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Patent Searching and Data


Title:
WELDING BIT HOLDER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/119365
Kind Code:
A1
Abstract:
An apparatus for the mounting of a flat welding bit (13) on a welding apparatus comprises an electrically conductive receiving part (30) with a contact surface (31) for lying on one face of the welding bit (13), with two opposing guide surfaces (32) for lying on lateral edges of the welding bit, and with a stop surface (33) for the end of the welding bit which is facing away from the welding site. A spring pretensioned roller (41) presses the welding bit (13) against the contact surface (31) and thereby effects not only a good conductive connection but also a secure mounting of the welding bit in the provided orientation. The roller (41) simultaneously reduces the frictional forces produced when the welding bit (13) is pushed into the support.

Inventors:
RIEDER, Bernhard (Am Winkelmoos 15, Ebertshausen, 85241, DE)
Application Number:
EP2007/002962
Publication Date:
October 09, 2008
Filing Date:
April 02, 2007
Export Citation:
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Assignee:
HBS BOLZENSCHWEISS-SYSTEME GMBH & CO. KG (Felix-Wankel-Strasse 18, Dachau, 85221, DE)
RIEDER, Bernhard (Am Winkelmoos 15, Ebertshausen, 85241, DE)
International Classes:
B23K9/20; B21D1/10; B23K37/04
Attorney, Agent or Firm:
STREHL, SCHÜBEL-HOPF & PARTNER (Maximilianstrasse 54, München, 80538, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung zur Halterung eines flächigen Schweißbits (13) an einer Schweißvorrichtung mit einem elektrisch leitenden Aufnahmeteil (30), das eine Kontaktfläche (31) zur Anlage an einer Flachseite des Schweißbits (13), zwei gegenüberliegende Führungsflächen (32) zur Anlage an Seitenkanten des Schweißbits und eine Anschlagfläche (33) für das von der Schweißstelle abgewandte Ende des Schweißbits aufweist, und einer Spanneinrichtung (40) zur Anpressen des Schweißbits (13) an die Kontaktfläche (31).

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , wobei die Kontaktfläche (31) zur Anlage am Randbereich des Schweißbits (13) hufeisenförmig gestaltet ist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Spanneinrichtung (40) als federbelastete Rolle (41) ausgebildet ist, die um eine zu der Kontaktfläche (31) parallele und zu den Führungsflächen (32) quer verlaufende Achse drehbar ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Rolle (41) einen mittleren Bereich mit gegenüber ihren Endbereichen verringertem Durchmesser aufweist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, wobei die Rolle (41) in an gegenüber liegenden Außenseiten des Aufnahmeteils (30) befestigten Sprengringen (45) gelagert ist.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Abschlussteil (50), das mit dem von der Anschlagfläche (33) abgewandten Ende des Aufnahmeteils (30) verbunden ist und einen Schlitz (55) zum Durchführen des Schweißbits (13) aufweist.

7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei das Aufnahmeteil (30) einen sich in eine Durchgangsbohrung (56) des Abschlussteils (50) öffnenden Schutzgaskanal (34, 35) aufweist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei der Schutzgaskanal (34, 35) mehrere Einlasse zum Anschluss einer Schutzgas-Zuführleitung (70) aufweist.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8 mit einem an dem Abschlussteil (50) montierbaren Balg (60) zum Abschirmen der Schweißstelle.

10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei das Abschlussteil (50) eine Nut (62) zur Aufnahme eines elastischen Wulstflansches (61) des Balgs (61) aufweist.

Description:

Schweißbithalter

Beschreibung

Zum Ausbeulen von Fahrzeugkarosserien werden auf das eingedrückte Blech Schweißbits aufgeschweißt, an denen ein Werkzeug zum Herausziehen der eingedrückten Partie ansetzen kann. An linienförmigen Knicken können mehrere Schweißbits mit ösenförmigem Kopf so angesetzt werden, dass die ösen miteinander fluchten und von einer Stange durchsetzt werden können, um den linien- förmig verformten Bereich in einem gemeinsamen Ziehvorgang auszubeulen. Handelt es sich um Aluminiumblech, so müssen auch die Schweißbits aus Aluminium bestehen.

