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Title:
WHEEL BEARING OF AN AIRCRAFT LANDING GEAR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2009/030200
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a wheel bearing for aircraft, that has an increased service life and is more reliable having a small number of individual parts and consists of components that are simple to handle, to mount or to dismount. The inventive wheel bearing (1) of an aircraft landing gear comprises a wheel rim (2) that is rotationally mounted about an axis (6) over two roller bearings (23, 24) of a bearing arrangement. The external rings (25, 26) of the roller bearings (23, 24) are received together in a single-piece external ring bearing housing (28). Said wheel rim (2) can be detachably connected to said bearing arrangement (31) in such a manner that it (2) can be mounted or dismounted independently from the bearing arrangement (31).

Inventors:
DOTZEL, Torsten (Mauergasse 11, Euerbach, 97502, DE)
LANG, Robin (Kimmelsbach 52, Bundorf, 97494, DE)
PRÖSCHEL, Christian (Arndtstrasse 34, Würzburg, 97072, DE)
SEBALD, Wilhelm (Bamberger Strasse 8, Bad Königshofen, 97631, DE)
KREISELMEIER, Gerhard (Am Tannigweg 17, Dittelbrunn, 97456, DE)
Application Number:
DE2008/001430
Publication Date:
March 12, 2009
Filing Date:
August 27, 2008
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER KG (Industriestrasse 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
DOTZEL, Torsten (Mauergasse 11, Euerbach, 97502, DE)
LANG, Robin (Kimmelsbach 52, Bundorf, 97494, DE)
PRÖSCHEL, Christian (Arndtstrasse 34, Würzburg, 97072, DE)
SEBALD, Wilhelm (Bamberger Strasse 8, Bad Königshofen, 97631, DE)
KREISELMEIER, Gerhard (Am Tannigweg 17, Dittelbrunn, 97456, DE)
International Classes:
B60B3/00; B64C25/36; B60B3/00; B64C25/00
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Claims:

Patentansprüche

1. Radlagerung (1 ) eines Flugzeugfahrwerks, mit einer Felge (2), die über zwei Wälzlager (23, 24) einer Lageranordnung um eine Achse (6) drehbar gelagert ist und mit einem einteiligen Außenring-Lagergehäuse (28), in dem die Außenringe (25, 26) der Wälzlager (23, 24) gemeinsamen aufgenommen sind, wobei die Felge (2) lösbar mit der Lageranordnung (31) derart verbunden ist, dass die Felge (2) unabhängig von der Lageranordnung (31) montierbar bzw. demontierbar ist.

2. Radlagerung nach Anspruch 1 , wobei, das Außenring-Lagergehäuse (28) den drehbaren Teil (30) der Lageranordnung (28) bildet.

3. Radlagerung nach Anspruch 1 oder 2, wobei, die Felge (2) zweiteilig ist.

4. Radlagerung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Außenringe (21 , 22) als integrale Bestandteile des Außenring-

Lagergehäuses (28) aus dem Material (60) des Lagergehäuses gebildet sind.

5. Radlagerung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Lagerinnenringe (21 , 22) der Wälzlager (23,24) Fortsätze (53, 54) aufweisen, die aufeinander zulaufen und zur Einstellung einer axialen Distanz bzw. Vorspannung der Wälzlager (23, 24) dienen.

6. Radlagerung nach Anspruch 5, wobei, die Fortsätze (53, 54) über einen Clip (56) miteinander vorverbunden sind.

7. Radlagerung nach Anspruch 5 oder 6, wobei, zwischen den Endbereichen der Fortsätze (53, 54) eine umlaufende Dichtung (58) aufgenommen ist.

8. Radlagerung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei an dem Außenring-Lagergehäuse (100) ein Gegenlager (102) lösbar befestigt ist, der eine von einer Scheibenbremsenanordnung (5) im Bremsfall aufgebrachte Axialkraft aufnimmt.

9. Radlagerung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das äußere Wälzlager (70) der Radlagerung einen größeren Durchmesser als das innen liegende Wälzlager (72) aufweist.

10. Radlagerung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, wobei die Lageranordnung in axialer Richtung gesehen neben der Bremsen- anordnung (5) angeordnet ist.

