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Patent Searching and Data


Title:
ADHESIVE CLOSURE PART
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/179883
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an adhesive closure part, comprising a first carrier strip (10), which has hooking elements (12) arranged on one side thereof, and a second carrier strip (16), which, connected to the first carrier strip (10), has a connecting means (20) on the side of the second carrier strip facing away from the hooking elements (12), wherein the second carrier strip (16) is wider than the first carrier strip (10) and protrudes by means of at least one free lateral edge region (22) beyond the adjacent longitudinal edge of the first carrier strip (10) and wherein the two carrier strips (10, 16) are flexible along and transversely to the longitudinal orientation of the carrier strips. Said adhesive closure part is characterized in that at least one free lateral edge region (22) of the second carrier strip (16) is provided with a resistance weakening point (27) in such a way that the bending of the two carrier strips (10, 16) transversely to the longitudinal orientation of the carrier strips is facilitated.

Inventors:
POULAKIS KONSTANTINOS (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/056498
Publication Date:
September 26, 2019
Filing Date:
March 14, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BINDER GOTTLIEB GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
A44B18/00
Foreign References:
DE102004015321A12005-10-20
EP2269480A12011-01-05
EP2684480A12014-01-15
US3717908A1973-02-27
FR2566316A21985-12-27
DE102004015321A12005-10-20
Attorney, Agent or Firm:
BARTELS UND PARTNER, PATENTANWÄLTE (DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1 . Haftverschlussteil, mit einem ersten Trägerband (10) mit auf diesem auf einer Seite angeordneten Verhakungselementen (12) und mit einem zweiten Trägerband (1 6), das mit dem ersten Trägerband (10) verbunden auf seiner den Verhakungselementen (12) abgewandten Seite ein Verbindungsmittel (20) aufweist, wobei das zweite Träger band (1 6) breiter als das erste Trägerband (10) ist und mit mindestens einem freien Seitenrandbereich (22) über den benachbarten Längsrand des ersten Trägerbandes (10) vorsteht und wobei die beiden Träger bänder 10, 16) entlang und quer zu ihrer Längsausrichtung biegbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein freier Seitenrand bereich (22) des zweiten Trägerbandes (16) derart mit einer

Widerstandsschwächung (27) versehen ist, dass das Biegen der beiden Trägerbänder (10, 16) quer zu ihrer Längsausrichtung erleichtert ist.

2. Haftverschlussteil nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstandsschwächung zumindest an demjenigen Seitenrandbereich

(22) des zweiten Trägerbandes (1 6) angeordnet ist, in dessen Richtung die beiden Trägerbänder (10, 1 6) gebogen sind.

3. Haftverschlussteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Trägerband (16) auf beiden Längsrändern des ersten Trägerbandes (10) mit jeweils einem Seitenrandbereich (22) vorsteht und dass beide Seitenrandbereiche (22) eine gleiche Flächen ausdehnung haben und mit je einer gleichwirkenden Widerstands schwächung (27) versehen sind.

4. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Widerstandsschwächung eines Seitenrandbereichs (22) des zweiten Trägerbandes (1 6) in das erste Trägerband (10) kontinuierlich mit übergeht.

5. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Widerstandsschwächung (27) von erstem (10) und zweitem Trägerband (1 6) in einem vorgegebenen

Abstand von einer Biegelinie endet, die die Längsachse (18) zumindest des ersten Trägerbandes (10) definiert.

6. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Widerstandsschwächung (27) von erstem (10) und zweitem Trägerband (1 6) die Verhakungselemente

(12) des ersten Trägerbandes (10) in inselartig angeordnete

Haftsegmente unterteilt, die sich in Hintereinanderanordnung an der jeweiligen Biegelinie ausrichten, und dass sich die Verhakungs elemente (12) in einem Längsstreifen durchgehend an der zuorden- bare Widerstandsschwächung (27) vorbei von Haftsegment zu

Haftsegment entlang der Biegelinie erstrecken.

7. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Trägerbänder (10, 1 6) in die einzelnen inselartigen Haftsegmente unterteilt sind, die an den Stellen der Widerstandsschwächung (27) entlang der Biegelinie über derart gebildete Gelenkstellen benachbart miteinander verbunden sind, dass sowohl die Verhakungselemente (12) als auch das Verbindungsmittel (20) über die zuordenbaren Gelenkstellen hinweg, sich von einem Haftsegment zum benachbarten Haftsegment erstrecken. 8. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Trägerbänder (10, 1 6) vonseiten der Verhakungselemente (12) mit einer vorzugsweise selbstklebenden Abdeckfolie (26) versehen sind, nach deren Entfernen die Verhakungs elemente (12) für einen Verhakungseingriff freigelegt sind.

9. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Abdeckfolie (26) und den

Verhakungselementen (12) des ersten Trägerbandes (10) eine Schaum barriere (52, 53) eingelegt ist, die zumindest teilweise in die Abstände zwischen den Verhakungselementen (12) eingreift.

10. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Widerstandsschwächung aus mindestens einer

- Reduzierung der Wandstärke und/oder

- Perforation und/oder

- Ausnehmung (27) und/oder

- Festigkeitsänderung in mindestens einem Seitenrandbereich (22) des zweiten Träger bandes (16) gebildet ist.

1 1 . Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, von zumindest einem Längsrand (25) des zweiten Trägerbandes (16) ausgehend, eine Folge von Ausnehmungen (27) ausgebildet ist, die sich zur Bandlängsrichtung quer verlaufend in beiden Trägerbänden (10, 1 6) bis in die Nähe der Bandmitte (18) respektive der Biegelinie erstrecken.

12. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass, von den beiden Längsrändern (25) des zweiten Trägerbandes (16) ausgehend, je eine Folge von Ausnehmungen (27) gebildet ist.

1 3. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (27) gleich ausgebildet sind und eine sich vom jeweiligen Längsrand (25) nach innen verjüngende V-Form besitzen.

14. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungsränder der jeweiligen

V-förmigen Ausnehmung (27) einen Winkel von 20° bis 30°, vorzugs weise von 25°, miteinander einschließen.

1 5. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (27) zueinander äquidistant in Abständen angeordnet sind, die vorzugsweise kleiner sind als die Breite des zweiten Trägerbandes (16).

1 6. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (27) der einen Folge auf die Ausnehmungen (27) der anderen Folge ausgerichtet sind.

1 7. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (27) vor der Bandmitte (18) der Trägerbänder (10, 16) in einem Abstand enden, der weniger als 1/8, vorzugsweise weniger als 1/10, der Breite des zweiten Träger bandes (16) beträgt.

18. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (27) aus Einschnitten oder Ausstanzungen in das zuordenbare Bandmaterial gebildet sind, die das Material vollständig durchgreifen.

1 9. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in Richtung der Biegelinie sich verjüngen- den V-förmigen Ausnehmungen (27) sich im Biegefall auf einer Seite zusehends schließen, bis die die V-förmigen Ausnehmungen (27) begrenzenden Wandteile der beiden Trägerbänder (10, 16) in Anlage miteinander kommen. 20. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass während sich auf einer Seite beim Biegen in einer Richtung die zuordenbaren V-förmigen Ausnehmungen (27) schließen, die jeweiligen Ausnehmungen (27) auf der gegenüber liegenden Seite der beiden Trägerbänder (10, 16) sich entsprechend aufspreizen.

21 . Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstandsschwächung (27) die beiden Trägerbänder (10, 1 6) in einzelne Haftsegmente unterteilt, die an der Stelle der Widerstandsschwächung miteinander verbunden sind, und dass sich die Verbindungsmittel (20) über die zuordenbare

Widerstandsschwächung hinweg von Haftsegment zu Haftsegment erstrecken.

22. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Trägerband (10) mit seinen

Verbindungsmitteln (20) in einem Längsstreifen zwischen den

Haftsegmenten frei von Widerstandsschwächungen ist.

23. Haftverschlussteil nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen (27) auf beiden Seiten der Bänder (10, 16) gleich ausgebildet und zueinander fluchtend angeordnet sind und jeweils eine V-Form aufweisen, deren Breite sich vom äußeren Längsrand (25) nach innen verringert und in einer Spitze ausmündet.

24. Verwendung eines Haftverschlussteils nach einem der vorstehenden Ansprüche in einer Schäumform, insbesondere zum Herstellen von Fahrzeug-Sitzpolstern, mit einer Aufnahmepfeife (2), in die die Haft verschlussteile (6) abgedeckt mit der Abdeckfolie (26) einlegbar sind, wobei nach Verbinden des Formschaums mit dem Verbindungsmittel

(20) unter Bildung zumindest eines Teils des Sitzpolsters und nach Entnahme aus der Schäumform nach Entfernen der Abdeckfolie (26) die Verhakungselemente (12) freigelegt sind.

