereich verwendet werden,

notwendig ist.

Zur Verbesserung der Barriereeigenschaften werden enweder metallische Schichten oder, wenn hohe Lichttransmission gefordert ist, transparente, anorganische Schichten auf Polymerfolien aufgebracht. Insbesondere haben sich

Siliziumoxid- und Aluminiumoxidschichten durchgesetzt.

Diese anorganische Oxidschicht (SiO x oder A10 x ) , wird im Vakuumbeschichtungsverfahren (chemisch, JP-A-10025357, JP- A-07074378; thermisches oder Elektronenstrahl-Verdampfen, Sputtern, EP 1 018 166 Bl, JP 2000-307136 A, WO 2005-029601 A2) aufgebracht. In EP 1018166 Bl wird dargestellt, dass über das Verhältnis Silizium zu Sauerstoff der SiOx-Schicht die UV-Absorption der SiOx-Schicht beeinflusst werden kann. Dies ist wichtig, um darunter liegende Schichten vor der UV-Strahlung zu schützen. Der Nachteil ist jedoch, dass sich mit der Veränderung des Verhältnisses Silizium zu Sauerstoff auch die Barriereeigenschaft ändert. Es können also Transparenz und Barriere nicht unabhängig voneinander variiert werden.

Die anorganische Oxidschicht wird bisweilen hauptsächlich auf Polyestern und Polyolefinen aufgebracht, da diese

Materialien der Temperaturbeanspruchung während des

Verdampfungsprozesses standhalten. Außerdem haftet die anorganische Oxidschicht gut auf Polyestern und

Polyolefinen, wobei letztere vor der Beschichtung einer Coronabehandlung unterzogen werden. Da diese Materialien jedoch nicht witterungsstabil sind, werden sie oft mit halogenierten Folien laminiert, wie beispielsweise in

WO 94/29106 beschrieben ist. Halogenierte Folien sind jedoch aus Umweltschutzgründen problematisch.

Wie aus U. Moosheimer, Galvanotechnik 90 Nr. 9, 1999, p. 2526-2531, bekannt ist, verbessert die Beschichtung von PMMA mit einer anorganischen Oxidschicht nicht die Barriere gegenüber Wasserdampf und Sauerstoff, da PMMA amorph ist. PMMA ist jedoch im Unterschied zu Polyestern und

Polyolefinen witterungsstabil.

Der Anmelder verwendet in der DE 102009000450.5 Lacke, die eine gute Haftung zwischen der anorganischen Schicht und dem Haftvermittler bewirkten. Wie dem Fachmann bekannt ist, ist die Haftung zwischen organischen und anorganischen Schichten schwieriger zu erreichen als zwischen

gleichartigen Schichten. Nach Stand der Technik sind auch Rückseitenfolien für

Photovoltaiksysteme bekannt, die die Witterungsstabilität verbessern sollen. So ist in EP 1 956 660 ein Folienlaminat aus einer Polyesterschicht und einer Polypropylenschicht. Dieses Laminat verbessert zwar durchaus die Hydrolyse- und damit die Feuchtigkeitsbeständigkeit von

Photovoltaiksystemen . Nicht verbessert werden jedoch der Wirkungsgrad oder die UV-Beständigkeit der Rückseite.

In WO 2009/124098 sind mikrostrukturierte Rückseitenfolien für eine bessere Wärmeabfuhr beschrieben. Diese zeigen jedoch gegenüber dem Stand der Technik eine eher

verschlechterte Witterungsstabilität und wohl einen kaum verbesserten Wirkungsgrad der photoaktiven Schicht.

In EP 2 124 261 sind mit Titandioxid oder Russ gefüllte PET-Folien als Rückseitenfolien beschrieben. Diese

Füllstoffe sind den Folien als zusätzlicher UV-Schutz zugegeben. EP 2 124 261 lehrt jedoch keine Verbesserung des Wirkungsgrades.

Aufgabe

Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, eine neuartiges, flexibles Photovoltaiksystem, das eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Energieausbeute ermöglicht und auch unter extremen Witterungsbedingungen langlebig ist, zur Verfügung zu stellen.

Der Erfindung lag damit die Aufgabe zugrunde, eine

Barrierrefolie zur Herstellung solcher flexiblen

Photovoltaiksysteme zur Verfügung zu stellen, die

witterungsstabil ist, wobei hohe Barriereeigenschaften gegenüber Wasserdampf und Sauerstoff gewährleistet werden. Darüber hinaus bestand die Aufgabe, mittels einer

neuartigen Barrierefolie die Gesamtlichtdurchlässigkeit flexibler Photovoltaiksysteme zu verringern.

Darüber hinaus soll durch diese Materialkombination eine Teilentladungsspannung von größer 1.000 V erreicht werden.

