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Patent Searching and Data


Title:
WIND TURBINE ROTOR BLADE AND WIND TURBINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/201738
Kind Code:
A1
Abstract:
Provided is a wind turbine rotor blade (200) having a blade outer side (207), a wall (205) with a laminate, a blade inner side (206) and at least one first and second rotor blade part (210, 220). The at least one first and second rotor blade part (210, 220) are secured to one another by means of at least one connecting unit (300) in a parting plane (200a). The connecting unit (300) has at least one rope (310) with a first end (311) with rope fibers that are secured in or on the laminate of the wall (205). The connecting unit (300) has at least one projection (320), respectively on the first and the second rotor blade part (210, 220). The projections (320) are in each case securely connected to the wall (205) of the rotor blade (200). The at least one rope (310) is connected to at least one projection (320). The connecting unit (300) has at least one tying element (360) by means of which the projections (320) on the first and second rotor blade part (210, 220) can be braced against one another.

Inventors:
BÜRKNER, Falko (Herbartstraße 23, Bremen, 28757, DE)
HOFFMANN, Alexander (Hermann-Hesse-Straße 9, Emden, 26721, DE)
Application Number:
EP2019/059256
Publication Date:
October 24, 2019
Filing Date:
April 11, 2019
Export Citation:
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Assignee:
WOBBEN PROPERTIES GMBH (Borsigstraße 26, Aurich, 26607, DE)
International Classes:
F03D1/06
Domestic Patent References:
WO2017076095A12017-05-11
WO2017085088A12017-05-26
Foreign References:
DE102010046519A12012-03-22
US4685864A1987-08-11
DE2921152A11980-11-27
DE102010046518A12012-03-22
DE102010046519A12012-03-22
Attorney, Agent or Firm:
EISENFÜHR SPEISER PATENTANWÄLTE RECHTSANWÄLTE PARTGMBB et al. (Postfach 10 60 78, Bremen, 28060, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Windenergieanlagen-Rotorblatt (200), mit

einer Biattaußenseite (207),

einer Wandung (205) mit einem Laminat,

einer Blattinnenseite (206), und

mindestens einem ersten und zweiten Rotorblattteil (210, 220), welche mittels mindestens einer Verbindungseinheit (300) in einer Teilungsebene (200a) miteinander befestigt sind,

wobei die Verbindungseinheit (300) mindestens ein Seil (310) mit einem ersten Ende (31 1) mit Seilfasern aufweist, welche in dem Laminat der Wandung (205) befestigt sind bzw. mit dem Laminat verbunden sind,

wobei die Verbindungseinheit (300) mindestens einen Vorsprung (320) jeweils an dem ersten und zweiten Rotorblattteil (210, 220) aufweist, wobei die Vorsprünge (320) jeweils fest mit dem Laminat der Wandung (205) des Rotorblattes (200) verbunden sind, wobei die Seile (310) an dem Vorsprung (320) verbunden sind,

wobei die Verbindungseinheit (300) mindestens ein Spannelement (360) aufweist, mittels welchem Vorsprünge (320) an dem ersten und zweiten Rotorblattteil (210, 220) miteinander vorspannbar sind.

2. Windenergieanlagen-Rotorblatt (200) nach Anspruch 1 , wobei

die Seilfasern (31 1 ) der Seile (310) aufgefächert in dem Laminat befestigt sind oder mit dem Laminat verbunden sind.

3. Windenergieanlagen-Rotorblatt (200) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei jedes Seil (310) einen Befestigungsabschnitt (313), insbesondere eine Seilschlaufe, aufweist, mit welchem das Seil (310) an dem Vorsprung (320) befestigbar ist. 4. Windenergieanlagen-Rotorblatt (200) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, ferner mit mindestens einem Zentrierbolzen (350), welcher im Bereich der Trennebene (200a) sowohl in das erste als auch in das zweite Rotorblattteil (210, 220) hineinragt.

5. Windenergieanlagen-Rotorblatt (200) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei

Verbindungseinheiten (300) sowohl auf der Blattinnenseite (206) als auch auf der Blattaußenseite (207) vorgesehen sind.

6. Windenergieanlage, mit

mindestens einem Windenergieanlagen-Rotorblatt nach einem der Ansprüche 1 bis

5.

