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Patent Searching and Data


Title:
WEFT THREAD GUIDING ELEMENT FOR WEFT THREAD INSERTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/039243
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a weft thread guiding element for inserting a weft thread into the shed of a loom (10). Said element is characterized by comprising at least one magnetic clamping device (15.1, 15.2) for a weft thread.

Inventors:
FARNER, Markus (Kapfsteig 32, Zürich, CH-8032, CH)
SIMEON, Alex (Tulpenweg 5, Jona, CH-8645, CH)
Application Number:
EP2006/009473
Publication Date:
April 12, 2007
Filing Date:
September 29, 2006
Export Citation:
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Assignee:
SUITEX LIMITED (C Rüti ZH, H-8630, CH)
FARNER, Markus (Kapfsteig 32, Zürich, CH-8032, CH)
SIMEON, Alex (Tulpenweg 5, Jona, CH-8645, CH)
International Classes:
D03D47/24; D03J5/06; D03D47/00; D03J5/00
Attorney, Agent or Firm:
KOHLER SCHMID MöBUS PATENTAWäLTE (Ruppmannstrasse 27, Stuttgart, 70565, DE)
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Claims:

Patentansprüche:

1. Schussfadenführungselement zum Eintragen eines Schussfadens in das Webfach einer Webmaschine (10), dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmen des Schussfadens und die Kopplung mit einem magnetischen Mitnehmer (16), der das Schussfadenführungselement (15) durch das Webfach bewegt, über den- oder dieselben Magnete (21, 22) erfolgt.

2. Schussfadenführungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die magnetische Klemmvorrichtung von einem vom Körper (15.1) des Schussfadenführungselements (15) abhebbaren magnetischen Oberteil (15.2) gebildet wird, der mit dem mindestens einen Permanentmagneten (31, 32) aufweisenden Körper (15.1) zusammenwirkt, wobei das Oberteil (15.1) im nicht abgehobenen Zustand den Schussfaden zwischen sich und dem Körper (15.1) des Schussfadenführungselements (15) durch Magnetkraft klemmt.

3. Schussfadenführungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (15.2) mittels eines an der Webmaschine (10) angeordneten Elektromagneten (28) vom Körper (15.1) des Schussfadenführungselements (15) abhebbar ist.

4. Schussfadenführungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schussfadenführungselement (15) von mindestens einem Mitnehmer (16) durch das Webfach bewegbar ist, wobei der Mitnehmer (16) über ein Zugmittel , insbesondere einen Seil- oder Bandantrieb (17 bis 20) antreibbar ist, und dass das Schussfadenführungselement (15) mit dem Mitnehmer (16) und dem damit verbundenen Zugmittel gemeinsam mit der Weblade verschwenkbar ist.

5. Schussfadenführungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es jeweils unter Mitnahme eines Schussfadens im Wechsel vom linken Ende zum rechten Ende und vom rechten Ende zum linken Ende des Webfachs bewegbar ist.

6. Schussfadenführungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Gewicht von höchstens 20 g, vorzugsweise von 5 g aufweist.

Description:

Schussfadenführunqselement zum Eintragen eines Schussfadens

B e s c h r e i b u n g :

Die Erfindung betrifft ein Schussfadenführungselement zum Eintragen eines Schussfadens in das Webfach einer Webmaschine.

Aus der DE 2 654 052 Al ist eine Webmaschine bekannt, bei der zum Schussfadeneintrag ein magnetischer Greiferschütze mittels eines magnetischen Mitnehmers durch das Webfach hindurch bewegt wird. Dazu ist der Greiferschütze an einem Endlosband, das über zwei in einer vertikalen Ebene angeordnete Umlenkrollen geführt ist, befestigt. Eine der Umlenkrollen ist angetrieben und bewegt den Greiferschützen ohne änderung der Bewegungsrichtung entlang der Umlaufbahn des Endlosbandes.

