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Title:
WIRE CORD FOR REINFORCING RUBBER ITEMS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1997/012090
Kind Code:
A1
Abstract:
A cord for reinforcing rubber items, e.g. pneumatic tyres for passenger and goods wehicles, consists of at least three wire filaments (2) arranged around a continuous core filament (3). According to the invention, the core filament (3) consists of a non-metallic material capable of contracting longitudinally when a rubber item (5) to be reinforced is vulcanised. Such a material is, in particular, undrawn nylon. When the rubber item (5) to be reinforced is vulcanised, the core filament (3) contracts and its diameter increases.

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Inventors:
Doujak, Siegfried
Application Number:
PCT/EP1996/003883
Publication Date:
April 03, 1997
Filing Date:
September 04, 1996
Export Citation:
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Assignee:
DRAHTCORD SAAR GMBH & CO
KG DOUJAK, Siegfried.
International Classes:
D07B1/00; B60C9/00; D07B1/06; D07B1/16; (IPC1-7): D07B1/06; D07B1/16
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Claims:
Patentansprüche
1. Drahtseil zur Verstärkung von Gummiartikeln, insbesondere Luft¬ reifen, aus mindestens drei um ein durchlaufendes Kemfilament (3) angeordneten Drahtfilamenten (2), dadurch gekennzeichnet, daß das Kemfilament (3) aus einem beim Vulkanisieren des zu verstärkenden Gummiartikels (5) in Längsrichtung kontraktions fähigeπ nichtmetallischen Werkstoff besteht.
2. Drahtseil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß das Kemfilament (3) aus einem unverstrecktem aliphatischen Po¬ lyamid besteht.
3. Drahtseil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kemfilament (3) aus unverstrecktem Nylon besteht.
4. Drahtseil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Drahtfilamente (2) den gleichen Durchmesser aufweisen.
5. Drahtseil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Drahtfilamente (2) und das Kemfilament (3) vor dem Vulkanisieren des zu verstärkenden Gummiartikels (5) den gleichen Durchmesser aufweisen.
Description:
Drahtseil zur Verstärkung von Gummiartikeln

Die Erfindung betrifft ein Drahtseil zur Verstärkung von Gummiartikeln, insbesondere Luftreifen, aus mindestens drei um ein durchlaufendes Kemfilament angeordneten Drahtfilamenten.

Drahtseile dieser Art sind bekannt. Sie dienen insbesondere zur Ver¬ stärkung von Luftreifen wie beispielsweise Pkw- und Lkw-Reifen. Der¬ artige Drahtseileinlagen in Reifen sind als Gürtelcordeinlagen bekannt.

Bei der Verwendung in Transporter- und Lkw-Reifen sind derartige Drahtseileinlagen oder Armierungen höheren Beanspruchungen ausge¬ setzt als bei einem Einsatz in Pkw-Reifen. Aus diesem Grunde sind auch Anforderungen an Drahtseile zur Verstärkung von Lkw-Reifen hö¬ her. Werden deshalb in Transporter- und Lkw-Reifen kostengünstig herzustellende Stahlcorde mit einem einfachen Aufbau verwendet, wie sie beispielsweise in Pkw-Reifen eingesetzt werden, kommt es leicht zur Ablösung der Gürtelkante.

Derartige Stahlcorde mit einem einfachen Aufbau bestehen beispiels¬ weise aus einem Kern, der sich aus drei Drahtfilamenten mit einem Durchmesser von 0,2 mm zusammensetzt, sowie aus sechs um diesen Kern angeordneten Drahtfilamenten eines Durchmessers von 0,35 mm.

Ein derartiger Stahlcord ist einfach herzustellen und im allgemeinen problemlos zu verarbeiten. Auf Grund seiner Steifigkeit kommt es je¬ doch, wie schon erwähnt, leicht zur Ablösung der Gürtelkante im Rei¬ fen, so daß der Reifen unbrauchbar wird.

