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Patent Searching and Data


Title:
WRENCH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/048301
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a wrench (1) in the form of an open end wrench for screwing on a nut (2), comprising a handle (3) and an engagement portion (4). The handle (3) and the engagement portion (4) are connected to one another in a force-transmitting manner, such that a torque can be exerted on the engagement portion (4) by means of the handle (3). The engagement portion (4) is open-ended such that it laterally circumferentially surrounds, in part, a nut space (5). In a further development of the invention, the engagement portion (4) has a plurality of lugs (6) which extend radially inwardly into the nut space (5) starting from an edge (7) of the engagement portion (4).

Inventors:
MESSMANN, Josef (Ahldersweg 8, Papenburg, 26871, DE)
Application Number:
EP2018/073189
Publication Date:
March 14, 2019
Filing Date:
August 29, 2018
Export Citation:
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Assignee:
MESSMANN SERVICE GMBH (Ahldersweg 45, Papenburg, 26871, DE)
International Classes:
B25B13/08; B25B13/48
Domestic Patent References:
WO2015026765A12015-02-26
Foreign References:
JPS5483695U1979-06-13
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE MELDAU - STRAUSS - FLÖTOTTO (Gartenstraße 4, Gütersloh, 33332, DE)
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Claims:
Schutzansprüche

1. Schraubenschlüssel (1 ) in Form eines Maulschlüssels zum Schrauben einer Mutter (2), umfassend

einen Griff (3) sowie einen Eingriffabschnitt (4),

wobei der Griff (3) und der Eingriffabschnitt (4) in Kraft übertragender Weise miteinander verbunden sind, sodass mittels des Griffs (3) ein Drehmoment auf den Eingriffabschnitt (4) ausübbar ist,

wobei der Eingriffabschnitt (4) maulförmig ausgebildet ist, sodass er einen

Mutterraum (5) teilumlaufend seitlich einfasst,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Eingriffabschnitt (4) eine Mehrzahl von Nasen (6) aufweist, die sich ausgehend von einem Rand (7) des Eingriffabschnitts (4) radial nach innen in den Mutterraum (5) hinein erstrecken.

2. Schraubenschlüssel (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Eingriffabschnitt (4) den Mutterraum (5) in einem Winkelbereich (15) von mindestens - bezogen auf eine Schraubachse (1 1 ) des Schraubenschlüssels (1) - 160°, vorzugsweise mindestens 180°, weiter vorzugsweise mindestens 200°, einfasst.

3. Schraubenschlüssel (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Nasen (6) äquidistant entlang des Randes (7) des Eingriffabschnitts (4) verteilt angeordnet sind, wobei vorzugsweise an einander abgewandten Enden des Eingriffabschnitts (4) angeordnete Nasen (6) - bezogen auf eine Schraubachse (1 1 ) des Schraubenschlüssels (1 ) - einen Winkelversatz von mindestens 140°, vorzugsweise mindestens 160°. aufweisen.

4. Schraubenschlüssel (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch

gekennzeichnet, dass der Eingriffabschnitt (4) mindestens vier Nasen (6) aufweist.

5. Schraubenschlüssel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch

gekennzeichnet, dass der Griff (3) derart gekröpft ausgebildet ist, dass eine Eingriffebene (8) des Eingriff abschnitts (4) und eine Griffachse (9) des Griffs (3) relativ zueinander versetzt angeordnet sind.

6. Schraubenschlüssel (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen Anschlag (10), der an einem - relativ zu einer Schraubachse (1 1 ) des Schraubenschlüssels (1) betrachtet - oberen Ende (12) des

Eingriffabschnitts (4) ausgebildet ist, wobei der Anschlag (10) ausgehend von dem Rand (7) des Eingriffabschnitts (4) radial nach innen in den Mutterraum (5) vorspringt.

7. Schraubenschlüssel (1 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Anschlag (10) entlang des gesamten Randes (7) des Eingriffabschnitts (4) erstreckt.

