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Title:
WORKPIECE SPINDLE FOR A MAGNETIC-SHOE EXTERNAL CYLINDRICAL GRINDING MACHINE, AND MAGNETIC-SHOE EXTERNAL CYLINDRICAL GRINDING MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/047995
Kind Code:
A1
Abstract:
Provided is a workpiece spindle (10) for a magnetic-shoe external cylindrical grinding machine, having a spindle (12) for rotating a workpiece (21), a holding device (18) for holding the workpiece (21), wherein the holding device (18) has holding shoes, configured as magnetic shoes (46), for clamping the workpiece (21) in the holding device (18), and a hydraulic magnetic-core lifting device (28), coupled to the spindle (12) and to the holding device (18), for varying an axial spacing between the holding device (18) and the spindle (12). By way of the holding device (18), which is axially displaceable with the aid of the hydraulic magnetic-core lifting device (28), the automated feeding of the workpiece (21) can take place more cost-effectively and increased precision in the manufacturing of the workpiece (21) can be achieved, so as to allow cost-effective grinding of annular workpieces (21) with high precision.

Inventors:
STURM, Helmut (Schlehenweg 12, Martkbergel, 91613, DE)
PICHL, Klaus (Richard-Wagner-Str. 9b, Herzogenaurach, 91074, DE)
Application Number:
DE2018/100728
Publication Date:
March 14, 2019
Filing Date:
August 22, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
International Classes:
B24B41/06; B24B5/04; B24B5/06; B24B5/12; B24B19/06; B24B41/00
Domestic Patent References:
WO2009156338A12009-12-30
Foreign References:
DE102011014230A12012-09-20
DE20218009U12003-03-06
US20100323590A12010-12-23
JP2005014189A2005-01-20
JP2003127043A2003-05-08
DE102009047996B32011-03-17
CN106346322A2017-01-25
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1 . Werkstückspindel für eine Magnetschuh-Außenrundschleifmaschine, mit einer Spindel (12) zum Rotieren eines Werkstücks (21 ), einer Halteeinrichtung (18) zum Halten des Werkstücks (21 ), wobei die Halteeinrichtung (18) als Magnetschuh (46) ausgestaltete Halteschuhe zum Spannen des Werkstücks (21 ) in der Halteeinrichtung (18) aufweist, und einer mit der Spindel (12) und mit der Halteeinrichtung (18) gekoppelten hydraulischen Magnetkernhubeinrichtung (28) zur Variation eines axialen Abstands der Halteeinrichtung (18) zur Spindel (12).

2. Werkstückspindel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (18) ausgestaltet ist, von radial innen her an dem ringförmigen Werk- stück (21 ) anzuliegen.

3. Werkstückspindel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (18) ausgestaltet ist, das Werkstück (21 ) radial außen und an einer von der Spindel (12) weg weisenden ersten Stirnseite frei zugänglich zu lassen.

4. Werkstückspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (18) mehrere in Umfangsrichtung zueinander versetzte Axialanschläge (36) zum axialen Anschlagen an einer zur Spindel (12) weisenden, insbesondere versenkt positionierten, zweiten Stirnseite des Werkstücks (21 ) aufweist.

5. Werkstückspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (18) eine Magneteinrichtung (22) zum magnetischen Festhalten des Werkstücks (21 ) aufweist.

6. Werkstückspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (18) einen austauschbaren Adapter (20) zur Aufnahme des Werkstücks (21 ) aufweist, wobei der Adapter (20) insbesondere ausgestaltet ist mehr als ein unterschiedlich geformtes Werkstück (21 ) aufzunehmen.

7. Werkstückspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Arretiereinrichtung zum Festhalten der Spindel (12) vorgesehen ist.

8. Magnetschuh- Außenrundschleifmaschine zum Rundschleifen und Planschlei- fen von ringförmigen Werkstücken (21 ), mit einer Werkstückspindel (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zum Halten des Werkstücks (21 ) während des Schleifens, wobei eine erste Schleifscheibe zum Rundschleifen einer radial äußeren Mantelfläche des Werkstücks (21 ) und eine zweite Schleifscheibe zum Planschleifen einer ersten Stirnseite (21 ) des Werkstücks oder eine Schleifscheibe sowohl zum Rundschleifen der radial äußeren Mantelfläche des Werkstücks (21 ) einer als auch zum Planschleifen der ersten Stirnseite des Werkstücks (21 ) vorgesehen ist.

