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Patent Searching and Data


Title:
WHEEL CARRIER ASSEMBLY FOR A MOTOR VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/201540
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a wheel carrier assembly (1) for a motor vehicle, comprising a wheel carrier (2), which has a main body (5) and a knuckle arm (6) for the connection of a tie rod by means of a tie rod joint, which knuckle arm extends from the main body (5), and comprising a brake disk (3), which is mounted on the wheel carrier (2) by means of a wheel bearing. It is provided that an air-guiding element (9) is fastened to the main body (5) via the knuckle arm (6), which air-guiding element has a ventilation channel (11) for the ventilation of the brake disk (3), which ventilation channel is directed toward the brake disk (3).

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Inventors:
BOSCH, Jakob (Müllerbühlstrasse 17, Bad Waldsee, 88339, DE)
Application Number:
EP2019/056991
Publication Date:
October 24, 2019
Filing Date:
March 20, 2019
Export Citation:
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Assignee:
AUDI AG (I/GG-P, Ingolstadt, 85045, DE)
International Classes:
B60T5/00; F16D65/847
Domestic Patent References:
WO2016051102A12016-04-07
Foreign References:
FR3039811A12017-02-10
US20060191754A12006-08-31
DE102013223668A12015-05-21
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE:

Radträgeranordnung (1 ) für ein Kraftfahrzeug, mit einem Radträger (2), der einen Grundkörper (5) und einen von dem Grundkörper (5) ausge- henden Spurhebel (6) zur Anbindung einer Spurstange über ein Spur- stangengelenk aufweist, und mit einer mittels eines Radlagers an dem Radträger (2) gelagerten Bremsscheibe (3), dadurch gekennzeichnet, dass über den Spurhebel (6) ein Luftleitelement (9) an dem Grundkör- per (5) befestigt ist, der einen in Richtung der Bremsscheibe (3) wei- senden Belüftungskanal (11 ) zur Belüftung der Bremsscheibe (3) auf- weist.

Radträgeranordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Luftleitelement (9) lösbar befestigt ist.

Radträgeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftleitelement (9) von einem Bü- gel (13) ausgeht, der einerseits an dem Spurhebel (6) befestigt ist.

Radträgeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (13) einerseits an dem Spurhebel (6) und andererseits an dem Grundkörper (5) befestigt ist und aufgrund der beidseitigen Befestigung des Bügels (13) im Schnitt eine randgeschlossene Ausnehmung (14) ausgebildet ist, die von dem Grundkörper (5), dem Spurhebel (6) und dem Bügel (13) gemeinsam begrenzt ist.

Radträgeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Spurhebel (6) ein Lagerauge (7) zur Anbindung des Spurstangengelenks aufweist, wobei der Bügel (13) auf der dem Grundkörper (5) abgewandten Seite an dem Lagerauge (7) befestigt ist.

6. Radträgeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Bügel (13) wenigstens einen ers- ten Schenkel (15) und einen angewinkelt von dem ersten Schenkel (15) ausgehenden zweiten Schenkel (16) aufweist, wobei das Luftleitele- ment (9) an dem ersten Schenkel (15) und dem zweiten Schenkel (16) anliegt und/oder klemmend zwischen dem ersten Schenkel (15) und dem Grundkörper (5) gehalten ist.

7. Radträgeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftleitelement (9) einen Befesti- gungsbereich (17) aufweist, der zwischen einer Stirnseite (18) des Bü- gels (13) und dem Grundkörper (5) des Radträgers (2) klemmend ge- halten ist. 8. Radträgeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftleitelement (9) jeweils auf ver- schiedenen Seiten an dem ersten Schenkel (15) und/oder dem zweiten Schenkel (16) anliegt. 9. Radträgeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftleitelement (9) vormontiert an dem Bügel (13) befestigt ist und gemeinsam mit dem Bügel (13) an dem Radträger (2) montierbar ist. 10. Radträgeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Luftleitelement (9) aus Kunststoff oder aus Metall besteht.

Description:
Radträgeranordnung für ein Kraftfahrzeug

BESCHREIBUNG: Die Erfindung betrifft eine Radträgeranordnung für ein Kraftfahrzeug, mit ei- nem Radträger, der einen Grundkörper und einen von dem Grundkörper ausgehenden Spurhebel zur Anbindung einer Spurstange über ein Spur- stangengelenk aufweist, und mit einer mittels eines Radlagers an dem Rad- träger gelagerten Bremsscheibe.

Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise die Druckschrift DE 10 2013 223 668 A1 bekannt. Diese betrifft eine Kühlluftführung für eine Reibbelag- bremse eines Kraftfahrzeugs, das einen Radträger und eine am Radträger angebundene Radnabe aufweist, wobei die Reibbelagbremse einen an der Radnabe des Kraftfahrzeugs angebundenen Bremskörper mit Reibflächen und eine auf der Innenseite des Bremskörpers angeordnete und ortsfest zum Radträger befestigte Bremsenabdeckung aufweist. Die Bremsenabdeckung bildet dabei eine erste Luftleiteinrichtung der Kühlluftführung. Die Kühlluftfüh- rung weist eine zweite Luftleiteinrichtung auf, die auf einer von dem Brems- körper abgewandten Seite der Bremsenabdeckung angeordnet ist und orts- fest zur Bremsenabdeckung befestigt ist.

Die zweite Luftleiteinrichtung ist dabei derart ausgebildet, dass von vorne einströmende Kühlluft, bezogen auf eine Fahrzeuglängsrichtung, durch die zweite Luftleiteinrichtung nach Fahrzeugaußen zur ersten Luftleiteinrichtung und von dort durch Zusammenwirken der ersten Luftleiteinrichtung mit der zweiten Luftleiteinrichtung weiter nach Fahrzeugaußen zum Bremskörper geleitet wird. Dazu kann die zweite Luftleiteinrichtung eine schaufelförmige Haupt-Luftleitfläche aufweisen, die sich in Fahrzeugquerrichtung bis nah an die Bremsenabdeckung erstreckt.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Radträgeranordnung für ein Kraftfahrzeug vorzuschlagen, welche gegenüber bekannten Radträgeranordnungen Vortei- le aufweist, insbesondere eine zuverlässige Kühlung der Bremsscheibe bei gleichzeitig geringem Gewicht erzielt.

Dies wird erfindungsgemäß mit einer Radträgeranordnung für ein Kraftfahr zeug mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht. Dabei ist vorgesehen, dass über den Spurhebel ein Luftleitelement an dem Grundkörper befestigt ist, der einen in Richtung der Bremsscheibe weisenden Belüftungskanal zur Belüftung der Bremsscheibe aufweist.

Die Radlageranordnung dient der drehbaren Lagerung wenigstens eines Rads an einer Karosserie des Kraftfahrzeugs. Die Radlageranordnung ist dabei bevorzugt Bestandteil einer Radaufhängung, welche der Aufhängung, insbesondere der federnden Aufhängung, des Rads bezüglich der Karosse- rie dient. Das Rad ist an dem Radträger der Radlageranordnung drehbar gelagert. Hierzu ist das Rad an einer Radnabe der Radträgeranordnung be- festigbar, wobei die Radnabe schlussendlich an dem Radträger drehbar ge- lagert ist, beispielsweise mittels des Radlagers. Die Radnabe kann Bestand- teil des Radlagers sein beziehungsweise integriert mit diesem ausgebildet sein. Beispielsweise ist hierzu die Radnabe mit einem Innenring oder einen Außenring des Radlagers einstückig und/oder materialeinheitlich ausgestal- tet, wohingegen der jeweils andere Ring, also entweder der Außenring oder der Innenring, an dem Radträger befestigt ist.

Der Radträger weist beispielsweise eine Radlageraufnahme auf, welche als Öffnung, insbesondere als randgeschlossene Öffnung, in dem Radträger ausgestaltet sein kann. In der Radlageraufnahme ist das Radlager bereichs- weise angeordnet. Zudem greift die Radnabe und/oder eine mit ihr drehfest gekoppelte Welle wenigstens bereichsweise in die Radlageraufnahme ein. Besonders bevorzugt durchgreifen die Radnabe und/oder die Welle, insbe- sondere gemeinsam, die Radlageraufnahme in axialer Richtung bezüglich einer Drehachse der Radnabe zumindest teilweise, insbesondere vollständig.