Eine ganz ähnliche Webmaschine ist in der US 6,269,842 Bl beschrieben, wobei hier jedoch zwei magnetische Greiferschützen gleichzeitig von dem mit mehreren Magneten ausgerüsteten Endlosband transportiert werden, sodass ein Schussfadeneintrag durch den einen Greiferschützen möglich ist, während der andere Greiferschütze unterhalb des Webfachs auf die Eintragseite des Webfachs zurücktransportiert wird.

Die EP 0 101 946 A2 beschreibt eine Webmaschine mit einem Greiferschützen, der im Wechsel von links und von rechts durch das Webfach bewegt wird. Der beidseitige Schussfadeneintrag in das Webfach erhöht die Leistungsfähigkeit der Webmaschine. Die erreichbaren Geschwindigkeiten bleiben aufgrund des relativ hohen Gewichts des Schützen von 200 g dennoch begrenzt.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Schussfadenführungselemente zu schaffen, mit denen ein leistungsfähigeres und kostengünstigeres Herstellen von Geweben als mit den bekannten Webmaschinen möglich ist.

Die Aufgabe wird mit einem Schussfadenführungselement der eingangs genannten Art gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Klemmen des Schussfadens und die Kopplung mit einem magnetischen Mitnehmer, der das Schussfadenführungselement durch das Webfach bewegt, über den- oder dieselben Magnete erfolgt. Damit kann die magnetische Ausgestaltung des Schussfadenführungselements gleichzeitig zur Klemmung des Schussfadens genutzt werden. Dadurch lässt sich das Schussfadenführungselement aus nur wenigen Bestandteilen aufbauen. Es kann außerdem klein und leicht gebaut werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann das Gewicht des Schussfadenführungselements kleiner oder gleich 20 g und vorzugsweise sogar nur 5 g betragen. Der Schussfadenabfall entspricht mindestens der Länge des Schussfadenführungselements, sodass eine kleine Bauweise des erfindungsgemäßen Schussfadenführungselements sich unmittelbar auf den Schussfadenabfall auswirkt. Wird der Schussfaden quer und nicht längs zum Schussfadenführungselement gehalten, so bestimmt die Breite der Halterung den Schussfadenabfall. Es versteht sich, dass dieses Schussfadenführungselement mit Vorteil sowohl bei Webmaschinen mit einseitigem Schussfadeneintrag als auch mit beidseitigem Schussfadeneintrag eingesetzt werden kann. Es kann ohne weiteres auch mit magnetischen

Mitnehmern zusammenwirken, die an einem Endlos-Band befestigt sind und im getakteten Betrieb in gleich bleibender Richtung mit dem Band umlaufen. Die Schussfadenführungselemente können dabei entweder mit den Mitnehmern oder auf andere Weise zur Schussfadeneintragsseite zurücktransportiert werden.

Auch bei Greifer-Webmaschinen lässt sich das erfindungsgemäße Schussfadenführungselement mit Vorteil verwenden, wobei das

Schussfadenführungselement zusammen mit dem geklemmten Schussfaden innerhalb des Webfachs von einem Greifer auf den anderen Greifer übergeben wird. Auch bei diesen Webmaschinen lässt es sich sowohl zum einseitigen Schussfadeneintrag als auch zum zweiseitigen Schussfadeneintrag einsetzen.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung kann die mindestens eine magnetische Klemmvorrichtung von einem vom Körper des Schussfadenführungselements abnehmbaren magnetischen Oberteil gebildet werden, das mit mindestens einem Permanentmagneten im Körper des Schussfadenführungselements zusammenwirkt, wobei das Oberteil im nicht abgehobenen Zustand den

Schussfaden zwischen sich und dem Körper des Schussfadenführungselements durch Magnetkraft klemmt.

Das Oberteil die Schussfadenführungselements kann vorzugsweise mittels eines an der Webmaschine angeordneten Elektromagneten vom Körper des Schussfadenführungselements abhebbar sein. Der Elektromagnet, dessen magnetische Kraft stärker sein muss als die zwischen Oberteil und Körper des Schussfadenführungselements herrschende Magnetkraft, kann außerhalb des Webfachs im Bereich der Schussfadenzuführung angeordnet sein und das Oberteil anheben, während der über die Schussfaden-Auswahlvorrichtung zugeführte Schussfaden zwischen Oberteil und Körper des Schussfadenführungselements eingelegt wird.