9. Magnetschuh-Außenrundschleifmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zuführarm (38) zum Zuführen mehrerer vereinzelter Werkstücke (21 ) in die Halteeinrichtung (18) vorgesehen ist, wobei der Zuführarm (38) einen bewegbaren Ladedorn (44) zur Verlagerung des Werkstücks (21 ) aufweist, wobei der Ladedorn (44) in axialer Richtung vor der Spindel (12) und/oder vor der Halteeinrichtung (18) positionierbar ist.

Description:
WERKSTÜCKSPINDEL FÜR EINE MAGNETSCHUH-AUSSENRUNDSCHLEIFMASCHINE SOWIE MAGNETSCHUH-AUSSENRUNDSCHLEIFMASCHINE

Die Erfindung betrifft eine Werkstückspindel für eine Magnetschuh-

Außenrundschleifmaschine, mit deren Hilfe ein Werkstück während des Schleifens festgehalten und rotiert werden kann.

Beim Rundschleifen eines Werkstücks kann das Werkstück mit an der äußeren Man- telfläche angreifenden Backen oder Magnetschuhen festgehalten und mit Hilfe einer Spindel rotiert werden, während eine rotierende Schleifscheibe an der äußeren Mantelfläche des Werkstücks angreift.

Es besteht ein ständiges Bedürfnis, ringförmige Werkstücke kostengünstig mit engen Toleranzen zu schleifen.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, Maßnahmen aufzuzeigen, die ein kostengünstiges Schleifen von ringförmigen Werkstücken mit hoher Genauigkeit ermöglichen. Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch eine Werkstückspindel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 . Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung angegeben, die jeweils einzeln oder in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können. Erfindungsgemäß ist eine Werkstückspindel für eine Magnetschuh-

Außenrundschleifmaschine vorgesehen mit einer Spindel zum Rotieren eines Werkstücks, einer Halteeinrichtung zum Halten des Werkstücks, wobei die Halteeinrichtung als Magnetschuh ausgestaltete Halteschuhe zum Spannen des Werkstücks in der Halteeinrichtung aufweist, und einer mit der Spindel und mit der Halteeinrichtung ge- koppelten hydraulischen Magnetkernhubeinrichtung zur Variation eines axialen Ab- stands der Halteeinrichtung zur Spindel. Mit Hilfe der hydraulischen Magnetkernhubeinrichtung kann die Halteeinrichtung in axialer Richtung aus- und eingefahren werden, während die Spindel axial unbeweglich bleiben kann. Dies ermöglicht es beispielsweise, das zu schleifende Werkstück automatisiert, beispielsweise mit Hilfe eines Schwenkarms und/oder einem Lagedorn, in axialer Richtung vor der Spindel und der Halteeinrichtung zu positionieren und nachfolgend mit Hilfe der hydraulischen Magnetkernhubeinrichtung die Halteeinrichtung auszufahren, um das Werkstück magnetisch festzuhalten. Gegebenenfalls kann die Halteeinrichtung danach etwas einfahren, um das Werkstück aufzunehmen und von einem Werkzeug, welches das Werkstück axial vor der Halteeinrichtung positioniert hat, wegzubewegen. Eine Kollision der Werkstückspindel mit dem Werkzeug kann dadurch vermieden werden. Insbesondere ist es möglich, dass sich das Werkzeug in einer Ebene senkrecht zur Axialrichtung der Werkstückspindel bewegt und nicht in axialer Richtung verfahren werden muss, um ein unerwünschtes Anschlagen des Werkzeugs und/oder des Werkstücks zu vermeiden. Die automatisierte Zuführung des Werkstücks kann dadurch vereinfacht werden und kostengünstiger erfolgen.