Das Radlager ist vorzugsweise als Wälzlager ausgestaltet und verfügt inso- weit über einen Innenring und einen Außenring, zwischen welchen zur Rei- bungsreduzierung Wälzkörper angeordnet sind. Der Innenring ist der Radna- be zugeordnet, insbesondere mit der Radnabe verbunden, beispielsweise ist er einstückig mit ihr ausgestaltet oder an ihr befestigt, wohingegen der Au- ßenring dem Radträger zugeordnet, insbesondere mit dem Radträger ver- bunden ist, zum Beispiel an ihm befestigt ist. Dabei liegt der Außenring be- vorzugt in der Radlageraufnahme vor. Anders ausgedrückt liegt der Außen- ring mit seiner Außenumfangsfläche an einer die Radlageraufnahme begren- zende Innenumfangsfläche des Radträgers an.

Der Radträger ist bevorzugt über wenigstens einen Fahrwerklenker mit der Karosserie verbunden. Der Fahrwerklenker greift also einerseits an der Ka- rosserie und andererseits an dem Radträger an, insbesondere jeweils schwenkbeweglich. Der Fahrwerklenker liegt beispielsweise in Form eines Querlenkers vor. Auch eine Ausgestaltung als Längslenker ist jedoch mög- lich. Grundsätzlich erfolgt die Anbindung des Radträgers über den wenigs- tens einen Fahrwerklenker. Besonders bevorzugt sind jedoch mehrere Fahr- werklenker zur Anbindung des Radträgers an die Karosserie vorgesehen. Insbesondere liegt der Fahrwerklenker in Form eines Zweipunktlenkers vor.

Der Radträger weist zumindest den Grundkörper und den Spurhebel auf, welcher in Form eines Vorsprungs von dem Grundkörper ausgeht. Der Grundkörper und der Spurhebel sind vorzugsweise einstückig und/oder ma terialeinheitlich ausgestaltet. Der Spurhebel dient zur Anlenkung bezie- hungsweise Anbindung der Spurstange, über welche eine Lenkbewegung auf den Radträger übertragen wird. Die Spurstange greift hierbei an der An- bindungsstelle an dem Spurhebel an, wobei die Anbindungsstelle beab- standet von einer Drehachse des Radträgers vorliegt, um welche der Rad- träger drehbar bezüglich der Karosserie gelagert ist. Auf diese Art und Weise wird ein Hebelweg erzeugt, aufgrund dessen eine lineare Bewegung der Spurstange in eine Drehbewegung des Radträgers umgesetzt wird.

Die Spurstange ist schwenkbeweglich an dem Spurhebel angelenkt, nämlich über das Spurstangengelenk. Das Spurstangengelenk liegt beispielsweise bezüglich einer Drehachse des Spurstangengelenks beziehungsweise einer Drehachse der Spurstange bezüglich des Spurhebels in axialer Richtung gesehen neben dem Spurhebel vor. In Einbaulage des Radträgers sind das Spurstangengelenk und mithin die Spurstange insoweit oberhalb oder unter- halb des Spurhebels angeordnet. Vorzugsweise weist die Spurstange ein Lagerelement auf, welches zur Ausbildung des Spurstangengelenks in ein Lagergehäuse eingreift, das an dem Spurhebel befestigt beziehungsweise befestigbar ist.

Die Befestigung des Spurstangengelenks beziehungsweise des Lagerge- häuses erfolgt mittels eines Bolzens, welcher eine in dem Spurhebel ausge- bildete Ausnehmung hierzu zumindest teilweise durchgreift. Beispielsweise liegt das Spurstangengelenk beziehungsweise das Lagergehäuse in axialer Richtung bezüglich der Drehachse des Spurstangengelenks einerseits des Spurhebels und eine Mutter zur Befestigung des Spurstangengelenks an dem Spurhebel andererseits des Spurhebels vor. Der Bolzen durchgreift in- soweit den Spurhebel in axialer Richtung vollständig. Das Spurstangenge- lenk ist auf der einen Seite des Spurhebels an der Anbindungsstelle an dem Spurhebel befestigt oder befestigbar. Hierunter ist zu verstehen, dass in axialer Richtung bezüglich einer Längsmittelachse des Bolzens gesehen, das Spurstangengelenk neben dem Spurhebel angeordnet ist, beispielswei- se an dem Spurhebel anliegend oder in axialer Richtung von ihm beab- standet.

