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Patent Searching and Data


Title:
WINDOW DEVICE FOR A RAIL VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/057971
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a window device for a rail vehicle with at least one open position, a closed position, and a transport position of a window pane arranged in a movable sliding frame. The movable sliding frame is arranged in a window guiding frame, and the window pane has a larger surface than the corresponding window opening of the window guiding frame.

Inventors:
KAMMERLOHER, Herbert (Ammerseestr. 4a, Biburg, 82239, DE)
HENGSTENBERG, Thomas (Bussardstr. 90, Gröbenzell, 82194, DE)
WIMBERGER, Thomas (Brachvogelweg 31, Freising, 85356, DE)
Application Number:
EP2018/075808
Publication Date:
March 28, 2019
Filing Date:
September 24, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS MOBILITY GMBH (Otto-Hahn-Ring 6, München, 80333, DE)
International Classes:
B60J1/17; B60J1/00; B61D25/00
Domestic Patent References:
WO2007133170A12007-11-22
Foreign References:
JPS51109509U1976-09-03
DE102012212001A12014-01-16
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Fenstervorrichtung (1) für ein Schienenfahrzeug mit mindestens einer geöffneten Position, einer geschlossenen Posi- tion und einer Transportposition einer in einem beweglichen Schieberahmen (6) angeordneten Fensterscheibe (12), wobei der bewegliche Schieberahmen (6) in einem Fensterführungsrahmen (2) angeordnet ist, gekennzeichnet dadurch, dass die Fenster¬ scheibe (12) eine größere Fläche aufweist als die dazugehöri- ge Fensteröffnung (11) des Fensterführungsrahmens (2).

2. Fenstervorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Schieberahmen (6) mit einem Laser zugeschnitten ist. 3. Fenstervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der

Schieberahmen (6) aus einem umlaufenden gekanteten Blech gefertigt ist.

4. Fenstervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Schieberahmen (6) eine größere Fläche umrandet als die zugehörige Fläche der Fensteröffnung (11) des Fenster¬ führungsrahmens (2) .

5. Fenstervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei zwischen der Fensterscheibe (12) und einem durch die Fensterscheibe (12) überlappten Rand (38) des Fensterführungsrahmens (2) eine umlaufende Dichtung (40) anliegt.

6. Fenstervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei alle Anbindungspunkte für Führungs-(8, 10) und/oder Verriege¬ lungselemente (22, 24), sowie für ein Gegengewicht (26) und/oder einen Federmechanismus integral mit dem Schieberah¬ men (6) ausgeführt sind. 7. Fenstervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Schieberahmen (6) eine integrierte Transportsicherung (24) aufweist.

8. Fenstervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die integrierte Transportsicherung (24) in einer Transportposition des Schieberahmens (6) mit dem Fensterführungsrahmen (2) verbindbar ist.

9. Fenstervorrichtung nach Anspruch 8, wobei die integrierte Transportsicherung (24) in einer Transportposition mit dem Fensterführungsrahmen (2) verschraubbar ist.

Description:
Beschreibung

Fenstervorrichtung für ein Schienenfahrzeug

Die Erfindung betrifft eine Fenstervorrichtung für ein Schienenfahrzeug mit mindestens einer geöffneten Position, einer geschlossenen Position und einer Transportposition einer in einem beweglichen Schieberahmen angeordneten Fensterscheibe, wobei der bewegliche Schieberahmen in einem Fensterführungs ¬ rahmen angeordnet ist.

In Schienenfahrzeugen kommen meist sogenannte Schachtfenster zum Einsatz. Diese sind in einer geöffneten Position in einem durch die Wandverkleidung des Schienenfahrzeugs bereitge ¬ stellten Schacht versenkbar. Schachtfenster bestehen üblicherweise aus einem bewegliche Schieberahmen, der eine Fens ¬ terscheibe aufnimmt und beweglich in einem Fensterführungs ¬ rahmen angeordnet ist. Bei derzeitigen Schachtfenstern besteht der bewegliche Schieberahmen beispielsweise aus mehre ¬ ren zu einem umlaufenden Rahmen verschweißten Strangpressprofilen, in welchen die Glasscheibe eingeklebt wird. Die Glas ¬ scheibe kann, bei einem Versagen der Verklebung, aus dem Schieberahmen herausfallen oder herauskippen und somit die Sicherheit beeinträchtigen. Hersteller von derzeitigen

