BOSTANJOGLO, Georg (Odenwaldstr. 17, Berlin, 12161, DE)
BURBAUM, Bernd (Kirchstr. 19a, Übach-Palenberg, 52531, DE)
GASSER, Andres (Am Pappelweiher 32, Aachen, 52066, DE)
JAMBOR, Torsten (Speestr. 10, Köln, 50937, DE)
LINNENBRINK, Stefanie (Wewordenstr. 16, Kreuzau, 52372, DE)
MELZER-JOKISCH, Torsten (Südring 37, Neuenhagen bei Berlin, 15366, DE)
OTT, Michael (Kuhlendahl 127B, Mülheim an der Ruhr, 45470, DE)
PIRCH, Norbert (Im Mittelfeld 52, Aachen, 52074, DE)
WILKENHÖNER, Rolf (Iltisfang 30, Kleinmachnow, 14532, DE)
FRAUNHOFER GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DER ANGEWANDTEN FORSCHUNG E.V. (Hansastraße 27 c, München, 80686, DE)
ARJAKINE, Nikolai (Bochumer Str. 27, Berlin, 10555, DE)
BOSTANJOGLO, Georg (Odenwaldstr. 17, Berlin, 12161, DE)
BURBAUM, Bernd (Kirchstr. 19a, Übach-Palenberg, 52531, DE)
GASSER, Andres (Am Pappelweiher 32, Aachen, 52066, DE)
JAMBOR, Torsten (Speestr. 10, Köln, 50937, DE)
LINNENBRINK, Stefanie (Wewordenstr. 16, Kreuzau, 52372, DE)
MELZER-JOKISCH, Torsten (Südring 37, Neuenhagen bei Berlin, 15366, DE)
OTT, Michael (Kuhlendahl 127B, Mülheim an der Ruhr, 45470, DE)
PIRCH, Norbert (Im Mittelfeld 52, Aachen, 52074, DE)
WILKENHÖNER, Rolf (Iltisfang 30, Kleinmachnow, 14532, DE)
| Patentansprüche 1. Verfahren zum Schweißen eines Bauteils (1, 120, 130, 155), bei dem eine Vertiefung (4) durch Schweißbahnen (6, 7, I, II, III, 10', 10'', 10''', ...) aufgefüllt wird, wobei die Vertiefung (4) eine Kontur (16) aufweist, die (16) eine äußere obere Oberfläche (13) des Bauteils (1, 120, 130, 155) zu der Vertiefung (4) begrenzt, dadurch gekennzeichnet, dass die Schweißbahnen (6, 7, I, II, III, 10', 10'', 10''', ...) so gelegt werden, dass die Schweißbahnen (10', 10'', 10'"', ..., 6, 7, I, II, III) auch außerhalb der Kontur (16) der Vertiefung (4) auf die Oberfläche (13) gelangen. 2. Verfahren zum Schweißen eines Bauteils (1, 120, 130, 155), bei dem eine Vertiefung (4) durch Schweißbahnen (6, 7, 10] aufgefüllt wird, wobei die Vertiefung (4) eine Kontur (16) aufweist, die (16) die Vertiefung (4) gegenüber der äußeren, oberen Oberfläche (13) des Bauteils (1, 120, 130, 155) begrenzt, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst eine erste Schweißbahn (6) gelegt wird, die in ihrer Form der Kontur (16) entspricht. 3. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem eine erste Schweißbahn (6) so gelegt wird, dass sie (6) in ihrer Form der Form der Kontur (16) entspricht . 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dass eine zweite Schweißbahn (7) innerhalb der ersten Schweißbahn (6) erzeugt wird, die (6) der Kontur (16) entspricht. 5. Verfahren nach Anspruch 2, 3 oder 4, bei dem innerhalb der ersten oder zweiten konturmäßigen Schweißbahn (6, 7) eine mäanderförmige Auffüllung (10', 10'', 10''', ...) der Vertiefung (4) erfolgt. 6. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Schweißbahn (6) so gelegt wird, dass die Schweißbahn (6) außerhalb der Kontur (16) der Vertiefung (4) auf die Oberfläche (13) gelangt. 7. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Laserauftragsschweißen verwendet wird. 8. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6 oder 7, bei dem die erste Lage (I) von Schweißbahnen die Vertiefung (4) vollständig bedeckt. 9. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8, bei dem mehrere Schweißlagen (I, II, III) verwendet werden, um die Vertiefung (4) aufzufüllen. 10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem die Hauptrichtungen (25) der Schweißbahnen (10', 10'', 10'"', ...) der einzelnen, übereinanderliegenden Schweißlagen (I, II, III, ...) in einem Winkel von deutlich größer 0° bis 900C, insbesondere senkrecht, zueinander verlaufen. 11. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10, bei dem die Schweißbahnen (10', 10'', 10'"', ...) einer Schweißlage (I, II, III) mäanderförmig verlegt werden. 12. Verfahren nach Anspruch 1, 8, 9, 10 oder 11, bei dem die weiteren Schweißlagen (II, III, ...) ihre direkte Vorgängerin (I, II, ...) vollständig oder teilweise abdecken. 13. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 oder 12, bei dem die Vertiefung (4) Flanken (28) aufweist, die nicht senkrecht zur Oberfläche (13) des Bauteils (1, 120, 130, 155) verlaufen. 14. Verfahren zur Wärmebehandlung einer Schweißnaht, insbesondere hergestellt nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei dem die Schweißnaht (28) vor einer Wärmebehandlung rekonturiert wird. 15. Bauteil hergestellt nach einem oder mehreren der Ansprü- che 1 bis 14. |
Die Erfindung betrifft Verfahren zum Füllen einer Vertiefung eines Bauteils durch Schweißen und ein Bauteil.
Bei der Schweißreparatur von Bauteilen werden oft auch Vertiefungen aufgefüllt. Diese Vertiefungen entstehen durch Ausmulden eines schadhaften Bereichs, der während des Betriebs des Bauteils entstanden ist. Zur Wiederaufarbeitung muss
Material hinzugefügt werden, um die Geometrie des Bauteils sowie eine hinreichende Festigkeit des Bauteils zu erreichen. Je nach Schweißzusatzwerkstoff kann es immer wieder zu Anbin- dungsfehlern und Rissen des hinzugefügten Materials kommen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung oben genanntes Problem zu lösen .
Das Problem wird gelöst durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1, 2 oder 14 und ein Bauteil gemäß Anspruch 15.
In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Maßnahmen aufgelistet, die beliebig miteinander kombiniert werden können, um weitere Vorteile zu erzielen.
Es zeigen
Figur 1 - 9 Füllstrategien beim Schweißen,
Figur 10 - 12 Vorgehensweisen bei einer Wärmebehandlung einer Schweißnaht
Figur 13 eine Gasturbine, Figur 14 eine Turbinenschaufel, Figur 15 eine Brennkammer, Figur 16 eine Liste von Superlegierungen .
Die Figuren und die Beschreibung stellen nur Ausführungsbeispiele der Erfindung dar. In Figur 1 ist ein Bauteil 1, 120, 130, 155 gezeigt, das im Bereich einer Oberfläche 13 eine Vertiefung 4 aufweist. Das Bauteil 1 ist vorzugsweise eine Turbinenschaufel 120, 130 und besteht vorzugsweise aus einer nickel- oder kobaltbasier- ten Superlegierung (Fig. 15) .
Die Vertiefung 4 soll mit Schweißmaterial aufgefüllt werden. Die Vertiefung 4 wird durch eine Kontur 16 (eine geschlossene Linie) zu der äußeren Oberfläche 13 begrenzt.
