PFLÜGER, Patrick (Robert-Koch-Str. 27, Langenau, 89129, DE)
| Patentansprüche Bahnzugmesseinnchtung (1 ) mit einer Befestigungskomponente (6) zur Befestigung an einer ortsfesten Referenzfläche (3), einer Walzenlagerbefestigungskomponente (7) sowie Dehnmesselementen (1 1 ), insbesondere Dehnmessstreifen, welche zum Messen von Bewegungen zwischen der Befestigungskomponente (6) und der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) ausgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungskomponente (6) und die Walzenlagerbefestigungskomponente (7) direkt miteinander verbunden sind über zumindest einen ersten oder zweiten Steg (9; 10), bevorzugt direkt miteinander verbunden sind über über zumindest zwei auf einander gegenüberliegenden Seiten der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) angeordnete Stege (9; 10), wobei zumindest ein solches Dehnmesselement (1 1 ) an oder in zumindest einem der Stege (9, 10) angeordnet ist und wobei die Befestigungskomponente (6) die Walzenlagerbefestigungskomponente (7) rahmenartig umgreift oder umgekehrt die Walzenlagerbefestigungskomponente die Befestigungskomponente rahmenartig umgreift. Bahnzugmesseinnchtung (1 ) mit einer Befestigungskomponente (6) zur Befestigung an einer ortsfesten Referenzfläche (3), einer Walzenlagerbefestigungskomponente (7), einer Zwischenkomponente (8) sowie Dehnmesselementen (1 1 ), insbesondere Dehnmessstreifen, welche zum Messen von Bewegungen zwischen der Befestigungskomponente (6) und der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) ausgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenkomponente (8) über zumindest einen ersten Steg (9), bevorzugt zumindest zwei erste Stege (9), mit der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) gekoppelt ist und/oder dass die Zwischenkomponente (8) über zumindest einen zweiten Steg (10), bevorzugt zumindest zwei oder vier zweite Stege (10), mit der Befestigungskomponente (6) gekoppelt ist, wobei zumindest ein solches Dehnmesselement (1 1 ) an oder in zumindest einem der Stege (9, 10) angeordnet ist. Bahnzugmesseinrichtung (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungskomponente (6) rahmenartig ausgebildet ist und die Zwischenkomponente (8) und/oder die Walzenlagerbefestigungskomponente (7) quer zu einer Richtung (z) einer Auflast der Walze (2) oder Befestigungsrichtung der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) beabstandet umschließt. Bahnzugmesseinrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenkomponente (8) Wandungen aufweist, welche sich zu der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) mit einem freien Abstand benachbart und einen Bewegungsbereich der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) in vier Richtungen quer zur Richtung einer Auflast der Walze (2) begrenzend erstrecken. Bahnzugmesseinrichtung (1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenkomponente (8) rahmenartig ausgebildet ist und die Walzenlagerbefestigungskomponente (7) quer zu einer Richtung (z) einer Auflast der Walze (2) oder Befestigungsrichtung der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) beabstandet umschließt. Bahnzugmesseinnchtung (1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege, insbesondere die zweiten Stege (10), in einem eingebuchteten Bereich der Zwischenkomponente (8) angeordnet sind. Bahnzugmesseinnchtung (1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungskomponente (6) Wandungen aufweist, welche sich zu der Zwischenkomponente (8) und/oder zu der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) mit einem freien Abstand benachbart und einen Bewegungsbereich der Zwischenkomponente (8) und/oder der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) in vier Richtungen quer zur Richtung einer Auflast der Walze (2) begrenzend erstrecken. Bahnzugmesseinnchtung (1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungskomponente (6), die Walzenlagerbefestigungskomponente (7), die Zwischenkomponente (8) und die diese koppelnden Stege (9, 10) einstückig aus einem Werkstück ausgebildet sind. Bahnzugmesseinnchtung (1 ) nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die dass die Zwischenkomponente (8) über zumindest zwei erste Stege (9) mit der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) gekoppelt ist, wobei die ersten Stege (9) auf einander gegenüberliegenden Seiten der Zwischenkomponente (8) angeordnet sind, und/oder dass die Zwischenkomponente (8) über zumindest zwei zweite Stege (10) mit der Befestigungskomponente (6) gekoppelt ist, wobei die zweiten Stege (10) auf einander gegenüberliegenden Seiten der Zwischenkomponente (8) angeordnet sind. Bahnzugmesseinnchtung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine erste oder zweite Steg (9) aus einer Ebene (x, y) quer zu einer Richtung (z) einer Auflast der Walze (2) oder Befestigungsrichtung der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) heraus biegbar ausgebildet ist und relativ dazu innerhalb dieser Ebene (x, y) um mindestens eine Größenordnung weniger biegbar, vorzugsweise nicht biegbar ausgebildet ist. 1 1 . Bahnzugmesseinnchtung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine zweite oder erste Steg (10) in einer Richtung (z) quer zu einer Auflast der Walze (2) oder Befestigungsrichtung der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) biegbar ausgebildet ist und relativ dazu innerhalb dieser Richtung (z) um mindestens eine Größenordnung weniger biegbar, vorzugsweise nicht biegbar ausgebildet ist. 12. Bahnzugmesseinnchtung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine erste Steg (9) in einer Richtung quer zu einer Richtung biegbar ist, in welcher der zweite Steg (10) biegbar ist. Bahnzugmesseinnchtung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sicherungshalter (12) an der Befestigungskomponente (6) oder ortsfest zu dieser angeordnet ist und bis über einen Rand der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) zwischen der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) in Richtung einer daran befestigten Komponente führt, wobei der Sicherungshalter (12) von derart beabstandet von der Walzenlagerbefestigungskomponente (7) angeordnet ist, dass die Walzenlagerbefestigungskomponente (7) bei Zerstörung der Stege (9, 10) in Richtung der daran befestigten Komponente nur begrenzt weit bewegbar ist. Anlage mit zumindest einer Walze (2), über die eine Bespannung (5), insbesondere ein Sieb, geführt ist und mit einer Bahnzugmesseinnchtung (1 ) zum Messen einer durch die Bespannung auf die Walze (2) wirkenden Kraft, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahnzugmesseinnchtung (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 ausgebildet ist. |
Die Erfindung betrifft eine Bahnzugmesseinrichtung mit einer Befestigungskomponente zur Befestigung an einer ortsfesten Referenzfläche, einer Walzenlagerbefestigungskomponente und einer Zwischenkomponente sowie
Dehnmesselementen, welche Bewegungen zwischen der
Befestigungskomponente und der Walzenlagerbefestigungskomponente messen.
