GERHARDT, Joachim (Am Schafanger 18, Barsinghausen, 30890, DE)
BEHR, Ulrich (Oeltzenstrasse 3, Hannover, 30169, DE)
RITTWEGER, Stefan (Bornstrasse 4, Neuental, 34599, DE)
BOGENSCHÜTZ, Peter (Rabensberg 6b, Wedemark, 30900, DE)
GERHARDT, Joachim (Am Schafanger 18, Barsinghausen, 30890, DE)
BEHR, Ulrich (Oeltzenstrasse 3, Hannover, 30169, DE)
RITTWEGER, Stefan (Bornstrasse 4, Neuental, 34599, DE)
Patentansprüche
1. Rad (1) für ein Kraftfahrzeug, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s zumindest Bereiche der axial äußeren Oberfläche (4) des Rades (1) mit einer Schutzabdeckung (8) bedeckt sind.
2. Rad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzabdeckung eine Schutzfolie (8), insbesondere eine Steinschlagfolie ist.
3. Rad nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzabdeckung (8) ein tiefgezogenes Formteil ist.
4. Rad nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das tiefgezogene Formteil auf der dem Rad (1) zugewandten Seite einen ringkreisförmigen Verblendungsring (1) aufweist, welcher komplementär zum Felgenhorn (3) des Rades ausgebildet ist und mit dem komplementären Felgenhorn (3) verbindbar ist.
5. Rad nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Verblendungsring (10) lösbar oder unlösbar mit dem Felgenhorn (3) verbindbar ist.
6. Rad nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzabdeckung (8) transparent ausgebildet ist.
7. Rad nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzabdeckung (8) ein Dekor aufweist.
8. Rad nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzabdeckung (8) radseitig eine Klebeschicht (9) aufweist.
9. Rad nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (9) eine Temperaturbeständigkeit von mindestens 150°C aufweist.
10. Rad nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzabdeckung (8) aus PVC besteht.
11. Rad nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzabdeckung (8) auf der dem Rad (1) abgewandten Seite mattiert ist und/oder Rauhigkeiten aufweist. |
Beschreibung
Rad für ein Kraftfahrzeug
Die Erfindung betrifft ein Rad für ein Kraftfahrzeug.
Umgangssprachlich wird das Rad eines Kraftfahrzeuges als Felge bezeichnet. Im eigentlichen Sinne -so auch in dieser Anmeldung- wird als Felge nur der radial äußere Ring des Rades bezeichnet, welcher über die Radscheibe bzw. über die Speichen mit dem Radflansch verbunden ist. Heutzutage sind die Räder meist aus einem Stück gefertigt.
Es sind Leichtmetallräder (Leichtmetallfelgen) und Stahlräder (Stahlfelgen) bekannt. Leichtmetallräder sind optisch ansprechender als Stahlräder. Die zumeist aus Aluminiumlegierungen bestehenden Leichtmetallräder sind jedoch in der Anschaffung wesentlich teurer als Stahlräder und zudem anfälliger für mechanische Beanspruchungen und klimatische Einflüsse. Die optische Erscheinung, aber auch die Haltbarkeit des Rades wird durch diese Beanspruchungen nachteilig beeinflusst wird. Zwar werden Leichtmetallräder teilweise lackiert, um korrosionsbeständig zu sein, jedoch kann es gerade unter winterlichen Witterungsbedingungen und durch den Einsatz von Streusalz und Sand/Split zu Schäden in der Lackschicht und zur Korrosion des Rades kommen. Zudem sind kostengünstigere Leichtmetallräder aus qualitativ minderwertigen
Metalllegierungen gefertigt, welche besonders anfallig sind. Als Folge wird das Rad optisch unansehnlich und die Haltbarkeit des Rades wird reduziert.
Aus der DE 296 05 782 Ul ist ein Rad für ein Kraftfahrzeug bekannt geworden, welches für den Pannenfall zur besseren Erkennbarkeit bei Dunkelheit an der axial äußeren Seite eine reflektierende Teillackierung oder eine Teilbeklebung mit einer reflektierenden Folie aufweist. Durch diese Beschichtung des Rades ist lediglich ein besseres Erkennen des
Kraftfahrzeuges bei Dunkelheit, aber keine Widerstandsfähigkeit gegen mechanische - oder Witterungseinflüsse erreicht.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein Rad für ein Kraftfahrzeug bereitzustellen, welches durch einfache und kostengünstige Mittel zumindest an den im Gebrauch sichtbaren Oberflächen gegen äußere mechanische Einflüsse geschützt ist.
Die Aufgabe wird gelöst, indem zumindest Bereiche der axial äußeren Oberfläche des Rades mit einer Schutzabdeckung bedeckt sind.