Das Anschweißen der Bits erfolgt mit einer handgeführten Schweißpistole. Es kommt darauf an, dass die Pistole leicht und möglichst klein ist, damit sie auch an schwer zugänglichen Stellen eingesetzt werden kann. Ferner muss gewährleistet sein, dass das aus Aluminiumblech gefertigte Schweißbit an seinem ösen- förmigen Kopf sicher in der Schweißpistole gehalten ist und ein möglichst widerstandsarmer übergang des erheblichen Schweißstroms von der Pistole auf das Schweißbit stattfindet.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit der in Anspruch 1 angegebenen erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Bei dieser Vorrichtung lässt sich das Schweißbit zwischen die Kontaktfläche des Aufnahmeteils und die Spanneinrichtung einschieben, wobei die Spanneinrichtung das Schweißbit nicht nur mechanisch festhält, sondern auch einen guten Stromübergang zwischen der Kontaktfläche des Aufnahmeteils und dem Schweißbit gewährleistet. Gleichzeitig bewirken die Führungs- und Anschlagflächen des Aufnahmeteils in Verbindung mit der Spanneinrichtung eine sichere Halterung des Schweißbits in der vorgesehenen Orientierung.

Die Weiterbildung der Erfindung nach Anspruch 2 ist insbesondere bei Schweißbits mit ösenförmigem Kopf insofern günstig, als ein guter Stromübergang auf das Material des Schweißbits gewährleistet ist, gleichzeitig aber unnötige Reibung beim Einschieben des Schweißbits in die Halterung vermieden wird.

Die Gestaltung nach Anspruch 3 ist zweckmäßig, weil die federbelastete Rolle die Reibung beim Einschieben vermindert und gleichzeitig wegen ihrer runden Form das "Einfädeln" des Schweißbits erleichtert.

Die in Anspruch 4 angegebene Form der Rolle sorgt dafür, dass ihre Vor- Spannung gezielt auf den an der Kontaktfläche des Aufnahmeteils anliegenden Randbereich des Schweißbits aufgebracht wird. Wird die Vorspannkraft gemäß Anspruch 5 erzeugt, so ergibt sich eine für die Fertigung und etwaige Reparaturen besonders einfache Gestaltung.

Die Weiterbildungen der Erfindung nach den Ansprüchen 6 bis 10 machen die Vorrichtung für Schweißvorgänge unter Schutzgas geeignet. Dabei macht es die in Anspruch 8 angegebene Maßnahme möglich, die Schutzgaszuführung je nach den Platzverhältnissen am Einsatzort an einer möglichst wenig störenden

Stelle am Aufnahmeteil anzubringen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher erläutert; darin zeigen

FIG. 1 eine Schweißpistole mit Schweißbithalter,

FIG. 2 eine vergrößerte Darstellung des Schweißbithalters und

FIG. 3 eine zerlegte Darstellung des Schweißbithalters nach Fig. 2.

Die in Fig. 1 gezeigte Schweißpistole ist insbesondere zum Anschweißen von Aluminium-Schweißbits mit ösenförmigem Kopf an Aluminiumblechen mittels Hubzündung zum Ausbeulen von Fahrzeugkarosserien bestimmt. Der Pistolenkörper 10 ist an seiner auf- und abbewegbaren Kolbenstange 11 mit einem Schweißbithalter 12 versehen, in den gemäß der Darstellung nach Fig. 1 ein Schweißbit 13 eingesetzt ist. Von dem Schweißbit 13 sind der ösen- oder ring- förmige Kopf 14 und die Spitze 15 zu sehen, die auf einen Knickbereich 16 eines Blechs 17 aufgesetzt ist.

An dem Pistolenkörper 10 ist ferner ein Stativ 20 angeordnet, das einen mit seiner Spitze 21 auf das Blech 17 aufgesetzten Stativstab 22 aufweist. Der Stativstab 22 ist in der Höhe mittels eines Rades 23 verstellbar, das durch einen Rastschieber 24 arretierbar ist.

Gemäß Fig. 2 und 3 umfasst der Schweißbithalter 12 ein an die Kolbenstange 11 der Schweißpistole angeformtes Aufnahmeteil 30, eine insgesamt mit 40 bezeichnete Spanneinrichtung, ein Abschlussteil 50, einen Balg 60 und eine Schutzgaszuführung 70. Das Aufnahmeteil 30 besteht aus leitendem Metall, beispielsweise Messing, und weist eine etwa hufeisenförmige Kontaktfläche 31 , zwei einander gegenüberliegende Führungsflächen 32 und eine Anschlagfläche 33 auf. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Führungsflächen und die Anschlagflächen als zusammenhängende und entsprechend der Hufeisenform der Kontaktfläche 31 gestaltete Innenwand des insgesamt etwa kastenförmigen Aufnahmeteils 30 gestaltet.

