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Patent Searching and Data


Title:
WEBBING, METHOD AND RIBBON NEEDLE LOOM FOR PRODUCING THE SAME
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/101692
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method for weaving a webbing, comprising at least one first (right-hand) weft thread (SFR) and at least one second (left-hand) weft thread, characterized in that the two weft threads (SFL, SFR) are introduced into the same shed from both sides of the webbing, are wound around weft thread retainers in weft change loops, are substantially retained by the weft thread retainers until shed change and are then stripped off from the weft thread retainers by the reed after shed change and are bound against the stop.

Inventors:
BERGER, Johann (Obere Schloss-Strasse 114, Alfdorf, 73553, DE)
Application Number:
EP2007/002021
Publication Date:
September 13, 2007
Filing Date:
March 08, 2007
Export Citation:
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Assignee:
BERGER, Johann (Obere Schloss-Strasse 114, Alfdorf, 73553, DE)
International Classes:
D03D1/00; D03D47/02
Attorney, Agent or Firm:
FISCHER, Matthias et al. (Schroeter Lehmann Fischer & Neugebauer, Wolfratshauser Str. 145, München, 81479, DE)
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Claims:

PATENTANSPRüCHE

1. Verfahren zum Weben eines Bandes, mit wenigstens einem ersten (rechten) Schussfaden (SFR) und wenigstens einem zweiten (linken) Schussfaden (SFL), dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schussfäden (SFL, SFR) von beiden Seiten des Bandes ins gleiche Fach eingetragen, in Schussumkehrschlaufen um Schussrückhalter herumgelegt, im Wesentlichen bis zum Fachwechsel von den Schussrückhaltern festgehalten werden und dann nach dem Fachwechsel durch das Webblatt von der Schussrückhaltern abgestreift und am Anschlag angeschlagen werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schussfäden (SFL, SFR) von beiden Seiten des Bandes gleichzeitig ins gleiche Fach eingetragen werden.

3. Verfahren nach Anspruch 2, zum Weben eines Bandes, insbesondere eines Gurtbandes mit einem Innenbereich (M), einem weichen rechten Randbereich (RR) und einem weichen linken Randbereich (RL), gekennzeichnet durch folgende sich immer wieder wiederholende erste Schrittsequenz: ar) Eintragen des rechten Schussfadens (SFR) von der rechten Bandseite aus in den rechten Randbereich (RR) und den Innenbereich (M) mittels einer rechten Schussnadel (SNR), al) Eintragen des linken Schussfadens (SFL) von der linken Bandseite aus in den linken Randbereich (RL) und den Innenbereich (M) mittels einer linken Schussnadel (SNL) simultan zu Schritt ar), br) Festhalten des rechten Schussfadens (SFR) im übergangsbereich vom Innenbereich (M) zum linken Randbereich (RL) mittels eines linken Schussrückhalters (SRHL), bl) Festhalten des linken Schussfadens (SFL) im übergangsbereich vom Innenbereich (M) zum rechten Randbereich (RR) mittels eines rechten Schussrückhalters (SRHR) simultan zu Schritt br), er) Fangen des rechten Schussfadens (SFR) mit dem linken Schussrückhalter (SRHL) und Zurückfahren des linken Schussrückhalters (SRHL) bis zum Blattanschlag (BA),

cl) Fangen des linken Schussfadens (SFL) mit dem rechten Schussrückhalter (SRHR) und Zurückfahren des rechten Schussrückhalters (SRHR) bis zum Blattanschlag (BA) simultan zu Schritt er), dr) Zurückfahren der rechten Schussnadel (SNR) zur rechten Bandseite, dl) Zurückfahren der linken Schussnadel (SNL) zur linken Bandseite simultan zu Schritt er), e) Abstreifen der im vorhergehenden Schritt gebildeten Schussschlaufen von den beiden Schussrückhaltern (SRHR, SHRL) durch das Webblatt (WB) zum Blattanschlag (BA) und Vorwärtsbewegen der beiden Schussrückhalter (SRHR, SHRL) weg vom Blattanschlag (BA), f) Anschlagen der beiden Schussfäden (SFR, SFL) mit einem Webblatt (WB).

4. Verfahren zum Herstellen eines Gurtbandes, dessen rechter und linker Schussfaden Hybrid-Fäden sind, nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch folgenden, nach dem Webvorgang durchgeführten Schritt: g) Thermofixieren des Gurtbandes.

5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, gekennzeichnet durch folgende weitere Schritte: az) Eintragen eines, vorzugsweise im übergangsbereich vom Innenbereich (M) zum linken Randbereich (RL), zugeführten Monofil-Schussfadens (SFZ) von links nach rechts bis zum übergangsbereich vom Innenbereich (M) zum rechten Randbereich (RR), mittels einer linken Zusatz-Schussnadel (SNZ) simultan zu Schritt ar), bz) Festhalten des Monofil-Schussfadens (SFZ) im übergangsbereich vom Innenbereich (M) zum rechten Randbereich (RR) mittels des rechten Schussrückhalters (SRHR) simultan zu Schritt br), cz) Fangen des Monofil-Schussfadens (SFZ) mit dem rechten Schussrückhalter (SRHR) und Zurückfahren des rechten Schussrückhalters (SRHR) bis zum Blattanschlag (BA) simultan zu Schritt er), dz) Zurückfahren der linken Zusatz-Schussnadel (SNZ) simultan zu Schritt dr).

6. Verfahren zum Weben eines Bandes nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch folgende sich wahlweise mit der ersten Schrittsequenz abwechselnde zweite Schrittsequenz zur wahlweisen Bildung von Picots an den Außenkanten des Bandes:

apr) Eintragen des rechten Schussfadens (SFR) von der rechten Bandseite aus über die gesamte Bandbreite über die linke Bandseite hinaus mittels einer rechten

Schussnadel (SNR), apl) Eintragen des linken Schussfadens (SFL) von der linken Bandseite aus über die gesamte Bandbreite über die rechte Bandseite hinaus mittels einer linken

Schussnadel (SNL), simultan zu Schritt apr), bpr) Festhalten des rechten Schussfadens (SFR) außerhalb des Bandes neben dem linken Randbereich (RL) mittels eines zweiten linken Schussrückhalters

(SRHL2) und Bilden von Schussschlaufen, bpl) Festhalten des linken Schussfadens (SFR) außerhalb des Bandes neben dem rechten Randbereich (RR) mittels eines zweiten rechten Schussrückhalters

(SRHR2) und Bilden von Schussschlaufen, simultan zu Schritt bpr), dr) Zurückfahren der rechten Schussnadel (SNR) zur rechten Bandseite, dl) Zurückfahren der linken Schussnadel (SNL) zur linken Bandseite simultan zu

Schritt dr), ep) Loslassen der in den Schritten bpr) und bpl) gebildeten Schussschlaufen von den beiden zweiten Schussrückhaltern (SRHR2, SHRL2), f) Anschlagen der beiden Schussfäden (SFR, SFL) mit einem Webblatt (WB).

7. Verfahren zum Weben eines Bandes, dessen rechter und linker Schussfaden Hybrid- Fäden sind, nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch folgenden, nach dem Webvorgang durchgeführten Schritt: g) Thermofixieren des Gurtbandes.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass elastische Kettfäden eingesetzt werden.