Mindestens der Mitnehmer und das Zugmittel können mit dem Schussfadenführungselement gemeinsam mit der Weblade verschwenkbar angeordnet sein. Damit kann die Schwenkbewegung der Weblade zum erleichterten Aufgreifen des einzuführenden Schussfadens durch das Schussfadenführungselement genutzt werden, mit dem der Schussfaden in das zu fertigende Gewebe eingebracht wird. Mit der Schwenkbewegung der Weblade verschwenkt das geöffnete Schussfadenführungselement in den bereitgestellten Schussfadenführungsverlauf und nachdem das Schussfadenführungselement den Schussfaden umgriffen bzw. aufgegriffen

hat, kann das Schussfadenführungselement geschlossen werden und über den Mitnehmer durch das Webfach geführt werden.

Das Schussfadenführungselement lässt sich von einem magnetischen Mitnehmer durch das Webfach bewegen, wobei es jeweils unter Mitnahme eines Schussfadens im Wechsel vom linken Ende zum rechten Ende und vom rechten Ende zum linken Ende des Webfachs bewegt werden kann. Der Mitnehmer lässt sich über ein Zugmittel, insbesondere über einen Seil- oder Bandantrieb, bewegen.

Damit ist unter Verwendung eines magnetischen Schussfadenführungselements und eines magnetischen Mitnehmers ein beidseitiger Schussfadeneintrag in das Webfach möglich. Durch den beidseitigen Schussfadeneintrag lässt sich die Leistungsfähigkeit bei der Herstellung von Geweben deutlich erhöhen und es sind gleichmäßigere

Fadenspannungsverteilungen im Gewebe möglich. Gegenüber dem in der US 6,269,842 Bl beschriebenen Verfahren eines Schussfadeneintrags mit zwei Greiferschützen mittels mehrerer Mitnehmer muss beim erfindungsgemäßen Verfahren nur ein Mitnehmer angetrieben werden. Durch das Hin- und Herbewegen des Schussfadenführungselements entfällt außerdem die

Notwendigkeit, das Schussfadenführungselement über Umlenkrollen zu führen, wie dies bei den Verfahren und Maschinen nach dem Stand der Technik erforderlich ist.

Darüber hinaus ermöglicht der beidseitige Schussfadeneintrag die Herstellung gleichmäßigerer Gewebe als bei einseitigem Schussfadeneintrag, da die stets vorhandenen Spannungsunterschiede der Schussfäden zwischen der Eintragseite und der Austragseite über die gesamte Breite des Gewebes gesehen besser ausgeglichen werden können. Auch die Anzahl der Farben und/oder Qualitäten von Schussfäden, die für das Gewebe bereitgestellt werden können, kann durch die bei einem beidseitigen Schussfadeneintrag vorhandenen zusätzlichen Fadenspeicher auf der anderen Seite des Webfachs erhöht werden.

Weitere Vorteile ergeben sich, wenn das Schussfadenführungselement auf seinem Weg von einem Ende des Webfachs zum anderen Ende des Webfachs innerhalb des Webfachs einmal beschleunigt und einmal abgebremst wird. Für dieses Beschleunigen und Abbremsen ist nur eine einzige Antriebsvorrichtung erforderlich. Das Beschleunigen und das Abbremsen kann in Abhängigkeit der Garnqualität gesteuert werden. Bei Projektil-Webmaschinen wird das Projektil zwar auch nur einmal beschleunigt und einmal abgebremst, doch finden diese Vorgänge außerhalb des Webfachs mit Hilfe von jeweils zwei außerhalb des Webfachs angeordneten Beschleunigungsvorrichtungen und

Abbremsvorrichtungen für das Projektil statt. Bei Greifer-Webmaschinen sind ein oder zwei Greifer vorhanden, die pro Schussfadeneintragszyklus jeweils zweimal beschleunigt und zweimal abgebremst werden müssen.

