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Title:
WINCH ANTI-THEFT PROTECTION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/118714
Kind Code:
A1
Abstract:
Winch anti-theft protection device, having a tool holder (3) extending in the direction of the rotational axis (D) of the winch, comprising a plug insert (2) which is used to be inserted detachably in the tool holder (3) and latched in the tool holder by way of a lock (5) that can be unlatched.

Inventors:
WURTZ, Paul-Antoine (Packertstrasse 15, Moers, 47441, DE)
Application Number:
DE2009/001683
Publication Date:
October 21, 2010
Filing Date:
November 30, 2009
Export Citation:
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Assignee:
WURTZ, Paul-Antoine (Packertstrasse 15, Moers, 47441, DE)
International Classes:
B66D1/74
Attorney, Agent or Firm:
BOCKERMANN KSOLL GRIEPENSTROH (Bergstrasse 159, Bochum, 44791, DE)
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Claims:
- -

Patentansprüche

1. Windendiebstahlsicherung, die eine sich in Richtung der Drehachse (D) der Winde erstreckende Werkzeugaufnahme (3) besitzen, umfassend einen Steckeinsatz (2), der dazu dient, lösbar in die Werkzeugaufnahme eingesteckt und mittels eines entriegelbaren Schlosses (5) in der Werkzeugaufnahme (3) verriegelt zu werden.

2. Windendiebstahlsicherung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Steckeinsatz (2) eine Außenkontur aufweist, durch welche der Steckeinsatz (2) verdrehsicher mit der Werkzeugaufnahme (3) in Eingriff steht.

3. Windendiebstahlsicherung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Schloss (5) einen Schließzylinder (4) umfasst, der in dem Steckeinsatz (2) angeordnet ist.

4. Windendiebstahlsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schloss (5) einen Riegel (6) umfasst, der in seiner Grenzlage in eine Hinterschneidung der Werkzeugaufnahme (3) eingreift.

5. Windendiebstahlsicherung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Riegel (5) in seiner Schließstellung in mehrere Hinterschneidungen der Werkzeugaufnahme (3) fasst.

6. Windendiebstahlsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckeinsatz (2) in der Einbaulage nicht über die Werkzeugaufnahme (3) vorsteht. .

7. Windendiebstahlsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckeinsatz (2) mit einer Abdeckung (10) verbunden ist, welche dazu dient, einen die Werkzeugaufnahme (3) umfangsseitig umgebenden Oberseitenbereich einer Winde zu bedecken.

8. Windendiebstahlsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Steckeinsatz (2) zur Befestigung einer - -

Abdeckkappe (11 ) vorgesehen ist, welche sich über die Oberseite (13) und die Umfangsseite der Winde erstreckt.

9. Windendiebstahlsicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckkappe (11) ein oberes Teil (14) umfasst, das mittels des Steckeinsatzes (2) an der Winde fixierbar ist, und ein unteres Teil (15), das relativ zum oberen Teil (14) verschiebbar ist.

10. Windendiebstahlsicherung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Teil (15) von dem oberen Teil (14) der Abdeckkappe (11 ) geführt wird.

11. Windendiebstahlsicherung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckkappe (11) dem Steckeinsatz (2) lösbar zugeordnet ist.

12. Windendiebstahlsicherung nach einem der Ansprüche 8 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckkappe (11) unlösbar mit dem Steckeinsatz (2) verbunden ist.

13. Winde mit einer Vorrichtung zur Diebstahlsicherung gemäß den Merkmalen der Ansprüche 1 bis 12.

Description:
Windendiebstahlsicherunq

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Diebstahlsicherung von Winden bzw. Windendiebstahlsicherung mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 sowie eine Winde mit einer solchen Diebstahlsicherung.