7. Windenergieanlage, mit

mindestens zwei Rotorblatt-Anschlussstellen (270) und

mindestens zwei Windenergieanlagen-Rotorblättern (200), weiche jeweils eine Rotorblattaußenseite (207), eine Wandung (205) mit einem Laminat und eine Rotorblattinnenseite (206) aufweisen,

wobei die Windenergieanlagen-Rotorbiätter (200) mittels einer Mehrzahl von Verbin- dungseinheiten (300) an den Rotorblatt-Anschlussstellen (270) gekoppelt sind,

wobei die Verbindungseinheiten (300) jeweils ein Seil (310) mit einem ersten Ende (311 ) aufweisen, welches eine Mehrzahl von Seiifasern aufweist, welche in oder an dem Laminat des Rotorblattes (200) vorgesehen sind,

wobei das Seil (310) einen Befestigungsabschnitt (313) aufweist, mit welchem das Seil an einem Vorsprung (320) befestigt ist, welcher fest mit dem Laminat des Rotorblattes (200) gekoppelt ist,

wobei die Verbindungseinheiten (300) jeweils mindestens ein Spannelement (360) aufweisen, welches die Vorsprünge (320) mit einer Rotorblattanschlussstelle (270) vorspannt.

Description:
Windenergieanlagen-Rotorblatt und Windenergieanlage

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Windenergieanlagen-Rotorblatt sowie eine Windenergieanlage.

Rotorblätter moderner Windenergieanlagen können mittlerweile so lang sein, dass ein Transport des Rotorblattes in einem Stück nicht mehr möglich ist. Daher kann ein Rotorblatt einer Windenergieanlage mehrteilig ausgestaitet sein, so dass die jeweiligen Teile separat zur Baustelle angeliefert werden und dann dort zusammengesetzt werden.

WO 2017/085088 A1 zeigt ein Rotorblatt einer Windenergieanlage mit einer Blattinnenseite, einer Blattaußenseite und einem ersten und zweiten Rotorblattteil, welche mittels einer Befestigungseinheit in einer Teilungsebene miteinander befestigt sind. Die Befesti- gungseinheit weist einen Querbolzen sowie ein Stahlseil auf, welches durch ein Loch in den zweiten Rotorblatttei! geführt wird und in der Klemmeinheit eingeklemmt ist. Das zweite Ende des Stahlseils ist in der ersten Klemmeinheit auf der Blattaußenseite eingeklemmt. Die zweite Klemmeinheit ist auf der Blattinnenseite vorgesehen.

In der prioritätsbegründenden deutschen Patentanmeldung hat das Deutsche Patent- und Markenamt die folgenden Dokumente recherchiert: DE 29 21 152 A1 , DE 10 2010 046 518 A1 , DE 10 2010 046 519 A1 und WO 2017/085 088 A1.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Windenergieanlagen-Rotorblatt sowie eine Windenergieanlage vorzusehen, welche eine verbesserte Verbindung der Teile eines mehrteiligen Windenergieaniagen-Rotorblattes ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch ein Windenergieanlagen-Rotorblatt nach Anspruch 1 gelöst.

Somit wird ein Windenergieanlagen-Rotorblatt mit einer Blattaußenseite, einer Wandung mit einem Laminat, einer Blattinnenseite und mindestens einem ersten und zweiten Rotorblatttei! vorgesehen. Das mindestens eine erste und zweite Rotorblattteil werden mittels mindestens einer Verbindungseinheit in einer Teiiungsebene miteinander befestigt. Die Verbindungseinheit weist mindestens ein Seil mit einem ersten Ende mit Seilfasern auf, welche in oder an dem Laminat der Wandung befestigt sind. Die Verbindungseinheit weist wenigstens einen Vorsprung jeweils an dem ersten und zweiten Rotorbiattteil auf. Die Vorsprünge sind jeweils fest mit der Wandung des Rotorblattes verbunden. Das mindestens eine Seil ist an mindestens einem Vorsprung verbunden. Die Verbindungseinheit weist mindestens ein Spannelement auf, mittels welchem die Vorsprünge an dem ersten und zweiten Rotorblattteil miteinander verspannbar sind.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung sind die Seilfasern der Seile aufgefächert in dem Laminat befestigt oder mit dem Laminat verbunden.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist jedes Seil einen Befesti- gungsabschnitt, insbesondere eine Seiischlaufe auf, mit welchem das Seil an einem Vorsprung befestigbar ist.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung weist das Rotorblatt mindestens einen Zentrierbolzen auf, welcher im Bereich der Trennebenen sowohl in das erste als auch in das zweite Rotorblattteil hineinragt. Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung sind Verbindungseinheiten sowohl auf der Blattinnenseite als auch auf der Biattaußenseite vorgesehen.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Windenergieanlage mit einem oben beschriebenen Rotorblatt vorgesehen.

Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Windenergieanlage mit mindestens zwei Rotorblattanschiüssen und zwei Windenergieanlagen-Rotorblättern vorgesehen, welche jeweils eine Rotorblattaußenseite, eine Wandung mit einem Laminat und eine Rotorblattinnenseite aufweisen. Die Rotorblätter werden mittels einer Mehrzahl von Verbindungseinheiten an den Rotorbiatt-Anschlussstellen gekoppelt. Die Verbindungseinheiten weisen jeweils ein Seil mit einem ersten Ende auf, welches eine Mehrzahl von Seilfasern aufweist, welche in oder an dem Laminat des Rotorblattes vorgesehen sind. Das Seil weist einen Befestigungsabschnitt auf, mit welchem das Seil an einem Vorsprung befestigt ist, welcher fest mit dem Laminat des Rotorblattes gekoppelt ist. Die Verbindungseinheiten weisen jeweils ein Spannelement auf, welches die Vorsprünge mit einer Rotor- blattanschlussstelle vorspannt, Die vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls eine Windenergieanlage mit mindestens einem oben beschriebenen Windenergieanlagen-Rotorblatt.

Die Erfindung betrifft ebenfalls ein Verfahren zur Montage eines Windenergieanlagen-Ro- torblattes, welches eine Rotorblattwurzel, eine Rotorblattspitze, eine Wandung, eine Ro- torblattinnenseite, eine Rotorblattaußenseite und zumindest ein erstes und zweites Rotorblattteil aufweist, welches mittels mindestens einer Befestigungseinheit in einer Teilungsebene miteinander befestigt sind.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung betrifft einen Gedanken, zwei Bauteile (beispielsweise GFK-Bauteile, glas- faserverstärkte Kunststoff-Bauteile oder kohlenfaserverstärkte Kunststoff-Bauteile) eines Rotorblatts einer Windenergieanlage so zu verbinden, dass eine Wartung der Verbindung auch aus dem Inneren des Rotorblattes möglich ist. Zur Verbindung von zwei Bauteilen eines Windenergieanlagen-Rotorblattes wird eine Befestigungseinheit vorgesehen.

Vorteile und Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.

Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Windenergieanlage gemäß der Erfindung,

Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines mehrteiligen Windenergie- anlagen-Rotorblatts gemäß der Erfindung, und

Fig. 3A zeigt eine schematische Schnittansicht einer Trennstelle von Fig. 2,

Fig. 3B zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Trennstelle von Fig. 2,

Fig. 4A zeigt eine schematische Schnittansicht einer Trennstelle eines Rotorblattes von Fig. 2,

Fig. 4B zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Trennstelle eines Rotorblattes von Fig. 2,

Fig. 5A zeigt eine schematische Schnittstelle einer T rennstelle eines Rotorbiat- tes von Fig. 2, und

Fig. 5B zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Schnittstelle eines Rotorblattes von Fig. 2. Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Windenergieanlage gemäß der Erfindung. Die Windenergieanlage 100 weist einen Turm 102 und eine Gondel 104 auf dem Turm 102 auf. An der Gondel 104 ist ein aerodynamischer Rotor 106 mit drei Rotorblättern 200 und einem Spinner 110 vorgesehen. Der aerodynamische Rotor 106 wird im Betrieb der Wind- energieanlage durch den Wind in eine Drehbewegung versetzt und dreht somit auch einen Rotor oder Läufer eines Generators, welcher direkt oder indirekt mit dem aerodynamischen Rotor 106 gekoppelt ist. Der elektrische Generator ist in der Gondel 104 angeordnet und erzeugt elektrische Energie. Die Pitchwinkel der Rotorblätter 200 können durch Pitchmo- toren an den Rotorblattwurzeln der jeweiligen Rotorblätter 200 verändert werden. Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines mehrteiligen Windenergieanlagen-Rotor- blatts gemäß der Erfindung. Das Rotorblatt weist eine Rotorblattwurzel 201 , eine Rotorblattspitze 202, eine Rotorblattvorderkante 203 und eine Rotorblatthinterkante 204 auf und besteht beispielsweise aus drei Teilen bzw. Abschnitten 210 - 230. Das Rotorblatt 200 weist eine Teilungsebene 200a auf. Die Rotorbiattteile 210 - 230 können beispielsweise mittels Verbindungseinheiten 300 und der Teilungsebene 200a aneinander befestigt werden. Der Abschnitt 230 kann zweigeteilt 231 , 232 ausgestaltet sein, wobei der erste Teil 231 an den ersten Abschnitt 210 und der zweite Teil 232 an den zweiten Abschnitt 220 befestigt ist.

