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Title:
WHEEL MODULE, TRANSPORT UNIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/101537
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a wheel module (1) comprising a drive unit (12) for driving, and a braking unit (13) for braking, and a steering unit (14) for active steering. The invention also relates to a transport unit (30) and particularly a walking frame, comprising a wheel module (1), particularly two wheel modules (1), and particularly four wheel modules (1), according to the present invention.

Inventors:
ERBAN, Andreas (Marderweg 6, Loechgau, 74369, DE)
BOTZIAN, Thomas (Roentgenstr. 6, Ludwigsburg, 71640, DE)
WELLHOEFER, Matthias Marcus (Weingartenbergle 78, Stuttgart, 70499, DE)
SCHOCK, Ralph (Ludwig-Quidde-Weg 27, Backnang, 71522, DE)
HANSELMANN, Juergen (Justinus-Kerner-Weg 12/1, Pleidelsheim, 74385, DE)
FUHR, Thomas (Rosenstrasse 25, Tamm, 71732, DE)
LANGE, Markus (Martin-Maier-Str. 43/1, Flein, 74223, DE)
CURRIE, Aileen (Relenbergstr. 52, Stuttgart, 70174, DE)
HAEUSSLER, Thomas (Tierberger Strasse 18, Kuenzelsau-Vogelsberg, 74653, DE)
GROEGER, Christian (9-1 Ushikubo, 3-chomeTsuzuki-K, Yokohama Kanagawa, 〒224-8501, JP)
ULRICH, Matthias (Hermann-Hesse-Strasse 8, Steinheim, 71711, DE)
BECKER, Clemens (Hainbuchenweg 28, Stuttgart, 70597, DE)
REINICKE, Nicole (Cheruskerstr. 38, Stuttgart, 70435, DE)
Application Number:
EP2018/080613
Publication Date:
May 31, 2019
Filing Date:
November 08, 2018
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
International Classes:
A61H3/04; B62B3/00; B62B7/00
Foreign References:
DE102012017977A12014-03-13
CN101323328A2008-12-17
US20140318879A12014-10-30
DE102012024039A12014-06-05
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Claims:
Ansprüche

1. Radmodul (1), aufweisend eine Antriebseinheit (12) zum Antreiben und eine Bremseinheit (13) zum Bremsen und eine Lenkeinheit (14) zur aktiven Lenkung.

2. Radmodul (1) nach Anspruch 1, wobei die Antriebseinheit (12) und/oder die Bremseinheit (13) als Radnabenmotor ausgebildet ist.

3. Radmodul (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Lenkeinheit (14) einen Servomotor aufweist.

4. Radmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Radmodul (1) eine Dämpfungseinheit (25), insbesondere eine integrierte Federung, aufweist.

5. Radmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend eine Kommunikationseinheit, insbesondere zum Empfang von

Steuersignalen zur Steuerung der Antriebseinheit (12) und/oder der Bremseinheit (13) und/oder der Lenkeinheit (14).

6. Radmodul (1) nach Anspruch 5, wobei die Kommunikationseinheit als Funkmodul ausgebildet ist, insbesondere wobei das Funkmodul dazu eingerichtet ist, die Steuersignale über drahtlose Kommunikationsmittel, insbesondere über Funkt, Bluetooth, ZigBee und/oder WLAN, zu empfangen.

7. Transporteinheit (30), insbesondere Rollator, aufweisend ein Radmodul (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere zwei Radmodule (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere vier Radmodule (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Titel

Radmodul, Transporteinheit

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Radmodul sowie eine Transporteinheit, insbesondere ein Rollator.

Stand der Technik

Aus der DE 10 2012 024039 Al ist eine motorisierte Gehhilfe mit einer Steuerung für bewegungseingeschraenkte Menschen zur Überwindung anspruchsvoller Strecken bekannt, aufweisend zwei separat ansteuerbare Antriebsraeder hinten, sowie mindestens ein freilaufendes und schwenkbares Vorderrad, wobei die Regulierung der Geschwindigkeit durch

Abstandsmessungen zwischen Rollator und Benutzer stattfindet, wobei mithilfe der Sensorik die auf einem Speicher hinterlegte Programm- und

Softwaresteuerung den Antrieb regelt, wobei ein Akkumulator die

Energieversorgung für die komplette Steuerung des Antriebs und der Sensorik übernimmt.