An dem Radträger ist die Bremsscheibe drehbar gelagert, nämlich mithilfe des Radlagers. Vorzugsweise ist die Bremsscheibe starr beziehungsweise drehfest mit der Radnabe verbunden und gemeinsam mit dieser über das Radlager an dem Radträger gelagert. Die Bremsscheibe ist Bestandteil einer Bremsvorrichtung und dient insoweit einem Bremsen des Kraftfahrzeugs. Hierzu wirkt die Bremsscheibe mit einem Bremsklotz zusammen, welcher zum Bewirken einer Bremskraft an die Bremsscheibe anpressbar ist. Durch das Zusammenwirken von Bremsscheibe und Bremsklotz entsteht aufgrund der Reibung Wärme, welche eine Temperaturerhöhung der Bremsscheibe bewirken kann.

Um dieser Temperaturerhöhung entgegenzuwirken und hierdurch eine dau- erhafte und zuverlässige Funktion der Bremsvorrichtung zu bewirken, ist das Luftleitelement vorgesehen. Mittels diesem wird eine Luftströmung in Rich- tung der Bremsscheibe geführt beziehungsweise umgelenkt, sodass die Luftströmung der Belüftung und schlussendlich einer Temperierung, insbe- sondere einer Kühlung, der Bremsscheibe dient. Die Luftströmung liegt bei spielsweise aufgrund eines Fährbetriebs des Kraftfahrzeugs vor, also als durch eine Fahrgeschwindigkeit des Kraftfahrzeugs induzierte Luftströmung.

Gemäß der Erfindung ist das Luftleitelement über den Spurhebel an dem Grundkörper befestigt, sodass insgesamt zum einen eine platzsparende An- ordnung des Luftleitelements vorliegt und zum anderen eine hohe Effektivität des Luftleitelements gegeben ist. Bevorzugt liegt nämlich der Spurhebel in Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs vorne, sodass also der Spurhebel entgegen der Fahrtrichtung über den Grundkörper übersteht. In anderen Worten liegt der Spurhebel in Fahrtrichtung vor dem Grundkörper. Das bedeutet, dass die Luftströmung, insbesondere die fahrgeschwindigkeitsinduzierte Luftströ- mung, bereits sehr früh auf das Luftleitelement trifft. Somit wird ein Einfluss von weiteren Bereichen der Radträgeranordnung, beispielsweise des Grund- körpers, auf die Luftströmung vermieden.

Mittels des Luftleitelements wird insoweit ein großer Teil der Luftströmung in Richtung der Bremsscheibe geführt. Hierzu weist das Luftleitelement den Belüftungskanal auf beziehungsweise bildet diesen (mit) aus. Hierunter ist zu verstehen, dass der Belüftungskanal nicht vollständig von dem Luftleitele- ment umgriffen sein muss, sondern vielmehr lediglich bereichsweise von dem Belüftungskanal begrenzt sein kann. Beispielsweise begrenzt das Luft- leitelement den Belüftungskanal gemeinsam mit weiteren Elementen der Radträgeranordnung, beispielsweise dem Spurhebel und/oder dem Grund- körper.

Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Belüftungskanal vollständig von dem Luftleitelement eingefasst ist. Besonders bevorzugt verengt sich der Belüftungskanal in Richtung der Bremsscheibe, sodass eine Beschleunigung der Luftströmung in Richtung der Bremsscheibe erfolgt. Hierdurch wird eine besonders effektive Temperierung beziehungsweise Kühlung der Brems- scheibe erzielt. Vorzugsweise verfügt das Luftleitelement eingangsseitig des Belüftungskanals über einen Lufteintritt, der eine in Fahrtrichtung nach vorne weisende Lufteintrittsfläche aufweist. Der Lufteintritt ist insoweit derart einge- richtet, dass während einer Fahrt des Kraftfahrzeugs die fahrgeschwindig- keitsinduzierte Luftströmung auf den Lufteintritt trifft und in den Belüftungs- kanal hineingedrängt wird. Eingangsseitig ist das Luftleitelement insoweit nach Art einer Lufthutze ausgebildet, sodass insoweit der Lufteintritt als Stauluft-Lufteintritt vorliegt.

Die beschriebene Anordnung des Luftleitelements an dem Spurhebel bezie- hungsweise seine Befestigung an dem Grundelement über dem Spurhebel ermöglich also - wie bereits erläutert - eine besonders kompakte Ausgestal- tung der Radträgeranordnung bei gleichzeitig sehr hoher Effizienz der Tem- perierung der Bremsscheibe. Vorzugsweise ist der Lufteintritt bezüglich einer Drehachse der Radnabe an dem Radträger gesehen in axialer Richtung in- nenseitig angeordnet, wohingegen ein Luftaustritt, durch welche die Luft- strömung aus dem Belüftungskanal in Richtung der Bremsscheibe austritt, in axialer Richtung außenseitig vorliegt.

