| WO/2005/026615 | FUEL REACTOR |
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Ansprüche
1. Holzpellet-Blockheizkraftwerk, umfassend eine Pelletzuführung (5a), eine Brennkammer, eine Entaschungseinrichtung und einen Stirlingmotor (22), dadurch gekennzeichnet, dass
• ein Abgasrekuperator (11) Verbrennungsluft (10) vorwärmt und Holzpellets mit einem Teil dieser heißen Luft (13) vergast werden,
• dieser Teil (13) der heißen Verbrennungsluft (10) oberhalb eines Rosts (4) in eine Vergasungsbrennkammer (3 a) geführt wird und das so entstehende Brenngas (18) zusammen mit Asche von einem Sei- tenkanalverdichter (7) nach unten durch den Rost (4) gesaugt wird,
• das Brenngas (18) unter dem Rost (4) derartig mit einem Strömungsimpuls des Restes (14) der heißen Verbrennungsluft (10) versetzt wird, dass zum einen ein niedriger Lambdawert nahe der CO- Grenze eingehalten wird und abhängig von der Temperatur der
Brennkammer (3b) die Verbrennung an einer zentralen Düse (19) stabilisiert wird oder sich mit zunehmender Temperatur der Brennkammer (3 b) mehr und mehr der Zustand der flammenlosen Verbrennung einstellt, wobei in der Brennkammer (3b) ein Potenzi- alwirbel (20) entsteht, der Abgas (6), Brenngas (18) und heiße
Verbrennungsluft (14) intensiv mischt, so dass Brenngas (18) und Aschepartikel vollständig verbrennen.
2. Holzpellet-Blockheizkraftwerk nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass
• die Asche zusammen mit dem Abgas (6) durch den Abgasrekuperator (11) und einem diesen nachgeschalteten Brennwertwärmetauscher (24) gesaugt wird, wobei eine so hohe Strömungsgeschwin- - 13 -
digkeit eingehalten wird, dass Aschepartikel sich nicht an den Wärmetauscherwänden anlagern können,
• die Aschepartikel im Brennwertwärmetauscher (24) mit dem dort entstehenden Kondenswasser vermischt werden, wobei sich die lös- liehen Teile im Kondenswasser lösen und die nicht-löslichen Bestandteile mit dem Kondenswasser und dem Abgasstrom (6) ausgespült bzw. ausgetragen werden, und
• durch die innige Durchmischung von Abgas (6), Aschepartikel und Kondenswasser auch feine Partikel aus dem Abgas (6) ausgewa- sehen werden.
3. Holzpellet-Blockheizkraftwerk nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgas-Kondenswasser-Asche-Gemisch vor oder nach dem Seitenka- naiverdichter (7) in einem Abgas-Kondenswasserseperator (27), z.B. einem Zyklon, getrennt wird.
4. Holzpellet-Blockheizkraftwerk nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass Aschepartikel, die im Potenzialwirbel (20) in der Brennkammer absinken, durch Luftstöße oder Abgasrückführung aus am Brennkammerboden angeordneten Luftdüsen wieder aufgewirbelt werden.
5. Holzpellet-Blockheizkraftwerk nach Anspruch 1, 2, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung so erfolgt, dass die momentane Leistung des Gasbrenners (2) über die Drehzahl des Seitenkanalverdichter (7) geregelt wird und nur von der Erhitzerkopftemperatur des Stirlingmotors (22) bestimmt wird, - 14 -
der Lambdawert und die Brennstoffzufuhr ebenfalls unabhängig von der momentanen Brennerleistung sind, wobei der Lambdawert durch Verstellen des Mengenverhältnisses von Primär- zu Sekundärluft und die Pelletzufuhr durch die überwachung der Rückstrahlung der Helligkeit der Ober- seite des Glutbettes durch einen Licht-Sensor geregelt wird.
6. Holzpellet-Blockheizkraftwerk nach Anspruch 1, 2, 3, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rekuperator (11) und Brennwertwärmetauscher (24) mit ihren Wärme- tauscherflächen konzentrisch um die Brennkammer gelegt und in die Wärmedämmung integriert sind. |
Holzpellet-Blockheizkraftwerk mit Stirlingmotor in Brennwerttechnik
Die Erfindung betrifft ein Holzpellet-Blockheizkraftwerk (Holzpellet- BHKW), umfassend eine Pelletzuführung, eine Brennkammer, eine Enta- schungseinrichtung und einen Stirlingmotor.
