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Title:
WHEEL SENSOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/054646
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a wheel sensor, in particular for a track vacancy detection system, comprising at least one track-side inductive sensor device for detecting a magnetic field change as a result of the wheels (7) of a rail vehicle traveling over the track, wherein the sensor device comprises coils (3, 4; 10, 11) for compensating for interfering magnetic fields. In order to achieve particularly effective interference field suppression, according to the invention a transmitting coil (2, 9) supplied with alternating current and a receiving coil system are provided, which has a first receiving coil (3, 10) and a second receiving coil (4, 11) connected thereto in a duplex connection for suppressing external interference fields, wherein the first receiving coil (3, 10) is arranged above and the second receiving coil (4, 11) is arranged below the transmitting coil (2, 9).

Inventors:
FREISE, Rainer (Beuthenstr. 9, Braunschweig, 38124, DE)
Application Number:
EP2010/065425
Publication Date:
May 12, 2011
Filing Date:
October 14, 2010
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
FREISE, Rainer (Beuthenstr. 9, Braunschweig, 38124, DE)
International Classes:
B61L1/16
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Radsensor, insbesondere für eine Gleisfreimeldeanlage, mit mindestens einer gleisseitigen induktiven Sensoreinrichtung zur Erfassung einer Magnetfeldänderung infolge das Gleis überfahrender Räder (7) eines Schienenfahrzeuges, wobei die Sensoreinrichtung Spulen (3, 4; 10, 11) zur Kompensation störender Magnetfelder aufweist,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

eine Weselstrom gespeiste Sendespule (2, 9) und ein Empfangs¬ spulensystem mit einer ersten Empfangsspule (3, 10) und einer mit dieser zur Unterdrückung von äußeren Störfeldern in einer Gegenschaltung verbundenen zweiten Empfangsspule (4, 11) vorgesehen sind, wobei die erste Empfangsspule (3, 10) oberhalb und die zweite Empfangsspule (4, 11) unterhalb der Sendespule (2, 9) angeordnet sind.

2. Radsensor nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

sich die erste Empfangsspule (3, 10) bezüglich ihrer Geo¬ metrie und/oder ihrer Windungszahl und/oder ihres Abstandes zur Sendespule (2, 9) und/oder ihres Schienenabstandes von der zweiten Empfangsspule (4, 11) unterscheidet. 3. Radsensor nach einem der vorangehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die erste Empfangsspule (3, 10) und/oder die Sendespule (2,9) und/oder die zweite Empfangsspule (4, 11) als Luftspule aus¬ gebildet ist/sind.

4. Radsensor nach einem der vorangehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

die Sendespule (2, 9) und das Empfangsspulensystem jeweils in einer Schwingkreisschaltung eingebunden sind.

5. Radsensor nach einem der vorangehenden Ansprüche, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h

zumindest zwei in Schienenlängsrichtung voneinander beabstan deten Sensoreinrichtungen.

Description:
Beschreibung Radsensor Die Erfindung betrifft einen Radsensor, insbesondere für eine Gleisfreimeldeanlage, mit mindestens einer gleisseitigen in ¬ duktiven Sensoreinrichtung zur Erfassung einer Magnetfeldänderung infolge das Gleis überfahrender Eisenräder eines

Schienenfahrzeuges, wobei die Sensoreinrichtung Spulen zur Kompensation störender Magnetfelder aufweist.

Der Einsatz von nach dem Prinzip des induktiven Näherungsschalters arbeitenden Radsensoren ist im Bereich der Eisenbahnüberwachungsanlagen, insbesondere der Gleisfreimeldeanla- gen, weit verbreitet. Derartige Radsensoren weisen zumindest eine Spule auf, die bevorzugt in einem elektrischen Schwingkreis angeordnet und mit Wechselstrom gespeist ist. Die Ei ¬ senmasse eines vorbeirollenden Rades bzw. einer vorbeirollenden Achse führt zu einer Bedämpfung des Magnetfeldes der Spule, so dass eine Befahrung durch ein Rad anhand einer hierdurch verursachten Änderung der Eigenschaften, beispielsweise der Schwingamplitude oder der Güte, des elektrischen Schwingkreises nachweisbar ist. Allerdings sind induktiv arbeitende Radsensoren auch empfind ¬ lich gegenüber induktiv eingekoppelten Störspannungen auf der Arbeitsfrequenz, wie sie beispielsweise durch Schienenströme verursacht werden können. So kann z. B. der Rückleiterstrom einer Lokomotive durch die Schiene bzw. der Oberwellenanteil dieses Rückleiterstromes ein Störsignal in Form einer Schwe ¬ bung verursachen. Eine solche Schwebung lässt sich bei induktiven Radsensoren nur schwer von einem Signal unterscheiden, das durch eine Befahrung durch ein Rad verursacht ist.