11. Radlagerung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, wobei die Lageranordnung (105) von der Bremsenanordnung (5) umgeben ist.

Description:

Bezeichnung der Erfindung

Radlagerung eines Flugzeugfahrwerks

Beschreibung

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Fahrwerke für Fluggeräte, insbeson- dere Fracht- und Verkehrsflugzeuge. Auf diesem Einsatzgebiet sind verschiedene, teilweise gegenläufige Optimierungskriterien zu erfüllen. So sind derartige Fahrwerke und damit Radlagerungen in Relation zur die Gesamtbetriebsdauer des Fluggeräts nur kurzzeitig - in diesen Phasen aber äußerst stark - belastet. Während dieser Belastungsphasen müssen die Radlage- rungen mit höchster Zuverlässigkeit arbeiten, extreme Kräfte und Momente aufnehmen - beispielsweise beim Bremsvorgang nach der Landung - und müssen dennoch möglichst gewichtsarm und wartungsarm sein.

Hinsichtlich der Wartung, insbesondere zur Lager- und Bremseninspekti- on/Emeuerung ist es wünschenswert, Standardlager verwenden zu können, aber dennoch einen hohen Integrationsgrad zu realisieren und möglichst einfache und kompakte Baugruppen bereitzustellen.

Vor diesem Hintergrund besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung einer Radlagerung für Flugzeuge, die eine hohe Lebensdauer und Zuverlässigkeit bei einer möglichst geringen Anzahl von Einzelteilen aufweist und einfach zu handhabende und zu montierende bzw. zu de- montierende Baugruppen zur Verfügung stellt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Radlagerung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Demgemäß umfasst die erfindungsgemäße Radlagerung eines Flugzeugfahrwerks eine Felge, die über zwei Wälzlager einer Lageranordnung um eine Achse drehbar gelagert ist, und ein einteiliges Außenring- Lagergehäuse, das die Außenringe der Wälzlager gemeinsam aufnimmt. Dabei ist die Felge lösbar mit der Lageranordnung derart verbunden, dass die Felge unabhängig von der Lageranordnung montierbar bzw. demontierbar ist.

Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung besteht damit darin, dass die Außenringe von einem einzigen Bauteil, nämlich dem Außenring-Lagergehäuse, gemeinsam gehalten sind. Die Lageranordnung erfährt bereits dadurch eine erhebliche Verbesserung hinsichtlich ihrer Montierbarkeit bzw. Demontier- barkeit. Die Lageranordnung kann vorteilhafterweise mit den Wälzlagern vorab bestückt und im Montageprozess einfach auf die jeweilige tragende Hohlachse oder den Lagerzapfen aufgebracht und der drehbare Teil der Lageranordnung später dann mit der Felge bestückt werden. Unter dem drehbaren Teil der Lageranordnung ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung der Bereich der Lageranordnung zu verstehen, der im Betrieb gegenüber der feststehenden Lagerung (z.B. der Hohlachse oder dem Lagerzapfen für die Radlagerung) relativ um die Radachse rotiert.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung besteht darin, dass die Felge so mit dem drehbaren Teil der Lageranordnung verbunden und so gestaltet ist, dass sie unabhängig von der Lageranordnung montiert bzw. demontiert werden kann. Dies stellt vor allem im Hinblick auf die Wartung des Flugzeugfahrwerks, insbesondere auf die Inspektion und Wartung der Bremsenanordnung, einen wesentlichen Vorteil dar. Mit der erfindungsgemäßen Radlagerung kann nämlich die Felge (ggf. mit dem darauf befindlichen Reifen) einfach abgenommen und damit die Bremsenanordnung zugänglich gemacht werden.

Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung bildet das Außenring- Lagergehäuse den drehbaren Teil der Lageranordnung, an dem die Felge lösbar montiert ist. Bevorzugt kann die Felge durch entsprechende Ver- schraubung mit einem sich radial erstreckenden Angussteil oder Fortsatz des Außenring-Lagergehäuses verbunden sein.

Nach einer montagetechnisch bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist die Felge zweiteilig. Die beiden Felgenteile können vorab miteinander verbunden - beispielsweise verschraubt - werden, so dass die Felge insgesamt eine einstückige, einfach zu handhabende Einheit bildet.

Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Außenringe integrale Bestandteile des Außenring-Lagergehäuses, indem nämlich die Wälzlager-Außenringe aus dem Material des Lagergehäuses gebildet sind. Dies verringert die Anzahl der zu montierenden Einzelteile weiter.

Bekanntermaßen bedürfen bestimmte Lagerbauarten, beispielsweise Kegelrollenlager oder Schrägrillenkugellager, für optimierte Lagereigenschaften und Lagerlebensdauern einer definierten axialen Lagervorspannung. Diese wird üblicherweise durch entsprechende axiale Vorspannelemente, wie bei- spielsweise Achsmuttern, aufgebracht. Um bei der Fertigung eine besonders einfach eine reproduzierbare Vorspannung einstellen zu können, sieht eine bevorzugte Fortbildung der Erfindung vor, dass die Lagerringe Fortsätze

aufweisen, die aufeinander zulaufen zur Einstellung einer axiale Distanz bzw. Vorspannung der Wälzlager dienen.

Die Montage und Demontage wird nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung dadurch weiter erleichtert, dass die Fortsätze über einen Clip miteinander vorverbunden sind.

Um eine nach außen geschlossene Lageranordnung zu realisieren, ist nach einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung zwischen den ein- ander zugewandten Endbereichen der Fortsätze eine umlaufende Dichtung vorgesehen.

Eine bei Flugzeugfahrwerken besonders anspruchsvolle und wartungsbedürftige Baugruppe ist die Bremsenanordnung. Diese ist umfasst üblicher- weise mehrere mit der Felge drehfest gekoppelte Bremsscheiben und in axialer Richtung dazwischen liegend alternierend drehfest angeordnete Bremsklötze. Bei betriebsgemäßer Bremsung werden die Bremsklötze mit einer Axialkraft beaufschlagt, die zur Sicherstellung einer ausreichenden Bremswirkung von einer Gegenhalterung oder einem Gegenlager aufge- nommen werden muss. In diesem Zusammenhang sieht eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung vor, dass an dem Außenring-Lagergehäuse ein Gegenlager lösbar befestigt ist, das die von einer Scheibenbremsenanordnung im Bremsfall aufgebrachte Axialkraft aufnimmt. Die lösbare Anordnung des Gegenlager bietet den Vorteil, dass zum Austausch der Bremsbeläge bzw. der Bremsscheiben nicht der gesamte Bremssattel bzw. die Bremsanordnung demontiert werden muss, sondern nach Demontage der Felge die auszutauschenden Bauteile in axialer Richtung entnommen bzw. erneut bestückt werden können.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist das äußere Wälzlager der Radlagerung einen größeren Durchmesser auf. Dadurch vergrößert sich einerseits die Tragkraft der Lagerung und andererseits lassen sich et-

waige, auf die Radlagerung quer zur Radachse wirkende höhere Drehmomente - beispielsweise bei einer Seitenwindlandung - von der Lagerung aufnehmen.

Um bei hoher Belastbarkeit eine in radialer Richtung besonders kompakte Anordnung zu realisieren, ist nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Lageranordnung in axialer Richtung gesehen neben der Bremsenanordnung angeordnet ist.

In Anwendungsfällen, in denen zwar ein vergleichsweise großer radialer Bauraum, bei gleichzeitig beschränktem axialen Bauraum für die Radlagerung zur Verfügung steht, ist eine Ausgestaltung der Erfindung vorteilhaft, bei der die Lageranordnung von der Bremsenanordnung umgeben ist.

Die Erfindung und weitere Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand einer Zeichnung und der darin dargestellten Ausführungsbeispiele weiter erläutert.

Dabei zeigen:

Figur 1 eine erste erfindungsgemäße Radlagerung eines Flugzeugfahrwerks,

Figur 2 eine zweite erfindungsgemäße Radlagerung,

Figur 3 die Einzelheit A aus Figur 2,

Figur 4 eine dritte erfindungsgemäße Radlagerung,

Figur 5 eine vierte erfindungsgemäße Radlagerung,

Figur 6 eine fünfte erfindungsgemäße Radlagerung,

Figur 7 eine sechste erfindungsgemäße Radlagerung,

Figur 8 eine siebte erfindungsgemäße Radlagerung und

Figur 9 eine achte erfindungsgemäße Radlagerung.