9. Nadel-Bandwebmaschine zum Weben eines Bandes, insbesondere Gurtbandes mit einem Innenbereich (M), einem weichen rechten Randbereich (RR) und einem weichen linken Randbereich (RL), mit einem rechten Schussfaden (SFR) und einem linken Schussfaden (SFL), gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

A) eine rechte Schussnadel (SNR) und eine linke Schussnadel (SNL), die simultan zur rechten Schussnadel (SNR) steuerbar ausgebildet ist,

B) einen linken Schussrückhalter (SRHL) und einen rechten Schussrückhalter (SRHR), zum Festhalten und Lösen des linken bzw. rechten Schussfadens,

C) ein Webblatt (WB).

10. Nadel-Bandwebmaschine nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch

B2) einen zweiten linken Schussrückhalter (SRHL2) und einen zweiten rechten Schussrückhalter (SRHR2) zum Festhalten und Lösen des linken bzw. rechten Schussfadens.

11. Nadel-Bandwebmaschine nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet durch

D) eine linke Zusatz-Schussnadel (SNZ), die simultan zur linken oder rechten Schussnadel (SNR) steuerbar ausgebildet ist.

12. Nadel-Bandwebmaschine nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schussrückhalter (SRH) maschinenfest montiert sind, und dass an dem Webblatt (WB), vorzugsweise geringfügig, zum Blattanschlag hin orientierte Abstreif- und Haltedrähte (FSDr) elastisch angeordnet sind, die dafür geeignet sind, die Schussfadenschlaufen vor dem Fachwechsel und vor dem Blattanschlag von den Schussrückhaltern (SRH) abzustreifen und durch Andrücken an den Blattanschlag festzuhalten, bis das Webblatt (WB) selbst die Schussfadenschlaufen anschlägt.

13. Nadel-Bandwebmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schussrückhalter (SRH) vertikal federnd nachgiebig ausgebildet sind, sodass sie durch die gespannten Schussfäden leicht angehoben werden können, und das Hintergleiten der Schussfäden erleichtern.

14. Gurtband für Sicherheitsgurte, mit einem Innenbereich (M), einem im Vergleich zum Innenbereich weicheren rechten Randbereich (RR) und einem im Vergleich zum Innenbereich weicheren linken Randbereich (RL), mit einem rechten Schussfaden (SFR) und einem linken Schussfaden (SFL), dadurch gekennzeichnet, dass der rechte Schussfaden (SFR) nur im Innenbereich (M) und im rechten Randbereich (RR) liegt und der linke Schussfaden (SFL) nur im Innenbereich (M) und im linken Randbereich (RL) liegt.

15. Gurtband nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der rechte Schussfaden (SFR) und der linke Schussfaden (SFL) ein Multifil-Faden ist.

16. Gurtband nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der rechte Schussfaden (SFR) und der linke Schussfaden (SFL) ein Hybrid-Faden ist.

17. Gurtband nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass im Innenbereich (M) zusätzlich ein Zusatzschussfaden (SFZ) aus Monofil liegt.

18. Band, insbesondere gewebt nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 6 oder 7, gekennzeichnet durch außerhalb des Bandes neben dem linken und/oder rechten Randbereich angeordnete Schussschlaufen oder Picots.

19. Band nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass der rechte Schussfaden (SFR) und der linke Schussfaden (SFL) ein Multifil-Faden ist.

20. Band nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass der rechte Schussfaden (SFR) und der linke Schussfaden (SFL) ein Hybrid-Faden ist.

21. Band nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass es elastische Kettfäden aufweist.

22. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Schussfaden (SFL, SFR) von nur einer Schussnadel (28) eingebracht werden, wobei ein erster (linker) Schussfaden (SFL) beim Hineinfahren der Schussnadel (28) in das Webfach durch eine im Bereich der Nadelspitze (34) der Schussnadel angeordnete öse (36) geführt und eingetragen wird und ein zweiter (rechter) Schussfaden (SFR) beim Herausfahren bzw. Zurückfahren der Schussnadel (28) aus dem Webfach mittels einer in der Nadelspitze (34) angeordneten Fangvorrichtung (42) eingegangen und in das Webfach eingezogen wird.

23. Verfahren nach Anspruch 22, zum Weben eines Bandes, insbesondere eines Gurtbandes mit einem Innenbereich (M), einem weichen rechten Randbereich (RR) und einem weichen linken Randbereich (RL), gekennzeichnet durch folgende sich immer wieder wiederholende Schrittsequenz: sal) Eintragen des linken Schussfadens (SFL) von der linken Bandseite aus in den linken Randbereich (RL) und den Innenbereich (M) mittels der Schussnadel (28), sbl) Festhalten des linken Schussfadens (SFL) im übergangsbereich vom Innenbereich (M) zum rechten Randbereich (RR) mittels eines rechten Schussrückhalters (SRHR), sr) Fangen des rechten Schussfadens (SFR) mit der Fangvorrichtung (42),

sar) Eintragen des rechten Schussfadens (SFR) von der rechten Bandseite aus in den rechten Randbereich (RR) und den Innenbereich (M) mittels der Schussnadel (28), sbr) Festhalten des rechten Schussfadens (SFR) im übergangsbereich vom Innenbereich (M) zum linken Randbereich (RL) mittels eines linken Schussrückhalters (SRHL), scr) Fangen des rechten Schussfadens (SFR) mit dem linken Schussrückhalter (SRHL) und Zurückfahren des linken Schussrückhalters (SRHL) bis zum Blattanschlag (BA), sei) Fangen des linken Schussfadens (SFL) mit dem rechten Schussrückhalter (SRHR) und Zurückfahren des rechten Schussrückhalters (SRHR) bis zum Blattanschlag (BA), insbesondere simultan zu Schritt scr), se) Abstreifen der im vorhergehenden Schritt gebildeten Schussschlaufen von den beiden Schussrückhaltern (SRHR, SHRL) durch das Webblatt (WB) zum Blattanschlag (BA) und Vorwärtsbewegen der beiden Schussrückhalter (SRHR, SHRL) weg vom Blattanschlag (BA), f) Anschlagen der beiden Schussfäden (SFR, SFL) mit einem Webblatt (WB).

24. Verfahren zum Herstellen eines Gurtbandes, dessen rechter und linker Schussfaden Hybrid-Fäden sind, nach Anspruch 23, gekennzeichnet durch folgenden, nach dem Webvorgang durchgeführten Schritt: g) Thermofixieren des Gurtbandes.

25. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass elastische Kettfaden eingesetzt werden.

Description:

Gurtband, Verfahren und Nadel-Bandwebmaschine zur Herstellung desselben

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Weben eines Bandes mit einem rechten Schussfaden (SFR) und einem linken Schussfaden (SFL) und eine Nadel-Bandwebmaschine.

Aus der Schrift DE 27 19 382 C3 (Berger 30) ist es bekannt, ein einlagiges Gurtband mit Hohlkanten auf einer Nadel-Bandwebmaschine mit einer einzigen Schussnadel zu weben. Einer von zwei einlagig gewebten Randteilen wird zur Bildung der einen Hohlkante durch Zug des Schussfadens bis an den Rand des Mittelteils herangezogen.

