VOEGELI, Britta (73 bis, avenue de la République, Villejuif, 94800, FR)
Ansprüche
Arbeitsplatte mit einer Ausnehmung zur Aufnahme eines Einsatzes, insbesondere, eines Spülbeckeneinsatzes oder eines Kochfeldeinsatzes, mit zumindest einer Tragschicht und einer die Oberseite der Arbeitsplatte bildenden Deckschicht,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen Tragschicht und Deckschicht eine Schicht aus Phenolcompact angeordnet ist.
2. Arbeitsplatte nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Tragschicht aus einer vorzugsweise wasserfesten Spanplatte besteht.
3. Arbeitsplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht aus HPL (High Pressure Laminate) besteht.
4. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht um die Seitenkanten der Tragschicht herumgelegt ist und den Rand der Unterseite überdeckt.
5. Arbeitsplatte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht an der Kante einen Radius von ca. 1 ,0 mm bis 2,0 mm, vorzugsweise 1 ,5 mm, aufweist.
6. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Schichten mit einem spannungsübertragenden Kleber verklebt sind.
7. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Phenolcompact-Schicht und die Deckschicht im Bereich der Ausnehmung der Arbeitsplatte über die Tragschicht übersteht.
8. Arbeitsplatte nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sich auf der Unterseite des überstandes der Rand eines Spülbeckeneinsatzes erstreckt.
9. Arbeitsplatte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich zwischen der Oberseite des Spülbeckeneinsatzes und der Unterseite des überstandes ein Dichtmaterial befindet.
10. Arbeitsplatte nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere in Umfangsrichtung verteilte Klemmen vorgesehen sind, die auf die Unterseite des Randes des Spülbeckeneinsatzes einwirken und diesen festklemmen.
11. Arbeitsplatte nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmen mit der Tragschicht der Arbeitsplatte verschraubt sind.
12. Arbeitsplatte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz, insbesondere der Spülbeckeneinsatz aus Metall, insbesondere Edelstahl, Keramik, Stein, Kunststein oder Glas oder aus einer Kombination dieser Materialien besteht oder diese aufweist.
13. Arbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Träger vorgesehen sind, die einen Abschnitt aufweisen, der sich in Richtung zur Ausnehmung erstreckt und auf den der Rand des Einsatzes aufliegt.
14. Arbeitsplatte nach Anspruch 13 dadurch gekennzeichnet, dass die Träger mittels einer Schraube an der Tragschicht der Arbeitsplatte befestigt sind.
15. Arbeitsplatte nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger als Zylinderscheiben ausgebildet sind. |
Arbeitsplatte mit einer Ausnehmung zur Aufnahme eines Einsatzes, insbesondere eines Spülbeckeneinsatzes oder eines Kochfeldeinsatzes
Die Erfindung betrifft eine Arbeitsplatte mit einer Ausnehmung zur Aufnahme eines Einsatzes, insbesondere eines Spülbeckeneinsatzes oder eines Kochfeldeinsatzes, mit einer Tragschicht und einer die Oberseite der Arbeitsplatte bildenden Deckschicht.
Derartige Arbeitsplatten zur Aufnahme insbesondere eines Spülbeckeneinsatzes oder eines Kochfeldeinsatzes sind weithin bekannt. Bei vorbekannten Arbeitsplatten wird der Spülbeckeneinsatz von oben oder von unten in die Ausnehmung der Arbeitsplatte eingesetzt. Je nach Ausführung kann dabei vorgesehen sein, dass der Rand des Spülbeckeneinsatzes flächenbündig mit der Arbeitsplatte abschließt, unterbündig angeordnet ist, das heißt der Spülbeckeneinsatz unterhalb der Deckschicht angeordnet ist. Ferner sind Lösungen bekannt, bei denen der Rand des Spülbeckeneinsatzes auf dem Randbereich der Ausnehmung der Arbeitsplatte auf-
liegt. Der letztgenannten Anordnung haftet der Nachteil an, dass sich im Randbereich des Spülbeckeneinsatzes Schmutz ansammeln kann, der nur mit verhältnismäßig großem Aufwand entfernbar ist. Bei den anderen vorgenannten Anordnungen besteht ein Nachteil darin, dass diese verhältnismäßig umständlich aufgebaut sind bzw. eine aufwendige Montage des Spülbeckeneinsatzes erfordern. Entsprechendes gilt für die Montage eines Kochfeldeinsatzes, insbesondere eines Kochfeldeinsatzes aus Glaskeramik.