Die Vertiefung 4 weist Flanken 28 auf, die vorzugsweise schräg und nicht senkrecht zur Oberfläche 13 nahe der Kontur 16 verlaufen (Fig. 5). Die Flankenwinkel (Winkel zwischen Flanke 28 und gedachte Verlängerung der Oberfläche 13 über die Vertiefung 4) betragen vorzugsweise zwischen 30° und 40°.
Die Auffüllung der Vertiefung 4 geschieht vorzugsweise durch Auftragsschweißen .
Als Schweißverfahren wird vorzugsweise ein Laserverfahren verwendet.
Eine Schweißlage I, II, III (Fig. 8, 9) besteht aus mehreren Schweißbahnen 10', 10'', 10'"', die eine zusammenhängende Fläche ergeben. Die Schweißbahnen 10', 10'', 10'"' pro Schweißlage I, II, III werden vorzugsweise in einer Mäanderform (Fig. 2, 3, 4, 6, 7) gelegt.
Eine Hauptrichtung 25 der Schweißbahnen 10', 10'', 10'"',... stellt die längste Ausdehnung 11 einer Schweißbahn 10', 10'', 10' ' ' dar und ist als Pfeil in den Figuren 2, 3, 4, 6, 7 und 10 dargestellt.
Jedoch überschreiten die Schweißbahnen 10', 10'', 10'"', ... die Kontur 16 der Vertiefung 4 und gelangen somit teilweise auf die Oberfläche 13 (Fig. 2, 5, 6, 7, 8, 9) . Vorzugsweise befindet sich die Schweißbahn 10', 10'',... sowohl auf der Oberfläche 13 des Bauteils 1, 120, 130, 155 als auch in der Vertiefung 4. Der Querschnitt solcher übereinander gelegten Lagen I, II, III ist in Figur 8, 9 gezeigt.
Der dabei entstehende Hügel 22 (Fig. 5), der über die Ebene der Oberfläche 13 hinausragt, wird entweder belassen oder später abgeschliffen oder mittels Fräsen entfernt. Durch das bewusste Überschreiten, also durch zusätzliches Schweißmaterial im Bereich der Oberfläche 13, werden gute Schweißergebnisse erzielt und es entstehen in dem fertig ge- schweißten Bauteil 1, 120, 130, 155 keine Risse. Lediglich das Schweißmaterial oberhalb der Oberfläche 13 muss vorzugsweise noch beseitigt werden.
Figur 3 zeigt eine weitere Füllstrategie beim Schweißen. Dabei wird innerhalb der Vertiefung 4 zuerst ein Rahmen 6 gelegt, der 6 der Kontur 16 ähnelt. Dieser Rahmen 6 (= erste Schweißbahn) ist bei einer rechteckförmigen Vertiefung 4 ebenfalls rechteckig. Diese erste äußere Schweißbahn 6 kann innerhalb der Kontur 16 (Fig. 3, 4) oder auf der Oberfläche 13 (Fig. 6, 7) liegen. Vorzugsweise verläuft die Schweißbahn 6 (Fig. 6, 7) über der Kontur 16, d.h. auf der Oberfläche 13 und in der Vertiefung 4.
Vorzugsweise kann eine weitere Schweißbahn 7 gelegt werden, die ebenfalls der äußeren Kontur der Vertiefung 4 entspricht und innerhalb der ersten Schweißbahn 6 liegt (Fig. 4, 7) .
Innerhalb der Kontur 6, 7 wird dann ein mäanderförmiger Verlauf der Schweißbahn 10', 10'', ... gewählt (Fig. 3, 4, 6, 7). Die Ausrichtung 25 des längsten Teils 11 der Zickzackkurve kann auf die kürzeste Breite der Vertiefung 4 (Fig. 3) ausgerichtet sein. Ebenso kann der längste Teil 11 der Zickzackkurve parallel zu der längsten Ausrichtung der Vertiefung 16 verlaufen (Figur 4, 6, 7) . Ebenso kann lagenweise (I, II, III) die Ausrichtung der Hauptrichtung 25 variiert werden (nicht dargestellt) . Es müssen nicht zwangsläufig Vertiefungen aufgefüllt werden. Ebenso kann flächig auf jede Oberfläche Material aufgetragen werden (Fig. 2, 3, 4, 6, 7) . Die Kontur 16 stellt dann die Begrenzung der zu beschichtenden Fläche dar.