Aus der Schrift CH 648 069 A5 (Berger 2i&) ist bekannt, ein Gurtband, insbesondere für Autosicherheitsgurte, auf einer Nadel-Bandwebmaschine herzustellen. Das Gurtband hat einen relativ steifen Mittelteil und weiche Randteile, die zu Hohlkanten herumgezogen werden. Zur Steigerung der Produktionsgeschwindigkeit sind zwei Schussnadeln vorgesehen, die parallel zueinander gleichzeitig arbeiten, wobei die eine Schussnadel einen weichen Schussfaden in den Mittelteil und beide Randteile einträgt, die andere einen steiferen Schussfaden nur in den Mittelteil einträgt und von den beiden Randteilen nur die beiden äußersten Kettfäden erfaßt. Zwei Schussnadeln tragen gleichzeitig zwei unterschiedliche Schussmaterialien in z. T. unterschiedliche Fachöffhungen ein. Von dem einen Schussfaden, der nur über den Mittelteil eingetragen wird, werden die beiden flachen Randteile zu Hohlkanten herumgezogen. Der Mittelteil wird verstärkt, und es wird eine höhere Leistung erzielt. Angestrebt wurde, durch die Verwendung von zwei Schussnadeln gegenüber Einnadelsystemen die doppelte Leistung zu erzielen. Die durch die beiden Schussnadeln sich ergebende größere Masse und die erforderlichen großen und rasanten Bewegungen von Hilfsfadeneinlegern erlaubten es jedoch nur, wesentlich weniger als die doppelte Webleistung zu erzielen.

Aus der Schrift DE 33 45 508 C2 (Ieperband) ist ein Gurtband bekannt, das einschichtig gewebt ist. Hiernach werden ebenfalls mit zwei Schussnadeln gleichzeitig zwei unterschiedliche Schussgarne eingetragen. Ein monofiler Schussfaden dient nur zur Verstärkung des Mittelteils und darf nicht zum Herumziehen der flachen Randteile verwendet werden.

Die bekannten Gurtbänder und Verfahren zur Herstellung derselben sind nach heutigem Maßstab zu kostspielig und können auch die zwischenzeitlich gestiegenen Ansprüche der Fahrzeughersteller nicht mehr befriedigen. Insbesondere sind die Anforderungen an Gurtbändern mit komfortablen weichen Randbereichen gestiegen, während der Innenbereich höchste Quersteifigkeit haben sollte. Daneben sind die bekannten Vorrichtungen zur Herstellung von Gurtbändern sehr kompliziert und im Betrieb schwer zu beherrschen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher darin, ein Gurtband, ein Verfahren und eine Nadelband- Webmaschine der eingangs genannten Art vorzuschlagen, wobei die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile vermieden oder zumindest stark minimiert sind.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1, nämlich ein Verfahren zum Weben eines Bandes mit einem rechten Schussfaden und einem linken Schussfaden gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die beiden Schussfäden von beiden Seiten des Bandes gleichzeitig ins gleiche Fach eingetragen, in Schussumkehrschlaufen um Schussrückhalter herumgelegt, im Wesentlichen bis zum Anschlagen durch das Webblatt am Anschlag von Schussrückhaltern festgehalten werden und dass erst dann ein Fachwechsel vorgenommen wird.

Mit der erfindungsgemäßen Verfahrensweise ergibt sich, dass beide Schussfäden jeweils von der rechten bzw. linken Schusseintragsseite kommend simultan und nahezu symmetrisch quer über das Band eintragen werden, wo sie jeweils auf der gegenüberliegenden Seite von einem dort jeweils angeordneten Schussrückhalter festgehalten werden, wonach sich die Schussnadeln wieder auf ihre Seite zurückziehen, und dabei den Schussfaden mitnehmen und gespannt halten, bis das Webblatt die frisch eingelegten Schussfäden an das bereits gewebte Bandmaterial anschlägt, wobei die bis zu diesem Zeitpunkt von dem Schussrückhaltern gehaltenen Schussfäden angeschlagen und durch den vorausgegangenen Fachwechsel fixiert werden.

Dabei wird das Band vorteilhafterweise völlig ohne Einsatz von Fang- oder Häkelnadeln, Zungen- oder Schiebernadeln hergestellt. Es findet auch keine Vermaschung oder Verhäkelung des Schussfadens statt. Diese bei Webvorrichtungen nach dem Stand der Technik als obligatorisch geltenden aufwendigen Einrichtungen können bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens entfallen. Lediglich Schussrückhalter, welche z.B. an üblichen Steuerungen von Fangnadelhaltern angegliedert werden können, sind erforderlich.

Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Weben eines Gurtbandes mit einem Innenbereich, einem vorzugsweise weichen rechten Randbereich und einem vorzugsweise weichen linken Randbereich, ist gekennzeichnet durch folgende sich immer wieder wiederholende erste Schrittsequenz: ar) Eintragen des rechten Schussfadens von der rechten Bandseite aus in den rechten

Randbereich und den Innenbereich mittels einer rechten Schussnadel, al) Eintragen des linken Schussfadens von der linken Bandseite aus in den linken

Randbereich und den Innenbereich mittels einer linken Schussnadel, simultan zu

Schritt ar), br) Festhalten des rechten Schussfadens im übergangsbereich vom Innenbereich zum linken Randbereich mittels eines linken Schussrückhalters, bl) Festhalten des linken Schussfadens im übergangsbereich vom Innenbereich zum rechten Randbereich mittels eines rechten Schussrückhalters, simultan zu Schritt br), er) Fangen des rechten Schussfadens mit dem linken Schussrückhalter und Zurückfahren des linken Schussrückhalters bis zum Blattanschlag, cl) Fangen des linken Schussfadens mit dem rechten Schussrückhalter und Zurückfahren des rechten Schussrückhalters bis zum Blattanschlag, simultan zu Schritt er), dr) Zurückfahren der rechten Schussnadel zur rechten Bandseite, dl) Zurückfahren der linken Schussnadel zur linken Bandseite, simultan zu Schritt er), e) Abstreifen der im vorhergehenden Schritt gebildeten Schussschlaufen von den beiden Schussrückhaltern durch das Webblattzum Blattanschlag und Vorwärtsbewegen der beiden Schussrückhalter weg vom Blattanschlag, f) Anschlagen der beiden Schussfäden mit einem Webblatt.

Das Verfahren zeichnet sich dadurch vorteilhaft aus, dass zwei die Schussfäden fuhrenden Schussnadeln, jeweils von der rechten bzw. linken Schusseintragsseite kommend, simultan und nahezu symmetrisch quer über das Band die Schussfäden eintragen, welche jeweils auf der gegenüberliegenden Seite im übergangsbereich zwischen Innenbereich und Randbereich von einem dort jeweils angeordneten Schussrückhalter festgehalten werden, wonach sich die

Schussnadeln wieder auf ihre Seite zurückziehen, und dabei den Schussfaden mitnehmen und gespannt halten, bis das Webblatt die frisch eingelegten Schussfäden an das bereits gewebte Gurtbandmaterial anschlägt, wobei die bis zu diesem Zeitpunkt von dem Schussrückhaltern gehaltenen Schussfäden angeschlagen und durch den folgenden Fachwechsel fixiert werden.

Bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß Anspruch 2 ergibt sich bei der Anordnung der Schussfäden, dass beide im Innenbereich angeordnet sind und jeweils einer nur in dem Randbereich, der zu seiner Schusseintragsseite gehört, vorliegt. Damit ergibt sich auch der Vorteil, dass die Randbereiche jeweils nur mit einem Schussfaden besetzt sind und damit weicher sind, während die beiden Schussfäden im Innenbereich diesen, aufgrund der gegenüber den Randbereichen doppelten Materialmenge, mit einer höheren Quersteifigkeit versehen.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Weben eines Gurtbandes, dessen rechter und linker Schussfaden Hybrid-Fäden sind, ist gekennzeichnet durch folgenden, nach dem Webvorgang durchgeführten Schritt: Thermofixieren des Gurtbandes. Hierbei sind als Schussfäden Hybrid-Fäden eingesetzt, welche durch einen nach dem Weben erfolgenden Thermofixiervorgang in monofilartige Fadenstrukturen umgewandelt werden und dem erfindungsgemäßen Gurtband eine erhöhte an Monofilqualitäten heranreichende Quersteifigkeit verleihen, ohne tatsächlich Monofil einzusetzen.