Lösung

Gelöst wird die Aufgabe durch eine mehrschichtige, nicht transparente Barrierefolie, die mindestens eine

witterungsstabile, zumindest ein Polymethacrylat

enthaltende Schicht aufweist, und einen lichtbrechenden Füllstoff enthält. Insbesondere handelt es sich bei

besagter Barrierefolie um eine Rückseitenfolie in einem Photovoltaikmodul , ganz besonders in einem flexiblen

Photovoltaiksystem. Die Eigenschaften werden erreicht durch eine Mehrschichtfolie, wobei die einzelnen Schichten durch Vakuumbedampfung, Lamination, Extrusionslamination (Kleber- , Schmelz- oder Hotmeltkaschierung) oder

Extrusionsbeschichtung miteinander kombiniert werden. Dazu können übliche Verfahren, wie z. B. in S.E.M. Selke, J. D. Culter, R. J. Hernandez, „Plastics Packaging", 2nd Edition, Hanser-Verlag, ISBN 1-56990-372-7 auf Seiten 226 und 227 beschrieben, verwendet werden. In einer vorteilhaften Ausführungsform wird die Aufgabe gelöst durch eine neuartige, nicht transparente

Rückseitenfolie für Photovoltaikmodule, die mindestens aus folgenden Schichten zusammengesetzt ist:

a) eine witterungsstabile, zumindest ein

Polymethacrylat enthaltende Schutzschicht,

b) eine optionale Klebschicht,

c) eine optionale Barriereschicht,

d) eine Trägerfolie Die nicht-Transparenz wird dabei durch Füllstoffe oder

Füllstoffgemische, die in mindestens einer der Schichten a) , b) oder d) enthalten sind, bewirkt. Bevorzugt sind die Füllstoffe in der witterungsstabilen Schutzschicht oder der Trägerfolie, besonders bevorzugt in der Trägerfolie

enthalten. Die Füllstoffe können jedoch auch in der

optionalen Kleberschicht oder in mehr als einer, bis hin zu allen drei Schichten enthalten sein. Dabei können in den einzelnen Schichten unterschiedliche Füllstoffe oder

Füllstoffgemische enthalten sein.

Die Rückseitenfolie ist dabei von außen nach innen

mindestens zusammengesetzt aus einer Schutzschicht, einer optionalen Klebschicht, einer Barriereschicht und einer Trägerfolie. Bevorzugt handelt es sich in der

Rückseitenfolie bei der Schutzschicht um eine PMMA-Folie, eine PMMA-PVDF-Blend-Folie, eine Folie bestehend aus einem Coextrudat aus PMMA und einem Polyolefin oder einem

Polyester oder um eine PM A-PVDF- , PMMA-Polyolefin- oder eine PMMA-PET-Zweischichtfolie . Die Barriereschicht ist überwiegend aus einem anorganischen Oxid oder einer

Metallschicht zusammengesetzt. Bei der Trägerfolie handelt es sich bevorzugt um eine Polyester- oder eine

Polyolefinfolie . Bei den Füllstoffen handelt es sich um organische oder anorganische Füllstoffe, die ausreichend groß sind, das Licht zu brechen bzw. zu reflektieren.

Die erfindungsgemäße Rückseitenfolie setzt sich

insbesondere aus einer Trägerfolie mit einer Dicke zwischen 10 ym und 10 cm, bevorzugt zwischen 50 ym und 10 mm und insbesondere bevorzugt zwischen 100 und 400 ym, einer

Klebschicht mit einer Dicke zwischen 1 und 100 ym,

bevorzugt zwischen 50 und 50 ym und einer Schutzschicht mit einer Dicke zwischen 10 ym und 10 cm, bevorzugt zwischen 20 ym und 10 mm und bevorzugt zwischen 50 und 400 ym zusammen.

Die erfindungsgemäßen Rückseitenfolien für Solarsysteme können nicht nur, wenn auch bevorzugt in flexiblen

Solarfolien eingesetzt werden, sondern auch in starren

Photovoltaiksystemen wie sie allgemein bekannter Stand der Technik sind. In solchen Fällen, in denen die Trägerfolie und/oder die Schutzschicht jeweils eine Dicke von bis zu 10 cm aufweisen können, ist der Begriff Rückseitenfolie synonym für eine Rückseitenplatte, die so gut wie keine Flexibilität aufweist, zu verstehen. Die erfindungsgemäßen Rückseitenfolien befinden sich in Photovoltaiksystemen, unabhängig von deren konkreten

Ausgestaltung ob starr oder flexibel auf der Rückseite der photoaktiven Halbleiterschicht. Dabei ist die Trägerfolie der Halbleiterschicht zugewandt und die Schutzschicht stellt die Außenseite dar. In dieser bevorzugten

Anwendungsform ist bevorzugt die Trägerfolie mit dem

Füllstoff gefüllt. Diese hat in dem Aufbau primär die

Funktion, Strahlung, die die vorhergehenden Schichten - einschließlich der Halbleiterschicht - durchdringt, derart zu reflektieren und zu streuen, dass die Halbleiterschicht ein zweites Mal durchdrungen wird. Die Streuung, die im Gegensatz zu einem Spiegelfilm auftritt, hat dabei den großen Vorteil, dass die Strahlung nicht senkrecht, und damit auf dem kürzesten Weg durch die Halbleiterschicht zurückgeworfen wird, sondern in die Halbleiterschicht, unter längeren Wegen, gestreut wird. Auf diese Weise können deutlich höhere Wirkungsgrade, vor allem sehr dünner, und damit teilweise strahlungsdurchlässiger,

Photovoltaiksysteme erreicht werden.

Die erfindungsgemäße Rückseitenfolie wird entweder direkt auf die Halbleiterschicht, oder auf eine zusätzlich auf der Rückseite der Halbleiterschicht aufgebrachten metallischen oder polymeren Schutzschicht aufgebracht. Dies erfolgt zumeist mittels Kleben, z.B. mit Kleberschicht2.

Die Schutzschicht, insbesondere die PMMA-Schutzschicht , erfüllt die Eigenschaft der Witterungsstabilität, die

Trägerfolie führt zur Stabilität des Laminats. Da eine direkte anorganische Beschichtung von PMMA nach dem Stand der Technik nicht möglich ist, wird die Trägerfolie darüber hinaus benötigt um eine langlebige und feste Verbindung zu dem, optional an der Oberfläche eine anorganische Schicht tragenden, Barrierelaminat zu gewährleisten. Die PMMA- Schicht wiederum schützt die Polyester- oder Polyolefin- Trägerfolie vor Witterungseinflüssen.