Solche Holzpellet-BHKWs finden neuerdings verstärktes Interesse zur dezentralen Verstromung von Biomasse in kleinen Leistungseinheiten als Kraft- Wärme-Kopplung (KWK) in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Dort sollen sie die übliche Hausheizung und Warmwasserbereitung ersetzen und zusätzlich möglichst viel Strom erzeugen, der ins öffentliche Netz eingespeist wird und nach dem Energie-Einspeise-Gesetz (EEG) vergütet wird.
Solche Holzpellet-BHKWs mit Stirlingmotor sind auf dem Weltmarkt noch nicht als Seriengeräte erhältlich. Einige Holzpelletkessel-Hersteller unternehmen Versuche ihre Holzpelletkessel mit Stirlingmotoren auszustatten, so z.B. die Firma Hoval in Liechtenstein oder die Firma Energiebig in österreich. In solchen Holzpelletkesseln werden mit einer Dosierschnecke Pellets auf einen Rost befördert, dort entzündet und verbrannt. Die Asche fällt teilweise durch den Rost, wird teilweise von den Flammen mitgenommen und lagert sich so in der Aschelade, auf dem Kesselboden, in den Rauchzügen und im Kamin ab und muss von dort in regelmäßigen Intervallen entfernt werden. Der Stirlingmotor ragt mit seinem Erhitzerkopf in die heiße Verbrennungszone, entnimmt dort einen Teil der Hochtemperatur- wärme und erzeugt aus diesem Wärme-Teil, seinem Wirkungsgrad entsprechend, z.B. 20% Strom und 80% Warmwasser. Der Rest der Hochtemperaturwärme im heißen Abgas, nachdem diese den Stirlingerhitzerkopf passiert hat, wird an den Kesselwänden und den Rauchzügen zu Warmwasser umgewandelt. Deswegen erzeugen solche Holzpellet-BHKWs mit Stir-
lingmotor aus dem Brennstoff nur sehr wenig Strom (5-10%), weisen große und schwere Holzpelletkessel auf und es bedarf, wegen der Entaschung, häufiger Wartung. Brennwerttechnik wird in Holzpelletkesseln wegen der Ascheproblematik noch nicht angewendet.
Für den wirtschaftlichen Einsatz solcher BHKWs in Ein- und Mehrfamilienhäusern ist es zwingend notwendig, dass ein möglichst hoher Stromanteil erzielt wird.
Wünschenswert wäre eine Anlage, die möglichst klein, kompakt und wartungsarm ist und die zur Erhöhung des Gesamtwirkungsgrades zusätzlich Brennwerttechnik benutzt. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde ein einen Stirlingmotor aufweisendes Holzpellet-BHKW mit den oben genannten Eigenschaften zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
• ein Abgasrekuperator Verbrennungsluft vorwärmt und Holzpellets mit einem Teil dieser heißen Luft (Primärluft) vergast werden,
• dieser Teil der heißen Verbrennungsluft oberhalb eines Rosts in ei- ne Vergasungsbrennkammer geführt wird und das so entstehende
Brenngas zusammen mit Asche von einem Seitenkanalverdichter (starkes Saugzuggebläse) nach unten durch den Rost gesaugt wird,
• das Brenngas unter dem Rost derartig mit einem Strömungsimpuls des Restes der heißen Verbrennungsluft (Sekundärluft) versetzt wird, dass zum einen ein niedriger Lambdawert nahe der CO-
Grenze eingehalten wird und abhängig von der Temperatur der Brennkammer die Verbrennung an einer zentralen Düse stabilisiert wird oder sich mit zunehmender Temperatur der Brennkammer
mehr und mehr der Zustand der flammenlosen Verbrennung einstellt, wobei in der Brennkammer ein Potenzialwirbel entsteht, der Abgas, Brenngas und heiße Verbrennungsluft intensiv mischt, so dass Brenngas und Aschepartikel vollständig verbrennen.