Der Energiebedarf beim Weben lässt sich dadurch reduzieren, dass beim

Abbremsen des Schussfadenführungselements Energie zurückgewonnen wird, die dem System zum optimierten Betreiben der Webmaschine wieder zugeführt wird. Zum Antreiben des Mitnehmers kann beispielsweise ein Elektromotor eingesetzt werden, der beim Abbremsen Strom erzeugt. Dank der zurückgewonnenen Energie lassen sich die Gewebeproduktionskosten senken.

Das erfindungsgemäße Schussfadenführungselement lässt sich bevorzugt bei einer Webmaschine einsetzen, die mindestens einen unterhalb und/oder oberhalb des während des Webvorgangs gebildeten Webfachs hin und her bewegbaren magnetischen Mitnehmer aufweist, der das Schussfadenführungselement, das auf von unten und/oder oben ins Webfach hineinragenden Stützelementen gleitet, durch das Webfach bewegt, und die ein Zugmittel, insbesondere einen Seil- oder Bandantrieb, zur Bewegung des Mitnehmers aufweist.

Diese für einen beidseitigen Schussfadeneintrag ausgelegte und dazu vorzugsweise an beiden Seiten des Webfachs mit einer Schussfaden-

Auswahlvorrichtung versehene Webmaschine ist nicht nur sehr leistungsfähig, sondern erlaubt zudem einen positiven Schussfadeneintrag, d.h. der Schussfaden bleibt während seines Weges durch das Webfach stets geführt, d.h. mechanisch gehalten. Die Stϋtzelemente bilden eine Gleitbahn für das Schussfadenführungselement. Sie können das Schussfadenführungselement auch seitlich führen, wobei diese Aufgabe jedoch vorzugsweise von einem sich zwischen einem magnetischen Mitnehmer und einem magnetischen Schussfadenführungselement ausbildenden Magnetfeld übernommen werden kann, da ein Verzicht auf eine seitliche Führung die Reibung zwischen dem Schussfadenführungselement und den Stützelementen reduziert.

Zur Bewegung des magnetischen Mitnehmers unterhalb und/oder oberhalb des Webfachs können verschiedene Arten von Antrieben eingesetzt werden. Bevorzugt ist dazu ein Zugmittel, insbesondere ein Seil- oder Bandantrieb, zur Bewegung des Mitnehmers vorgesehen. Der Mitnehmer ist an einem Seil oder Band befestigt und wird durch Antrieb des Seiles oder Bandes bewegt.

Die Enden des Zugmittels können jeweils an einer Umlenkrolle befestigt sein, wobei je nach gewünschter Bewegungsrichtung des Mitnehmers jeweils eine der Umlenkrollen Zugmittel aufwickelt, während von der anderen Zugmittel abgespult wird, wodurch der am Zugmittel befestigte Mitnehmer durch das gesamte Webfach bewegt werden kann.

Bei einer anderen Ausführungsform kann das Seil oder Band ein über mindestens zwei Umlenkrollen geführtes Endlos-Seil oder Endlos-Band sein, wobei mindestens eine der Umlenkrollen angetrieben ist.

Durch Richtungsumkehr der mindestens einen angetriebenen Umlenkrolle wird auch die Bewegungsrichtung des Mitnehmers verändert. Die Umlenkrolle kann dabei vom zentralen Maschinenantrieb mit angetrieben werden, oder es kann mindestens ein separater Motor, insbesondere ein Elektromotor für ihren Antrieb eingesetzt werden. Ein separater Antrieb hat den Vorteil, dass auf ein aufwändiges Getriebe zwischen dem Maschinenantrieb und der Umlenkrolle

verzichtet werden kann. Außerdem steht ein separater Antrieb für das Schussfadenführungselement auch beim Hochfahren der Webmaschine sofort zur Verfügung. Da nur wenig Masse - das Zugmittel und der Mitnehmer - beschleunigt und abgebremst werden muss, kann der Antrieb sehr kostengünstig gestaltet werden. Weitere Vorteile ergeben sich, wenn der Antrieb zentral, ungefähr in Höhe der Mitte des Webfachs angeordnet ist. Es ergeben sich dann in beide Bewegungsrichtungen des Schussfadenführungselements identische Verhältnisse. Eine eventuell auftretende Dehnung des Seils wirkt sich weniger auf die Beschleunigung und das Abbremsen des Schussfadenführungselements aus.