Zudem ist es möglich, dass die Halteeinrichtung mit einer angeschrägten Anlagefläche an dem Werkstück angreift und durch die mit der hydraulischen Magnetkernhubeinrichtung erreichte axiale Relativbewegung das Werkstück automatisch an der Halteeinrichtung zentriert. Hierbei kann sich die Halteeinrichtung an dem Werkzeug, welches das Werkstück vor der Halteeinrichtung positioniert hat, abstützen und dadurch das Werkstück auf die Halteeinrichtung aufpressen. Ein Zentrierfehler kann dadurch minimiert werden, so dass insbesondere beim Rundschleifen eine gleichbleibende Materialdicke bei dem ringförmigen Werkstück erreicht werden kann. Insbe- sondere kann bei dem Werkstück zugelassen werden, dass das Werkstück von einem Ringkörper axial abstehende Laschen aufweist. Durch die axiale Verlagerung der Halteeinrichtung kann die mit axial abstehenden Fingern an den Laschen vorbei an dem Ringkörper angreifen, so dass eine sehr hohe Genauigkeit bezüglich der axialen Ringbreite des Werkstücks beim Planschleifen der von den Laschen wegweisenden Stirnseite des Werkstücks erreicht werden kann. Ein an der Stirnseite der Laschen vorgesehener Referenzpunkt für die Messung der Ringbreite kann dadurch vermieden werden, so dass Toleranzen in der axialen Länge der Laschen die Genauigkeit der axialen Ringbreite nicht beeinflussen können. Die Herstellungsgenauigkeit ist dadurch erhöht. Durch die mit Hilfe der hydraulischen Magnetkernhubeinrichtung axial verla- gerbare Halteeinrichtung kann das automatisierte Zuführen des Werkstücks kostengünstiger erfolgen und eine erhöhte Genauigkeit bei der Fertigung des Werkstücks erreicht werden, so dass ein kostengünstiges Schleifen von ringförmigen Werkstücken mit hoher Genauigkeit ermöglicht ist.

Insbesondere ist die Halteeinrichtung ausgestaltet von radial innen her an dem ringförmigen Werkstück anzuliegen. Dadurch ist es möglich, dass die Halteeinrichtung mit einer angeschrägten Mantelfläche, die beispielsweise Teil eines Kegelstumpfs ist, an dem Innendurchmesser des ringförmigen Werkstücks angreifen kann. Durch den mit der hydraulischen Magnetkernhubeinrichtung ermöglichten axialen Versatz der Halteeinrichtung kann das Werkstück ohne an der Halteeinrichtung anzuschlagen axial vor der Halteeinrichtung positioniert werden, die nach einem axialen Ausfahren in das ringförmige Werkstück eintauchen kann und das Werkstück an der Halteeinrichtung automatisch zentriert. Hierbei kann das ringförmige Werkstück insbesondere an der angeschrägten Mantelfläche der Halteeinrichtung aufgepresst werden. Da das ringförmige Werkstück nicht von radial außen, sondern von radial innen her gehalten wird, ist es grundsätzlich möglich die gesamte äußere Mantelfläche des Werkstücks zu schleifen, ohne dass ein bearbeiteter Teil des Werkstücks von einem unbearbeiteten Teil abgestochen werden muss oder das Werkstück zwischen zwei Spitzen aufge- nommen werden muss.

Vorzugsweise ist die Halteeinrichtung ausgestaltet, das Werkstück radial außen und an einer von der Spindel weg weisenden ersten Stirnseite frei zugänglich zu lassen. Beispielsweise ist das ringförmige Werkstück ausschließlich nur an einer Axialseite auf die Halteeinrichtung aufgesteckt und befestigt, so dass die äußere Mantelfläche und die erste Stirnseite für eine Schleifscheibe zugänglich ist. Dies ermöglicht es bei dem Werkstück sowohl ein Rundschleifen als auch ein Planschleifen vorzunehmen, ohne hierzu das Werkstück aus der Halteeinrichtung ausspannen zu müssen oder die Werkzeugmaschine zu wechseln. Die Kosten für eine zusätzliche Werkzeugmaschine können dadurch eingespart werden.