Description:
GOTTLIEB BINDER GMBH & CO. KG

Bahnhofstrasse 1 9, 71088 Holzgerlingen, Deutschland

Haftverschlussteil

Die Erfindung betrifft ein Haftverschlussteil, mit einem ersten Trägerband mit auf diesem auf einer Seite angeordneten Verhakungselementen und mit einem zweiten Trägerband, das mit dem ersten Trägerband verbunden auf seiner den Verhakungselementen abgewandten Seite ein Verbindungsmittel aufweist, wobei das zweite Trägerband breiter als das erste Trägerband ist und mit mindestens einem freien Seitenrandbereich über den benachbarten Längsrand des ersten Trägerbandes vorsteht und wobei die beiden Träger bänder entlang und quer zu ihrer Längsausrichtung biegbar sind.

Haftverschlussteile haben sich auf vielen Gebieten als eine lösbare und funktionssichere Verbindungs- und Verschlusstechnik bewährt. Bei Einsät zen für Flug- oder Fahrzeugsitze dienen sie unter anderem dazu, Sitzbezüge an Schaumkörperteilen, bestehend aus einem Formschaum, zu befestigen, wobei die jeweils einen Haftverschlussteile in das Polsterschaummaterial beim Herstellen des jeweiligen Sitzes mit eingeschäumt werden und jewei- lige andere Haftverschlussteile mit den korrespondierenden Verhakungs elementen am Polsterbezugsmaterial festgelegt, insbesondere festgenäht werden. Bei der Herstellung der Schaumkörperteile werden die Haftver schlussteile in sogenannte Aufnahmepfeifen einer Einschäumform eingelegt, und durch Anbringen von Schaummaterial in die freien Querschnitte der Einschäumform, vorzugsweise durch Einbringen von Polyurethan (PU)- Schaum, werden die Haftverschlussteile beim Einschäumvorgang an den Schaumkörperteilen befestigt. Das Dokument DE 10 2004 015 321 A1 of fenbart ein durch einen Einschäumvorgang an Schaumkörperteilen zu be festigendes Haftverschlussteil der eingangs genannten Gattung. Bei dem bekannten Haftverschlussteil sind sowohl das Trägerband der Ver hakungselemente als auch das zweite Trägerband aus einem spritzgegosse nen Kunststoffprofil gebildet. Der aus den Bändern gebildete flächige Ver bund besitzt gegen Biegung, hauptsächlich in der Bandebene, einen ver hältnismäßig hohen Widerstand. Wenn sich aufgrund der Formgebung der Schaumkörperteile gekrümmte Nahtverläufe ergeben, längs denen Haftver schlussteile einzuschäumen sind, dann ist man gezwungen, anstelle eines durchgehenden, langen Haftverschlussteils in Biegungsbereichen mehrere Haftverschlussteile kürzerer Länge vorzusehen. Dies führt zumindest zu einer nachteiligen Erhöhung des Arbeitsaufwandes für die Befestigung der Haftverschlussteile beim Einschäumvorgang.

Im Hinblick auf diese Problematik stellt sich die Erfindung die Aufgabe, ein Haftverschlussteil der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stel len, das eine Festlegung am betreffenden Schaumkörperteil auch im ge krümmten Verlauf beim Einschäumvorgang ermöglicht. Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch ein Haftverschlussteil gelöst, das die Merkmale des Patentanspruchs 1 in seiner Gesamtheit aufweist.

Gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 besteht eine wesentl i che Besonderheit der Erfindung darin, dass zumindest ein freier Seitenrand bereich des zweiten Trägerbandes derart mit einer Widerstandsschwächung versehen ist, dass das Biegen der beiden Trägerbänder quer zu ihrer Längs ausrichtung erleichtert ist. Die dergestalt erreichte Verringerung der Biege steifigkeit der erfindungsgemäßen Haftverschlussteile ermöglicht trotz nicht geradlinigem Verlauf der Verbindungsbereiche zwischen Polsterbezugsma- terial und betreffendem Schaumkörperteil den Einsatz langgestreckter, dem Nahtverlauf folgender Haftverschlussteile.

Mit Vorteil ist die Widerstandsschwächung zumindest an demjenigen Sei tenrandbereich des zweiten Trägerbandes angeordnet, in dessen Richtung die beiden Trägerbänder gebogen sind.

