| WO/1992/007963 | METHOD FOR DE-HAIRING ANIMALS |
| JP2003310143 | PIG FOOT SINGEING APPARATUS |
| WO/2008/113227 | ELECTRIC DEPILATOR WITH FLOATING CLAMP STRIPS |
NAGORNY, Peter (Im Heubruch 16, Seevetal, , 21218, DE)
MEIER, Ernst-August (Beethovenweg 3, Salzdetfurth, , 31162, DE)
NAGORNY, Peter (Im Heubruch 16, Seevetal, , 21218, DE)
Patentansprüche
1. Peitsche, insbesondere Doppelpeitsche (1), als Teil einer Schlachtlinie, umfassend wenigstens:
- einen Peitschenbereich (A) sowie
- einen Kopfbereich (B), der in Kontakt steht mit einer Maschinenwelle; dadurch gekennzeichnet, dass im Rahmen einer Hart-Weich-Kombination der Peitschenbereich (A) aus einem weichen polymeren Werkstoff und der Kopf bereich (B) aus einem harten sowie schlagzähen polymeren Werkstoff bestehen, wobei der
Peitschenbereich und Kopfbereich innerhalb ihres Verbindungsbereiches (C) stoffschlüssig miteinander verbunden sind.
2. Peitsche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Peitschenbereich (A) aus einem elastomeren Werkstoff besteht.
3. Peitsche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Peitschenbereich (A) aus einem thermoplastischen Elastomer (TPE) besteht.
4. Peitsche nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Peitschenbereich (A) mit einem eingebetteten Festigkeitsträger versehen ist.
5. Peitsche nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Festigkeitsträger aus einem ein- oder mehrlagigen Gewebe besteht.
6. Peitsche nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Festigkeitsträger aus Fasern besteht.
7. Peitsche nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern innerhalb des polymeren Werkstoffes fein verteilt sind.
8. Peitsche nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern aus Polyester, Polyamid, Aramid oder Baumwolle bestehen.
9. Peitsche nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Peitschenbereich (A) innerhalb seines Schlag- bzw. Wirkbereiches mit einem Rippen- Rillen-System (2) versehen ist.
10. Peitsche nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfbereich (B) aus Polyethylen (PE) besteht.
11. Peitsche nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfbereich (B) aus einem Polyethylen mit hoher Dichte (HD-PE) besteht.
12. Peitsche nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfbereich (B) aus Polypropylen (PP) besteht.
13. Peitsche nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfbereich (B) aus Polyphenylenether (PPE) besteht.
14. Peitsche nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfbereich (B) mit einem eingebetteten Festigkeitsträger versehen ist.
15. Peitsche nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Festigkeitsträger aus Fasern besteht.
16. Peitsche nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern innerhalb des polymeren Werkstoffes fein verteilt sind.
17. Peitsche nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Glasfaserverstärkung vorliegt.
18. Peitsche nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Peitschenbereich (A) und/oder Kopfbereich (B), insbesondere der Peitschenbereich, mikrobenständig ausgerüstet ist/sind.
19. Peitsche nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Peitschenbereich (A) und der Kopfbereich (B) innerhalb ihres Verbindungsbereiches
(C) mittels eines chemisch wirkenden Haftmittels miteinander verbunden sind.
20. Peitsche nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsbereich (C) von Peitschenbereich (A) und Kopfbereich (B) so gestaltet sind, dass eine große Haftkontaktfläche (3) entsteht.
21. Peitsche nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die große Haftkontaktfläche (3) durch Keilbildung von Peitschenbereich (A) und Kopfbereich (B) entsteht.
22. Peitsche nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der
Kopfbereich (B) mit einer Mulde (4) mit im Wesentlichen rohrförmiger Konstruktion für die Aufnahme einer Buchse (5) versehen ist.
23. Peitsche nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfbereich (B) so gestaltet ist, dass eine Verdrehsicherung (6) für die Buchse (5) entsteht.
24. Peitsche nach Anspruch 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse (5) beidseitig mit einem Bund versehen ist, und zwar zwecks zusätzlicher Sicherung (7) der Buchse gegen Herausfallen.