In anderen Worten liegt der Lufteintritt auf einer einer Fahrzeuglängsmittel- achse des Kraftfahrzeugs zugewandten Seite des Luftleitelements bezie- hungsweise des Spurhebels vor, wohingegen der Luftaustritt auf der der Fahrzeuglängsmittelachse abgewandten Seite des Luftleitelements bezie- hungsweise des Spurhebels angeordnet ist. Entsprechend wird die Luftströ- mung von einer der Bremsscheibe abgewandten Seite des Radträgers auf eine der Bremsscheibe zugewandte Seite des Radträgers geleitet, sodass insgesamt zur Temperierung der Bremsscheibe eine große Luftmenge zur Verfügung steht.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Luftleitelement lösbar befestigt ist. Hierunter ist zu verstehen, dass das Luftleitelement be- schädigungsfrei und reversibel an dem Spurhebel befestigt ist, also sowohl an diesem befestigt als auch von ihm beschädigungsfrei wieder gelöst wer- den kann. Hierdurch werden eine Montage und insbesondere ein Austausch des Luftleitelements deutlich vereinfacht.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Luftleitelement von einem Bügel ausgeht, der einerseits an dem Spurhebel befestigt ist. Das Luftleitelement geht also von dem Bügel aus, der seiner- seits an dem Spurhebel befestigt ist. In anderen Worten ist das Luftleitele ment lediglich mittelbar mit dem Grundkörper beziehungsweise dem Spurhe- bel verbunden. Es kann vorgesehen sein, dass der Bügel lediglich einseitig oder aber - bevorzugt - beidseitig an dem Grundkörper und/oder dem Spur- hebel befestigt ist. Im Falle der einseitigen Befestigung ist vorzugsweise der Bügel lediglich an dem Spurhebel befestigt, wohingegen er von dem Grund- körper beabstandet angeordnet ist. Die Befestigung des Bügels kann mittels einer Schraubbefestigung erfolgen, welche eine oder mehrere Schrauben umfasst. Die beschriebene Ausgestaltung ermöglich eine besonders einfa- che Montage und zudem eine hervorragende Luftführung mittels des Luftlei telements.

Im Rahmen einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Bügel einerseits an dem Spurhebel und anderer- seits an dem Grundkörper befestigt ist und aufgrund der beidseitigen Befes- tigung des Bügels im Schnitt eine randgeschlossene Ausnehmung ausgebil- det ist, die von dem Grundkörper, dem Spurhebel und dem Bügel gemein- sam begrenzt ist. Mittels einer solchen Befestigung des Bügels wird eine be- sonders hohe Steifigkeit des Bügels und des Radträgers erzielt. Durch die beschriebene Anordnung wird mit geringem Materialeinsatz eine große effek- tive Abstützfläche für das Rad des Kraftfahrzeugs bereitgestellt, welches aufgrund seiner Erstreckung in dieselbe Richtung wie der Spurhebel einen großen Hebelarm zur Abstützung des Rads bereitstellt.

Durch die beidseitige Befestigung des Bügels, welcher hierzu sowohl an dem Grundkörper als auch an dem Spurhebel angreift, wird eine hohe Steifigkeit mit den damit einhergehenden Vorteilen im Falle eines Unfalls des Kraftfahr- zeugs erzielt. Beispielsweise ist der Bügel derart ausgestaltet, dass im Falle eines frontalen Aufpralls des Kraftfahrzeugs auf ein Hindernis mit geringer Überdeckung, einem sogenannten„small overlap“, das Rad des Kraftfahr zeugs abgelenkt beziehungsweise abgestützt wird. Das Rad kann insoweit nicht nach innen eindrehen.

Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Spurhebel ein Lagerauge zur Anbindung des Spurstangengelenks aufweist, wobei der Bügel auf der dem Grundkörper abgewandten Seite an dem La- gerauge befestigt ist. Das Lagerauge wird von einer Aufdickung des Spurhe- bels in wenigstens einer Richtung gebildet, in welcher eine Durchtrittsöffnung für den Bolzen ausgebildet ist. Das Lagerauge umgreift insoweit nach einer Montage des Spurstangengelenks an dem Spurhebel den Bolzen in Um- fangsrichtung vollständig.