Darüber hinaus soll die Funktion des Schutzes vor UV- Strahlung nicht mehr, wie im Stand der Technik, von der anorganischen Oxidschicht übernommen werden, sondern von der P MA-Schicht . So kann die Oxidschicht ausschließlich nach optischen Kriterien optimiert werden. Je nach

Konstruktion des Photovoltaiksystem kann ein UV-Schutz insbesondere der Rückseite des Systems von großem Vorteil sein, damit ergibt sich ein großer Vorteil aus den

erfindungsgemäß verwendeten PMMA-haltigen Rückseitenfolien.

Detaillierte Beschreibung Vorteile der Erfindung: · Die erfindungsgemäße Rückseitenfolie ist besonders

witterungsstabil .

• Die erfindungsgemäße Rückseitenfolie besitzt eine hohe Barriere gegenüber Wasserdampf und Sauerstoff (< 0,05 g/ (m 2 d) , für Metallschichten sogar < 0, 0001 g/ (m 2 d) ) .

• Die erfindungsgemäße Rückseitenfolie schützt

darunterliegende Schichten vor UV-Strahlung unabhängig von der Zusammensetzung der SiO x -Schichten .

• Die erfindungsgemäße Rückseitenfolie kann

kostengünstig hergestellt werden, da für das

diskontinuierliche Verfahren der anorganischen Vakuumbedampfung eine dünne Folie verwendet werden kann .

• Die erfindungsgemäße Rückseitenfolie kann einfach

hergestellt werden, da nur anorganische mit

anorganischen Schichten und organische mit organischen Schichten miteinander verbunden werden müssen.

• Die erfindungsgemäße Rückseitenfolie hat eine

Teilentladungsspannung von mindestens 1.000 V und eine Transparenz von weniger als 10 % im

Wellenlängenbereich von 300 nm - 1200 nm.

Die PMMA-Schutzschicht

Als Polymethacrylat-haltige Schutzschicht und damit als äußerste Schicht des ersten Laminats, werden Folien aus vorzugsweise Polymethylmethacrylat (PMMA) oder schlagzähem PMMA (sz-PMMA) verwendet. Auch Coextrudate aus

Polymethacrylaten und Polyolefinen oder Polyestern können verwendet werden. In diesem Fall werden Coextrudate aus Polypropylen und PMMA bevorzugt. Alternativ können neben PMMA-Folien auch PVDF/PMMA-Zweischichtfolien oder Folien aus PVDF/PMMA-Blends als Schutzschicht verwendet werden.

In einer besonderen Ausführungsform können auch

Zweischichtfolie aus PMMA und einem Polyolefin, bevorzugt Polypropylen oder aus PMMA und PET verwendet werden. Diese Zweischichtfolien umfassen auch Systeme bestehend aus einer PET bzw. Polyolefinschicht und einem Blend bzw. Coextrudat aus PMMA und PVDF.

Die Zweischichtfolien können mittels Foliencoextrusion durch Laminierung hergestellt werden. Im Falle eines

Laminats sind die Zwischichtfolien mit einem Kleber miteinander verbunden. Die Wahl eines Klebstoffs

(Kleberschicht3 ) ergibt sich dabei aus den miteinander zu verklebenden Substraten und hohen Ansprüchen an die

Transparenz der Kleberschicht. Für die Kombination aus PMMA und PET sind Schmelzkleber bevorzugt. Beispiele für solche Schmelzkleber sind Ethylen-Vinylacetat-Hotmelts (EVA- Hotmelts) oder Acrylat-Ethylen-Hotmelts . Bevorzugt sind Acrylat-Ethylen-Hotmelts . Die Kleberschicht3 hat in der Regel eine Dicke zwischen 10 und 100 ym, bevorzugt zwischen 20 und 80 ym und besonders bevorzugt zwischen 40 und 70ym.

Für alle Zweischichtfolien gilt, dass der erfindungsgemäß in der Rückseitenfolie enthaltende Füllstoff, in einer der beiden oder sogar in beiden Schichten der Polyolefin-PMMA- , PET-P MA- oder PVDF-PMMA-Zweischichtfolie enthalten sein kann. Es kann jedoch, im Falle, dass die Zweischichtfolie mit einer füllstoffhaltigen Trägerfolie verbunden wird, auch keine der beiden Schichten einen Füllstoff enthalten. Im Falle einer PVDF-PMMA-Zweischichtfolie befindet sich die PVDF-Schicht bevorzugt auf der Außenseite der

Zweischichtfolie (siehe Fig. 2 und 5) . So kommen die guten, z.B. schmutzabweisenden Eigenschaften des PVDF zusätzlich zum Tragen. Im Falle von Polyolefin-PMMA- oder PET-PMMA- Zweischichtfolien befindet sich die PMMA-Schicht bevorzugt auf der Außenseite der Zweischicht- und damit der

Rückseitenfolie (siehe Fig. 6 und 7) .

In einer alternativen Ausführungsform kann es sich anstelle des PMMA bei dem Polymethacrylat auch um ein

Polymethacrylimid (PMMI) handeln. Darüber hinaus kann es sich auch um ein Blend oder ein Coextrudat aus PMMI mit PMMA und/oder PVDF handeln. Die Schutzschicht weist ein Dicke von 10 μπι bis 10 cm auf, bevorzugt liegt die Dicke bei 20 μπι bis 10 mm und ganz besonders bevorzugt bei 50 μπι bis 1000 μπι. Bei Stärken von mehr als 1000 μπι sind die Folien nicht mehr flexibel und man kann auch von PMMA-Platten sprechen.

