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Patent Searching and Data


Title:
WHEEL HUB BEARING UNIT OF A VEHICLE, IN PARTICULAR OF AN AGRICULTURAL VEHICLE, COMRPISING MEANS FOR SENSING A FORCE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/114543
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a wheel bearing unit (1) of a vehicle, in particular of an agricultural vehicle, comprising a hub (2) for attaching a wheel (3) of the vehicle, said hub (2) being mounted in a housing (5) by means of at least one bearing (4), and means (6, 7) being provided for sensing a force transferred from the wheel (3) to the housing (5). In order to easily measure the forces from the ground that are actually acting on the housing, according to the invention the means (6, 7) comprise a ring gauge (6) which is disposed on one of the rings (8) of the bearing (4), extends over the axial extent of the ring (8) and is connected to the housing (5) by an end region, and a measuring device (7) for sensing mechanical stress is provided in an axial section (9) of the ring gauge (6), said section being positioned between the ring (8) of the bearing (4) and the connection point (10) to the housing (5).

Inventors:
BREHM HORST (DE)
HÖRNING PHILIPP (DE)
HEIM JENS (DE)
BERESCH EDUARD (DE)
Application Number:
DE2019/100950
Publication Date:
June 11, 2020
Filing Date:
November 05, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG (DE)
International Classes:
F16C19/52; B60B27/00; F16C27/04; F16C35/077; G01L5/00; A01B63/112; B62D49/06; G01L1/22
Domestic Patent References:
WO2013104981A12013-07-18
WO2007089642A12007-08-09
Foreign References:
DE2452925A11976-05-13
DE102013222150A12015-04-30
DE8816453U11989-07-27
DE102015218993B32016-12-22
DE102014204130B32015-06-18
DE8610226U11987-08-13
DE102013222151A12015-04-30
DE102009025494B42012-07-19
DE102013110311A12015-03-19
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Claims:
Patentansprüche

1. Radlagereinheit (1 ) eines Fahrzeugs, insbesondere eines landwirtschaftli chen Fahrzeugs, umfassend eine Nabe (2) zur Anbringung eines Rades (3) des Fahrzeugs, wobei die Nabe (2) mittels mindestens eines Lagers (4) in einem Gehäuse (5) gelagert ist, wobei Mittel (6, 7) zur Erfassung einer vom Rad (3) auf das Gehäuse (5) übertragenen Kraft vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (6, 7) einen Messring (6) umfassen, der an einem der Ringe (8) des Lagers (4) angeordnet ist und sich über die axiale Erstreckung des Rings (8) hinaus erstreckt und mit einem Endbereich mit dem Gehäuse (5) verbunden ist, wobei in einem axialen Abschnitt (9) des Messrings (6), der zwischen dem Ring (8) des Lagers (4) und der Verbin dungsstelle (10) mit dem Gehäuse (5) liegt, ein Messmittel (7) zur Erfas sung der mechanischen Spannung angeordnet ist.

2. Radlagereinheit nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Messmittel (7) zur Erfassung der mechanischen Spannung als Film-Sensor ausgebildet ist, der auf den Messring (6) aufgebracht ist.

3. Radlagereinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Film-Sensor (7) auf den Messring (6) durch einen Beschichtungsvorgang aufgebracht ist.

4. Radlagereinheit nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Film-Sensor (7), gesehen aus einer radialen Richtung auf den Messring (6), einen zumindest abschnittsweise mäanderförmigen Verlauf aufweist.

5. Radlagereinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Film-Sensor (7) eine Anzahl von Abschnitten aufweist, die über den Umfang des Messrings (6) gleichmäßig verteilt auf diesem an geordnet sind. 6. Radlagereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Messring (6) in dem axialen Abschnitt (9), der zwischen dem Ring (8) des Lagers (4) und der Verbindungsstelle (10) mit dem Ge häuse (5) liegt, in seiner radialen Dicke im Verhältnis zur Dicke im Bereich des Rings (8) des Lagers (4) und zur Dicke im Bereich der Verbindungsstel le (10) reduziert ist.

7. Radlagereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Messring (6) in seinem Bereich der axialen Erstreckung des Rings (8) des Lagers (4) im lastfreien Zustand mit einem radialen Spalt (11 ) zur Aufnahmebohrung (12) im Gehäuse (5) angeordnet ist.

8. Radlagereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Messring (6) den Ring (8) des Lagers (4) axial übergreift und mit einem sich radial erstreckenden Abschnitt (13) umfasst.

9. Radlagereinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Messring (6) mit dem sich radial erstreckenden Abschnitt (13) im lastfreien Zustand mit einem axialen Spalt (14) zu einer axialen Anlagefläche (18) im Gehäuse (5) angeordnet ist.

10. Radlagereinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Messring (6) im Bereich seiner Verbindungsstelle (10) mit dem Gehäuse (5) an einer axialen Anlagefläche (16) des Gehäuses (5) anliegt.

Description:
Bezeichnung der Erfindung

RADNABE-LAGEREINHEIT EINES FAHRZEUGS, INSBESONDERE EINES LANDWIRTSCHAFTLICHEN

FAHRZEUGS, MIT MITTELN ZUR ERFASSUNG EINER kRAFT

5

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Radlagereinheit eines Fahrzeugs, insbesondere ei nes landwirtschaftlichen Fahrzeugs, umfassend eine Nabe zur Anbringung ei- 0 nes Rades des Fahrzeugs, wobei die Nabe mittels mindestens eines Lagers in einem Gehäuse gelagert ist, wobei Mittel zur Erfassung einer vom Rad auf das Gehäuse übertragenen Kraft vorhanden sind.

Hintergrund der Erfindung

5

Messsysteme zur Erfassung der Radkraft sind bei Automobilen hinlänglich be kannt und werden insbesondere benötigt, um die elektronischen Stabilisie rungssysteme des Fahrzeugs (ESP) zu optimieren. Derartige Messsysteme sind auch bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen, insbesondere bei Traktoren, nö- 0 tig. Dies liegt insbesondere darin begründet, dass die größten Treibstoffverluste (nach dem Motor) zwischen dem Reifen und dem Boden entstehen. Diese Ver luste lassen sich durch richtiges Ballastiren des landwirtschaftlichen Fahrzeugs verringern. Hierzu ist es allerdings erforderlich zu wissen, mit welcher Kraft das Rad während der Benutzung des Fahrzeugs auf den Boden drückt. Diese Kraft 5 lässt sich nicht im Stand ermitteln, vielmehr ist hierfür eine Radaufstandskraft messung im Fahrzeug nötig.

Eine gattungsgemäße Radlagereinheit ist aus der DE 10 2009 025 494 B4 be kannt. Bei der hier beschriebenen Lösung wird ein Abstandssensor eingesetzt, 0 der den Abstand zwischen der Felge und der Reifenaufstandsfläche erfasst.

Kennt man den Luftdruck im Reifen sowie dessen Kennlinie„Druck-Einfeder- ungsweg“ abhängig von der Last bzw. der Temperatur, kann man zurückrech nen, welche Last auf dem Reifen liegt. Nachteilig ist bei dieser Lösung, dass ei- ne spezielle Felge sowie eine Telemetrie (zur Übertragung des gemessenen Signals vom drehenden Reifen zu einem Steuergerät) erforderlich sind, was das System entsprechend teuer macht. Weiterhin muss die Kennlinie des Rei fens bekannt sein, die nicht jeder Reifenhersteller zur Verfügung stellt. Wird al so ein anderer Reifen (beispielsweise mit einer anderen Gummizusammenset zung oder einer anders gewickelten Karkasse) eines anderen Herstellers ein gesetzt, ist eine entsprechende Anpassung des Systems erforderlich.

Eine andere gattungsgemäße Lösung offenbart die DE 10 2013 110 311 A1. Hier wird mit dem magneto-rheologischen Prinzip gearbeitet. Wird ein Rad des Traktors belastet, verbiegt sich die das Rad tragende Welle und es entstehen entsprechende Spannungen in derselben. Diese Spannungen kann man mit dem magneto-rheologischen Prinzip messen und so auf die Radaufstandskräfte zurückrechnen. Problematisch ist bei dieser Lösung, dass auch Kräfte quer zur Kraft in Radaufstandsrichtung (Kräfte„quer zum Berg“) zu einer entsprechen den Verbiegung der Welle führen. Somit ist es mit dieser Lösung nicht möglich, die reine Radaufstandskraft zu erfassen. Die Schwierigkeiten bei dieser Lösung bestehen also darin, die Radaufstandskräfte von den sonstigen am Rad wir kenden Querkräften zu unterscheiden, da beide zu einer Verbiegung der Welle führen.