Hybrid-Fäden sind Fäden, welche aus Materialien unterschiedlicher Schmelztemperaturen bestehen. Diese sind aus dem Stand der Technik bekannt. Der Vorteil hierbei ist, dass nach dem Verweben derartiger Hybrid-Fäden als Schussfäden, wie hier beansprucht, eine Verfestigung von Hybrid-Fäden in einen monofilartigen Zustand ermöglicht wird, wenn diese nach dem Weben einem Thermofixierprozess unterworfen werden. Hierbei schmelzen die Komponenten der Hybrid-Fäden mit niedrigerem Schmelzpunkt und verfließen, die Komponenten mit höherem Schmelzpunkt gleichsam zu monofilartigen Strukturen einbettend mit den Vorteilen, welche monofilartige Strukturen ergeben, nämlich erhöhte Biegeelastizität, Quersteifigkeit und, wie man bei Gurtbändern sagt, Rücksprungkraft quer zum Band.

Eine weitere vorteilhafte Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, zu der linken Schussnadel zusätzlich eine linke Zusatzschussnadel für den Eintrag eines Monofil- Schussfadens zu verwenden, welcher nun im übergangsbereich zwischen dem linken Randbereich und dem Innenbereich zugeführt wird, wobei der Monofil-Schussfaden auf beiden Seiten neben den eben erwähnten Schussfäden ebenfalls von den Schussrückhaltern

festgehalten wird, sodass im Ergebnis der zusätzliche Monofϊl-Schussfaden nur im Innenbereich verwebt ist. Das Verfahren ist gekennzeichnet durch folgende weitere Schritte: az) Eintragen eines, vorzugsweise im übergangsbereich vom Innenbereich zum linken

Randbereich, zugeführten Monofil-Schussfadens von links nach rechts bis zum

übergangsbereich vom Innenbereich zum rechten Randbereich, mittels einer linken

Zusatz-Schussnadel simultan zu Schritt ar), bz) Festhalten des Monofil-Schussfadens im übergangsbereich vom Innenbereich zum rechten Randbereich mittels des rechten Schussrückhalters simultan zu Schritt br), cz) Fangen des Monofil-Schussfadens mit dem rechten Schussrückhalter und Zurückfahren des rechten Schussrückhalters bis zum Blattanschlag simultan zu Schritt er), dz) Zurückfahren der linken Zusatz-Schussnadel simultan zu Schritt dr).

Fassen, Lösen und Anschlagen des Monofil-Schussfadens geschieht analog zu den Vorgängen betreffend die eben beschriebenen Schussfäden. Hierzu ist, wie später in der Beschreibung noch erläutert werden wird, eine zusätzliche Schussnadel eingesetzt.

Der gemäß der Erfindung im Innenbereich zusätzlich eingesetzte Zusatzschussfaden aus Monofil führt vorteilhafterweise dazu, das Gurtband im Innenbereich mit einer erhöhten Quersteifigkeit zu versehen, während gleichzeitig die Randbereiche wie gewünscht weich sind.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Weben eines Bandes ist durch folgende sich wahlweise mit der ersten Schrittsequenz nach Anspruch 2, abwechselnde zweite Schrittsequenz zur wahlweisen Bildung von Picots an den Außenkanten des Bandes gekennzeichnet: apr) Eintragen des rechten Schussfadens von der rechten Bandseite aus über die gesamte

Bandbreite über die linke Bandseite hinaus mittels einer rechten Schussnadel, apl) Eintragen des linken Schussfadens von der linken Bandseite aus über die gesamte

Bandbreite über die rechte Bandseite hinaus mittels einer linken Schussnadel, simultan zu Schritt apr), bpr) Festhalten des rechten Schussfadens außerhalb des Bandes neben dem linken

Randbereich mittels eines zweiten linken Schussrückhalters und Bilden von

Schussschlaufen, bpl) Festhalten des linken Schussfadens außerhalb des Bandes neben dem rechten

Randbereich mittels eines zweiten rechten Schussrückhalters und Bilden von

Schussschlaufen, simultan zu Schritt bpr),

dr) Zurückfahren der rechten Schussnadel zur rechten Bandseite, dl) Zurückfahren der linken Schussnadel zur linken Bandseite simultan zu Schritt dr), ep) Loslassen der in den Schritten bpr) und bpl) gebildeten Schussschlaufen von den beiden zweiten Schussrückhaltern, f) Anschlagen der beiden Schussfäden mit einem Webblatt.

Hiermit ist die Herstellung von Bändern mit über den Rand überstehenden beliebig angeordneten Schussschlaufen oder sog. Picots möglich. Dies ist besonders im Bereich der Bänder- und Litzenherstellung, vornehmlich für die Konfektion interessant. Hierzu gehört auch eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens, das dadurch gekennzeichnet ist, dass elastische Kettfäden eingesetzt werden.

In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden als Schussfäden Multifil-Fäden eingesetzt, die eine weiche Kante garantieren. In der Regel sind als Kettfäden von Gurtbändern für Sicherheitsgurte auch Multifil-Fäden eingesetzt. Damit ergibt sich in den Randbereichen vorteilhafterweise die gewünschte weiche Kante.

In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden elastische Kettfäden eingesetzt. Damit ist mit dem neuen Verfahren auch die Herstellung von elastischen Bändern für die Konfektion problemslos.

Die Aufgabe wird daneben noch gelöst durch eine Nadel-Bandwebmaschine gemäß Anspruch 8, die jeweils mit rechter und linker Schussnadel ausgestattet ist, welche simultan zueinander steuerbar ausgebildet sind, sowie einen rechten und linken Schussrückhalter aufweist, welche zum Festhalten und Lösen des linken bzw. des rechten Schussfadens dienen und auch derart zueinander koordiniert, insbesondere simultan miteinander arbeitend ausgebildet sind, und ein Webblatt aufweist.

In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist die Nadel-Bandwebmaschine dadurch gekennzeichnet, dass die Schussrückhalter maschinenfest montiert sind, und dass an dem Webblatt, vorzugsweise geringfügig zum Blattanschlag hin orientierte Abstreif- und Haltedrähte elastisch angeordnet sind, die dafür geeignet sind, die infolge der Bogenbewegung der Schussnadeln auf die Haken der Schussrückhalter geglittenen Schussfadenschlaufen vor dem Fachwechsel und vor dem Blattanschlag von den Schussrückhaltern abzustreifen und durch Andrücken an den Blattanschlag festzuhalten, bis sie das Webblatt selbst anschlägt.

Dabei kann die erfindungsgemäße Nadel-Bandwebmaschine zusätzlich dadurch gekennzeichnet sein, dass die Schussrückhalter vertikal federnd nachgiebig ausgebildet sind, sodass sie durch die gespannten Schussfäden leicht angehoben werden können und das Hinuntergleiten der Schussfäden erleichtern.