Die Anordnung kann hierbei mit Vorteil so getroffen sein, dass das zweite Trägerband auf beiden Längsrändern des ersten Trägerbandes mit jeweils einem Seitenrandbereich vorsteht und dass beide Seitenrandbereiche eine gleiche Flächenausdehnung besitzen und mit je einer gleichwirkenden Wi- derstandsschwächung versehen sind.

Ein besonders günstiges Biegeverhalten ist erreichbar, wenn die jeweilige Widerstandsschwächung eines Seitenrandbereichs des zweiten Trägerban des in das erste Trägerband kontinuierlich mit übergeht.

Mit besonderem Vorteil kann die Anordnung so getroffen sein, dass die je- weilige Widerstandsschwächung von erstem und zweitem Trägerband in einer Biegelinie ausmündet, die die Längsachse zumindest des ersten Trä gerbandes definiert.

Die Anordnung kann hierbei mit besonderem Vorteil so getroffen sein, dass die jeweilige Widerstandsschwächung von erstem und zweitem Trägerband die Verhakungselemente des ersten Trägerbandes in Haftsegmente unter teilt, die sich in Hintereinanderanordnung an der jeweiligen Biegelinie aus- richten.

Für die Funktionsfähigkeit der Haftverschlussteile ist es unabdingbar, dass die Verhakungselemente beim Einschäumvorgang gegen das Eindringen von Schaummaterial geschützt sind. Bei vorteilhaften Ausführungsbeispie len sind zur Verhinderung, dass die Verhakungselemente durch eindrin- gendes Schaummaterial verklebt und dadurch funktionsunfähig werden, die beiden Trägerbänder vonseiten der Verhakungselemente mit einer vor zugsweise selbstklebenden Abdeckfolie versehen, nach deren Entfernen die Verhakungselemente für einen Verhakungseingriff freigelegt sind.

Ein besonders sicherer Schutz der Verhakungselemente gegen Eindringen von Schaummaterial ist erreichbar, wenn zwischen der Abdeckfolie und den Verhakungselementen des ersten Trägerbandes eine Schaumbarriere eingelegt ist, die zumindest teilweise in die Abstände zwischen den Ver hakungselementen eingreift. Eine solche, zusätzlich zur Abdeckfolie wir kende Schaumbarriere kann durch einen Teppichflor gebildet sein, dessen Träger an der Abdeckfolie anliegt und dessen Florfäden für die Verhakungs elemente eine Umhüllung bilden.

Die jeweilige Widerstandsschwächung kann aus mindestens einer Reduzie rung der Wandstärke und/oder Perforation und/oder Ausnehmung und/oder Festigkeitsänderung in mindestens einem Seitenrandbereich des zweiten Trägerbandes gebildet sein.

Bei besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen ist, von zumindest ei nem Längsrand des zweiten Trägerbandes ausgehend, eine Folge von Aus nehmungen ausgebildet, die sich zur Bandlängsrichtung querverlaufend in beiden Trägerbändern bis in die Nähe der Bandmitte respektive der Biege linie erstrecken.

Eine besondere Erhöhung der Flexibilität ergibt sich, wenn, von beiden Längsrändern des zweiten Trägerbandes ausgehend, je eine Folge von Aus nehmungen gebildet ist.

Bei besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen sind die Ausnehmungen gleich ausgebildet und besitzen eine sich vom jeweiligen Längsrand nach innen verjüngende V-Form. Hierbei kann die Anordnung mit besonderem Vorteil so getroffen sein, dass die Begrenzungsränder der jeweiligen V-förmigen Ausnehmung einen Win kel von 20° bis 30°, vorzugsweise von 25°, miteinander einschließen.

Mit besonderem Vorteil kann die Anordnung hierbei so getroffen sein, dass die Ausnehmungen zueinander äquidistant in Abständen angeordnet sind, die vorzugsweise kleiner sind als die Breite des zweiten Trägerbandes.

Ein besonders günstiges Biegeverhalten ist erreichbar, wenn die Ausneh mungen der einen Folge auf die Ausnehmungen der anderen Folge ausge richtet sind.

Bei besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen ist die Anordnung derart getroffen, dass die Ausnehmungen vor der Bandmitte der Trägerbänder in einem Abstand enden, der weniger als 1/8, vorzugsweise weniger als 1/10, der Breite des zweiten Trägerbandes beträgt.