Generell möglich ist es weiterhin, den Druck und den Einfederungsweg von Hydraulikzylindern zu messen, mit denen die Vorderachsen von Traktoren zu meist gefedert sind. Durch die Erfassung des Drucks und des Einfederungswe ges ist auch ein Rückschluss auf die Achslast möglich. Allerdings verfälscht hier die Dichtungsreibung im Hydraulikzylinder das Ergebnis. Dies ist insbesondere beim Übergang vom Bereich der Haftreibung zur Gleitreibung relevant. Dem gemäß ist dieses Verfahren nicht besonders genau.

Aufgabe der Erfindung

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Radlagereinheit zu schaffen, mit der es in einfacher und effektiver Weise mög- lich ist, die wirksamen Kräfte vom Boden auf das Gehäuse messen zu können. Somit soll in möglichst genauer Weise mit einfachen Mitteln die Radaufstands kraft erfasst werden können.

Beschreibung der Erfindung

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Radlagereinheit nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart gelöst, dass die Mittel zur Erfassung der vom Rad auf das Gehäuse übertragenen Kraft einen Messring umfassen, der an einem der Ringe des Lagers angeordnet ist und sich über die axiale Erstre ckung des Rings hinaus erstreckt und mit einem Endbereich mit dem Gehäuse verbunden ist, wobei in einem axialen Abschnitt des Messrings, der zwischen dem Ring des Lagers und der Verbindungsstelle mit dem Gehäuse liegt, ein Messmittel zur Erfassung der mechanischen Spannung angeordnet ist.

Das Messmittel zur Erfassung der mechanischen Spannung ist bevorzugt als Film-Sensor ausgebildet, der auf den Messring aufgebracht ist. Hierbei ist ins besondere und bevorzugt vorgesehen, dass der Film-Sensor auf den Messring durch einen Beschichtungsvorgang aufgebracht ist.

Zur diesbezüglichen Technologie wird auf die als„Sensotect“ bekannten Film sensoren der Patentinhaberin Bezug genommen. Dabei wird eine mehrschichti ge Anordnung bestehend aus einer spannungsempfindlichen Metallbeschich tung und Isolatoren auf das Bauteil aufgebracht, dessen Spannungen zu ermit teln sind. Es handelt sich insofern um eine Technologie ähnlich der Dehnmess streifen, so dass diesbezüglich weitere Erläuterungen entbehrlich sind.

Der Film-Sensor weist dabei vorzugsweise, gesehen aus einer radialen Rich tung auf den Messring, einen zumindest abschnittsweise mäanderförmigen Ver lauf auf. Insbesondere mit einer solchen Ausgestaltung ist es möglich, Kräfte zu differenzieren, die aus unterschiedlichen Belastungssituationen heraus resultie ren. Der Film-Sensor weist dabei bevorzugt eine Anzahl von Abschnitten auf, die über den Umfang des Messrings gleichmäßig verteilt auf diesem angeordnet sind.

Um das System möglichst sensibel zu gestalten, sieht eine Fortbildung vor, dass der Messring in dem axialen Abschnitt, der zwischen dem Ring des La gers und der Verbindungsstelle mit dem Gehäuse liegt, in seiner radialen Dicke im Verhältnis zur Dicke im Bereich des Rings des Lagers und zur Dicke im Be reich der Verbindungsstelle reduziert ist. Hiermit kann eine hinreichende Ge nauigkeit der Messung erreicht werden, wozu im gegebenen Falle besagte ra diale Dicke variiert und angepasst wird. Je geringer die Dicke ist desto größer werden die den Spannungen im Messbereich; entsprechend einfacher wird die genaue Ermittlung der Spannungen.