Mit der erfindungsgemäßen Nadelbandmaschine lässt sich das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Gurtbandes in wesentlich einfacherer und verschleißärmerer Art und Weise herstellen, als dies aus dem Stand der Technik bekannt ist. Für die Herstellung der weichen Kanten sind keine Fangfäden und keine Sperrfäden erforderlich. Auch das gesamte hierfür erforderliche Equipment entfällt. Dies vereinfacht die Herstellung des Gurtbandes gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Verfahren und Vorrichtungen im starken Maße. Bei Einsatz von Hybrid-Fäden als Schussfäden wird nach dem Web Vorgang ein Thermofixiervorgang durchgeführt. Dies führt jedoch nicht zu höheren Verfahrenskosten gegenüber den im Stand der Technik bekannten Verfahren, da üblicherweise sämtliche Gurtbänder, auch wenn sie nicht aus Hybrid-Schussfäden hergestellt sind, einen Thermofϊxierprozess durchlaufen, um die Gurtbänder auf den richtigen Schrumpf, den richtigen Reckungsgrad und die gewünschte Streckreserve einzustellen.

Weitere Vorteile und Merkmale sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese im folgenden anhand zweier Ausführungsbeispiele kurz beschrieben.

Fig. 1 zeigt schematisch ein stark vergrößertes Gurtband und wesentliche Teile einer Nadel-Bandwebmaschine während einer ersten Verfahrensstufe, bei der die Schussnadeln ungefähr zu einem Drittel im Webfach angelangt sind.

Fig. 2 zeigt schematisch ein stark vergrößertes Gurtband und die Teile der Nadel-Bandwebmaschine während einer zweiten Verfahrensstufe, wobei sich die Schussnadeln in maximal ausgefahrener Endstellung befinden.

Fig. 3 zeigt schematisch ein stark vergrößertes Gurtband und die Teile der Nadel- Bandwebmaschine während einer dritten Verfahrensstufe, wobei das Webblatt sich kurz vor dem Anschlag befindet. Die Schussnadeln sind hierbei (wieder) maximal zurückgefahren.

Fig. 4 zeigt eine der Darstellung von Fig. 1 ähnliche Darstellung, jedoch mit zusätzlich eingesetzter Monofil-Schussnadel zum Eintrag eines Monofϊl-Fadens.

Fig. 5 zeigt eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung mit Einsatz einer zusätzlichen Monofilschussnadel.

Fig. 6 zeigt eine der Fig. 3 analoge Darstellung mit einer zusätzlich eingesetzten Monofilschussnadel.

Fig. 7 zeigt sehr stark schematisiert eine Variante eines maschinenfest montierten Schussrückhalters sowie ein sich daraufzu bewegendes Webblatt in der Situation, in der sich zwischen Webblatt und Schussrückhalter noch die Schussnadeln befinden, schematisch von der Seite gezeigt, für eine Bandkante.

Fig. 8 zeigt ebenso schematisch wie in Fig. 7 dargestellt die eben beschriebene Konfiguration zu einem etwas späteren Zeitpunkt, in dem bereits ein Abstreif- und Haltedraht mit der Schussschlaufe in Kontakt kommt, um diese zum Blattanschlag zu schieben.

Fig. 9 zeigt in sehr stark vergrößerter Darstellung die Situation gemäß Fig. 8, gesehen in Blickrichtung des Pfeils DS aus Fig. 8.

Fig. 10 zeigt das in den Fig. 7 und 8 beispielhaft gezeigte Webblatt mit der beispielhaften Anordnung eines Abstreif- und Haltedrahts.

Fig. 11 zeigt schematisch eine Draufsicht auf ein Band mit Picots an den Rändern.

Fig. 12 zeigt schematisch eine Draufsicht auf eine stark auseinander gezogene Einzelheit des Bandes nach Fig. 11 zur Verdeutlichung der Herstellung von Picots an den Rändern.

Fig. 13 zeigt schematisch eine Seitenansicht der bei der Herstellung eines Bandes gemäß den Fig. 11 und Fig. 12 eingesetzten Schussrückhalterstellungen.

Fig. 14 zeigt schematisch teilweise in Schnittansicht ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindunggemäßen Vorrichtung mit einer Schussnadel für zwei Schussfaden, mit öse und Fangvorrichtung.

Fig. 15 zeigt schematisch teilweise in Schnittansicht eine Vergrößerung der Einzelheit X aus Fig. 14 von der Seite und von oben.

Fig. 16a bis 16c zeigen schematisch teilweise in Schnittansicht eine Vergrößerung der Einzelheit X aus Fig. 14 von der Seite in drei verschiedenen Stadien X 1 bis X 3 .

Fig. 1 zeigt ein Gurtband 2, wobei die rechte und linke Seite des Gurtbands der rechten und linken Seite der Zeichnung entsprechen sollen, entsprechend den Großbuchstaben R und L, die unterhalb der Fig. 1 in Kreisen gefasst sind. Diese Leseart soll für sämtliche hier diskutierten Figuren gelten.

Das Gurtband 2 ist schematisch in drei Bereiche unterteilt, einen linken Randbereich RL, einen Innenbereich M und einen rechten Randbereich RR. Im jeweiligen übergangsbereich vom linken Randbereich auf den Innenbereich und vom Innenbereich auf den rechten Rand sind sogenannte Schussrückhalter SRHR (rechts) und SRHL (links) angeordnet, welche in den Fig. 2 und 3 mit ihrem Haltepunkt, welcher dort als dicker schwarzer Punkt markiert ist, angedeutet sein sollen. Diese Haltepunkte sind die hilfsweisen Rückhaltepunkte, welche aufgrund ihrer Funktion zu den jeweils der Schusseintragsseite gegenüberliegenden Schussum- kehrpunkten führen, welche innerhalb des Materials des erfindungsgemäßen Gurtbandes liegen und damit "verschwinden". Außerhalb dieser Schussumkehrpunkte liegt nur noch jeweils die weiche Kante, welche nur durch einen Schussfaden dargestellt ist.

Die in Fig. 1 dargestellte Situation zeigt die Schussnadeln SNL und SNR etwa ein Drittel ins Webfach eingefahren, während Fig. 2 bereits die Endstellung der Schussnadeln in maximalem Eintragszustand zeigt. Fig. 3 wiederum zeigt die entgegengesetzte, maximal zurückgezogene Situation der Schussnadeln SNL und SNR und auch die aufgrund der Schussrückhalter- funktion gebildeten Schussumkehrpunkte am Außenrand des Innenbereichs. Man erkennt in Fig. 3 auch das bereits näher zur Eintragszone gefahrene Webblatt WB, welches sich im nächsten Schritt entsprechend dem benachbarten Pfeil auf die frisch eingetragenen Schussfäden zubewegt und diese an das, bereits unten schraffiert dargestellte gewebte, Material anschlägt. Hierbei verlieren die Schussrückhalter kurzzeitig ihre Funktion, während ihnen die Schussumkehrstellen gleichsam abgenommen werden. In den Figuren ist, insbesondere in Fig.

1 beispielhaft auf der rechten Seite ein Schussrückhalter SRHR gezeigt, der die Form eines Sägezahnes hat. In Fig. 1 sind die beiden Schussfaden SFR und SFL als Punkte im Querschnitt gezeigt, kurz bevor sie aufgrund der Bewegung der Schussnadeln auf den Schussrückhalter SRHR aufgeschoben werden, so dass sie in der Position, die in Fig. 2 (rechte Seite) gezeigt ist, ankommen. Fig. 3 (rechte Seite) zeigt bereits den Zustand des Schussrückhalters SRHR, in dem die Schussfäden von diesem entnommen und durch die Aktion des Webblattes auf das Material angeschlagen sind.

Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen eines Gurtbandes, mit einem Innenbereich (M), einem weichen rechten Randbereich RR und einem weichen linken Randbereich RL, mit einem rechten Schussfaden SFR und einem linken Schussfaden SFL, läuft nach folgender sich immer wieder wiederholender Schrittsequenz ab:

ar) Eintragen des rechten Schussfadens SFR von der rechten Bandseite aus in den rechten Randbereich RR und den Innenbereich M mittels einer rechten Schussnadel SNR, al) Eintragen des linken Schussfadens SFL von der linken Bandseite aus in den linken Randbereich RL und den Innenbereich M mittels einer linken Schussnadel SNL simultan zu Schritt ar), br) Festhalten des rechten Schussfadens SFR im übergangsbereich vom Innenbereich M zum linken Randbereich RL mittels eines linken Schussrückhalters SRHL, bl) Festhalten des linken Schussfadens SFL im übergangsbereich vom Innenbereich M zum rechten Randbereich RR mittels eines rechten Schussrückhalters SRHR simultan zu Schritt br), er) Fangen des rechten Schussfadens SFR mit dem linken Schussrückhalter SRHL und Zurückfahren des linken Schussrückhalters SRHL bis in den Bereich des Blattanschlags BA, cl) Fangen des linken Schussfadens SFL mit dem rechten Schussrückhalter SRHR und Zurückfahren des rechten Schussrückhalters SRHR bis in den Bereich des Blattanschlags BA, simultan zu Schritt er), dr) Zurückfahren der rechten Schussnadel SNR zur rechten Bandseite, dl) Zurückfahren der linken Schussnadel SNL zur linken Bandseite simultan zu Schritt er), e) Abstreifen der im vorhergehenden Schritt gebildeten Schussschlaufen von den beiden Schussrückhaltern SRHR, SHRL durch ein Webblatt WB zum Blatt-

anschlag BA und Vorwärtsbewegen der beiden Schussrückhalter SRHR, SHRL weg vom Blattanschlag BA, f) Anschlagen der beiden Schussfaden SFR, SFL mit dem Webblatt WB.

Bei den Schritten er) bis e) bewegen sich die Schussrückhalter SRHL, SRHR leicht bogenförmig vor und zurück. Bei der Vorwärtsbewegung - vom Blattanschlag weg - gleiten die von den Schussnadeln vorgelegten Schussfäden hinter den schrägen, nach oben gerichteten Hakenspitzen nach unten in die Zwickel der Haken Schussrückhalter hinein. Bei der Rückwärtsbewegung fahren die Schussrückhalter SRHL, SRHR zurück. Auch die Schussnadeln SNL, SNR bewegen sich zurück. Die Schussfadenschlaufen SFS bleiben an den Haken hängen. Nach dem Fachschluss bewegt sich das Webblatt WB nach vorne, streift die Schussfadenschlaufen ab und drückt sie an den Blattanschlag. (Siehe auch die Fig. 1 bis 6).

Wenn man den Innenbereich in der Breite M stark verringert, sodass er nur noch ein schmaler Streifen ist und gleichzeitig die Randbereiche RR, RL stark vergrößert, so ergibt sich ein gegenüber dem bisher beschriebenen Band völlig anders aussehendes Band, dessen Innenbereich wie ein verdickter Steg aussieht. Um evtl. auftretende Spannungen auszugleichen kann man jedoch in den Bereichen unterschiedliche Bindungen weben, z.B. Leinwand 1/1 in den Randbereichen und Panama 2/2 im Innenbereich. Derartige Bänder sind vorteilhafterweise auch in größeren Gesamtbreiten sehr wirtschaftlich herzustellen.

Da dem Fachmann die Hauptteile einer Nadel-Bandwebmaschine bekannt sind, wurde in der vorliegenden Beschreibung auf weitere Detailerläuterungen verzichtet. Die Hauptteile des erfindungsgemäßen Gurtbandes 2, Kettfäden KF und Schussfäden SFR und SFL sind klar erkennbar.

Die Fig. 4 bis 6 zeigen nun eine den Fig. 1 bis 3 analoge Schrittabfolge mit dem zusätzlichen Umstand, dass bei der hier gezeigten Verfahrensweise und Vorrichtung zusätzlich eine Monofil-Schussnadel SNZ dargestellt ist, die zur besonderen Unterscheidung schraffiert gezeigt ist.

In Fig. 6 wird insbesondere auf die beiden Schussumkehrpunkte SUL auf der linken Seite und SUR auf der rechten Seite hingewiesen, welche sich durch Betätigung der Schussrückhalter SRHR und SRHL ergeben. Fig. 5 zeigt im Bereich des übergangs vom Innenbereich zum linken Randbereich an der Kante des bereits fertig gewebten Materials einen Punkt ZZ, der beispielhaft für die Zufuhrung des Zusatzfadens SFZ stehen soll. Die Zufiih-

rung kann eine Weblitze oder eine ähnliche Einrichtung sein. Verfolgt man nun die Schritte des zweiten Ausfuhrungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Webverfahrens unter Einsatz einer Zusatzschussfadennadel für einen Zusatzschussfaden anhand der Fig. 4 bis 6, so erkennt man in Fig. 4 den Zustand der Schussnadeln in einem Status etwa ein Drittel ins Fach eingedrungen. Fig. 5 zeigt bereits die Stellung der Schussnadeln nach vollständiger Durchdringung des Webfachs in maximaler Ausfahrung/Endstellung. Fig. 6 zeigt wiederum die entgegengesetzte maximale Rückfahrstellung der Schussnadeln aus dem Webfach, wobei das Webblatt WB bereits in einer Bewegung gemäß dem benachbarten Pfeil auf das bereits fertige Gewebe bzw. die davor befindlichen Schussfaden, die auf das bereits fertige Material angeschlagen werden, unterwegs ist. Als nächster Schritt wird das Webblatt wieder vom Anschlag wegbewegt, und der Schussfadeneintrag beginnt wieder von vorne, sodass sich die Situation in Kürze wieder so darstellt wie in Fig. 4 usf. Vorteilhafterweise sind hier die Randbereiche RL und RR nur 4 bis 8 Kettfäden "breit", gerade so breit, dass der Zusatzfaden von außen, also von der Außenkante des Gurtbandes nicht wahrzunehmen ist.

In der eben beschriebenen Art und Weise läuft das vorteilhaft weitergebildete erfindungsgemäße Verfahren nach folgenden weiteren Schritten ab:

az) Eintragen eines, vorzugsweise im übergangsbereich vom Innenbereich M zum linken Randbereich RL, zugeführten Monofil-Schussfadens SFZ von links nach rechts bis zum übergangsbereich vom Innenbereich M zum rechten Randbereich RR, mittels einer linken Zusatz-Schussnadel SNZ simultan zu Schritt ar), bz) Festhalten des Monofil-Schussfadens SFZ im übergangsbereich vom Innenbereich M zum rechten Randbereich RR mittels des rechten Schussrückhalters SRHR simultan zu Schritt br), cz) Fangen des Monofil-Schussfadens SFZ mit dem rechten Schussrückhalter SRHR und Zurückfahren des rechten Schussrückhalters SRHR bis kurz vor den Blattanschlag BA simultan zu Schritt er), dz) Zurückfahren der linken Zusatz-Schussnadel SNZ simultan zu Schritt dr).