Darüber hinaus können nach einem induktiven Wirkprinzip ar- beitende Radsensoren in der Praxis beispielsweise auch durch in ihrer Nähe angeordnete weitere Radsensoren mit gleicher Arbeitsfrequenz gestört werden. Weiterhin können Störungen auch durch impulsartig auftretende hohe Kommutie- rungsstromflanken des Schienenstromes oder durch Leitungen und Transformatoren von vorbeifahrenden Zügen verursacht bzw. induziert werden.

Ein aus der veröffentlichten deutschen Patentanmeldung

DE 101 73 519 AI bekannter Radsensor weist zur Kompensation störender Magnetfelder zwei Spulen mit im Wesentlichen gleicher Geometrie und gleichen Windungszahlen auf, wobei die Spulen bezogen auf einen an der Schiene angebrachten Radsensor in Schienenlängsrichtung überlappen und in einer Gegen- Schaltung verbunden sind. Dies bedeutet, dass die beiden Spu ¬ len bei gemeinsamer Bestromung gegensinnige Magnetfelder erzeugen und somit auch gegensinnige Spannungen induzieren. Aufgrund ihrer Anordnung sind beide Spulen an der Raddetek- tion beteiligt und werden im Falle eines etwa durch einen Schienenstrom verursachten Störfeldes im Wesentlichen von gleich starken magnetischen Wechselfeldern durchsetzt, die somit aufgrund der Gegenschaltung der Spulen kompensiert werden . Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen alternativen bzw. weiteren Radsensor der zuvor genannten Art mit besonders guter Störunterdrückung anzugeben.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Radsen- sor, insbesondere für eine Gleisfreimeldeanlage, mit mindes ¬ tens einer gleisseitigen induktiven Sensoreinrichtung zur Erfassung einer Magnetfeldänderung infolge das Gleis überfahrender Eisenräder eines Schienenfahrzeuges, wobei die Sensor ¬ einrichtung Spulen zur Kompensation störender Magnetfelder aufweist und wobei eine Wechselstrom gespeiste Sendespule und ein Empfangsspulensystem mit einer ersten Empfangsspule und einer mit dieser zur Unterdrückung von äußeren Störfeldern in einer Gegenschaltung verbundenen zweiten Empfangsspule vorge- sehen sind, wobei die erste Empfangsspule oberhalb und die zweite Empfangsspule unterhalb der Sendespule angeordnet sind .

Erfindungsgemäß ist die Sendespule des Radsensors somit un- terhalb der ersten Empfangsspule und oberhalb der zweiten Empfangsspule angeordnet. Dabei bezieht sich die Angabe „oberhalb" bzw. „unterhalb" auf die Ausrichtung eines im Schienenbereich ordnungsgemäß angebrachten Radsensors. Dies bedeutet, dass die Längsachse der Sendespule im Wesentlichen senkrecht zur Schienenlängsrichtung steht. Das Magnetfeld der Sendespule durchdringt beide Empfangsspulen des Empfangsspu ¬ lensystems gleichermaßen. Die beiden Empfangsspulen sind ge- genphasig in Reihe verschaltet, so dass sich die durch die Sendespule in sie induzierte Empfangsspannung ohne Radeinwir- kung weitgehend aufhebt. Vom Betrag her sind beide Teilspan ¬ nungen der Empfangsspulen also ähnlich hoch. Bei einer Radüberfahrt wird das Magnetfeld der Sendespule in der Art ver ¬ zerrt, dass die Spannungen der Empfangsspulen sich nicht mehr gegenseitig aufheben. Die Teilspannungen der Empfangsspulen sind unterschiedlich. Folglich kann die Spannungsänderung der in Reihe geschalteten Empfangsspulen zur Raddetektion genutzt werden .