Mit besonderem Vorteil können die Ausnehmungen aus Einschnitten oder Ausstanzungen in das zuordenbare Bandmaterial gebildet sein, die das Ma terial vollständig durchgreifen.

Mit Vorteil kann hierbei die Anordnung so getroffen sein, dass die in Rich tung der Biegelinie sich verjüngenden V-förmigen Ausnehmungen sich im Biegefall auf einer Seite zusehends schließen, bis die die V-förmigen Aus nehmungen begrenzenden Wandteile der beiden Trägerbänder in Anlage miteinander kommen, und dass, während sich auf einer Seite beim Biegen in einer Richtung die zuordenbaren V-förmigen Ausnehmungen schließen, die jeweiligen Ausnehmungen auf der gegenüberliegenden Seite der beiden Trägerbänder sich entsprechend aufspreizen.

Gemäß dem Patentanspruch 20 ist Gegenstand der Erfindung auch die Verwendung eines Haftverschlussteils nach einem der Ansprüche 1 bis 1 9 in einer Schäumform, insbesondere zum Herstellen von Fahrzeug- Sitzpolstern, mit einer Aufnahmepfeife, in die die Haftverschlussteile abge deckt mit der Abdeckfolie einlegbar sind, wobei nach Verbinden des Form schaums mit dem Verbindungsmittel unter Bildung zumindest eines Teils des Sitzpolsters und nach Entnahme aus der Schäumform nach Entfernen der Abdeckfolie die Verhakungselemente freigelegt sind.

Nachstehend ist die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen im Einzelnen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 in schematisch vereinfachter und nicht maßstäblicher Darstel- lung einen Ausschnitt einer Aufnahmepfeife für eine Einschäum form, wobei in deren Formmulde ein Haftverschluss-teil gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung eingelegt ist;

Fig. 2 in entsprechend vereinfachter und in gegenüber einer prakti schen Ausführungsform etwa 2,5-fach vergrößerter Darstellung einen Längenabschnitt des Ausführungsbeispiels von Fig. 1 , ge sehen auf die Bandseite mit den Verhakungselementen und oh ne darüberliegende Abdeckfolie;

Fig. 3 in der Fig. 2 entsprechender Darstellung die Draufsicht des Aus führungsbeispiels, wobei ein gebogener Zustand dargestellt ist; Fig. 4 in vereinfachter und nicht maßstäblicher Darstellung ein zweites

Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Haftverschlussteils, wobei der Zustand vor Anbringen einer Abdeckfolie dargestellt ist;

Fig. 5 in der Fig. 1 entsprechend schematisch vereinfachter und nicht maßstäblicher Darstellung einen Ausschnitt einer Aufnahmepfei fe für eine Einschäumform, wobei in deren Formmulde ein Haft- verschlussteil gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der Er findung eingelegt ist; und

Fig. 6 in der Fig. 4 entsprechender Darstellung das dritte Ausführungs beispiel des Haftverschlussteils, wobei der Zustand vor Anbrin gen der Abdeckfolie dargestellt ist.

In Fig. 1 ist eine Aufnahmepfeife mit 2 bezeichnet, die Bestandteil einer im Übrigen nicht dargestellten Einschäumform ist. Die Aufnahmepfeife 2 weist eine Formmulde 4 in Form einer Ausnehmung auf, deren freier Querschnitt dem in dieser aufzunehmenden Haftverschlussteil 6 angepasst ist. Entlang der seitlichen Längsränder ist die Formmulde 4 durch ebenflächige Wand teile 8 begrenzt. Das Haftverschlussteil 6 weist ein flächiges Trägerband 10 auf, an dessen einer Seite Verhakungselemente angeordnet sind. Diese sind beim dargestellten Beispiel durch (in der Zeichnung nur teilweise bezifferte) Pilzköpfe 12 gebildet, die sich an vom Trägerband 10 abstehenden Stielen befinden. Hierbei kann es sich um ein sog. Haftverschlusselement handeln, bei dem 200 bis 400 Verhakungselemente und mehr pro cm 2 am Träger band 10 vorgesehen sind. Dieses kann durch ein Grundgewebe aus Poly amid mit Stielen aus Polypropylen gebildet sein, an denen die Pilzköpfe 12 durch thermische Bearbeitung ausgebildet sind. Der Träger 10 mit den Pilz köpfen 12 kann auch aus einem spritzgegossenen Kunststoffprofil bestehen. Während beim gezeigten Beispiel die Verhakungselemente durch Pilzköpfe 12 gebildet sind, können die Verhakungselemente auch durch Schl ingen oder Schlaufen eines Schlaufenmaterials gebildet sein. Haftverschlussele mente dieser Art mit Pilzköpfen 12 als Verhakungselemente sind unter der Produktbezeichnung Pressotex ® und mit Verhakungselementen in Form eines Flauschmaterials unter der Produktbezeichnung Klettostar ® jeweils von der Anmelderin auf dem Markt erhältlich.

