Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
X-RAY DETECTOR UNIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/162223
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an X-ray detector unit comprising an X-ray image processing chain. Within said X-ray image processing chain, in the X-ray detector unit and next to an X-ray image generating unit, an X-ray image correction unit clears, inter alia, an applied X-ray photograph for an X-ray image, of artifacts. X-ray image processing procedures can be implemented individually for each patient by means of a downstream X-ray image editing unit.

Inventors:
FUHRMANN, Michael (Haundorfer Str. 28, Herzogenaurach, 91074, DE)
HOLFELDER, Michael (Rosstaler Str. 23, Grosshabersdorf, 90613, DE)
Application Number:
EP2016/056603
Publication Date:
October 13, 2016
Filing Date:
March 24, 2016
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
International Classes:
A61B6/00; G03B42/04
Foreign References:
DE102013205461A12014-10-16
DE10344365A12005-05-04
DE102005014443A12006-09-21
US6344652B12002-02-05
Other References:
None
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Röntgendetektoreinheit (D) ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Röntgendetektoreinheit (D) Einheiten für eine Rontgenbildverarbeitung in einer Röntgenbildverarbeitungskette (BV) aufweist, wobei Röntgenbildverarbeitungsprozeduren der Röntgenbildverarbeitungskette (BV) innerhalb der Röntgendetektoreinheit (D) durchführbar sind.

2. Röntgendetektoreinheit (D) nach Patentanspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Rontgenbildverarbeitung mindestens einen Teil einer Röntgenbildverarbeitungskette (BV) umfasst.

3. Röntgendetektoreinheit (D) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Röntgenbildverarbeitungskette (BV) eine Röntgenbil- derstellungseinheit (RBER) aufweist, wobei diese über ein Organprogramm Parameter für die Röntgenbilderstellung bereitstellt .

4. Röntgendetektoreinheit (D) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Röntgenbildverarbeitungskette (BV) eine

Röntgenbildkorrektureinheit (RBK) aufweist, wobei diese eine angelegte Röntgenaufnahme für ein Röntgenbild von Artefakten bereinigt.

5. Röntgendetektoreinheit (D) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Röntgenbildverarbeitungskette (BV) eine Röntgenbild- bearbeitungseinheit (RBAR) aufweist, wobei mit dieser paten- tenindividuell Röntgenbildverarbeitungsprozeduren durchführbar sind.

6. Röntgendetektoreinheit (D) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Röntgenbildverarbeitungskette (BV) eine Röntgenbild- registrierungseinheit (RBR) aufweist, wobei mit dieser eine Patientenregistrierung durchgeführt und/oder Daten aus einer Vorregistrierung abrufbar sind und/oder neue Röntgenbilder und/oder Diagnosedaten zur diesen hinzugefügt werden können.

7. Röntgendetektoreinheit (D) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Röntgenbildverarbeitungskette (BV) eine

Röntgenbildverwaltungseinheit (RBV) aufweist, wobei in und/oder aus dieser Röntgenbilder und/oder Diagnosedaten abrufbar und/oder hinzufügbar sind.

8. Röntgendetektoreinheit (D) nach einem der vorhergehenden Patentansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Graphikkarte (GK) zumindest für einen Teil der Rontgenbildverarbeitung vorsehbar ist. 9.Verfahren für eine Röntgendetektoreinheit (D) ,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Rontgenbildverarbeitung in der Röntgendetektoreinheit (D) vorgenommen wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch 9,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Rontgenbildverarbeitung innerhalb einer Röntgenbildverarbeitungskette (BV) in der Röntgendetektoreinheit (D) vorgenommen wird.

11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet,

dass das Röntgenbild in der Röntgendetektoreinheit (D) erstellt und/oder patentenindividuell Röntgenbildverarbeitungs- Prozeduren in der Röntgendetektoreinheit (D) durchgeführt werden .

12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet,

das eine Patientenregistrierung durchgeführt und/oder Daten aus einer Vorregistrierung abgerufen und/oder neue Röntgenbilder und/oder Diagnosedaten zu diesen hinzugefügt werden können .

Description:
Beschreibung

Röntgendetektoreinheit Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren für eine Röntgendetektoreinheit .