Schachtfenstern müssen daher entsprechend hochwertige Quali ¬ fikationen für das Schweißen der Strangpressprofile zu einem Rahmen sowie für das Einkleben der Fensterscheibe vorweisen können, da das Gewicht der Scheibe hauptsächlich auf den zu einem Schieberahmen verschweißten Strangpressprofilen und der Klebeverbindung zwischen dem Schieberahmen und der Fensterscheibe lastet und diese Komponenten somit sicherheitsrele ¬ vant sind.

Zusätzlich müssen der Schieberahmen und ein gegebenenfalls vorhandenes Gegengewicht bzw. Kontergewicht des Schieberah ¬ mens bei einem möglichen Transport oder einem Ausbau des Schachfensters arretiert werden können, um Personen- oder Sachschäden durch bewegliche Komponenten zu verhindern. Bei einer Ausführung des Schachtfensters mit einem Gegengewicht bzw. Kontergewicht ist die alleinige, bestimmungsgemäße Ver ¬ riegelung des Fensters im Schieberahmen, wie sie auch im Betriebseinsatz vorgenommen wird, hierfür nicht ausreichend. Es werden bei Neuauslieferung von Schachtfenstern u.a. Holz- Einleger mitgeliefert, diese müssen jedoch für einen eventuellen erneuten Transport über lange Zeit aufgehoben oder mühsam erneut angeschafft werden.

Aufgabe der Erfindung ist es eine Fenstervorrichtung vorzuschlagen, bei der die Gefahr eines Herausfallens oder He ¬ rauskippens der Fensterscheibe aus dem Schieberahmen beim Auftreten eines Versagens der Klebeverbindung minimiert wird.

Gelöst wird die Aufgabe durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von jeweils abhängigen Unteransprüchen.

Nach einem Aspekt der Erfindung wird eine Fenstervorrichtung für ein Schienenfahrzeug mit mindestens einer geöffneten Po ¬ sition, einer geschlossenen Position und einer Transportposition einer in einem beweglichen Schieberahmen angeordneten Fensterscheibe bereitgestellt. Der bewegliche Schieberahmen ist in einem Fensterführungsrahmen angeordnet. Erfindungsgemäß weist die Fensterscheibe eine größere Fläche auf als die dazugehörige Fensteröffnung des Fensterführungsrahmens.

Der Schieberahmen wird in dem Fensterführungsrahmen geführt und von dem Fensterführungsrahmen über Führungselemente gehalten, wobei der Schieberahmen und die Fensterscheibe beim Öffnen und Schließen der Fenstervorrichtung im Fensterführungsrahmen in einer vertikalen Richtung aufwärts und abwärts verschoben werden können. Der Schieberahmen eines Schachtfensters ist im Bereich zur Aufnahme der Fensterscheibe als ein L- förmiges, umlaufend gekantetes Blech ausgeführt. Der Schieberahmen bildet dadurch eine einseitige Vertiefung zum Aufnehmen der Fensterscheibe. Somit wird die Fensterscheibe in einem ersten Randbereich der Fensterscheibe und einer Kan- te der Fensterscheibe von dem L-förmig umlaufend gekanteten Bereich des Schieberahmens aufgenommen, während ein zweiter Randbereich der Fensterscheibe von dem L-förmigen Bereich des Schieberahmens nicht verdeckt wird. Die Fensterscheibe ist dabei größer als die zugehörige Fensteröffnung ausgeführt, so dass in mindestens einem Randbereich der Fensteröffnung eine Überlappung mit der Fensterscheibe entsteht.

Der Randbereich der Fensteröffnung kann dabei sowohl durch eine Fahrzeugverkleidung als auch durch den Fensterführungsrahmen ausgebildet sein. Die Sicherung der Fensterscheibe in ihrem ersten Randbereich durch den L-förmigen Profilrahmen des Schieberahmens und die Überlappung der Fensterscheibe mit dem Randbereich der Fensteröffnung im zweiten Randbereich der Fensterscheibe sichern die Fensterscheibe gegen ein mögliches Herausfallen oder Kippen der Fensterscheibe bei einem möglichen Versagen der Klebeverbindung zwischen Schieberahmen und Fensterscheibe .