8. Schraubenschlüssel (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch

gekennzeichnet, dass mindestens eine der Nasen (6), vorzugsweise sämtliche Nasen (6), an einem - relativ zu einer Schraubachse (1 1 ) des

Schraubenschlüssels (1 ) betrachtet - unteren Ende (13) eine verdickte Basis (16) aufweist, deren senkrecht zu der Schraubachse (1 1 ) betrachteter

Querschnitt einen Querschnitt der übrigen Nase (6) übersteigt.

Description:
Schraubenschlüssel

Beschreibung Einleitung

[01 ] Die vorliegende Anmeldung betrifft einen Schraubenschlüssel gemäß dem

Oberbegriff von Anspruch 1 . Diese umfasst einen maulförmigen Eingriffabschnitt, der einen Mutterraum teilumlaufend umfasst.

[02] Unter einem„Eingriffabschnitt" wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung derjenige Abschnitt verstanden, mittels dessen der Schraubenschlüssel mit einer zu schraubenden Mutter eingreifen kann, um ein Drehmoment auf die Mutter zu übertragen. Der Eingriff mit der Mutter findet insbesondere unter Ausbildung eines Formschlusses statt.

[03] Unter„maulförmig" wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung eine Form verstanden, die zu mindestens einer Seite hin offen ist. Insoweit unterscheidet sich eine Maulform insbesondere von einer Ringform, die einen Mutterraum nicht lediglich teilumlaufend, sondern vollständig umlaufend einfasst. Die maulförmige Ausgestaltung des

Eingriffabschnitts ermöglicht es insbesondere, den Schraubenschlüssel zum Schrauben von Überwurfmuttern zu verwenden, die typischerweise entlang von Leitungssträngen verwendet werden, um eine dauerhafte Kraftübertragung und ggf. eine dichte Verbindung zweiter Leitungsabschnitte sicherzustellen. Derartige Verbindungen weisen die Besonderheit auf, dass sich die Leitungen beidseits der Überwurfmutter weiter erstrecken, sodass ein ringförmiger Eingriffabschnitt eines in Form eines Ringschlüssels ausgebildeten

Schraubenschlüssels nicht in Eingriff mit der Überwurfmutter gebracht werden kann. Hierzu ist dann zwingend ein Maulschlüssel mit einem maulförmigen Eingriffabschnitt zu

verwenden.

[04] Der„Mutterraum" beschreibt im Sinne der vorliegenden Anmeldung einen von dem Eingriffabschnitt eingefassten Raum, in dem die jeweils zu schraubende Mutter zu platzieren ist, um einen Eingriff mit dem Schraubenschlüssel herzustellen. Insbesondere ist der Eingriffabschnitt auf eine bestimmte Muttergröße bzw. einen bestimmten Mutterdurchmesser festgelegt, sodass eine Mutter entsprechender Größe formschlüssig passend mit dem Eingriffabschnitt des Schraubenschlüssels zusammenwirken kann. Stand der Technik

[05] Schraubenschlüssel der eingangs beschriebenen Art sind im Stand der Technik bereits bekannt. Insbesondere zum Schrauben besonders großer Muttern, beispielsweise Überwurfmuttern, kommen typischerweise sogenannte Hakenschlüssel zum Einsatz. Diese weisen einen hakenförmigen Eingriffabschnitt auf, der an einem dem Griff abgewandten Ende eine radial nach innen in Richtung des Mutterraums vorstehende Nase aufweist. Ein solcher Hakenschlüssel ist besonders gut geeignet, mit besonders großen Nutmuttern zusammenzuwirken, die beispielsweise in Form von Überwurfmuttern zur Verbindung großquerschnittiger Fluidleitungen eingesetzt werden, beispielsweise in Brauereien und Molkereien.

[06] Derartige Hakenschlüssel haben jedoch den besonderen Nachteil, dass sie leicht von der jeweiligen Mutter abrutschen können. Dies ist insbesondere den mitunter erheblichen Drehmomenten geschuldet, die aufzubringen sind, um eine entsprechende Mutter zu lösen bzw. fest anzuziehen. Insbesondere im Brauereiwesen ist es infolge eines solchen

Abrutschens bereits mehrfach zu Unfällen gekommen, da im Zuge der ruckartigen

Freisetzung des aufgebrachten Drehmoments der Benutzer des Schraubenschlüssels hinschlagen und sich schwer verletzen kann.