Die Webmaschine kann neben dem Motor, bevorzugt einem Elektromotor, eine Feder, wie eine Torsions- oder Druckfeder, aufweisen. In dieser Kombination lassen sich mit einfachen Mitteln große Beschleunigungswerte erzielen, die ansonsten nur mit sehr leistungsfähigen und großen Motoren zu erreichen wären.

Der Motor kann einerseits die Bewegung des Mitnehmers unterstützen und andererseits die Feder, bevorzugt eine Torsionsfeder, vorspannen und zur Freigabe der Federkraft die Feder über eine Totpunktlage bewegen. Damit sind nur geringe Leistungsanforderungen an den Motor zu stellen.

Der Antrieb kann so ausgelegt werden, dass die Feder ihre geringste Spannung aufweist, nachdem sich der Mitnehmer zur Hälfte durch das Webfach bewegt hat. Mit einer derartigen Federauslegung kann während des Restlaufwegs des Mitnehmers die Feder erneut vorgespannt werden. Für beide Bewegungsrichtungen ergeben sich symmetrische Kraftverhältnisse.

Für den Antrieb kann ein motorisch und/oder durch die Feder angetriebenes Antriebselement vorgesehen sein, das die mindestens eine Umlenkrolle antreibt, sodass eine Umdrehung des Antriebselements um mindestens näherungsweise 360° den Mitnehmer über die gesamte Breite des Webfachs (Gewebebreite) bewegt. Der Motor treibt ein Antriebselement an, das die

Umlenkrolle antreibt und auch dazu geeignet ist, die Feder zu spannen, derart, dass die mit der Feder gekoppelte Umlenkrolle den Mitnehmer über die gesamte Gewebebreite bewegt.

Sowohl das Schussfadenführungselement als auch der Mitnehmer können jeweils mindestens einen Permanentmagneten aufweisen, wobei die Permanentmagnete von Schussfadenführungselement und Mitnehmer gegensinnig gepolt sind, damit eine anziehende Magnetkraft zwischen den beiden Elementen entsteht. Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Mitnehmer in seinen Endbereichen je einen Permanentmagneten auf, die unterschiedlich zueinander gepolt sind, und das Schussfadenführungselement weist ebenfalls in seinen Endbereichen unterschiedlich gepolte Permanentmagnete auf, wobei die Polung der Magnete des Schussfadenführungselements gegensinnig zur Polung der während der Bewegung des Schussfadenführungselements durch das Webfach mindestens näherungsweise gegenüberliegenden Magnete des Mitnehmers ist. Zwischen den sich mindestens annähernd gegenüberliegenden Magneten des Schussfadenführungselements und des Mitnehmers herrscht eine anziehende Magnetkraft, die die Mitnahme des Schussfadenführungselements durch den Mitnehmer bewirkt. Diese Kraft wird unterstützt durch die abstoßende Kraft zwischen den gleichsinnig gepolten Magneten an den voneinander entfernten Enden des Schussfadenführungselements und des Mitnehmers, da die abstoßende magnetische Kraft ebenfalls eine nach vorn gerichtete Kraftkomponente aufweist.

Der Mitnehmer kann dabei vorzugsweise in der Beschleunigungsphase dem Schussfadenführungselement voreilen. Dadurch erhalten die anziehenden und abstoßenden Magnetkräfte eine größere nach vorn gerichtete Kraftkomponente. Sind in den beiden Endbereichen des Schussfadenführungselements und des Mitnehmers jeweils sich annähernd gegenüberliegend anziehende Magnete vorgesehen, so verstärken sich in einer Beschleunigungsphase bzw. Verzögerungsphase des Mitnehmers die abstoßenden Kraftkomponenten.

Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Webmaschine mit Bezug auf die Zeichnung näher beschrieben.