Eine solche Bahnzugmesseinrichtung wird insbesondere als eine Messeinrichtung zum Messen des Zuges einer Bahn, wie Materialbahn oder Bespannung, insbesondere einer Papiermaschinenbespannung verwendet, welcher auf eine
Walze einwirkt.
Die Erfindung betrifft ferner eine Anlage mit zumindest einer Walze, über die die Bahn geführt ist und mit einer derartigen Bahnzugmesseinrichtung zum Messen einer durch die Bahn, insbesondere Materialbahn oder Bespannung auf die Walze wirkenden Kraft.
Unter einer Bahn im Sinne der Erfindung wird ein endliches oder unendliches flächiges flexibles Gebilde verstanden, dessen Erstreckung in Längs- und Querrichtung wesentlich größer ist als in Höhenrichtung. Dazu gehören Materialbahnen, insbesondere in Form von Kunststoffbahnen oder Faserstoffbahnen, beispielsweise in Form von Papier-, Karton- oder Tissuebahnen. Ferner werden unter derartigen Bahnen auch Funktionsbahnen, insbesondere zum Transport und/oder der Stützung von Medien und/oder Gütern verstanden. Derartige Funktionsbahnen können Bespannungen sein. Bespannungen sind endlos umlaufende Bänder oder Schlaufen von Bändern, die über zumindest zwei, vorzugsweise eine Mehrzahl von Walzen geführt sind und der Führung und Stützung von mit diesen über eine vordefinierte Strecke transportierten Medien oder Gütern dienen. Insbesondere werden unter Bespannungen auch endlos umlaufende Bänder oder Schlaufen von Bändern verstanden, die der Stützung und Führung von Faserstoffsuspensionen oder Faserstoffbahnen in Maschinen zur Herstellung derselben dienen. Die Ausführung dieser, insbesondere Art, Struktur, Zusammensetzung und Dimensionierung der Bespannung erfolgt in Abhängigkeit des Einsatzortes innerhalb der jeweiligen Anlage, insbesondere einer Maschine zur Herstellung von Faserstoffbahnen in Form von Papier-, Karton- oder Tissuebahnen und der zu erfüllenden Funktion. Derartige Bespannungen können in Maschinen zur Herstellung von Faserstoffbahnen als Siebband, Trockensiebband, Filzband vorliegen.
Eine Bahnzugmesseinrichtung mit einem einstückigen Messblock zur Erfassung einer ersten Kraft, die längs einer ersten Raumrichtung wirkt, mit ersten Teilbereichen, die sich längs der ersten Raumrichtung erstrecken, und mit zweiten Teilbereichen, die sich längs einer zweiten Raumrichtung erstrecken, die einen Winkel mit der ersten Raumrichtung einschließt, ist aus EP 1 398 606 A2 bekannt. Bei dieser bilden die ersten und zweiten Teilbereiche eine rautenförmige Struktur, welche einen Messbereich umgibt, in dem wenigstens ein verformungsempfindliches Geberelement angeordnet ist. Über wenigstens einen zusätzlichen zweiten Teilbereich wird bei dieser Anordnung eine störende Querkraftkomponente an dem Messbereich vorbei in eine Abstützung geleitet, so dass sich eine Entkopplung der störenden Querkraft von dem Messbereich ergibt, was zu einer genaueren Erfassung der ersten Kraft beiträgt.
Außerdem sind einstückige Bahnzugmesseinrichtungen aus Prospekten "Webtension Systems, Pressductor PillowBlock Load Cells, ABB Automation Technologies AB, 2006-10" und "www.Haehne.de/products-de-9-73.html" bekannt. Bei diesen wird zur Erfassung eines Bahnzuges ein elektromagnetischer Sensor verwendet. WO 2008/064917 A1 beschreibt eine Walze mit einem Kraftsensor, bei welcher ein walzenlagerndes Bauteil über eine Gelenkverbindung an einer ortsfesten Referenzfläche gelagert ist. Unterhalb eines Lagerpunkts der Walze befindet sich zwischen dem walzenlagernden Bauteil und der ortsfesten Referenzfläche seitlich der Gelenkverbindung die Bahnzugmesseinrichtung, welche aus mehreren Komponenten zusammengesetzt ist. Insbesondere ist dabei eine dem walzenlagernden Bauteil zugewandte Komponente der Bahnzugmesseinrichtung nicht fest mit dem walzenlagernden Bauteil verbunden. WO 96/17233 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Anordnung zur Bestimmung sowohl einer vertikalen als auch einer horizontalen Kraft, welche von einem Walzenlager auf ein walzenlagerndes Bauteil einwirken.
Eine Bahnzugmesseinrichtung der eingangs genannten Art ist bekannt aus EP 0 978 714 A2. Bei dieser ist eine Walzenlagerbefestigungskomponente fest an einem walzenlagernden Bauteil befestigbar und eine Befestigungskomponente zur Befestigung an einer ortsfesten Referenzfläche fest an einer Stuhlung befestigbar. Verbunden sind die Walzenlagerbefestigungskomponente und die Befestigungskomponente über zwei zueinander beabstandet angeordnete Zwischenkomponenten. Die beiden Zwischenkomponenten bestehen dabei aus rohrförmigen Elementen und sind einstückig mit der Walzenlagerbefestigungskomponente und der Befestigungskomponente ausgebildet. Innenseitig in den rohrförmigen Zwischenkomponenten befinden sich in deren Verbindungs- und zugleich Längsrichtung jeweils vier Sensorelemente, insbesondere Dehnmessstreifen. Der als Bahnzugmesseinrichtung derart ausgebildete Kraftaufnehmer besteht somit aus zwei rechteckigen Teilen, welche mit mehreren röhrenförmigen Zwischenkomponenten verbunden sind. An einem der beiden rechteckigen Teile wird der Kraftaufnehmer an der Stuhlung verschraubt, während am anderen der Teile eine Krafteinleitung von dem walzenlagernden Bauteil erfolgt. Eine solche eingeleitete Kraft verursacht eine relative Bewegung der beiden Teile zueinander, wobei eine Kraft in vertikaler Richtung eine Bewegung der Walzenlagerbefestigungskomponente in vertikaler Richtung und eine horizontale Kraft eine Bewegung in horizontaler Richtung bewirkt. Dies führt zu Scherdehnungen in den Zwischenkomponenten und in den in diesen befindlichen Sensorelementen, welche die Scherdehnungen in horizontaler und vertikaler Richtung messen.