Dadurch, dass die Sendespule in vertikaler Richtung zwischen den beiden Empfangsspulen angeordnet ist, wird sicherge ¬ stellt, dass die zweite Empfangsspule hinsichtlich ihrer Funktion im Wesentlichen eine Kompensationsspule ist, d. h. überwiegend der Kompensation der Störfelder, insbesondere von Schienenströmen, dient. Ursache hierfür ist, dass die zweite Empfangsspule einen größeren Abstand zu einem zu detektieren- den Rad bzw. Spurkranz eines Rades aufweist als die erste Empfangsspule und somit ihr Magnetfeld durch die vorbeirol ¬ lende Eisenmasse nicht oder nur vergleichsweise geringfügig beeinflusst wird. Hingegen durchströmt das die Schiene umlau ¬ fende magnetische Feld eines Schienenstromes beide Empfangs ¬ spulen gegensinnig und in ähnlicher Höhe und wird somit zumindest weitgehend kompensiert. Darüber hinaus werden vor ¬ teilhafterweise auch Störungen aus anderen Quellen durch die Anordnung der Spulen in dem Radsensor kompensiert. Dies betrifft beispielsweise durch in der Nähe des Radsensors ver ¬ laufende Stromkabel verursachte Störungen oder mögliche Stör ¬ einwirkungen benachbarter Radsensoren. Des Weiteren weist der erfindungsgemäße Radsensor den Vorteil auf, dass die übereinanderliegende Anordnung der Spulen dazu führt, dass für jede der Spulen, d. h. sowohl für die Sende ¬ spule als auch für die beiden Empfangsspulen, die Gehäuselänge des Radsensors in Schienenlängsrichtung vollständig ausgenutzt werden kann. Hierdurch wird eine besonders große Einwirklänge des vorbeirollenden Rades ermöglicht, wodurch eine besonders hohe Empfindlichkeit des Radsensors erreicht wird. Dies gilt insbesondere auch im Falle eines durch unter ¬ schiedlich stark abgefahrene Radkränze bewirkten seitlichen Versatzes der zu detektierenden Eisenmasse.

Vorzugsweise haben die beiden Empfangsspulen die gleiche Geo ¬ metrie, die gleiche Windungszahl und den gleichen Abstand zur Sendespule, um deren Feld vollständig zu kompensieren, wobei die Sendespule zentrisch und mittig zwischen den Empfangsspu ¬ len angeordnet ist. Gemäß Anspruch 2 ist vorgesehen, dass sich die erste Empfangsspule bezüglich ihrer Geometrie und/oder ihrer Windungszahl und/oder ihres Abstandes zur Sendespule und/oder ihres Schienenabstandes von der zweiten Emp- fangsspule unterscheidet. Die Sendespule kann beispielsweise neben den Empfangsspulen platziert werden. Auch ist es möglich, durch eine beabsichtigte Unsymmetrie bezüglich Form oder Abstand der beiden Empfangsspulen von der Sendespule einen definierten Ruheempfangsspannungspegel zu erzeugen.

Ein durch Schienenstrom entstehendes magnetisches Störfeld ist aufgrund der Schienengeometrie höhenabhängig. Die Emp ¬ fangsspulen können sich daher in Form, Windungszahl und

Schienenabstand unterscheiden. Auf diese Weise kann auch bei unterschiedlichen Schienenprofilen eine optimale Kompensation der Störeinflüsse erreicht werden.

Grundsätzlich ist es denkbar, dass mindestens eine Spule, insbesondere die Sendespule, der Sensoreinrichtung einen Kern aufweist. Um jedoch Störungen aufgrund magnetischer Sättigungseffekte zu vermeiden, ist es vorteilhaft, wenn der er ¬ findungsgemäße Radsensor gemäß Anspruch 3 derart ausgestaltet ist, dass die erste Empfangsspule und/oder die Sendespule und/oder die zweite Empfangsspule als Luftspule ausgebildet ist/sind .

Die Sendespule und die beiden Empfangsspulen können als reine Spulen bzw. Induktiven ausgebildet sein. Um die jeweiligen Amplituden zu erhöhen und die Frequenzselektivität zu stei ¬ gern, ist gemäß Anspruch 4 vorgesehen, dass die Sendespule und das Empfangsspulensystem jeweils in einer Schwingkreisschaltung eingebunden sind. Hierzu dient jeweils eine Konden ¬ satorvorschaltung, wobei die beiden Empfangsspulen in Reihe geschaltet sind.

