Birzele, Armin
| 1. | Gewebter Gurt für eine Wellpappenmaschine, mit einer die Zugkräfte aufnehmenden mittleren Gewebelage (20), in der die Kettfäden (21, 22) über mindestens jeweils zwei Schußfäden (4) laufen und diese Gewebelage (20) von ei¬ ner oberen Gewebelage (10), die die Papierseite bildet und einer unteren Gewebelage (30) abgedeckt ist, wobei in der oberen Gewebelage (10) die Kettfäden (11, 12, 13, 14) nach innen und außen über zumindest zwei Schußfäden (4) laufen und in der unteren Gewebelage (30) die Kett¬ fäden (31, 32, 33, 34) nach innen über nur einen Schu߬ faden (4) und nach außen über zumindest drei Schußfäden (4) laufen, sowie in der oberen und der unteren Gewebe¬ lage (10, 30) die Kettfäden (11 bis 14, 31 bis 34) in¬ nerhalb einer Fadengruppe jeweils gegeneinander versetzt angeordnet sind, alle Gewebelagen (10, 20, 30) über Bin¬ defäden (40, 41, 42, 43) miteinander verwebt sind und die Schußfäden (4) in den Gewebelagen (10, 20, 30) abge¬ bunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß im Randbereich (7) des Gur¬ tes (1) in dessen oberer Gewebelage (10) mindestens ein äußerer, in Längsrichtung des Gurtes (1) verlaufender Kettfaden (11', 12', 13', 14') angeordnet ist, der aus einem verschleißfesteren und/oder temperaturfesteren Ma¬ terial besteht als die zwischen den Randbereichen (7) des Gurtes (1) angeordneten inneren Kettfäden (11, 12, 13, 14) der oberen Gewebelage (10). |
| 2. | Gurt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Kettfaden (13') aus verschleißfesterem und/oder temperaturfesterem Ma¬ terial unmittelbar benachbart zur Längskante (2) des Gurtes (1) liegt. |
| 3. | Gurt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß benachbart zur Längskante (2) mehrere äußere Kettfäden (11', 12', 13', 14') aus temperaturfesterem und/oder verschleißfesterem Material angeordnet sind. |
| 4. | Gurt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die quer zur Längsrichtung (5) zwischen den Fadengruppen der Kettfäden (11', 12'; 13', 14') vorgesehenen Bindefäden (42, 43) aus dem glei¬ chen Material wie die äußeren Kettfäden (ll1, 12', 13', 14' ) bestehen. |
| 5. | Gurt nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß alle in einem Randbereich (7) mit einer Breite (R) von vorzugsweise etwa 200 mm liegenden Längsfäden aus einem verschleißfesteren und/oder temperaturfesteren Material ausgebildet sind. |
| 6. | Gurt nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Längsfäden (11', 12', 13', 14', 42, 43) aus einem aromatischen Polyamid (Aramid) bestehen. |
| 7. | Gurt nach der Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das aromatische Polyamid Kevlar ist. |
| 8. | Gurt nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß dem aromatischen Polyamid Metallfasern, vorzugsweise nichtrostende Stahlfasern (Bekinox) beigemischt sind. |
| 9. | Gurt nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung aus etwa 96,5% aromatischem Polyamid und etwa 3,5% Metallfasern besteht, bezogen auf das Gewicht der Mischung. |
| 10. | Gurt nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Gurt (1) aus Kunststoff fäden gewebt ist, die aus einer Mischung aus etwa 65% Polyester und etwa 35% Viskose bestehen. |
| 11. | 9 GEÄNDERTE ANSPRÜCHE [beim Internationalen Büro am 17. Oktober 1995 (17.10.95)eingegangen, unsprünglicher Anspruch 1 geändert; alle weiteren Ansprüche unverändert (1 Seite)] Gewebter Gurt für eine Wellpappenmaschine, mit einer die Zugkräfte aufnehmenden mittleren Gewebelage (20), in der die Kettfäden (21, 22) über mindestens jeweils zwei Schußfäden (4) laufen und diese Gewebelage (20) von ei¬ ner oberen Gewebelage (10), die die Papierseite bildet und einer unteren Gewebelage (30) abgedeckt ist, wobei in der oberen Gewebelage (10) die Kettfäden (11, 12, 13, 14) nach innen und außen über zumindest zwei Schußfäden (4) laufen und in der unteren Gewebelage (30) die Kett¬ fäden (31, 32, 33, 34) nach innen über nur einen Schu߬ faden (4) und nach außen über zumindest drei Schußfäden (4) laufen, sowie in der oberen und der unteren Gewebe¬ lage (10, 30) die Kettfäden (. |