Eine solche Anordnung ist jedoch in mehrfacher Sicht nachteilhaft. So ist zur Herstellung eine zerspanende Herstellung der röhrenförmigen Zwischenkomponenten erforderlich, wobei für die Messung notwendige Genauigkeiten eingehalten werden müssen. Im eingebauten Zustand besteht außerdem die einzige Verbindung zwischen der Walze bzw. dem walzenlagernden Bauteil einerseits und andererseits der Stuhlung über die röhrenförmigen Zwischenkomponenten. Brechen diese Zwischenkomponenten, beispielsweise durch Überlast oder Materialfehler, ist die Walze nicht mehr fixiert und kann umherfliegen, was somit schwere Maschinen- und Personenschäden verursachen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Bahnzugmesseinrichtung derart weiterzuentwickeln, dass diese bei gleicher oder verbesserter Funktionalität einen einfacheren Aufbau und einen sichereren Einsatz ermöglicht. Dabei soll die Bahnzugmesseinrichtung auch zur Übertragung sehr hoher Momente geeignet sein und im Fall einer Zerstörung von Komponenten im Bereich der Messelemente zur Fixierung der gelagerten Walze geeignet sein. Insbesondere soll eine Messung von Spannungen in Papiermaschinen- Bespannungen verbessert werden. Dabei ist eine konstante und richtig bemessene Bandspannung Voraussetzung für eine lange Standzeit der Bespannung und führt zu gesteigerter Qualität und Quantität der Papierproduktion. Viele Prozesseigenschaften einer Papiermaschine hängen von der Sieb- und Filzspannung ab. Eine Messung der Kräfte in horizontaler und vertikaler Richtung ermöglicht die Bestimmung der resultierenden Kraft sowie ihrer Richtung. Entsprechend soll eine Messung der Kräfte in horizontaler und vertikaler Richtung durch eine solche Bahnzugmesseinnchtung auf einfache Art und Weise und mit einem einfachen Aufbau ermöglicht werden.
Die erfindungsgemäße Lösung ist durch die Merkmale der Ansprüche 1 , 2 und 14 charakterisiert. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Eine erfindungsgemäße Bahnzugmesseinnchtung mit einer Befestigungskomponente zur Befestigung an einer ortsfesten Referenzfläche, einer Walzenlagerbefestigungskomponente sowie Dehnmesselementen, insbesondere Dehnmessstreifen, welche zum Messen von Bewegungen zwischen der Befestigungskomponente und der Walzenlagerbefestigungskomponente ausgelegt sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungskomponente und die Walzenlagerbefestigungskomponente direkt miteinander über zumindest einen ersten oder zweiten Steg verbunden sind, bevorzugt direkt miteinander verbunden sind über zumindest zwei auf einander gegenüberliegenden Seiten der Walzenlagerbefestigungskomponente angeordnete Stege, wobei zumindest ein solches Dehnmesselement an oder in zumindest einem der Stege angeordnet ist und wobei entweder die Befestigungskomponente die Walzenlagerbefestigungskomponente rahmenartig umgreift oder umgekehrt die Walzenlagerbefestigungskomponente die Befestigungskomponente rahmenartig umgreift.
Eine erfindungseinheitlich alternativ und besonders bevorzugt ausgestaltete erfindungsgemäße Bahnzugmesseinnchtung mit einer Befestigungskomponente zur Befestigung an einer ortsfesten Referenzfläche, mit einer Walzenlagerbefestigungskomponente, mit einer Zwischenkomponente sowie mit Dehnmesselementen, insbesondere Dehnmessstreifen, welche zum Messen von Bewegungen zwischen der Befestigungskomponente und der Walzenlagerbefestigungskomponente ausgelegt sind, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenkomponente über zumindest einen ersten Steg, bevorzugt zumindest zwei erste Stege, mit der Walzenlagerbefestigungskomponente gekoppelt ist und dass die Zwischenkomponente über zumindest einen zweiten Steg, bevorzugt zumindest zwei oder vier zweite Stege, mit der Befestigungskomponente gekoppelt ist, wobei zumindest ein solches Dehnmesselement an oder in zumindest einem der ersten und/oder zweiten Stege angeordnet ist.
Vorgeschlagen wird somit eine Bahnzugmesseinnchtung, welche einerseits einen einfachen Aufbau aufweist und andererseits zum Messen eines Bahnzugs, insbesondere eines Materialbahn- oder Siebzugs an einer Walze ausgebildet ist. Dabei dienen zur Verbindung der Befestigungskomponente, welche zur Befestigung an einer ortsfesten Referenzfläche, insbesondere einer Stuhlung, direkt oder indirekt ausgebildet ist und einer Walzenlagerbefestigungskomponente, an welcher ein Walzenlager direkt oder indirekt fest befestigbar ist, Stege, an welchen Dehnmessstreifen angebracht werden können. Ermöglicht wird dadurch eine sehr einfache Positionierung und Anordnung von Dehnmessstreifen. Zwischen den Stegen erster Art und den Stegen zweiter Art Stegen ist dabei eine Zwischenkomponente angeordnet, wodurch eine zumindest bedingt entkoppelte Erfassung von Kräften mit Kraftwirkrichtung in unterschiedlichen Richtungen ermöglicht wird. Vorzugsweise ist die Zwischenkomponente einstückig ausgebildet, wobei dies jedoch nicht zwingend erforderlich ist.