Der Kern der Erfindung liegt also darin, in einer um den Erhitzerkopf des Stirlingmotors herum angeordneten Brennkammer Holzpellets zuerst mit, durch den heißen Abgasstrom, vorgewärmter Luft zu vergasen und unmittelbar danach zu verbrennen. Die Entaschung soll dabei vollständig über den Abgasstrom und mit dem Kondenswasser aus der Brennwerttechnik erfolgen.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Asche zusammen mit dem Abgas durch den Abgasrekuperator und einem diesem nachgeschalteten Brennwertwärmetauscher gesaugt, wobei eine so hohe Strömungsgeschwindigkeit eingehalten wird, dass sich Aschepartikel nicht an den Wärmetauscherwänden anlagern können. Die Aschepartikel werden im Brennwertwärmetauscher mit dem dort entstehenden Kondenswasser vermischt, wobei sich die löslichen Teile im Kondenswasser lösen und die nicht-löslichen Bestandteile mit dem Kondenswasser und dem Abgasstrom ausgespült bzw. ausgetragen werden. Durch die innige Durchmischung von Abgas, Aschepartikel und Kondenswasser werden auch feine Teilchen, wie Feinstaub oder Aerosole, aus dem Abgas ausgewaschen.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Abgas- Kondenswassser-Asche-Gemisch vor oder nach dem Seitenkanalverdichter in einem Abgas-Kondenswasser-Seperator, z.B. einem Zyklon, getrennt wird.
In einer bevorzugten Ausfuhrungsform ist vorgesehen, dass Aschepartikel, die im Potenzialwirbel in der Brennkammer absinken, durch Luftstöße oder Abgasrückführung aus am Boden der Brennkammer angeordneten Luftdüsen wieder aufgewirbelt und aus der Brennkammer ausgetragen werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Steuerung so, dass die momentane Brennerleistung über die Drehzahl des Seitenkanalverdichters geregelt wird und nur von der Erhitzerkopftemperatur des Stirlingmotors bestimmt wird. Der Lambdawert und die Brennstoffzufuhr sind ebenfalls unabhängig von der momentanen Brennerleistung, wobei der Lambdawert durch Verstellen des Mengenverhältnisses von Primär- zu Sekundärluft und die Pelletzufuhr durch die überwachung der Rückstrahlung der Helligkeit der Oberseite des Glutbettes durch einen Licht-Sensor geregelt wird.
In einer bevorzugten kompakten Ausführungsform sind der Abgasrekuperator und der Brennwärmtauscher mit ihren Wärmetauscherflächen konzentrisch um die Brennkammer gelegt und in die Wärmedämmung integriert.
Nachfolgend werden zwei bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine schematische Gesamtansicht, die alle Funktionsteile des erfindungsgemäßen Holzpellet-Blockheizkraftwerks gemäß einer ersten Ausführungsform veranschaulicht,
Fig. 2 eine vergrößerte Teil-Darstellung einer in Fig. 1 veranschaulichten Vergasungsbrennkammer, wobei außerdem die Spezielle Verbrennungsluft-, Brenngas- und Abgasführung gezeigt sind.
Fig. 3 a-d den prinzipiellen Aufbau der Vergasungsbrennkammer mit Rost und speziellen Ausfuhrungsbeispielen bezüglich Primär- und Sekundärluftführung,
Fig. 4 eine vereinfachte schematische Ansicht eines besonders kompakten Holzpellet-Blockheizkraftwerks gemäß einer bevorzugten zweiten Ausführungsform, und
Fig. 5 eine vergrößerte Teil-Darstellung einer in Fig. 4 veranschaulichten Vergasungsbrennkammer, wobei außerdem wieder die spezielle Verbrennungslust-, Brenngas- und Abgasführung gezeigt sind.
Durch eine elektrische Heizung 1 (Fig. 1) oder einen Gasbrenner 2 wird eine noch nicht mit Holzpellets beschickte Vergasungsbrennkammer 3 a, in der ein Rost 4 angeordnet ist, über die Zündtemperatur der Holzpellets vorgeheizt. Eine Dosierschnecke 5 a befördert über einen schrägen Fallschacht 5 b und einen senkrechten Fallschacht 5 c Pellets aus einem Vorratsbehälter 5 d auf den heißen Rost 4. Ein im Abgasstrom 6 der Brennkammer 3 b sitzender Seitenkanalverdichter 7 saugt über einen Außenman- tel 8 eines doppelwandigen Brennwertkamins 9 Verbrennungsluft 10 aus der Umgebung an. Die Verbrennungsluft 10 wird in einem Rekuperator 11 von Umgebungstemperatur auf nahezu Brennkammertemperatur aufgeheizt, in dem der durch den Rekuperator 11 im Gegenstrom strömende Abgasstrom 6 aus der Brennkammer von Brennkammertemperatur auf Tem- peraturen < 200 0 C abgekühlt wird. Der Rekuperator 11 ist zwischen der Brennkammer 3 b und dem Seitenkanalverdichter 7 angeordnet und bildet eine Luft-Vorwärm-Einheit für die Verbrennungsluft 10.
