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Title:
AGRICULTURAL DISTRIBUTING MACHINE WITH COMPRESSED-AIR FLOW SPEED THAT CAN BE CHANGED ACCORDING TO DRIVING SPEED AND/OR ACCORDING TO SEED TYPE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/069599
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an agricultural distributing machine (500), preferably for singulated seeding, comprising: at least one compressed-air generation device (100), which has a suction side (101) and a pressure side (102); and a plurality of row units (200). Each row unit (200) comprises a singulating device (10) having a rotatable singulating element (1) for singulating seeds by means of a pressure difference. Each singulating device (10) is connected to a seed line (2) for transporting singulated seeds to the soil by means of a compressed-air flow (X). The agricultural distributing machine (500) is characterized in particular in that the speed of the compressed-air flow (X) in the seed line (2) of each singulating device (10) can be changed, preferably controlled and/or preset, according to the driving speed (V) of the agricultural distributing machine (500) and/or according to the seed type. The invention further relates to an associated method.

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Inventors:
ERHARD MANFRED (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/078291
Publication Date:
April 15, 2021
Filing Date:
October 08, 2020
Export Citation:
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Assignee:
HORSCH MASCHINEN GMBH (DE)
International Classes:
A01C7/04; A01C7/08; A01C7/10; A01C7/20
Domestic Patent References:
WO2011056138A12011-05-12
WO2013180619A12013-12-05
WO2019092649A12019-05-16
WO2010059101A12010-05-27
Foreign References:
US20140182495A12014-07-03
DE202018006221U12019-08-21
DE202018006221U12019-08-21
Attorney, Agent or Firm:
V. BEZOLD & PARTNER PATENTANWÄLTE - PARTG MBB (DE)
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Claims:
ANSPRÜCHE

1. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500), vorzugsweise zur Einzelkornsaat, mit: zumindest einer Drucklufterzeugungseinrichtung (100) mit einer Saugseite (101) und einer Druckseite (102), und einer Vielzahl an Reiheneinheiten (200), wobei die jeweilige Reiheneinheit (200) eine Ver einzelungsvorrichtung (10) mit einem drehbaren Vereinzelungsorgan (1) zum Vereinzeln von Saatgut mittels einer Druckdifferenz aufweist, wobei die jeweilige Vereinzelungsvor richtung (10) mit einer Saatgutleitung (2) verbunden ist zum Transportieren vereinzelten Saatguts mittels einer Druckluftströmung (X) zum Ackerboden, dadurch gekennzeichnet, dass eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung (X) in der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) in Abhängigkeit einer Fahrgeschwindigkeit (V) der landwirt schaftlichen Verteilmaschine (500) und/oder Saatgutsorten-abhängig veränderbar ist, vor zugsweise steuerbar und/oder voreinstellbar ist.

2. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vereinzelungsorgan (1) die jeweilige Vereinzelungsvorrichtung (10) in einen Unterdruck bereich (3) und einen Überdruckbereich (4) teilt und der Unterdruckbereich (3) mittels eines Saug-Leitungssystems (5) mit der Saugseite (101) verbunden ist und der Überdruckbereich (4) mit tels eines Überdruck-Leitungssystems (6) mit der Druckseite (102) verbunden ist, um das Verein zelungsorgan (1) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) zeitgleich mit einem Unterdrück und einem Überdruck zu beaufschlagen.

3. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Überdruck aus dem Überdruckbereich (4) genutzt wird, um zur Druckdifferenz beizutragen, und, um die Druckluftströmung (X) in der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrich tung (10) zu erzeugen.

4. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) einen Einlassbereich (KE) zum Einlass vereinzelten Saatguts aufweist und vorzugsweise der Ein lassbereich (KE) in einer Mantelfläche der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrich tung (10) ausgebildet ist.

5. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der v Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Überdruck-Leitungssystem (6) eine erste Druckluftzufuhr (Dl) in den Überdruckbe reich (4) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) bildet, um zur Druckdifferenz beizu tragen, und eine zweite Druckluftzufuhr (D2) zur Verfügung gestellt ist, um die Druckluftströmung (X) in der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) zu erzeugen.

6. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Druckluftzufuhr (D2) von dem Überdruck-Leitungssystem (6) mit Druckluft ver sorgt wird und/oder in einem Teilungsbereich (6.1) an das Überdruck-Leitungssystem (6) ange schlossen ist.

7. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass sich entlang des Einlassbereichs (KE) eine Strömungsbarriere und/oder ein Co- andä-Effekt einstellt und/oder Druckluft aus der ersten Druckluftzufuhr (Dl) und Druckluft aus der zweiten Druckluftzufuhr (D2) aufeinander einwirken, so dass Druckluft aus der ersten Druckluftzu fuhr (Dl) an einem Eindringen über den Einlassbereich (KE) in die Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) gehindert wird.

8. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass die jeweilige Vereinzelungsvorrichtung (10) über ein das Saug-Leitungssystem (5) und das Überdruck-Leitungssystem (6) umfassendes Ringleitungssystem mit der zumindest ei nen Drucklufterzeugungseinrichtung (100) in Verbindung steht, vorzugsweise so, dass die zumin dest eine Drucklufterzeugungseinrichtung (100) eine Vielzahl an vorzugsweise parallel geschalte ten Ringleitungssystemen mit Überdruck und Unterdrück beaufschlagt.

9. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugseite (101) der zumindest einen Drucklufterzeugungsein richtung (100) mit zumindest einer Luftzuführeinrichtung (20) zur Luftzufuhr aus der Atmosphäre (A) in Verbindung steht, vorzugsweise mittels des Saug-Leitungssystems (5).

10. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Luftzuführeinrichtung (20) ein Verstellelement (21) zum Verändern der Luftzufuhr aufweist.

11. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellelement (21) ein vorzugsweise mittels einer Steuereinrichtung ansteuerbares Verstellventil umfasst, und/oder eine manuell verstellbare Verstelleinrichtung umfasst und/oder eine manuell auswechselbare Verstelleinrichtung umfasst.

12. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine mittels des Saug-Leitungssystems (5) aus der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) geführte Luftmenge im Wesentlichen einer mittels des Überdruck-Leitungssystems (6) in die jeweilige Vereinzelungsvorrichtung (10) geführten Luftmenge entspricht, und eine über die zumindest eine Luftzuführeinrichtung (20) zugeführte Luftmenge im We sentlichen einer aus der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) austretenden Luftmenge entspricht.

13. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass durch Verändern der Luftzufuhr mittels des Verstellelements (21) eine Ge schwindigkeit der Druckluftströmung (X) in der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungs vorrichtung (10) veränderbar ist, vorzugsweise allerdings die Druckdifferenz am Vereinzelungsor gan (1) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) und/oder eine Drehzahl der zumindest einen Drucklufterzeugungseinrichtung (100) im Wesentlichen unverändert bleibt.

14. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch Verändern einer Drehzahl der zumindest einen Drucklufter zeugungseinrichtung (100) ein Unterdruckniveau im Unterdruckbereich (3) und/oder ein Über druckniveau im Überdruckbereich (4) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) veränderbar ist, vorzugsweise so, dass das Unterdruckniveau im Unterdruckbereich (3) und das Überdruckni veau im Überdruckbereich (4) zueinander gleichwertig veränderbar sind, wodurch die Druckdiffe renz am Vereinzelungsorgan (1) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) im Wesentlichen konstant bleibt.

15. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Drucklufterzeugungseinrichtung (100) und/oder das Verstellelement (21) in Abhängigkeit zumindest eines Steuerparameters einstellbar ist und der zumindest eine Steuerparameter zumindest eines von folgendem umfasst: eine Saattiefe des Saatguts,

Ackerbodenverhältnisse, ob eine Fangeinrichtung (60) zum Abbremsen des aus der Saatgutleitung (2) der jeweili gen Vereinzelungsvorrichtung (10) ausgegebenen Saatguts genutzt wird oder nicht, unterschiedliche Fahrgeschwindigkeiten einer kurveninneren Reiheneinheit (200) und ei ner kurvenäußeren Reiheneinheit (200) während einer Kurvenfahrt der landwirtschaftli chen Verteilmaschine (500), eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung (X) in oder stromabwärts der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10), eine Geschwindigkeit des Saatguts in oder stromabwärts der Saatgutleitung (2) der jewei ligen Vereinzelungsvorrichtung (10).

16. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Eingabeeinrichtung zur Verfügung gestellt ist, mittels der eine Bedienperson Informa tionen zur Saatgutsorte und/oder den zumindest einen Steuerparameter eingeben kann, und/oder ein Erfassungssystem zum automatischen Erfassen der Fahrgeschwindigkeit (V), von Infor mationen zur Saatgutsorte und/oder des zumindest einen Steuerparameters zur Verfü gung gestellt ist.

17. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) zumindest zwei Erfas sungseinrichtungen zur Erfassung einer Fahrgeschwindigkeit zumindest zweier Reiheneinheiten (200) aufweist, um bei einer Kurvenfahrt unterschiedliche Fahrgeschwindigkeiten einer kurvenin neren Reiheneinheit (200) und einer kurvenäußeren Reiheneinheit (200) zu erfassen.

18. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung (X) in der Saatgutlei tung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) in Abhängigkeit der Fahrgeschwindigkeit (V) und/oder Saatgutsorten-abhängig vorzugsweise mittels des Verstellelements (21) veränderbar ist, um eine insbesondere horizontale Geschwindigkeitskomponente (Vh) von aus der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) ausgegebenem Saatgut an die Fahrgeschwindig keit (V) anzupassen oder im Wesentlichen anzugleichen.

19. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach Anspruch 18, dass die insbesondere hori zontale Geschwindigkeitskomponente (Vh) so an die Fahrgeschwindigkeit (V) der landwirtschaftli chen Verteilmaschine (500) angepasst wird, dass eine Relativgeschwindigkeit zwischen der Fahr geschwindigkeit (V) und der insbesondere horizontalen Geschwindigkeitskomponente (Vh) weni ger als 25 km/h, weniger als 20 km/h, weniger als 15 km/h oder weniger als 10 km/h beträgt.

20. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung (X) in der Saatgutlei tung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) unabhängig von der Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan (1) der jeweiligen Vereinze lungsvorrichtung (10) veränderbar ist, und/oder unabhängig von einer Drehzahl der zumindest einen Drucklufterzeugungseinrichtung (100) veränderbar ist.

21. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit der Fahrgeschwindigkeit (V) das Vereinzelungsor gan (1) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) zeitgleich mit einem Unterdrück und einem Überdruck vorzugsweise aus der zumindest einen Drucklufterzeugungseinrichtung (100) beauf schlagbar ist.

22. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) zumindest einen Sen sor (30) aufweist zur Erfassung einer Geschwindigkeit der Druckluftströmung (X) im oder stromab wärts der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) und/oder zumindest ei nen Sensor (30) aufweist zur Erfassung einer Geschwindigkeit des Saatguts im oder stromabwärts der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10).

23. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) einen Ausgabe-Anstellwinkel (a) von kleiner 70°, kleiner 60° oder kleiner 40° und/oder größer 10° relativ zu einem horizontalen Ackerboden aufweist.

24. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Reiheneinheit (200) einen Saatgutbehälter (40) zum Mitführen von Saatgut trägt und/oder die landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) ein Seed-On- Demand-System aufweist.

25. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) eine Drucklufterzeu gungskonstruktion (300) mit einer Einlassseite (301) und einer Auslassseite (302) aufweist, wobei die Einlassseite (301) Luft aus der Atmosphäre ansaugt oder mittels eines Leitungssystems (52) mit dem Überdruck-Leitungssystem (6) in Verbindung steht, um mit Luft aus dem Überdruck-Leitungssystem (6) versorgt zu werden, und/oder die Auslassseite (302) ein Fördersystem (51) mit einer Förderluftströmung beaufschlagt, um Saatgut aus einem Saatguttank (50) mittels der Förderluftströmung an die jeweilige Reiheneinheit (200) zu fördern.

26. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Drucklufterzeugungskonstruktion (300) und der Saatguttank (50) einen Teil eines Seed- On-Demand-Systems bilden.

27. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) eine erste Druckluf terzeugungseinrichtung (100) und eine zweite Drucklufterzeugungseinrichtung (100) mit jeweils einer Saugseite (101) und jeweils einer Druckseite (102) umfasst, wobei mehrere Vereinzelungs vorrichtungen (10) einer ersten Sektion (Sl) zugeordnet sind und mehrere Vereinzelungsvorrich tungen (10) einer zweiten Sektion (S2) zugeordnet sind, und wobei die Vereinzelungsvorrichtun gen (10) der ersten Sektion (Sl) mit der ersten Drucklufterzeugungseinrichtung (100) verbunden sind und wobei die Vereinzelungsvorrichtungen (10) der zweiten Sektion (S2) mit der zweiten Drucklufterzeugungseinrichtung (100) verbunden sind.

28. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugseite (101) der ersten Drucklufterzeugungseinrichtung (100) mit einer ersten, vor zugsweise ein Verstellelement (21) zum Verändern der Luftzufuhr umfassenden, Luftzuführein- richtung (20) zur Luftzufuhr aus der Atmosphäre (A) in Verbindung steht, und die Saugseite (101) der zweiten Drucklufterzeugungseinrichtung (100) mit einer zweiten, vorzugsweise ein Verstel lelement (21) zum Verändern der Luftzufuhr umfassenden, Luftzuführeinrichtung (20) zur Luftzu fuhr aus der Atmosphäre (A) in Verbindung steht.

29. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekenn zeichnet, dass die Vereinzelungsvorrichtungen (10) der ersten Sektion (Sl) und die Vereinzelungsvorrich tungen (10) der zweiten Sektion (S2) unabhängig voneinander betreibbar sind, und/oder die Vereinzelungsvorrichtungen (10) der ersten Sektion (Sl) und die Vereinzelungsvorrich tungen (10) der zweiten Sektion (S2) mit unterschiedlichen Druckdifferenzen betreibbar sind, und/oder die Saatgutleitungen (2) der ersten Sektion (Sl) und die Saatgutleitungen (2) der zweiten Sektion (S2) mit unterschiedliche Geschwindigkeiten aufweisenden Druckluftströmungen (X) betreibbar sind.

30. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der Ansprüche 27 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Vereinzelungsvorrichtungen (10) der ersten Sektion (Sl) einer ersten vorzugsweise schwenkbaren Rahmenkonstruktion (Fl) zugeordnet sind und die Vereinzelungsvor richtungen (10) der zweiten Sektion (S2) einer zweiten vorzugsweise schwenkbaren Rahmenkon struktion (F2) zugeordnet sind.

31. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Drucklufterzeugungseinrichtung (100) mit der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) in Verbindung steht, um das Vereinze lungsorgan (1) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) mit Überdruck und vorzugs weise Unterdruck zu beaufschlagen, und/oder ein Gebläse aufweist, das die Saugseite (101) und die Druckseite (102) umfasst, oder zwei Gebläse aufweist, wobei ein Gebläse die Saugseite (101) und ein Gebläse die Druck seite (102) umfasst.

32. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzeigeeinrichtung zur Verfügung gestellt ist, um einer Bedi enperson Druckwerte der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) und/oder Geschwindigkeits werte der Druckluftströmung (X) und/oder des Saatguts in der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) anzuzeigen.

33. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrgeschwindigkeit (V) eine Fahrgeschwindigkeit (V) der jewei ligen Reiheneinheit (200) umfasst.

34. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung (X) in der Saatgutlei tung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) stufenlos- oder schwellwertabhängig veränderbar ist, vorzugsweise mittels des Verstel lelements (21), oder auf einen für den Betrieb der landwirtschaftlichen Verteilmaschine (500) vordefinierten, unveränderbaren Wert voreinstellbar ist.

35. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Differenzdruck am Vereinzelungsorgan (1) der jeweiligen Ver einzelungsvorrichtung (10) größer ist als ein Differenzdruck zwischen einem Eingang und einem Ausgang der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10).

36. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Reiheneinheit (200) eine Fangeinrichtung (60) zum Abbremsen von aus der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) ausgege benem Saatgut aufweist.

37. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) in einem ersten Be triebsmodus und/oder in einem zweiten Betriebsmodus betreibbar ist, wobei im ersten Betriebsmodus vereinzeltes Saatgut mit einer an eine Fahrgeschwindigkeit (V) der landwirtschaftlichen Verteilmaschine (500) angepassten oder im Wesentlichen angeglichenen insbesondere horizontalen Geschwindigkeitskomponente (Vh) ausgegeben wird, so dass vorzugs weise eine Fangeinrichtung (60) zum Abbremsen von aus der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) ausgegebenem Saatgut nicht erforderlich ist, wobei vorzugsweise im zweiten Betriebsmodus vereinzeltes Saatgut zum Ackerboden ausgegeben wird und mittels einer jeweiligen Fangeinrichtung (60) abgebremst wird.

38. Landwirtschaftliche Verteilmaschine (500) nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Betriebsmodus die Fangeinrichtung (60) der jeweiligen Reiheneinheit (200) an der jeweiligen Reiheneinheit (200) in einer Stellung montiert ist, in der sie deaktiviert ist und/oder nicht in Boden-Kontakt steht, oder die jeweilige Reiheneinheit (200) im ersten Betriebsmodus keine Fangeinrichtung (60) aufweist.