Aus der DE 20 2004 013 078 U ist bereits eine gattungsgemäße Arbeitsplatte mit einer Ausnehmung zur Aufnahme eines Einsatzes bekannt. Hier lässt man die Deckschicht im Bereich der Ausnehmung der Arbeitsplatte über die Tragschicht überstehen, so dass der Ansatz bzw. übergangsbereich des Flansches der Spüle bzw. des Randbereichs des ansonsten einzusetzenden Teils überdeckt ist. Bei dieser vorbekannten Lösung ist aber zur Stabilisierung ein rundumlaufendes im Querschnitt L-förmiges Profil eingesetzt, welches sich unterhalb des überstehenden Bereichs der Deckschicht erstreckt. Das Vorsehen eines derartigen zusätzlichen Einbauteils, das über einen Spezialkleber mit der Deckschicht und der Tragschicht verklebt werden muss, ist aufwendig.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Arbeitsplatte der eingangsgenannten Art dahingehend weiterzubilden, dass in deren Ausnehmung mit möglichst geringem Aufwand und optisch ansprechend ein Einsatz, insbesondere ein Spülbeckeneinsatz oder ein Kochfeldeinsatz montierbar ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die gattungsgemäße Arbeitsplatte zusätzlich die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 aufweist. Demgemäß ist zwischen der Tragschicht und Deckschicht eine Schicht aus Phenolcompact angeordnet. Diese zusätzliche Schicht aus Phenolcompact, die vorzugsweise 2 bis 3 mm, besonders bevorzugt 2,4 mm, stark ist, verleiht dem ganzen Deckschichtbereich eine besonders gute Stabilität. Bei Verwendung einer entsprechenden Arbeitsplatte, in der die Deckschicht aus einer entsprechenden Phenolcompact -Schicht plus einer Deckschicht besteht, ist eine hinreichende Fe-
stigkeit verwirklicht, so dass auf das Vorsehen des zusätzlichen L-Profilrings, wie er aus dem Stand der Technik bekannt ist, verzichtet werden kann.
Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den sich an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüchen.
So kann die Tragschicht vorteilhaft aus einer vorzugsweise wasserfesten Spanplatte bestehen. Jede andere Platte, beispielsweise eine MDF- oder HDF-Platte kann grundsätzlich verwendet werden.
Besonders vorteilhaft besteht die Deckschicht aus einem High Pressure Laminate (HPL) 1 das eine Dicke von 0,4 bis 0,8 mm, vorteilhaft 0,6 mm, aufweisen kann.
Die Deckschicht kann um die Seitenkanten der Tragschicht herumgelegt sein und den Rand der Unterseite überdecken. Hierdurch ist die Tragschicht nicht nur dekorativ abgedeckt, sondern auch vor Wasser bzw. Wasserdampf geschützt. Die Deckschicht weist an der jeweiligen Kante einen Radius von ca. 1 ,0 mm bis 2,0 mm, vorzugsweise 1 ,5 mm, auf.
Vorteilhaft sind die einzelnen Schichten der Arbeitsplatte mit einem spannungs- übertragenden Kleber verklebt.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung stehen die Phenolcompact-Schicht und die Deckschicht im Bereich der Ausnehmung der Arbeitsplatte über die Tragschicht über.