Die Zusammensetzung von geeigneten schlagzähmodifizierten Poly (meth) acrylat-Kunststoffen kann in der EP 1 963 415 nachgelesen werden. Die dabei eingesetzten

Schlagzähmodifizierungsmittel für Polymethacrylat- Kunststoffe sind z. B. in EP 0 113 924, EP 0 522 351, EP 0 465 049, und EP 0 683 028, bevorzugt in der EP 0 528 196 beschrieben .

Erfindungsgemäß können Lichtschutzmittel der Trägerfolie zugesetzt werden. Unter Lichtschutzmitteln sollen UV- Absorber, UV-Stabilisatoren und Radikalfänger verstanden werden .

Beispiele für UV-Absorber sind z. B. Derivate des

Benzophenons , dessen Substituenten wie Hydroxyl- und/oder Alkoxygruppen sich meist in 2- und/oder

4-Stellung befinden. Desweiteren sind substituierte

Benztriazole als UV-Absorber sehr geeignet. Des Weiteren kann auch ein UV-Absorber der Klasse der

2- (2 ' -Hydroxyphenyl) -1, 3, 5-Triazine eingesetzt werden. Konkrete Beispiele für die einzelnen Gruppen der UV- Absorber finden sich gleichfalls in der EP 1 963 415.

Weiterhin einsetzbare UV-Absorber sind 2-Cyano-3,3- diphenylacrylsäureethylester, 2-Ethoxy-2 ' -ethyl- oxalsäurebisanilid, 2-Ethoxy-5-t-butyl-2 ' -ethyl- oxalsäurebisanilid und substituierte

Benzoesäurephenylester .

Die UV-Absorber können als niedermolekulare Verbindungen, wie sie vorstehend angegeben sind, in den zu

stabilisierenden Polymermassen enthalten sein. Es können aber auch UV-absorbierende Gruppen in den

Matrixpolymermolekülen kovalent nach Copolymerisation mit polymerisierbaren UV-Absorptionsverbindungen, wie z. B. Acryl-, Methacryl oder Allylderivaten von Benzophenon- oder Benztriazolderivaten, gebunden sein.

Der Anteil von UV- Absorber, wobei dies auch Gemische chemisch verschiedener UV- Absorber sein können, beträgt in der Regel 0 Gew.-% bis 10 Gew.-%, vor allem bis 5 Gew.-%, insbesondere bis 2 Gew.-% bezogen auf das Polymer. Im Falle einer mehrschichtzigen Polymerfolie ist der UV-Absorber ist bevorzugt in der PMMA-Schicht , jedoch kann er auch in der PVDF-, Polyolefin- bzw. Polyester-Schicht enthalten sein. Als Beispiel für Radikalfänger/UV-Stabilisatoren seien hier sterisch gehinderte Amine, die unter dem Namen HALS

(Hindered Amine Light Stabilizer) bekannt sind genannt. Sie können für die Inhibierung von Alterungsvorgängen in Lacken und Kunststoffen, vor allem in Polyolefinkunststoffen, eingesetzt werden (Kunststoffe, 74 (1984) 10, S. 620 bis 623; Farbe + Lack, 96 Jahrgang, 9/1990, S. 689 bis 693). Für die Stabilisierungswirkung der HALS-Verbindungen ist die darin enthaltene Tetramethylpiperidingruppe

verantwortlich. Diese Verbindungsklasse kann am

Piperidinstickstoff sowohl unsubstituiert als auch mit Alkyl- oder Acylgruppen substituiert sein. Die sterisch gehinderten Amine absorbieren im UV-Bereich nicht. Sie fangen gebildete Radikale ab, was die UV-Absorber wiederum nicht können.

Beispiele für stabilisierend wirkende HALS-Verbindungen, die auch als Gemische eingesetzt werden können sind:

Bis- (2, 2, 6, 6-tetramethyl-4-piperidyl) -sebacat, 8-Acetyl-3- dodecyl-7, 7, 9, 9-tetramethyl-l, 3-8-triazaspiro (4, 5) -decan- 2, 5-dion, Bis- (2,2,6, 6-tetramethyl-4-piperidyl) -succinat, Poly- (N-ß-hydroxyethyl-2 , 2, 6, 6-tetramethyl-4-hydroxy- piperidin-bernsteinsäureester) oder Bis- (N-methyl-2 , 2 , 6, 6- tetramethyl-4-piperidyl) -sebacat . Besonders bevorzugte UV- Absorber sind beispielsweise Tinuvin ® 234, Tinuvin ® 360, Chimasorb ® 119 oder Irganox ® 1076.

Angewendet werden die Radikalfänger/UV-Stabilisatoren in den erfindungsgemäßen Polymermischungen in Mengen von 0 Gew.-% bis 15 Gew.-%, vor allem in Mengen bis 10 Gew.-%, insbesondere in Mengen bis 5 Gew.-% bezogen auf das

Polymer. Im Falle einer mehrschichtzigen Polymerfolie ist der UV-Absorber ist bevorzugt in der PMMA-Schicht , jedoch kann er auch in der PVDF-, Polyolefin- bzw. Polyester- Schicht enthalten sein.