Aufgabe

[07] Der vorliegenden Anmeldung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen

Schraubenschlüssel bereitzustellen, dessen Anwendung gegenüber Schraubenschlüsseln gemäß dem Stand der Technik weniger gefährlich ist.

Lösung

[08] Die zugrunde liegende Aufgabe wird mittels eines Schraubenschlüssels mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen 2 bis 7.

[09] Der erfindungsgemäße Schraubenschlüssel weist in seinem Eingriffabschnitt eine Mehrzahl von Nasen auf. Diese erstrecken sich ausgehend von einem Rand des

Eingriffabschnitts radial nach innen in den Mutterraum hinein.

[10] Der erfindungsgemäße Schraubenschlüssel hat viele Vorteile. Insbesondere ist mittels der Mehrzahl von Nasen ein Formschluss mit der jeweiligen Mutter deutlich verbessert, sodass ein versehentliches Abrutschen des Schraubenschlüssels stark reduziert ist. Weiterhin ist mittels der Nasen der Formschluss zwischen dem Schraubenschlüssel und der jeweiligen Mutter derart ausgebildet, dass der Schraubenschlüssel nach einem Aufstecken auf die Mutter alleine an der Mutter hält, das heißt insbesondere von einem Benutzer des Schraubenschlüssels losgelassen werden kann, ohne herunterzufallen. Dies ist in vielen Fällen für die Benutzung eines solchen Schraubenschlüssels besonders vorteilhaft, da der Schraubenschlüssel insbesondere besonders einfach nachgefasst werden kann. Weiterhin kann der erfindungsgemäße Schraubenschlüssel gegenüber einem vorstehend beschriebenen Hakenschlüssel leichter in formschlüssigen Eingriff mit einer jeweiligen Mutter gebracht werden, wobei insbesondere ein Spiel zwischen dem

Schraubenschlüssel und der Mutter auf ein Minimum reduzierbar ist. Ferner kann ein versehentliches Verkanten des Schraubenschlüssels mit der Mutter kaum auftreten, sodass der erfindungsgemäße Schraubenschlüssel sehr leicht von einer Mutter abgezogen werden kann.

[1 1] In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Schraubenschlüssels fasst der Eingriffabschnitt den Mutterraum - bezogen auf eine Schraubachse des

Schraubenschlüssels - in einem Winkelbereich von mindestens 60°, vorzugsweise mindestens 180°, weiter vorzugsweise mindestens 200°, ein. Auf diese Weise umschließt der Schraubenschlüssel den Mutterraum und somit auch eine jeweils zu schraubende Mutter in einem besonders vorteilhaften Umfang, sodass mittels der Nasen ein zuverlässiger Formschluss mit der Mutter herstellbar ist. [12] Weiterhin kann es von Vorteil sein, wenn die Nasen äquidistant entlang des Randes des Eingriffabschnitts verteilt angeordnet sind. Eine entsprechende Ausgestaltung ist typischerweise bei jeweils zu schraubenden Muttern erkennbar, sodass der

Schraubenschlüssel besonders gut geeignet ist, mit solchen Muttern zusammenzuwirken. Bevorzugt sind zumindest die - bezogen auf die Schraubachse des Schraubenschlüssels - winkelmäßig am weitesten voneinander entfernten Nasen gegenüber der Schraubachse um mindestens 140°, vorzugsweise um mindestens 160°, gegeneinander versetzt. Ein solcher Versatz zwischen den Nasen trägt dazu bei, den Formschluss zwischen dem

Eingriffabschnitt als Ganzem und der jeweilig zu schraubenden Mutter zu verbessern, da die nach Aufsetzen des Schraubenschlüssels auf die Mutter die Nasen jeweils tief in die komplementären Nuten der Mutter eindringen können. Weiterhin ist ein Abrutschen fast ausgeschlossen, da ein seitliches Abziehen des Schraubenschlüssels von der Mutter - falls überhaupt - kaum möglich ist.