Auf der Unterseite des überstandes kann sich demnach der Rand eines Spülbeckeneinsatzes erstrecken. Bei dieser Anbauvariante kann auf das im Stand der Technik bekannte Profil aus Metall verzichtet werden, da die Phenolcompact- Schicht stabil genug ausgeführt ist.
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Vorteilhaft befindet sich zwischen der Oberseite des Spülbeckeneinsatzes und der Unterseite des überstandes ein Dichtmaterial.
Eine oder mehrere in Umfangsrichtung verteilte Klemmen können dazu vorgesehen sein, auf die Unterseite des Randes des Spülbeckeneinsatzes einwirken zu können und diesen festzuklemmen. Vorteilhaft sind dabei die Klemmen mit der Tragschicht der Arbeitsplatte verschraubt.
Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann der Einsatz, insbesondere der Spülbeckeneinsatz aus Metall, insbesondere Edelstahl, Keramik, Stein, Kunststein oder Glas oder aus einer Kombination dieser Materialien bestehen oder diese aufweisen.
Gemäß einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung sind für den Einsatz, insbesondere den Spülbeckeneinsatz, Träger vorgesehen, die einen Abschnitt aufweisen, der sich in Richtung zur Ausnehmung erstreckt und auf den der Rand des Einsatzes aufliegt. Die Träger können mittels einer Schraube an der Tragschicht der Arbeitsplatte befestigt sein. Vorteilhaft sind die Träger als Zylinderscheiben ausgebildet. Bei dieser Ausführungsvariante werden die Träger auf Umfang des Innenrands der Ausnehmung in der Tragschicht eingeschraubt. Auf die zylinderscheibenförmigen Träger kann dann von oben der Spülbeckeneinsatz aufgelegt werden, wobei dieser dann im wesentlichen bündig mit der Oberfläche der Arbeitsplatte abschließen kann. In diesem Fall müssen die Phenolcompact-Schicht bzw. Deckschicht nicht über den Rand der Ausnehmung überstehen.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 : eine Schnittdarstellung durch die erfindungsgemäße Arbeitsplatte gemäß einer ersten Ausführungsform,
Figur 2: eine Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Arbeitsplatte mit in der Ausnehmung montiertem Spülbeckeneinsatz,
Figur 3: eine Schnittdarstellung entsprechend Figur 2 mit einem alternativen Spülbeckeneinsatz aus einem anderen Material und
Figur 4: eine alternative Einbauform für eine Spüle, wie sie in Figur 3 dargestellt ist.
Figur 1 zeigt eine Arbeitsplatte 10, die eine Tragschicht aufweist, welche aus einer wasserfesten Spanplatte besteht, wobei diese in dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel eine Dicke von 34,2 mm aufweist. Auf der Tragschicht 12 ist gemäß der vorliegenden Erfindung eine Phenolcompact-Schicht 14 aufgetragen, wobei diese sich, wie aus der Figur 1 ersichtlich, nur auf der Oberseite der Arbeitsplatte 10 befindet. Diese Phenolcompact-Schicht, die im hier dargestellten Ausführungsbeispiel 2,4 mm dick ist, wird überdeckt von einer HPL-Schicht 16. Bei HPL handelt es sich um ein sogenanntes High Pressure Laminate, das aus verschiedenen Bestandteilen besteht, wobei die untere Schicht, die der massiven Phenolcompact- Schicht 14 gegenüberliegt, ebenfalls aus einem Phenolcompact besteht. Die HPL- Schicht 16 weist im hier dargestellten Ausführungsbeispiel eine Dicke 0,6 mm auf.
Aufgrund der vergleichsweise dünnen Schichtdicke der HPL-Schicht 16 lässt sich diese leicht biegen. Deswegen wird die HPL-Schicht 16 um die obere Seitenkante der Arbeitsplatte 10 geboten, verläuft, wie Figur 1 darstellt, entlang der Seitenkante der Arbeitsplatte 10 und wird an der unteren Seitenkante erneut umgebogen, um im unteren Bereich der Tragschicht 12 einen ca. 12 mm langen Randbereich zu bilden. Aufgrund der geringen Schichtdicke der HPL-Schicht 16 können sehr elegante Radien von 1 ,5 mm im Kantenbereich realisiert werden, wie dies in Figur 1 dargestellt ist. Die jeweiligen Schichten sind mittels eines Spezialklebers verklebt, über den Spannungen übertragen werden können.