Zum Erstellen von Röntgenbildern bedarf es eines Röntgensys- tems, gebildet aus einer Röntgenquelle und einer Röntgende- tektoreinheit sowie einer Datenverarbeitungseinheit zur Berechnung und Darstellung der aus der Röntgendetektoreinheit ausgelesenen und zwischenzuspeichernde Rohdaten einer Röntgenaufnahme. Röntgensysteme , insbesondere mit einer portablen Röntgendetektoreinheit bringen den Vorteil mit sich, dass mit diesen auch Röntgenaufnahmen von Lokalisationen bei bewegungseingeschränkten Patienten gemacht werden können. Bei bekannten Röntgensystemen wird beispielsweise die portable Röntgendetektoreinheit am Patienten oder wenn vorhanden in einem Schubfach unterhalb der Liegefläche einer Liegeeinheit in unmittelbarer Nähe einer zu röntgenden Lokalisation positioniert. Die Komponenten der Röntgensysteme können in beliebiger Positionierung zueinander ausgerichtet werden. Eine mit der positionierten Röntgendetektoreinheit in Verbindung stehende beispielsweise an einem Tragarm befestigte und aus- richtbare Röntgenquelle wird vorzugsweise auf den Mittelpunkt der Röntgendetektorfläche des Detektors ausgerichtet und die Röntgenstrahlung in der Röntgenquelle ausgelöst. Die Rohdaten der Röntgenaufnahme werden über eine kabellose bzw. kabelgebundene Verbindung aus dem Röntgendetektor ausgelesen und in einer dem Röntgensystem zugeordneten externen Recheneinheit bearbeitet. Die externe Datenverarbeitungseinheit initiiert die Übertragung und Abbildung der bearbeiteten Röntgenaufnahme an einen oder mehrere Bildschirme. Diese Art der Verarbeitung und Darstellung der Röntgenbilder bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass diese jeweils von der Röntgendetektoreinheit zu der externen Datenverarbeitungseinheit und von dieser auf eine Bildschirmeinheit zu übertragen sind. Diese Aufbereitung der Röntgenaufnahme erzeugt unter Umständen Übertragungsfehler, bindet Rechen- und Übertragungskapazitäten und verursacht eine deutliche Verzögerung bis die Röntgenbilder für eine medizinische Diagnose für einen Arzt auf einem Bildschirm zur Verfügung stehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Bearbeitungsdauer für die Röntgenbilder bis zu deren Abbildung auf einem Bildschirm zu verringern. Die Aufgabe wird durch die in dem Patentanspruch 1 oder 9 angegebenen Merkmale gelöst .

Der Patentgegenstand und das dazugehörige Verfahren bildet eine mit einer Röntgenbildverarbeitungskette ausgestattete Röntgendetektoreinheit . Die Röntgendetektoreinheit ist derart ausgebildet, dass eine Röntgenbildverarbeitung innerhalb der Röntgenbildverarbeitungskette in der Röntgendetektoreinheit vorgenommen wird. Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass unmittelbar nach der Röntgenstrahlauslösung ein Röntgenbild zur medizinischen Diagnostik für den behandelnden Arzt zur Verfügung steht . Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass direkt nach einer Röntgenaufnahme die Rohdaten der Röntgenaufnahmen in einer Röntgenbildverarbeitungskette zu einen Röntgenbild unteranderem mit der in der Röntgendetektoreinheit integrierten Hardware sowie einer dazu nötigen Rechenkapazität der in der Röntgendetektoreinheit integrierten Recheneinheit erstellbar sind .

Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass Datenübertragungen zwischen der Röntgendetektoreinheit und einer externen Datenverarbeitungseinheit insbesondere zur Röntgenbilderstel - lung entfallen können. Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass sowohl Einstellungen zum Anlegen einer Röntgenaufnahme sowie einer daran anschließenden Röntgenbildbearbeitung direkt vor Ort vornehmbar sind.

Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass die Röntgenbilder direkt an einer der Röntgendetektoreinheit beigeordneten Bildschirmeinheit und/oder auf einer oder mehreren Bildschirmeinheiten abbildbar sind.

Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass die Röntgenbilder auf der portablen Röntgendetektoreinheit abspeicher- und von diesem auch abrufbar sind. Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass ein direkter Bezug zwischen Röntgenbild und dem Patienten vor Ort herstellbar ist.

Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass die Röntgen- detektoreinheit mit integrierter Recheneinheit mit einer Vielzahl von weiteren Rechensystemen sowie Bildsystemen verbindbar ist.

Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass über Eingabe- mittel an der Röntgendetektoreinheit Parameter für anzulegende Röntgenbilder sowie Vor- und Nachbearbeitungsschritte für die Röntgenbildverarbeitung vorgebbar sind.

Die Erfindung bringt den Vorteil mit sich, dass Beurteilungs- und Betrachtungskriterien am vorliegenden Röntgenbild anhand von auszuwählenden Parametern direkt vor Ort umsetzbar sind.

Die Erfindung wird anhand der dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine Röntgendetektoreinheit,

Figur 2 eine Gerätekonfiguration mit Röntgendetektoreinheit, Figur 3 eine weitere Gerätekonfiguration mit Röntgendetektoreinheit und

Figur 4 eine Bildverarbeitungskette in der

Röntgendetektoreinheit . Gegenstand der Erfindung ist eine Röntgendetektoreinheit mit einer Röntgenbildverarbeitungskette , wobei innerhalb der Röntgenbildverarbeitungskette in der Röntgendetektoreinheit neben einer Röntgenbilderstellungseinheit eine Röntgenbild- korrektureinheit unter anderem eine angelegte Röntgenaufnahme für ein Röntgenbild von Artefakten bereinigt und mit einer nachfolgenden Röntgenbildbearbeitungseinheit patentenindivi- duell Röntgenbildverarbeitungsprozeduren durchführbar sind.

Die Röntgendetektoreinheit weist zudem eine Recheneinheit auf, mittels der Röntgenbildverarbeitungsprozeduren einer und/oder Teile einer Röntgenbildverarbeitungskette patenten- individuell durchführbar sind.

In Figur 1 ist ein mit einer Recheneinheit RED ausgebildeter Röntgendetektor bzw. eine Röntgendetektoreinheit D schematisch dargestellt. Die Röntgendetektoreinheit D weist neben der Sensorfläche SF mit der dazugehörigen Hardware mindestens eine Bildschirmeinheit BE sowie ein erstes Bedienfeld BEF1 auf. Bei der angesprochenen Sensorfläche SF und der dazugehö- rigen Hardware werden je nach verwendeter Halbleitertechnologie die eingehenden Röntgenstrahlen mit Hilfe eines

Szintillator s in sichtbares Licht umgewandelt. Pro Röntgen- bildpunkt sind beispielsweise eine Fotodiode, ein Transistor und ein Kondensator vorgesehen. Durch Ansteuerung der matrix- förmig angeordneten Transistoren kann jeder Kondensator einzeln angesteuert und dessen Ladung abgerufen werden. Mit Hilfe von Verstärkern und Multiplexern können die Rohdaten der angelegten Röntgenaufnahme Reihen oder Zeilenweise aus der matrixförmigen Anordnung der Bildpunkte des Sensorfeldes SF der Röntgendetektoreinheit D ausgelesen, digitalisiert und in einer von der Recheneinheit RED abrufbaren Speichereinheit S zwischengespeichert werden. Die zwischengespeicherten Rohdaten der Röntgenaufnahme werden zur Röntgenbildverarbeitung mittels der in der Rontgenbildverarbeitungskette BV hinterlegten Einheiten einer Bildbe- und Bildverarbeitung weitergeleitet . In der Recheneinheit RED befindet sich zumindest eine Prozessoreinheit PU, eine Graphikkarte GK zur Berechnung bzw. Speichereinheiten S zur Hinterlegung entsprechender Programme zum Bearbeiten und Abspeichern von zu bearbeitenden und zu optimierenden Röntgenaufnahmen. Hinterlegt bzw. angeordnet werden die nötigen Röntgenbildverarbeitungseinheiten in einer Rontgenbildverarbeitungskette BV für eine Röntgenbildverar- beitung. Die Röntgenbildverarbeitung erfolgt Prozessorgesteuert. Zusätzlich ist in der Röntgendetektoreinheit D ein Accesspoint ASP integriert. Über diesen Accesspoint ASP kann eine Verbindung zu einer oder mehreren mobilen oder stationären externen Recheneinheiten RE hergestellt werden. Die Rechenkapazitäten der Recheneinheit RED sowie die externen Recheneinheiten können gebündelt oder abgestimmte Rechenoperationen zur Bearbeitung einer Röntgenaufnahme durchführen. In diesem Accesspoint ASP können u.a. über LAN- oder WLAN- Verbindungen zu Patientenlisten oder Radiologie- Informationssystemen RIS über beispielsweise eine DICOM