Das Trägerband 10 ist an seiner von den Verhakungselementen abgewand ten Seite über eine Klebstoffschicht 14 mit einem zweiten Trägerband 1 6 fest verbunden. Die Klebstoffschicht 14 besteht beim vorliegenden Beispiel aus einem feuchtigkeitsvernetzenden, polyurethanhaltigen Klebstoff. In die Klebstoffschicht 14 ist mittig ein Eisendraht 18 eingebettet, der sich über die gesamte, senkrecht zur Zeichnungsebene verlaufende Länge des Haftver schlussteils 6 erstreckt. In Verbindung mit in der Einschäumform befindli chen, nicht gezeigten permanentmagnetischen Elementen bildet der Eisen draht 18 eine magnetische Halteeinrichtung, die das Haftverschlussteil 6 in der Aufnahmepfeife 2 festlegt. Das über die Klebstoffschicht 14 befestigte zweite Trägerband 1 6 ist ein spritzgegossenes Kunststoffprofil, das an der von der Klebstoffschicht 14 abgewandten Seite angeformte runde Vor sprünge 20 in Form von freistehenden Stäbchen besitzt. Diese bilden ein Verbindungsmittel, das eine gute Anhaftung des Formschaums beim Ein schäumvorgang gewährleistet. Wie der Zeichnung entnehmbar ist, hat das zweite Trägerband 1 6 eine größere Breite als das erste Trägerband 10 und steht mit je einem Seitenrandbereich 22, die die gleiche Breite besitzen, über das erste Trägerband 10 seitlich vor. Mit der den Vorsprüngen 20 ab gewandten Seite bilden diese Randbereiche 22 jeweils eine Verbindungs zone 24, an der eine Abdeckfolie 26 ablösbar anbringbar ist. Diese ist beim vorliegenden Beispiel durch eine Folie, beispielsweise aus Polyester, gebil det, die in der Art eines Klebebandes mit einem Haftkleber 28 versehen ist, mit dem sie mit ihren Längsrändern an den Verbindungszonen 24 der Sei tenrandbereiche des zweiten Trägerbandes 1 6 ablösbar verklebt ist. Die Fig. 1 zeigt diesen Zustand, bei dem zur Vorbereitung eines Einschäumvor gangs das Haftverschlussteil 6 in die Aufnahmepfeife 2 zusammen mit der Abdeckfolie 26 eingelegt ist, die den gesamten Bereich der Verhakungs elemente (Pilzköpfe 12) dicht einschließt und beim Schäumvorgang gegen den Eintritt von Formschaum schützt. Für die spätere Herstellung der Haft verbindung mit dem jeweils korrespondierenden weiteren Haftverschluss teil stehen daher nach Ablösen der Abdeckfolie 26 die Pilzköpfe 12 voll funktionsfähig zur Verfügung. Die Fig. 2 zeigt in Draufsicht einen Längenabschnitt des Ausführungsbei spiels des Haftverschlussteils 6 von Fig. 1 nach Abnahme der ablösbaren Abdeckfolie 26. Wie gezeigt, sind, ausgehend von den mit 25 bezeichneten Längsrändern des zweiten Trägerbandes 1 6, Ausnehmungen 27 gebildet, die sich in beiden Bändern 16 und 10 in zur Bandlängsrichtung senkrechter Richtung bis in die Nähe der Bandmitte erstrecken. Genauer gesagt, enden die Ausnehmungen 27 jeweils in einem gleichen Abstand von dem in der Bandmitte verlaufenden, eingebetteten Eisendraht 18. Bei dem gezeigten Beispiel beträgt der Abstand zwischen den inneren Enden der Ausnehmun gen 27 und der Bandmitte weniger als 1/10 der Breite des zweiten Träger bandes 1 6. Die gleich ausgebildeten Ausnehmungen 27 beider seitlicher Folgen sind gleich ausgebildet und zueinander fluchtend angeordnet und weisen jeweils eine V-Form auf, deren Breite sich vom äußeren Längsrand (25 in Fig. 1 ) nach innen verringert und in einer Spitze endet. Der Abstand der äquidistant angeordneten Ausnehmungen 27 ist gleich groß wie die Breite des zweiten Trägerbandes 16 oder vorzugsweise etwas geringer als diese.