Zusätzlich kann die Unterseite der Tragschicht 12 mittels einer Phenolfolie 18 beklebt sein, wobei diese Phenolfolie im hier dargestellten Ausführungsbeispiel eine Schichtdicke von 0,8 mm aufweist.
In Figur 2 ist die Arbeitsplatte 10 mit einer entsprechenden Ausnehmung 100 dargestellt. Dabei ist diese Ausnehmung 100 kreisrund herausgefräst, wobei die Phe- nolcompact-Schicht 14 sowie die Deckschicht 16 im Bereich der Ausnehmung 100 der Arbeitsplatte 10 über die Tragschicht 12 übersteht.
Wie aus der Figur 2 ersichtlich, ist am Randbereich 20 eine Edelstahlspüle 22 an die Unterseite des überstandes der Phenolcompact-Schicht 14 angelegt. Zwischen dem Spülbeckeneinsatz 22 und dem Randbereich der Tragschicht 10 ist ein Montagekleber 24 eingespritzt.
Der Rand 20 des Spülbeckeneinsatzes 22 wird mittels Klemmen 50 von unten gegen die Unterseite des überstandes aus der Phenolcompact-Schicht festgezogen. Zum Festziehen dient eine Holzschraube 26 (mit Unterlegscheibe 28).
In dem in Figur 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Ausnehmung 100 mittels einer Abdeckplatte 30 abgedeckt, wobei sich diese Abdeckplatte 30 auf dem Randbereich der Edelstahlspüle 22 abstützt und bündig mit der Oberfläche der Arbeitsplatte 10 abschließt. Auf der Unterseite der Abdeckplatte 30 ist ein Schneidbrett 32 angeordnet. Diese Abdeckplatten-/Schneidbrettkombination ermöglicht es bei einem um 180° geschwenkten Einsetzen der Abdeckplatte 30 das Schneidbrett 32 in Einsatz zu bringen.
In der in Figur 3 dargestellten Ausführungsvariante handelt es sich im wesentlichen um den gleichen Aufbau wie er bereits in Figur 2 beschrieben wurde. Hier ist lediglich anstelle der Edelstahlspüle 22 eine Keramikspüle 23 verbaut worden, so dass die entsprechenden Klemmen 50 geringfügig anders dimensioniert sind.
Schließlich ist in der Figur 4 eine alternative Ausgestaltung der Erfindung dargestellt. Hier ist im Randbereich der Ausnehmung 100 kein überstehender Rand der Phenolcompact-Schicht 14 bzw. der Deckschicht 16 ausgebildet. Beide Schichten schließen bündig mit der Tragschicht 12 ab. Somit kann das Becken von oben eingesetzt werden. Gehalten wird das Becken in dieser Ausführungsvariante durch Träger 40, welche über Holzschrauben 42 an der Tragschicht 12 der Arbeitsplatte 10 befestigt sind. Die Träger bestehen aus Zylinderscheiben, die in die Arbeitsplatte 10 eingeschraubt sind. Dabei sind auf Umfang des Randbereichs des Ausschnitts 100 eine Reihe von Trägern in gleicher Höhe angeordnet. Die Träger können eine entsprechend große Lochbohrung zur Aufnahme der Schraube 42 aufweisen, um eine Höhenverstellung in Pfeilrichtung 44 zum Ausgleich der Höhe der einzelnen montierten Trägerelemente zu ermöglichen. Im Ausführungsbeispiel gemäß der Figur 4 wird durch die Trägerelemente 40 eine Keramikspüle 23 gehalten.