Natürlich ist die hier mit linker Zusatz-Schussnadel SNZ beschriebene Ausführung der erfinderischen Einrichtung und des zugehörigen Verfahrens stattdessen oder gleichzeitig analog auch mit rechter Zusatz-Schussnadel möglich. Es ergibt sich dann eine spiegelbildliche bzw. symmetrische Situation.

Bei ausreichend großem Raum im Fach kann vorteilhafterweise auch eine Variante mit zwei Zusatz-Schussnadeln - ein rechte und eine linke - eingesetzt werden.

Bei den bisher beschriebenen Verfahren bewegen sich die Schussrückhalter SRHL, SRHR leicht bogenförmig vor und zurück. Bei der Vorwärtsbewegung der Schussrückhalter - vom Blattanschlag weg - gleiten die von den Schussnadeln vorgelegten Schussfaden hinter den schrägen, nach oben gerichteten Hakenspitzen nach unten in die Zwickel der Haken hinein (Siehe die Fig.).

Fig. 7 zeigt beispielhaft stark schematisiert und nur qualitativ dargestellt ein Gurtband 2, welches sich an dem Blattanschlag BA in ein durch Kettfäden KF gebildetes Fach A-C öffnet. Eine maschinenfest angeordnete hakenförmig gekrümmte Nadel, hier ein Schussrückhalter SRH, befindet sich in der Nähe des Bereichs BA. Das Webblatt WB ist im Begriff, sich in Richtung des Pfeils ZBA zu bewegen, um mit dem Abstreif- und Haltedraht FSDr die Schussfäden SF in die in Fig. 8 gezeigte Position kurz vor dem Blattanschlag BA zu bringen, wobei der Abstreif- und Haltedraht FSDr in der in Fig. 8 gezeigten Position des Webblatts WB die Schussfaden SF berührt und auf dem weiteren Weg des sich in Fig. 8 in Richtung des Pfeils ZBA bewegenden Webblatts in die gestrichelte Position FSDr' elastisch verbiegt und hierbei die Schussfäden SF vom Haken H des Schussrückhalters SRH abstreift, wenn das Webblatt den Schussfaden am Blattanschlag BA anschlägt (also annähernd gleichzeitig).

Fig. 9 zeigt die zuletzt beschriebene Situation stark vergrößert, wobei hier nur eine Kante des erfmdungsgemäßen Gurtbands im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Fortbildung der vorliegenden Erfindung dargestellt ist. Das bereits fertiggewebte Gurtband 2 ist im unteren Bereich der Fig. 9 zu erkennen. Eine Webkante soll durch den rechten Rand RR dargestellt sein. Man erkennt klar das Webblatt WB, an dem ein Abstreif- und Haltedraht FSDr angebracht und hier teilweise geschnitten dargestellt ist, welcher die um den Haken H des Schussrückhalters SRH gelegte Schussfadenschlaufe SFS des Schussfadens SF an den Blattanschlag BA andrückt. Hierbei ist die eben zurückgelegte Bewegung des Webblatts durch den Pfeil ZBA angedeutet.

Nur schematisch dargestellt ist das Webblatt WB in Fig. 10 von vorne gesehen, wobei die Blickrichtung dem Blick auf die Darstellung gemäß Fig. 7, dort von links nach rechts, entspricht. Gut zu erkennen ist die Anordnung des Abstreif- und Haltedrahts FSDr. Es ist zu beachten, dass die Fig. 9 und 10 nur Ausschnitte für den rechten Randbereich des Gurtbands

betreffen, wobei noch einmal betont wird, dass die Maßstäbe von Fig. 9 und von Fig. 10 nicht miteinander korrelieren.

Fig. 11 zeigt sehr stark schematisiert die Draufsicht auf ein Band 4, welches auf beiden Seiten an den Rändern mit Picots oder Schlaufenbüscheln 6 versehen ist. In Fig. 11 ist ein sich in Kettfadenrichtung gemäß dem Pfeil K erstreckender Bereich P markiert, welcher stark auseinandergezogen in Fig. 12 detailliert die Schussfadenführung einer rechten Schussnadel in diesem Bereich beschreiben helfen soll. Die Schussrückhalter, wie sie im Vorhergehenden in Funktion und Anordnung detailliert beschrieben wurden, sind im in den Figuren 11 und 12 beschriebenen Beispiel in den quer zur Bandbreite angeordneten Positionen A und B angeordnet. Der Schussrückhalter in Position A arbeitet wie ein Schussrückhalter bei den zuvor beschriebenen Beispielen, nämlich innerhalb der beiden Ränder des Bandes und dient zur Rückhaltung des von der (nicht gezeigten) rechten Schussnadel nach links eingetragenen Schussfadens SFR, welcher dadurch in der Position A eine Schussfadenschlaufe bildet, welche innerhalb des Bandes liegt. Gegenüber dem bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen ist bei dem Band gemäß den Figuren 11 und 12 in zusätzlicher Position ein zweiter Schussrückhalter SRHL2 in Position B angeordnet, welcher den (rechten) Schussfaden SFR, eingetragen von der hier nicht gezeigten (rechten) Schussnadel, festhält, bis die Schussnadel aus dem Fach wieder zurück nach rechts in die Ausgangsposition gefahren ist und sich das hier nicht gezeigte Webblatt WB kurz vor Fachschluss an den Blattanschlag bewegt und damit die Schussfadenschlaufe PS für den Picot in der Position B, also überstehend über den linken Rand des Bandes 4 fixiert.

Für die Verfahrensweise zur Herstellung von Picots 6 auf der rechten Bandkante gilt analog das oben für die linke Bandkante Gesagte.

Es wird betont, dass die Darstellung nach Fig. 12 zur Vereinfachung der übersicht den gleichzeitig von links eingetragenen linken Schussfaden SFL nicht darstellt. Im Effekt wird die ja nur qualitativ dargestellte Konfiguration des Schussfadens SFR als in Kettrichtung zusammengedrängt verstanden, sodass sie schematisch nur den Kettfadenlängenbereich P, wie er in Fig. 11 gezeigt ist, einnimmt. Es ergibt sich dann durch die Ansammlung mehrerer hintereinander oder nebeneinander liegender Schussfadenschlaufen der Picots 6 bzw. die Picotkante 8.

Fig. 13 zeigt schematisch die beiden bei den Ausführungsbeispielen nach Fig. 11 und Fig. 12 eingesetzten Schussrückhalter, und zwar in den Positionen A: Schussrückhalter SRHL und

Position B: Schussrückhalter SRHL2, welcher ausserhalb des zu webenden Bandes 4 liegt. Die Schussrückhalter bewegen sich gemäß den Pfeilen VZ vom Blattanschlag BA weg und dort hin. Der Schussrückhalter SRHL2 wird außerdem in zwei Stellungen Y (angehoben, wenn keine Picots hergestellt werden) und Z (abgesenkt, wenn Picots hergestellt werden) betrieben.

Sollen bei einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung mehr als ein Doppelschussfaden pro Seite vorzugsweise zum Teil in unterschiedliche Fächer gleichzeitig eingetragen werden, dann ist es von Vorteil, die Auf- und Abbewegung der Schussrückhalter präzise zu steuern (analog Fig. 13, Positionen B: Stellungen Y und Z). Hierdurch lassen sich mehrfach übereinanderlie- gende Schussfadenschlaufen von den Schussrückhaltern leichter fangen.