Im Einzelnen zeigen :

Fig. 1 eine schematische Ansicht des Schussfadeneintragsbereichs einer

Webmaschine;

Fig. 2 eine vergrößerte Detailansicht der Aggregate für den

Schussfadeneintrag auf der linken Seite der Webmaschine aus

Fig. l;

Fig. 3 eine schematische Ansicht der Funktionsweise des

Schussfadenführungselements und des Mitnehmers der Webmaschine aus Fig. 1 in der Beschleunigungsphase;

Fig. 3a, b eine der Fig. 3 entsprechende schematische Ansicht mit einer zweiten Ausgestaltung des Mitnehmers;

Fig. 4 eine Detailansicht des Schussfadenführungselements und des

Mitnehmers der Webmaschine aus Fig. 1 mit geschlossener Klemmvorrichtung des Schussfadenführungselements;

Fig. 5 eine der Fig. 4 entsprechende Ansicht mit geöffneter

Klemmvorrichtung des Schussfadenführungselements.

Fig. 6 einen Antrieb mit Motor und Torsionsfeder zum Antreiben des Mitnehmers über ein Zugmittel, das mit der Umlenkrolle verbunden ist.

Der in Fig. 1 dargestellte Schussfadeneintragsbereich einer Webmaschine 10 weist beidseitig eines durch obere und untere Kettfäden 11, 12 gebildeten Webfachs eine Schussfaden-Auswahlvorrichtung 14, 14' auf. Mit den Schussfaden-Auswahlvorrichtungen 14, 14' wird ein Schussfaden einem aus Fig. 1 nicht näher ersichtlichen, aber in den übrigen Figuren 2 - 5 näher beschriebenen und gezeigten Schussfadenführungselement 15 zugeführt, das den Schussfaden klemmt und durch das Webfach transportiert. Durch das Vorsehen von Schussfaden-Auswahlvorrichtungen 14, 14' auf beiden Seiten des Webfachs kann das Schussfadenführungselement 15 in beiden Richtungen Schussfaden in das Webfach eintragen, wodurch die gezeigte Webmaschine 10 eine hohe Leistungsfähigkeit erreicht. Neben den beiden Schussfaden- Auswahlvorrichtungen 14, 14' müssen dazu selbstverständlich in Fig. 1 nicht dargestellte Fadenspeicher und eine entsprechende Antriebsvorrichtung 20 für das Schussfadenführungselement 15 vorgesehen sein.

Diese Antriebsvorrichtung für das Schussfadenführungselement 15 ist aus Fig. 2 näher ersichtlich. Das Schussfadenführungselement 15 ist magnetisch und wird durch einen magnetischen Mitnehmer 16 durch das Webfach transportiert. Der Mitnehmer 16 ist dazu an einem Endlos-Seil 17, das über zwei in einer horizontalen Ebene angeordnete Umlenkrollen 18 und 19 (Fig.l) geführt ist, befestigt. Die Umlenkrolle 18 wird durch einen in der Richtung umkehrbaren Elektromotor 20 angetrieben. Das Endlos-Seil 17 mit dem Mitnehmer 16 verläuft unterhalb des Webfachs, während das Schussfadenführungselement 15 oberhalb des Mitnehmers 16, innerhalb des Webfachs geführt wird. Die Schussfaden-Auswahlvorrichtung 14 weist mehrere, nebeneinander angeordnete Arme 14.1 bis 14.6 auf, die wahlweise nach unten verschwenkt werden können, wie dies am Beispiel des Arms 14.6 gezeigt ist. In der nach unten verschwenkten Position können die Arme 14.1 bis 14.6 dem Schussfadenführungselement 15 einen auch in Fig. 2 nicht dargestellten Schussfaden zuführen. Die dargestellte Schussfaden- Auswahlvorrichtung 14 und die dazu identisch ausgebildete Schussfaden- Auswahlvorrichtung 14' entsprechen den Schussfaden-Auswahlvorrichtungen, wie sie von Greifer-Webmaschinen bekannt sind.