Bevorzugt wird eine solche Bahnzugmesseinnchtung, wenn der zumindest eine erste oder zweite Steg aus einer Ebene quer zu einer Richtung einer Auflast der Walze oder Befestigungsrichtung der Walzenlagerbefestigungskomponente heraus biegbar ausgebildet ist und relativ dazu innerhalb dieser Ebene um mindestens eine Größenordnung weniger biegbar, vorzugsweise nicht biegbar ausgebildet ist. Für den üblicherweise anzutreffenden Fall einer vertikalen Anordnung einer Stuhlung mit der Bahnzugmesseinnchtung und dem walzenlagernden Bauteil mit der Walze darüber ist der Steg somit in vertikaler Richtung biegbar, um eine vertikal von der Walze bzw. dem walzenlagernden Bauteil in Richtung der Stuhlung wirkende Kraft zu erfassen. In diesem Fall fallen die Richtung einer Auflast der Walze bzw. einer vertikalen Kraft der Walze und die Befestigungsrichtung der Walzenlagerbefestigungskomponente zusammen.
Für alternative Fälle, bei denen die Anordnung von Stuhlung, Bahnzugmesseinnchtung und Walze in nicht-vertikaler Richtung erfolgt, wird auf eine entsprechende Befestigungsrichtung der
Walzenlagerbefestigungskomponente abgestellt, wobei dann eine von der Walze in gerader Richtung zur Stuhlung wirkende Kraft nicht mehr vertikal einwirkt.
Der Steg ist zweckmäßigerweise in einer Erstreckungsrichtung gleich der Wirkungsrichtung der zu messenden Kraft dünner bzw. kürzer als in den Erstreckungsrichtungen in einer Ebene, welche quer zu der zu messenden Kraft aufgespannt ist. Im Fall einer vertikal wirkenden Kraft ist der Steg entsprechend in der horizontalen Ebene weit aufgespannt, so dass keine horizontalen Kräfte gemessen werden bzw. ihr Einfluss minimiert ist, während er sich in vertikaler Richtung nur so geringfügig erstreckt, dass einerseits eine Biegung zur Messung einer vertikalen Kraft ermöglicht wird, andererseits aber eine ausreichende Festigkeit gewährleistet ist, um die Walze und das walzenlagernde Bauteil sicher an der Stuhlung zu befestigen. Dabei erfolgt eine Dimensionierung vorzugsweise so, dass zu erwartende Dehnungen im Messbereich verwendeter Dehnmessstreifen liegen. Eigenständig vorteilhaft oder in Kombination damit besonders bevorzugt ist eine solche Bahnzugmesseinnchtung, wenn der zumindest eine zweite oder erste Steg in einer Richtung quer zu einer Auflast der Walze oder Befestigungsrichtung der Walzenlagerbefestigungskomponente biegbar ausgebildet ist und relativ dazu innerhalb dieser Richtung um mindestens eine Größenordnung weniger biegbar, vorzugsweise nicht biegbar ausgebildet ist. Mit anderen Worten wird mit einer solchen Anordnung im Fall einer beispielhaft vertikalen Anordnung von Stuhlung, Bahnzugmesseinrichtung und Walze nicht eine vertikale Kraft der Walze sondern eine horizontale Kraft der Walze erfasst, insbesondere eine horizontal in Rotationsrichtung bzw. Bahntransportrichtung wirkende Kraft erfasst. Die Auslegung der Stege erfolgt vorzugsweise wiederum so, dass diese einerseits eine Biegung und damit auch eine Dehnung von an diesem befestigten Dehnmessstreifen ermöglichen und andererseits eine ausreichende Kraftübertragung zur sicheren Befestigung der Walze an der Stuhlung ermöglichen.
Besonders bevorzugt wird eine Bahnzugmesseinrichtung, bei welcher der zumindest eine erste Steg in einer Richtung quer zu einer Richtung biegbar ist, in welcher der zweite Steg biegbar ist. Im Fall einer bevorzugten vertikalen Ausrichtung einer Stuhlung, der Bahnzugmesseinrichtung und der Walze kann so sowohl eine vertikale Kraft als auch eine horizontale Kraft erfasst werden.
Beim Einsatz weiterer, dritter Stege in einer dritten Ausrichtung sind auch Kräfte in der dritten Raumrichtung erfassbar. Vorzugsweise wird zur Realisierung einer solchen Anordnung eine noch weitere Zwischenkomponente zwischengeschaltet, so dass sich die Stege der dritten Ausrichtung zwischen den beiden Zwischenkomponenten befinden und die anderen Stege zwischen einerseits der ersten Zwischenkomponente und der Befestigungskomponente bzw. zwischen der anderen Zwischenkomponente und der Walzenlagerbefestigungskomponente angeordnet sind.
Bei einer solchen Bahnzugmesseinrichtung können insbesondere die Stege, insbesondere die zweiten Stege in einem eingebuchteten Bereich der Zwischenkomponente angeordnet sind. Solche eingebuchteten Bereiche der Zwischenkomponente und im Fall einer rahmenartigen Zwischenkomponente auch der darin angeordneten Walzenlagerbefestigungskomponente bieten den Vorteil, eine größere biegbare Längenerstreckung der Stege zu ermöglichen. Dies gilt insbesondere bei geringer Baugröße der gesamten Messstelle. Erfindungsgemäß bevorzugt wird eine solche Bahnzugmesseinrichtung, bei der die Befestigungskomponente Wandungen aufweist, welche sich zu der Zwischenkomponente und/oder zu der Walzenlagerbefestigungskomponente mit einem freien Abstand benachbart und einen Bewegungsbereich der Zwischenkomponente und/oder der Walzenlagerbefestigungskomponente in vier Richtungen quer zur Richtung einer Auflast der Walze begrenzend erstrecken.
Wenn die Zwischenkomponente und/oder die Walzenlagerbefestigungskomponente auf vier Seiten von Wandungen umgeben sind, so können sie aus dem durch die Wandungen definierten Bereich nicht herausgelangen, falls beispielsweise einer oder mehrere der Stege aufgrund einer Überbelastung oder Materialschwäche brechen. Im Fall beispielsweise einer vertikalen Anordnung von Stuhlung, Bahnzugmesseinrichtung und walzenlagerndem Bauteil wäre dadurch im Fall des Bruchs beispielsweise der Stege die Walze mit dem walzenlagernden Bauteil innerhalb der Wandungen in horizontaler Richtung fixiert und könnte nicht unkontrolliert aus dem Arbeitsbereich herausspringen. Besonders vorteilhaft ist dabei, wenn bei der Bahnzugmesseinrichtung die Befestigungskomponente rahmenartig ausgebildet ist und die Zwischenkomponente und/oder die Walzenlagerbefestigungskomponente quer zu einer Richtung einer Auflast der Walze oder Befestigungsrichtung der Walzenlagerbefestigungskomponente beabstandet umschließt.