[13] Vorteilhafterweise weist der erfindungsgemäße Schraubenschlüssel in seinem Eingriff abschnitt mindestens vier Nasen auf. Die höhere Anzahl an Nasen begünstigt eine Krafteinleitung von dem Schraubenschlüssel in die jeweilige Mutter, wobei die Übertragung des Gesamtdrehmoments auf die einzelnen Nasen verteilt wird. Die Verwendung mehrerer Nasen reduziert demzufolge die zu übertragende Kraft pro Nase, wodurch die Gefahr eines versehentlichen Abrutschens bzw. relative Ausweichbewegungen zwischen

Schraubenschlüssel und Mutter weiter reduziert werden. [14] Den erfindungsgemäßen Schraubenschlüssel weiter ausgestaltend ist der Griff derart gekröpft ausgebildet, dass eine Eingriffebene des Eingriffabschnitts und eine Griffachse des Griffs relativ zueinander versetzt angeordnet sind. Eine solche Ausgestaltung des

Schraubenschlüssels kann insbesondere günstig sein, um genügend Raum zur Drehung des Griffs relativ zu der Schraubachse zu schaffen, wobei insbesondere in beengten räumlichen Verhältnissen, die oft zu beklagen sind, die Lage des Griffs zumindest ein Stück weit aus von dem direkten Umfeld der Mutter weg verlagert ist. Unter der„Eingriffebene" wird dabei im Sinne der vorliegenden Anmeldung diejenige Ebene verstanden, die von dem

Eingriffabschnitt aufgespannt wird, wobei insbesondere die Nasen innerhalb der

Eingriffebene angeordnet sind. Die„Griffachse" beschreibt demgegenüber eine Mittelachse des Griffs. Die gekröpfte Ausführung hat gewissermaßen zur Folge, dass sich die

Mittelachse des Griffs und die Eingriffsebene zumindest im Wesentlichen, vorzugsweise vollständig, parallel sowie versetzt zueinander, erstrecken.

[15] Der erfindungsgemäße Schraubenschlüssel ist weiterhin dann besonders vorteilhaft, wenn er einen Anschlag aufweist, der an einem - relativ zu der Schraubachse des

Schraubenschlüssels betrachtet - oberen Ende des Eingriffabschnitts ausgebildet ist. Der Anschlag ist dabei derart ausgebildet, dass er ausgehend von dem Rand des

Eingriffabschnitts radial nach innen in den Mutterraum vorspringt. Der Anschlag hat den besonderen Vorteil, dass er eine Bewegung des Schraubenschlüssels relativ zu der jeweiligen Mutter in eine Richtung parallel zu der Schraubachse begrenzt. Mit anderen Worten bewirkt der Anschlag, dass der Schraubenschlüssel nur bis zu einem gewissen Maß auf die Mutter aufsetzbar ist und insbesondere nicht über die Mutter„drüberrutschen" kann. Dies ist aufgrund der radialen Erstreckung des Anschlags verhindert, der in einer

Aufsetzposition des Schraubenschlüssels, in der der Schraubenschlüssel maximal auf die Mutter aufgeschoben ist, an einer oberseitigen Anschlagfläche der Mutter anschlägt und auf diese Weise ein weiteres Aufschieben des Schraubenschlüssels auf die Mutter blockiert. Vorzugsweise ist der Anschlag derart ausgebildet, dass er sich entlang des gesamten Randes des Eingriffabschnitts erstreckt.