Schnittstelle hergestellt werden. Dieses Radiologeninformationssystem RIS dient beispielsweise zur Dokumentation und Ver- waltung medizinischer und adminstrativer Informationen in der Radiologie. Dieses Radiologie-Informationssystem RIS weist u.a. ein Picture Archiving und ein Kommunikationssystem PACS zur Speicherung radiologischer Bild- und Patientendaten auf und bildet eine Arbeitsgrundlage für den Radiologen zur Bild- betrachtung und Befundung. Die in der Röntgendetektoreinheit D integrierte Rontgenbildverarbeitungskette BV dient als unabhängiger Bildrechner, d. h. eine komplette Bildkette inklusive Bildoptimierung und/oder Formatanpassung an nachfolgende Systeme wird in der Röntgenbildverarbeitungseinheit BV in der Röntgendetektoreinheit D vorgenommen. Die in der Röntgendetektoreinheit D durchgeführten Bildverarbeitungsschritte sind im Flussdiagramm gemäß Figur 4 schematisch wiedergegeben und zu diesem beschrieben. Mittels der Recheneinheit RED können auf die Rechenoperationen innerhalb der Röntgendetektorein- heit D Einfluss genommen werden. Diese Recheneinheit RED kann, wie auch zu Figur 2 und 3 beschrieben und in diesen gezeigt, über einen Accesspoint ASP mit einem portablen Compu- ter MRE mit einer Remote-Control -Application in Verbindung treten. Die Recheneinheit RED weist ebenso eine Mehrzahl von Speicherplätzen S zur Hinterlegung von verschiedenen Applikationsmöglichkeiten wie die einer Bildverarbeitungskette BV auf. Die auf dem oder in der Röntgendetektoreinheit D inte- grierten Bildschirmeinheit BE kann als Touch-Display ähnlich der eines Smartphones ausgebildet sein. Möglich werden dadurch das Blättern in Patientenlisten und Bildarchiven angeschlossener Informationssysteme wie das des Radiologie- Informationssystems RIS oder des Kommunikationssystems PACS . Teile und/oder korrespondierende Programmelemente des Radiologie Informationssystems RIS können auch im Röntgendetektor D hinterlegt werden. Mit der Bildschirmeinheit BE können auch vorverarbeitete Röntgenbilddaten direkt entweder aus der Hardware der Sensorfläche SF der Röntgendetektoreinheit D, zwischengespeicherte Röntgenbilddaten aus der Speichereinheit S der in der Röntgendetektoreinheit D angeordneten Recheneinheit RED oder von externen Datenspeichern empfangene Röntgenaufnahmen und/oder Röntgenbilder wiedergegeben werden. Die abgebildeten Röntgenbilder können ebenso mit Bildprogrammen wie oben angegeben bearbeitet werden. Zur Bearbeitung stehen Bedienelemente BEB für die Bildschirmeinheit BE zur Verfügung. Mittels der Bedienelemente BEB können beispielsweise Bildelemente vergrößert, spezielle Regionen im Röntgenbild hervorgehoben oder mit Filteroperationen Strukturen im Rönt- genbild verstärkt werden. Nach einer Röntgenaufnahme werden die in der Röntgendetektoreinheit D abgespeicherten Rohbilddaten der Röntgenaufnahme durch die in der Röntgendetektoreinheit D integrierten Recheneinheit RED ausgelesen und entsprechend weiterer Vorgaben und Parametereinstellungen inner- halb der Verarbeitungsprozeduren der Bildverarbeitungskette BV ausgewertet bzw. bearbeitet. Ebenso kann die Recheneinheit RED Steuerprozeduren zur Einstellung des Röntgensystems vornehmen. Mit einem zweiten Bedienfeld BEF2 können Einstellpa- rameter für die verwendete Röntgenquelle vorgegeben werden. In dem ersten Bedienfeld BEF1 kann u.a. eine erste und zweite Taste Tl, T2 sowie Elemente für beispielsweise eine Statusanzeige SA für die Röntgendetektoreinheit D angeordnet sein. Bei betätigen der ersten Taste Tl kann die Aufnahme über die positionierbare Röntgenquelle des Röntgensystems innerhalb eines bestimmten Zeitfensters ausgelöst werden. Mit der zweiten Taste T2 können die Röntgenaufnahmen mit den Patientendaten aus dem Radiologie- Informationssystem RIS verknüpft und beispielsweise als DICOM Ready Bild (14Bit/12 Bit) in einer Speichereinheit S der Röntgendetektoreinheit D abgespeichert werden. Mittels der angedeuteten Statusanzeige SA, bestehend aus zumindest einem länglichen Anzeigeelement, ist mit beispielsweise unterschiedlich farbig hinterlegten Signalisie- rungen der Status der Röntgendetektoreinheit D anzeigbar. Im Ausführungsbeispiel sind hierzu drei längliche Anzeigeelemente vorgesehen. Durch die in der Röntgendetektoreinheit D integrierten Recheneinheit RED können die Röntgenbilddaten aus den Speichereinheiten S der Röntgendetektoreinheit D ausgele- sen und Bildverarbeitungsprozeduren gemäß der Röntgenbildver- arbeitungskette BV unterzogen werden. Die Recheneinheit RED kann neben der Bildverarbeitung eine integrierte Grafikkarte GK aufweisen und sogenannte pre- und postprocessing Prozeduren mit den in Speichereinheiten S zwischengespeicherten Roh- bilddaten der Röntgenaufnahme durchführen. Über verschiedene Anschlussmöglichkeiten kann die in der Röntgendetektoreinheit D integrierte Recheneinheit RED zu weiteren mobilen Computern MRE oder Bildschirmen und/oder Radiologie- Informationssystem RIS in der Krankenhausumgebung eine Datenübertragung bzw. In- formationsaustausch vornehmen. Als eine standardisierte