Gesteuert von einer im Abgasstrom 6 sitzenden Lambdasonde 12 wird die nun heiße Verbrennungsluft 10 stromabwärts des Rekuperators 11 in zwei Teilströme 13 und 14 aufgeteilt (Fig. 2), indem Primär- bzw. Sekundärluftöffnungen 15, 16 an der Vergasungsbrennkammer 3 mehr oder weniger frei gegeben werden, indem, wie hier beispielhaft dargestellt, ein Mikrostepper (Schrittmotor) 17 des oberen Teil der Vergasungsbrennkammer 3 hebt bzw. senkt, wodurch der Ringkanal 16 als Sekundärluftdüse mehr oder weniger freigegeben wird. Prinzipiell strömt die Primärluft 13 oberhalb des Rosts 4 ein, während die Sekundärluft 14 unterhalb des Rosts 4 einströmt, wie in den Figuren 3 a-d noch näher erläutert ist. Je nach Luftmengenverhältnis von Primär- und Sekundärluft 13, 14 vergast bzw. verbrennt die heiße Primärluft 13 die Pellets auf dem Rost 4.
Das dabei entstehende Brenngas bzw. brennende Gas 18 wird durch den Rost 4 nach unten gesaugt und strömt mit einer hohen Strömungsgeschwindigkeit von bis über 20 m/s durch eine zentrale Düse 19 und wird je nach gewünschtem Lambdawert zusätzlich mit einem Strömungsimpuls heißer Sekundärluft 14 aus dem Ringkanal oder den kranzförmig angeordneten Düsen 16 versetzt. Der hohe Strömungsimpuls erzeugt in der Brenn- kammer 3 b (Fig. 1) einen Potenzialwirbel 20, der Abgas 6, Sekundärluft 14 und Brenngas 18 intensiv vermischt, so dass abhängig von der Temperatur der Brennkammer die Verbrennung an der Düse 19 stabilisiert wird oder mit zunehmender Temperatur sich die Verbrennung über die gesamte Brennkammer ausbreitet und wegen der hohen Abgasrückführungsrate in bekannter Weise flammenlos werden kann, wobei die Verbrennung besonders sauber wird und praktisch kein Stickoxid im Abgas feststellbar ist. Das Brenngas 18 und zuweilen durch den Rost 4 fallende kleine, noch nicht vollständig ausgebrannte Brennstoffpartikel haben durch den Poten-
zialwirbel 20 eine lange mittlere Verweildauer in der Brennkammer und verbrennen vollständig.
In der Brennkammer angeordnete Erhitzerröhrchen 21 eines Stirlingmotors 22 werden durch Konvektion des Potenzialwirbels 20 und Strahlung der heißen Brennkammerwände 23 gleichmäßig mit Hochtemperaturwärme beaufschlagt. Das noch heiße Abgas 6 verlässt die Brennkammer über den Rekuperator 11 und wird dort durch die im Gegenstrom einströmende kühle Verbrennungsluft 10 abgekühlt, wie weiter oben bereits beschrieben wurde.
Nach dem Rekuperator 11 passiert das Abgas 6 die Lambdasonde 12 und wird dann in einem Brennwertwärmetauscher 24 durch Wasserkühlung 24b, z.B. aus dem Hausheizungsrücklauf, wie in der Brennwerttechnik üb- lieh, unter den Taupunkt abgekühlt. Dabei kondensiert der Wasserdampf des Abgases 6 zu Wassertröpfchen 25 und die Kondensationswärme steht als Nutzwärme im Kühlwasser zur Verfügung. Die λ- Sonde kann auch nach dem Brennwertwärmetauscher angeordnet sein, muss aber dann elektrisch auf Betriebstemperatur gehalten werden .
Die Entaschung erfolgt vollständig über den Abgasstrom 6. Die Strömungsgeschwindigkeit im Rekuperator 11, Brennwertwärmetauscher 24 sowie in den Sammelkanälen zum Seitenkanalverdichter 7 ist so hoch gewählt, dass sich Aschepartikel nicht anlagern können. Etwaig aus dem Po- tenzialwirbel 20 nach unten absinkende Aschepartikel können durch Pressluftstöße oder Abgasrückführung aus Düsen 26 wieder aufgewirbelt werden, damit sie im Potenzialwirbel 20 mitfliegen und die Chance haben den Rekuperatoreingang zu erreichen, um so ausgetragen zu werden.
