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Title:
WINDOW WIPER DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/080714
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a window wiper device (1) for motor vehicles, in particular for rear windscreen wipers with a wiper motor which is inserted into a housing base body (20), and a pole housing (10). The pole housing (10) is embodied free of seams over a portion of the circumference.

Inventors:
HUESGES, Mario (Hindenburgstr. 67, Buehlertal, 77830, DE)
LAUK, Detlef (Badstr.20, Renchen, 77871, DE)
Application Number:
EP2007/063037
Publication Date:
July 10, 2008
Filing Date:
November 30, 2007
Export Citation:
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Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
HUESGES, Mario (Hindenburgstr. 67, Buehlertal, 77830, DE)
LAUK, Detlef (Badstr.20, Renchen, 77871, DE)
International Classes:
B60S1/08; H02K5/04; B60S1/08; H02K5/04
Attorney, Agent or Firm:
ROBERT BOSCH GMBH (Postfach 30 02 20, Stuttgart, 70442, DE)
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Claims:

Ansprüche

1. Scheibenwischervorrichtung (1) für Kraftfahrzeuge insbesondere für

Heckscheibenwischer mit einem Wischermotor, welcher in einen Gehäusegrundkörper (20) eingesetzt ist, und einem Polgehäuse (10), dadurch gekennzeichnet, dass das Polgehäuse (10) einstückig und über den Umfang nahtfrei ausgebildet ist.

2. Scheibenwischervorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Polgehäuse (10) aus einem von einem im kontinuierlichen Verfahren hergestellten Endlosrohr abgelängten Rohrabschnitt gebildet ist.

3. Scheibenwischervorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mantelfläche (11) des Polgehäuses (10) mit einer Korrosionsschutzschicht (12) versehen ist.

4. Scheibenwischervorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Polgehäuse (10) aus Stahl, Sintermetall oder Keramik hergestellt ist.

5. Scheibenwischervorrichtung(l) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Polgehäuse (10) durch eine im Kokillenguss hergestellte Büchse gebildet ist.

6. Scheibenwischervorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung einer Lagerung der in dem Polgehäuse (10) angeordneten Ankerwelle 22 ein Montageelement (27) an dem

Polgehäuse (10) befestigbar ist.

7. Scheibenwischervorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Montageelement (27) eine öffnung vorgesehen ist, welche als Lagersitz dient, und deren Durchmesser an die Abmessung der Lagerung der Ankerwelle 22, insbesondere eines Zylinderlagers, (26) anpassbar ist.

8. Scheibenwischervorrichtung (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageelement (27) durch Presspassung am Polgehäuse (10) montierbar ist.

9. Scheibenwischervorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6-8, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageelement (27) mittels Sicherungselementen, insbesondere Federscheiben, in seiner Position am Polgehäuse (10) fixierbar ist.

10. Scheibenwischervorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 6-8, dadurch gekennzeichnet, dass das Montageelement (27) auf das Polgehäuse (10), aufschiebbar und/oder aufschraubbar ist.

Description:

Scheibenwischervorrichtung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Scheibenwischervorrichtung für

Kraftfahrzeuge, insbesondere für Heckscheibenwischer mit einem Wischermotor, welcher in einem Gehäusegrundkörper eingesetzt ist, und einem Polgehäuse, in dem ein Anker drehbar gelagert ist.

Derartige Scheibenwischervorrichtungen sind beispielsweise aus der US-A-

4920289, der DE 32 20 131 Al, der DE 32 35 622 Al, der DE 41 16 100 Al sowie aus der DE 39 30 144 C2 bekannt.

Bei diesem bekannten Scheibenwischervorrichtungen wird zur Lagerung der Ankerwelle in dem Polgehäuse ein Kalottenlager aus einem Sintermetall verwendet, das durch eine Federscheibe in eine Vertiefung im Polgehäuse bodenfixiert wird. Die Federscheibe ist an das Lager angepasst. Durch die Verdrehmöglichkeit der Kalotte werden die Laufeigenschaften des Wischermotors auch bei geringfügiger Schiefstellung des Ankers nicht nachteilig beeinflusst.