Gemäß Anspruch 5 sind zumindest zwei in Gleislängsrichtung voneinander beabstandete Sensoreinrichtungen vorgesehen. Dies bietet den Vorteil, dass eine Bestimmung der Fahrtrichtung des vorbeirollenden Rades ermöglicht wird. Bei einem solchen üblicherweise zweikanaligen Radsensor, der somit zwei Sensoreinrichtungen aufweist, erzeugen die beiden Sensoreinrichtungen bzw. Sensorkanäle bei einer Befahrung durch ein Rad eines Schienenfahrzeuges nacheinander zeitlich versetzte Signale, die in einer nachfolgenden Auswerteeinrichtung zur Fahrtrichtungserkennung des Schienenfahrzeuges genutzt werden können.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand figürlicher Ausfüh- rungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Schnittdarstellung eines ersten

Ausführungsbeispiels eines Radsensors und Figur 2 eine perspektivische Seitenansicht eines zweiten

Ausführungsbeispiels eines Radsensors.

Figur 1 zeigt eine schematische Schnittdarstellung eines ers ¬ ten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Radsensors. Dargestellt ist in einem Schnitt senkrecht zur Schienenlängs ¬ richtung ein Radsensor 1, der eine Sendespule 2 und zwei Empfangsspulen 3 und 4 aufweist. Die Sendespule 2 sowie die bei ¬ den Empfangsspulen 3 und 4 sind in einem Gehäuse 5 des Radsensors 1 angeordnet, wobei der Radsensor 1 bzw. dessen Ge- häuse 5 an einer Schiene 6 befestigt ist.

Die Sendespule 2 wird mit einem Wechselstrom gespeist und in ¬ duziert damit in beiden Empfangsspulen 3 und 4 im Wesentlichen gleich hohe Spannungen. Die beiden Empfangsspulen 3 und 4 sind Bestandteil eines auf eine induktive Wechselwir ¬ kung der Empfangsspulen 3 und 4 mit vorbeirollenden Rädern empfindlichen Schwingkreises. Darüber hinaus ist die oberhalb der Sendespule 2 angeordnete erste Empfangsspule 3 zur Unter ¬ drückung von Störfeldern mit der unterhalb der Sendespule 2 angeordneten zweiten Empfangsspule 4 in einer Gegenschaltung verbunden. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde in Figur 1 nicht nur auf die Darstellung der zuvor genannten elektrischen Komponenten bzw. Verbindungen, sondern auch auf eine Wiedergabe weiterer für sich bekannter Komponenten des Radsensors 1 verzichtet. Dies betrifft beispielsweise eine ggf. in dem Radsensor 1 vorhandene Überwachungs- bzw. Auswerte ¬ schaltung sowie Kabelführungen von und zu dem Radsensor 1. In Figur 1 ist der Radsensor 1 in seiner Position an der

Schiene 6 bei Überfahrt eines Rades 7, das einen Spurkranz 8 aufweist, dargestellt. Entsprechend der Darstellung in Figur 1 sind die Empfangsspulen 3 und 4 des Radsensors 1 derart be ¬ züglich der Schiene 6 positioniert, dass die magnetische Feldänderung durch den Spurkranz 8 des Rades 7 zu einer Empfangsspannungsänderung in den in Reihe geschalteten Empfangsspulen 3 und 4 führt.

Wie aus Figur 1 ersichtlich, ist die erste Empfangsspule 3 in Bezug auf einen an der Schiene 6 angebrachten Radsensor 1 oberhalb der Sendespule 2 angeordnet, während die zweite Emp ¬ fangsspule 4 unterhalb der Sendespule 2 angeordnet ist. Hier ¬ durch wird sichergestellt, dass der Einfluss der zweiten Emp ¬ fangsspule 4 in Bezug auf eine Raddetektion ausreichend ge- ring ist, so dass eine andernfalls aufgrund der Gegenschal ¬ tung der beiden Empfangsspulen 3 und 4 verursachte Verminderung der Empfindlichkeit bzw. der Funktionsfähigkeit des Rad ¬ sensors 1 bezüglich zu detektierender Räder 7 bzw. Spurkränze 8 von Rädern 7 vermieden wird. Dies bedeutet, dass die zweite Empfangsspule 4 im Wesentlichen keinen Beitrag zur Raddetektion liefert, sondern zumindest hauptsächlich der Kompensation von Störfeldern, insbesondere der Schienenstromkompensa- tion, dient. In dem Ausführungsbeispiel der Figur 1 ist erkennbar, dass die beiden Empfangsspulen 3 und 4 derart angeordnet sind, dass ihre Längsachsen mit derjenigen der Sendespule 2 zusammenfallen. Abweichend von der Darstellung in Figur 1 ist auch eine Ausführung denkbar, bei der sich die Empfangsspulen 3 und 4 hinsichtlich ihrer Art, d. h. insbesondere ihrer Geo ¬ metrie und/oder ihrer Windungszahl, voneinander unterscheiden. Dies kann vorteilhaft zur Erzeugung einer Ruheempfangs ¬ spannung benutzt werden, um damit zwischen den Raddetektionen die Funktionsfähigkeit des Radsensors zu überwachen. Darüber hinaus kann die Unterschiedlichkeit der Empfangsspulen 3 und 4 vorteilhafterweise auch dazu benutzt werden, um in Abhän ¬ gigkeit von dem jeweiligen Schienenprofil eine optimale Stör ¬ feldkompensation zu erreichen. Hintergrund hierbei ist, dass beispielsweise das durch einen Schienenstrom verursachte mag ¬ netische Feld aufgrund der Schienengeometrie in der Regel nicht höhenunabhängig ist, so dass die in der ersten Empfangsspule 3 induzierte Störspannung bei Verwendung gleichartiger Empfangsspulen 3 und 4 von der in der zweiten Empfangs- spule 4 induzierten Störspannung abweichen wird.

