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Title:
WIRE WINDING SEVERING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1994/021400
Kind Code:
A1
Abstract:
A device for severing wire windings separated from a series of windings on a winding conveyor of a wire rolling mill severs the wire windings into several sections in a wire rolling mill. The object of the invention is to allow the windings to be severed without having to technologically modify the conveyor for transporting the windings of good quality taken to the collecting shaft. For that purpose, a rolled material feed channel (1) links the winding conveyor to a scrap cutter (I) which severes the wire windings (14). The scrap cutter (I) has a housing bottom part (2') adjacent to the feed channel. The surfaces for transporting the wire windings (14) lie on an upwardly inclined plane. Several pairs of cooperating top and bottom blades (7, 8) are arranged in the bottom part (2') and in a top part (2") of the housing of the scrap cutter (I). These blades severe the wire windings into several sections. The top part (2") of the scrap cutter housing is linked to a linear drive (3) which pivots said top part against the fixed bottom part (2') of the scrap cutter housing.

Inventors:
Pechau
Gerhard, Wiankow
Sven
Application Number:
PCT/DE1994/000329
Publication Date:
September 29, 1994
Filing Date:
March 18, 1994
Export Citation:
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Assignee:
SKET SCHWERMASCHINENBAU MAGDEBURG GMBH PECHAU
Gerhard, Wiankow
Sven
International Classes:
B21C47/26; B23D17/06; B23D31/00; (IPC1-7): B21C47/26; B23D31/00
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Claims:
Patentansprüche
1. Vorrichtung zum Zerteilen von Drahtwindungen, welche auf einem Windungstransporteur eines Drahtwalzwerkes von einer Windungslage abgetrennt sind, in mehrere Abschnitte, da¬ durch gekennzeichnet, daß ein den Windungstransporteur mit einer die Drahtwindungen (14) zerteilenden Schrottschere (I) verbindender WalzgutZuführkanal (1) angeordnet ist, wobei die Schrottschere (I) ein an diesem anliegendes Ge¬ häuseunterteil (21) aufweist und dabei die dem Transport der Drahtwindungen (14) in die Schrottschere (I) dienenden Flächen beider Bauteile in einer Ebene liegen, welche in einem vorbestimmten Winkel ( eh. ) zu einer horizontalen Be¬ zugsebene (19) nach oben in Richtung des Windungstranspor¬ teurs geneigt sind, wobei das Gehäuseunterteil (2") ein in dieser Ebene liegendes Messertrageelement (12) aufweist, an dem mehrere im Bereich des Durchmessers der zu zerteilenden Drahtwindungen (14) liegende Untermesser (8) angeordnet sind und daß die Schrottschere (I) weiterhin ein Gehäuse¬ oberteil (2") aufweist, welches auf der dem WalzgutZuführ¬ kanal (1) um eine quer zu dessen verlängerter mittlerer Längsachse (17) angeordneter Schwenkachse (18) in die Ebene des Gehäuseunterteils (2') und aus dieser heraus schwenkbar gelagert ist, wobei das Gehäuseoberteil (2") mit einem oberen Messertrageelement (13) versehen ist, an dem Ober¬ messer (7) angeordnet sind, von denen jedes einem der Un¬ termesser (8) zugeordnet ist und mit diesem ein Schneidpaar bildet und daß die Schrottschere (I) einen mit dem Gehäuse¬ oberteil (2") verbundenen und dieses gegen das Gehäuse¬ unterteil (2') verschwenkenden Linearantrieb (3) auf¬ weist, der an dem oberen Abschnitt eines Ständers (6) angeordnet ist, wobei an dem unteren Abschnitt des Stän¬ ders (6) das feststehende Gehäuseunterteil (21) und das um die Schwenkachse (17) schwenkbare Gehäuseoberteil (2") an¬ geordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem WalzgutZuführkanal (1) diesen seitlich begrenzende Zentrierbleche (11) sowie in dessen vorderem Abschnitt ein Stopper (10) angeordnet sind, der bei geöffneter Stellung der Schrottschere (I) in Offenstellung und in Schneidstel¬ lung derselben in Schließstellung ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Messertrageelement (12) als ein vierarmiges, rechteckiges Kreuz ausgebildet ist, von dem zwei Kreuzarme auf der verlängerten mittleren Längsachse (17) des Walzgut Zuführkanals (1) und die beiden anderen Kreuzarme um 90" versetzt zu dieser angeordnet sind, wobei an jedem Kreuzarm ein Untermesser (8) befestigt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Untermesser (8) jeweils auf verschiedenen Seiten der sich in einer Richtung erstreckenden Kreuzarme angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Messertrageelement (12) in bezug auf die verlän¬ gerte mittlere Längsachse (17) des WalzgutZuführkanals (1) in Form eines Andreaskreuzes angeordnet ist, wobei an jedem Kreuzarm ein Untermesser (8) befestigt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Messertrageelement (12) mehr als vier, jeweils ein Untermesser (8) tragende. Arme aufweist, die auf dem Umfang der zu zerteilenden Drahtwindungen (14) in einem an¬ nähernd gleichen Abstand zueinander angeordnet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseunterteil (2') im Bereich des Messertrage¬ elementes (12) eine Öffnung (15) aufweist, die größer als die zu zerteilenden Drahtwindungen (14) ist, wobei diese vor dem Zerteilen auf den Armen des Messertrageelementes (12) aufliegen und in ihrer Lage durch Anschläge (9) fi¬ xiert sind, welche auf der dem WalzgutZuführkanal (1) ge¬ genüberliegenden Seite des Gehäuseunterteils (21) angeord¬ net sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Öffnung (15) mehrere, nach unten weisende Leit¬ bleche (5) angeordnet sind, wobei unterhalb der Öffnung (15) eine Grube (16) mit einem darin befindlichen Schrott¬ kübel (4) zur Aufnahme der zerteilten Drahtwindungen (14) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Linearantrieb (3) als ein Hydraulikantrieb ausgebildet ist, dessen Hydraulikzylinder an dem Ständer (6) und der Kolben über eine Kolbenstange an dem Gehäuseoberteil (2") in dessen mittleren Bereich angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Ständer (6) aus einem oder mehreren Trägern (6' ) , die vertikal zu der horizontalen Bezugsebene (19) angeord¬ net sind, und einem oder mehreren Trägern (6"), die verti¬ kal zu dem Gehäuseunterteil (2*) angeordnet sind, besteht, wobei die Träger (6'; 6") im oberen Abschnitt des Ständers (6) miteinander verbunden sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren Trägern (6'; 6") diese durch eine Traverse im oberen Abschnitt des Ständers (6) untereinander verbunden sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der WalzgutZuführkanal (1) fest mit dem Gehäuseunter¬ teil (2') der Schrottschere (I), einen Teil derselben bil¬ dend, verbunden ist.
Description:
Vorrichtung zum Zerteilen von Drahtwindungen