Offenbarung der Erfindung

Vor diesem Hintergrund wird vorliegend ein Radmodul vorgeschlagen. Das Radmodul weist eine Antriebseinheit zum Antreiben und eine Bremseinheit zum Bremsen und eine Lenkeinheit zur aktiven Lenkung auf.

Unter einem Radmodul wird vorliegend eine Vorrichtung verstanden, deren Hauptbestandteil ein Rad ist. Neben dem Rad selbst weist das Modul eine Antriebseinheit, eine Bremseinheit und eine Lenkeinheit auf. Das Rad und die Einheiten bilden dabei das Radmodul aus. Das Radmodul der vorliegenden Erfindung eignet sich für fahrbare

Transportvorrichtungen wie Rollatoren, Kinderwägen oder Einkaufswägen.

Durch den modulhaften Aufbau eignet sich das Radmodul der vorliegenden Erfindung für die Umrüstung der von Transportvorrichtungen. Insbesondere dann, wenn die Transportvorrichtung bisher mit einfachen Rädern ausgestattet war.

In einer Ausführungsform des Radmoduls ist die Antriebseinheit als

Radnabenmotor ausgebildet.

Diese Ausführungsform weist den Vorteil auf, dass dadurch die Antriebseinheit eine kompakte Bauform aufweist.

In einer Ausführungsform des Radmoduls weist die Lenkeinheit einen

Servomotor auf.

Diese Ausführungsform weist den Vorteil auf, dass ein vereinfachtes Bedienen des Radmoduls ermöglicht wird. Der Kraftaufwand des Nutzers verringert sich, da ein Teil der notwendigen Kraft zum Lenken durch den Servomotor der Lenkeinheit aufgebracht wird.

In einer Ausführungsform des Radmoduls weist das Radmodul eine integrierte Federung auf.

Diese Ausführungsform weist den Vorteil eines erhöhten Komforts auf. Durch die integrierte Federung ist zunächst ein komfortableres Umrüsten möglich, da lediglich das Radmodul getauscht werden muss und nicht ein Radmodul und eine Federung. Weiter erhöht eine integrierte Federung den Komfort einer Transportvorrichtung, mit einem oder mehreren Radmodulen gemäß der vorliegenden Erfindung.

In einer Ausführungsform des Radmoduls weist das Radmodul eine

Kommunikationseinheit auf. Als vorteilhast hat sich dabei erwiesen, dass die Kommunikationseinheit zum Empfang von Steuersignalen zur Steuerung der Antriebseinheit bzw. der

Bremseinheit bzw. der Lenkeinheit ausgebildet ist.

In einer Ausführungsform des Radmoduls ist die Kommunikationseinheit als drahtlose Kommunikationseinheit, insbesondere als Funkmodul, ausgebildet.

Als vorteilhaft hat sich dabei erwiesen, dass eine drahtlose

Kommunikationseinrichtung dazu eingerichtet ist, die Steuersignale über drahtlose Kommunikationsmittel, wie bspw. Funk, Bluetooth, ZigBee, WLAN udgl. zu empfangen.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist eine Transporteinheit, aufweisend ein Radmodul gemäß der vorliegenden Erfindung.

Als vorteilhaft hat sich erwiesen, dass die Transporteinheit als Rollator ausgebildet ist.

Unter einem Rollator wird vorliegend ein beweglicher Stützrahmen verstanden, der vornehmlich von Personen mit Gehschwächen, insbesondere von älteren Personen verwendet wird, um deren Fortkommen zu erleichtern.

Nachfolgend werden Einzelheiten und Ausführungsformen der Erfindung anhand von Figuren näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform des Radmoduls gemäß der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform des Radmoduls gemäß der vorliegenden Erfindung;

Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer

Transporteinheit gemäß der vorliegenden Erfindung. Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des Radmoduls 1 gemäß der vorliegenden Erfindung.

Das dargestellte Radmodul 1 weist ein Rad 11, eine Antriebseinheit 12, eine Bremseinheit 13 und eine Lenkeinheit 14 auf.