Figur 2 zeigte eine perspektivische Seitenansicht eines an der Schiene 6 angebrachten zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Radsensors 1, der zwei Sensoreinrichtungen aufweist. Dabei sind solche Komponenten, die mit in Figur 1 dargestellten Komponenten identisch bzw. im Wesentlichen funktionsgleich sind, mit demselben Bezugszeichen bezeichnet.

In der seitlichen Ansicht der Figur 2 ist erkennbar, dass der dargestellte Radsensor 1 zwei Sendespulen 2 und 9 sowie zwei erste Empfangsspulen 3 und 10 und zwei zweite Empfangsspulen 4 und 11 aufweist, die in dem Gehäuse 5 des Radsensors 1 un ¬ tergebracht sind. Dabei sind jeweils die Spulen 2, 3 und 4 sowie die Spulen 9, 10 und 11 Bestandteil einer Sensorein- richtung, d. h. der dargestellte Radsensor 1 weist zwei Sensoreinrichtungen auf. Jeweils die erste Empfangsspule 3 bzw. 10 der jeweiligen Sensoreinrichtung ist mit der zweiten Empfangsspule 4 bzw. 11 der jeweiligen Sensoreinrichtung in einer Gegenschaltung verbunden, so dass Störfelder kompensiert werden.

Dadurch, dass der Radsensor 1 zwei Sensoreinrichtungen aufweist, wird es aufgrund einer zeitlichen Korrelation der durch die Sensoreinrichtungen erfassten Signale möglich, die Fahrtrichtung eines vorbeirollenden Rades 7 bzw. eines vorbeirollenden Schienenfahrzeuges zu bestimmen. Infolge dessen ist der dargestellte Radsensor 1 insbesondere für eine Ver ¬ wendung im Rahmen von Gleisfreimeldeanlagen geeignet.

Entsprechend den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen ist der Radsensor 1 dahingehend vorteilhaft, dass von außen induzierte Störeinflüsse weitgehend unterdrückt werden, da diese sowohl die erste Empfangsspule 3 bzw. 10 als auch die zweite Empfangsspule 4 bzw. 11 im Wesentlichen gleichermaßen beeinflussen. Hierzu gehören insbesondere Schienenströme, da hier die Symmetrie der Einkopplung besonders hoch ist. Jedoch können auch Störgrößen anderer Quellen vorteilhafterweise kompensiert werden. Dabei ermöglicht es die übereinanderlie- gende Anordnung der Spulen einer Sensoreinrichtung vorteilhafterweise, dass bei einer Ausführung mit nur einer Sensoreinrichtung für jede der Spulen, d. h. beispielsweise sowohl für die Sendespule 2 als auch für die beiden Empfangsspulen 3 und 4, die Länge des Gehäuses 5 in Schienenlängsrichtung vollständig ausgenutzt werden kann. Hierdurch wird eine be ¬ sonders hohe Einwirklänge verbunden mit einer hohen Empfind ¬ lichkeit sowohl in Schienenlängsrichtung als auch senkrecht zur Schienenlängsrichtung erreicht. Umgekehrt ermöglicht es der erfindungsgemäße Radsensor 1 vorteilhafterweise jedoch auch, eine besonders kompakte Bauform, d. h. eine besonders geringe Gehäuselänge in Schienenlängsrichtung, zu realisie ¬ ren. Dies ist insbesondere in Situationen, in denen das Platzangebot am Gleis beschränkt ist, von Vorteil.