In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen.

Figur 1 zeigt eine erfindungsgemäße Radlagerung 1 eines Flugzeugfahrwerks. Die Radlagerung umfasst eine zweiteilige Felge 2, auf der ein nicht dargestellter Reifen aufgezogen ist und die aus zwei Felgenteilen 3, 4 zusammengesetzt ist. Die Felgenteile 3, 4 sind über am Kreisumfang vorgesehene Verbindungsschrauben miteinander verbunden und bilden so eine ei- genständige Baueinheit.

Andeutungsweise ist eine Bremsenanordnung 5 erkennbar, die aus entlang der Längsachse 6 alternierend angeordneten Bremsbelegen oder Bremsklötzen 7 und Bremsscheiben 8 aufgebaut ist. Die Bremsanordnung 5 ist über einen andeutungsweise gezeigten Stempel 10 in axialer Richtung druckbeaufschlagbar, indem eine entsprechende axiale Bremskraft 12 auf die Anordnung ausgeübt wird. Zur Aufnahme der Gegenkraft ist auf der anderen Seite der Bremsenanordnung 5 ein Gegenlager 14 vorgesehen.

Ein Achsstummel oder eine Hohlachse 20 des im übrigen nicht näher dargestellten Flugzeugfahrwerks trägt Innenringe 21 , 22 von zwei axial beabstandet angeordneten Wälzlagern 23, 24. Die Wälzlager 23, 24 sind in den Ausführungsbeispielen als Kegelrollenlager ausgestaltet. Grundsätzlich können aber auch andere Lager, beispielsweise Schrägrillenkugellager, Verwendung finden.

Die Lageraußenringe 25, 26 der Wälzlager 23, 24 sind in einem einteiligen Außenring-Lagergehäuse 28 gemeinsam aufgenommen. Beispielsweise können die Außenlagerringe 25, 26 in das Gehäuse 28 eingepresst sein. Der Innenring 22 des Wälzlagers 24 ist auf der Achse 20 in an sich bekannter Weise mit einer Achsmutter fixiert.

Bei dieser Ausgestaltung bildet das Außenring-Lagergehäuse 28 den - in Bezug auf die feststehende Achse 20 betrachtet - drehbaren Teil 30 der Lageranordnung 31. Die Felge 2 ist mit einem sich radial nach außen erstre- ckenden, flanschförmigen umlaufenden Fortsatz 32 des Lagergehäuses 28 mittels mehrerer auf einem Teilkreis angeordneter Schrauben 33 lösbar verbunden.

Zur Montage bzw. Demontage beispielsweise im Rahmen von Wartungs- und Inspektionsarbeiten kann die Felge 2 durch Lösen der Schrauben 33 als eine Baueinheit einstückig von der Radlagerung bzw. der Achse 20 axial nach rechts entfernt werden. Damit ist die Bremsenanordnung 5 gut zugänglich. Außerdem bildet das Außenring-Lagergehäuse eine bei der Montage einfach zu handhabende Baueinheit, die zur Erfüllung der eigentlichen Rota- tionslagerung nur vergleichsweise wenige zu montierende Einzelteile um- fasst.

Figur 2 zeigt eine Variante einer erfindungsgemäßen Radlagerung. Das in Figur 2 gezeigte Außenring-Lagergehäuse 40 ist insoweit modifiziert, als es sich radial weiter nach außen erstreckt als das Lagergehäuse 28 in Figur 1. Durch mehrere am äußeren Teilkreisumfang verteilte Schrauben 42 ist die zweiteilige Felge 2 mit ihren Felgenteilen 3 und 4 lösbar mit dem Außenring- Lagergehäuse 40 verbunden. Die Felgenteile 3 und 4 sind unter Bildung einer Baueinheit über nur angedeutete Schraubverbindungen 44 vorab ver- bunden.

Auch hier bildet das Außenring-Lagergehäuse den drehenden Teil 45 der Lageranordnung 46. An einem ortsfesten, über eine Verschraubung 48 verbundenen Fußbereich 49 ist hier ein Gegenlager 50 zur Aufnahme der von der Bremsenanordnung 5 im betriebsgemäßen Bremsfall ausgeübten Axial- kraft vorgesehen.