Das Rotorblatt 200 weist ferner eine Wandung 205, eine Rotorblattinnenseite 206 (auf der Innenseite der Wandung) und eine Rotorblattaußenseite 207 auf. Das Rotorblatt 200 wird typischerweise hergestellt, indem zwei Halbschalen miteinander befestigt werden bzw. aneinander verklebt werden. Damit entsteht eine Rotorblattinnenseite 206 und eine Rotorblattaußenseite 207, welches die äußere Oberfläche des Rotorblattes darstellt.

Fig. 3A zeigt eine schematische Schnittansicht einer Trennstelle von Fig. 2. Das Windener- gieaniagen-Rotorblatt 200 weist ein erstes und zweites Teil 210, 220 auf, welche durch eine Trennstelle 200a voneinander getrennt sind.

Das erste und zweite Rotorblattteil 210, 220 weisen jeweils an ihrem der Trennebene 200a zugewandten Ende 21 1 , 221 eine dickere Wandung auf, d. h. das Laminat 210a, 220a kann dort dicker ausgestaltet sein. Das erste und zweite RotorblattteÜ 210, 220 werden über mindestens eine Verbindungseinheit 300 miteinander verbunden. Die Verbindungseinheit 300 weist mindestens ein erstes Sei! 310, mindestens einen Vorsprung 320 und ein Spannelement 330 auf. Das Spannelement 330 dient dazu, einen Vorsprung 320 an dem ersten Teil 210 und einen Vorsprung 320 an dem zweiten Teil 220 miteinander zu verbinden bzw. gegeneinander vorzuspannen. Die Verbindungseinheit 300 weist ferner mindestens ein Seil 310 mit einem ersten Ende 31 1 auf, welches eine Mehrzahl von Seilfasern 31 1 aufweist, welche kraftschlüssig an einem Laminat 210a, 220a verbunden bzw. verklebt sind. Das Seil 310 weist einen Befestigungsabschnitt 313 auf, mittels weichem das Sei! 310 an oder in dem Vorsprung 320 befestigt ist. Die Vorsprünge 320 sind fest mit dem Laminat 210a, 220a verbunden.

Optional können die fächerförmigen Seilfasern 31 1 mittels eines Fadens 31 1a vernäht werden, um den Faserveriauf bei trockenem Einlegen in die Blattform sicherzustelien. Optional werden die fächerförmigen Seilfasern 311 trocken in das Laminat eingelegt bzw während der Herstellung des Laminats eingelegt.

Die Vorsprünge 320 sind auf einer Rotorblattinnenseite 206 vorgesehen. Entsprechend sind auch die ersten Enden 31 der Seile 310 an der Blattinnenseite 206 vorgesehen.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung werden die Seilfasern 31 1 der Seile 310 bei der Herstellung des Blattlaminats trocken in die Form für das Blattiaminat eingelegt. Anschließend kann beispielsweise mittels Vakuuminfusion das Rotorblattteil fertiggestellt werden. Hierbei kann erreicht werden, dass die fächerförmig ausgebreiteten Seilfasern nach der Infusion kraftschlüssig mit dem Blattmaterial des Rotorbiattteils verbunden sind.

Erfindungsgemäß sind keine Durchgangsbohrungen in dem Laminat mehr notwendig, um die beiden Rotorbiattteile miteinander zu verbinden. Dies ist insbesondere vorteilhaft, weil damit die Dicke des Laminats reduziert werden kann.