25. Peitsche nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die
Buchse (5) eine Aussparung (8) aufweist, um zur Demontage ein Werkzeug ansetzen zu können. |
Peitsche, insbesondere Doppelpeitsche, als Teil einer Schlachtlinie
Die Erfindung betrifft eine Peitsche, insbesondere Doppelpeitsche, als Teil einer Schlachtlinie, umfassend wenigstens:
- einen Peitschenbereich sowie
- einen Kopfbereich, der in Kontakt steht mit einer Maschinenwelle.
Doppelpeitschen wie auch Enthaarungsschläger sind Teile einer Schlachtlinie, wo neben metallischen Bauteilen auch polymere Werkstoffe zur Anwendung gelangen.
Diesbezüglich wird beispielsweise auf folgende Druckschriften verwiesen: EP 0 665 717 Bl, US 1 502 749 und US 2 604 656.
Doppelpeitschen werden auf den Großschlachthöfen in der Maschine auf eine Welle aufgefädelt. Bei Ausfall einer Peitsche musste bislang der ganze Peitschenstrang demontiert und wieder neu montiert werden.
Im Hintergrund der hier geschilderten Problematik besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine von außen montierbare Peitsche, insbesondere Doppelpeitsche, bereit zu stellen.
Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass im Rahmen einer Hart- Weich- Kombination der Peitschenbereich aus einem weichen polymeren Werkstoff und der Kopf bereich aus einem harten sowie schlagzähen polymeren Werkstoff bestehen, wobei der Peitschenbereich und
Kopfbereich innerhalb ihres Verbindungsbereiches stoffschlüssig miteinander verbunden sind.
Dadurch dass der Kopfbereich als Aufnahme- bzw. Anbindungskopf (in Bezug auf die Maschinenwelle) aus hartem Kunststoff gebildet ist, kann dieser Peitschenkopf so gestaltet werden, dass eine leichte Montage bzw. Demontage gewährleistet ist.
Der Peitschenbereich kann aus elastomerem Werkstoff auf der Basis vulkanisierter
Kautschukmischungen bestehen, wobei insbesondere folgende Kautschukkomponenten zu nennen sind:
Ethylen-Propylen-Dien-Mischpolymerisat (EPDM)
Nitrilkautschuk (NBR)
S ilikonkautschuk
Butylkautschuk (HR) Chlorbutylkautschuk (CUR)
Brombutylkautschuk (BIIR)
Auch Verschnitte, insbesondere ein EPDM/NBR- Verschnitt, können eingesetzt werden. Besonders zweckmäßig ist es, wenn der Peitschenbereich aus einem thermoplastischen Elastomer (TPE) besteht, wobei im Folgenden etwas näher auf die diesbezügliche Werkstofftechnologie eingegangen wird.
Es können thermoplastische Elastomere auf Styrolbasis (TPE-S), unvernetzte oder teilvernetzte thermoplastische Elastomere auf Olefinbasis (TPE-O) oder vollvernetzte thermoplastische Elastomere auf Olefinbasis (TPE-V) zur Anwendung kommen.
Weiterhin sind thermoplastische Elastomere auf der Basis eines Verschnittes aus einem thermoplastischen Kunststoff und einem mindestens teilvernetzten Kautschuk, insbesondere auf Basis von EPDM, einsetzbar.
Hinsichtlich des harten Kopfbereiches werden insbesondere folgende Werkstoffe verwendet:
Polyethylen (PE), insbesondere ein Polyethylen mit hoher Dichte (HD-PE) Polypropylen (PP)
Polyphenylenether (PPE; Marke „Vestoran" der Firma Hüls)
Der Peitschenbereich und/oder der Kopfbereich kann/können zudem mit einem eingebetteten Festigkeitsträger versehen sein.
Beim Peitschenbereich besteht der Festigkeitsträger aus einem ein- oder mehrlagigen Gewebe. Alternativ können Fasern als Verstärkungsmittel eingesetzt werden, wobei hier insbesondere Polyester, Polyamid, Aramid oder Baumwolle zu nennen sind. Beim Kopfbereich steht die Faserverstärkung im Vordergrund, insbesondere die Glasfaserverstärkung.