Die Lageranordnung 46 weist hinsichtlich der Lagerinnenringe 21 , 22 insoweit eine Modifikation auf, als diese mit jeweils einem axialen Fortsatz 53, 54 versehen sind. Die axial aufeinander zu weisenden Fortsätze 53, 54 bilden Distanzstücke zur Einstellung einer axialen Distanz der Wälzlager 23, 24. Die Fortsätze 53, 54 sind über einen - wie die in Figur 3 vergrößert dargestellte Detailansicht A verdeutlicht - Clip 56 miteinander vorverbunden. Der Clip hält die beiden Fortsätze in Position und klemmt zwischen ihnen eine umlaufende Dichtung 58 ein. Damit ist die Lageranordnung 46 in vorteilhafter Weise als geschlossene, gegen Verschmutzung und gegen Eindringen von Medien von außen geschützte Einheit ausgebildet. Die Lagerinnenringe 21 , 22 - bzw. die von diesen gebildeten Laufflächen für die Wälzkörper - können vorteilhafterweise integral aus dem Material 60 des Außenring- Lagergehäuses gebildet sein.

Figur 4 zeigt eine modifizierte erfindungsgemäße Radlagerung, die in axialer Richtung dadurch kompakter ausgebildet sowie besonders tragfähig und momentenaufnahmefähig ist, dass das äußere Wälzlager 70 der Lageranordnung 71 einen größeren Durchmesser aufweist als das innenliegende Wälzlager 72. Dazu ist das Außenring-Lagergehäuse 74 quasi stufenförmig ausgebildet, wobei das Lagerteil für die Innenringe der Wälzlager eine entsprechende Stufung 75 aufweist. Das Innenteil ist über eine Achsmutter 77 auf der Hohlachse 78 der Radlagerung fixiert.

Bei der in Figur 5 gezeigten Ausführung einer erfindungsgemäßen Radlagerung ist die Lageranordnung 80 seitlich in axialer Richtung neben der Bremsenanordnung 5 angeordnet. Auch hier ist die Felge 2 mit ihren beiden FeI-

genteilen 3, 4 über mehrere am Teilkreis angeordnete Axialschrauben 81 mit dem Außenring-Lagergehäuse 82 verbunden. Die Lagerinnenringe 84, 85 sind in an sich bekannter Weise mit einer Achsmutter 86 auf einer Achse 87 fixiert. Zur Demontage wird die Schraubverbindung 81 gelöst und die Felge 2 kann dann axial nach rechts entfernt werden. Sie gibt damit nicht nur die Bremsanordnung 5 frei, sondern auch ein in diesem Ausführungsbeispiel lösbar an einem Träger 88 befestigtes Gegenlager 89. Das Gegenlager dient wie schon zuvor beschrieben zur Aufnahme der von einem Bremsstempel 90 aufgebrachten und über die Bremsbeläge/Bremsklötze 7 bzw. Bremsschei- ben 8 übertragenen Bremskräfte.

Diese Ausgestaltung ist für die Bremseninspektion und Wartung deshalb besonders vorteilhaft, weil das über eine Schraubverbindung 92 lösbar fixierte Gegenlager 89 durch Lösen der Verbindung 92 einfach entfernt werden kann und damit die Bremsscheiben bzw. Bremsbeläge axial zugänglich sind und aus der Bremsenanordnung 5 entnommen werden können. Zur momen- tenübertragenden Fixierung der Bremsklötze 7 einerseits und der Bremsscheiben 8 andererseits können diese axiale, über den Umfang verteilte Ausnehmungen oder Nuten aufweisen, in die entsprechende Stege der FeI- ge bzw. der drehenden Elemente einerseits und entsprechende Stege oder Vorsprünge eines Bremssattels oder des Trägers 88 andererseits eingreifen.

Die Varianten nach den Figuren 6 bis 9 zeigen erfindungsgemäße Radlagerungen, bei denen das Außenring-Lagergehäuse 100 jeweils drehfest an einer Hohlachse 101 oder einem Achsstummel fixiert ist. An dem Außenring- Lagergehäuse 100 ist in vorbeschriebener Weise jeweils ein Gegenlager 102 über eine Schraubverbindung 103 lösbar befestigt in der Art und mit den Vorteilen, wie zuvor bereits beschrieben (Figuren 6 und 7). Alternativ (Figuren 8 und 9) kann das Gegenlager 102 auch an der Hohlachse 101 befestigt sein.