Andererseits hat es sich bewährt, wenn dafür Sorge getragen wird, dass der genannte Messbereich, der mit Filmsensoren versehen ist, nicht überlastet wird, was insbesondere bei starker impulsartige Beanspruchung auftreten kann. Ins besondere kann der Film-Sensor irreversibel beschädigt werden, wenn eine zu große Verformung des Messrings und insbesondere eine plastische Verfor mung desselben auftritt. Um dem vorzubeugen, sieht eine Fortbildung der Er findung vorteilhaft vor, dass der Messring in seinem Bereich der axialen Erstre ckung des Rings des Lagers im lastfreien Zustand mit einem radialen Spalt zur Aufnahmebohrung im Gehäuse angeordnet ist. Dieser Spalt kann beispielswei se im Bereich zwischen 0,5 mm und 3,0 mm liegen. Er wird so groß gewählt, dass sich der Messring im Bereich der Messung zwar frei bewegen kann, aller dings im Falle der Einleitung höherer Lasten dafür Sorge getragen ist, dass der Messring im Bereich der Aufnahmebohrung für das Lager zur Anlage kommt und so verhindert wird, dass er plastisch deformiert wird.

Ein entsprechendes Vorgehen kann auch hinsichtlich eines Überlastschutzes in axiale Richtung vorgesehen werden. Hierzu sieht eine Fortbildung vor, dass der Messring den Ring des Lagers axial übergreift und mit einem sich radial erstre ckenden Abschnitt radial umfasst. Der Messring ist dabei mit dem sich radial erstreckenden Abschnitt im lastfreien Zustand mit einem axialen Spalt zu einer axialen Anlagefläche im Gehäuse angeordnet ist. Der Messring liegt weiterhin im Bereich seiner Verbindungsstelle mit dem Gehäuse an einer axialen Anlage fläche des Gehäuses an. Somit kommt es auch bei der Einleitung hoher axialer Kräfte zur Überwindung des axialen Spalts und zur stabilen Anlage des Messrings, so dass sich dieser nicht plastisch verformen kann.

Die vorgesehenen Spalte (d. h. sowohl der radiale als auch der axiale Spalt) sind also so ausgelegt, dass sie im regulären Messbereich des Messrings grö ßer als Null sind. Wird der Messbereich durch zu große Lasten (Missbrauchs lasten) überschritten, kommt es zur Anlage des Messrings am Gehäuse (der Spalt reduziert sich dann also zu Null), so dass einer Zerstörung des Messrings vorgebeugt wird.

Mit der vorgeschlagenen Lösung ist es in einfacher Weise möglich, die Daten vom Messmittel (Film-Sensor) zu erfassen und durch entsprechende Auswer tung auf die tatsächlich in Radaufstandsrichtung wirkenden Kräfte zu schließen.

Insbesondere durch eine mäanderförmige Ausbildung des Film-Sensors wird die Differenzierung der Kräfte in den verschiedenen Achsrichtungen erleichtert. Die Auswertung der Signale erlaubt die Messung der Spannungen und die Be rechnung der von den Querkräften isolierten Radaufstandskräfte.

Da bei Radlagern von Traktoren der Außenring des Lagers stehend ist, entfällt vorteilhafter Weise eine Telemetrie (d. h. Datenübertragung vom sich drehen den zum ruhenden Bauteil). In vorteilhafter Weise werden mehrere Lager der Radlageranordnung des (insbesondere landwirtschaftlichen) Fahrzeugs (d. h. das zumeist vorhandene innere und das äußere Lager) mit einer entsprechen den Sensorik versehen, so dass eine breite Basis für die Datenerhebung vor liegt.

Die oben beschriebenen Nachteile der vorbekannten Lösungen können somit überwunden werden. Die vorgeschlagene Radlagereinheit kommt bevorzugt bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen zum Einsatz. Gleichermaßen können allerdings auch generell mo bile Arbeitsmaschinen, wie beispielsweise Baumaschinen oder Flurförderfahr zeuge, erfindungsgemäß ausgestattet werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die erfindungsgemäß ausgebildete Radlagereinheit wird nachfolgend in mehre ren bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:

Figur 1 die Seitenansicht eines landwirtschaftlichen Fahrzeugs in Form eines Traktors,

Figur 2 den Radialschnitt durch eine Radlagereinheit des Traktors gemäß

Figur 1 , Figur 3 die Seitenansicht eines Messrings der Radlagereinheit gemäß ei ner ersten Ausführungsform der Erfindung,

Figur 4 die Seitenansicht des Messrings der Radlagereinheit gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung,

Figur 5 die Seitenansicht des Messrings der Radlagereinheit gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung,

Figur 6 die Seitenansicht des Messrings der Radlagereinheit gemäß einer vierten Ausführungsform der Erfindung,

Figur 7a die Seitenansicht bzw. den Radialschnitt des Messrings der Rad lagereinheit gemäß einer fünften Ausführungsform der Erfindung,

Figur 7b den Schnitt B-B gemäß Figur 7a.

Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen

In Figur 1 ist ein landwirtschaftliches Fahrzeug 17 in Form eines Traktors zu sehen. Der angedeutete Schnitt A-A gibt an, von welchem Bereich des Traktors im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel vorliegend gesprochen wird, nämlich von der Radlagerung im vorliegenden Falle der Hinterräder. Natürlich kann das vorgeschlagene Konzept analog auch an den Vorderrädern eingesetzt werden.

Von der Radlagerung ist in Figur 2 ein Teil dargestellt, nämlich eine Radla gereinheit 1 , die eine Nabe 2 aufweist, an der ein Rad 3 befestigt ist. Die Nabe 2 ist mittels eines Lagers 4 relativ zu einem Gehäuse 5 gelagert, wie es dem Stand der Technik entspricht. Die Radlagereinheit 1 ist weiterhin mit Mitteln 6, 7 versehen, mit denen eine vom Rad 3 auf das Gehäuse 5 übertragene Kraft er fasst bzw. gemessen werden kann. Hierzu ist eine nicht dargestellte elektroni sche Auswerteeinheit erforderlich, die mit den Mitteln 6, 7 verbunden ist.

Die Mittel zur Erfassung der Kraft umfassen zunächst einen Messring 6. Dieser besteht im wesentlichen aus vier axialen Abschnitten: Ein Abschnitt des Messrings 6 erstreckt sich über die außenliegende zylindrische Fläche des Au ßenrings 8 des Lagers 4 und liegt an dieser an. Ein weiterer Abschnitt (ganz rechts in Figur 2) umgreift den Außenring 8 des Lagers 4 mit einem sich radial erstreckenden Abschnitt 13. Ein weiterer Abschnitt (ganz links in Figur 2) er streckt sich über den Bereich einer Verbindungsstelle 10, wo der Messring 6 in einer Aufnahmebohrung des Gehäuses 5 liegt und axial gegen eine Anlagefläche 16 im Gehäuse anliegt. Schließlich ist ein axialer Abschnitt 9 vorhanden, der im Verhältnis zu den anderen Abschnitten in der radialen Dicke geschwächt ist.

Dieser Abschnitt 9 ist mit einem Messmittel 7 in Form von Film-Sensoren ver sehen, die auf den Messring aufgebracht ist. Das Messmittel kann mechanische Spannungen im Messring 6 erfassen, die wiederum von den Kräften abhängig sind, die von der Nabe 2 auf das Gehäuse 5 übertragen werden.

Wie Figur 2 entnommen werden kann, liegt der Messring fest im Bereich der Verbindungsstelle 10 in einer Aufnahmebohrung des Gehäuses 5 sowie fest am Außenumfang des Außenrings 8 des Lagers 4 an; ferner umgreift der Messring den Außenring 8 des Lagers 4 mit seinem Abschnitt 13. Indes ist ersichtlich, dass zwischen dem Messring 6 im Bereich der axialen Erstreckung des Außen rings 8 des Lagers 4 zur Aufnahmebohrung 12 im Gehäuse 5 im lastfreien Zu stand ein radialer Spalt 11 vorliegt. Werden große Kräfte von der Nabe 2 auf das Gehäuse 5 übertragen, kommt es demgemäß zur Anlage des Messrings 6 an die Aufnahmebohrung 12, wodurch eine Überlastung des Messrings 6 ver mieden wird. Nach Anlage des Messrings 6 an der Aufnahmebohrung 12 infol ge hoher Kräfte werden dann also die Kräfte quasi um den Messring 6 herum in das Gehäuse 5 eingeleitet, so dass der Messring geschont bleibt.

Der Messring 6 liegt mit seinem sich radial erstreckenden Abschnitt 13 in einem innenliegenden radialen Abschnitt an einer axialen Anlagefläche 15 im Gehäu se 5 fest an. Indes liegt der Abschnitt 13 bei Lastfreiheit in seinem radial außen liegenden Bereich frei, so dass ein axialer Spalt 14 zu einer axialen Anlageflä che 18 im Gehäuse vorliegt.

Somit kann bei hoher axialer Belastung der Messring 6 mit seinem Abschnitt 13 zur Anlage an der Anlagefläche 18 gelangen, um insoweit eine Überlastung des Messrings 6 zu vermeiden. In diesem Falle erfolgt die axiale Kraftübertragung über die Anlagefläche 16 und den Messring 6 auf die Anlagefläche 18.