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerteilen von Drahtwindungen, welche auf einem Windungstransporteur eines Drahtwalzwerkes von einer Windungslage abgetrennt sind, in mehrere Abschnitte in einem Drahtwalzwerk.

Es ist bekannt, daß bei der Herstellung von Draht in Warmwalz¬ werken die nicht toleranzhaltigen und qualitätsgerechten vorde¬ ren und hinteren Drahtwindungen, auch als Schrottwindungen be¬ zeichnet, von den weiterverwendbaren Gutaderwindungen abge¬ trennt und aus dem Herstellungsprozeß ausgeschieden werden.

Durch die DD 219 483 ist es bekannt, daß die Drahtwindungen waagerecht auf einen Windungstransporteur transportiert werden und das Abtrennen der Schrottwindungen während dieses Transpor¬ tes erfolgt.

In dem Windungstransporteur ist eine Klappe angeordnet, die nach dem Abtrennen geöffnet ist. Die Schrottwindungen kippen dann über eine ümfangsrolle in die entstandene Öffnung ab und fallen nach unten in einen Schrottkübel. Ein weiteres Zertei¬ len derselben erfolgt nicht. Derartige Schrottwindungen liegen sehr sperrig und sind im Stahlwerk schlecht chargierbar.

Durch die DE 29 17 305 C2 ist es bekannt, daß die Windungen der Windungspakete schraubengangföπnig um ein Führungselement ge¬ legt sowie parallel zu deren Längserstreckung transportiert werden und daß die Ausschußwindungen des Vorder- und diejenigen des Hinterabschnittes jeweils fortlaufend und jeweils mehrfach in der Weise zerteilt werden, daß sie durch Herabfallen von dem Führungselernent abgeführt werden. Die Trenneinrichtung besteht dabei aus mehreren Trenneinheiten mit im Bereich der Oberfläche des Führungselementes umlaufenden Schneidrädern, denen jeweils ein während des Schnittvorgangs stillstehendes Gegenmesser zu¬ geordnet ist. Diese Lösung ist jedoch sehr aufwendig und auch störanfällig.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Zerteilen von Drahtwindungen, welche auf einem Windungstrans¬ porteur eines Drahtwalzwerkes von einer Windungslage abgetrennt sind, in mehrere Abschnitte zu schaffen, wobei das Zerteilen ohne technologische Beeinflussung des Transportes der Gutader¬ windungen zum SammeIschacht erfolgt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein den Windungstransporteur mit einer die Drahtwindungen zerteilenden Schrottschere verbindender Walzgut-Zuführkanal angeordnet ist, wobei die Schrottschere ein an diesem anliegendes Gehäuseunter¬ teil aufweist und dabei die den Transport der Drahtwindungen in die Schrottschere dienenden Flächen beider Bauteile in einer Ebene liegen, welche in einem vorbestimmten Winkel zu einer ho¬ rizontalen Bezugsebene nach oben in Richtung des Windungs¬ transporteurs geneigt sind, wobei das Gehäuseunterteil ein in dieser Ebene liegendes Messertrageelement aufweist, an dem mehrere, im Bereich des Durchmessers der zu zerteilenden Draht¬ windungen liegende Untermesser angeordnet sind und daß die Schrottschere weiterhin ein Gehäuseoberteil aufweist, welches auf der dem Walzgut-Zuführkanal um eine quer zu dessen verlän¬ gerter mittlerer Längsachse angeordneten Schwenkachse in die Ebene des Gehäuseunterteils und aus dieser heraus schwenkbar gelagert ist, wobei das Gehäuseoberteil mit einem oberen Mes¬ sertrageelement versehen ist, an dem Obermesser angeordnet sind, von denen jedes einem der Untermesser zugeordnet ist und mit diesen ein Schneidpaar bildet und daß die Schrottschere einen mit dem Gehäuseoberteil verbundenen und dieses gegen das Gehäuseunterteil verschwenkenden Linearantrieb aufweist, der an dem oberen Abschnitt eines Ständers angeordnet ist, wobei an dem unteren Abschnitt des Ständers das feststehende Gehäuse¬ unterteil und das von der Schwenkachse schwenkbare Gehäuseober- teil angeordnet sind.

Durch die erfinderische Lösung wird erreicht, daß die von einer

Windungslage abgetrennten Drahtwindungen, vorzugsweise die vor¬ deren und hinteren Drahtwindungen, die aus nicht toleranzhal- tigen und qualitätsgerechten Drahtadern bestehen, von dem Win¬ dungstransporteur genommen und außerhalb desselben in Ab¬ schnitte gewünschter Größe zerteilt werden.

Vorzugsweise sind an dem Walzgut-Zuführkanal diesen seitlich begrenzende Zentrierbleche sowie in dessen vorderem Abschnitt ein Stopper angeordnet, der bei geöffneter Stellung der Schrottschere in Offenstellung und in Schneidstellung derselben in Schließstellung ist. Dadurch sind eine gute Führung der Drahtwindungen zur Schrottschere sowie eine störungsfreie Zu¬ führung gewährleistet.

