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Title:
WOOD-PROCESSING SYSTEM AND WOOD-PROCESSING METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/020595
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a wood-processing system having a buffer (1), which receives and buffers planar workpieces (7) of wood materials or wood substitute materials, and a deposit device (4), onto which workpieces (7) removed from the buffer (1) can be deposited. The at least one robot (2) is designed to remove the workpieces (7) from the buffer (1) and to deposit said workpieces on a deposit element (41 - 44) of the deposit device (4) and/or at another deposit location in the buffer (1).

Inventors:
NIEBUR, Dirk (Niedermeiersfeld Nr. 9, Hüllhorst, 32609, DE)
Application Number:
EP2018/069975
Publication Date:
January 31, 2019
Filing Date:
July 24, 2018
Export Citation:
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Assignee:
IMA KLESSMANN GMBH HOLZBEARBEITUNGSSYSTEME (Industriestr. 3, Lübbecke, 32312, DE)
International Classes:
B27M1/08; B23Q7/10; B23Q41/02
Domestic Patent References:
WO2010151657A12010-12-29
Foreign References:
US5088533A1992-02-18
DE202007015954U12009-02-05
DE202016101742U12017-07-05
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
SCHOBER, Mirko (Thielking & Elbertzhagen, PatentanwälteGadderbaumer Str. 14, Bielefeld, 33602, DE)
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Claims:
Patentansprüche t

1. Holzverarbeitungsanlage mit einem Puffer (1), der plattenförmige Werkstücke (7) aus Holz- oder Holzer- satzstoffen aufnimmt und puffert, einer Ablagevorrichtung (4) , auf welche aus dem Puffer (1) entnommene Werkstücke (7) abgelegt werden können, und wenigstens einem Roboter (2) , der dazu eingerichtet ist, die Werkstücke (7) aus dem Puffer (1) zu entnehmen und an einer Ablage (41 - 44) der Ablagevorrichtung (4) und/ oder an einem anderen Ablageplatz im Puffer (1) abzulegen.

2. Holzverarbeitungsanlage nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass sie eine Zuführvorrichtung (8)aufweist, die Werkstücke (7) dem Puffer (1), insbesondere sequenziell, zuführt. 3. Holzverarbeitungsanlage nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Zuführvorrichtung (8) ein Bearbeitungskreislauf und/oder eine Sägevorrichtung und/oder ein Bearbeitungszentrum vorgeschaltet ist, aus dem/der heraus die Zuführvorrichtung (8) die zu puffernden Werkstücke

(7) zugeführt bekommt.

4. Holzverarbeitungsanlage nach einem der vorigen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Ablagevorrichtung (4) ortsfeste Ablagen, insbesondere Paletten und/oder ein Regal und/oder bewegliche Ablagen (41 - 44) , insbesondere Gurt- und/oder Rollenbahnen und/oder Bürstenwagen, aufweist.

5.. Holzverarbeitungsanlage nach einem der vorigen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass sie einen für den Roboter (2) erreichbaren Speicher aufweist, der Schutzmaterial, insbesondere Schutzpapier, Schutzpappe oder Schutzfolie, bevorratet . 6 .. Holzverarbeitungsanlage nach einem der vorigen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Roboter wenigstens in einer ersten Richtung (X) linear, insbesondere parallel zur Ablagevorrichtung (4) , insbesondere auf Schienen, verfahrbar ist, um in der ersten Richtung (X) hintereinander angeordnete Ablagen (41 - 44) anzufahren. 7. Holzverarbeitungsanlage nach einem der vorigen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Werkstücke (7) im Puffer (7) bewegbar sind

8. Holzverarbeitungsverfahren, bei welchem plattenförmige Werkstücke (7) aus Holz oder Holzersatzstoffen in einer Holzverarbeitungsanlage, insbesondere nach einem der vorigen Ansprüche, geführt und/oder bearbeitet werden, wobei Werkstücke (7) einem Puffer (1) zugeführt und darin gepuffert werden, wobei weiter gepufferte Werkstücke (7) nach einer Steuerungsvorgabe durch einen Roboter (2) aus dem Puffer (1) entnommen und an einer vorgegebenen Ablageposition in einer vom Puffer (l) separaten Ablagevorrichtung (4) oder an einer anderen Ablageposition im Puffer (1) selbst abgelegt werden.