Durch die beidseitige, doppelte Sicherung der Fensterscheibe in ihrem Randbereich kann die Fensterscheibe bei Versagen des Klebers weder nach innen noch nach außen fallen, sondern ver- bleibt in der vorgesehen Position . Da die Last der Fensterscheibe nicht auf der Klebeverbindung liegt, ist diese vorliegend nicht sicherheitsrelevant. An die Klebeverbindung kann somit eine deutlich geringere Anforderung gestellt werden. Sie dient vielmehr hauptsächlich der korrekten Positionierung der Fensterscheibe im Schieberahmen. Die Herstellung kann hierdurch mit einem geringeren Aufwand durchgeführt und weniger kostenintensiv gestaltet werden.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist der Schieberahmen mit einem Laser zugeschnitten. Vorzugsweise ist der Schieberahmen aus einem Blech gefertigt oder weist zumindest bereichsweise in einer einseitigen Vertiefung zum Aufnehmen der Fensterscheibe ein Strangpressprofil auf. Ein Blech kann entspre ¬ chend der notwendigen Maße mit einem Laser passend zuge- schnitten werden. Dabei können zusätzlich weitere Ausschnitte oder notwendige Aussparungen in das Blech mit einem Laserbearbeitungswerkzeug oder durch Bohren oder Fräsen in das

Strangpressprofil eingebracht werden. Alle notwendigen Teile oder Funktion oder deren Anbindungspunkt können dabei beispielsweise mit dem Laser in das Blech bzw. durch Bohren oder Fräsen in das Strangpressprofil integriert werden.

Vorzugsweise kann das Blech nach dem Bearbeiten durch ein La- serbearbeitungswerkzeug in eine Form gestanzt bzw. umge ¬ formt/gebogen werden. Hierdurch kann beispielsweise eine Vertiefung zum Herstellen eines L-förmigen umlaufenden Bereichs zum Aufnehmen der Fensterscheibe eingebracht werden. Bei einer Verwendung von Laserbearbeitungswerkzeugen können kleinere Fertigungstoleranzen als bei Schweißverfahren realisiert werden. Des Weiteren kann die Anzahl an notwendigen Komponenten reduziert werden, da beispielsweise Haken zum Aufnehmen von Kontergewichten und Transportsicherungen be- reits bei der Herstellung des Schieberahmens aus einem Blech in den Schieberahmen eingebracht werden können. Alternativ zu einer Verwendung von Kontergewichten kann das Blech für die Verwendung eines Federmechanismus zum Erzeugen einer der Gewichtskraft des Schieberahmens mit einer eingesetzten Fens- terscheibe entgegengerichteten Kraft gestaltet werden.

Aus Blechen gestanzte bzw. umgebogene und zuvor durch Laserverfahren bearbeitete Schieberahmen können schneller und ökonomischer hergestellt werden als bisherige mehrteilige Schie- berahmen.

Nach einer weiteren Ausführungsform ist der Schieberahmen aus einem umlaufenden gekanteten Blech gefertigt. Vorzugsweise wird hierzu ein zuvor mit einem Laser zugeschnittenes Metall- blech zu einem umlaufenden Rahmen oder Schieberahmen verkantet, sodass der gesamte Rahmen aus nur einem umlaufenden Stück Blech geformt ist. Hierdurch kann das Zusammenschweißen oder Zusammenschrauben einer Vielzahl von Komponenten entfal- len. Viele Schweißnähte in einem konventionellen Schieberahmen können aufgrund der durch die Fensterscheibe wirkenden Last eine negative Auswirkung auf die Stabilität des Schie ¬ berahmens haben. Deshalb bestehen spezielle Anforderungen an das Schweißen im Bereich des Schieberahmens, wobei das Fach ¬ wissen hierüber durch spezielle Fachkenntnisse aufwendig nachgewiesen werden muss. Durch die erfindungsgemäße Fenstervorrichtung kann das Schweißen vollständig und somit auch aufwendigen Fertigungsschritte für Schweiß-, Rieht- und Nach- arbeiten, wie beispielsweise Schleifen oder Spachteln, entfallen. Dies führt zu einem geringeren Fertigungsaufwand bei der Herstellung, einem Entfall der Anforderungen an das