In Figur 8 ist ein Querschnitt obiger Auffüllstrategie (Fig. 2) nach dem Schweißen gezeigt. Die Vertiefung 4 wird durch eine erste Lage I von Schweißbahnen vorzugsweise komplett abgedeckt (Fig. 2), d.h. die erste Schweißlage I geht auch vorzugsweise bis zur Kontur 16 und über diese hinaus.
Dann wird eine zweite Schweißlage II aufgebracht, deren Ende ebenfalls über die Oberfläche 13 hinausragt.
Die zweite Schweißlage II deckt die erste Schweißlage I vorzugsweise vollständig ab. Diese Übereinanderschichtung wird fortgeführt, bis vorzugsweise eine letzte Lage III komplett über einer Oberfläche 13 liegt.
Figur 9 zeigt eine weitere Auffüllstrategie beim Schweißen, insbesondere eine spezielle Ausführung zu Figur 8.
Hier wird eine erste Schweißlage I durch mehrere Schweißbahnen (10', 10'', 10''') mit einer Hauptrichtung 25 parallel zur Zeichnungsebene gelegt (Die Ausrichtung von 25 ist willkürlich) . Die Hauptrichtung 25 ist die längste Ausdehnung 11 einer Schweißbahn 10', 10' ', ... bei mäanderförmiger Verlegung (Fig. 2) .
Die zweite Schweißlage II erfolgt mit Schweißbahnen in einer Hauptrichtung 25 verschieden , vorzugsweise senkrecht, zu der Hauptrichtung 25 der Schweißlage I, d.h. aus der Zeichnungs- ebene, wobei eine Hauptrichtung der Schweißbahnen 10', 10'', ... der dritten Schweißlage III vorzugsweise wiederum wie die erste Schweißlage I verläuft. Figur 10 zeigt auch, dass die Linien, die die Schweißbahnen, in den Figuren 1 bis 7 darstellen, eine Breite haben. Die Schweißbahnen können sich überlappen oder nur aneinander an- grenzen; dies gilt auch für die Figuren 1 bis 7.
In den Figuren 11, 12 links sind Vorgehensweisen vor der Wärmebehandlung einer Schweißnaht 28 dargestellt.
Sowohl in Figur 11 links und Figur 12 links sind Schweißnähte/lagen 28 dargestellt, die nach einem beliebigen Verfahren hergestellt sind, aber auch über die äußere Originalkontur der Oberfläche 13 des Substrats herausragen. Als nächster Bearbeitungsschritt wird die Schweißung rekonturiert, d.h. die Schweißbahn/-lage wird geglättet und an die Höhe der äußeren Oberfläche 13 angepasst, d.h. es erfolgt Materialabtrag (-m), um die ursprüngliche aerodynamische Kontur wiederherzustellen . Als letzter Schritt erfolgt dann die je nach Material und
Bauteil übliche Wärmebehandlung (HT) mit der Schweißnaht 28.
Die Figur 13 zeigt beispielhaft eine Gasturbine 100 in einem Längsteilschnitt.
Die Gasturbine 100 weist im Inneren einen um eine Rotationsachse 102 drehgelagerten Rotor 103 mit einer Welle 101 auf, der auch als Turbinenläufer bezeichnet wird. Entlang des Rotors 103 folgen aufeinander ein Ansauggehäuse 104, ein Verdichter 105, eine beispielsweise torusartige
Brennkammer 110, insbesondere Ringbrennkammer, mit mehreren koaxial angeordneten Brennern 107, eine Turbine 108 und das Abgasgehäuse 109. Die Ringbrennkammer 110 kommuniziert mit einem beispielsweise ringförmigen Heißgaskanal 111. Dort bilden beispielsweise vier hintereinander geschaltete Turbinenstufen 112 die Turbine 108. Jede Turbinenstufe 112 ist beispielsweise aus zwei Schaufelringen gebildet. In Strömungsrichtung eines Arbeitsmediums 113 gesehen folgt im Heißgaskanal 111 einer Leitschaufelreihe 115 eine aus Laufschaufeln 120 gebildete Reihe 125.