| 12. | bis 14, 31 bis 34) in¬ nerhalb einer Fadengruppe jeweils gegeneinander versetzt angeordnet sind, alle Gewebelagen (10, 20, '30) über Bin¬ defäden (40, 41, 42, 43) miteinander verwebt sind und die Schußfäden (4) in den Gewebelagen (10, 20, 30) abge¬ bunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß im Randbereich (7) des Gur¬ tes (1) in dessen oberer Gewebelage (10) mindestens ein äußerer, in Längsrichtung des Gurtes (1) verlaufender Kettfaden (11', 12', 13', 14') aus einem aromatischen Polyamid angeordnet ist, welches verschleißfester und/oder te peraturfester ist als das Material der zwischen den Randbereichen (7) des Gurtes (1) angeordneten inneren Kettfäden (11, 12, 13, 14) der oberen Gewebelage (10). |
Die Erfindung betrifft einen gewebten Gurt für eine Well¬ pappenmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiger Gurt ist aus der DE 41 27 164 AI bekannt. Dieser Gurt weist eine große Laufruhe und somit einen deutlich geringeren Geräuschpegel am Einsatzort auf. Er zeigt eine hohe Standzeit, wobei sich mit wachsender Ein¬ satzzeit auf der der Papierseite zugewandten Gewebelage Oberflächenveränderungen ergeben haben, welche die Qualität der Wellpappenoberfläche beeinträchtigen können. Daher wird oft schon ein vorhandener Gurt aufgrund geringfügiger Ände¬ rung der Oberflächenqualität ausgetauscht, obwohl er auf¬ grund seines Aufbaus für eine noch längere Einsatzzeit ge¬ eignet wäre.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gurt für eine Wellpappenmaschine derart auszubilden, daß auch nach längerer Einsatzzeit eine gleichmäßig Oberflächenqualität der Wellpappe gewährleistet ist.
Diese Aufgabe wird nach den Merkmalen des Anspruchs 1 ge¬ löst.
Es hat sich überraschend gezeigt, daß ein Gurt mit so ge¬ stärkten Längsrändern auch nach langer Binsatzzeit eine gleichbleibende hohe Oberflächenqualität der Wellpappe ge-
währleistet. Diese Oberflächenqualität nimmt erst dann signifikant ab, wenn auch der Wellpappengurt an sich ver¬ schlissen ist und gegen einen neuen Gurt ausgetauscht wer¬ den muß. Die erfindungsgemäße Ausbildung gewährleistet so eine noch längere Einsatzzeit des Gurtes bei unverminderter Oberflächenqualität der Papierseite des Gurtes.
Bevorzugt ist der unmittelbar der Längskante benachbart liegende Kettfaden aus verschleißfesterem und/oder tempera¬ turfesterem Material vorgesehen. Zweckmäßig sind mehrere benachbart zur Längsachse des Gurtes liegende, äußere Kett¬ fäden angeordnet, die aus einem verschleißfesteren oder temperaturfesteren Material bestehen, als die zwischen den Randbereichen des Gurtes angeordneten anderen Kettfäden der oberen Gewebelage.
Bevorzugt besteht der im Randbereich angeordnete äußere Kettfaden aus einem aromatischen Polyamid (Aramid)- Für hö¬ here Belastungen kann ein äußerer Kettfaden aus Kevlar ge¬ wählt sein; zur Erzielung eines erhöhten Abriebschutzes können dem Material des äußeren Kettfadens Metallfasern beigemischt sein. Dabei hat sich eine Zusammensetzung der Mischung - bezogen auf deren Gewicht - aus etwa 96,5% Po¬ lyamid und 3,5% nichtrostende Stahlfaser als vorteilhaft erwiesen.
Außer den äußeren Kettfäden der oberen Gewebelage ist der übrige Gurt in der oberen und den weiteren Gewebelagen aus Kunststoffäden bevorzugt gleichen Materials wie einer Mi¬ schung aus etwa 65% Polyester und etwa 35% Viskose (Zellwolle) gewebt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und ist im folgenden eingehend er¬ läutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen gewebten Gurt im Längsschnitt,
Fig. 2 eine Teildraufsicht auf die obere, der Papierseite zugewandte Gewebelage,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Außenseite der unteren Ge¬ webelage des Gurtes,
Fig. 4 eine schematische Draufsicht auf einen Gewebegurt gemäß Fig. 1.
Der bevorzugt aus Kunststoffäden hergestellte Gurt besteht - wie Fig. 1 zeigt - aus einer oberen Gewebelage 10, einer mittleren Gewebelage 20 und einer unteren Gewebelage 30. Die der mittleren Gewebelage 20 abgewandte Seite der oberen Gewebelage 10 bildet die der Wellpappe zugewandte Papier¬ seite des Gewebegurtes 1.
In den Gewebelagen 10, 20, 30 verlaufen die Schußfäden 4 quer zur Längsri .tung 5 (Fig. 2) des Gurtes 1.
In der oberen Gewebelage 10 sind vier gegeneinander ver¬ setzt verlaufende Kettfäden 11, 12, 13, 14 (Fig. 1, 2) vor¬ gesehen, die sowohl nach innen zur mittleren Gewebelage 20 hin als auch nach außen zur Papierseite hin über jeweils mindestens zwei Schußfäden 4 laufen.