Schnittstelle sei die DICOM Schnittstelle exemplarisch aufgeführt . Die in den Figuren gezeigten Gerätekomponenten wie die Röntgendetektoreinheit D, eine zusätzliche mobile Recheneinheit MRE mit Bildschirmeinheit BE können entweder über Kabel und/oder über eine kabelfreie Verbindung kommunizieren. Die in den Figuren angedeuteten Antennen A sind zur Verdeutlichung einer kabelfreien Verbindung entsprechend dargestellt. Die Antenne A ist innerhalb des Gehäuses integriert. Die auf der Recheneinheit RED betreibbaren Betriebssysteme und Architekturen können beispielsweise IOS, Android, Windows oder MAC OS sein. Die Erfindung bringt neben dem Vorteil, dass die Röntgenaufnahme, wie beispielsweise in einer Röntgenbildver- arbeitungskette BV wie unter Figur 4 zusätzlich beschrieben, sofort auswertbar ist, den weiteren Vorteil mit sich, dass weitere Röntgenaufnahmen unter der gleichen Position des Patienten anlegbar sind. Durch die Bearbeitung der Röntgenbild- daten vor Ort, das heißt in dem zur Röntgenaufnahme benutzten Röntgendetektor D, wird eine Fehlerquelle, bedingt durch mehrfaches übertragen der zu bearbeitenden Röntgenbilddaten eliminiert und jeweils Übertragungszeiten eingespart. Durch die Ortsunabhängigkeit der mit der Recheneinheit RED ausgestatteten Röntgendetektoreinheit D kann dieser bei gleich- bleibender Bildqualität in verschiedenen Röntgensystemen eingesetzt werden.

In Figur 2 ist eine Gerätekonfiguration gebildet aus einer portablen Röntgendetektoreinheit D und einem mobilen Computer MRE mit einer Remote-Control Application RCA abgebildet. Die portable Röntgendetektoreinheit D kann u.a. neben der Sensorfläche SF, die auch als Detektorfläche bezeichnet werden kann, eine Recheneinheit RED, ein erstes und/oder zweites Bedienfeld BEF1, BEF2 , einen Accesspoint ASP sowie eine Gra- phikkarte GK aufweisen. Zusätzlich zur Graphikkarte GK, die auch als Graphikchip bezeichnet werden kann, sind in der Recheneinheit RED eine Röntgenbildverarbeitungskette BV für Bildverarbeitungsprozeduren hinterlegt. Die Graphikkarte GK kann in die Röntgenbildverarbeitungskette BV mit einbezogen oder Teilweise dessen Verarbeitungsprozeduren übernehmen.