Winden, die insbesondere auch als Winschen bezeichnet werden, sind vor allem in der Schifffahrt gebräuchliche Seilwinden zur Übertragung größerer Zugkräfte. Auf Schiffen sind sie ein Bestandteil des Ladegeschirrs. Bei Segelbooten dienen Winschen der Bedienung von Schoten, Fallen und anderen Tauwerksleinen. Eine andere gebräuchliche Bezeichnung lautet Schotwinde. Im Unterschied zu anderen Seilwinden werden Leinen nicht auf der Winsch aufgewickelt, sondern lediglich mit einigen Windungen um eine Trommel gelegt, die mit einer, Handkurbel gedreht werden kann. Zur Vergrößerung des Drehmoments können Winschen über ein eingebautes Getriebe verfügen. Es sind auch hydraulisch angetriebene Winschen bekannt. Die Winschen mit elektrischem oder hydraulischem Antrieb sind je nach Ausführungsform relativ hochpreisige Produkte, die gerade bei Segelbooten immer häufiger gestohlen werden. Der Diebstahl ist einfach, da die Winschen über Verschraubungen befestigt sind. Die Schrauben befinden sich entweder in der Werkzeugaufnahme, die zur Aufnahme einer Handkurbel vorgesehen ist, oder an der Oberseite der Winsch. Wird die Verschraubung gelöst, kann die Winsch relativ einfach abgehoben werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Diebstahlsicherung für solche Winden aufzuzeigen.

Diese Aufgabe ist bei einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Schutzanspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Diebstahlsicherung von Winden bzw. Windendiebstahlsicherung kommt bei solchen Winden zur Anwendung, die eine sich in Richtung der Drehachse der Winde erstreckende Werkzeugaufnahme besitzen. Diese Werkzeugaufnahme dient dazu, eine Handkurbel an die Winde ansetzen zu können. Diese Werkzeugaufnahme soll nun dazu genutzt werden, einen Steckeinsatz der Windendiebstahlsicherung aufzunehmen. Dieser Steckeinsatz dient dazu, mittels eines entriegelbaren Schlosses in der Werkzeugaufnahme verriegelt zu werden. Der Steckeinsatz soll verhindern, dass Werkzeuge in die Werkzeugaufnahme eingeführt und Verschraubungen am Grund der Werkzeugaufnahme gelöst werden können.

Damit sich der Steckeinsatz bei Betätigung des Schlosses nicht dreht, besitzt der Steckeinsatz eine Außenkontur, durch welche er verdrehsicher mit der Werkzeugaufnahme im Eingriff steht. Die Außenkontur des Steckeinsatzes kann im Wesentlichen der Innenkontur der Werkzeugaufnahme entsprechen, wodurch der Innenraum der Werkzeugaufnahme vollkommen bedeckt ist. Zur Verdrehsicherung allein reicht es jedoch aus, wenn der Steckeinsatz mindestens einen in - -

Umfangsrichtung vorstehenden Bereich oder eine Einkerbung aufweist, die mit der Innenkontur der Werkzeugaufnahme in Eingriff steht.

Das Schloss ist vorzugsweise ein Schließzylinder, der unmittelbar in dem Steckeinsatz angeordnet ist. Der Steckeinsatz selbst sollte in der Einbaulage nicht über die Werkzeugaufnahme vorstehen. Dadurch wird verhindert, dass Einbruchswerkzeuge an den Steckeinsatz angesetzt werden. Auch das Schloss sollte vorzugsweise nicht über die Werkzeugaufnahme vorstehen. Vorzugsweise befindet sich das Schloss vollständig innerhalb des Steckeinsatzes, so dass auch das Schloss möglichst wenig Angriffsfläche bietet.

Das Schloss ist mit einem Riegel gekoppelt. Durch Verschwenken des Schlosses von einer geöffneten Stellung in eine Schließstellung wird der Riegel verlagert, insbesondere verschwenkt, so dass er in eine Hinterschneidung der Werkzeugaufnahme eingreift. Bei der Hinterschneidung kann es sich beispielsweise um eine umlaufende Nut in der Werkzeugaufnahme handeln. Da die Werkzeugaufnahme üblicherweise sechs- oder achteckig ausgestaltet ist, gibt es bei einer umlaufenden Nut mehrere Hinterschneidungen in der Werkzeugaufnahme. Dementsprechend kann ein Riegel, der ebenfalls sechs- oder achteckig konfiguriert ist, beim Verschwenken in seine Schließstellung auch in mehrere Hinterschneidungen greifen, so dass der Steckeinsatz sehr sicher in der Werkzeugaufnahme der Winde gehalten ist.