Die Außenseite der Schutzschicht kann zusätzlich

beschichtet sein. Beispielsweise kann die Schutzschicht eine Kratzfestbeschichtung aufweisen. Der Begriff

Kratzfestbeschichtung wird im Zusammenhang mit dieser Erfindung als Sammelbegriff für Beschichtungen verstanden, die zur Verminderung einer Oberflächenverkratzung und/oder zur Verbesserung der Abriebsbeständigkeit aufgebracht werden. Für die Verwendung der Folienlaminate z.B. in

Photovoltaikanlagem ist insbesondere eine hohe

Abriebsbeständigkeit von großer Bedeutung. Eine weitere wichtige Eigenschaft der Kratzfestbeschichtung im weitesten Sinne ist, dass diese Schicht die optischen Eigenschaften des Folienverbundes nicht negativ verändert. Als

Kratzfestbeschichtung können Polysiloxane, wie

CRYSTALCOAT™ MP-100 der Firma SDC Techologies Inc., AS 400 - SHP 401 oder UVHC300 OK, beide von der Firma Momentive Performance Materials, verwendet werden. Diese

Lackformulierungen werden z.B. über Rollcoating,

Knifecoating oder Flowcoating auf die Oberfläche des

Folienverbundes oder der Deckfolie appliziert. Als

Beispiele weiterer in Frage kommender

Beschichtungstechnologien seien PVD- (physical vapor deposition; physikalische Gasphasenabscheidung) sowie CVD- Plasma (chemical vapor deposition; chemische

Gasphasenabscheidung) erwähnt.

Zusätzlich können, dem Fachmann allgemein bekannte, anti- Soiling-Beschichtungen auf der Folie aufgebracht sein.

Die Trägerfolie

Die Trägerfolien sind wie zuvor beschrieben optionaler Bestandteil der erfindungsgemäßen Rückseitenfolien. Als Trägerfolie werden bevorzugt Folien aus vorzugsweise

Polyestern (PET, PET-G, PEN) oder Polyolefinen (PE, PP) verwendet. Die Wahl der Trägerfolie wird durch folgende, zwingend erforderliche Eigenschaften bestimmt: Die Folie muss flexibel und wärmeformbeständig sein. Als Folien mit einem solchen Eigenschaftsprofil haben sich insbesondere Polyesterfolien, ganz besonders coextrudierte, biaxial orientierte Polyethylenterephthalatfolien (PET) erwiesen. Die Trägerfolie weist eine Dicke zwischen 10 μπι und 10 cm auf, bevorzugt liegt die Dicke zwischen 50 μπι und 10 mm und ganz besonders bevorzugt zwischen 100 und 1000 μπι. Bei nicht mehr flexiblen Folien, z.B. mit einer Dicke größer 1000 μπι, kann man auch von Trägerplatten sprechen.

Die Füllstoffe Bei den erfindungsgemäß verwendeten Füllstoffen, die auch als Gemisch aus unterschiedlichen Füllstoffen vorliegen können, handelt es sich um in Polymermatrizes

bekanntermaßen eingesetzte organische oder anorganische Füllstoffe. Diese haben nicht nur die bereits ausgeführte Funktion, die Strahlung, insbesondere die Strahlung im für photovoltaische Anwendungen interessanten

Wellenlängenbereich zwischen 380 nm und 1200 nm, zu streuen bzw. zu reflektieren, sondern tragen zusätzlich positiv zu den Gasbarriereeigenschaften, vor allem bezüglich

Sauerstoff oder Wasserdampf, der Rückseitenfolie bei.

Dadurch kann diese wiederum, wenn benötigt oder gewünscht, deutlich dünner gestaltet werden.

Als Füllstoffe sind sämtliche Materialien, die zum Beispiel aus der KunststoffIndustrie bekannt sind, geeignet. Im Stand der Technik sind wie bereits ausgeführt

beispielsweise Titandioxid oder Ruß beschrieben. Zur Lösung der Aufgabe, einer Effizienzsteigerung von

Photovoltaiksystemen hat sich jedoch gezeigt, dass

insbesondere helle, genauer weiße, also in einem breiten

Lichtspektrum reflektierende Füllstoffe besonders geeignet sind. Diese können organischer oder anorganischer Natur sein . Beispiele für besonders geeignete organische Füllstoffe sind vor allem Elastomerpartikel oder in der Matrix nicht mischbare Thermoplasten.

Bei den anorganischen Füllstoffen kann es sich

beispielsweise um natürliche Silikate, wie Talk, Glimmer oder Kieselerde, um Karbonate, wie Kreide, um Sulfate, um Oxide, wie Quarzmehl, Calcium- oder Zinkoxid, oder um Hydroxide, wie kristalline Kieselsäure, Aluminium- oder Magnesiumhydroxid handeln.

Bei synthetischen anorganischen Füllstoffen kann es sich beispielsweise um Fällungskieselsäure, pyrogene

Kieselsäure, Kreide, Titandioxid, Calciumcarbonat,

Aluminium- oder Magnesiumhydroxide oder Glas handeln.

Die Füllstoffe können dem jeweiligen Material zur Bildung der Trägerfolie, Klebschicht oder Schutzschicht vor der Verarbeitung zugesetzt werden. Alternativ können auch, insbesondere in Bezug auf die Trägerfolie, kommerziell verfügbare, gefüllte Folien, z.B. aus PET oder PP

eingesetzt werden. Beispiele dafür sind Folien aus Moplen EP440G von LyondellBasell oder Hostaphan® WO D027 von Mitsubishi Polyester Film.