Über das zweite Bedienfeld BEF2 können Einstellungen für eine gerade verwendete Röntgenquelle und mittels des ersten Bedienfeldes BEF1 wie zu Figur 1 bereits beschriebenen Bedienelemente betätigt und Informationselemente abgelesen werden. Mittels der Bedienelemente kann eine Rontgenbildaufnähme ausgelöst, eine Offsetkorrektur festgelegt, ein Pre- und

Postprocessing mit den Röntgenbilddaten durchgeführt sowie eine Verbindung zu einem Radiologie- Informationssystem RIS oder u.a. einem Krankenhaus-Kommunikationssystem PACS aufgebaut und Patienten- und Röntgendaten separat oder verlinkt hinterlegt werden. Mit der in Figur 2 schematisch dargestellten Ausgestaltung eines Röntgendetektors D werden die in die- sem zur Röntgenbildverarbeitung nötige Bildverarbeitungs- und Bildverwaltungseinheiten integriert und Rechenoperationen in einer Röntgenbildverarbeitungskette BV mittels der in der Röntgendetektoreinheit D integrierten Recheneinheit RED vorgenommenen. Über das Röntgenbildverarbeitungskette BV können auch Patientendatenbilder abrufen und dargestellt, die dazugehörigen Patientenlisten verwaltet und entsprechende Röntgenbilder in Datenbanken des Radiologie- Informationssystems RIS oder dem Krankenhaus-Kommunikationssystems PACS eingefügt sowie die Steuerung des Postprocessing und Annotation Bedien- funktionen initiieren werden. Der mobile Rechner MRE kann so ausgebildet sein, dass dieser direkt auf oder an der Röntgendetektoreinheit D integrierbar ist und über den in der Röntgendetektoreinheit D integrierten Accesspoint ASP mit den Recheneinheiten RED kommuniziert. Diese Ausprägung bringt den Vorteil mit sich, dass alle Röntgenbilder mit dem detektoreigenen Recheneinheit RED bearbeitet und in Speichereinheiten S der Röntgendetektoreinheit D abgespeichert werden. Die Bedienung und Steuerung der in der Röntgendetektoreinheit D integrierten Recheneinheit RED kann auch wenn keine Eingabeein- heit für die Röntgendetektoreinheit D vorhanden ist von der mobilen Recheneinheit MRE erfolgen. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass weniger Schnittstellen und Patientenrelevante Datenübertragungen zwischen weiteren externen Recheneinheiten stattfinden .

Die mobile Recheneinheit MRE oder/und die Recheneinheit RED in der Röntgendetektoreinheit D ist derart ausgebildet, dass auf diesem bereits entwickelte App's zum Einsatz kommen und so ein vereinfachter Workflow durch eine ortsgebundene Bedie- nung möglich wird.

In Figur 3 ist schematisch eine weitere Gerätekonfiguration mit einer Röntgendetektoreinheit D dargestellt. Die Komponen- ten dieser schematischen Darstellung sind u.a. die Röntgende- tektoreinheit D mit integrierter Bildverarbeitung- BV und Recheneinheit RED, die mobile Recheneinheit MRE mit Bildschirmeinheit BE und Recheneinheit RE sowie eine zusätzliche exter- ne Bildschirmeinheit EBE . Die Ausgestaltung des Röntgendetek- tors D entspricht der den in Fig.l und Fig.2 gezeigten und in den zugehörigen Teilen der Beschreibung beschrieben Gerätekonfigurationen. In der mobilen Recheneinheit MRE sind verschiedene App's APl,...,APm angeordnet. Die App's sind ebenso in der in die Röntgendetektoreinheit D integrierten Recheneinheit RED integrierbar und beispielsweise mit der der Bildschirmeinheit BE zugeordneten Bedieneinheit BEB bedienbar.

In Figur 4 ist schematisch das Zusammenwirken der in der Röntgendetektoreinheit D angeordneten Einheiten der Röntgen- bildverarbeitung in einer Bildverarbeitungskette BV wiedergegeben. Dargestellt sind eine Röntgenbildregistrierungseinheit RBR, eine Röntgenbilderstellungeinheit RBER, eine Röntgen- bildkorrektureinheit RBK, eine Röntgenbildbearbeitungseinheit RBAR sowie eine Röntgenbildverwaltungseinheit RBV.