Nachteilig an einer solchen Scheibenwischervorrichtung ist jedoch die sehr aufwendige und damit kostspielige Montage des Kalottenlagers.

Das Dokument EP-A-485001 offenbart ein Verfahren, bei dem ein Rollenlager eines Elektromotors in eine Vertiefung in dem Gehäuse eingeschoben wird und durch ein in der Vertiefung ausgebildeten Vorsprung gehalten wird. Auch die Herstellung dieses Vorsprungs sowie der Vertiefung sind aufwendig und kostspielig.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine

Scheibenwischervorrichtung, insbesondere für Heckscheibenwischer eines Kraftfahrzeuges, bereitzustellen, die eine möglichst einfache Herstellung sowie Montage der Ankerwelle in dem Polgehäuse bereitstellt.

Vorteile der Erfindung

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Polrohr einstückig und über den Umfang nahtfrei ausgebildet ist.

Mit anderen Worten wird da Polgehäuse nicht wie im Stand der Technik üblich aus einem gerollten Stahlblech oder als Tiefziehteil ausgebildet, sondern aus einem einstückigen Standardmaterial hergestellt, beispielsweise in einfacher Weise abgelenkt, welches weltweit verfügbar ist.

Die Verwendung von einstückigem geschlossenem Rohrmaterial ist auch aufgrund seiner hohen mechanischen Steifigkeit und der verbesserten schwingungstechnischen und akustischen Eigenschaften zu bevorzugen. Ferner können verschiedene Längen von Polgehäusen auf einfache Weise hergestellt werden, in dem die Einstellung der abzustechenden Solllänge an der Maschine durch eine einfache Eingabe in den Computer verändert werden kann.

Aufgrund der Einfachheit des gewählten Herstellungsmaterials ist es mit sehr wenig Aufwand verbunden, das Polgehäuse mit Korrosionsschutzoberflächen zu versehen. Aufgrund des einfachen Fertigungsprozesses und der nur geringfügigen

Belastung der Mantelfläche des Polgehäuses muss keine Abschätzung der Materialbelastung durch Folge Bearbeitung des Rohrmantels beachtet werden.

Das Polgehäuse kann aus Stahl, einer Keramik oder aus Sintermetall bestehen.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht entsprechend vor, dass Polgehäuse aus einem im kontinuierlichen Verfahren hergestellten Verfahren Endlosrohr abgelenkten Rohrabschnitt zu bilden. Dieser Rohrabschnitt kann aus standardmäßig vorhandenem Rohmaterial, wie beispielsweise einem Stahlrohr, hergestellt werden, welches als Stahlmaterial, nach der Länge abgestochen wird.

In einem alternativen Ausführungsbeispiel ist das Polgehäuse durch eine in Kokillenguss hergestellte Büchse gebildet.

Zur Befestigung an der Lagerung der in dem Polgehäuse angeordneten Ankerwelle kann ein Montagelement an dem Polgehäuse befestigbar sein. In dem Montageelement kann beispielsweise eine öffnung vorgesehen sein, welche als Lager dient.

Der Durchmesser der öffnung in dem Montageelement kann je nach Anwendungsfall an die Abmessung der Lagerung der Ankerwelle angepasst werden, so dass jedes Zylinderlager unabhängig von dessen Aussendruchmesser in das Montageelement einsetzbar und somit in dem Polgehäuse verwendbar ist. Dies ermöglicht eine besonders flexible Zusammenstellung je nach Belastungsart und Intensität der Ankerwelle.

Das Montageelement kann entweder kappenförmig auf das Polgehäuse aufgesetzt oder aufgeschraubt werden oder in das Polgehäuse eingeschoben und darin fixiert werden. Dies kann beispielsweise durch Bildung einer Presspassung zwischen

Polgehäuse und Montageelement erreicht werden.

Durch die Wahl der einzelnen Bauteile kann die Montage insbesondere die Reihenfolge der Montage sehr flexibel gewählt werden. Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung wird auf die

Unteransprüche und die folgende Beschreibung auf die Zeichnung verwiesen.

Ausführungsbeispiel

Eine in der Figur dargestellte elektrische Antriebseinheit einer erfindungsgemäßen

Scheibenwischervorrichtung für Kraftfahrzeuge umfasst ein im Wesentlichen topfformiges Polgehäuse 10, welches einstückig und über den Umfang nahtfrei ausgebildet ist. Das Polgehäuse 10 ist aus einem von einem im kontinuierlichen Verfahren hergestellten Endlosrohr abgelenkten Rohrabschnitt gebildet und ist an seiner Mantelfläche 11 mit einer Korrosionsschicht 12 versehen. In dem Polgehäuse 10 ist ein an sich bekannter elektrischer Anker 13 eingesetzt. Stirnseitig ist an dem Polgehäuse 10 ein im Wesentlichen ebenfalls topfformiges Getriebegehäuse 20 befestigt, in welchem ein Getriebezahnrad 21 aufgenommen ist, das in einer mit einer Ankerwelle 22 des Ankers 2 verbundene Schnecke 23 eingreift. Die Ankerwelle 22 ist in dem Getriebegehäuse 20 in

- A -

einem Kugellager 24 gelagert, das durch einen Haltebügel 25 in dem Getriebegehäuse 20 axial gesichert ist.

Die Ankerwelle 22 ist4 auf ihrer dem Getriebegehäuse 20 abgewandten Seite in dem Polgehäuse 10 mittels eines durch Presspassung montierten Zylinderlagers 26 gelagert.

Das Zylinderlager 26 besteht aus einem Sintermetall. Der toroid- bzw. ringförmige Körper des Zylinderlagers 26 bildet ein Schmierstoffdepot.

Durch den großen Außendurchmesser des Zylinderlagers 26, der wesentlich größer ist als eine Länge L, wird vermieden, dass bei der Montage des Zylinderlagers 26 durch

Presspassung eine Durchmesserverkleinerung des dem Außendurchmesser der Ankerwelle 22 entsprechenden Innendurchmessers A 1 entsteht. Außerdem wird eine Montage der Ankerwelle 22 dadurch vereinfacht.

Der große Aussendruchmesser d a des eingepressten Zylinderlagers 26 ermöglicht insbesondere auch ein ausreichendes Polenvolumen für den Schmierstoff und stellt so eine gute Schmierung des Zylinderlagers 26 über einen langen Zeitraum sicher. Aufgrund der kleineren Länge L des Zylinderlagers 26 wirken sich die eventuellen Schiefstellungen der Ankerwelle 22 nicht nachteilig auf den Lauf der Antriebseinheit aus, da es aufgrund der Kürze des Zylinderlagers 26 praktisch nicht zu Verspannungen der Ankerwelle 22 in

Zylinderlager 26 kommen kann.

Nicht dargestellt können zusätzliche Sicherungselemente zur Fixierung des Zylinderlagers 26 in seiner Position innerhalb des Polgehäuses 1 wie beispielsweise Federscheiben oder Spannringe vorgesehen sein.

Das Zylinderlager 26 kann in ein Montagelement 27, das ebenfalls zylinderförmig ausgebildet ist, eingefasst sein, um den Außendurchmesser des Zylinderlagers 26 variable gestalten zu können und damit auch die Schmiereigenschaften an die jeweiligen Einsatzbedingungen anpassen zu können und somit Materialkosten möglichst gering zu halten. über das Montagelement 27 kann jedes Zylinderlager 26 unabhängig von dessen Außendurchmesser d a eingesetzt werden. Dazu kann das Montageelement 27 entweder als eine Art Kappe auf das Polgehäuse 10 aufgesetzt oder aufgeschraubt werden oder in das Polgehäuse 10 eingeschoben werden und darin fixiert werden, beispielsweise durch Bildung einer Presspassung zwischen Polgehäuse 10 und Montageelement 27. Das

Montageelement 27 kann mit dem Zylinderlager 26 vormontiert an dem Polgehäuse befestigt werden. Es ist aber auch möglich, das Zylinderlager 26 zunächst an der Ankerwelle 22 vorzumontieren und anschließend in das Montageelement 27 einzusetzen oder auch jedes einzelne Bauteil direkt zu montieren.