Die Fasern sind innerhalb des polymeren Werkstoffes von Peitschenbereich und Kopfbereich fein verteilt.
Der Peitschenbereich und/oder der Kopfbereich, insbesondere Peitschenbereich, kann/können zudem mikrobenbeständig ausgerüstet sein. Dies bedeutet, dass dem polymeren Werkstoff ein aktiver Inhibitor beigemischt ist, der die Vermehrung von Mikroorganismen (Bakterien, Mikroben) verhindert. Der Inhibitor ist dabei zweckmäßigerweise schwerlöslich in Wasser. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Inhibitor heraus gewaschen wird.
Besonders wirksame Inhibitoren, auch unter dem Aspekt der oben genannten Schwerlöslichkeit, sind:
2,4,4'-trichlor-2'-hydroxy-diphenyl-ether
N'-tert.butyl-N-cyclopropyl-6-(methylthio)-l,2,5-triazin- 2,4-diamin Diesbezüglich wird auf die Technologie der Klärbeckenmembran verwiesen (DE 102 58 551 Al).
Der Peitschenbereich und der Kopfbereich sind mittels eines chemisch wirkenden Haftmittels miteinander stoffschlüssig verbunden.
Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf schematische Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Doppelpeitsche mit Peitschen- und Kopfbereich;
Fig. 2 den Längsschnitt einer Peitsche gemäß Fig. 1;
Fig. 3 den Verbindungsbereich von Peitschen- und Kopfbereich;
Fig. 4/5 Details des Kopfbereiches in Verbindung mit der Aufnahmemöglichkeit einer Buchse.
Nach Fig. 1 umfasst die Doppelpeitsche 1 einen Peitschenbereich A aus einem weichen polymeren Werkstoff (z.B. TPE) und einen Kopfbereich B aus einem harten sowie schlagzähen polymeren Werkstoff (z.B. PP).
Nach Fig. 2 ist der Peitschenbereich A der Doppelpeitsche 1 innerhalb seines Schlagbzw. Wirkbereiches mit einem Rippen-Rillen-System 2 versehen. Der Kopfbereich B, der frei ist von einem derartigen Rippen-Rillen-System, steht in Kontakt mit der Maschinenwelle. Innerhalb des Anbindungsbereiches mit der Maschinenwelle ist der Kopfbereich mit einer Mulde 4 mit im Wesentlichen rohrförmiger Konstruktion für die Aufnahme einer Buchse 5 versehen. Der Kopfbereich B, die Buchse 5 und die Maschinenwelle bilden eine bauliche Gesamteinheit. Der Anbindungsbereich C mit der Haftkontaktfläche 3 von Peitschen- und Kopfbereich wird nun in Verbindung mit der Fig. 3 näher vorgestellt.
Fig. 3 zeigt den Verbindungsbereich C von Peitschenbereich A und Kopfbereich B. Der Verbindungsbereich ist dabei durch Keilbildung so gestaltet, dass eine große Haftkontaktfläche 3 entsteht. Auf diese Weise gehen der Peitschen- und Kopfbereich im Zusammenhang mit einem chemischen Haftmittel eine unlösbare Verbindung ein. Eine zusätzliche mechanische Verbindung ist nicht erforderlich.
Nach Fig. 4 ist der Kopfbereich B mit einer Verdrehsicherung 6 für die Buchse 5 ausgestattet. Die Geometrie ist dabei so ausgeführt, dass die Buchse beim Eindrücken automatisch in die richtige Position fällt und sich im Betrieb nicht verdrehen kann. Fig. 5 zeigt eine zusätzliche Sicherung 7 der Buchse gegen Herausfallen, wobei die Buchse beidseitig mit einem Bund versehen ist. Außerdem weist die Buchse eine Aussparung 8 auf, um zur Demontage ein Werkzeug ansetzten zu können.
Bezugszeichenliste
1 Doppelpeitsche
2 Rippen-Rillen-System
3 Haftkontaktfläche 4 Mulde
5 Buchse
6 Verdrehsicherung
7 zusätzliche Sicherung
8 Aussparung A Peitschenbereich B Kopfbereich C Verbindungsbereich von Peitschen- und Kopfbereich