Der Bügel greift nun auf der dem Grundkörper abgewandten Seite an dem Lagerauge an. Er ist entsprechend unmittelbar an dem Lagerauge befestigt, beispielsweise mittels der bereits erwähnten Schraubverbindung. Das be- deutet, dass auf vorteilhafte Art und Weise der Spurhebel zur Beabstandung wenigstens eines Bereichs des Bügels von dem Grundkörper des Radträgers herangezogen wird. Es ist also kein separater Vorsprung an dem Grundkör- per zur Anbindung des Bügels notwendig. Dies ermöglicht eine gewichtsre- duzierte Ausgestaltung des Radträgers.

Eine Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Bügel wenigstens einen ersten Schenkel und einen angewinkelt von dem ersten Schenkel ausgehen- den zweiten Schenkel aufweist, wobei das Luftleitelement an dem ersten Schenkel und dem zweiten Schenkel anliegt und/oder klemmend zwischen dem ersten Schenkel und dem Grundkörper gehalten ist. Der Bügel ist inso weit grundsätzlich im Wesentlichen L-förmig ausgestaltet und weist hierzu den ersten Schenkel und den zweiten Schenkel auf. Die beiden Schenkel gehen unmittelbar voneinander aus und sind bevorzugt einstückig und/oder materialeinheitlich ausgestaltet.

Beispielsweise gehen die beiden Schenkel, also der erste Schenkel und der zweite Schenkel, jeweils endseitig ineinander über. Hierbei stehen die beiden Schenkel unter einem Winkel aufeinander, welcher größer als 0° und kleiner als 180° ist. Beispielsweise beträgt der Winkel mindestens 45° und höchs- tens 135°, mindestens 60° und höchstens 120°, mindestens 75° und höchs- tens 105°, mindestens 80° und höchstens 100°, mindestens 85° und höchs- tens 95° oder in etwa oder genau 90°. Eine solche Ausgestaltung des Bügels ist zum einen einfach herstellbar und zum anderen ohne weiteres an dem Grundkörper beziehungsweise dem Spurhebel zu montieren.

Es kann vorgesehen sein, dass das Luftleitelement sowohl an dem ersten Schenkel als auch an dem zweiten Schenkel jeweils anliegt. Dies hat den Vorteil, dass der Bügel zumindest bereichsweise von dem Luftleitelement abgedeckt wird, sodass eine hervorragende Führung des Luftstroms erzielt und Einflüsse des Bügels auf den Luftstrom vermieden werden. Zusätzlich oder alternativ kann das Luftleitelement einerseits an dem ersten Schenkel und andererseits an dem Grundkörper anliegen, nämlich insbesondere klemmend zwischen ihnen gehalten sein. Das bedeutet, dass das Luftlei telement sich einerseits an dem ersten Schenkel und andererseits an dem Grundkörper abstützt und mithin zuverlässig gehalten ist, nämlich insbeson- dere in der randgeschlossenen Ausnehmung.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Luftleitelement einen Befestigungsbereich aufweist, der zwischen einer Stirnseite des Bü- gels und dem Grundkörper des Radträgers klemmend gehalten ist. Der Be- festigungsbereich liegt insoweit beispielsweise plan an der Stirnseite des Bügels, insbesondere an einer Stirnseite des zweiten Schenkels an, nämlich der dem Grundkörper zugewandten Seite des zweiten Schenkels. Auf seiner dem Bügel abgewandten Seite liegt der Befestigungsbereich hingegen an dem Grundkörper des Radträgers an. Beispielsweise wird der Befestigungs- bereich von einem Befestigungsmittel durchgriffen, mittels welchem der Bü- gel an dem Grundkörper befestigt ist, also beispielsweise wenigstens einer Schraube. Mit einer derartigen Ausgestaltung der Radträgeranordnung wird eine besonders zuverlässige und dauerhafte Befestigung des Luftleitele ments erzielt.