Eine rahmenartige Struktur bietet rundherum Wandungen, welche eine besonders sichere Lagerung ermöglichen. Solche rahmenartigen Wandungen bieten außerdem Vorteile bei der Kraftweiterleitung von der Walze zur Stuhlung, da die einwirkenden Kräfte gleichmäßig über die Rahmenstruktur übertragen werden können. Dementsprechend ist auch vorteilhaft, wenn bei der Bahnzugmesseinrichtung die Zwischenkomponente Wandungen aufweist, welche sich zu der Walzenlagerbefestigungskomponente mit einem freien Abstand benachbart und einen Bewegungsbereich der Walzenlagerbefestigungskomponente in vier Richtungen quer zur Richtung einer Auflast der Walze begrenzend erstrecken.
Vorteilhaft ist somit die Walzenlagerbefestigungskomponente auf einen Raumbereich innerhalb der Zwischenkomponente festgelegt und kann bei einer Zerstörung von Teilen, insbesondere Stegen, nicht aus dem Raumbereich herausgelangen.
Insbesondere kann die Zwischenkomponente rahmenartig ausgebildet sein und die Walzenlagerbefestigungskomponente quer zu einer Richtung einer Auflast der Walze oder Befestigungsrichtung der Walzenlagerbefestigungskomponente beabstandet umschließen.
Insbesondere die Ausgestaltung der Zwischenkomponente mit einer rahmenartigen Struktur ermöglicht einerseits eine sehr große Festigkeit der Zwischenkomponente gegenüber den weiteren Komponenten bei einer Kraftübertragung von der Walze zu der Stuhlung und bietet andererseits viel Raum zur Aufnahme der Walzenlagerbefestigungskomponente innerhalb der Zwischenkomponente. Insbesondere wenn die Zwischenkomponente in einer Wandungsöffnung der Befestigungskomponente angeordnet ist und wiederum die Walzenlagerbefestigungskomponente in einem freien Raumbereich innerhalb der Zwischenkomponente aufgenommen ist, wird eine sehr flache Bauweise ermöglicht. Zugleich können die Stege eine sichere Kraftübertragung und gleichzeitig eine Messung von einwirkenden Kräften ermöglichen.
Eine bevorzugte Bahnzugmesseinrichtung weist einen Sicherungshalter auf, der an der Befestigungskomponente oder ortsfest zu dieser angeordnet ist und bis über einen Rand der Walzenlagerbefestigungskomponente zwischen der Walzenlagerbefestigungskomponente in Richtung einer daran befestigten Komponente führt, wobei der Sicherungshalter von derart beabstandet von der Walzenlagerbefestigungskomponente angeordnet ist, dass die Walzenlagerbefestigungskomponente bei Zerstörung der Stege in Richtung der daran befestigten Komponente nur begrenzt weit bewegbar ist.
Seitliche Wandungen, welche bei einem beispielhaft vertikalen Aufbau der Gesamtanordnung die Walzenlagerbefestigungskomponente bzw. die Zwischenkomponente außenseitig horizontal umgeben, ermöglichen eine Begrenzung der Bewegung der Walze bzw. des walzenlagernden Bauteils in horizontaler Richtung für den Fall einer Zerstörung von Elementen wie den Stegen. Für den Fall einer nicht-vertikalen Anordnung von Stuhlung, Bahnzugmesseinrichtung und Walze gilt dies entsprechend für eine Bewegung quer zu einer Befestigungsrichtung der Walzenlagerbefestigungskomponente. Im Fall einer insbesondere vertikalen Anordnung kann davon ausgegangen werden, dass bei einer durch die Bespannung gegen die Stuhlung druckbeaufschlagten Walze ein Herausspringen in vertikaler Richtung weniger wahrscheinlich ist. Jedoch kann vorsorglich oder im Falle einer auf Zug gegen die Stuhlung beanspruchten Walze als weitere Sicherungsmaßnahme ein derartiger Sicherungshalter vorgesehen werden. Der Sicherungshalter übergreift dabei klammerartig die Zwischenkomponente und die
Walzenlagerbefestigungskomponente von zumindest einer Seite her, vorzugsweise von mehreren Seiten her, so dass auch eine Sicherung in der Walzenbefestigungsrichtung an der Walzenlagerbefestigungskomponente gewährleistet wird.
Vorteilhaft können bei einer solchen Bahnzugmesseinrichtung die Befestigungskomponente, die Walzenlagerbefestigungskomponente, die Zwischenkomponente und die diese koppelnden Stege einstückig aus einem Werkstück ausgebildet sein und so auf einfache Art und Weise mittels zerspanender Fertigung hergestellt werden. Bei der Bahnzugmesseinrichtung ist die Zwischen komponente bevorzugt über zumindest zwei erste Stege mit der Walzenlagerbefestigungskomponente gekoppelt, wobei die ersten Stege auf einander gegenüberliegenden Seiten der Zwischenkomponente angeordnet sind, und/oder die Zwischenkomponente bevorzugt über zumindest zwei zweite Stege mit der Befestigungskomponente gekoppelt, wobei die zweiten Stege auf einander gegenüberliegenden Seiten der Zwischenkomponente angeordnet sind.