9. Holzverarbeitungsverfahren nach Anspruch 8, bei welchem der Roboter (2) nach Ablegen eines Werkstücks (7) auf einer Ablage (41 - 44) ein Schutzmaterial, insbesondere Schutzpapier, Schutzpappe oder Schutzfolie, aus einem Speicher aufnimmt und auf diesem Werkstück (7) ablegt. 10 . Holzverarbeitungsverfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,

dass der Roboter (2) in einer ersten Richtung (X) linear entlang der Ablagevorrichtung (4) verschoben wird.

Description:
HOLZVBRARBEITÜNOSANLAOB UND HOLZVERARBEITUNOSVERFAHREN

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Holzverarbeitungsanlage und ein Holzverarbeitungeverfahren, welches mit einer solchen Holzverarbeitungsanlage durchgeführt werden kann.

Stand der Technik

In Holzverarbeitungeverfahren, bei welchen plattenförmige Werkstücke aus Holz oder Holzersatzstoffen verarbeitet werden, durchlaufen die Werkstücke im Prozess eine ganze Reihe von Verarbeitungsschritten. Dabei ist es vor allem wichtig, dass Werkstücke, die sich in einem Verarbei- tungsprozess befinden, gegebenenfalls einem Puffer zugeführt und dort gepuffert werden, bis sie entweder einem weiteren Bearbeitungeschritt oder aber einer Kommissio- nierung oder Qualitätskontrolle zugeführt werden. Zur Kommissionierung oder Qualitätskontrolle müssen die Werkstücke aus dem Puffer entnommen und entsprechend einer vorgegebenen Sortierung oder Reihenfolge abgelegt werden. Je nach Größe der Werkstücke ist hierfür ein recht hoher personeller Aufwand erforderlich.

Die Erfindung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Holzverarbeitungsanlage und ein Holzverarbeitungsverfahren anzugeben, mit denen sich der personelle Aufwand reduzieren läset. Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Holzverarbeitungs- anlage mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie ein Holz- verarbeitungsverfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 8. Vorteilhafte Ausführungsformen finden sich in den abhängigen Ansprüchen. Die erfindungsgemäße Holzverarbeitungsanlage weist einen Puffer auf, der plattenförmige Werkstücke aus Holz- oder Holzersatzstoffen aufnimmt und puffert. Ferner verfügt die Holzverarbeitungeanlage über eine Ablagevorrichtung, auf welche aus dem Puffer entnommene Werkstücke abgelegt werden können. Erfindungsgemäß ist weiter wenigstens ein Roboter vorgesehen und dazu eingerichtet, die Werkstücke aus dem Puffer zu entnehmen und an einer Ablage der Ablagevorrichtung und/oder an einem anderen Ablageplatz im Puffer abzulegen.

Durch den Einsatz des wenigstens einen Roboters ergeben sich eine ganze Reihe von Vorteilen. Zum einen kann in wesentlich kürzerer Zeit - als dies händisch möglich ist - eine positionsgenaue Ablage der aus dem Puffer entnommenen Werkstücke erfolgen. Weiter ist es möglich, die Werkstücke im Puffer umzusortieren; auch dann, wenn der Puffer beispielsweise beweglich aus- gebildet ist. Durch den Roboter können aus dem Puffer jederzeit Werkstücke entnommen und beispielsweise einer Qualitätssicherung oder Kommissionierung zugeführt werden. Werkstücke können auch in den Puffer zurückgelegt werden. Zudem liefert der Einsatz des Roboters eine größere Flexibilität hinsichtlich der Ausgestaltung des Puffers und der Orientierung der Werkstücke im Puffer und/oder auf der Ablage. Die Werkstücke können durch den Einsatz eines Roboters anders als bei einer einfachen Ausschleusung bei der Ablage beliebig orientiert werden, zum Beispiel waagerecht, senkrecht oder schräg. Ebenso können im Puffer die Werkstücke beliebig orientiert sein, da der Roboter in der Lage ist, sowohl mit beweglichen als auch mit ruhenden Puffern zusammenzuwirken und Werk- stücke aus den Puffern zu entnehmen oder in die Puffer einzubringen.