Schweißverfahren sowie einer Reduzierung der Teilevielfalt im Herstellungsprozess des Schieberahmens und somit einer deut- liehen Kosteneinsparung.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform umrandet der Schieberahmen eine größere Fläche als die zugehörige Fläche der Fens ¬ teröffnung des Fensterführungsrahmens. Hierdurch kann zusätz- lieh eine Überlappung des Randbereichs einer Fensteröffnung in einer Fahrzeugverkleidung oder dem Fensterführungsrahmen sichergestellt werden. Durch eine größere Dimensionierung des Schieberahmens im Verhältnis zur Fensteröffnung kann ein Herausfallen des Schieberahmens aus der Fensteröffnung in ei- ne erste Richtung, beispielsweise zu einer Außenseite des

Schienenfahrzeuges, verhindert werden. Durch die Führung des Schieberahmens in dem Fensterführungsrahmen kann zudem ein Kippen der Fensterscheibe in eine zweite Richtung, beispiels ¬ weise zu einer Innenseite des Schienenfahrzeuges, verhindert werden. Der Schieberahmen weist vorzugsweise Fensterführungs ¬ elemente auf, in denen der Schieberahmen vorzugsweise verti ¬ kal zu einer Längsachse des Schienenfahrzeuges bewegbar gela ¬ gert ist. Die Fensterführungselemente halten dabei den Schie ¬ berahmen in seiner vorgesehen Position und stützen den Schie- berahmen horizontal beidseitig ab.

Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel liegt zwischen der Fensterscheibe und einem durch die Fensterscheibe überlappten Rand des Fensterführungsrahmens eine umlaufende Dichtung an. Durch die größere Dimensionierung der Fensterscheibe über die Größe der dazugehörigen Fensteröffnung hinaus, liegt die Dichtung nicht am Schieberahmen, sondern direkt am Fenster an. Durch die direkt an der Fensterscheibe anliegende Dich ¬ tung, kann die Fensterscheibe zusätzlich zur L- förmige Aus ¬ sparung zum Aufnehmen der Fensterscheibe des Schieberahmens von der der Aussparung entgegengesetzten Seite gegen ein Herausfallen gesichert werden. Somit wird die Fensterscheibe auf der einen Seite durch die L-förmige Aussparung des Schie ¬ berahmens und auf der anderen Seite durch die Dichtung und den im Randbereich die Fensterscheibe überlappenden Fensterführungsrahmen gegen ein Herausfallen zu einer Innen- oder einen Außenseite des Schienenfahrzeugs gesichert. Zudem kann durch eine direkt an der Fensterscheibe anliegende Dichtung eine verbesserte thermische Isolierung gewährleistet werden.

Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Fenstervorrichtung sind alle Anbindungspunkte für Führungselemente und/oder Verriegelungselemente sowie für ein Gegengewicht und/oder ei ¬ nen Federmechanismus integral mit dem Schieberahmen ausge ¬ führt. Hierdurch kann der Schieberahmen einteilig integral ausgeführt sein, wobei eine Anzahl der benötigten Komponenten reduziert werden kann. Des Weiteren kann hierdurch ein Monta- geaufwand verringert werden.

Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel weist der Schieberahmen eine integrierte Transportsicherung auf. Insbesondere für die Neuauslieferung oder den Ein- und Ausbau sowie den Trans- port der Fenstervorrichtung mit einem bereits montierten Gegengewicht ist das Vorhandensein einer Transportsicherung notwendig, um eine Absicherung vor Personen- und Sachschäden zu ermöglichen, da bei nicht sachgemäßer Sicherung des Gegengewichts eine Quetschgefahr besteht. In die Fenstervorrich- tung kann bereits bei der Herstellung des Schieberahmens eine Transportsicherung integriert werden. Hierzu wird direkt bei der Bearbeitung des Blechs zur Herstellung des Schieberahmens durch einen Laser eine Aussparung, beispielsweise in Form ei- ner Schraubenaufnahme, eingebracht. Die Transportsicherung bietet die Möglichkeit das Gegengewicht schnell und einfach zu sichern. Dabei kann die Transportsicherung die Möglichkeit bieten, den Schieberahmen in einer bestimmten Position einzu- haken oder anderweitig mechanisch zu blockieren.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die integrierte Transportsicherung in einer Transportposition mit dem Fensterführungsrahmen verbindbar. Dabei kann die Transportsiche- rung unterschiedlich gestaltet sein, wie beispielsweise in Form eines Hakens, einer Öse oder eines Schiebers. Vorzugs ¬ weise weist der Fensterführungsrahmen eine Aussparung oder eine Öse auf, in die die Transportsicherung eingreifen, oder mit der die Transportsicherung verbunden werden kann. Befin- det sich der Schieberahmen in der Transportposition, so kann die Transportsicherung des Schieberahmens mit dem Fensterführungsrahmen verbunden werden und ein Blockieren des Gegengewichts ermöglicht werden. Hierdurch kann die Sicherheit wäh ¬ rend des Ein- und Ausbaus und während des Transports deutlich erhöht und eine Transportsicherung einfach gestaltet werden.

Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die integrierte Transportsicherung in einer Transportposition mit dem Fensterführungsrahmen verschraubbar . Die Transportsicherung ist dabei vorzugsweise als ein flächig geformter Haken aus dem Blech des Schieberahmens ausgeführt. Dieser flächige Haken oder eine Runde Öffnung in einem flächigen Bereich kann beispielsweise an einem oberen Rand des Schieberahmens bzw.

senkrecht zur Längsachse des Schienenfahrzeuges ausgerichtet sein und dazu geeignet sein mit einer entsprechenden Öffnung oder einem in den Fensterführungsrahmen oder einer Verkleidung des Fensterführungsrahmens eingebrachten Innengewinde formschlüssig oder kraftschlüssig, beispielsweise durch ein Verschrauben, verbunden zu werden. Das Verschrauben des

Schieberahmens mit dem Fensterführungsrahmen oder der Fahrzeugverkleidung kann beispielsweise mit handelsüblichen Zylinderkopfschrauben erfolgen, wodurch die Montage der Transportsicherung vereinfacht werden kann. Die Transportsicherung kann dabei jederzeit lediglich beispielsweise mit mindestens einer Zylinderkopfschraube aktiviert werden. Die Transportsi ¬ cherung bedarf keiner weiteren Komponenten und ist jederzeit einsatzbereit. Hierdurch kann der Schieberahmen durch einen Formschluss von beispielsweise einer Normschraube und dem Schieberahmen fixiert werden.

Die oben beschriebenen Eigenschaften, Merkmale und Vorteile dieser Erfindung sowie die Art und Weise, wie diese erreicht werden, werden klarer und deutlicher verständlich durch die Erläuterung der folgenden stark vereinfachten schematischen Darstellungen bevorzugter Ausführungsbeispiele. Hierbei zei ¬ gen FIG 1 eine perspektivische Darstellung einer Fenstervorrichtung für ein Schienenfahrzeug in einer Trans ¬ portposition gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,

FIG 2 eine perspektivische Darstellung eines beweglichen

Schieberahmens mit einer darin angeordneten Fens ¬ terscheibe der Fenstervorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel ,

FIG 3 einen vergrößerten Ausschnitt A aus FIG 1 der

tervorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbei spiel ,

FIG 4 einen vergrößerten Ausschnitt B aus FIG 1 der Fens ¬ tervorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel und

FIG 5 eine alternative Perspektive des vergrößerten Aus ¬ schnitts B aus FIG 1 der Fenstervorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel.

In den Figuren weisen dieselben konstruktiven Elemente jeweils dieselben Bezugsziffern auf. Die FIG 1 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Fens ¬ tervorrichtung 1 für ein Schienenfahrzeug in einer Transportposition gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel. Die Fenstervorrichtung 1 weist einen Fensterführungsrahmen 2 auf, welcher in einer Tür eines nicht dargestellten Schienenfahrzeugs integriert ist. Die Fenstervorrichtung 1 kann al ¬ ternativ auch in eine Seitenwand des Schienenfahrzeugs inte ¬ griert bzw. montiert werden. Die Fenstervorrichtung 1 ist ge- maß dem Ausführungsbeispiel ohne eine Verkleidung darge ¬ stellt, sodass ein Aufbau der jeweiligen Bestandteile der Fenstervorrichtung 1 sichtbar sind.