Vom Grundgedanken her würde jeweils eine Ankoppelung über einen Steg zwischen der Befestigungskomponente und der Zwischenkomponente und einen weiteren Steg zwischen der Zwischenkomponente und der Walzenlagerbefestigungskomponente ausreichen. Insbesondere im Fall auftretender Scherkräfte aber auch allgemein zur Erhöhung der Festigkeit und zur Verbesserung der Kraftübertragungen werden jeweils zwei oder mehr Stege bevorzugt, welche so angeordnet sind, dass diese aufeinander gegenüberliegenden Seiten der Zwischenkomponente angeordnet sind. Während quer zur Befestigungsrichtung der Walze bzw. insbesondere horizontal flächig angeordnete Stege eine große Fläche baulich bedingt bereits von sich aus ermöglichen, ist bei einem insbesondere flachen Aufbau die Wirkfläche von Stegen mit einem Verlauf parallel zu der Befestigungsrichtung der Walze begrenzt. Daher werden insbesondere im Fall dieser Stege vorzugsweise jeweils zwei oder mehr solcher Stege auf den beiden einander gegenüberliegenden Seiten der Zwischenkomponente ausgebildet. Eigenständig erfinderisch ist insbesondere auch eine Anlage mit zumindest einer Walze, über die eine Bespannung, insbesondere ein Sieb, geführt ist und mit einer Bahnzugmesseinrichtung zum Messen einer durch die Bespannung auf die Walze wirkenden Kraft, wenn die Bahnzugmesseinrichtung derartig ausgebildet ist. Von besonderer Bedeutung ist entsprechend eine Anlage, bei welcher eine Walze bzw. das walzenlagernde Bauteil unter Zwischenschaltung einer solchen Bahnzugmesseinrichtung an die Stuhlung gekoppelt ist. Die erfindungsgemäße Lösung wird nachfolgend anhand Figuren erläutert. Darin ist im Einzelnen Folgendes dargestellt: Figur 1 verdeutlicht in schematisiert vereinfachter Darstellung anhand einer isometrischen Ansicht eine erfindungsgemäß bevorzugte Bahnzugmesseinrichtung zur Messung in zwei Richtungen;
Figur 2 verdeutlicht eine seitliche Ausschnittsansicht einer solchen
Bahnzugmesseinrichtung, welche zwischen einer Walze und einer
Stuhlung eingebaut ist;
Figur 3 verdeutlicht eine isometrischen Ansicht einer vereinfachten
Bahnzugmesseinrichtung, welche eine Messung nur einer Richtungskomponente eines Bahnzugs erfasst;
Figur 4 verdeutlicht eine isometrischen Ansicht einer weiteren vereinfachten
Bahnzugmesseinrichtung, welche eine Messung nur einer Richtungskomponente eines Bahnzugs erfasst.
Die Figur 1 verdeutlicht in schematisiert stark vereinfachter Darstellung den Grundaufbau und die Grundfunktion einer erfindungsgemäß ausgeführten Bahnzugmesseinrichtung 1 , insbesondere Siebzugmesseinrichtung. Figur 2 zeigt einen bevorzugten Aufbau einer Anlage, in welcher eine solche Bahnzugmesseinrichtung 1 eingesetzt ist. Bei der beispielhaft vertikal dargestellten Anordnung in Längsrichtung der Maschine, ist eine Walze 2 in einem walzenlagernden Bauteil 3 gelagert. Das walzenlagernde Bauteil 3 sitzt auf einer Komponente der Bahnzugmesseinrichtung 1 und ist mit der Komponente fest verbunden, insbesondere verschraubt. Die Bahnzugmesseinrichtung 1 ist ihrerseits an einer ortsfesten Referenzfläche 4 angeordnet, welche vorzugsweise von einem Gestell oder einer Stuhlung gebildet wird und ist mit einer Komponente der Bahnzugmesseinrichtung 1 am Gestell beziehungsweise der Stuhlung befestigt. Die Befestigung erfolgt vorzugsweise durch Kraft- oder Formschluss, insbesondere mittels einer Schraubverbindung. Wie insbesondere Figur 1 verdeutlicht, weist eine besonders bevorzugte Bahnzugmesseinrichtung 1 einen rahmenartigen Aufbau aus mehreren Komponenten auf. Die zentrale innenseitige Komponente der Bahnzugmesseinrichtung 1 wird von einer Walzenlagerbefestigungskomponente 7 gebildet. Die Walzenlagerbefestigungskomponente 7 weist Bohrungen, insbesondere Gewinde- oder Durchgangsbohrungen auf, welche zur Verschraubung mit einem solchen walzenlagernden Bauteil 3 dienen. Die bevorzugte Walzenlagerbefestigungskomponente 7 ist im Wesentlichen flächig und flach quaderförmig ausgebildet. Die Walzenlagerbefestigungskomponente 7 ist von einer rahmenartigen Zwischenkomponente 8 umgeben, welche wiederum im Wesentlichen einen rechteckigen Aufbau aufweist. Die Zwischenkomponente 8 ist wiederum von einer rahmenartig aufgebauten Befestigungskomponente 6 zur Befestigung an einer solchen ortsfesten Referenzfläche 4 ausgebildet. Die Befestigungskomponente 6 weist dazu vorzugsweise Bohrungen, insbesondere Gewinde- oder Durchgangsbohrungen auf, welche zum Verschrauben mit einer solchen Stuhlung 4 dienen.
In der dargestellten Lage befindet sich zwischen einer innenseitigen Wandung der Befestigungskomponente 6 und einer außenseitigen Wandung der Zwischenkomponente 8 ein freier Raum. Ebenso befindet sich ein freier Raum zwischen einer innenseitigen Wandung der Zwischenkomponente 8 und einer außenseitigen Wandung der Walzenlagerbefestigungskomponente 7. Zur Übertragung von Kräften von dem walzenlagernden Bauteil 3 zu der Stuhlung 4 dienen Stege 9, 10, welche zwischen einerseits der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 und der Zwischenkomponente 8 und andererseits zwischen der Zwischen komponente 8 und der Befestigungskomponente 6 ausgebildet sind.
Erste Stege 9 sind dabei zwischen der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 und der Zwischen komponente 8 an vorzugsweise zwei einander gegenüberliegenden Stirnseiten der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 ausgebildet. Diese ersten Stege 9 sind dabei im Fall der horizontalen Darstellung gemäß Figur 1 horizontal flächig ausgebildet mit einer demgegenüber nur begrenzten Tiefenerstreckung in vertikaler Richtung. Die Dimensionierung der ersten Stege 9 ist dabei so gewählt, dass diese eine vorzugsweise sehr große Steifigkeit gegenüber Bewegungen und Biegungen in horizontaler Richtung bieten, jedoch eine Biegebewegung in vertikaler Richtung ermöglichen.
Eine vertikale Kraft, welche auf die Walzenlagerbefestigungskomponente 7 einwirkt, führt somit relativ zu der Zwischenkomponente 8 zu einer vertikalen Bewegung der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 und einer Biegung der ersten Stege 9 und daran befestigter Dehnmesselemente 1 1 , insbesondere Dehnmessstreifen. Die Dimensionierung und Materialauswahl ist dabei so, dass derartige Biegungen elastisch erfolgen und mit Wegnehmen der einwirkenden vertikalen Kraft zu einer Rückstellung der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 führen.