Erfindungswesentlich ist, dass durch die Abdeckung von zumindest Bereichen der axial äußeren Oberfläche des Rades diese in zumindest diesen Bereichen vor mechanischen Einflüssen weitestgehend geschützt und somit weniger korrosionsanfällig ist. Das Rad bleibt optisch ansehnlich und neuwertig. Die Abdeckung kann mit der Radoberfläche fest oder lösbar verbunden sein, muss im Fall der lösbaren Verbindung jedoch so haltbar mit dem Rad verbunden sein, dass es trotz der im Fahrbetrieb auftretenden Kräfte sicher an der Radoberfläche angeordnet verbleibt. Nach Bedarf kann die gesamte äußere Oberfläche des Rades oder nur Bereiche des Rades mit der Abdeckung versehen sein.
Wenn die Schutzabdeckung eine Schutzfolie, insbesondere eine Steinschlagfolie ist, sind mechanische Beschädigungen des Rades sicher zu verhindern. Die Applikation der Folie auf das Rad erhöht das Gewicht des Rades vorteilhafterweise nur unwesentlich, die Folie ist kostengünstig herstellbar und einfach auf das Rad zu applizieren.
Wenn die Folie planar ist, kann die Folie manuell auf das Rad „aufgeledert" werden. In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Folie jedoch ein tiefgezogenes Formteil, welches entsprechend der Form des Rades bzw. der Form des Radbereiches, auf das die Folie aufgebracht werden soll, vorgeformt ist. Durch das Vorformen des Formteils ist die Aufbringung auf das Rad wesentlich vereinfacht. Es ist sichergestellt, dass die Folie exakt ausgerichtet appliziert werden kann und bei stark gewölbten Oberflächen des Rades sind unerwünschte Falten- oder Luftblasenbildungen während des Applizierens der Folie vermieden.
In einer anderen Ausführungsform weist das tiefgezogene Formteil auf der dem Rad zugewandten Seite einen ringkreisförmigen Verblendungsring auf, welcher komplementär zum Felgenhorn des Rades ausgebildet ist und welcher mit dem komplementären Felgenhorn verbindbar ist.
Einerseits kann lediglich das Felgenhorn durch mit dem die Schutzfolie aufweisenden Verblendungsring abgedeckt sein. In einer anderen Ausführungsform kann der vorgenannte ringkreisförmige Verblendungsring eine die mittigen Bereiche der äußeren Radoberfläche abdeckende Schutzfolie aufweisen. Durch die Verwendung eines Verblendungsringes ist die auf das Rad zu applizierende Schutzabdeckung bereits aufgespannt, wodurch das exakt ausgerichtete Applizieren, gerade auch bei gewölbten Oberflächen, insbesondere im Falle der vorgeformten Schutzabdeckung, erleichtert ist. Vorteilhaft ist es, wenn der Verblendungsring lösbar oder unlösbar mit dem Felgenhorn verbindbar ist. Eine lösbare Verbindung ist beispielsweise mit einer einfachen Klemm- Befestigung am Felgenhorn zu realisieren. Im Fall der lösbaren Verbindung kann die Abdeckung nach Verschleiß oder bei Beschädigung ausgetauscht werden und es muss nicht das gesamte Rad ersetzt werden.
Die Schutzabdeckung gegen mechanische Einflüsse kann transparent ausgebildet sein oder ein Dekor aufweisen.
Vorteilhaft ist es, wenn die Schutzabdeckung radseitig eine Klebeschicht aufweist. Durch diese Klebeschicht ist die Schutzabdeckung besonders einfach und kostengünstig an dem Rad anzuordnen. Die Klebeschicht sollte eine Temperaturbeständigkeit von mindestens 150 0 C aufweisen, da im Bereich des Rades höhere Temperaturen als beispielsweise auf der Karosserie des Kraftfahrzeuges auftreten. Die bisher bekannten Kleber waren nicht für derart hohe Temperaturen beständig und daher für Einsätze an Rädern nicht geeignet. Erst neuste Kleber weisen die erforderlichen Eigenschaften wie Temperaturbeständigkeit auf.
In einer bestimmten Ausführungsform ist die Schutzabdeckung auf der dem Rad abgewandten Seite genarbt, texturiert, mattiert und/oder rauh. Hierdurch ist eine bessere
Kaschierung oberflächlicher Beschädigungen, wie z.B. Kratzer, erreicht. Weiterhin ist die Schutzabdeckung optisch schmutzunempfindlich.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun anhand der
Zeichnungen, die schematisch Ausführungsbeispiele darstellen, näher beschrieben. Dabei zeigen die
Fig.1 ein übliches Aluminiumrad gemäß des Standes der Technik
Fig.2 eine tiefgezogene Schutzfolie für das Aluminiumrad der Fig.1 Fig.3 ein erfindungsgemäßes Rad mit applizierter Schutzfolie
Fig.4 ein Schnitt A - A' durch ein erfindungsgemäßes Rad der Fig.2 Fig.5 ein erfindungsgemäßes Rad mit in Bereichen applizierter Schutzfolie Fig.6 ein weiteres erfindungsgemäßes Rad mit applizierter Schutzfolie im Bereich des Felgenhornes Fig.7 ein Rad, auf welches ein mit Schutzfolie applizierter separater Verblendungsring im Bereich des Felgenhornes aufzubringen ist.