Die Daten für eine Patientenregistrierung, Steuerungs- oder Parameterdaten können extern oder aus bestehenden Datensätzen in die Röntgenbildverarbeitungskette BK der Bildverarbei- tungseinheit BV eingespeist werden. Teile oder ganze Abschnitte der Röntgenbildverarbeitung in der Bildverarbeitungskette können jeweils durch die Recheneinheit RED

und/oder Graphikarte GK ausgeführt werden. Die Röntgenbildregistierungseinheit RBR und die Röntgenbildverwaltungseinheit RBV

können Teilen des Radiologie- Informationssystems RIS zugeordnet werden, während die Röntgenbilderstellungeinheit RBER, Röntgenbildkorrektureinheit RBK und die Röntgenbildbearbei - tungseinheit RBAR in der Bildverarbeitungskette BV integriert bzw. zugeordnet sind. Überschneidungen sind jeweils möglich. Zur Verdeutlichung der komplexen Bildverarbeitungsprozeduren durch die in der beispielsweise mobilen Röntgendetektorein- heit D integrierten Rechenkapazität RED wird anhand eines Beispiels beschrieben.

Zu Beginn einer Röntgenaufnahme kann beispielsweise eine Pa- tientenliste vom Radiologie- Informationssystem RIS angefordert oder die Daten eines schon registrierten Patient in die Röntgenbildverarbeitungskette BV aufgenommen werden. Liegen diese Daten noch nicht vor, können diese mit Hilfe von Eingabeeinheiten BEB, EE und/oder abgespeicherten Daten aus dem Radiologie- Informationssystem RIS einspeist bzw. aufgebaut werden. Für ein Preprozessing werden Röntgenparameter aus ausgewählten Organprogrammen entnommen. Diese Parameter werden an die der Röntgendetektoreinheit D für die Röntgenaufnahme jeweils zugeordnete Röntgenquelle übertragen. Ist die Einstellung der Röntgenquelle und die Positionierung der

Röntgendetektoreinheit D abgeschlossen, kann über das erste Bedienfeld BEFl und die Röntgenbilderstellungeinheit RBER die Röntgenquelle aktiviert und eine Röntgenaufnahme angelegt und die Rohdatenbild generiert und in einer Speichereinheiten S der Röntgenbildverarbeitungskette BV oder der Recheneinheit RED zwischengespeichert werden. Aus dem Rohbilddaten werden im der Röntgenbildkorrektureinheit RBK u.a. Artefakte bereinigt. Zur Überarbeitung der Rohbilddaten in diesem Bildverarbeitungsabschnitt könnte beispielsweise ein Offsetbild, ein Master Gain Bild sowie bei der Kalibrierung generierte Defekt Maps zur Bildkorrektur herangezogen werden. In einem nachfolgenden Bildverarbeitungsschritt wird in der Röntgenbildbear- beitungseinheit RBAR u.a. organspezifische Gradationskurven angewandt sowie wenn erforderlich ein Auto Cropping oder ein Autowindowing durchgeführt und zusätzlich zu einer

Histogrammanalyse eine Harmonisierung sowie eine Kantenanhe- bung durchgeführt. In der Röntgenbildverwaltungseinheit RBV wird die bearbeitete Röntgenaufnahme in ein DICOM Format umgesetzt sowie das Röntgenbild für den Arzt zur Diagnose auf einer Bildschirmeinheit BE, EBE abgebildet und beispielsweise ins Krankenhausnetz PACS eingespeist. Bezugszeichenliste

D Röntgendetektoreinheit

SF Sensorfläche

RED Recheneinheit in der Röntgendetektoreinheit

PU Zentraleinheit

GK Graphikkarte

BV Röntgenbildverarbeitungskette

RBR Röntgenbildregistrierungseinheit

RBER Röntgenbilderstellungeinheit

RBK Röntgenbildkorrektureinheit

RBAR Röntgenbildbearbeitungseinheit

RBV Röntgenbildverwaltungseinheit

BE Bildschirmeinheit

BEB Bedienelemente für die Bildschirmeinheit

BEF1 erstes Bedienfeld

Tl erste Taste

T2 zweite Taste

SA Statusanzeige

BEF2 zweites Bedienfeld

ASP Access-Point

RIS Modul zur Ankopplung an das Radiologie-

Informationssystem RIS

S Speichereinheit

MRE Mobile Recheneinheit

EE Eingabeeinheit

A Antenne

RE Recheneinheit in mobiler Recheneinheit AP"n App

ID Interface Detector

IMC Interface mobile Computer

RCA Remote Control Application

EBE externe Bildschirmeinheit