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Title:
WIRE FILAMENT, ESPECIALLY FOR REINFORCING RUBBER OF PLASTIC ITEMS, PROCESS FOR ITS PRODUCTION AND DEVICE FOR IMPLEMENTING THE PROCESS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1997/012092
Kind Code:
A1
Abstract:
The proposal is for a wire filament for reinforcing rubber or plastic items, especially pneumatic tyres, which is spiral in shape and exhibits no residual elastic torsional stresses. A wire filament (8) of the invention is produced by twisting drawn straight wire filaments (2) in the plastic deformation region followed by reversal, two wire filaments being put together and secured at the latest before reversal. Advantageously, at least two wire filaments (2) are brought together by means of a perforated plate (30), twisted around each other in a false twister (20) and plastically deformed and then reversed in a further false twister (40).

Inventors:
Doujak, Siegfried
Application Number:
PCT/EP1996/003885
Publication Date:
April 03, 1997
Filing Date:
September 04, 1996
Export Citation:
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Assignee:
DRAHTCORD SAAR GMBH & CO
KG DOUJAK, Siegfried.
International Classes:
D07B1/00; B60C9/00; D07B1/06; D07B3/00; D07B5/12; D07B7/00; (IPC1-7): D07B1/06; D07B3/00; D07B5/12
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Claims:
Patentansprüche
1. Drahtfilament, insbesondere zur Verstärkung von Gummi oder Kunststoffartikeln, dadurch gekennzeichnet, daß das Drahtfila¬ ment (8) spiralförmig ist und keine elastischen Resttorsionsspan¬ nungen aufweist. Verfahren zur Herstellung eines Drahtfilaments gemäß Anspruch 1 , wobei mindestens zwei einzelne Drahtfilamente (2) in einem Falschdraller (20) verdrillt und plastisch verformt und in einem weiteren Falschdraller (40) in zu der Drehrichtung des ersten Falschdrallers ( 20) gegenläufiger Drehrichtung umeinander ver¬ dreht werden, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens zwei Drahtfilamente (2) in mindestens dem weiteren Falschdraller (40) gemeinsam und umeinander verdreht werden. Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte: A1 : mindestens zwei einzelne Drahtfilamente (2) werden von Spulen ( 1 0) abgezogen, B1 : die Drahtfilamente (2) werden jeweils in einem Falsch¬ draller (20) verdrillt und plastisch verformt. C l : die verdrillten und plastisch verformten Drahtfilamente werden parallel zusammengefaßt und D l : in einem weiteren Falschdraller (40) in zu der Drehrichtung der ersten Falschdraller (20) gegenläufiger Drehrichtung umeinander verdreht.
2. 4 Verfahren nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte: A2: mindestens zwei einzelne Drahtfilamente (2) werden von Spulen ( 1 0) abgezogen, B.
3. : die Drahtfilamente (2) werden parallel zusammengefaßt und C2: in einem Falschdraller (20) umeinander verdreht und pla¬ stisch verformt, D2: die umeinander verdrehten und plastisch verformten Drahtfilamente werden in einem weiteren Falschdraller (40) in zu der Drehrichtung des ersten Falschdrallers (20) gegenläufiger Drehrichtung umeinander verdreht.
4. 5 Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die Drahtfilamente (2) mittels einer Lochscheibe (30) zusammengeführt und gefaßt werden.
5. 6 Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die spiralförmigen Drahtfilamente 8 direkt weiter¬ verarbeitet werden.
6. 7 Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß die spiralförmigen Drahtfilamente (8) auf Aufwik kelspulen (50) aufgewickelt werden.
7. 8 Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 2 bis 7, gekennzeichnet durch mindestens einen er¬ sten Falschdraller (20) zum Verdrillen und plastischen Verformen von von Spulen ( 1 0) abgezogenen Drahtfilamenten (2), eine Vor¬ richtung (30) zum Zusammenführen einzelner Drahtfilamente vor oder nach dem mindestens einen Falschdraller (20) und einen weiteren Falschdraller (40) zum Zurückdrehen der zuvor verdrill¬ ten und plastisch verformten Drahtfilamente.
8. 9 Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Vorrichtung (30) zum Zusammenführen einzelner Drahtfilamente eine Lochscheibe (30) vorgesehen ist.
Description:
Drahtfilament, insbesondere zur Verstärkung von Gummi- oder

Kunststoffartikeln, Verfahren zu dessen Herstellung und Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens

Die Erfindung betrifft ein Drahtfilament, insbesondere zur Verstärkung von Gummi- oder Kunststoffartikeln, ein Verfahren zur Herstellung der¬ artiger Drahtfilamente sowie eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens.