Bei mit einem größeren Herstellungsaufwand hergestellten Corden mit höheren Drahtzahlen (beispielsweise Stahlcorde mit einem Kernseil aus drei Drahtfilamenten mit darum herum angeordneten neun Drahtfila¬ menten und einer Hülllage von weiteren fünfzehn Drahtfilamenten mit jeweils einem Durchmesser von 0,22 mm sowie einem diese Konstruk¬ tion umgebenden Wendeldraht mit einem Durchmesser von 0, 1 5 mm) ist die Gefahr einer Ablösung der Gürtelkante deutlich verringert. Auf Grund der geometrischen Zuordnung der Einzeldrähte zueinander erge¬ ben sich jedoch bei derartigen Drahtseilen mit höheren Drahtzahlen zwangsläufig innere Hohlräume, in welche der Einbettungsgummi nicht mehr einzudringen vermag, so daß die haftende Bindung des Einbet¬ tungsgummis auf die Außenmantelabschnitte beschränkt bleibt. Dar¬ über hinaus wirkt die in der eingeschlossenen Luft enthaltende Feuch¬ tigkeit korrosiv von innen auf die Drahtseile und trägt zu einer vorzeiti¬ gen Alterung und Zerstörung der Drähte bei.

Aus der DE 26 48 524 A1 ist ein Drahtseil als Festigkeitsträger in Gummiartikeln bekannt, das aus drei oder mehr um einen durchlaufen¬ den Kern aus einem nicht-metallischen kompressiblen Werkstoff zu¬ sammengedrehten massiven Metalldrähten aufgebaut ist. Insbesondere handelt es sich bei diesem nicht-metallischen kompressiblen Werkstoff um vulkanisierbaren Gummi, thermoplastischen Kunststoff, aromati¬ sches Polyamid oder natürlichen oder synthetischen Faserstoff. Durch einen derartigen nicht-metallischen kompressiblen Werkstoff als Kern

eines Drahtseils wird der sonst vorhandene Freiraum im Drahtseil nahe¬ zu oder im wesentlichen ausgefüllt. Dadurch werden Verschiebungen einzelner Außendrähte unter dem Einfluß seitlicher Druckkräfte vermie¬ den. Dieses Ausfüllen der im Drahtseil vorhandenen Freiräume wird dadurch erreicht, daß der elastomere oder textile Kern bei der Verarbei¬ tung des Drahtseils im Reifen den um den Kern gruppierten Stahldräh¬ ten nachgibt, so daß sich diese einander annähern können und den Kerndraht leicht verformen.

Aus der DE-PS 81 6 308 ist eine Verstärkungseinlage für Gegenstände aus Kautschuk bekannt, deren Drahtseile eine unvulkanisierte oder vor¬ vulkanisierte Kautschukseele aufweisen, bei der die Einzeldrähte in Ab¬ stand voneinander liegen. Durch diese Kautschukseelen wird den Seilen eine hohe elastische Dehnung verliehen, so daß das Drahtseil eine grö¬ ßere Biegefähigkeit aufweist.

Aus der DE-OS 2 209 752 sind Drahtseile als Verstärkungseinlagen in Fördergurten bekannt, die beispielsweise aus um einen elastomeren Kern angeordneten Drahtfilamenten bestehen.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Drahtseil der eingangs genannten Art bereitzustellen, das über einen einfachen Aufbau verfügt und somit preiswert herstellbar ist, auf der anderen Seite jedoch bei verringerter Korrosionsgefahr im Innern des Drahtseils eine gute Verankerung und Fixierung der Drahtseilkanten in dem zu verstärkenden Gummiartikel gewährleistet.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Drahtseil zur Verstärkung von Gummiartikeln, insbesondere Luftreifen vorgeschla-