Der Puffer wird bevorzugt aus einem laufenden Prozess ge- speist. Hierzu kann die Holzverarbeitungeanlage beispielsweise ein Bearbeitungszentrum und/oder einen Bearbeitungskreislauf und/oder eine Sägevorrichtung und/oder eine Durchlaufbearbeitungsmaschine aufweisen, aus der heraus Werkstücke in den Puffer gelangen. Hierzu kann insbesondere vorgesehen sein, dass die erfindungsgemäße Holzverarbeitungsanlage eine Zuführvorrichtung aufweist, die Werkstücke dem Puffer zuführt. Die Zuführung kann sequenziell sein, es können aber auch mehrere Werkstücke gleichzeitig dem Puffer zugeführt werden.

Auch bei der Ablagevorrichtung können je nach Anwendungs- zweck unterschiedliche Ablagen vorgesehen sein. Insbesondere kann nach einer vorteilhaften Aueführungeform der vorliegenden Erfindung die Ablagevorrichtung ortsfeste Ablagen, insbesondere Paletten und/oder ein Regal und/ oder bewegliche Ablagen, insbesondere Gurt- und/oder Rollenbahnen und/oder Bürstenwagen, aufweisen.

Gerade im Hinblick auf die Kommissionierung fertigbear- beiteter Werkstücke kann der Roboter auch dazu eingesetzt werden, auf einzelne Werkstücke Schutzmaterial abzulegen. Dazu kann insbesondere vorgesehen sein, dass die erfindungsgemäße Holzverarbeitungsanlage einen für den Roboter erreichbaren Speicher aufweist, der Schutzmaterial, ins- besondere Schutzpapier, Schutzpappe oder Schutzfolie, bevorratet.

Der Aktionsradius des Roboters kann vergrößert werden, indem er selbst zumindest entlang einer Achse verfahrbar ist. Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass der Roboter wenigstens in einer ersten Richtung linear, insbesondere parallel zur Ablagevorrichtung, insbesondere auf Schienen, verfahrbar ist, um in der ersten Richtung hintereinander angeordnete Ablagen anzufahren. Auf diese Weise wird die Flexibilität der erfindungsgemäßen Holzverarbeitungsanlage noch deutlich erhöht. Auch kann ein zweiter Roboter vorgesehen sein, der bevorzugt ebenfalls entlang derselben Achse verfahrbar ist wie der erste Roboter. Damit lassen sich die Taktzeiten erhöhen, wobei die beiden Roboter auch unterschiedliche Aufgaben übernehmen können.

Nach einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Er- findung kann vorgesehen sein, dass die Werkstücke im

Puffer bewegbar sind.

Verfahrenstechnisch ergeben sich durch den Einsatz wenigstens eines Roboters eine Reihe von Möglichkeiten. Nach einem erfindungsgemaßen Holzverarbeitungsverfahren, bei welchem plattenförmige Werkstücke aus Holz oder Holzersatzstoffen in einer Holzverarbeitungsanlage geführt und/oder bearbeitet werden, werden Werkstücke dem Puffer zugeführt und darin gepuffert. Die gepufferten Werkstücke werden weiter nach einer Steuerungsvorgabe durch einen Roboter aus dem Puffer entnommen und an einer vorgegebenen Ablageposition in einer vom Puffer separaten Ablagevorrichtung abgelegt. Alternativ oder ergänzend können die Werkstücke auch anstatt auf der separaten Abläge- Vorrichtung abgelegt zu werden an einer anderen Ablage- Position im Puffer selbst abgelegt werden. Einerseits können also Ablagen von Werkstücken zur Ausschleusung, Kommissionierung oder Qualitätssicherung erfolgen, ande- rerseits ist es möglich, den Puffer umzusortieren, d.h. die Reihenfolge der Werkstücke im Puffer zu verändern.