Die zweiten Stege 10 sind hingegen zwischen der Zwischenkomponente 8 und der Befestigungskomponente 6 ausgebildet. Die zweiten Stege 10 weisen dabei eine flächige Längserstreckung in vertikaler Richtung z auf. Dadurch erfahren die zweiten Stege 10 eine hohe Biegesteifigkeit in vertikaler Richtung z. Die Dimensionierung der zweiten Stege 10 hinsichtlich einer Dicke bzw. Breite in horizontaler Richtung ist dabei so gewählt, dass eine Biegung in horizontaler Richtung ermöglicht wird. Bei der beispielhaft dargestellten Bahnzugmesseinrichtung 1 handelt es sich dabei um eine erste horizontale Richtung x quer zur vertikalen Richtung z bzw. quer zu einer Auflast der Walze 2 bzw. quer zur Befestigungsrichtung der Walzenlagerbefestigungskomponente 7. Die erste Richtung x in horizontaler Richtung ist bei einem Einbau zwischen eine solche Walze 2 und eine solche Stuhlung 4 vorzugsweise eine Transportrichtung der Bespannung 5. Bei ungleichmäßigen Zugrichtungen der Bespannung 5 in der ersten horizontalen Richtung x werden derartige Belastungen entsprechend durch ein elastisches Biegen der zweiten Stege 10 und Aktivieren von daran befestigten Dehnmesselementen 1 1 , insbesondere Dehnmessstreifen, erfasst. Vertikale Kräfte werden hingegen durch die Dehnmesselemente 1 1 erfasst, welche an den ersten Stegen 9 angeordnet sind.
Um einerseits für die zweiten Stege 10 genügend Raum in deren Biegerichtung bereitzustellen und andererseits eine Baugröße der Bahnzugmesseinrichtung 1 möglichst gering zu halten, weist die Zwischenkomponente 8 nach innen verlaufende Einbuchtungen auf. Um diese zu ermöglichen, weist zweckmäßigerweise auch die Walzenlagerbefestigungskomponente 7 entsprechende Einbuchtungen auf. Solche Einbuchtungen in der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 ermöglichen somit einerseits eine möglichst lange Biegeerstreckung der zweiten Stege und bietet andererseits in den relativ dazu verbreiterten Endabschnitten der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 eine Ansatzmöglichkeit für sich horizontal besonders breit erstreckende erste Stege auf.
Eine solche rahmenartige Struktur bietet für den Fall brechender erster und/oder zweiter Stege 9, 10 Sicherheit gegen ein Ausbrechen in horizontaler Richtung. Wie in Figur 2 dargestellt, kann eine zusätzliche Sicherheit gegen ein Ausbrechen in vertikaler Richtung durch einen Sicherungshalter 12 ermöglicht werden, welcher mit seinem einen Ende an der Befestigungskomponente 6 oder der Stuhlung 4 fest befestigt ist. Von dort aus führt der Sicherungshalter 12 in Richtung der Bahnzugmesseinrichtung 1 und über diese bis in einen Bereich oberhalb eines Randabschnitts der Walzenlagerbefestigungskomponente 7, so dass die Walzenlagerbefestigungskomponente 7 und die Zwischenkomponente 8 beim Brechen von Stegen 9, 10 auch in vertikaler Richtung gesichert sind. Zweckmäßigerweise ist das oberhalb der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 befindliche Ende des Sicherungshalters 12 derart beabstandet, dass die Walzenlagerbefestigungskomponente 7 sich zu Messzwecken ausreichend in vertikaler Richtung bewegen kann. Um einen Einbau zwischen ein walzenlagerndes Bauteil 3 und eine Stuhlung 4 zu erleichtern, kann die Walzenlagerbefestigungskomponente 7 höher ausgebildet sein als die Befestigungskomponente 6. Um eine Bewegung in vertikaler Richtung bzw. in Befestigungsrichtung der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 zur Messung vertikaler Bewegungen zu ermöglichen, ragt eine Unterseite bzw. eine dem walzenlagernden Bauteil 3 gegenüberliegende Seite der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 vorteilhafterweise nicht so weit herunter, wie eine entsprechende Unterseite der Befestigungskomponente 6. Entsprechend erstreckt sich die Zwischenkomponente 8 in der Einbaulage in einer Richtung zwischen walzenlagerndem Bauteil 3 und Stuhlung 4 vorzugsweise weder bis zu einer Oberkante der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 noch bis zu einer Unterkante der Befestigungskomponente 6.
Anhand Figur 1 ist somit eine Bahnzugmesseinrichtung 1 dargestellt, welche vorzugsweise mittels vier äußerer Bohrungen an der Stuhlung 4 fixiert wird. Eine Krafteinleitung von der Walze 2 bzw. dem walzenlagernden Bauteil 3 erfolgt über Verschraubungen des walzenlagernden Bauteils 3 mit den beispielhaft zwei Bohrungen der Walzenlagerbefestigungskomponente 7. Gegebenenfalls werden Adapterplatten zur Überbrückung von Abständen eingesetzt. Die Walzenlagerbefestigungskomponente 7 ist gegenüber der Zwischenkomponente 8 erhöht und über die vorzugsweise zwei ersten Stege 9 verbunden. An den Stegen 9 sind Dehnmessstreifen als Dehnmesselemente 1 1 angebracht. Eine vertikale Kraft bewegt die Walzenlagerbefestigungskomponente 7 gegenüber der Zwischenkomponente 8 in vertikaler Richtung z, so dass an den ersten Stegen 9 eine Biegedehnung stattfindet, welche mit den Dehnmesselementen 1 1 gemessen wird. Diese ersten Stege 9 sind vorzugsweise so ausgelegt, dass Kräfte in horizontaler Richtung x, y keinerlei Einfluss auf die Messung haben und an diesen Stellen nur vertikale Kräfte gemessen werden.
Die Zwischenkomponente 8 ist mit der Befestigungskomponente 6 ebenfalls über die zweiten Stege 10 verbunden. Die zweiten Stege 10 biegen sich unter horizontaler Last in horizontaler Richtung x. Die an den zweiten Stegen 10 angebrachten Dehnmesselemente 1 1 dienen zur Messung nur horizontaler Kräfte und sind so ausgelegt, dass eine vertikale Kraft nicht in das Messergebnis mit einfließt. Somit werden zwei getrennte Messungen für horizontale und vertikale Belastung erhalten.