Gemäß der Erfindung können die Spannelemente 330 mittels eines Drehmomentschraubers verspannt werden. Zur Überprüfung der Vorspannkraft kann das Spannelement 330 nachträglich erneut mit einem Drehmoment belastet werden. Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung können die Seiischlaufen 311 so positioniert werden, dass abhebende Kräfte der Seilfasern zum übrigen Blattlaminat reduziert werden. Hierzu können die Seilschlaufen im Bereich des flanschnahen dickwandigen Laminats positioniert werden. Der Bereich der Lastübertragung ist dabei im Laminat auf dem abgewickeiten oder geschäfteten Laminatbereich vorgesehen. Abhebende Kräfte können damit durch Umlenkung der Seilfasern am Knickpunkt des Flanschlaminats reduziert werden. Optional kann zur weiteren Verbesserung der Verbindung zwischen dem ersten und zweiten Rotorblattabschnitt 210, 220 mindestens ein Zentrierbolzen 350 in dem Laminat 210a, 220a im Bereich der Trennstelle 200a vorgesehen sein.

Fig. 4A zeigt einen schematischen Querschnitt und Fig. 4B zeigt eine schematische Drauf- sicht auf eine T rennstelle eines Rotorblattes gemäß einem Aspekt der Erfindung. Während in dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3A und 3B die Verbindungseinheit 300 auf der Rotorblattinnenseite 207 vorgesehen ist, ist in dem Ausführungsbeispiel von Fig. 4A und 4B sowohl eine Verbindungseinheit 300 auf der Rotorblattinnenseite 206 als auch auf der Rotorblattaußenseite 207 vorgesehen. Der Aufbau der Verbindungseinheit 300 gemäß dem Aus- führungsbeispiei von Fig. 4A und 4B entspricht dem Aufbau der Befestigungseinheit 300 von dem Ausführungsbeispiel von Fig. 3A und 3B. Jede der Verbindungseinheiten 300 (auf der Rotorblattaußenseite und der Rotorblattinnenseite) weist damit mindestens ein Seil 310 mit Seilfasern 311 auf, welche am ersten Ende des Seils aufgefächert ausgestaltet sind und in das Laminat 222a, 210a eingebettet bzw. befestigt sind. Die Seile 310 sind mit den Vorsprüngen 320, welche beispielsweise als Knagge ausgestaltet sein können, verbunden. Mittels den Spanneiementen 330 können die Vorsprünge 320 gegeneinander verspannt werden. Somit kann eine Verbindung von zwei Rotorblattteilen ermöglicht werden, ohne dass hierzu Durchgangsbohrungen in dem Laminatbereich notwendig sind. Optional können Zentrierbolzen 350 vorgesehen sein. Die Dicke des Laminats 320 im Bereich der Trennstelle ist größer als beim Rest des Blattes. Die Vorsprünge können fest mit dem Laminat 210a, 220a verbunden sein.

Fig. 5A zeigt einen schematischen Querschnitt einer Flanschverbindung und Fig. 5B zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Flanschverbindung gemäß der Erfindung. In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 5A wird ein Flansch 270 mittels der Verbindungseinheiten 300 mit einem Teil 220 des Rotorblattes verbunden. Die Verbindungseinheiten 300 weisen dazu Seile 310 mit Seilfasern am ersten Ende 31 1 auf, weiche aufgefächert ausgestaltet sind. Optional können die aufgefächerten Seilfasern 31 1 mit einem Faden 311 a vernäht sein. Wie in den anderen Ausführungsbeispielen werden die Seilfasern 311 in das Laminat des Teils des Rotorblattes integriert. Die Verbindungseinheiten 300 weisen ferner Vor- Sprünge bzw. Knaggen 320 auf, welche mit dem Laminat des Rotorblattes 200 verbunden sind und ein Teil der Seile 310 aufnehmen. Insbesondere kann beispielsweise eine Seilschlaufe 313 um die Vorsprünge 320 herum gelegt werden bzw, mit denen verbunden wer den. Die Verbindungseinheiten 300 können ferner ein Spannelement 360 aufweisen, des sen eines Ende in den Verbindungsfiansch 270 z. B. eingeschraubt ist. Am anderen Ende kann beispielsweise eine Schraube vorgesehen sein, um eine Vorspannung auf die Seite aufbringen zu können.

In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 5A und SB wird lediglich eine Hälfte der Befestigungseinheit von Fig. 4 verwendet, um ein Rotorblatt an einem Flansch zu befestigen. In dem Ausführungsbeispiel von Fig. SA und Fig. SB ist eine zweireihige Flanschverbindung dargestellt.

Erfindungsgemäß wird somit ein mehrteiliges Rotorblatt vorgesehen, welches vorteilhafterweise im Bereich der Trennstelle zwischen dem ersten und zweiten Rotorblattteil eine re duzierte Laminatdicke aufweist, ohne die Stabilität der Verbindung zu gefährden,