Die Leitschaufeln 130 sind dabei an einem Innengehäuse 138 eines Stators 143 befestigt, wohingegen die Laufschaufeln 120 einer Reihe 125 beispielsweise mittels einer Turbinenscheibe 133 am Rotor 103 angebracht sind. An dem Rotor 103 angekoppelt ist ein Generator oder eine Arbeitsmaschine (nicht dargestellt) .
Während des Betriebes der Gasturbine 100 wird vom Verdichter 105 durch das Ansauggehäuse 104 Luft 135 angesaugt und ver- dichtet. Die am turbinenseitigen Ende des Verdichters 105 bereitgestellte verdichtete Luft wird zu den Brennern 107 geführt und dort mit einem Brennmittel vermischt. Das Gemisch wird dann unter Bildung des Arbeitsmediums 113 in der Brennkammer 110 verbrannt. Von dort aus strömt das Arbeitsmedium 113 entlang des Heißgaskanals 111 vorbei an den Leitschaufeln 130 und den Laufschaufeln 120. An den Laufschaufeln 120 entspannt sich das Arbeitsmedium 113 impulsübertragend, so dass die Laufschaufeln 120 den Rotor 103 antreiben und dieser die an ihn angekoppelte Arbeitsmaschine.
Die dem heißen Arbeitsmedium 113 ausgesetzten Bauteile unterliegen während des Betriebes der Gasturbine 100 thermischen Belastungen. Die Leitschaufeln 130 und Laufschaufeln 120 der in Strömungsrichtung des Arbeitsmediums 113 gesehen ersten Turbinenstufe 112 werden neben den die Ringbrennkammer 110 auskleidenden Hitzeschildelementen am meisten thermisch belastet .
Um den dort herrschenden Temperaturen standzuhalten, können diese mittels eines Kühlmittels gekühlt werden. Ebenso können Substrate der Bauteile eine gerichtete Struktur aufweisen, d.h. sie sind einkristallin (SX-Struktur) oder weisen nur längsgerichtete Körner auf (DS-Struktur) . Als Material für die Bauteile, insbesondere für die Turbinenschaufel 120, 130 und Bauteile der Brennkammer 110 werden beispielsweise eisen-, nickel- oder kobaltbasierte Superle- gierungen verwendet. Solche Superlegierungen sind beispielsweise aus der EP 1 204 776 Bl, EP 1 306 454, EP 1 319 729 Al, WO 99/67435 oder WO 00/44949 bekannt.
Ebenso können die Schaufeln 120, 130 Beschichtungen gegen Korrosion (MCrAlX; M ist zumindest ein Element der Gruppe
Eisen (Fe) , Kobalt (Co) , Nickel (Ni) , X ist ein Aktivelement und steht für Yttrium (Y) und/oder Silizium, Scandium (Sc) und/oder zumindest ein Element der Seltenen Erden bzw. Hafnium) . Solche Legierungen sind bekannt aus der EP 0 486 489 Bl, EP 0 786 017 Bl, EP 0 412 397 Bl oder EP 1 306 454 Al.
Auf der MCrAlX kann noch eine Wärmedämmschicht vorhanden sein, und besteht beispielsweise aus Zrθ2, Y2θ3-Zrθ2, d.h. sie ist nicht, teilweise oder vollständig stabilisiert durch Ytt- riumoxid und/oder Kalziumoxid und/oder Magnesiumoxid.
Durch geeignete Beschichtungsverfahren wie z.B. Elektronen- strahlverdampfen (EB-PVD) werden stängelförmige Körner in der Wärmedämmschicht erzeugt.