Wie oben erwähnt, besitzt das Haftverschlussteil 6, hauptsächlich wegen der Werkstoffeigenschaft des durch ein Kunststoffprofil gebildeten zweiten Trägerbandes 1 6, eine verhältnismäßig hohe Steifigkeit gegen Biegen in der Bandebene, d.h. in der Ebene der Fig. 2. Die Ausnehmungen 27 führen zu einer erheblichen Verringerung dieser Steifigkeit und stellen eine ausrei chende Flexibilität zur Verfügung, die eine Anordnung des Haftverschluss teils 6 im von der geraden Linie abweichenden Verlauf ermöglicht.

Die Fig. 3 zeigt diesbezüglich das Beispiel eines Längenabschnitts in einem gebogenen Verlauf mit näherungsweise um 90° abgewinkeltem Verlauf der Bandlängsrichtung. Dadurch, dass die Ausnehmungen 27 durch ihre V-Form Materialausschnitte mit an den Längsrändern größerer Weite bilden, stehen an Biegungen, wie in Fig. 3 gezeigt, an der Innenseite Freiräume zur Verfügung, die eine Annäherung der Wände der Ausnehmungen 27 unter Verjüngung der V-Form ermöglichen, während an der Außenseite der Bie gung sich die V-Form aufspreizt. Dadurch sind stärkere Biegungen, wie bei spielsweise in Fig. 3 gezeigt, ohne Ausbeulen ermöglicht.

Fig. 4 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel, wobei jedoch, anders als in Fig. 1 , das Haftverschlussteil in teil gefertigtem Zustand dargestellt ist. Das Ausführungsbeispiel von Fig. 4 entspricht dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 bis 3, abgesehen davon, dass die Abdeckfolie 26 mit ihrem Haftkle ber 28 nicht unmittelbar an den Pilzköpfen 12 anliegt, sondern dass auf dem Haftkleber 28 eine Schutzlage 38 aufgelegt ist. Diese ist durch eine Folie, beispielsweise aus Polyester, gebildet, deren Breite der Breite des ersten Trägerbandes 10 entspricht. Bei dem teil gefertigten Zustand der Fig. 4 ist die Abdeckfolie 26 mit der Schutzlage 38 an die Pilzköpfe 12 an gelegt, jedoch noch nicht durch Bewegen der Seitenränder der Abdeckfolie 26, wie mit Pfeilen 36 angedeutet, an den Verbindungszonen 24 der Rand bereiche 22 des zweiten Trägerbandes 1 6 angeklebt. Die sich über die ge samte Breite des ersten Trägerbandes 10 erstreckende Schutzlage 38 schützt die Pilzköpfe 12 vor einem Antrag des Haftklebers 28 der Abdeckfolie 26.

Die Fig. 5 und 6 verdeutlichen ein drittes Ausführungsbeispiel, bei dem, im Unterschied zu den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen, eine zu sätzliche Schaumbarriere zum Schutz der Pilzköpfe 12 vor Eindringen von Formschaum beim Einschäumvorgang vorhanden ist. Diese Schaumbarriere ist durch einen Teppichflor gebildet, dessen Träger 52 anstelle der Schutz lage 38 auf dem Haftkleber 28 der Abdeckfolie 26 aufliegt und mit dieser verklebt ist. Mit seinen Florfäden 53 bildet der Teppichflor eine Umhüllung für die Pilzköpfe 12 als zusätzliche Schaumbarriere. Gleichzeitig sind die Pilzköpfe 12 durch den Träger 52 vor Berührung mit dem Haftkleber 28 geschützt. Die Fig. 6 zeigt, in Entsprechung zur Fig. 4, den teil gefertigten Zustand vor dem Ankleben der Schutzfolie 26 an den Verbindungszonen 24 an den Randbereichen 22 des zweiten Trägerbandes 16.