Für den Fall, dass die Winde nicht am Boden der Werkzeugaufnahme verschraubt ist, sondern über an ihrer Oberseite angeordnete Schrauben, kann in einer weiteren Ausführungsform eine Abdeckung am Steckeinsatz vorgesehen sein, welche dazu dient, einen die Werkzeugaufnahme umfangsseitig umgebenden Oberseitenbereich zu bedecken. Auch hiermit wird das Ziel verfolgt, den Zugriff zu den Verschraubungen zu behindern, so dass keine Werkzeuge angesetzt werden können. Dadurch ist sichergestellt, dass die teilweise sehr teuren Winden nicht ohne Weiteres entwendet werden können.

Es ist im Rahmen der Erfindung möglich, mittels der Windendiebstahlsicherung nicht nur den oberseitigen Bereich der Winde zu schützen, sondern auch den - -

Umfangsbereich. Die vorstehend beschriebene Abdeckung kann dementsprechend als Abdeckhaube ausgebildet sein, die sich auch über die Umfangsseite erstreckt.

Da die Winden keine einheitliche Bauhöhe besitzen, wird es als vorteilhaft angesehen, mehrteilige, insbesondere zweiteilige, Abdeckkappen zu verwenden, bei denen ein unterer Teil relativ zu einem oberen Teil der Abdeckkappe verschieblich ist. Die Relatiwerschiebung kann linear, wie bei einem Teleskop oder auch durch eine Schraubenbewegung erfolgen. Ziel ist die Anpassung der Länge der Abdeckkappe an die Bauhöhe der Winde. Zudem wird durch die Verschiebbarkeit der Platzbedarf verringert, wenn die Abdeckkappe nicht benutzt wird.

Das untere Teil umgreift das obere Teil vorzugsweise außenseitig, damit sich das verschiebbare äußere Teil frei bewegen kann.

Das untere Teil ist vorzugsweise verliersicher mit dem oberen Teil verbunden. Das obere Teil der Abdeckkappe kann entweder unlösbar mit dem Steckeinsatz oder lösbar mit diesem verbunden sein. Die lösbare Verbindung ermöglicht es, den Steckeinsatz getrennt von der Abdeckkappe zu verwenden und zu benutzen, z.B. wenn nur eine kurzfristige Diebstahlsicherung gewünscht ist. Wird die Winde längere Zeit nicht benutzt, bietet es sich auch zum Schutz vor Witterungseinflüssen an, die Diebstahlsicherung mit Abdeckkappe zu verwenden. Die Abdeckkappe sollte daher aus einem witterungsbeständigen Material bestehen, das insbesondere auch seewasserfest ist. Einige Kunststoffe besitzen diese Eigenschaft. Erhöhte Diebstahlsicherheit besteht dann, wenn die Abdeckkappe aus einem widerstandsfähigen Material, insbesondere Metall oder einem geeigneten Verbundwerkstoff, besteht.

Die Erfindung betrifft auch eine Winde, insbesondere eine Winsch, versehen mit einer Windendiebstahlsicherung wie vorstehend beschrieben.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in schematischen Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 in perspektivischer Ansicht eine Vorrichtung zur Diebstahlsicherung

(Windendiebstahlsicherung) in einer Offenstellung; Figur 2 eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zur Diebstahlsicherung

(Windendiebstahlsicherung) in einer Schließstellung

Figur 3 eine Draufsicht auf einen Steckeinsatz einer Diebstahlsicherung und

Figuren

4 a) - 4 f) verschiedene Darstellungen einer Abdeckkappe und ihrer Einzelteile zur Verwendung mit einer Windendiebstahlsicherung, wie sie in den

Figuren 1 - 3 dargestellt ist. .

Figur 1 zeigt eine Windendiebstahlsicherung 1. Die Windendiebstahlsicherung 1 umfasst einen sternförmigen Steckeinsatz 2, wie er im Querschnitt in Figur 3 dargestellt ist. Der Steckeinsatz 2 ist in seiner Außenkontur so konfiguriert, dass er in Längsrichtung einer Werkzeugaufnahme 3, deren Kontur teilweise in Figur 3 dargestellt ist, verschiebbar ist. Gleichzeitig greift der Steckeinsatz 2 derart in die Werkzeugaufnahme 3 ein, dass er an einer freien Drehung um die zentrale Drehachse D der Werkzeugaufnahme 3 und des Steckeinsatzes 2 gehindert wird. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Außenkontur des Steckeinsatzes 2 achteckig und damit exakt an die Kontur der Werkzeugaufnahme 3 angepasst.