39. Betriebsverfahren zum Betreiben einer landwirtschaftliche Verteilmaschine (500), vor zugsweise einer landwirtschaftlichen Verteilmaschine (500) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, mit: - zumindest einer Drucklufterzeugungseinrichtung (100) mit einer Saugseite (101) und einer

Druckseite (102), und einer Vielzahl an Reiheneinheiten (200), wobei die jeweilige Reiheneinheit (200) eine Ver einzelungsvorrichtung (10) mit einem sich drehenden Vereinzelungsorgan (1) zum Verein zeln von Saatgut mittels einer Druckdifferenz aufweist, wobei die jeweilige Vereinzelungs- Vorrichtung (10) mit einer Saatgutleitung (2) verbunden ist und die Saatgutleitung (2) ver einzeltes Saatgut mittels einer Druckluftströmung (X) zum Ackerboden transportiert, dadurch gekennzeichnet, dass eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung (X) in der Saatgutleitung (2) der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (10) in Abhängigkeit einer Fahrgeschwindigkeit (V) der landwirt- schaftlichen Verteilmaschine (500) und/oder Saatgutsorten-abhängig veränderbar ist, vor zugsweise steuerbar und/oder voreinstellbar ist.

Description:
BESCHREIBUNG

LANDWIRTSCHAFTLICHE VERTEILMASCHINE MIT FAHRGESCHWINDIGKEITS- UND/ODER SAATGUTSORTEN-ABHÄNGIG VERÄNDERBARER DRUCKLUFTSTRÖMUNGSGESCHWINDIGKEIT

Die Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche Verteilmaschine und ein zugehöriges Betriebsverfahren, vorzugsweise zur Einzelkornsaat, mit zumindest einer Drucklufterzeugungseinrichtung und einer Vielzahl an Vereinzelungsvorrichtungen zum Vereinzeln von Saatgut (z. B. Saatgutkörnern) umfassenden Reiheneinheiten.

Im Stand der Technik sind landwirtschaftliche Verteilmaschinen zur Einzelkornsaat bekannt, die eine Vielzahl an Vereinzelungsvorrichtungen tragenden Reiheneinheiten umfassen. Die Vereinzelungsvorrichtungen umfassen üblicherweise drehbare Vereinzelungsorgane (z. B. Scheiben oder Trommeln) zum Vereinzeln von Saatgut mittels einer Druckdifferenz und sind mit Saatgutleitungen verbunden, die mittels einer Druckluftströmung vereinzeltes Saatgut zum Ackerboden transportieren. Die Druckluftströmung dient hierbei dazu, vereinzeltes Saatgut gegenüber freiem Fall schneller zum Ackerboden zu transportieren. Die Druckluftströmung ist oftmals so stark, dass das Saatgut aus den Saatgutleitungen (z. B. mit Geschwindigkeiten von teilweise über 50 km/h) herausgeschossen wird und mittels Fangeinrichtungen (z. B. Fangrollen) in der Saatfurche abgebremst werden muss.

Fangeinrichtungen sind allerdings oftmals problematisch, z. B. weil insbesondere bei feuchten Ackerbodenverhältnissen Erde und somit auch Saatgut an den Fangeinrichtungen hängen bleiben kann. Dabei kann es sogar zu einem Verstopfen von Säscharen kommen.

WO 2010 059 101 Al offenbart z. B. eine Vereinzelungsvorrichtung mit einem drehbaren Vereinzelungsorgan zum Vereinzeln von Saatgut mittels einer Druckdifferenz und mit einer Saatgutleitung zum Transportieren vereinzelten Saatguts mittels einer Druckluftströmung zum Ackerboden. Die Druckluftströmung wird erzeugt durch einen ebenfalls die Druckdifferenz erzeugenden Überdruck in einer Kornkammer der Vereinzelungsvorrichtung. Dadurch ist die Druckluftströmung abhängig vom für die Druckdifferenz erforderlichen Überdruck in der Kornkammer, was für einige Anwendungen nachteilhaft sein kann. Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine alternative und/oder verbesserte landwirtschaftliche Verteilmaschine zu schaffen, insbesondere eine Verteilmaschine, mit der eine sichere Saatgutvereinzelung und zugleich eine schnelle und/oder sichere Saatgutverteilung ermöglicht werden kann und/oder eine Verteilmaschine, die an unterschiedliche Randbedingungen (z. B. unterschiedliche Saatgutsorten, unterschiedliche Fahrgeschwindigkeiten, unterschiedliche Ackerbodenverhältnisse etc.) flexibel anpassbar ist.