Auf besonders vorteilhafte Art und Weise ist eine solche Bahnzugmesseinrichtung mittels zerspanender Fertigung ohne großen Aufwand herstellbar. Auch andere Fertigungen sind umsetzbar, z.B. als Gussteil, falls eine ausreichende Dehnbarkeit gewährleistet ist. Mittels der Dehnmesselemente 1 1 werden Biegedehnungen gemessen, welche im Betrag größer als Scherdehnungen sind und somit leichter messbar sind.
Durch die Fixierung der Befestigungskomponente 6 an der Stuhlung 4 und die rahmenartige Umschließung der Zwischenkomponente 8 und der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 innerhalb der Befestigungskomponente 6 bleibt die Walze 2 bzw. das walzenlagernde Bauteil 3 im Fall eines Bruchs der Stege 9, 10 weiterhin in der horizontalen Ebene xy fixiert. Eine vertikale Fixierung kann, sofern erforderlich, durch den Sicherungshalter 12 erfolgen.
Gegenüber der beispielhaft dargestellten Bahnzugmesseinrichtung 1 sind eine Vielzahl von Modifikationen möglich. So kann neben einer integralen Bauweise durch Fertigung aus einem einzigen Werkstück auch eine Fertigung aus mehreren insbesondere rahmenartigen Strukturen erfolgen, welche dann beispielsweise mittels der Stege untereinander gekoppelt, insbesondere verbunden werden. Auch kann von der rechteckig dargestellten Konstruktion abgewichen werden und prinzipiell jede beliebige andere geometrische Grundform oder Kombinationen aus diesen bis hin zu einer kreisförmigen Konstruktion gewählt werden. Insbesondere kann die Anzahl der jeweiligen Stege durch Hinzunahme weiterer jeweils parallel angeordneter Stege erhöht werden, was einen höheren Messbereich bewirkt. Auch kann die Anzahl der Stege dadurch erhöht werden, dass beispielsweise anstelle großer flächiger Stege durch Einbringung von Schlitzen mehrere, insbesondere viele Stege zueinander benachbart, in einer Reihe angeordnet sind.
Figur 3 verdeutlicht eine isometrischen Ansicht einer vereinfachten Bahnzugmesseinrichtung, welche eine Messung nur einer Richtungskomponente eines Bahnzugs erfasst. Dabei kennzeichnen gemeinsam verwendete Bezugszeichen Komponenten, welche in Figur 1 gleich oder gleich wirkend sind. Beschrieben werden nachfolgend im Wesentlichen nur unterschiedlich ausgestaltete Komponenten.
Bei dieser Ausgestaltung sind die Befestigungskomponente 6 zur Befestigung an der ortsfesten Referenzfläche und die Walzenlagerbefestigungskomponente 7 im Wesentlichen gleich wie bei der Ausgestaltung gemäß Figur 1 ausgebildet. Jedoch übernimmt nun erfindungseinheitlich der rahmenartige Aufbau der Befestigungskomponente 6, welche die übrigen Komponenten umgreift, und/oder die Walzenlagerbefestigungskomponente 7, welche von der rahmenartigen Befestigungskomponente 6 unter Abstand zwischen diesen umgriffen wird, zugleich die Funktion der Zwischenkomponente 8. Mit anderen Worten werden die Befestigungskomponente 6 und die Walzenlagerbefestigungskomponente 7 funktionell auf deren Befestigungsbohrungen 13 zur Befestigung an der ortsfesten Referenzfläche bzw. an dem Walzenlager reduziert und die übrigen Wandungsbereiche übernehmen die Funktion der Zwischenkomponente.
Anstelle erster und zusätzlich zweiter Stege, welche eine Messung von Dehnungen in zueinander senkrecht wirkenden Kräften erfassen, sind bei dieser Ausgestaltung jedoch nur erste derartiger Stege 9 * vorgesehen, welche die Befestigungskomponente 6 direkt ohne Zwischenschaltung einer weiteren Komponente mit der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 verbinden und Dehnmessstreifen tragen.
Figur 4 verdeutlicht eine isometrischen Ansicht einer weiteren vereinfachten Bahnzugmesseinrichtung, welche eine Messung nur einer Richtungskomponente eines Bahnzugs erfasst. Dabei kennzeichnen gemeinsam verwendete Bezugszeichen Komponenten, welche in Figur 1 gleich oder gleich wirkend sind. Beschrieben werden nachfolgend im Wesentlichen nur unterschiedlich ausgestaltete Komponenten.
Der Grundaufbau ähnelt dem aus Figur 3 mit der Befestigungskomponente 6 zur Befestigung an der ortsfesten Referenzfläche und der Walzenlagerbefestigungskomponente 7. Jedoch sind bei dieser Ausgestaltung erster und zusätzlich zweiter Stege, welche eine Messung von Dehnungen in zueinander senkrecht wirkenden Kräften erfassen, nur zweite aus Figur 1 bekannter derartiger Stege 10 * vorgesehen, welche die Befestigungskomponente 6 direkt ohne Zwischenschaltung einer weiteren Komponente mit der Walzenlagerbefestigungskomponente 7 verbinden und Dehnmessstreifen tragen.
Bezugszeichenliste
1 Bahnzugmesseinrichtung
2 Walze
3 walzenlagerndes Bauteil
4 ortsfeste Referenzfläche einer Stuhlung
5 Bespannung, insbesondere Sieb
6 Befestigungskomponente zur Befestigung an der
ortsfesten Referenzfläche
7; 7 * Walzenlagerbefestigungskomponente
8 Zwischenkomponente
9; 9 * erste Stege zwischen 7 und 8
; 10 * zweite Stege zwischen 6 und 8
1 1 Dehnmesselemente
12 Sicherungshalter
13 Befestigungsbohrung
x erste Richtung quer zu einer Auflast der Walze oder quer zur Befestigungsrichtung der
Walzenlagerbefestigungskomponente
y zweite Richtung quer zu einer Auflast der Walze oder quer zur Befestigungsrichtung der
Walzenlagerbefestigungskomponente und quer zu x z Richtung, insbesondere vertikale Richtung einer Auflast der Walze oder Befestigungsrichtung der
Walzenlagerbefestigungskomponente
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