[16] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist mindestens eine der Nasen, vorzugsweise sämtliche Nasen, an einem - relativ zu der Schraubachse des

Schraubenschlüssels betrachtet - unteren Ende eine verdickte Basis aufweist. Die „Verdickung" der Basis schlägt sich im Sinne der vorliegenden Anmeldung darin nieder, dass ein senkrecht zu der Schraubachse betrachteter Querschnitt der Basis einen Querschnitt der übrigen Nase übersteigt. Dabei ist es weiterhin denkbar, dass die Basis derart gegenüber der übrigen Nase verdickt ist, dass die Basis einen Querschnitt von zu den Nasen komplementär ausgebildeten Nuten übersteigt. Dies hat zur Folge, dass die Nasen formschlüssig mit der jeweiligen Mutter eingreifen und gewissermaßen ihrerseits einen unteren Anschlag bilden, sodass der Schraubenschlüssel nicht über die verdickte Basis hinaus in eine Richtung parallel zu der Schraubachse relativ zu der Mutter bewegt werden kann.

[17] Vorteilhafterweise ist die Basis derart auf die Nuten abgestimmt, dass ein Querschnitt der Basis einen Querschnitt der zugehörigen Nut unterschreitet, sodass die Nase mitsamt der verdickten Basis durch die Nut hindurch geführt werden kann. Da die Basis jedoch radial über die zugehörige Nase vorsteht, ist sie trotzdem als Anschlag an der Mutter geeignet. Im Moment einer Kraftübertragung wird nämlich der Schraubenschlüssel relativ zu der Mutter um die Schraubachse verdreht, sodass die verdickte Basis formschlüssig mit einer

Unterseite der Mutter eingreift. Dies hat zur Folge, dass der Schraubenschlüssel insgesamt nicht mehr nach oben hin von der Mutter abgezogen werden kann, sobald er benutzt wird, das heißt sobald ein Drehmoment zwischen dem Schraubenschlüssel und der Mutter übertragen wird.

[18] Besonders zu bevorzugen ist ein solcher Schraubenschlüssel, der in seinem

Eingriffabschnitt sowohl einen Anschlag als auch an mindestens einer Nase eine verdickte Basis aufweist. Es versteht sich, dass ein solcher Schraubenschlüssel lediglich seitlich auf eine Mutter aufgesetzt werden kann, da er wegen der verdickten Basis weder„von oben" noch wegen des Anschlags„von unten" in eine Richtung parallel zu der Schraubachse auf eine Mutter aufgeschoben werden kann. Ein auf diese Weise ausgebildeter

Schraubschlüssel bildet einen dreifachen Formschluss mit der zugehörigen utter aus, nämlich in Drehrichtung um die Schraubachse mittels der Nasen sowie in beide Richtungen parallel zu der Schraubachse mittels des Anschlags und der verdickten Basis einer jeweiligen Nase. Ausführungsbeispiele

[19] Der erfindungsgemäße Schraubenschlüssel ist nachstehend anhand eines

Ausführungsbeispiels, das in den Figuren dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 : Eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Schraubenschlüssels in einer

Perspektive von unten. Fig. 2: Ein Detail eines Eingriffsabschnitts des Schraubenschlüssels gemäß Figur 1 in einer seitlichen Perspektive,

Fig. 3: Ein Detail eines Eingriffsabschnitts des Schraubenschlüssels gemäß Figur

1 in einer Perspektive von unten.

Fig. 4: Ein Zusammenwirken des Schraubenschlüssels gemäß Figur 1 mit einer komplementären Mutter in einer Perspektive von oben,

Fig. 5: Ein Zusammenwirken des Schraubenschlüssels gemäß Figur 1 mit einer komplementären Mutter in einer Perspektive von unten und

Fig. 6: Eine Querschnitt durch einen Eingriffabschnitt eines erfindungsgemäßen

Schraubenschlüssels.

[20] Ein Ausführungsbeispiel, das in den Figuren 1 bis 5 gezeigt ist, umfasst einen erfindungsgemäßen Schraubenschlüssel 1 , der einen Griff 3 sowie einen Eingriffabschnitt 4 umfasst. Der Griff 3 ist unter Ausbildung einer Kröpfung 15 an den Eingriffabschnitt 4 in Drehmoment übertragender Weise angeschlossen. Die Kröpfung 15 bewirkt, dass eine Griffachse 9 des Griffs 3 parallel sowie beabstandet von einer Eingriffebene 8 des