Fig. 3 erläutert das Prinzip der Bewegung des Schussfadenfϋhrungselements 15 mittels des magnetischen Mitnehmers 16, wobei in Fig. 3 lediglich der prinzipielle Aufbau der Elemente 15 und 16 und nicht deren tatsächliches Aussehen gezeigt ist. Das Schussfadenführungselement 15 weist zwei Permanentmagnete 21, 22 auf, die über einen magnetischen Rückschlusskörper 23 miteinander verbunden sind. Die Permanentmagnete 21, 22 sind gegensinnig zueinander gepolt. Der an dem Endlos-Seil 17 befestigte Mitnehmer 16 weist einen ganz ähnlichen Aufbau wie das Schussfadenführungselement 15 auf. Es sind ebenfalls zwei

Permanentmagnetkörper 24, 25 vorgesehen, die über einen Rückschlusskörper 26 miteinander verbunden sind. Die Polung der Magnete 24, 25 entspricht der Polung der gegenüberliegenden Magnets 21, 22 des Schussfadenführungselements 15 derart, dass sich die gegenüberliegenden Magnete anziehen. Der Mitnehmer 16 eilt dem Schussfadenführungselement 15 um eine Distanz d in der Beschleunigungsphase voraus, wodurch zwischen den Magneten 21 und 24 und den Magneten 22 und 25 anziehende Kräfte Fl und F2 und zwischen den Magneten 22 und 24 eine abstoßende Kraft F3 entsteht, wobei alle Kräfte Fl, F2 und F3 eine horizontale Kraftkomponente aufweisen, die in die durch den Pfeil 27 angedeutete Transportrichtung des Schussfadenführungselements 15 wirkt.

Fig. 3a zeigt eine der Fig. 3 entsprechende Prinzipdarstellung der Bewegung des Schussfadenführungselements 15 durch das Webfach mithilfe eines magnetischen Mitnehmers 16'. Im Gegensatz zum Mitnehmer 16 aus Fig. 3 weist der Mitnehmer 16' insgesamt vier zusätzliche Magnete 40, 41, 42 und 43 auf, die insbesondere aus der Ansicht von oben auf den Mitnehmer 16' gemäß Fig. 3b ersichtlich sind. Diese in den Ecken des Mitnehmers 16' angeordneten Magnete 40, 41, 42 und 43 dienen insbesondere der seitlichen Führung des Schussfadenführungselements 15. Der Transport des

Schussfadenführungselements 15 wird auch hier in erster Linie durch die Magnete 24' und 25', die mit den Magneten 21 und 22 des Schussfadenführungselements 15 zusammenwirken, bewirkt.

Während die Fig. 3, 3a, 3b das Prinzip des Transports des Schussfadenführungselements 15 erläutern, zeigen die Figuren 4 und 5 konkrete Ausgestaltungsmöglichkeiten des Schussfadenführungselements 15 sowie des Mitnehmers 16. Beim Mitnehmer 16 sind die beiden

Permanentmagnete 24, 25 als nach oben überstehende Elemente zu erkennen. Die Permanentmagnete 21, 22 des Schussfadenführungselements 15 sind hingegen in einen Körper 15.1 des Schussfadenführungselements 15 integriert und daher in Fig. 4 nicht zu erkennen. Oberhalb des Körpers 15.1 ist ein Oberteil 15.2 angeordnet, das durch Magnetkraft auf dem Körper 15.1 gehalten wird und daher zusammen mit diesem eine Klemmvorrichtung für einen hier nicht dargestellten Schussfaden bildet. Das Oberteil 15.2 kann mittels eines Elektromagneten 28 vom Körper 15.1 des Schussfadenführungselements 15 abgehoben werden, wie in Fig. 5 näher dargestellt ist. Der Elektromagnet 28, der fest mit der Webmaschine 10 verbunden und außerhalb des Webfachs 13 (begrenzt durch die Kettfäden 11, 12) angeordnet ist, übt im Strom führenden Zustand eine anziehende Magnetkraft auf einen magnetischen Rückschlusskörper 29 im Oberteil 15.2 des Schussfadenführungselements 15 aus, die größer ist als die zwischen dem Oberteil 15.2 und dem Körper 15.1 des Schussfadenführungselements 15 wirkende und durch Permanentmagnete 31 und 32 im Körper 15.1 des Schussfadenführungselements verursachte Magnetkraft, wodurch sich die in Fig. 5 dargestellte Situation ergibt, in der das Oberteil 15.2 gegenüber den Körper 15.1 angehoben ist. Es kann jetzt ein hier nicht dargestellter Schussfaden zwischen Oberteil 15.2 und Körper 15.1 eingelegt werden, bevor der Elektromagnet 28 abgeschaltet wird und sich dadurch die aus Oberteil 15.2 und Körper 15.1 gebildete Klemmvorrichtung des Schussfadenführungselements 15 wieder schließt. Das Oberteil 15.2 ist an seinen Enden mit Führungsvorsprüngen 15.3 versehen, die in entsprechende Nuten 15.4 des Körpers 15.1 eingreifen. Weiter sind in den Figuren 4 und 5 Stützelemente 30 gezeigt, die von unten in das Webfach hineinragen und eine Gleitbahn für das Schussfadenführungselement 15 durch das Webfach hindurch bilden.