Eine besonders bevorzugte weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Luftleitelement jeweils auf verschiedenen Seiten an dem ersten Schenkel und/oder dem zweiten Schenkel anliegt. Es kann also vorgesehen sein, dass das Luftleitelement einen der Schenkel oder beide Schenkel (je- weils) mehrseitig abdeckt, sodass der Einfluss der Schenkel beziehungswei- se des Bügels auf den Luftstrom minimiert wird. Hierdurch wird eine beson- ders effektive Führung der Luftströmung erzielt.

Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass das Luftleitele- ment vormontiert an dem Bügel befestigt ist und gemeinsam mit dem Bügel an dem Radträger montierbar ist. Beispielsweise ist das Luftleitelement mit dem Bügel verklipst, also formschlüssig an dem Bügel gehalten. Die Befesti- gung des Luftleitelements an dem Bügel ist vorzugsweise derart ausgestal- tet, dass sie zumindest das gemeinsame Montieren des Luftleitelements mit dem Bügel an dem Radträger ermöglicht. Während der Montage kann es vorgesehen sein, das Luftleitelement auf andere Art und Weise an dem Bü- gel und/oder dem Radträger, insbesondere dessen Grundkörper, zu befesti- gen. Beispielsweise wird hierbei der Befestigungsbereich des Luftleitele ments zwischen der Stirnseite des Bügels und dem Grundkörper des Rad- trägers angeordnet und befestigt. Die vormontierte Anordnung des Luftlei- telements an dem Bügel ermöglicht eine besonders rasche und einfache Montage.

Schließlich kann im Rahmen einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass das Luftleitelement aus Kunststoff oder aus Metall besteht. Hierdurch wird eine robuste und dauerhaft zuverlässige Kühlung der Bremsscheibe realisiert.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert, ohne dass eine Beschränkung der Er findung erfolgt. Dabei zeigt:

Figur 1 eine schematische Darstellung einer Radträgeranordnung für ein

Kraftfahrzeug mit einem über einen Spurhebel befestigten Luftlei- telement zur Belüftung einer Bremsscheibe, sowie

Figur 2 eine schematische Darstellung des Luftleitelements sowie eines

Bügels zur Befestigung des Luftleitelements.

Die Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Radträgeranordnung 1 für ein Kraftfahrzeug, die einen Radträger 2 sowie eine Bremsscheibe 3 auf- weist. Die Bremsscheibe 3 ist mittels eines hier nicht erkennbaren Radlagers drehbar an dem Radträger 2 gelagert, nämlich bezüglich einer Drehachse 4. Der Radträger 2 verfügt über einen Grundkörper 5, in welchem eine Radla- geraufnahme zur Aufnahme des Radlagers ausgebildet ist. Weiterhin dient der Grundkörper 5 zur Anbindung eines Dämpfers, einer Federung und/oder eines Federbeins des Kraftfahrzeugs. Vorzugsweise ist der Radträger 2 als Guss-Schmiedeteil ausgeführt.

Von dem Grundkörper 5 geht ein Spurhebel 6 aus, der zur Anbindung einer Spurstange dient, welche Bestandteil einer Lenkung ist. Die Spurstange ist hier nicht dargestellt. Zur Anbindung der Spurstange an den Spurhebel 6 liegt an dem Spurhebel 6 ein Lagerauge 7 vor, welches durch eine Aufdi- ckung des Spurhebels 6 ausgebildet ist und eine Ausnehmung 8 aufweist. Die Ausnehmung 8 ist beispielsweise zur Anordnung eines Befestigungsbol- zens eines Spurstangengelenks vorgesehen und ausgebildet, mittels wel- chem die Spurstange drehbar an dem Spurhebel 6 angelenkt ist. Die Aus- nehmung 8 liegt vorzugsweise in Form einer Bohrung vor. Der Spurhebel 6 liegt in Form eines Vorsprungs vor, welcher von dem Grundkörper 5 des Radträgers 2 ausgeht. Insbesondere erstreckt sich der Spurhebel 6 entgegen einer Vorwärtsfahrtrichtung des Kraftfahrzeugs, also in Richtung einer Front des Kraftfahrzeugs. Über den Spurhebel 6 ist ein Luftleitelement 9 an dem Radträger 2 beziehungsweise dem Grundkörper 5 befestigt. Das Luftleitelement 9 dient einer Führung eines Luftstroms in Rich- tung der Bremsscheibe 3. Das Luftleitelement 9 verfügt über einen Lufteintritt 10, durch welchen die Luftströmung in einen Belüftungskanal 11 eintritt so- wie über einen Luftaustritt 12, welcher der Bremsscheibe 3 zugewandt ist und dem Austritt der Luftströmung in Richtung der Bremsscheibe 3 dient.