Der Steckeinsatz 2 hat eine längliche Gestaltung und besitzt in seinem mittleren Bereich eine Aufnahme, in welcher ein Schließzylinder 4 eines Schlosses 5 aufgenommen ist. Der Schließzylinder 4 ist an seinem in der Bildebene unteren Ende, das in der Einbaulage benachbart dem innen liegenden Ende der Werkzeugaufnahme 3 angeordnet ist, mit einem Riegel 6 verbunden. Der Riegel 6 ist in diesem Ausführungsbeispiel eine rechteckige Platte, die nicht über die Außenkontur des Steckeinsatzes 2 vorsteht. Der Riegel 6 ist über ein Befestigungselement 7 mit dem Schließzylinder 4 gekoppelt.

In der Darstellung der Figur 1 kann die Windendiebstahlsicherung 1 durch Verlagerung in Längsrichtung der Werkzeugaufnahme 3 in diese eingesteckt werden. Ist die gewünschte Einstecktiefe erreicht, kann das Schloss 5 betätigt werden. Figur 2 zeigt, dass ein Schlitz 8, der zur Aufnahme eines nicht näher dargestellten Schlüssels dient, um 90° gedreht worden ist. In dieser Position ist sowohl der - -

Schließzylinder 4 um 90° gedreht worden, als auch der am unteren Ende angeordnete plattenförmige Riegel 6. Es ist zu erkennen, dass die Ecke 9 des Riegels 6 über die Außenkontur des Schließzylinders 4 vorsteht. Dies ist nur möglich, weil in der Werkzeugaufnahme 3 Hinterschneidungen zur Aufnahme der Ecke 9 des Riegels 6 vorgesehen sind. In diesem Ausführungsbeispiel würden vier Ecken 9 mit der Werkzeugaufnahme 4 und damit unmittelbar mit der Winde in Eingriff gelangen. Der Zugriff zu Befestigungselementen, die am innen liegenden Ende der Werkzeugaufnahme 3 angeordnet sind, wird blockiert und ist erst durch Aufschließen des Schlosses 5 wieder zugänglich.

Bei der Ausführungsform der Figur 2 ist zusätzlich eine Abdeckung 10 vorgesehen, die mit dem Steckeinsatz 2 verbunden ist. Die scheibenförmige Abdeckung dient dazu, einen die Werkzeugaufnahme 3 umfangsseitig umgebenden, nicht näher dargestellten Oberseitenbereich einer Winde zu bedecken. Diese Ausführungsform kommt zur Anwendung bei Winden, bei denen Befestigungselemente an der Oberseite der Winde angeordnet sind.

Figur 4a zeigt einen Abdeckkappe 11 , die mittels der in den Figuren 1 - 3 dargestellten Windendiebstahlsicherung an einer Winde fixierbar ist. Die Abdeckkappe 11 besitzt eine Öffnung 12 in ihrer Oberseite 13, in welche der Steckeinsatz 2 passt. Im Übrigen ist die Abdeckkappe 11 geschlossen.

Die Abdeckkappe 11 besteht aus einem oberen, haubenartigen, nach unten offenen Teil 14 und einem über das obere Teil 14 gestülpten, ringförmigen unteren Teil 15. Das untere Teil 15 ist gegenüber dem oberen Teil 14 längsverschieblich (Figuren 4 c) + d)). Am unteren Ende des oberen Teils 14 ist ein nach außen weisender Kragen 16 angeordnet, der mit einem nach innen weisenden Kragen 17 am oberen Ende des unteren Teils 15 in Kontakt gelangt, wenn sich das unterer Teil 15 in einer unteren End position befindet.

Die beiden Kragen 16, 17 dienen als Anschlag für eine Endposition. Denkbar ist, dass am unteren Ende des unteren Teils 15 ebenfalls ein nach innen gerichteter Anschlag vorhanden ist, um ein Verlagern des unteren Teils 15 nach oben hin zu begrenzen, d.h. um als Verliersicherung zu dienen. - -

Bezuqszeichen:

1 - Windendiebstahlsicherung

2 - Steckeinsatz

3 - Werkzeugaufnahme

4 - Schließzylinder

5- Schloss

6- Riegel

7 - Befestigungselement

8- Schlitz

9- Ecke

10- Abdeckung

11 - Abdeckkappe

12- Öffnung

13 - Oberseite

14 - oberer Teil v.11 15- unterer Teil v.11 16 - Kragen

17- Kragen

D - Drehachse