Eingriffabschnitts 4 verläuft. Die Eingriffebene 8 beschreibt dabei eine Mittelebene des Eingriffabschnitts 4. Der Schraubenschlüssel 1 kann insbesondere von Werkzeugstahl gebildet sein, wobei der Griff 3 und der Eingriffabschnitt 4 beispielsweise miteinander verschweißt sein können. [21 ] Der Eingriffabschnitt 4 ist teilkreisförmig ausgebildet, wobei er einen innengelegenen Mutterraum 5 teilweise einfasst. In diesem Mutterraum 5 kann der Schraubenschlüssel 1 eine zu schraubende Mutter 2 aufnehmen, die sich beispielsweise aus den Figuren 4 und 5 ergibt. Dabei ist der Eingriffabschnitt 4 des Schraubenschlüssels 1 typischerweise auf einen bestimmten, konfektionierten Typ von Muttern 2 abgestimmt, sodass der Eingriffabschnitt 4 formschlüssig mit der jeweiligen Mutter 2 eingreifen kann.

[22] Um mittels des Schraubenschlüssels 1 eine Drehmoment übertragende Verbindung mit der jeweiligen Mutter 2 herzustellen, umfasst der Eingriff abschnitt 4 hier insgesamt vier Nasen 6, die sich ausgehend von einem Rand 7 des Eingriffabschnitts 4 radial nach innen in den Mutterraum 5 hinein erstrecken. Die einzelnen Nasen 6 sind äquidistant entlang des Eingriffabschnitts 4 verteilt, sodass sie dazu geeignet sind, formschlüssig mit komplementär ausgebildeten Nuten 14 einer jeweiligen Mutter 2 einzugreifen. Dieser Eingriff hat zur Folge, dass der Schraubenschlüssel 1 im Zusammenwirken mit einer jeweiligen Mutter 2 nicht frei relative zu der Mutter 2 um eine Schraubachse 11 verdreht werden kann, die senkrecht zu der Eingriffebene 8 orientiert ist und gewissermaßen einen Mittelpunkt des Mutterraums 5 beinhaltet. Mit anderen Worten wirken die Mutter 2 und der Schraubenschlüssel 1 folglich derart zusammen, dass die Ausübung einer parallel zu der Eingriffebene 8 orientierten Kraft zu der Ausübung eines Drehmoments auf die Mutter 2 führt, sodass diese um die

Schraubachse 11 schraubbar ist. [23] Die hier insgesamt vier Nasen 6 bieten den besonderen Vorteil, dass eine

Kraftübertragung zwischen dem Schraubenschlüssel 1 und der Mutter 2 verteilt auf mehrere Stellen stattfindet, wobei an jeder Stelle, nämlich an jeder der Nasen 6, eine vergleichsweise geringe Kraft zwischen dem Schraubenschlüssel 1 und der Mutter 2 wirkt. Auf diese Weise wird sowohl eine Abnutzung der Mutter 2 als auch des Eingriffabschnitts 4 des

Schraubenschlüssels 1 deutlich reduziert. Der viel wesentlichere Vorteil liegt jedoch darin, dass es nicht zu einem unkontrollierten Abrutschen des Schraubenschlüssels 1 von der Mutter 2 kommen kann, wie es insbesondere von den bekannten Hakenschlüsseln bekannt und gefürchtet ist.

[24] Zu dieser Abrutschsicherheit trägt auch bei, dass die in dem Eingriffabschnitt 4 am weitesten voneinander entfernt liegenden Nasen 6 - relativ zu der Schraubachse 11

betrachtet - einen Winkelversatz von hier ca. 180° aufweisen. Bei diesen Nasen 6 handelt es sich um diejenigen, die an einander gegenüberliegenden Enden des Eingriffabschnitts 4 angeordnet sind. Der hohe Winkelversatz zwischen diesen„äußeren" Nasen 6 bewirkt, dass der Schraubenschlüssel 1 lediglich in eine Richtung parallel zu der Schraubachse 11 auf die jeweilige Mutter 2 aufgesetzt werden kann. Mithin versteht es sich, dass auch ein Entfernen des Schraubenschlüssels 1 ausschließlich in diese Richtung möglich ist. Somit ist insbesondere ein Abziehen in eine zu der Eingriffebene 8 parallele Richtung blockiert, was selbstverständlich auch ein versehentliches Abziehen, das heißt ein Abrutschen, betrifft. Daher ist der hier gezeigte Schraubenschlüssel 1 abrutschsicher, wodurch ein

Verletzungsrisiko im Zuge der Verschraubung einer jeweiligen Mutter 2 drastisch reduziert ist.