Eine gefüllte Trägerfolie enthält zwischen 1,0 Gewi und 50 Gew%, bevorzugt zwischen 1,0 und 30 Gewi Füllstoff. Die gleichen Wertegrenzen gelten auch für die Klebschicht oder die Schutzschicht. Die Barriereschicht

Die Barriereschicht ist auf die Trägerfolie aufgebracht und besteht vorzugsweise aus anorganischen Oxiden,

beispielsweise SiO x oder A10 x . Es können aber auch andere anorganische Materien (beispielsweise SiN, SiN x O y , ZrO, T1O 2 , ZnO, Fe x O y , transparente metallorganische

Verbindungen), verwendet werden. Als SiO x -Schichten finden bevorzugt Schichten mit einem x-Wert von 1 bis 2, bevorzugt von 1,3 bis 1,7 Verwendung. Die Schichtdicke beträgt 5 nm - 300 nm, bevorzugt 10 nm - 100 nm, besonders bevorzugt 20 nm - 80 nm. Für x gilt im Falle von A10 x ein Bereich von 0,5 bis 1,5; bevorzugt von 1 bis 1,5 und ganz besonders bevorzugt von 1,2 bis 1,5 (wobei x = 1,5 AI 2 O 3 bedeutet) .

Die Schichtdicke beträgt 5 nm - 300 nm, bevorzugt 10 nm - 100 nm, besonders bevorzugt 20 nm - 80 nm.

Die anorganischen Oxide können mittels physikalischer

Vakuumabscheidung (Elektronenstrahl- oder thermischer

Prozess) , Magnetron-Sputtern oder Chemsicher

Vakuumabscheidung aufgebracht werden. Dies kann reaktiv (unter Sauerstoffzufuhr) oder nicht reaktiv geschehen. Eine Flammen-, Plasma- oder Corona-Vorbehandlung ist ebenfalls möglich .

Alternativ kann die Barriereschicht auch durch einen

Metallfilm realisiert werden. Dabei kann es sich

beispielsweise um einen Kupfer-, Silber- oder Aluminium, bevorzugt um einen Aluminiumfilm handeln. Eine solche

Metallschicht kann auf verschiedenste Art auf die Trägerfolie aufgebracht werden. So kann eine Metallfolie aufgeklebt werden oder die Trägerfolie auf eine Metallfolie aufextrudiert werden.

Alternativ ist es auch möglich, dass eine Metallschicht gesputtert oder über ein Vakuumverfahren auf die

Trägerfolie aufgedampft wird.

Metallfilme haben gegenüber Oxidschichten nicht nur die Vorteile, in der Regel kostengünstiger zu sein, und eine deutlich bessere Barrierewirkung zu zeigen. Metallfilme bringen zusätzlich eine Reflektion der das

Photovoltaiksystem durchdringenden Strahlung. Diese

Strahlung wird in der darüber liegenden, Füllstoff haltigen Schicht zusätzlich gestreut, so dass durch diese

Materialkombination eine weitere Steigerung der

Energieausbeute, bzw. der Effizienz, erreicht werden kann. Dies ist insbesondere für sehr dünne Photovoltaiksysteme interessant . Die Schichtdicke des Metallfilms beträgt 5 nm bis 300 nm, bevorzugt 10 nm bis 100 nm.

Wenn ein Metallfilm verwendet wird, muss der Füllstoff naturgemäß in einer Schicht zwischen der Kleberschicht2 , die die Rückseitenfolie mit dem Substrat verbindet und dem Metallfilm sein. Damit muss der Füllstoff in der

Trägerfolie enthalten sein. Die Kleberschicht

Die Kleberschicht liegt zwischen Schutzschicht und

Barriereschicht. Sie ermöglicht die Haftung zwischen den beiden Schichten. Die Kleberschicht hat eine Dicke von 1 bis 100 ym, bevorzugt von 2 bis 50 ym, besonders bevorzugt von 5 bis 20 ym. Die Kleberschicht kann aus einer Lackformulierung gebildet werden, die anschließend ausgehärtet wird. Dies geschieht bevorzugt durch UV-Strahlung, kann aber auch thermisch geschehen. Die Kleberschicht enthält 1 - 80 Gew.-%

mehrfunktionelle Methacrylate oder Acrylate oder Mischungen davon als Hauptkomponente. Bevorzugt werden

mehrfunktionelle Acrylate, z. B. Hexandioldimethycrylat , verwendet. Zur Erhöhung der Flexibilität können

monofunktionelle Acrylate oder Methacrylate zugegeben werden, beispielsweise Hydroxyethylmethacrylat oder

Laurylmethacrylat . Des Weiteren enthält die Kleberschicht gegebenenfalls eine Komponente, die die Haftung zu SiOx verbessert, beispielsweise Siloxangruppen enthaltende

Acrylate oder Methacrylate, z. B.

Methacryloxypropyltrimethoxysilan . Die Silanoxangruppen enthaltenden Acrylate oder Methacrylate können zu 0 - 48 Gew.-% in der Kleberschicht enthalten sein. Die

Kleberschicht enthält 0,1 - 10 Gew.-%, bevorzugt 0,5 - 5 Gew.-%, besonders bevorzugt 1 - 3 Gew.-% Initiator, z. B. Irgacure ® 184 oder Irgacure ® 651. Die Kleberschicht kann als Regler auch 0 - 10 Gew.-%, bevorzugt 0,1 - 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,5 - 5 Gew.-% Schwefelverbindungen enthalten. Eine Variante ist, einen Teil der

Hauptkomponente durch 0 - 30 Gew.-% Präpolymerisat zu ersetzen. Die Kleberkomponente enthält gegebenenfalls 0 - 40 Gew.-% die für Klebstoffe üblichen Additive.