Besonders bevorzugt weist die Halteeinrichtung mehrere in Umfangsrichtung zueinander versetzte Axialanschläge zum axialen Anschlagen an einer zur Spindel weisenden, insbesondere versenkt positionierten, zweiten Stirnseite des Werkstücks auf. Die Axialanschläge können insbesondere jeweils an einer zum Werkstück weisenden Stirnseite von in axialer Richtung abstehenden Fingern vorgesehen sein. Von einem Ringkörper des Werkstücks axial abstehende Laschen, können in die zwischen den Fingern ausgebildeten Zwischenräume eintauchen, so dass die Axialanschläge zwi- sehen den Laschen stirnseitig an dem Ringkörper des Werkstücks anschlagen können. Bei einem Planschleifen der freiliegenden ersten Stirnseite des Werkstücks kann als Referenzpunkt für die axiale Erstreckung der Ringbreite des Werkstücks die zur Spindel weisenden zweite Stirnseite zwischen den Laschen verwendet werden, so dass mit einer hohen Genauigkeit die gewünschte Ringbreite auch bei hohen Tole- ranzanforderungen erreicht werden kann.

Insbesondere weist die Halteeinrichtung eine Magneteinrichtung zum magnetischen Festhalten des Werkstücks auf. Ein reibschlüssiges Verkeilen und/oder Verpressen des Werkstücks mit der Halteeinrichtung kann dadurch vermieden oder reduziert wer- den. Stattdessen kann das Werkstück ausschließlich oder zumindest anteilig magnetisch von der Halteeinrichtung festgehalten werden. Vorzugsweise weist die Magneteinrichtung einen Elektromagneten auf, so dass die zum Festhalten des Werkstücks aufbringbare Magnetkraft für das Einlegen des Werkstücks und/oder für das Entfernen des Werkstücks abgeschaltet werden kann. Das automatische Handling des Werkstück beim Zuführen und Abführen des Werkstücks kann dadurch vereinfacht werden und gleichzeitig ein guter Halt des insbesondere ferromagnetisch ausgeführten Werkstücks in der Halteeinrichtung erreicht werden.

Vorzugsweise weist die Halteeinrichtung einen austauschbaren Adapter zur Aufnah- me des Werkstücks auf, wobei der Adapter insbesondere ausgestaltet ist mehr als ein unterschiedlich geformtes Werkstück aufzunehmen. Der Adaper kann leicht ausgetauscht werden, so dass die Werkstückspindel leicht und kostengünstig an andere herzustellende Werkstücke angepasst werden kann. Zudem kann der Adapter für unterschiedliche Werkstücke angepasst Funktionsflächen aufweisen, um mehr als eine Art von Werkstücken aufnehmen zu können. So kann beispielsweise eine Mantelfläche für ein Werkstück mit einem geringeren Innendurchmesser stärker in axialer Richtung abstehen als eine Mantelfläche für ein Werkstück mit einem größeren Innendurchmesser. Durch die hydraulischen Magnetkernhubeinrichtung kann der axiale Versatz der verschiedenen Mantelflächen ausgeglichen werden, so dass beide Werk- stücke in dem gleichen axialen Abstand zur Spindel positioniert werden können. Eine automatisierte Zuführeinrichtung zum Zuführen und/oder Abführen des Werkstücks kann dadurch widerverwendet werden, wodurch Kosten eingespart werden können. Erfindungsgemäß weist die Halteeinrichtung als Magnetschuh ausgestaltete Halteschuhe zum Spannen des Werkstücks in der Halteeinrichtung auf. Die Halteschuhe können dabei eine Ablage ausbilden, auf denen das Werkstück abgelegt werden kann, bevor die Halteeinrichtung zum Aufnehmen des Werkstücks ausgefahren werden kann. Die Halteschuhe können vorzugsweise einen axialen Anschlag für das Werkstück ausbilden und/oder eine ausreichende Haltekraft auf das Werkstück ausüben, damit die Halteeinrichtung das Werkstück beim Ausfahren nicht in axialer Richtung wegschiebt.

Insbesondere ist eine Arretiereinrichtung zum Festhalten der Spindel vorgesehen. Beim Rundschleifen kann die Arretierung der Spindel gelöst sein, so dass sowohl das Werkstück als auch die Schleifscheibe rotieren können. Beim Planschleifen der Stirnseite des Werkstücks kann es ausreichend sein, wenn nur die Schleifscheibe rotiert und die Spindel von der Arretiereinrichtung festgehalten wird. Dadurch ergeben sich definierte Relativbewegungen beim Planschleifen, die eine hohe Genauigkeit ermögli- chen.

Die Erfindung betrifft ferner eine Magnetschuh-Außenrundschleifmaschine zum Rundschleifen und Planschleifen von ringförmigen Werkstücken, mit einer erfindungsgemäßen Werkstückspindel zum Halten des Werkstücks während des Schleifens, wobei eine erste Schleifscheibe zum Rundschleifen einer radial äußeren Mantelfläche des Werkstücks und eine zweite Schleifscheibe zum Planschleifen einer ersten Stirnseite des Werkstücks oder eine Schleifscheibe sowohl zum Rundschleifen der radial äußeren Mantelfläche des Werkstücks einer als auch zum Planschleifen der ersten Stirnseite des Werkstücks vorgesehen ist. Für das Rundschleifen und das Planschleifen können verschiedene Schleifscheiben oder eine gemeinsame Schleifscheibe verwendet werden. Durch die mit Hilfe der Hubeinrichtung axial verlagerbare Halteeinrichtung kann das automatisierte Zuführen des Werkstücks kostengünstiger erfolgen und eine erhöhte Genauigkeit bei der Fertigung des Werkstücks erreicht werden, so dass ein kostengünstiges Schleifen von ringförmigen Werkstücken mit hoher Genauigkeit ermöglicht ist.

Vorzugsweise ist ein Zuführarm zum Zuführen mehrerer vereinzelter Werkstücke in die Halteeinrichtung vorgesehen ist, wobei der Zuführarm einen bewegbaren Ladedorn zur Verlagerung des Werkstücks aufweist, wobei der Ladedorn in axialer Richtung vor der Spindel und/oder vor der Halteeinrichtung positionierbar ist. In dem Zuführarm können mehrere zu schleifende Werkstücke eingelegt sein, die mit Hilfe einer Vereinzelungseinrichtung vereinzelt werden können. Das einzelne Werkstück kann von dem Ladedorn aufgenommen und insbesondere innerhalb einer senkrecht zur Axialrichtung der Werkzeugspindel verlaufenden Ebene vor die Halteeinrichtung positioniert werden. Der Ladedorn kann hierzu beispielsweise entlang einer Linearführung geführt werden und/oder um einen Schwenkpunkt zusammen mit dem Werkstück auf einer Kreisbahn bewegt werden. Nach dem Schleifen kann der Ladedorn das Werk- stück wieder aufnehmen und zurück in den Zuführarm bewegen, wo das Werkstück von dem Ladedorn weg abgeführt werden kann. Danach kann ein weiteres vereinzeltes Werkstück von dem Ladedorn vor die Halteeinrichtung der Werkstückspindel positioniert werden. Das Zuführen und Abführen des Werkstücks kann hierbei automatisiert erfolgen.

Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele exemplarisch erläutert, wobei die nachfolgend dargestellten Merkmale sowohl jeweils einzeln als auch in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen können. Es zeigen:

Fig. 1 : eine schematische Schnittansicht einer Werkstückspindel für eine Magnet- schuh-Außenrundschleifmaschine,

Fig. 2: eine schematische perspektivische Ansicht eines Adapters für die Werkstückspindel aus Fig. 1 und

Fig. 3: eine schematische Rückansicht eines Zuführarms zum Zuführen eines ringförmigen Werkstücks an die die Werkstückspindel aus Fig. 1 und

Fig. 4: eine schematische Vorderansicht des Zuführarms aus Fig. 3. Die in Fig. 1 dargestellte Werkstückspindel 10 für eine Magnetschuh- Außenrundschleifmaschine weist eine Spindel 12 auf, die beispielsweise über eine Riemenscheibe 14 mit Hilfe eines von einem Motor angetriebenen Umschlingungsmit- tel in Rotation versetzt werden kann. Mit Hilfe eines Encoders 16 kann die Winkellage der Spindel 12 gemessen werden. Die Werkstückspindel 10 weist eine Halteeinrichtung 18 auf, die über einen austauschbaren Adapter 20 ein ringförmiges Werkstück 21 für den Schleifprozess festhalten kann. Hierzu ist eine mit Magnetschuhen 46 (vergleiche Figur 4) zusammenwirkende Magneteinrichtung 22 vorgesehen, bei der eine schaltbare elektrisch angeschlossene Spule 24 mit einem Eisenkern 26 einen Elekt- romagneten ausbildet. Die Halteeinrichtung 18 ist über eine hydraulisch betreibbare Magnetkernhubeinrichtung 28 in axialer Richtung relativ zur Spindel 12 bewegbar ausgestaltet. Hierzu kann die hydraulische Magnetkernhubeinrichtung 28 einen in der Spindel 12 in Axialrichtung geführten Kolben 30 aufweisen, der mit der Halteeinrichtung 18 beispielsweise über den Eisenkern 26 verbunden ist.

Zum Einlegen eines ringförmigen Werkstücks 21 kann die hydraulische Magnetkernhubeinrichtung 30 die Halteinrichtung 18 einfahren, so dass das Werkstück 21 in axialer Richtung vor der Halteinrichtung 18 positioniert werden kann. Danach kann die Halteinrichtung 18 ausfahren und das Werkstück 21 mit dem Adapter 20 aufnehmen. Der in Fig. 2 dargestellte Adapter 20 kann hierzu eine kegelig angeschrägte äußere Mantelfläche 32 aufweisen, mit welcher das ringförmige Werkstück 21 von radial innen her zentriert aufgenommen werden kann. Insbesondere weist der Adapter 20 sich in axialer Richtung ersteckende Aussparungen 34 auf, in die von einem Ringkörper des Werkstücks 21 axial abstehende Laschen hineinragen können. Mit Hilfe des En- coders 16 kann die Spindel 12 und die mit der Spindel 12 über die hydraulische Magnetkernhubeinrichtung 28 verbundene Halteeinrichtung 18 in eine Winkellage gedreht werden, in welcher die abstehenden Laschen des in einer definierten Winkellage vor der Halteeinrichtung 18 positionierte Werkstücks 21 in die Aussparungen 34 des Adapters 20 eintauchen können ohne an dem Adapter 20 oder einem anderen Bauteil anzuschlagen. Der Adapter 20 weist ferner mehrere, beispielsweise genau drei, Axialanschläge 36 auf, die an dem Werkstück 21 anschlagen können, beispielsweise um die Einstecktiefe der in den Innendurchmesser des Werkstücks 21 eingepressten äußeren Mantelfläche zu begrenzen. Insbesondere schlagen die Axialanschläge 36 nicht an den Laschen, sondern an einer Stirnseite des Ringkörpers des Werkstücks 21 , von dem die Laschen axial abstehen, an, so dass der Kontakt der Axialanschläge 36 an dem Ringkörper des Werkstücks 21 als Referenzpunkt verwendet werden kann, um bei einem Planschleifen der von der Spindel 12 weg weisenden Stirnseite des Werkstücks 21 eine axiale Ringbreite des Ringkörper des Werkstücks 21 mit hoher Genau- igkeit einfach fertigen zu können.

Um das ringförmige Werkstück 21 zuzuführen kann ein in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellter Zuführarm 38 vorgesehen sein, bei dem die ringförmigen Werkstücke 21 in einer Einlaufrinne 40 vorgehalten werden können. Mit Hilfe eines Werkstückschiebers 42 können die Werkstücke 21 vereinzelt werden und einzeln einem Ladedorn 44 zugeführt werden. Der Ladedorn 44 kann das ringförmige Werkstück 21 aufnehmen und beispielsweise durch eine Schwenkbewegung um eine beabstandete Drehachse vor die Werkstückspindel 10 positionieren. Beispielsweise kann das Werkstück 21 auf Magnetschuhen 46 abgesetzt werden, wobei vorzugsweise der Ladedorn 44 und/oder die Magnetschuhe 46 eine axiale Abstützung ausbilden können, wenn der Adapter 20 der Halteeinrichtung 18 in das ringförmige Werkstück 21 eingesteckt wird. Nach dem Schleifen kann der Ladedorn 44 das fertige Werkstück 21 wieder zurück in den Zuführarm 38 befördern, wo das Werkstück 21 über eine Auslaufrinne 48 abgeführt werden kann.

Bezuqszeichenliste Werkstückspindel

Spindel

Riemenscheibe

Encoder

Halteeinrichtung

Adapter

Werkstück

Magneteinrichtung

Spule

Eisenkern

Hubeinrichtung

Kolben

äußere Mantelfläche

Aussparung

Axialanschlag

Zuführarm

Einlaufrinne

Werkstückschieber

Ladedorn

Magnetschuhe

Auslaufrinne