In bevorzugter Ausführung der Erfindung ist das untere Messer¬ trageelement als ein vieraπniges, rechteckiges Kreuz ausgebil¬ det, von dem zwei Kreuzarme auf der verlängerten mittleren Längsachse des Walzgut-Zuführkanals und die beiden anderen Kreuzarme um 90° versetzt zu diesem angeordnet sind, wobei an jedem Kreuzarm ein Untermesser befestigt ist.

Eine aufeinanderfolgende Schnittfolge bei den an den waagerech¬ ten Kreuzarmen angeordneten Untermessern kann erreicht werden, wenn die Untermesser jeweils auf verschiedenen Seiten der sich in eine Richtung erstreckenden Kreuzarme angeordnet sind.

Eine weitere mögliche Ausführungsform besteht darin, daß das untere Messertrageelement in bezug auf die verlängerte mittlere Längsachse des Walzgut-Zuführkanals in Form eines Andreas¬ kreuzes angeordnet ist, wobei an jedem Kreuzarm ein Untermesser befestigt ist.

Um die Drahtwindungen auch in mehr als vier Abschnitte zu un¬ terteilen, kann das untere Messertrageelement mehr als vier, jeweils ein Untermesser tragende, Arme aufweisen, die auf dem

Umfang der zu zerteilenden Drahtwindungen in einem annähernd gleichen Abstand zueinander angeordnet sind. Zweckmäßigerweise weist das Gehäuseunterteil im Bereich des Messertrageelementes eine Öffnung auf, die größer als die zu zerteilenden Drahtwin¬ dungen ist, wobei diese vor dem Zerteilen auf den Armen des Messertrageelementes aufliegen und in ihrer Lage durch An¬ schläge fixiert sind, welche auf der dem Walzgut-Zuführkanal gegenüberliegenden Seite des Gehäuseunterteils angeordnet sind.

Um ein Sammeln der einzelnen Abschnitte der zerteilten Draht¬ windungen zu erreichen, ist es vorteilhaft, wenn im Bereich der Öffnung mehrere, nach unten weisende Leitbleche angeordnet sind, wobei unterhalb der Öffnung eine Grube mit einem darin befindlichen Schrottkübel zur Aufnahme der zerteilten Drahtwin¬ dungen angeordnet ist.

In weiterer Ausbildung der Erfindung ist der Linearantrieb als ein Hydraulikantrieb ausgebildet, dessen Hydraulikzylinder an dem Ständer und der Kolben über eine Kolbenstange an dem Ge¬ häuseoberteil in dessen mittlerem Bereich angeordnet sind.

Eine bevorzugte Ausführungsform ist es, wenn der Ständer aus einem oder mehreren Trägern, die vertikal zu der horizontalen Bezugsebene angeordnet sind, und einem oder mehreren Trägern, die vertikal zu dem Gehäuseunterteil angeordnet sind, besteht, wobei die Träger im oberen Abschnitt des Ständers miteinander verbunden sind.

Hierbei können bei mehreren Trägern diese durch eine Traverse im oberen Abschnitt des Ständers untereinander verbunden sein.

Es ist weiterhin möglich, daß der Walzgut-Zuführkanal fest mit dem Gehäuseunterteil der Schrottschere, einen Teil derselben bildend, verbunden ist.

In einem Ausführungsbeispiel wird die Erfindung näher erläu¬ tert. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:

Fig. 1 die Vorderansicht der Vorrichtung Fig. 2 den Schnitt A-A nach Fig. 1

Die Vorrichtung weist einen seitlich durch Zentrierbleche 11 begrenzten Walzgut-Zuführkanal 1 auf. Er ist zwischen einem Windungstransporteur einer nicht dargestellten Drahtwalzstraße und einer Schrottschere I angeordnet und dient zur Zuführung von zu zerteilenden Drahtwindungen 14 zu dieser. In dem vor¬ deren, der Schrottschere I zugewandten Bereich des Walzgut-Zu¬ führkanals 1 ist beweglich ein Stopper 10 angeordnet. Der Walzgut-Zuführkanal 1 kann dabei selbst Teil der Schrottschere I sein.