In dem Fensterführungsrahmen 2 sind Schienen 4 zum form- schlüssigen Aufnehmen und Führen eines in einer vertikalen

Richtung V beweglichen Schieberahmens 6. Der Schieberahmen 6 weist in der FIG 2 dargestellte Fensterführungselemente 8, 10 auf, welche in den Schienen 4 des Fensterführungsrahmens 2 geführt werden können.

Der Schieberahmen 6 ist parallel zu einer Fensteröffnung 11 des Fensterführungsrahmens 2 beweglich angeordnet. Insbeson ¬ dere kann die Fensteröffnung 11 in einem geschlossenen Zustand des Schieberahmens 6 verschlossen und in einem offenen Zustand des Schieberahmens 6 freigegeben werden.

In dem beweglichen Schieberahmen 6 ist eine Fensterscheibe 12 angeordnet. Zum Reduzieren einer Kraft zum Bewegen des Schieberahmens 6 ist der Schieberahmen 6 über Umlenkrollen 14 me- chanisch mit einem Kontergewicht 16 verbunden. Die Umlenkrol ¬ len 14 sind auf einer Querstrebe 18 drehbar positioniert. Die Querstrebe 18 ist beidseitig mit dem Fensterführungsrahmen 2 verbunden und dient als ein Begrenzungselement für das Kon ¬ tergewicht 16. Das Kontergewicht 16 ist parallel zu dem be- weglichen Schieberahmen 6 in dem Fensterführungsrahmen 2 angeordnet und kann auf parallel zu den Schienen 4 angeordneten Führungselementen vertikal geführt werden. In der FIG 2 ist eine perspektivische Darstellung eines be ¬ weglichen Schieberahmens 6 mit einer darin angeordneten Fensterscheibe 12 der Fenstervorrichtung 1 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel gezeigt. Der Schieberahmen 6 ist aus einem umlaufend gekanteten Blech gefertigt und wurde mittels eines Lasers konfektioniert. Der Schieberahmen 6 weist eine einsei ¬ tige Vertiefung zum Aufnehmen der Fensterscheibe 12 auf. Die Fensterscheibe 12 ist hierbei mit Hilfe einer Klebeverbindung 20 stoffschlüssig mit dem Schieberahmen 6 verbunden.

In dem Schieberahmen 6 ist ein Fensterverschluss 22 zum end- seitig mechanischen Verbinden des Schieberahmens 6 mit dem Fensterführungs-rahmen 2 angeordnet. Neben dem Fensterverschluss 22 weist der Schieberahmen 6 vertikal oben angeordne- te Transportsicherungen 24 auf. Es ist jeweils eine Trans ¬ portsicherung 24 in einer Reihe mit den beidseitig positio ¬ nierten Fensterführungselementen 8, 10 angeordnet. Gemäß dem Ausführungsbeispiel sind die Transportsicherungen 24 als in ¬ tegrale Bestandteile des Schieberahmens 6 in Form eines Ha- kens 24 ausgeführt. Die Transportsicherungen 24 können über konventionelle Schraubverbindungen mit dem Fensterführungs ¬ rahmen 2 mechanisch lösbar verschraubt werden und somit den Schieberahmen 6 zwecks Transportaufgaben der Fenstervorrichtung 1 arretieren.

Auf einer unteren Seite des Schieberahmens 6 sind zwei Haken 26 zum mechanischen Verbinden mit dem Kontergewicht 16 angeordnet. Die Haken 26 sind gemäß dem Ausführungsbeispiel in ¬ tegral mit dem Schieberahmen 6 ausgeführt. Es können Stahl- seile einseitig mit den Haken 26 und einseitig mit dem Kon ¬ tergewicht 16 verbunden werden. Die Stahlseile sind hierbei über die auf der Querstrebe 18 angeordneten Umlenkrollen 14 zum Bilden von Flaschenzügen geführt. Hierdurch kann der Schieberahmen 6 mit einer im Schieberahmen 6 angeordneten Fensterscheibe 12 mit weniger Kraftaufwand entlang der verti ¬ kalen Richtung V bewegt werden. Die FIG 3 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt A aus der FIG 1 der Fenstervorrichtung 1 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel. Insbesondere wird hier die Anordnung des Schieberah ¬ mens 6 mit dem Fensterführungsrahmen 2 bei einer Transportpo- sition des Schieberahmens 6 veranschaulicht. Hierfür weist der Fensterführungsrahmen 2 im Bereich der Führungsschienen 4 Bohrungen mit Innengewinden auf. Die Transportsicherungen 24 können über Schraubverbindungen 28 mit dem Fensterführungsrahmen 2 verschraubt werden. Hierdurch kann der Schiebe- rahmen 6 und der Fensterführungsrahmen 2 unbeweglich miteinander verschraubt werden und somit für einen Transport gesi ¬ chert werden.