Fig. 6 zeigt eine Antriebseinheit, über die ein Mitnehmer angetrieben und durch das Webfach geführt werden kann. Mit der Umlenkrolle 18 sind Zugmittel verbunden, die den Mitnehmer entlang eines Webfaches bewegen. Mit dem Mitnehmer wird ein Schussfadenführungselement durch das Webfach hindurchbewegt. Die Umlenkrolle 18 wird über einen Motor, hier einen Elektromotor 20, angetrieben. Auf der Motorwelle ist ein Antriebselement 31 vorgesehen, das sofern es sich um ein Zahnrad handelt, kämmend in Eingriff mit Verzahnungsmitteln der Umlenkrolle 18 steht. Wird das Antriebselement 31 über den Elektromotor 20 angetrieben, so dreht sich auch die Umlenkrolle 18. Mit dem Antriebselement 31 ist ein Kniehebel 32 gelenkig verbunden, der aus einem ersten Schenkel 33 und aus einem zweiten Schenkel 34 gebildet ist. Die Schenkel 33, 34 sind über ein Gelenk 35 miteinander verbunden. Ebenfalls ist mit dem Kniehebel 32 eine Torsionsfeder 36 drehfest verbunden. Ein freies Ende des ersten Schenkels 33 ist außermittig auf dem Antriebselement 31 gelenkig gelagert. In der Figur ist eine Totpunktlage 37 gezeigt, die über eine Drehung der Motorwelle überwunden werden kann. Der zweite Schenkel 34 ist mit seinem freien Ende über eine dafür vorgesehene Aufnahme 38 mit der Torsionsfeder 36 drehfest verbunden. Ist die Torsionsfeder 36 gespannt, so kann die gespeicherte Energie der Feder 36 über den Kniehebel 32 in eine

Antriebsbewegung auf die Umlenkrolle 18 umgesetzt werden, indem über den Motor 20 die Totpunktlage 37 über eine Drehung der Motorwelle freigegeben wird. Die über den Kniehebel 32 freigesetzte Federspannung beschleunigt das Antriebsmittel 31 derart schnell, dass das mit der Umlenkrolle 18 verbundene Zugmittel den Mitnehmer stark beschleunigt entlang des Webfachs führen kann. Die geringste Federspannung weist die Torsionsfeder 36 dann auf, wenn der Mitnehmer, über die Umlenkrolle 18, sich in etwa der Mitte des Webfachs befindet. Gleichzeitig erreicht der Mitnehmer in dieser Situation seine Maximalgeschwindigkeit. Während des Restlaufweges des Mitnehmers wird das ganze System durch die Torsionsfeder abgebremst und damit die Torsionsfeder erneut vorgespannt, so dass bei einer Rückführung des Mitnehmers auf das andere Webfachende die Federspannung der Torsionsfeder

36 für eine große Beschleunigung des Mitnehmers und damit auch des Schussfadenführungselements erneut erfolgen kann.