Die Leitschaufel 130 weist einen dem Innengehäuse 138 der Turbine 108 zugewandten Leitschaufelfuß (hier nicht dargestellt) und einen dem Leitschaufelfuß gegenüberliegenden Leitschaufelkopf auf. Der Leitschaufelkopf ist dem Rotor 103 zugewandt und an einem Befestigungsring 140 des Stators 143 festgelegt.
Die Figur 14 zeigt in perspektivischer Ansicht eine Laufschaufel 120 oder Leitschaufel 130 einer Strömungsmaschine, die sich entlang einer Längsachse 121 erstreckt. Die Strömungsmaschine kann eine Gasturbine eines Flugzeugs oder eines Kraftwerks zur Elektrizitätserzeugung, eine Dampfturbine oder ein Kompressor sein.
Die Schaufel 120, 130 weist entlang der Längsachse 121 aufeinander folgend einen Befestigungsbereich 400, eine daran angrenzende Schaufelplattform 403 sowie ein Schaufelblatt 406 und eine Schaufelspitze 415 auf.
Als Leitschaufel 130 kann die Schaufel 130 an ihrer Schaufel- spitze 415 eine weitere Plattform aufweisen (nicht dargestellt) .
Im Befestigungsbereich 400 ist ein Schaufelfuß 183 gebildet, der zur Befestigung der Laufschaufeln 120, 130 an einer Welle oder einer Scheibe dient (nicht dargestellt) .
Der Schaufelfuß 183 ist beispielsweise als Hammerkopf ausgestaltet. Andere Ausgestaltungen als Tannenbaum- oder Schwalbenschwanzfuß sind möglich. Die Schaufel 120, 130 weist für ein Medium, das an dem Schau- felblatt 406 vorbeiströmt, eine Anströmkante 409 und eine Abströmkante 412 auf.
Bei herkömmlichen Schaufeln 120, 130 werden in allen Bereichen 400, 403, 406 der Schaufel 120, 130 beispielsweise mas- sive metallische Werkstoffe, insbesondere Superlegierungen verwendet .
Solche Superlegierungen sind beispielsweise aus der EP 1 204 776 Bl, EP 1 306 454, EP 1 319 729 Al, WO 99/67435 oder WO 00/44949 bekannt. Die Schaufel 120, 130 kann hierbei durch ein Gussverfahren, auch mittels gerichteter Erstarrung, durch ein Schmiedeverfahren, durch ein Fräsverfahren oder Kombinationen daraus gefertigt sein.
Werkstücke mit einkristalliner Struktur oder Strukturen werden als Bauteile für Maschinen eingesetzt, die im Betrieb hohen mechanischen, thermischen und/oder chemischen Belastungen ausgesetzt sind. Die Fertigung von derartigen einkristallinen Werkstücken erfolgt z.B. durch gerichtetes Erstarren aus der Schmelze. Es handelt sich dabei um Gießverfahren, bei denen die flüssige metallische Legierung zur einkristallinen Struktur, d.h. zum einkristallinen Werkstück, oder gerichtet erstarrt.
Dabei werden dendritische Kristalle entlang dem Wärmefluss ausgerichtet und bilden entweder eine stängelkristalline Kornstruktur (kolumnar, d.h. Körner, die über die ganze Länge des Werkstückes verlaufen und hier, dem allgemeinen Sprach- gebrauch nach, als gerichtet erstarrt bezeichnet werden) oder eine einkristalline Struktur, d.h. das ganze Werkstück besteht aus einem einzigen Kristall. In diesen Verfahren muss man den Übergang zur globulitischen (polykristallinen) Erstarrung meiden, da sich durch ungerichtetes Wachstum notwen- digerweise transversale und longitudinale Korngrenzen ausbilden, welche die guten Eigenschaften des gerichtet erstarrten oder einkristallinen Bauteiles zunichte machen. Ist allgemein von gerichtet erstarrten Gefügen die Rede, so sind damit sowohl Einkristalle gemeint, die keine Korngrenzen oder höchstens Kleinwinkelkorngrenzen aufweisen, als auch
Stängelkristallstrukturen, die wohl in longitudinaler Richtung verlaufende Korngrenzen, aber keine transversalen Korngrenzen aufweisen. Bei diesen zweitgenannten kristallinen Strukturen spricht man auch von gerichtet erstarrten Gefügen (directionally solidified structures) .