gen, das aus mindestens drei um ein durchlaufendes Kemfilament an¬ geordneten Drahtfilamenten besteht, wobei das Kemfilament aus ei¬ nem beim Vulkanisieren des zu verstärkenden Gummiartikels in Längs¬ richtung kontraktionsfähigen nicht-metallischen Werkstoff besteht. Beim Vulkanisieren eines derart erfindungsgemäß ausgestalteten Drahtseils erfolgt somit eine Längenkontraktion des die Seele des Drahtseils darstellenden Kernfilaments, d.h. das Kemfilament zieht sich in Längsrichtung des Drahtseils zusammen. Demgemäß weicht das Kemfilament von den Schnittkanten des Drahtseils zurück, so daß dort ein von den das Kemfilament umgebenden Drahtfilamenten begrenzter Hohlraum entsteht. In diesen Hohlraum kann beim Vulkanisieren Kat- schukmischung eindringen, wodurch eine besonders gute Verankerung des Drahtseils in dem zu verstärkenden Gummiartikel gewährleistet wird.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung besteht das Kemfilament aus einem unverstreckten aliphatischen Polyamid, vorzugsweise aus unverstrecktem Nylon. Unverstrecktes aliphatisches Polyamid, insbe¬ sondere unverstrecktes Nylon, weist den Vorteil auf, daß es beim Vul¬ kanisieren des zu verstärkenden Gummiartikels in dem Drahtseil nicht nur in Längsrichtung schrumpft, sondern daß bei diesem Schrumpfpro¬ zeß gleichzeitig der Durchmesser des aliphatischen Polyamids zunimmt. Durch diese Zunahme des Durchmessers dringt das Polyamid in die zwischen den das Kemfilament umgebenden Drahtfilamenten vorhan¬ denen Hohlräume ein und füllt diese weitgehend aus. Bei der Verwen¬ dung von unverstrecktem aliphatischem Polyamid, insbesondere unver¬ strecktem Nylon, als Kemfilament bietet das erfindungsgemäße Draht¬ seil somit zum einen den Vorteil der besseren Fixierung der Drahtseil¬ schnittkante in dem zu verstärkenden Gummiartikel, da dessen Gum-

mimischung in die durch den geschrumpften Polyamidkern geschaffe¬ nen Hohlräume am Ende des Drahtseils eindringen kann. Zum anderen bietet das erfindungsgemäße Drahtseil den Vorteil, daß der ge¬ schrumpfte Polyamidkern sich in das Innere des Drahtseils zurückzieht und dort die Hohlräume zwischen den einzelnen Drahtfilamenten aus¬ füllt, so daß eine Korrosion der Einzeldrähte aus dem Inneren des Drahtseils heraus vermieden wird.

Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.

Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Drahtseil zur Verstärkung von Gummiartikeln vor dem Vulkanisieren des zu verstär¬ kenden Gummiartikels.

Figur 2 zeigt das in Figur 1 dargestellte erfindungsgemäße Draht¬ seil nach dem Vulkanisieren des zu verstärkenden Gummi¬ artikels.

Figur 3 zeigt in schematischer Darstellung einen Schnitt durch das in Figur 2 dargestellte Drahtseil nach dem Vulkanisieren des zu verstärkenden Gummiartikels gemäß der Schnittli¬ nie III-III.

In Figur 1 ist in schematischer Darstellung ein Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Drahtseil 1 zur Verstärkung von Gummiartikeln, insbesondere Luftreifen, dargestellt. Das erfindungsgemäße Drahtseil 1 umfaßt ein Kemfilament 3, um welches herum parallel und in symme-

trischer Anordnung sechs Drahtfilamente 2 angeordnet sind. Im darge¬ stellten Beispiel weisen sowohl die Drahtfilamente 2 als auch das Kemfilament 3 jeweils den gleichen Durchmesser auf .

Der Durchmesser der Drahtfilamente 2 als auch des Kernfilaments 3 werden abhängig von dem zukünftigen Einsatz des Drahtseils, also ab¬ hängig von Reifentyp und Reifengröße des zu verstärkenden Reifens, ausgewählt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel kann der Durchmes¬ ser beispielsweise 0,35 mm betragen. Es sind jedoch auch andere Durchmesser möglich. Natürlich sind auch Drahtseile denkbar, bei wel¬ chen die Drahtfilamente 2 und das Kemfilament 3 einen unterschiedli¬ chen Durchmesser aufweisen.

Auf Grund des kreisförmigen Querschnitts der Drahtfilamente 2 und des Kernfilaments 3 kommt es jeweils zwischen zwei benachbarten Drahtfilamenten 2 und dem Kemfilament 3 zur Bildung eines Hohlrau¬ mes 4.

Erfindungsgemäß besteht das Kemfilament 3 des in Figur 1 dargestell¬ ten Drahtseils 1 aus einem nicht-metallischen Werkstoff, der beim Vul¬ kanisieren des zu verstärkenden Gummiartikels in Längsrichtung kon¬ traktionsfähig ist. Diese Eigenschaft wird ausgenutzt, um in dem zu verstärkenden Gummiartikel, insbesondere einem Luftreifen, eine feste Verankerung des Drahtseils zu schaffen. Dazu wird das dargestellte Drahtseil 1 nach dem Kalandrieren und dem Schneiden der Gürtellagen in einem sogenannten Reifenrohling verarbeitet, der anschließend vul¬ kanisiert wird. Beim Vulkanisieren zieht sich dann das Kemfilament 3 in seiner Länge zusammen, d.h. es schrumpft in Richtung der Längsachse des Drahtseils 1 zu dessen Mittelachse hin zusammen (vgl. Figur 3).