In weiterer Gemeinsamkeit ist bei den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 6 bis 9 die Lageranordnung 105 quasi vollständig innerhalb der Bremsenanordnung 5 angeordnet. Damit lässt sich trotz vergleichsweise weiter Beabstandung der Wälzlager 107, 108 eine in axialer Richtung sehr kompak- te Bauform der Radlagerung realisieren.

Wie beispielsweise Figur 7 verdeutlicht, ist beim Lösen der nur schematisch angedeuteten Schraubverbindung 110 zwischen der Felge 2 und einer inneren Hohlachse 112, die über die Wälzlager 107 und 108 drehbeweglich ge- genüber dem Außenring-Lagergehäuse 100 gelagert ist, ein besonders guter Zugriff auf die Bremsenanordnung 5 möglich. Die in Figur 7 gezeigte Ausführung hat noch den zusätzlichen Vorteil, dass nach Demontage der Felge 2 und des Gegenlagers 102 und Entnahme der Bremsenanordnung 5 eine Verbindungsschraube 114 auch von der rechten Seite her zugänglich wird, über die das Außenring-Lagergehäuse 100 mit der Hohlachse 101 verschraubt ist.

Figur 8 zeigt eine weitere Ausgestaltungsform, bei der in dem Außenring- Lagergehäuse 100 zugleich Laufflächen 116, 117 für die Wälzkörper 118, 119 der Wälzlager 107, 108 integral eingeformt sind. Das Außenring- Lagergehäuse 100 ist beispielsweise über eine Verschraubung oder einen Sprengring 120 in der als Träger dienenden Hohlachse 101 fixiert. Mit dieser Ausgestaltungsform nach den Figuren 8 ff. kann die Bremsenanordnung 5 als so genannter „Floating"-Bremssattel auch ohne speziellen Bremssattel- fuß realisiert sein.

Figur 9 zeigt noch eine Besonderheit hinsichtlich der Fixierung der Felge an dem drehbaren Bereich der Lageranordnung, der bei diesem Beispiel von der inneren Hohlachse 121 gebildet ist. Die Felge 2 ist hier nämlich in be- sonders einfacher Weise über eine Achsmutter 122 mit der Hohlachse 121 verschraubt.

Bezugszeichenliste

Detailansicht aus Figur 2

1 Radlagerung

2 Felge

3, 4 Felgenteile

5 Bremsenanordnung

6 Längsachse

7 Bremsbeläge/Bremsklötze

8 Bremsscheiben

10 Stempel

12 Bremskraft

14 Gegenlager

20 Achsstummel/Hohlachse

21 , 22 Innenringe

23, 24 Wälzlager

25, 26 Lageraußenringe

28 Außenring-Lagergehäuse

30 Achsmutter

31 drehbarer Teil

32 Fortsatz

33 Schrauben

40 Außenring-Lagergehäuse

42 Verschraubungen

44 Schraubverbindungen

45 drehender Teil

46 Lageranordnung

48 Verschraubung

49 Fußbereich

50 Gegenlager

53, 54 Fortsätze

56 Clip

58 Dichtung

60 Material des Außenring-Lagergehäuses

70 äußeres Wälzlager

71 Lageranordnung

72 innenliegendes Wälzlager

74 Außenring-Lagergehäuse

75 Stufung

77 Achsmutter

78 Hohlachse

80 Lageranordnung

81 Verschraubung

82 Außenring-Lagergehäuse

84, 85 Lagerinnenringe

86 Achsmutter

87 Achse

88 Träger

89 Gegenlager

90 Bremsstempel

92 Schraubverbindung

100 Außenring-Lagergehäuse

101 Hohlachse

102 Gegenlager

103 Schraubverbindung

105 Lageranordnung

107, 108 Wälzlager

110 Schraubverbindung

112 Hohlachse

114 Verbindungsschraube

116, 1 17 Laufflächen

118, 1 19 Wälzkörper

120 Sprengring

121 innere Hohlachse

122 Achsmutter




 
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