Die Kleberschicht wird bevorzugt aus einem Schmelzkleber gebildet. Dieser kann aus Polyamiden, Polyolefinen,

Thermoplastischen Elastomeren (Polyester-, Polyurethanoder Copolyamid-Elastomeren) oder aus Copolymeren bestehen. Bevorzugt werden Ethylen-Vinylacetat-Copolymere oder

Ethylen-Acrylat-Copolymere oder Ethylen-Methacrylat- Copolymere verwendet. Die Kleberschicht kann mittels

Walzenauftragsverfahren in der Lamination oder mittels einer Düse in der Extrusionslamination oder in der

Extrusionsbeschichtung aufgetragen werden.

Klebschicht2

Das Folienlaminat kann mittels einer weiteren Klebschicht aus Kleber2, der sich auf der Unterseite, d.h. der der Schutzschicht abgewandten Seite der Trägerfolie aufgebracht ist, auf ein Substrat geklebt werden. Bei dem Substrat kann es sich Beispielsweise um einen Halbleiter wie Silizium handeln. Bei dem Kleber kann es sich in diesem Fall um einen Hotmelt wie zum Beispiel ein Ethylan-Vinylacetat EVA handeln, die Hotmeltschichten haben in der Regel eine Dicke zwischen 100 und 200 ym.

Verfahren Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Rückseitenfolien gibt es verschiedene alternative Herstellungsmethoden:

In der einfachsten Ausführungsform wird die Schutzfolie bei der Herstellung mit dem Füllstoff ausgestattet. Im Falle einer zweischichtigen Folie, wird diese mittels

Kaschierung, Coextrusion oder Folienlamination hergestellt. Dabei ist zumindest eine Schicht mit dem Füllstoff

versehen . Für den Fall eines Laminats aus Schutzschicht und

Trägerfolie gibt es unterschiedliche

Herstellungsalternativen. In dieser besonderen

Ausführungsform mit besonders starker Barrierewirkung ist die Polymerfolie, die spätere Trägerfolie beidseitig anorganisch beschichtet. a) Eine Polymerfolie, die spätere Trägerfolie, wird mittels Vakuumverdampfung oder Sputtern ein- oder beidseitig anorganisch beschichtet und anschließend mit der

Schutzschicht mittels Lamination, Extrusionslamination oder Extrusionsbeschichtung kombiniert. Dabei ist mindestens eine der drei Schichten mit Füllstoff gefüllt. b) Eine Polymerfolie, die spätere Trägerfolie, wird mittels Vakuumverdampfung oder Sputtern ein- oder beidseitig anorganisch beschichtet und diese Folie mittels einer

Kleberschicht mit der Schutzschicht, die in Form einer Folie eingesetzt wird, verbunden. Dabei ist mindestens eine der drei Schichten mit Füllstoff gefüllt. c) Bei der in a) oder b) genannten physikalischen

Vakuumverdampfung wird Siliziumoxid oder Aluminiumoxid mittels Elektronenstrahl verdampft. d) Alternativ wird bei der in a) oder b) genannten

physikalischen Vakuumverdampfung Siliziumoxid oder

Aluminiumoxid thermisch verdampft.

Da die direkte anorganische Beschichtung von PMMA nach dem Stand der Technik nicht möglich ist, wird die Trägerfolie, also eine Polyester- oder Polyolefin-Folie, mit der

anorganischen Schicht bedampft und diese mit der

Schutzschicht, z.B. einer PMMA-Folie laminiert oder

extrusionskaschiert . Die PMMA-Schicht schützt die

Polyester- oder Polyolefin-Folie vor Witterungseinflüssen. Die Haftung zwischen der anorganischen Schicht und der PMMA-Schicht wird durch einen Kleber, z.B. ein UV-härtbarer und Siloxangruppen enthaltender Acrylatkleber, hergestellt. Die Verwendung eines Schmelzklebers ist ebenfalls möglich. Die PMMA-Schicht enthält außerdem bevorzugt einen UV- Absorber, der die Polyester- oder Polyolefin-Folie vor UV- Strahlung schützt. Der UV-Absorber kann aber auch in der Polyester- oder Polyolefinschicht vorhanden sein.

Für die besonders bevorzugte Ausführungsform eines

Metallfilms kann die Herstellung alternativ zu den Punkten a) bis d) erfolgen. Alternativ kann der Metallfilm auch in Form einer Metallfolie, wie z.B. einer Aluminiumfolie eingesetzt werden und mit der Trägerfolie mittels

Kaschieren, Laminieren oder Extrusion des Trägerfolienmaterials auf die Metallfolie hergestellt werden .

Abschließend wird die fertige Rückseitenfolie mit dem

Substrat, in der Regel mit dem Halbleiter verklebt.

Anwendung Diese Barrierefolien werden erfindungsgemäß in der

organischen Photovoltaik, in der Dünnschichtphotovoltaik sowie in kristallinen Siliziummodulen eingesetzt.

Insbesondere werden die Laminate in Photovoltaikmodulen eingesetzt. Dabei kann es sich sowohl um Dickschicht- als auch um Dünnschichtphotovoltaikmodule handeln. Diese können sowohl starr als auch flexibel sein. Ferner kann die

Anwendung alternativ zur bevorzugten Rückseite, auch vorderseitig erfolgen.

Die entwickelten Folienlaminate können abweichend jedoch auch Verwendung in OLEDs, Displays oder sogar in

Verpackungsfolien finden.