Die Antriebseinheit 12 ist in der dargestellten Ausführungsform als Nabenmotor ausgebildet.

In der dargestellten Ausführungsform sind die Antriebseinheit 12 und die Bremseinheit 13 als separate Einheiten dargestellt. Die Einheiten können auch als eine Einheit oder als ein und dieselbe Einheit ausgebildet sein. So kann ein Nabenmotor nicht nur zum Antrieb des Rads 11 verwendet werden, sondern ebenso zum Verzögern mithin zum Bremsen.

In der dargestellten Ausführungsform ist die Lenkeinheit 14 in die Aufhängung bzw. eine Ankoppeleinheit des Radmoduls 1 integriert. Mittels der

Ankoppeleinheit kann das Radmodul 1 mit einer Transporteinheit verbunden werden, um die Transporteinheit fahrbar zu gestalten.

Ebenso könnte die Ankoppeleinheit starr ausgebildet sein und Lenkeinheit 14 separat von der Ankoppeleinheit ausgebildet sein.

Die Lenkeinheit könnte in einer Ausführungseinheit von der Antriebseinheit angetrieben werden. Dazu wäre ein entsprechendes Getriebe (nicht dargestellt) notwendig, dass die Energie der Antriebseinheit entsprechend auf die

Lenkeinheit umlenkt.

Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform des Radmoduls 1 gemäß der vorliegenden Erfindung;

In der dargestellten Ausführungsform weist das Radmodul 1 eine

Dämpfungseinheit 24 in Form einer integrierten Federung auf. Die Federung 24 ist an der Ankoppeleinheit angeordnet. Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer

Transporteinheit 30 gemäß der vorliegenden Erfindung.

Die Transporteinheit 30 verfügt über bis zu vier Radmoduln 1 gemäß der vorliegenden Erfindung. Grundsätzlichen müssen bei einer Transporteinheit 30 der vorliegenden Erfindung nicht alle Räder Radmodul 1 gemäß der vorliegenden Erfindung sein. Es genügt, wenn eine ausreichende Menge der Räder

Radmoduln 1 gemäß der vorliegenden Erfindung ist. Bspw. würde zwei Antriebs- / Lenkräder bspw. die beiden Vorderräder ausreichen.

Werden wie in der dargestellten Ausführungsform alle vier Räder als Radmoduln 1 gemäß der vorliegenden Erfindung ausgeführt, so kann die Transporteinheit 30 Sonderfunktionen ausweisen. Bspw. könnte die als Rollator ausgeführte

Transporteinheit 30 eine Fahrfunktion zur Seite ausweisen, die dazu geeignet ist, die Bewegungsfreiheit des Nutzers der Transporteinheit 30, mithin des Rollators, zu verbessern.

Der Nutzer der dargestellten Transporteinheit 30 steht dabei zwischen den beiden Achsen, an denen die Hinterräder angeordnet sind. Dazu sind die Achsen derart ausgestaltet, dass die Hinterräder mit einem Abstand d voneinander beanstandet sind. Der Abstand d ist derart gewählt, dass ein Nutzer komfortabel und mit ausreichendem Bewegungsraum zwischen den Achsen stehen kann und die Griffe des Rollators 30 mit einer aufrechten Pose halten kann.

Die dargestellte Transporteinheit 30 verfügt über eine Umfeldsensorik 31, die dazu geeignet ist, das Umfeld um die Transporteinheit 30 zu erfassen. Die erfassten Signale können entsprechend verarbeitet werden, um zu

Steuersignalen für die Transporteinheit 30 zu führen. Die Steuersignale können dabei entweder über ein drahtgebundenes Kommunikationsmittel an die

Radmoduln 1 weitergegeben werden. Alternativ ist es möglich, dass die

Radmodule 1 gemäß einer Ausführungsform über ein Funkmodul verfügen, sodass die Steuersignale über ein drahtloses Kommunikationsmittel an die Radmoduln 1 weitergegeben werden können.

Ein möglicher Anwendungsfall von Transporteinheiten 30 mit einer

Umfeldsensorik 31 wäre eine Hinderniserkennung und eine darauf aufbauende Stoppfunktion, die ungewollte Kollisionen der Transporteinheit 30 verhindert.