Die Aschepartikel bestehen aus wasserlöslichen und nicht-wasserlöslichen Bestandteilen. Biomasseabgas hat einen sehr hohen Wasserdampfgehalt, beispielsweise verursacht ein Liter Holzpellets etwa 0,25 Liter Kondens- wasser. Der Ascheanteil ist dagegen verschwindend gering, nämlich 0,001 Liter. Die wasserlöslichen Bestandteile der Asche lösen sich im Wasser, die unlöslichen werden mit dem Kondenswasser ausgeschwemmt und fliegen zusammen mit den Kondenswassertröpfchen durch den Seitenkanal- verdichter 7 in einen Abgas-Kondenswasserseperator, z.B. einem Zyklon, 27. Dieser gibt das trockene Abgas 28 in den Kamin (in der Regel ein Kunststoffrohr, wie in der Brennwerttechnik üblich) und das Kondensat 25 zusammen mit der winzigen Menge Aschepartikel in die Kanalisation. Das Kondensat-Aschegemisch, eine helle, klare, wohlriechende Flüssigkeit, ist ph-neutral und kann auch aufgefangen werden, um als Mineraldünger Verwendung zu finden. Das auf diese Weise durch die Wasserkondensati- on in Brennwertwärmetauscher 24, Seitenkanalverdichter 7 und Zyklon 27 ausgewaschene Abgas enthält keinen Feinstaub mehr. Der gefürchtete Aerosoleintrag (Smog) in die Atmosphäre aus der Verbrennung von Festbrennstoffen entfällt.
Fig. 3 a und 3 b zeigen beim grundsätzlichen Aufbau der Vergasungsbrennkammer 3 a mit Rost 4, Brennstoffzuführung 29 und zentraler Düse 19 zwei Arten der Sekundärluftführung, nämlich Fig. 3 a eine Sekundärluftzugabe vor der Düse 19 und Fig. 3 b eine Sekundärluftzuführung hinter der Düse 19. Die Einstellung des Verhältnisses von Primärluft 13 zu Se- kundärluft 14 erfolgt durch Anheben oder Verdrehen der Vergasungsbrennkammer 3 a, wodurch Sekundärluftöffnungen mehr oder weniger freigegeben werden, wie in Figur 3 c und 3 d noch näher erläutert wird.
In Figur 3 c werden die Sekundärluftöffnungen 16 durch einen Ringspalt gebildet, der durch Anheben der Vergasungsbrennkammer vergrößert wird. In Fig. 3 d sind die Sekundärluftöffnungen 16 kranzförmig angeordnete Löcher, die durch Anheben oder Verdrehen der Vergasungsbrennkammer 3 mehr oder weniger abgedeckt werden.
Für den Aufbau der Vergasungsbrennkammer 3 a ist eine einfache, robuste Konstruktion notwendig, weil alles im Hochtemperaturbereich liegt (700- 1400 0 C). Diese Konstruktion muss eine präzise Dosierung der Sekundär- luft 14 ermöglichen, um den Lambdawert nahe an die CO-Grenze zu stellen (ca. Lambda 1,5), weil ein zu hoher Luftüberschuss den elektrischen Wirkungsgrad entsprechend schmälern würde: z.B. Lambda 2,5 statt Lambda 1,5 ergibt einen elektrischen Wirkungsgrad von nur 25% statt 30%. Die Wände der Vergasungsbrennkammer 3 und die Luftdüsen wer- den jedoch durch die „nur" ca. 700°C heiße Verbrennungsluft 10 gekühlt. Der Rost 4 muss aus keramischen Werkstoffen sein.
Fig. 4 zeigt eine besonders kompakte Ausführungsform des Holzpellet- BHKWs mit Stirlingmotor 22 von dem hier nur der Erhitzerkopf dargestellt ist. Der Abgasrekuperator 11 ist mit seinen Wärmetauscherflächen konzentrisch um die Brennkammerwände 23 gelegt und in die Wärmedämmung integriert. Zusätzlich ist ein ebenfalls konzentrisch am unteren Ende des Rekuperators 11 angeordneter Brennwertwärmetauscher 24 vorgesehen. Er wird durch eine wassergekühlte Innenfläche 24c gebildet, über die der Ab- gasstrom 6 gelenkt wird. Die konzentrischen Wärmetauscherkanäle für Verbrennungsluft und Abgas sind über Sammelkanäle 31, 32 an den Brennwertkamin 9 bzw. an den Seitenkanalverdichter 7 angeschlossen. Fig. 5 zeigt die Verbrennungsluft und Abgasführung.