Die Figur 1 zeigt ein übliches Aluminiumrad (umgangssprachlich: Aluminiumfelge) 1. Das Rad 1 weist eine Felge 2 auf, welche mit ihrer axial äußeren 4 Kante und ihrer axial inneren 5 . Kante nach radial oben verlaufend das Felgenhorn 3 bildet. Die Felge 2 ist über die Radscheibe, welche hier in Form von Speichen 6 ausgebildet ist, über Bolzenlöcher 7 mit dem Radflasch verbindbar. Das Rad 1 ist aus Aluminium gefertigt.
In der Figur 2 ist eine Schutzfolie 8 dargestellt, welche entsprechend der Form des Rades 1, aufweiche diese appliziert werden soll, vorgeformt ist. Die Schutzfolie 8 ist entsprechend der Form der gesamten axial äußeren Seite 4 des Rades 1 vorgeformt. Die Figur 3 zeigt das Rad 1, aufweiche die Schutzfolie 8 der Figur 2 aufgebracht ist. Die Schutzfolie 8 deckt die axial äußere Seite 4 des Rades 1, das Felgenhorn 3 und die Speichen 6, ab. Die Schutzfolie 8 ist eine Steinschlagschutzfolie, welche geeignet ist, das mit ihr bedeckte Rad 1 in den überdeckten Bereichen vor mechanischen und klimatischen Einflüssen zu schützen. Die Schutzfolie 8 ist durch ein Tiefziehverfahren auf die Form des
Rades 1 , auf die sie appliziert werden soll, vorgeformt, um Luftblasen- oder Faltenbildung während des Aufbringens zu vermeiden.
In der Figur 4 ist ein Schnitt A - A' durch eine Speiche 6 des Rades 1 der Figur 3 dargestellt. Die Schutzfolie 8 weist radseitig eine Klebeschicht 9 auf. Durch diese
Klebeschicht 9 ist die Schutzabdeckung 8 besonders einfach und kostengünstig an dem Rad 1 anzuordnen. Die Klebeschicht 9 sollte eine Temperaturbeständigkeit von mindestens 150 0 C aufweisen.
In der Figur 5 und 6 ist je ein erfindungsgemäßes Rad 1 dargestellt, welches nur in (Teil-) Bereichen der axial äußeren 4 Oberflächen des Rades 1 eine applizierte Schutzfolie 8 aufweist. Als axial äußere Oberflächen 4 werden in dieser Anmeldung ebenfalls die nach innen verlaufenden, in die Tiefe des Rades weisenden, im Betriebszustand des Rades sichtbaren axial äußeren Flächen verstanden. In der Figur 5 ist die Schutzfolie 8 nur in den sich aus der Geometrie von Speichen 6 und dem Felgenhorn 3 ergebenden dreieckförmigen nach axial innen 5 weisenden, im Betriebszustand sichtbaren Flächen angeordnet. In der Figur 6 weist nur das Felgenhorn 3 auf der axial äußeren Oberfläche 4 eine ringkreisförmige Schutzfolie 8 auf.
In der Figur 7 ist das Rad 1 mit einem mit einer Schutzfolie 8 applizierten separaten Verblendungsring 10 dargestellt. Der Ring 10 ist axial außen 4_auf das Felgenhorn 3 aufzubringen. Der Ring kann lösbar beispielsweise durch Klemmverschlüsse (nicht dargestellt) am Felgenhorn 3 anzuordnen sein. Der separate Ring 10 ist ebenfalls entsprechend der Form des Rades 1 vorgeformt, aufweiche der Ring 10 aufgebracht werden soll. Der Ring 10 besteht vorzugsweise aus Kunststoff oder Metall.
Die Schutzfolie 8 kann eine glatte, strukturierte, mattierte und/oder mit einem Dekor versehende Oberfläche aufweisen. Die Schutzfolie 8 ist jedoch immer derart ausgelegt, dass sie die axial äußere Oberfläche 4 des Rades 1 gegen mechanische und/oder klimatische Einflüsse schützt.
Liste der Bezugszeichen
1 Rad
2 Felge
3 Felgenhorn
4 Axial außen
5 Axial innen
6 Speichen
7 Bolzenloch
8 Schutzfolie
9 Klebeschicht
10 Ring
11 Nach innen weisende Fläche