Solche Verfahren sind aus der US-PS 6,024,792 und der EP 0 892 090 Al bekannt.
Ebenso können die Schaufeln 120, 130 Beschichtungen gegen Korrosion oder Oxidation aufweisen, z. B. (MCrAlX; M ist zumindest ein Element der Gruppe Eisen (Fe) , Kobalt (Co) , Nickel (Ni), X ist ein Aktivelement und steht für Yttrium (Y) und/oder Silizium und/oder zumindest ein Element der Seltenen Erden, bzw. Hafnium (Hf)) . Solche Legierungen sind bekannt aus der EP 0 486 489 Bl, EP 0 786 017 Bl, EP 0 412 397 Bl oder EP 1 306 454 Al.
Die Dichte liegt vorzugsweise bei 95% der theoretischen Dichte. Auf der MCrAlX-Schicht (als Zwischenschicht oder als äußerste Schicht) bildet sich eine schützende Aluminiumoxidschicht (TGO = thermal grown oxide layer) .
Vorzugsweise weist die Schichtzusammensetzung Co-30Ni-28Cr- 8A1-0, 6Y-0, 7Si oder Co-28Ni-24Cr-10Al-0, 6Y auf. Neben diesen kobaltbasierten Schutzbeschichtungen werden auch vorzugsweise nickelbasierte Schutzschichten verwendet wie Ni-10Cr-12Al- 0,6Y-3Re oder Ni-12Co-21Cr-llAl-0, 4Y-2Re oder Ni-25Co-17Cr- 10Al-0,4Y-l,5Re.
Auf der MCrAlX kann noch eine Wärmedämmschicht vorhanden sein, die vorzugsweise die äußerste Schicht ist, und besteht beispielsweise aus Zrθ2, Y2Ü3-Zrθ2, d.h. sie ist nicht, teil- weise oder vollständig stabilisiert durch Yttriumoxid und/oder Kalziumoxid und/oder Magnesiumoxid. Die Wärmedämmschicht bedeckt die gesamte MCrAlX-Schicht . Durch geeignete Beschichtungsverfahren wie z.B. Elektronen- strahlverdampfen (EB-PVD) werden stängelförmige Körner in der Wärmedämmschicht erzeugt.
Andere Beschichtungsverfahren sind denkbar, z.B. atmosphärisches Plasmaspritzen (APS), LPPS, VPS oder CVD. Die Wärmedämmschicht kann poröse, mikro- oder makrorissbehaftete Körner zur besseren Thermoschockbeständigkeit aufweisen. Die Wärmedämmschicht ist also vorzugsweise poröser als die MCrAlX-Schicht.
Wiederaufarbeitung (Refurbishment) bedeutet, dass Bauteile 120, 130 nach ihrem Einsatz gegebenenfalls von Schutzschich- ten befreit werden müssen (z.B. durch Sandstrahlen) . Danach erfolgt eine Entfernung der Korrosions- und/oder Oxidations- schichten bzw. -produkte. Gegebenenfalls werden auch noch Risse im Bauteil 120, 130 repariert. Danach erfolgt eine Wie- derbeschichtung des Bauteils 120, 130 und ein erneuter Ein- satz des Bauteils 120, 130.
Die Schaufel 120, 130 kann hohl oder massiv ausgeführt sein. Wenn die Schaufel 120, 130 gekühlt werden soll, ist sie hohl und weist ggf. noch Filmkühllöcher 418 (gestrichelt angedeutet) auf.