Ausführungsbeispiele

Beispiel 1 (siehe Figur 1)

Einschichtige, gefüllte P MA-Schutzschicht

Schutzschicht: sz-PMMA (Schichtdicke: 150 ym) + 2 % UV- Absorber CGX UVA 006 + 15 % Ti0 2

Kleberschicht2 : Etimex Vistasolar 486 Herstellung der Schutzschicht durch Extrusion der mit UV- Absorber und TiÜ 2 -gefüllten sz-PMMA-Formasse . Lamination der sz-PMMA-Folie zum Substrat mithilfe des dem Fachmann bekannten Standard-Laminationsprozess unter Verwendung von Vistasolar-Folie

Beispiel 2 (siehe Figur 2)

Zweischichtige, gefüllte PMMA-Schutzschicht durch

Coextrusion

Schutzschicht: Coextrudat aus PVDF (Schichtdicke: 10 ym) und sz-PMMA (Schichtdicke: 50 ym) , wobei das sz-PMMA 1,5 % UV-Absorber CGX UVA 006 + 10 % Ti0 2 enthält

Kleberschicht2 : Etimex Vistasolar 486

Herstellung der Schutzschicht durch Coextrusion der mit UV- Absorber und TiÜ 2 -gefüllten sz-PMMA-Formasse und PVDF- Formmasse. Lamination der sz-PMMA-Folie zum Substrat mithilfe des dem Fachmann bekannten Standard- Laminationsprozess unter Verwendung von Vistasolar-Folie Beispiel 3 (siehe Figur 3)

Zweischichtige gefüllte Schutzschicht durch Kleblamination Schicht la: sz-PMMA (Schichtdicke: 50 ym) + 2 % UV-Absorber CGX UVA 006

Kleberschicht 6 : Bynel 22E780 (Schichtdicke: 40 ym) und Schicht lb: PP Clyrell RC124H (Schichtdicke: 200 ym) + 15 % Ti0 2

Die Schutzschicht wird durch Coextrusion mit Kleberschicht3 als Haftvermittlerhergestellt .

Beispiel 4 (siehe Figur 4)

Laminat aus Trägerfolie, Barriereschicht und einschichtiger PMMA-Schutzschicht

Schutzschicht: sz-PMMA (Schichtdicke: 50 ym)

Kleberschicht: Zweikomponentensystem Liofol LA 2692-21 und Härter UR 7395-22 von Henkel

Barriereschicht: AI 2 O 3 , 40 nm

Trägerfolie: biaxial gerecktes PET (Hostaphan RNK

Schichtdicke 12 ym)

Die Barriereschicht aus Aluminiumoxid wird durch

Vakuumverdampfung auf die Trägerfolie aufgebracht. Diese Trägerfolie wird unter Verwendung des

Zweikomponentensystems auf die Schutzschicht kaschiert. Beispiel 5 (siehe Figur 5)

Laminat aus Trägerfolie, Barriereschicht und

zweischichtiger Schutzschicht

Schutzschicht: Coextrudat aus PVDF (Schichtdicke: 10 ym) und sz-PMMA (Schichtdicke: 50 ym) , wobei das sz-PMMA 1,5 % UV-Absorber CGX UVA 006 + 10 % Ti0 2 enthält

Kleberschicht: Zweikomponentensystem Liofol LA 2692-21 und Härter UR 7395-22 von Henkel

Barriereschicht: SiOx, 30 nm

Trägerfolie: biaxial gerecktes PET (Hostaphan RNK

Schichtdicke 12 ym)

Kleberschicht2 : Etimex Vistasolar 486

Die Barriereschicht aus SiOx wird durch Vakuumverdampfung auf die Trägerfolie aufgebracht. Diese Trägerfolie wird unter Verwendung des Zweikomponentensystems auf die

Schutzschicht kaschiert.

Anschließend erfolgt die Lamination dieses Folienverbundes zum Substrat mithilfe des dem Fachmann bekannten Standard- Laminationsprozess unter Verwendung von Vistasolar-Folie.

Erklärungen zu den angefügten Zeichnungen

Bezugszeichenliste

1 Schutzschicht

2 Kleberschicht

3 Trägerfolie

4 Barriereschicht

5 Kleberschicht2

6 Kleberschicht3

la PMMA-Schicht einer als Schutzschicht verwendeten

ZweiSchichtfolie

lb Polyolefin-, PET- oder PVDF-Schicht einer als

Schutzschicht verwendeten Zweischichtfolie

Erklärungen zu den einzelnen Zeichnungen:

Fig.l: reine Schutzschicht mit Kleberschicht2 zur

Verbindung mit Substrat (Bsp.l)

Fig.2: Schutzschicht aus Zweischichtfolie mit PVDF-Schicht (Bsp.2)

Fig.3: Schutzschicht aus Zweischichtfolie mit Klebschicht3 (Bsp.3)

Fig.4: Rückseitenfolie gemäß Anspruch 3 (Bsp.4)

Fig.5: Rückseitenfolie gemäß Anspruch 3 mit Schutzschicht aus einer Zweischichtfolie mit PVDF-Schicht (Bsp.5)

Fig.6: Schutzschicht aus Zweischichtfolie mit PET- oder Polyolefinschicht

Fig.7: Rückseitenfolie gemäß Anspruch 3 mit Schutzschicht aus einer Zweischichtfolie mit PET- oder Polyolefinschicht

Füllstoffe sind nicht abgebildet. Wie beschrieben befinden sich diese je Zeichnung in mindestens einer der Schichten 1, la, lb, 2 oder 3.