Es ist möglich durch Auswechseln der Vergasungsbrennkammer 3 a unterschiedliche feste, flüssige und gasförmige Brennstoffe wie Holzpellets, Hackschnitzel, Pflanzenöl, Biogas etc. zu benutzen. Feste und flüssige Brennstoffe werden prinzipiell durch die vorgewärmte Verbrennungsluft (Primärluft) vergast und unmittelbar danach unter Zugabe von vorgewärmter Sekundärluft verbrannt. Die Vorwärmung der Verbrennungsluft in der Startphase, sowie die Zündung des vergasten Brennstoffes erfolgt elektrisch oder durch einen kleinen (Propan-)Gasaufheizbrenner.
Die Steuerung des Holzpellet-BHKWs mit Stirlingmotor ( ohne Fig.) erfolgt nach den Erfordernissen des Stirlingmotors. Um einen hohen elektrischen Wirkungsgrad zu erzielen, muss die Erhitzerröhrchentemperatur auch im Teillastbereich an der oberen zulässigen Grenze gehalten werden (ca. 85O 0 C). Die momentane Brennerleistung wird durch änderung der Seitenkanalverdichterdrehzahl so eingestellt, dass die Erhitzerröhrchen- Solltemperatur gehalten wird, unabhängig von der Drehzahl und damit Leistungsabgabe des Stirlingmotors. Die Holzpelletzufuhr ist wiederum unabhängig von der momentanen Brennerleistung. Ein Licht-Sensor 30 (Fig. 1 und 4) erkennt, ob genügend Pellets auf der Glut liegen, indem er oberhalb des Glutbettes z. B. die Infrarothelligkeit misst. Ist die Glut zu hell, werden frische Pellet nachgelegt bis die helle Glut entsprechend abgedeckt ist und die Zufuhr stoppt. Der Soll-Lambdawert wird wiederum unabhängig von momentaner Brennerleistung und momentaner Stirlingmotor- leistung über die Lambdasonde durch Verstellen des Mengenverhältnisses von Primär- und Sekundärluft eingestellt.
Der Holz-Pellet-Brenner des Holzpellet-BHKWs eignet sich hervorragend zur Erzeugung hoher Nutztemperaturen (größer 700 0 C) und ist neben der Beheizung von Stirlingmotoren auch zur Beheizung von Dampfreformern,
um aus Methan und Wasserstoff zu erzeugen oder zur Beheizung von Hochtemperaturbrennstoffzellen, geeignet. Besonders hervorzuheben, weil besonders praktisch ist die erfindungsgemäße Ausgestaltung, dass die A- sche mit dem Abgas durch Abgaswärmetauscher und Brennwertwärmetau- scher gesaugt wird und mit dem entstehenden Kondenswasser aus dem Abgas ausgewaschen und nach der Separierung von Abgas und Kondenswasser mit diesem in die Kanalisation eingeleitet werden kann. Indem dem Abgas durch Aufheizung der Verbrennungsluft Energie entzogen wird, die damit in der Verbrennungszone bleibt, braucht das BHKW wenig Brenn- stoff und der elektrische Wirkungsgrad ist entsprechend hoch (25-30%). Der erzeugte Strom lässt sich durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu einem guten Preis an die Energieversorger verkaufen. Die Wirtschaftlichkeit ist dementsprechend hoch.
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Bezugszeichenliste
1 elektrische Heizung 2 Gasbrenner
3 a Vergasungsbrennkammer 3b Brennkammer 4 Rost
5 a Dosierschnecke 5b schräger Fallschacht 5 c senkrechter Fallschacht 5d Vorratsbehälter
6 Abgasstrom
7 Seitenkanalverdichter 8 Außenmantel
9 doppelwandiger Brennwertkamin
10 Verbrennungsluft
11 Rekuperator, Luftvorwärmer
12 Lambdasonde 13 Primärluft
14 Sekundärluft
15 Primärluftöffnungen
16 Sekundärluftöffnungen, Ringkanal
17 Microstepper (Schrittmotor) 18 Brenngas, brennendes Gas
19 zentrale Düse
20 Potenzialwirbel
21 Erhitzerröhrchen
22 Stirlingmotor
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23 Brennkammerwand
24 Brennwertwärmetauscher 24b Wasserkühlung
25 Wassertröpfchen, Kondensat 26 Düsen
27 Abgas-Kondenswasserseperator (Zyklon)
28 trockenes Abgas
29 Brennstoffzuführung
30 Helligkeitssensor 31 Sammelkanal für Verbrennungsluft 32 Sammelkanal für Abgas
Next Patent: GAS SUPPLY SYSTEM