[25] Der hier gezeigten Schraubenschlüssel 1 ist weiterhin an einem oberen Ende 12 seines Eingriffabschnitts 4 einen Anschlag 10 auf, der hier in Form eines durchgehenden Kragens ausgebildet ist. Der Anschlag 10 erstreckt sich über den gesamten Eingriffabschnitt 4 und erstreckt sich ausgehend von dessen Rand 7 radial nach innen in den Mutterraum 5. Der Anschlag 10 bewirkt somit gewissermaßen eine Verkleinerung eines Durchmessers des Eingriffabschnitts 4 an dessen oberem Ende 12 Dies hat zur Folge, dass der

Schraubenschlüssel 1 lediglich bis zu dem Anschlag 10 auf eine Mutter 2 aufgeschoben werden kann. Eine solche Situation ist insbesondere aus Figur 4 ersichtlich. Mit anderen Worten ist es nicht möglich, den Schraubenschlüssel 1 über die Mutter 2„drüberzuziehen". Auf diese Weise bietet der Anschlag 10 eine weitergehende Sicherung der

Formschlussverbindung zwischen Schraubenschlüssel 1 und Mutter 2, da zusätzlich zu einem seitlichen Abrutschen ferner ein schraubachsparalleles Abrutschen des

Schraubenschlüssels 1 von der Mutter 2 verhindert ist. [26] Zusätzlich oder alternativ ist es denkbar, die Nasen 6 an einem unteren Ende 13 des Eingriffabschnitts 4 jeweils mit einer verdickten Basis 16 auszustatten. Diese bewirkt, dass die Nasen 6 mittels ihrer verdickten Basen mit der Mutter 2 formschlüssig eingreifen und nicht entlang der Nuten 14 der Mutter 2 parallel zu der Schraubachse 11 nach oben bewegt werden können. Eine entsprechende Ausführung eines erfindungsgemäßen

Schraubenschlüssels 1 ist Figur 6 entnehmbar. Dort ist die Basis 16 derart ausgebildet, dass ihr Querschnitt einen Querschnitt der komplementären Nut 14 der Mutter 2 unterschreitet, sodass die Nase 6 mitsamt der verdickten Basis 16 axial durch die Nut 14 hindurchgeführt werden kann. Gleichwohl trägt die Basis 16 zu einer Verbesserung des Halts zwischen dem Schraubenschlüssel 1 und der Mutter 2 bei. Sobald nämlich ein Drehmoment auf den Schraubenschlüssel 1 ausgeübt und auf die Mutter 2 übertragen wird, findet eine minimale Relativbewegung zwischen dem Schraubenschlüssel 1 und der Mutter 2 statt, bis die Nasen 6 mit ihren seitlichen Flanken an komplementären Flanken der jeweiligen Nuten 14 anliegen. In einer solchen„Passposition", die in Figur 6 erkennbar ist, greift die verdickte Basis 16 formschlüssig mit einer Unterseite 17 der Mutter 2 ein und verhindert dadurch ein Abziehen des Schraubenschlüssels 1 parallel zu der Schraubachse 12 nach oben hin.

Bezu gsze ichen liste

1 Schraubenschlüssel

2 Mutter

3 Griff

4 Eingriffabschnitt

5 Mutterraum

6 Nase

7 Rand

8 Eingriffebene

9 Griffachse

10 Anschlag

1 1 Schraubachse

12 oberes Ende

13 unteres Ende 4 Nut

15 Kröpfung

16 Basis

17 Unterseite