Dadurch werden an den Schnittkanten 6 des Drahtseils 1 Hohlräume geschaffen, in welche die Vulkanisiermischung eindringen kann. Da¬ durch entsteht ein Ineinandergreifen des Drahtseils, insbesondere des¬ sen Drahtfilamente 2, mit dem zu verstärkenden Gummiartikel.

In Figur 2 ist ein Schnitt durch das in Figur 1 dargestellte erfindungs¬ gemäße Drahtseil 1 nach dem Vulkanisieren dargestellt. Durch sein Zu¬ sammenschrumpfen hat sich das Kemfilament 3 nicht nur in der Länge geändert, sondern gleichzeitig hat eine Zunahme seines Durchmessers stattgefunden. Dies führt dazu, daß das Kemfilament 3 sich in die vor¬ stehend beschriebenen Hohlräume 4 hinein ausdehnt und diese im we¬ sentlichen ausfüllt. Wie aus Figur 2 ersichtlich, ist der von den kreis¬ förmig angeordneten Drahtfilamenten 2 eingeschlossene Raum im we¬ sentlichen vollständig von dem nicht-metallischen Werkstoff des Kernfi¬ laments 3 ausgefüllt, so daß dort im wesentlichen keine Hohlräume mehr vorhanden sind.

Durch dieses erfindungsgemäße Ausfüllen des im wesentlichen gesam¬ ten Raums, der von den Drahtfilamenten einschlössen wird, wird die Gefahr von Korrosion des Drahtseils 1 von innen heraus auf Grund ein¬ geschlossener Feuchtigkeit stark verringert.

Figur 3 zeigt in schematischer Darstellung einen Schnitt in Längsrich¬ tung durch das in Figur 2 dargestellte erfindungsgemäße Drahtseil nach dem Vulkanisieren gemäß der Schnittlinie III-III. Figur 3 zeigt das erfin¬ dungsgemäße Drahtseil 1 im eingebetteten Zustand in dem zu verstär¬ kenden Gummiartikel 5. Der Gummiartikel 5, der in Figur 2 aus Grün¬ den einer übersichtlicheren Darstellungsweise nicht dargestellt wurde,

ist in Figur 3 im Ausschnitt gezeigt. Bei dem zu verstärkenden Gummi¬ artikel 5 handelt es sich insbesondere um einen Luftreifen.

Wie der Längsschnitt der Figur 3 veranschaulicht, hat sich das von den Drahtfilamenten 2 umgebene Kemfilament 3 während des Vulkanisie- rens zusammengezogen, so daß im Breich der Schnittkante 6 zwi- schend en Drahtfilamenten 2 ein Hohlraum entstanden ist, in welchen die Kautschukmischung des zu verstärkenden Gummiartikels 5 eindrin¬ gen konnte.

Durch dieses erfindungsgemäße Eindringen wird ein Ineinandergreifen des Drahtseils, insbesondere der Drahtfilamente 2, und des zu verstär¬ kenden Gummiartikels 5 im Bereich der Schnittkante 6 erreicht, so daß eine besonders gute Einbettung und Verbindung des Drahtseils 1 in dem zu verstärkenden Gummiartikel 5 vorliegt.

Erfindungsgemäß wird demnach eine gute Fixierung der Drahtseilkante 6 in dem zu verstärkenden Gummiartikel 5 erreicht und gleichzeitig die Korrosionsgefahr verringert.

Als nicht-metallischer Werkstoff für das Kemfilament 3 eignet sich ins¬ besondere ein unverstrecktes aliphatisches Polyamid, insbesondere un¬ verstrecktes Nylon. Bei der Vulkanisation schrumpft ein derartiges Kemfilament 3 aus unverstrecktem Nylon um etwa 5 bis 7 %, wo¬ durch an der Schnittkante 6 des Drahtseils 1 ein ausreichend großer Hohlraum entsteht, in welchen die Gummimischung eindringen und sich dort mit dem Messing der Oberfläche der Drahtfilamente 2 fest¬ haftend verbinden kann.