Die Figur 15 zeigt eine Brennkammer 110 einer Gasturbine. Die Brennkammer 110 ist beispielsweise als so genannte Ringbrennkammer ausgestaltet, bei der eine Vielzahl von in Um- fangsrichtung um eine Rotationsachse 102 herum angeordneten Brennern 107 in einen gemeinsamen Brennkammerraum 154 münden, die Flammen 156 erzeugen. Dazu ist die Brennkammer 110 in ihrer Gesamtheit als ringförmige Struktur ausgestaltet, die um die Rotationsachse 102 herum positioniert ist.
Zur Erzielung eines vergleichsweise hohen Wirkungsgrades ist die Brennkammer 110 für eine vergleichsweise hohe Temperatur des Arbeitsmediums M von etwa 1000 0 C bis 1600 0 C ausgelegt. Um auch bei diesen, für die Materialien ungünstigen Betriebsparametern eine vergleichsweise lange Betriebsdauer zu ermög- liehen, ist die Brennkammerwand 153 auf ihrer dem Arbeitsmedium M zugewandten Seite mit einer aus Hitzeschildelementen 155 gebildeten Innenauskleidung versehen.
Jedes Hitzeschildelement 155 aus einer Legierung ist arbeits- mediumsseitig mit einer besonders hitzebeständigen Schutz- schicht (MCrAlX-Schicht und/oder keramische Beschichtung) ausgestattet oder ist aus hochtemperaturbeständigem Material (massive keramische Steine) gefertigt.
Diese Schutzschichten können ähnlich der Turbinenschaufeln sein, also bedeutet beispielsweise MCrAlX: M ist zumindest ein Element der Gruppe Eisen (Fe), Kobalt (Co), Nickel (Ni), X ist ein Aktivelement und steht für Yttrium (Y) und/oder Silizium und/oder zumindest ein Element der Seltenen Erden, bzw. Hafnium (Hf) . Solche Legierungen sind bekannt aus der EP 0 486 489 Bl, EP 0 786 017 Bl, EP 0 412 397 Bl oder EP 1 306 454 Al.
Auf der MCrAlX kann noch eine beispielsweise keramische Wärmedämmschicht vorhanden sein und besteht beispielsweise aus Zrθ2, Y2θ3-Zrθ2, d.h. sie ist nicht, teilweise oder vollstän ¬ dig stabilisiert durch Yttriumoxid und/oder Kalziumoxid und/oder Magnesiumoxid.
Durch geeignete Beschichtungsverfahren wie z.B. Elektronen- strahlverdampfen (EB-PVD) werden stängelförmige Körner in der Wärmedämmschicht erzeugt.
Andere Beschichtungsverfahren sind denkbar, z.B. atmosphärisches Plasmaspritzen (APS), LPPS, VPS oder CVD. Die Wärmedämmschicht kann poröse, mikro- oder makrorissbehaftete Kör- ner zur besseren Thermoschockbeständigkeit aufweisen.
Wiederaufarbeitung (Refurbishment) bedeutet, dass Hitzeschildelemente 155 nach ihrem Einsatz gegebenenfalls von Schutzschichten befreit werden müssen (z.B. durch Sandstrah- len) . Danach erfolgt eine Entfernung der Korrosions- und/oder Oxidationsschichten bzw. -produkte. Gegebenenfalls werden auch noch Risse in dem Hitzeschildelement 155 repariert. Danach erfolgt eine Wiederbeschichtung der Hitzeschildelemente 155 und ein erneuter Einsatz der Hitzeschildelemente 155.
Aufgrund der hohen Temperaturen im Inneren der Brennkammer 110 kann zudem für die Hitzeschildelemente 155 bzw. für deren Halteelemente ein Kühlsystem vorgesehen sein. Die Hitze- schildelemente 155 sind dann beispielsweise hohl und weisen ggf. noch in den Brennkammerraum 154 mündende Kühllöcher (nicht dargestellt) auf.