Drahtfilamente der vorstehend benannten Art sind bekannt. Diese wer¬ den insbesondere zur Herstellung von Stahlcorden verwendet, die als Einlagen in Luftreifen für Kraftfahrzeuge zur Verbesserung deren Fahr¬ eigenschaften, Dynamik, Stabilität sowie zur Verlängerung deien Le¬ bensdauer verwendet werden.

Vor dem Zusammenfassen und Weiterverarbeiten von Drahtfilamenten zu Stahlcorden werden diese vorbehandelt und vorgeformt, da sie als gezogene Filamente ohne entsprechende Vorformung eine zu geringe Ermüdungsfestigkeit haben und außerdem dazu neigen, in gerader Form aus dem Reifen zu wandern. Bei Vorbehandlungen ist darauf zu achten, daß die Drahtfilamente nicht unter der Behandlung leiden. Ins¬ besondere bei einer Verformung über Zahnräder und dergleichen erhal¬ ten die hochfesten Drahtfilamente lokale Druckstellen, wodurch sie für

zyklische Belastungen ungeeignet werden, da derartige lokale Verfor¬ mungen Ausgangspunkte für das Auftreten von Ermüdungsbrüchen sind.

Aus der DE-AS 1 1 59 81 8 ist eine Verfahren zur Herstellung elasti¬ scher Drahtseile bekannt, wonach zur Herstellung von elastischen, spannungsarmen und herstellungsdrallfreien Drahtseilen die zum Auf¬ bau des Drahtseiles verwendeten Drähte in den bieibend-verformenden Bereich hinein verdreht werden und anschließend um den doppelten Betrag der bis zur Rückgabegrenze erteilten Windungen zurückgedreht. Bei der Rückgabegrenze handelt es sich dabei um eine konstante Höchstzahl an Verdrehungen, die ein gegebener Draht nach dem Ver¬ drehen wieder zurückgeben kann. Über diese Rückgabegrenze hinaus¬ gehende Verdrehungen werden nicht zurückgegeben, sondern als Dau¬ erverformung beibehalten.

Aus der DE 39 14 330 C2 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Drahtbündels oder eines Seils bekannt, bei dem zur Verlitzung von Drähten diese umeinander gelegt und/oder umeinander verdreht und die derart erhaltenen Litzen mittels einer Überdreheinrichtung in ihrer Ver¬ drehrichtung noch weiter zusammengedreht werden. Durch das weite¬ re Verdrehen der Litze wird diese über den elastischen Verformbereich hinaus in den plastischen Formbereich hinein verdreht. Um die mit un¬ terschiedlichen Resttorsionen derart hergestellter Litzen verbundenen Probleme zu verringern, wird der Litze hinter der Überdreheinrichtung eine niedrige konstante Zugspannung gegeben.

Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, ein Drahtfilament zu schaffen, das über eine gute Ermüdungsfestigkeit verfügt und gut in Gummi, Kunststoff oder Kautschuk verankert werden kann.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung von derartigen Drahtfilamenten vorzuschlagen, das einfach und kostengünstig durchführbar ist.

Des weiteren besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine einfach und variabel gestaltete und in die Herstellungslinie eines Stahlcords inte¬ grierbare Vorrichtung zur Durchführung eines derartigen Verfahrens bereitzustellen.

Zur Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Drahtfilament, ins¬ besondere zur Verstärkung von Gummi- oder Kunststoffartikeln vorge¬ schlagen, das spiralförmig ist und keine elastischen Resttorsionsspan- nuπgen aufweist. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Drahtfilaments mit einer Spiralform, die links- oder rechtsgängig sein kann, läßt sich dieses besonders gut in Gummi, Kunststoff oder Kau¬ tschuk verankern. Dies erweist sich insbesondere bei der Verwendung des Drahtfilaments zur Verstärkung von Reifen als vorteilhaft, da ein erfindungsgemäßes Drahtfilament sich unter Belastung dann nicht mehr oder weniger einfach aus dem Reifen herausarbeiten kann. Dieser Vorteil überträgt sich auch auf aus derartigen Drahtfilamenten herge¬ stellte Stahlcorde zur Verstärkung von Luftreifen. Da das Drahtfilament erfindungsgemäß keine Resttorsionsspannungen aufweist, läßt es ich besonders gut und einfach weiterverarbeiten, was sich insbesondere bei der Einarbeitung in den Reifen beim Vulkanisationsprozeß als vor¬ teilhaft erweist. Auch gehen von dem in den Reifen eingearbeiteten

Drahtfilament keine das Laufverhalten und die Dynamik des Reifens beeinträchtigenden Kräfte und Drehmomente aus.

Zur weiteren Lösung der der Erfindung zugrundeliegenden Aufgabe wird ein Verfahren zur Herstellung von Drahtfilamenten vorgeschlagen, in welchem mindestens zwei einzelne Drahtfilamente in einem Falschdraller verdrillt und plastisch verformt und in einem weiteren Falschdraller in zu der Drehrichtuπg des ersten Falschdrallers gegenläu¬ figer Drehrichtung umeinander verdreht werden, wobei die mindestens zwei Drahtfilamente in mindestens dem weiteren Falschdraller gemein¬ sam und umeinander verdreht werden.

Erfindungsgemäß wird somit die plastische Verformung der Drahtfila¬ mente zu spiralförmigen Filamenten durch eine Behandlung mit Falsch- drallern erreicht, wobei die Drahtfilamente in wenigstens dem letzten Falschdraller gemeinsam und umeinander verdreht werden. Durch diese erfindungsgemäße Behandlung erhalten die Drahtfilamente die gewün¬ schte Spiralform, ohne daß sie beschädigt und/oder örtlich verformt werden, wie es beispielsweise bei einer Vorformung mittels Zahnrädern der Fall sein kann. Somit werden durch die erfindungsgemäße Art der Herstellung die Ermüdungseigenschaften der Drahtfilamente nicht be¬ einträchtigt. Durch aufeinander abgestimmtes Verdrehen und Verdrillen der Drahtfilamente in einem oder mehreren ersten Falschdrallern sowie einem weiteren Falschdraller werden die elastischen Resttorisonspan- nungen abgebaut.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung umfaßt das Verfahren die folgenden Schritte:

A 1 : mindestens zwei einzelne Drahtfilamente werden von Spulen abgezogen, B1 : die Drahtfilamente werden jeweils in einem Falschdraller verdrillt und plastisch verformt, C1 : die Drahtfilamente werden parallel zusammengefaßt und D 1 : in einem weiteren Falschdraller in zu der Drehrichtung der ersten

Falschdraller gegenläufiger Drehrichtung umeinander verdreht.

In anderer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung umfaßt das Ver¬ fahren zur Herstellung von Drahtfilamenten die folgenden Schritte:

A2: mindestens zwei einzelne Drahtfilamente werden von Spulen abgezogen,

B2: die Drahtfilamente werden parallel zusammengefaßt und

C2: in einem Falschdraller umeinander verdreht und plastisch ver¬ formt,

D2: die Drahtfilamente werden in einem weiteren Falschdraller in zu der Drehrichtung des ersten Falschdrallers gegenläufiger Dreh¬ richtung umeinander verdreht.

Erfindungsgemäß wird zur weiteren Lösung der Aufagbe eine Vorrich¬ tung zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Her¬ stellung von Drahtfilamenten vorgeschlagen, die mindestens einen er¬ sten Falschdraller zum Verdrillen und plastischen Verformen von von Spulen abgezogenen Drahtfilamenten, eine Vorrichtung zum Zusam¬ menführen einzelner Drahtfilamente vor oder nach dem mindestens ei¬ nen Falschdraller und einen weiteren Falschdraller zum Zurückdrehen der zuvor verdrillten und plastisch verformten Drahtfilamente aufweist.

Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Durchführung eines erfindungs¬ gemäßen Verfahrens zur Herstellung von Drahtfilamenten läßt sich in besonders einfacher und kostengünstiger Weise aus bekannten Einzel¬ elementen zusammensetzen. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist insbesondere dazu geeignet, in eine eventuell bereits vorhandene Her¬ stellungslinie für Stahlcorde integriert zu werden. Die mittels der erfin¬ dungsgemäßen Vorrichtung unter Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens hergestellten Drahtfilamente können somit direkt nach dem Durchlaufen des erfindungsgemäßen Verfahrens beispielsweise zu Stahlcorden weiterverarbeitet werden. Andererseits können sie jedoch auch zur Lagerung und/oder zum Transport auf Spulen aufgewickelt werden.

Die Erfindung wird anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Aus¬ führungsbeispiele dargestellt und im folgenden näher erläutert.

Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung ein erstes Ausfüh¬ rungsbeispiel einer erfindungemäßen Vorrichtung zur Durchführung eines ersten erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von Drahtfilamenten.

Figur 2 zeigt in schematischer Darstellung ein zweites Ausfüh¬ rungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Durchführung eines zweiten erfindungsgemäßen Verfah¬ rens zur Herstellung von Drahtfilamenten.

Figur 1 zeigt in schematischer Darstellung ein erstes Ausführungsbei¬ spiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung von Drahtfi¬ lamenten. Die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung umfaßt zwei Spulen

1 0, auf welchen einzelne Drahtfilamente 2 aufgewickelt sind . Des wei¬ teren umfaßt die erfindungsgemäße Vorrichtung zwei jeweils den Spu¬ len 10 nachgeordnete Falschdraller 20, den Falschdrallern 20 nachge¬ ordnete Umlenkelemente 22, eine als Vorrichtung zum Zusammenfüh¬ ren von Drahtfilamenten dienende Lochscheibe 30, einen nach der Lochscheibe 30 angeordneten weiteren Falschdraller 40 sowie zwei Aufwickelspulen 50.

Zur Herstellung von Drahtfilamenten gemäß einem ersten erfindungs¬ gemäßen Verfahren, welches mittels der in Figur 1 dargestellten Vor¬ richtung durchführbar ist, werden zwei einzelne Drahtfilamente 2 von den beiden Spulen 1 0 abgezogen . Dies erfolgt in üblicher und bekann¬ ter Weise mittels eines nicht näher dargestellten Ausziehwerks. Die beiden Drahtfilamente 2 durchlaufen jeweils einen Falschdraller 20, in welchem sie um sich selbst verdrillt werden, und zwar bis in den Be¬ reich plastischer Verformung hinein. Im Falle des dargestellten Beispiels erfolgt die Verdrillung der Drahtfilamente 2 im Uhrzeigersinn, also rechtsgängig.

Nach dem Verlassen des Falschdrallers 20 werden die plastisch ver¬ formten Drahtfilamente 2 über Umlenkelemente 22 (beispielsweise Umlenkrollen) einer Lochscheibe 30 zugeführt, mittels welcher die bei¬ den Drahtfilamente zusammengeführt und -gefaßt werden. Die zu¬ sammengefaßten Drahtfilamente werden dem weiteren Falschdraller 40 zugeführt, in welchem sie in zu der Drehrichtung der ersten Falschdraller 20 gegenläufiger Drehrichtung umeinander verdreht und somit zurückgedreht werden. Im Falle des in der Figur 1 dargestellten Beispiels dreht der Falschdraller 40 entgegengesetzt dem Uhrzeiger¬ sinn, also linksgängig. Am Ausgang des weiteren Falschdrallers 40 lie-

gen die ursprünglich geraden Drahtfilamente 2 nun als spiralförmige Drahtfilamente 8 vor, die aufgrund der erfindungsgemäßen Abfolge aufeinander abgestimmten Verdrehens und Zurückdrehens keine elasti¬ schen Resttorsionsspannungen aufweisen.

Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Drahtfilamente 8 können in einer entsprechenden Herstellungslinie beispielsweise für Stahlcorde zur Verstärkung von Luftreifen direkt weiterverarbeitet wer¬ den. Sie können jedoch auch, wie im Beispiel der Figur 1 dargestellt, zur Lagerung und/oder zum Transport auf Aufwickelspulen 50 aufge¬ wickelt werden.

Figur 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung von Drahtfilamenten. Die schematisch dar¬ gestellte Vorrichtung umfaßt dieselben Elemente wie die in Figur 1 dargestellte Vorrichtung, also zwei Spulen 1 0 mit darauf aufgewickel¬ ten Drahtfilamenten 2, Umlenkelemente 22, eine Lochscheibe 30, ei¬ nen ersten Falschdraller 20, einen weiteren Falschdraller 40 sowie zwei Aufwickelspulen 50.

Im Unterschied zu der in Figur 1 dargestellten erfindungsgemäßen Vor¬ richtung zur Herstellung von Drahtfilamenten ist in dem Ausführungs- beispiel der Figur 2 nur ein einzelner erster Falschdraller 20 vorgese¬ hen, dem die Lochscheibe 30 vorgeordnet ist. Zur Herstellung von er¬ findungsgemäßen spiralförmigen Drahtfilamenten ohne elastische Rest¬ torsionsspannungen werden nun erfindungsgemäß zwei Drahtfilamente 2 von den Spulen 1 0 abgezogen und mittels Umlenkelementen 22 der Lochscheibe 30 zugeführt, durch welche sie zusammengeführt und - gefaßt werden. Die derart zusammengefaßten Drahtfilamente 2 werden

dem ersten Falschdraller 20 zugeführt, in welchem sie umeinander ver¬ drillt und plastisch verformt werden. Im dargestellten Beispiel erfolgt die Verdrillung im Uhrzeigersinn, also rechtsgängig.

Dem ersten Falschdraller 20 direkt nachgeordnet ist der weitere Falschdraller 40, dem die umeinander verdrillten und plastisch verform¬ ten Drahtfilamente direkt zugeleitet werden. In dem weiteren Falsch- draller 40 werden sie in zu der Drehrichtung des ersten Falschdrallers 20 gegenläufiger Drehrichtung umeinander verdreht und somit zurück¬ gedreht. Im dargestellten Beispiel verdreht der weitere Falschdraller 40 in dem Uhrzeigersinn entgegengesetzter Richtung, also linksgängig. Nach dem Falschdraller 40 liegen, wie bei dem in Figur 1 dargestellten Beispiel, zwei erfindungsgemäße spiralförmige Drahtfilamente 8 vor, die keine elastischen Resttorsionsspannungen aufweisen. Diese wer¬ den, wie dargestellt, auf den beiden Aufwickelspulen 50 aufgewickelt.

Durch die erfindungsgemäße gemeinsame Verdrillung von Drahtfila¬ menten in wenigstens dem letzten Falschdraller des Herstellungsver¬ fahrens wird auf besonders einfache und günstige Weise ein Abbau von Resttorsionsspannungen als auch eine bleibende Spiralverformung erreicht. Um beste Resultate zu erzielen, müssen insbesondere die über die Rückgabegrenze der Drahtfilamente hinausgehenden Verdrehungen durch das anschließende Aufdrehen ausgeglichen werden. Dies wird durch ein entsprechendes Abstimmen des oder der ersten Falschdraller 20 mit dem weiteren Falschdraller 40 erreicht.

Die Gangrichtung der eine Spirale bildenden Drahtfilamente wird durch die Verdrillrichtung des letzten Falschdrallers, also durch die Aufdreh¬ richtung, festgelegt. Demnach weisen die gemäß den in den Figuren

dargestellten Verfahren hergestellten Drahtfilamente eine linksgängige Spiralform auf.

Die Form der Spirale der Drahtfilamente kann durch weitere Parameter, wie beispielsweise Ausziehgeschwindigkeit und die Drehzahl der Falschdraller bestimmt werden. Darüber hinaus wird die Spiralform auch durch die Anzahl der parallelen Drahtfilamente bei der Formung der Spirale beeinflußt, da natürlich auch mehr als zwei Drahtfilamente zusammengeführt und umeinander verdrillt werden können.




 
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