Die Schrottschere I weist ein an dem Walzgut-Zuführkanal 1 an¬ liegendes Gehäuseunterteil 2 auf. Die zum Transport der Draht¬ windungen 14 dienenden Flächen beider Bauteile liegen in einer Ebene. Diese Ebene ist in einem Winkel <λ. zu einer horizontalen Bezugsebene 19 nach oben geneigt. Damit ist es möglich, daß die Drahtwindungen 14 von dem oberhalb der Schrottschere I angeord¬ neten Windungstransporteur in diese gleiten können. Der Winkel C ,muß dabei bei einem Schwerkrafttransport größer als der Winkel der Selbsthemmung infolge der Reibung zwischen den Drahtwindungen 14 und ihrer Gleitebene sein. Bei einem Trans¬ port mittels einer Fördereinrichtung kann er sehr klein gehal¬ ten sein.

Das Gehäuseunterteil 2' weist ein unteres Messertrageelement 12 auf. Dieses ist vorzugsweise als ein vierarmiges, rechteckiges Kreuz ausgebildet, von dem zwei Kreuzarme auf der verlängerten mittleren Längsachse 17 des Walzgut-Zuführungskanals 1 und die beiden anderen Arme entsprechend um 90 d versetzt zu dieser an¬ geordnet sind. An jedem Arm ist jeweils im Bereich des Durch¬ messers der zu zerteilenden Drahtwindung 14 ein Untermesser 8 angeordnet. Es sind somit vier Untermesser 8 vorgesehen.

Es ist aber auch möglich, das untere Messertrageelement 12 in

anderer Form auszubilden, beispielsweise in Form eines Andreas¬ kreuzes in bezug auf die Längsachse des Walzgut-Zuführkanals 1 oder auch mit mehr als vier Armen und damit einer entsprechend größeren Anzahl von Untermessern 8.

Im Bereich des unteren Messertragelementes 12 weist das Ge¬ häuseunterteil 2' eine Öffnung 15 auf, die größer als der Durchmesser der zu zerteilenden Drahtwindungen 14 ist, so daß die zerteilten Abschnitte derselben nach unten fallen können. Zur Fixierung der Lage der Drahtwindungen 14 in der Schrott¬ schere I sind auf der dem Walzgut-Zuführkanal 1 abgewandten Seite an dem Gehäuseunterteil 2' Anschläge 9 angeordnet. An der Unterseite des Gehäuseunterteils 2' sind im Bereich der Öff¬ nung 15 mehrere Leitbleche 5 zur Führung der nach unten fallen¬ den Teile der Drahtwindungen 14 vorgesehen.

Die Schrottschere I weist weiterhin ein Gehäuseoberteil 2" auf. Dieses ist im Bereich seines hinteren Endes auf der dem Walz¬ gut-Zuführkanal 1 abgewandten Seite um eine quer zu dessen ver¬ längerter mittlerer Längsachse angeordneter Schwenkachse 17 ge¬ lagert. Um diese ist das Gehäuseoberteil 2" in die Ebene des Gehäuseunterteils 2' und aus dieser heraus schwenkbar. Das Ge¬ häuseoberteil 2" weist ein oberes Messertrageelement 13 mit an diesem angeordneten Obermessern 7 auf. Die Ober- und Untermes¬ ser 7; 8 sind paarweise einander zugeordnet, wodurch sie in Schnittstellung in Wirkverbindung stehen.

Die Schrottschere I weist weiterhin einen Linearantrieb 3 auf, der das bewegliche Gehäuseoberteil 2" gegen das feststehende Gehäuseunterteil 2' verschwenkt. Der Linearantrieb 3 ist an einem Ständer 6 angeordnet, der vertikal zu der horizontalen Bezugsebene 19 angeordnet ist.