Insbesondere kann eine Transportposition des Schieberahmens 6 derart ausgeführt sein, dass die Fensterscheibe 12 zumindest teilweise von einer Verkleidung der Fensteranordnung 1 oder von einer Verstrebung der Fensteranordnung 1 geschützt verdeckt werden kann. Hierdurch kann eine Gefahr einer Beschädigung der Fensterscheibe 12 bei einem Transport reduziert wer- den. Durch Verwenden der verschraubbaren Transportsicherung 24, 28 sind spezielle Transportsicherungen nicht notwendig. Insbesondere kann eine Transportsicherung mit handelsüblichen Schrauben 28 realisiert werden. Die FIG 4 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt B aus FIG 1 der Fenstervorrichtung 1 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel. Hier wird insbesondere die Verkleidung 30 des Fensterführungsrahmens 2 unterhalb der Fensteröffnung 11 veranschau ¬ licht. Des Weiteren ist die einseitige Befestigung der Stahl- seile 32 auf den Haken 26 des Schieberahmens 6 dargestellt.

Die FIG 5 zeigt eine alternative Perspektive des vergrößerten Ausschnitts B aus FIG 1 und FIG 4 der Fenstervorrichtung 1 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel. Es wird ein Querschnitt des im Fensterführungs-rahmen 2 eingesetzten Schieberahmens 6 dargestellt . In die einseitige Vertiefung des Schieberahmens 6 ist die Fensterscheibe 12 mittels einer Klebeverbindung 20 einge ¬ bracht. Die Fensterscheibe 12 kann beispielsweise eine dop ¬ pelte Fensterscheibe 12 mit einem eingeschlossenen Luftvolu- men zum Verbessern der Wärmeisolation der Fensterscheibe 12 sein. Die Fensterscheibe 12 ist entlang einem ersten Randbe ¬ reich 34 der Fensterscheibe 12 und entlang einer Kante 36 der Fensterscheibe 12 mit dem Schieberahmen 6 verklebt. Die Fensterscheibe 12 weist gemäß dem Ausführungsbeispiel ei ¬ ne größere Fläche auf als die Fensteröffnung 11 des Fenster ¬ führungsrahmens 2. Hierdurch kann die Fensterscheibe 12 selbst bei einem Versagen der Klebeverbindung 20 nicht aus dem Fensterführungsrahmen 2 und somit aus dem Schienenfahr- zeug fallen. Hierdurch können der Schieberahmen 6 und die

Klebefläche 20 mit geringeren Anforderungen an Sicherheits ¬ standards ausgeführt sein, da der Fensterführungsrahmen 2 als eine zusätzliche Sicherung der Fensterscheibe 12 dient. In einem Randbereich 38 der Fensteröffnung 11 weist der Fens- terführungs-rahmen 2 eine umlaufende Dichtung 40 zum Abdichten der Fensterscheibe 12 auf. Neben einer thermischen Abdichtung dient die Dichtung 40 als ein mechanisch stabilisierendes Stützelement für die in dem Schieberahmen 6 angeordne- te Fensterscheibe 12. Zum mechanischen Stützen und zum Dichten der Fensterscheibe 12 liegt die Dichtung 40 auf einem zweiten Randbereich 42 der Fensterscheibe 12 an. Des Weiteren kann die Dichtung 40 als ein Dämpfungselement gegen eventuel ¬ le Vibrationen des Schieberahmens 6 in einem Fahrbetrieb des Schienenfahrzeugs dienen.

Obwohl die Erfindung im Detail durch die bevorzugten Ausführungsbeispiele näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele ein- geschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen .