| JP2000137521 | DETECTION OF FAULT IN DETECTOR |
| JP3152019 | INVERTER |
| JP2006177287 | INSPECTION DEVICE AND INSPECTION METHOD FOR ON-VEHICLE TYPE FAILURE DIAGNOSIS SYSTEM |
MÜLLER, Stefan (Dittmannstrasse 36, Haar-Gronsdorf, 85540, DE)
TORLO, Marc (Deisenhofener Strasse 90, München, 81539, DE)
MÜLLER, Stefan (Dittmannstrasse 36, Haar-Gronsdorf, 85540, DE)
Werkstattsystem mit einer Mehrzahl von über Datenverbindungen vernetzten Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtungen für Fahrzeuge
Patentansprüche
1. Werkstattsystem mit einer Mehrzahl von über Datenverbindungen vernetzten Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtungen für Fahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hinweis auf ein Ereignis, das ein kurzfristiges Eingreifen bei einer ersten Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung der vernetzten Vorrichtungen durch einen Werkstatt-Mitarbeiter erfordert, alternativ oder ergänzend zu einer zweiten oder weiteren Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung weitergeleitet und dem Werkstatt-Mitarbeiter mitgeteilt wird.
2. Werkstattsystem nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Ereignis das Unterschreiten einer Versorgungsspannung der ersten Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung ist.
3. Werkstattsystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Ereignis das Unterschreiten einer Versorgungsspannung des Bordnetzes desjenigen Fahrzeuges ist, das von der ersten Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung untersucht und/oder programmiert wird.
4. Werkstattsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Ereignis das Unterschreiten der Programmierspannung mindestens eines Steuergeräts desjenigen Fahrzeuges ist, das von der ersten Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung untersucht und/oder programmiert wird.
5. Werkstattsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hinweis dann, wenn es sich um ein Ereignis mit hoher Dringlichkeit zum Eingreifen handelt, an sämtlichen Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtungen ausgegeben wird.
6. Werkstattsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hinweis dann, wenn es sich um ein Ereignis mit geringerer Dringlichkeit zum Eingreifen handelt, zunächst lediglich an der betroffenen Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung ausgegeben wird und der Hinweis nach einem vorgegeben Zeitraum bei fehlendem Eingreifen durch den Werkstatt-Mitarbeiter alternativ oder ergänzend an weitere oder sämtliche Vorrichtungen weitergegeben und dort ausgegeben wird.
7. Werkstattsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreis der Vorrichtungen an die der Hinweis übermittelt und dort ausgegeben wird, mit fortschreitender Zeit größer wird, wenn kein Eingreifen des Werkstatt-Mitarbeiters erfolgt.
8. Werkstattsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstattsystem fortlaufend erfasst, an welchem der Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtungen der betreffende Werkstatt-Mitarbeiter zuletzt tätig war oder tätig ist und der Hinweis auf das Ereignis zu dieser Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung weitergeleitet und dort ausgegeben wird.
9. Werkstattsystem nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkstattsystem fortlaufend erfasst, an welchem der Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtungen ein anderer als der betroffene Werkstatt-Mitarbeiter zuletzt tätig war oder tätig ist und der Hinweis auf das Ereignis zu dieser Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung weitergeleitet und dort ausgegeben wird.
10. Werkstattsystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Hinweis an den weiteren oder die weiteren Werkstatt-Mitarbeiter alternativ oder ergänzend erst dann ausgegeben wird, wenn ein bestimmter Zeitraum ohne Eingreifen des betroffenen Werkstatt-Mitarbeiters verstrichen und/oder das Ereignis eine hohe Dringlichkeit aufweist, insbesondere wenn mit einer Schädigung des Fahrzeugs oder seiner Komponenten bei fehlenden kurzfristigem Eingreifen gerechnet werden muss. |
Werkstattsystem mit einer Mehrzahl von über Datenverbindungen vernetzten Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtungen für Fahrzeuge
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Werkstattsystem mit einer Mehrzahl von über Datenverbindungen vernetzten Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtungen für Fahrzeuge.
Heutige Diagnose- und Programmier-Vorrichtungen in den Fahrzeug-Werkstätten arbeiten vollständig autark und losgelöst von den übrigen Systemen einer Werkstatt. Auf der bekannten Diagnose- und Programmier-Vorrichtung, die mit dem betreffenden Fahrzeug kommuniziert, läuft jeweils lokal eine Service-Applikation ab, z. B. Diagnose oder Programmierung eines oder mehrerer Steuergeräte. Insbesondere die Programmierung eines oder mehrerer Steuergeräte des Fahrzeugs kann einen relativ langen Zeitraum in Anspruch nehmen, während dem der betreffende Werkstatt-Mitarbeiter nicht immer anwesend sein muss.
Tritt bei einer der Diagnose- und Programmier-Vorrichtungen ein Ereignis auf, auf das durch den betroffenen Werkstatt-Mitarbeiter reagiert werden muss, so kann dies erst erfolgen, wenn der Werkstatt-Mitarbeiter beim nächsten Mal wieder den Fortschritt des durchzuführenden Prozessschritts kontrolliert. Sind dies unkritische Ereignisse, wie zum Beispiel die Bestätigung zur Ausführung des nächsten Teilschritts, so wird hier (lediglich) die Gesamtdauer des Vorgangs erhöht. Sind es aber kritische Ereignisse, wie zum Beispiel das Unterschreiten einer Energieuntergrenze zum Betrieb der Diagnose- und Programmier-Vorrichtung oder einer ihrer Komponenten, z.B. beim Akku eines TabletPCs, oder das Errreichen eines kritischen Energieniveaus beim Fahrzeug, so kann auf diese Ereignisse nicht zeitnah reagiert werden. Ein Nichtreagieren kann je nach unterbrochenem Teilschritt, insbesondere währen der Programmierung eines oder mehrerer Steuergeräte des Fahrzeugs, zu einem defekten Steuergerät und damit zu einem größeren wirtschaftlichen Schaden führen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Zuverlässigkeit bekannter Werkstattsysteme zu erhöhen.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegeben Maßnahmen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung besteht darin, das bekannte Werkstattsystem erfindungsgemäß so zu gestalten, dass einerseits eine permanente Anwesenheit eines Werkstatt-Mitarbeiters an einer in Betrieb befindlichen Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung für Fahrzeuge entbehrlich ist und andererseits ein Schaden aufgrund fehlenden Eingreifens bei Eintreten eines Ereignisses, das möglichst sofortiges Handeln erfordert, verhindert wird. Der Werkstatt-Mitarbeiter kann bei dem erfindungsgemäßen Werkstattsystem bereits an der nächsten Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung, das mit einem anderen Fahrzeug in Verbindung steht, tätig werden, wenn der Diagnose- und/oder Programmiervorgang an der anderen Vorrichtung noch läuft. Tritt ein Ereignis auf, das sein kurzfristiges Handeln erfordert, wird ihm dies (auch) an der anderen Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung mitgeteilt. Bevorzugt handelt es sich um die Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung an der er zuletzt tätig war.
Das erfindungsgemäße Werkstattsystem zeichnet sich ggü. bekannten Systemen durch eine höhere Produktivität und dadurch aus, dass Störungen gezielt beseitigt werden können. Da die Diagnose- und Programmier-Vorrichtungen (zumindest in den Werkstätten der Anmelderin) bereits per Ethemet-Netzwerk miteinander verbunden sind hierüber miteinander kommunizieren können, ist der Aufwand zur Realisierung eines erfindungsgemäßen Werkstattsystems auf der Basis eines bekannten Werkstattsystems verhältnismäßig gering; es bedarf insbesondere einer geeigneten Software.
Bei einer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass ein solcher Hinweis erfolgt, wenn die Versorgungsspannung der Diagnose- und/oder Programmier- Vorrichtung und/oder des Bordnetzes des betreffenden Fahrzeugs zu stark absinkt. In einem solchen Fall ist eine zuverlässige Diagnose oder Programmierung der Steuergeräte des Fahrzeugs nicht mehr gegeben und teure Steuergeräte können
sogar in einen Zustand geraten, dass sie auch nach einer Erhöhung der Versorgungsspannung dauerhaft nicht mehr programmierbar sind. Ein Absinken der Versorgungsspannung an der Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung kann insbesondere dann auftreten, wenn sie von einem Akku mit Spannung versorgt werden und sich dieser im Laufe des Betriebs entlädt, wie insbesondere bei einem TabletPC.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erfolgt der Hinweis auf einer anderen Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung oder allen Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtungen nur dann, wenn es sich um ein Ereignis mit hoher Dringlichkeit zum Eingreifen handelt.
Ebenso ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass der Hinweis bei einem weniger dringenden Hinweis zunächst an der betroffenen Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung ausgegeben und erst mit fortschreitender Zeit und/oder Dringlichkeit auf einer anderen Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung oder allen Diagnose- und/oder Programmiervorrichtungen ausgegeben wird, wenn noch kein Eingreifen des Werkstatt- Mitarbeiters erfolgt ist.
Durch die vorgenannten Maßnahmen werden unnötige Ablenkungen des Werkstatt- Mitarbeiters vermieden.
Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird von dem Werkstattsystem ermittelt, an welcher Diagnose- und/oder Programmier-Vorrichtung der betreffende Werkstatt-Mitarbeiter aktuell und/oder zuletzt tätig ist bzw. war. Hierdurch können unnötige Ablenkungen von anderen Werkstatt-Mitarbeitern vermieden werden und ein kurzfristiger Hinweis an den verantwortlichen Werkstatt- Mitarbeiter erfolgen.
Sollte der betreffende Werkstatt-Mitarbeiter nicht oder schon seit längerem nicht mehr an einer der Vorrichtungen tätig sein, so ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass der Hinweis an einen anderen
Werkstatt-Mitarbeiter, der am Werkstattsystem bzw. an einer Vorrichtung des Systems aktuell tätig ist, weitergeleitet wird.