An dem unteren Abschnitt des Ständers 6 sind in der vorstehend beschriebenen Weise das schwenkbare Gehäuseoberteil 2" gelagert und das feststehende Gehäuseunterteil 2' angeordnet. Der Stän-

der 6 kann unterschiedlich aufgebaut sein. Wie in Fig. 2 darge¬ stellt, weist er bei diesem Ausführungsbeispiel drei vertikale Träger 6' auf, welche gemäß Fig. 1 durch eine Traverse an ihrem oberen Ende miteinander verbunden sind. Das feststehende Ge¬ häuseunterteil 2' ist mit dem Ständer 6 über vertikal auf diesem an seinen beiden Längsseiten angeordnete Träger 6" ver¬ bunden.

Damit weist die Schrottschere I einen Festigkeitsverband auf, der ein mehrfaches Zertrennen von übereinanderliegenden Draht¬ windungen 14 ermöglicht.

Der Linearantrieb 3 ist vorzugsweise als ein Hydraulikantrieb ausgebildet, wobei der Hydraulikzylinder fest an dem Ständer 6, vorzugsweise an dessen Traverse, und der Kolben mit einer Kol¬ benstange an dem Gehäuseoberteil 2" angeordnet sind.

Der Linearantrieb 3 ist dabei annähernd im mittleren Bereich des Gehäuseoberteils 2" mit diesem verbunden.

Die Vorrichtung weist unterhalb der Schrottschere I eine Grube 16 auf, in der ein transportabler Schrottkübel 4 zur Aufnahme der zerschnittenen Drahtwindungen 14 steht.

Bei der Herstellung von Draht in Warmwalzwerken ist es erfor¬ derlich, die nicht toleranzhaltigen und qualitätsgerechten vor¬ deren und hinteren Drahtwindungen 14, auch als Schrottwindungen bezeichnet, von den Gutaderwindungen abzuschneiden, zu zer¬ teilen und dem Schrott zuzuführen. Diese Drahtwindungen 14 werden in nicht dargestellter Weise auf einem Windungstranspor¬ teur zusammengeschoben und dann über den Walzgut-Zuführkanal 1 der Schrottschere I zugeführt. Dabei ist die Zuführung nur mög¬ lich, wenn die Schrottschere I eine Offenstellung (Fig. 1) ein¬ nimmt. Bei geschlossener Stellung derselben hält der Stopper 10 die Drahtwindungen 14 in dem Walzgut-Zuführkanal 1 zurück.

Bei der Offenstellung gleiten die Drahtwindungen 14 auf dem Ge¬ häuseunterteil 2' in die Schrottschere I. In dieser legen sie sich an die Anschläge 9 an, wobei sie gleichzeitig auf den Untermessern 8 aufliegen. Das Gehäuseoberteil 2" wird mittels des Linearantriebes 3 nach unten verschoben und schwenkt dabei um die Schwenkachse 17. Hierdurch wird erreicht, daß die Draht¬ windungen 14 an den einzelnen Schnittstellen zu unterschiedli¬ chen Zeitpunkten abgeschert werden. Damit wird der für das Zer¬ teilen der Drahtwindungen 14 in mehrere Bogenteile gleichzeitig erforderliche Kraftaufwand verringert. Dieser gleichzeitige Kraftaufwand kann dadurch verringert werden, daß die beiden im mittleren Bereich in einer horizontalen Ebene liegenden Paare von Ober- und Untermessern 7; 8, wie in Fig. 2 dargestellt, gegeneinander versetzt angeordnet sind. Nach dem Zerteilen fallen die einzelnen Bogenabschnitte der Drahtwindungen 14, durch die Leitbleche 5 geführt, in den Schrottkübel 4. Da le¬ diglich Viertelkreise oder noch kleinere Teile in Abhängigkeit von der Anzahl der zum Einsatz kommenden Paare von Ober- und Untermessern 7; 8 sich in diesem sammeln, ist es möglich, eine größere Masse in diesem aufzunehmen als bei dem Sammeln ganzer Drahtwindungen 14.