Die mittlere Gewebelage 20 weist zwei zueinander versetzt verlaufende Kettfäden 21, 22 auf, die über jeweils zwei Schußfäden 4 laufen.
Die untere Gewebelage 3 besteht aus vier jeweils versetzt zueinander laufenden Kettfäden 31, 32, 33, 34, die nach innen - zur mittleren Gewebelage 20 - über nur einen Schu߬ faden 4 und nach außen über zumindest drei Schußfäden 4 laufen.
Die drei Gewebelagen 10, 20, 30 sind über Bindefäden 40, 41, 42, 43 miteinander verwebt. Die Bindefäden sind in je¬ weils zwei Fadengruppen unterteilt, wobei die eine Faden¬ gruppe bildenden Bindefäden 42, 43 zueinander versetzt lau¬ fen und die obere Gewebelage 10 an die mittlere Gewebelage 20 binden. Die Bindefäden 42 und 43 sind jeweils abwechselnd um einen Schußfaden 4 in der oberen Gewebelage 10 und einen Schußfaden 4 in der mittleren Gewebelage 20 geführt. In entsprechender Weise bindet die aus den Binde¬ fäden 40 und 41 bildende Fadengruppe die untere Gewebelage 30 an die mittlere Gewebelage 20.
Wie sich aus Fig. 4 in Verbindung mit Fig. 2 ergibt, ist im Randbereich 7 des Gurtes 1 in dessen oberer Gewebelage 10 mindestens ein äußerer, in Längsrichtung 5 des Gurtes 1 verlaufender Kettfaden 11', 12', 13', 14' angeordnet, der aus einem verschleißfesteren und/oder temperaturfesteren Material besteht als die zwischen den Randbereichen 7 des Gurtes 1 über den Zwischenraum Z angeordneten inneren Kett¬ fäden 11, 12, 13, 14 der oberen Gewebelage 1. Ein äußerer Kettfaden 13' aus verschleißfesterem und/oder temperaturfe¬ sterem Material liegt unmittelbar benachbart zur Längskante 2 (Fig. 4) des Gurtes 1. Bevorzugt sind eine Vielzahl be¬ nachbart zur Längskante 2 liegender, äußerer Kettfäden 11', 12', 13', 14' aus einem verschleißfesterem und/oder tempe¬ raturfesterem Material vorgesehen. Dabei können die Kettfä¬ den 11', 12', 13', 14' aus verschleißfesterem und/oder tem¬ peraturfesterem Material eine Fadengruppe bilden, wobei die Bindefäden 42 und 43 zwischen dieser und einer nächsten Fa¬ dengruppe von Kettfäden 11', 12', 13', 14' aus einem ver¬ schleißfesterem und/oder temperaturfesteren Material lie¬ gen. Bevorzugt sind auch die im Randbereich 7 in Längsrich¬ tung 5 des Gurtes 1 verlaufenden Bindefäden 42 und 43 aus einem verschleißfesteren und/oder temperaturfesteren Mate¬ rial vorgesehen.
Um über eine lange Betriebszeit des Gurtes über dessen ge¬ samte Breite eine weitgehend gleichmäßige Oberflächenquali¬ tät zu gewährleisten, sind alle in einem Randbereich 7 verlaufenden Längsfäden 11', 12', 13', 14', 42, 43 aus einem temperaturfesteren bzw. verschleißfesteren Material ausgebildet. Der Randbereich 7 hat bevorzugt eine Breite R von etwa 200 mm.
Als verschleißfesteres bzw. temperaturfesteres Material hat sich aromatisches Polyamid gezeigt, welches auch als Aramid bezeichnet wird. Aus der Gruppe der Polyamide ist insbeson¬ dere Kevlar besonders geeignet, bei dessen Verwendung ein hoch belastbarer Gurt erzielt ist. Auch wenn die genannten Polyamide bereits eine gute Abriebfestigkeit und Tempera¬ turbeständigkeit zeigen, kann durch Beimischung von Metall¬ fasern eine weitere Steigerung der Standzeit bei gleichmäßiger Oberflächenqualität erreicht werden. Neben dem erhöhten Abriebschutz ist durch die Metallfasern eine erhöhte thermische Leitfähigkeit gegeben, wodurch der Kitzetransfer verbessert ist. Als Metallfasern sind bevorzugt nichtrostende Metallfasern ' , zweckmäßig nichtrostende Stahlfasern eingesetzt, die in einer Menge von bis etwa 3,5 Gewichtsprozenten dem Grundmaterial aromatisches Polyamid (96,5 Gewichtsprozente) beigemischt werden können.
Die übrigen Fäden des Gewebegurtes der oberen, mittleren und unteren Gewebelage beε shen aus Kunststoff bzw. einem Material aus etwa 65% Polyester und 35% Viskose (Zellwolle).
Next Patent: PAPERMAKERS FABRIC