Nach einer bevorzugten Variante nimmt der Roboter nach Ablegen eines Werkstücks auf einer Ablage ein Schutzmaterial, insbesondere Schutzpapier, Schutzpappe oder Schutzfolie, aus einem Speicher auf und legt dieses Schutzmaterial dann auf diesem abgelegten Werkstück ab. Bevorzugt kann auch noch vorgesehen sein, dass der Roboter in einer ersten Richtung linear entlang der Ablagevorrichtung verschoben wird. Auf diese Weise ist es möglich, die Ablagen einer beweglichen oder stationären Ablagevorrichtung nacheinander zu beschicken.

Weg zur Ausführung der Erfindung

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichenfigur näher erläutert. Gezeigt ist eine schematische Draufsicht auf zumindest einen Teil einer erfindungsgemäßen Holzverarbeitungs- anlage.

Zu erkennen ist in der Figur ein Puffer 1, in welchem Werkstücke gepuffert werden, die von einer Zuführeinrichtung 8 in den Puffer 1 gelangen. Der Puffer 1 kann so ausgebildet sein, dass er die Werkstücke waagerecht hält. Alternativ ist es genauso möglich, über die Zuführeinrichtung 8 einen Puffer 1 zu beschicken, welcher die Werkstücke in senkrechter Orientierung (d.h. senkrecht zum Boden) hält.

Gegenüber dem Puffer 1 ist eine Ablagevorrichtung 4 angeordnet, die im gezeigten Beispiel eine Mehrzahl Ablagen 41, 42, 43, 44 umfasst, auf welchen Werkstücke 7 abgelegt werden können. Die Ablagevorrichtung 4 kann, wie hier im gezeigten Beispiel angedeutet, eine stationäre Einrichtung sein. Genauso ist es möglich, etwa eine Förderein- richtung als Ablagevorrichtung zu verwenden, welche etwa die Werkstücke 7 in der Richtung X und/oder Y oder auch im Kreis fördert. Zwischen Puffer 1 und Ablagevorrichtung 4 ist erfindungsgemaß der Roboter 2 angeordnet, welcher über einen Roboterarm 3 verfügt, mit dessen Hilfe man ein Werkstück 7 greifen kann. Im gezeigten Beispiel ist der Roboter 2 auf einer Führungseinrichtung 6 gelagert, bei der es sich beispielsweise um Schienen handeln kann. Auf der Führungseinrichtung 6 ist der Roboter in Richtung X parallel zur Ablagevorrichtung 4 verschieblich. Auf diese Weise kann der Roboter 2 die Ablagen 41 bis 44 der Ablagevorrichtung 4 anfahren und Werkstücke 7 darauf ablegen und/oder von diesen Ablagen aufnehmen. Der Aktionsbereich des Roboters 2 ist durch die Linie 5 angedeutet. Der Roboter 2 ist daher in der Lage, jeden Punkt inner- halb der Linie 5 anzufahren. Die über die Zuführeinrichtung 8 in den Puffer 1 gelangenden Werkstücke werden mittels des Roboters 2 aus dem Puffer 1 entnommen und entweder an einer anderen Stelle im Puffer 1 wieder abgelegt oder vom Roboter 2 zu einer Ablage 41 bis 44 der Ablagevorrichtung 4 transportiert und dort abgelegt. Ebenso können auf eine der Ablagen 41 bis 44 abgelegte Werkstücke 7 vom Roboter 2 von der Ablage entnommen und beispielsweise zurück in den Puffer 1 verbracht werden. Möglich ist auch, dass der Roboter 2 ein Schutzmaterial aus einem (nicht gezeigten) SchutzmaterialVorrat entnimmt und auf einem auf der Ablage 41 bis 44 liegenden Werkstück 7 ablegt.