Der Lufteintritt 10 ist vorzugsweise gemäß dem hier dargestellten Ausfüh- rungsbeispiel auf der der Bremsscheibe 3 abgewandten Seite des Spurhe- bels 6 angeordnet, wohingegen der Luftaustritt 12 auf der der Bremsscheibe 3 zugewandten Seite angeordnet ist. Das bedeutet, dass mittels des Luftlei telements 9 die Luftströmung von der der Bremsscheibe 3 abgewandten Sei- te des Spurhebels 6 aufnimmt und in Richtung der Bremsscheibe 3 umleitet. Der Belüftungskanal 11 weist hierbei vorzugsweise einen sich in Richtung der Bremsscheibe 3 verjüngenden Querschnitt auf, sodass eine Beschleuni- gung der Luftströmung in Richtung der Bremsscheibe 3 erfolgt und eine be- sonders effektive Temperierung beziehungsweise Kühlung der Bremsschei- be 3 realisiert ist.

Das Luftleitelement 9 geht von einem Bügel 13 aus, der vorzugsweise einer- seits an dem Spurhebel 6 und andererseits an dem Grundkörper 5 befestigt ist. Hierdurch bildet der Bügel 13 gemeinsam mit dem Grundkörper 5 und dem Spurhebel 6 eine randgeschlossene Ausnehmung 14 aus. Durch die beidseitige Befestigung des Bügels 13 wird eine hohe Steifigkeit erzielt. Dies ist im Falle eines Unfalls des Kraftfahrzeugs der Sicherheit zuträglich. Vor- zugsweise ist der Bügel 13 derart ausgestaltet, dass im Falle eines frontalen Aufpralls des Kraftfahrzeugs auf ein Hindernis mit geringer Überdeckung, das Rad des Kraftfahrzeugs abgelenkt beziehungsweise abgestützt wird. Das Rad kann also nicht nach innen eindrehen. Der Bügel 13 weist in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel einen ers- ten Schenkel 15 und einen zweiten Schenkel 16 auf. Der zweite Schenkel 16 geht von dem ersten Schenkel 15 aus und ist bezüglich diesem angewinkelt. Der erste Schenkel 15 ist unmittelbar an dem Spurhebel 6, nämlich an dem Lagerauge 7 befestigt. Der zweite Schenkel 16 hingegen ist an dem Grund- körper 5 befestigt. Es ist nun vorgesehen, dass das Luftleitelement 9 sowohl an dem ersten Schenkel 15 als auch an dem zweiten Schenkel 16 jeweils anliegt. Zusätzlich ist das Luftleitelement 9 klemmend zwischen dem ersten Schenkel 15 und dem Grundkörper 5 gehalten.

Die Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung des Luftleitelements 9 sowie des Bügels 13. Es ist erkennbar, dass das Luftleitelement 9 einen Befesti- gungsbereich 17 aufweist, der sich zwischen eine Stirnseite 18 des Bügels 13, nämlich des zweiten Schenkels 16, und den Grundkörper 5 (hier nicht erkennbar) erstreckt. Der Befestigungsbereich 17 ist insoweit klemmend zwi- schen der Stirnseite 18 und dem Grundkörper 5 gehalten, sobald der Bügel 13 und das Luftleitelement 9 an dem Radträger 2 montiert sind. Besonders bevorzugt ist der Befestigungsbereich 17 nach der Montage von einem Be- festigungsmittel, welches der Befestigung des Bügels 13 an dem Grundkör- per 5 dient, durchgriffen.

Von dem ersten Schenkel 15 geht ein Vorsprung 19 aus, der beabstandet von dem zweiten Schenkel 16 vorliegt und auch nach der Montage des Bü- gels 13 an dem Grundkörper 5 von dem Grundkörper 5 beabstandet ist. In anderen Worten durchgreift der Vorsprung 19 die Ausnehmung 14 in Rich- tung des Grundkörpers 5 lediglich teilweise. An einer Stirnseite des Vor- sprungs 19 liegt das Luftleitelement 9 an und stützt sich somit am den Vor- sprung 19 ab. Der Vorsprung 19 ist beispielsweise Bestandteil einer Verlier- sicherung für die Spurstange.