An einer Oberfläche und an einer Seitenfläche des Aufnahmeteils 30 sind jeweils eine Einlassbohrung 34 zum Anschluss der Schutzgaszuführung 70 vorgesehen. Die Einlassbohrungen 34 stehen mit an der Stirnseite des Aufnahme- teils 30 vorhandenen Auslassöffnungen 35 in Verbindung. In Fig. 2 und 3 ist die Schutzgaszuführung 70 an die obere Einlassbohrung 34 angeschlossen, während die andere mit einer Madenschraube 36 verschlossen ist. Wo die Schutzgaszuführung 70 angeschlossen wird, richtet sich nach den Platzverhältnissen am jeweiligen Einsatzort. Die Spanneinrichtung 40 besteht aus einer Kunststoffrolle 41 , die einen mittleren Bereich mit gegenüber ihren Endbereichen verringertem Durchmesser hat. Die Endbereiche sind in halbkreisförmigen Aussparungen 42 des Aufnahmeteils 30 gelagert. Ferner weisen die Endbereiche der Rolle 41 jeweils eine Ringnut 43 auf, in die ein an der jeweiligen Außenseite des Aufnahmeteils 30 mit Hilfe einer Schraube 44 befestigter Sprengring 45 eingreift. Auf diese Weise ist die Rolle 41 federnd in Richtung der Kontaktfläche 31 des Aufnahmeteils 30 vorgespannt.

Das aus Kunststoff bestehende Abschlussteil 50 greift mit einem an seiner hinteren Fläche vorgesehenen keilförmigen Vorsprung 51 in eine an der Vorder- seite des Aufnahmeteils 30 vorgesehene keilförmige Vertiefung 52 ein und ist mit dem Aufnahmeteil 30 durch Schrauben 53 verbunden.

Das Abschlussteil 50 weist einen der Form des Schweißbits 13 angepass- ten, in Fig. 3 senkrecht stehenden Schlitz 55 zum Hindurchführen des Schweißbits 13 auf. Im übrigen wird das Abschlussteil 50 von einer großen zylindrischen Bohrung 56 durchsetzt, in die die Schutzgas-Auslassöffnungen 35 münden. Der elastische Faltenbalg 60 ist an seinem hinteren Ende mit einem Wulstflansch 61 versehen, der durch Eingreifen in eine Nut 62 des Abschlussteils 50 mit diesem verbunden werden kann. Der Balg 60 dient zur Abschirmung der Schweißstelle und zur Begrenzung des Schutzgases auf diese.

Bei Benutzung der Schweißpistole wird das Schweißbit 13, das in dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus Aluminiumblech geformt ist und einen etwa ovalen, ösen- oder ringförmigen Kopf 14 und eine gegenüber diesem um 90° gekröpfte Spitze 15 aufweist, durch den Schlitz 55 in dem Abschlussteil 50 hindurch in den Spalt zwischen der Kontaktfläche 31 des Aufnahmeteils 30 und der Rolle 51 eingeschoben, bis der Kopf an der Anschlagfläche 33 des Aufnahmeteils 30 anstößt. Sodann wird bei Bedarf der Balg 60 auf das Abschlussteil 50 aufgesteckt. Nach dem Schweißvorgang wird durch Rückziehen der Schweißpistole der Schweißbithalter 12 von dem angeschweißten Schweißbit 13 abgezogen.

Bei einem linienförmigen Knickbereich 16, wie er in Fig. 1 angenommen ist, können mehrere Schweißbits 13 nebeneinander derart angeschweißt werden, dass ihre Ringösen miteinander fluchten. Zum Ausbeulen des Knickbereichs kann dann durch sämtliche Ringösen eine Stange hindurchgeführt werden, an der die Ziehkraft angreift.

Die in der obigen Beschreibung angegebenen Materialien und Formen betreffen ein Ausführungsbeispiel. Das Schweißbit kann statt aus Aluminium auch aus Stahl oder einem anderen schweißbaren und elektrisch leitenden Werkstoff bestehen. ähnlich kann das Aufnahmeteil aus beliebigem, elektrisch gut leitenden Material gefertigt sein. Auch die Ringösenform des Schweißbits ist nicht wesentlich.

Bezugszeichenliste

10 Pistolenkörper

11 Kolbenstange

12 Schweißbithalter

13 Schweißbit

14 Kopf von 13

15 Spitze von 12

16 Knickbereich

17 Blech

20 Stativ

21 Spitze von 22

22 Stativstab

23 Rad

24 Rastschieber

30 Aufnahmeteil

31 Kontaktfläche

32 Führungsfächen

33 Anschlagfläche

34 Einlassbohrungen

35 Auslassöffnungen

36 Madenschraube

40 Spanneinrichtung

41 Rolle

42 Aussparungen

43 Ringnuten

44 Schrauben

45 Sprengringe

50 Abschlussteil

51 Vorsprung

52 Vertiefung

53 Schrauben

55 Schlitz

56 Bohrung

60 Balg

61 Wulstflansch

62 Nut an 50

70 Schutzgaszuführung