Fig. 14 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung einer Varianta des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem die beiden Schussfäden SFL und SFR von nur einer Schussnadel 28 (Einzelheiten siehe Fig. 15) eingebracht werden. Die Schussnadel 28 hat im Bereich ihrer Nadelspitze 34 eine öse 36, mittels der der erste Schussfaden SFL geführt und in das Webfach eingetragen wird. Ein zweiter (rechter) Schussfaden SFR wird beim Herausfahren bzw. Zurückfahren der Schussnadel 28 aus dem Webfach mittels einer in der Nadelspitze 34 angeordneten Fangvorrichtung 42 mit einem Haken 40, welcher in verschiedene Drehraststellungen gebracht werden kann, eingefangen und in das Webfach eingezogen.

Fig. 14 zeigt die Stellung der - hier aus Gründen der einfacheren Darstellung unverhält- nismäßg stark vergrößerten - Schussnadel 28, in der sie den linken Schussfaden SFL in das Webfach eingetragen hat. Hierbei hat der Haken 40 bereits den rechten Schussfaden SFR passiert. Ein Drücker 30 ist dafür vorgesehen, nun den Schussfaden SFR in die Bahn zu drücken, welche der Haken 40 auf dem Rückweg der Schussnadel 28 gemäß Pfeil RW (Fig. 16a und 16b) nimmt. Dabei wird der rechte Schussfaden SFR von dem Haken 40 mitgenommen (Fig. 16a) und von der Schussnadel 28 bis über den linken Schussrückhalter SRHL hinaus geführt, bis der Haken 40 durch Berührung und "überfahren" eines maschinenfesten Anschlags 32 (Fig. 14, 16b und 16c) gegen eine in Fig. 15 beispielhaft gezeigte, in der Schussnadel 28 angeordnete Rastfeder 38 gedreht wird und hierdurch den rechten Schussfaden SFR "verliert" (Fig. 16b). Damit ist ein Eintragszyklus beendet. Der nächste Eintragszyklus beginnt mit einer Vorwärtsbewegung der Schussnadel 28 in Richtung des Pfeils VW gemäß Fig. 16c, wobei beim "überfahren" des maschinenfesten Anschlags 32 (Fig. 14, 16b und 16c) - nun in Gegenrichtung - der Haken 40 wieder in seine Fangstellung" gebracht wird.

Das beispielsweise mit der Vorrichtung gemäß den Fig. 14 bis 16c durchführbare Verfahren nach Anspruch 22, zum Weben eines Bandes, insbesondere eines Gurtbandes mit einem Innenbereich (M), einem weichen rechten Randbereich (RR) und einem weichen linken Randbereich (RL), ist gekennzeichnet durch folgende sich immer wieder wiederholende Schrittsequenz: sal) Eintragen des linken Schussfadens (SFL) von der linken Bandseite aus in den linken Randbereich (RL) und den Innenbereich (M) mittels der Schussnadel (28), sbl) Festhalten des linken Schussfadens (SFL) im übergangsbereich vom

Innenbereich (M) zum rechten Randbereich (RR) mittels eines rechten Schussrückhalters (SRHR), sr) Fangen des rechten Schussfadens (SFR) mit der Fangvorrichtung (42), sar) Eintragen des rechten Schussfadens (SFR) von der rechten Bandseite aus in den rechten Randbereich (RR) und den Innenbereich (M) mittels der Schussnadel (28), sbr) Festhalten des rechten Schussfadens (SFR) im übergangsbereich vom

Innenbereich (M) zum linken Randbereich (RL) mittels eines linken Schussrückhalters (SRHL), scr) Fangen des rechten Schussfadens (SFR) mit dem linken Schussrückhalter (SRHL) und Zurückfahren des linken Schussrückhalters (SRHL) bis zum Blattanschlag (BA), sei) Fangen des linken Schussfadens (SFL) mit dem rechten Schussrückhalter (SRHR) und Zurückfahren des rechten Schussrückhalters (SRHR) bis zum Blattanschlag (BA), insbesondere simultan zu Schritt scr), se) Abstreifen der im vorhergehenden Schritt gebildeten Schussschlaufen von den beiden Schussrückhaltern (SRHR, SHRL) durch das Webblatt (WB) zum Blattanschlag (BA) und Vorwärtsbewegen der beiden Schussrückhalter (SRHR, SHRL) weg vom Blattanschlag (BA), f) Anschlagen der beiden Schussfäden (SFR, SFL) mit einem Webblatt

(WB).

Es wird betont, dass das erfindungsgemäße Verfahren - wie eben beschrieben - nicht nur auch mit nur einer Schussnadel durchgeführt werden kann. Daneben sind auch Varianten mit z. B. zwei Doppelschussnadeln gleicher oder ungleicher Länge sowie der Einsatz weiterer Schussrückhalter sowie alle Kombinationen hiervon möglich. Es ist für den Fachmann auch selbst

verständlich, dass mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sämtliche aus dem Stand der Technik bekannten Kantenbildungen hergestellt werden können.

Zusammengefasst wird noch einmal darauf hingewiesen, das aufgrund der Erfindung die bisher ständig erforderlichen Fangfäden und Sperrfäden, sowie das dafür erforderliche Equipment wegfallen. Durch die Erfindung ergibt sich ein gegenüber dem Stand der Technik vorteilhafterweise dünneres Band, was insbesondere mit weicherer Kante für den Komfort im Fahrzeug einen ganz besonderen Fortschritt darstellt. Daneben lässt sich das erfindungsgemäße Band gegenüber dem Stand der Technik durch Fortfall von Verfahrensschritten und Bauteilen an den entsprechenden Vorrichtungen günstiger durchführen, als dies beim Stand der Technik möglich ist.

Desweiteren ergibt sich mit der vorliegenden Erfindung der Vorteil, dass die Schussfadenspannungen wesentlich reduziert werden und dadurch der Verschleiss, die Anzahl der Schussfadenbrüche und der Schussfadenumlenkstellen stark gemindert werden können. Die beim Stand der Technik erforderlichen anfälligen Wirknadeln und die damit verbundene Flusenbildung entfallen vorteilhafterweise aufgrund der vorliegenden Erfindung.

BEZUGSZEICHEN

2 Gurtband

4 Band

6 Picot

22 Band

28 Schussnadel

30 Drücker

32 Anschlag

34 Nadelspitze

36 öse

38 Einrastfeder

40 Haken

42 Fangvorrichtung

A-C Webfach

BA Blattanschlag

DS Pfeil

FSDr Abstreif- und Haltedrähte

FSDr' Abstreif- und Haltedrähte

H Haken

KF Kettfäden

L im Kreis linke Seite

M Innenbereich

P Picotbereich

PS Picot-Schussschlaufe

R im Kreis rechte Seite

RR rechter Randbereich

RL linker Randbereich

SF Schussfaden

SFR rechter Schussfaden

SFL linker Schussfaden

SFS Schussfadenschlaufe

SFZ Zusatzschussfaden

SNR rechte Schussnadel

SNL linke Schussnadel

SNZ linke Zusatzschussnadel

SRHL Schussrückhalter links

SRHL2 zweiter Schussrückhalter links

SRHR Schussrückhalter rechts

SRHR2 zweiter Schussrückhalter rechts

SUL Schussumkehrpunkt links

SUR Schussumkehrpunkt rechts

VZ Pfeil

WB Webblatt

Y Schussfadenrückhalterposition

Z Schussfadenrückhalterposition

ZBA Pfeil