Für die Ausgestaltung des Filmsensors 7 im Bereich des axialen Abschnitts 9 des Messrings 6 zeigen die Figuren 3 bis 7 verschiedene Möglichkeiten.

In Figur 3 ist zunächst zu sehen, wie eine Anzahl von Film-Sensoren 7 über den Umfang des Abschnitts 9 verteilt angeordnet ist und jeweils mäanderförmig ver laufen.

Der Film-Sensor ist hier wie in allen anderen Fällen als „Sensotect“- Beschichtung ausgebildet, die auf dem Abschnitt 9 aufgebracht ist. Diese Be schichtung wird so bearbeitet, dass die gezeigte mäanderförmige Struktur ent steht, was beispielsweise durch Abfräsen oder Abstanzen einer zunächst flä chig aufgebrachten Schicht des Film-Sensors erfolgen kann, so dass nur noch die gezeigte mäanderförmige Struktur verbleibt. ln Figur 4 ist der Abschnitt 9 in Umfangsrichtung (durch kreisförmige Ausbrü che) unterbrochen, wodurch die Empfindlichkeit des Abschnitts 9 erhöht werden kann. In den verbleibenden Stegen, die die Verbindungsstelle 10 mit dem Ab schnitt des Messrings 6 verbinden, der den Außenring 8 umgreift, sind die hier wiederum mäanderförmig gestalteten Film-Sensoren 7 platziert.

Eine ähnliche Ausgestaltung zeigt Figur 5, aus der hervorgeht, dass der Ab schnitt 9 mit Bohrungen geschwächt ist, indes im verbleibenden Bereich die Film-Sensoren 7 aufgebracht sind.

Figur 6 illustriert eine Möglichkeit der Gestaltung des Abschnitts 9, wobei zwei unterschiedliche Möglichkeiten im oberen und dem unteren Abschnitt der Figur zu erkennen sind. Daraus ergibt sich, dass der Abschnitt 9 im Radialschnitt keine konstante Dicke aufweisen muss, sondern auch konkav bzw. konvex gestaltet werden kann. Im oberen Bereich der Figur 6 ist der Abschnitt 9 sowohl radial au ßen als auch radial innen mit einer konkaven Oberfläche versehen, während im unteren Bereich der Figur 6 die Kombination eier konkaven mit einer konvexen Gestaltung im radial äußeren bzw. radial inneren Bereich vorgesehen ist. Eine solche Ausgestaltung kann hilfreich sein, um Spannungsspitzen zu vermeiden.

In Figur 7 ist eine weitere alternative Gestaltung des Abschnitts 9 illustriert: Der Abschnitt hat hier eine äußere Oberfläche, die polygonal gestaltet ist, insbeson dere als sechskantige oder achtkantige Ausgestaltung. Eine solche achtkantige Gestaltung ist in Figur 7b ersichtlich. Wiederum befinden sich die Film- Sensoren 7 am Außenumfang des Abschnitts 9. Der Vorteil dieser Ausgestal tung liegt darin, dass die Film-Sensoren 7 auf geraden Flächen an der Außen seite des Abschnitts 9 aufgebracht werden können, was fertigungstechnische Vorteile hat.

Es sei an dieser Stelle ausdrücklich vermerkt, dass die gezeigten Maßnahmen betreffend die Gestaltung des Abschnitts 9 insbesondere hinsichtlich der Aus bildung von Stegen und das Vorsehen von Ausbrüchen sowie der Quer schnittsgestaltung auch beliebig kombiniert werden können. Bezugszeichenliste Radlagereinheit

Nabe

Rad

Lager

Gehäuse

, 7 Mittel zur Erfassung einer Kraft

Messring

Messmittel (Film-Sensor)

Ring des Lagers

axialer Abschnitt des Messrings

0 Verbindungsstelle

1 radialer Spalt

2 Aufnahmebohrung

3 sich radial erstreckender Abschnitt des Messrings4 axialer Spalt

5 axiale Anlagefläche im Gehäuse

6 axiale Anlagefläche im Gehäuse

7 Fahrzeug / landwirtschaftliches Fahrzeug (Traktor)8 axiale Anlagefläche im Gehäuse