Diese Aufgabe kann mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst werden. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen und der folgenden Beschreibung offenbart.

Die Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche Verteilmaschine, vorzugsweise zur Einzelkornsaat und/oder insbesondere mit Fahrgeschwindigkeits- und/oder Saatgutsorten-abhängig veränderbarer Geschwindigkeit einer Druckluftströmung zum Transportieren von vereinzeltem Saat zum Ackerboden.

Die Verteilmaschine umfasst zumindest eine Drucklufterzeugungseinrichtung (z. B. ein Gebläse oder mehrere Gebläse, vorzugsweise Zentrifugal- oder Radialgebläse).

Die zumindest eine Drucklufterzeugungseinrichtung umfasst vorzugsweise eine Saugseite (z. B. ein Lufteinlass und/oder eine Unterdruckseite) und eine Druckseite (z. B. ein Luftauslass und/oder eine Überdruckseite). Die Saugseite dient z. B. zur Erzeugung von Unterdrück, wobei die Druckseite z. B. zur Erzeugung von Überdruck dient, insbesondere zur Erzeugung einer Druckluftströmung.

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine umfasst eine Vielzahl an Reiheneinheiten.

Die jeweilige Reiheneinheit umfasst (vorzugsweise trägt) eine Vereinzelungsvorrichtung mit einem drehbaren Vereinzelungsorgan (vorzugsweise eine (z. B. im Wesentlichen platten- oder tellerförmige) Vereinzelungsscheibe oder eine Vereinzelungstrommel) zum Vereinzeln von insbesondere körnigem Saatgut (z. B. Körner, Dünger, etc.) mittels einer Druckdifferenz. Die Vereinzelungsvorrichtung ist mit einer Saatgutleitung zum Transportieren vereinzelten Saatguts zum Ackerboden (z. B. eine Saatfurche) verbunden. Die landwirtschaftliche Verteilmaschine umfasst somit insbesondere eine Vielzahl an Vereinzelungsvorrichtungen und eine Vielzahl an Saatgutleitungen. Das Transportieren vereinzelten Saatguts zum Ackerboden kann mittels einer Druckluftströmung erfolgen, z. B. um vereinzeltes Saatgut Druckluft-beschleunigt und/oder gegenüber freiem Fall schneller zum Ackerboden transportieren zu können.

Die Druckluftströmung kann z. B. als Schussluft bezeichnet werden und/oder z. B. Geschwindigkeiten von größer 5 km/h, größer 10 km/h oder größer 15 km/h aufweisen und/oder Geschwindigkeiten von kleiner 50 km/h, kleiner 40 km/h, kleiner 30 km/h, kleiner 25 km/h oder kleiner 20 km/h aufweisen.

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung in Abhängigkeit einer Fahrgeschwindigkeit der landwirtschaftlichen Verteilmaschine (z. B. der jeweiligen Reiheneinheit) veränderbar ist, vorzugsweise (z. B. mittels einer Steuereinrichtung) steuerbar und/oder (z. B. manuell) voreinstellbar ist.

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine zeichnet sich alternativ oder ergänzend insbesondere dadurch aus, dass eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung Saatgutsorten-abhängig (z. B. Informationen zu Saatgutart, Form, Größe und/oder Gewicht (z. B. Tausendkorngewicht) des Saatguts, insbesondere der Saatgutkörner etc.) veränderbar ist, vorzugsweise (z. B. mittels einer Steuereinrichtung) steuerbar und/oder voreinstellbar ist.

Die Fahrgeschwindigkeit der landwirtschaftlichen Verteilmaschine kann im Wesentlichen z. B. der Fahrgeschwindigkeit der jeweiligen Reiheneinheit entsprechen und/oder im Wesentlichen der Fahrgeschwindigkeit einer Zugmaschine (z. B. Traktor) zum Ziehen der landwirtschaftlichen Verteilmaschine entsprechen.

Die Fahrgeschwindigkeit kann z. B. im Kontext der Erfindung an geeigneten Stellen (z. B. der landwirtschaftlichen Verteilmaschine, insbesondere an einer oder mehreren Reiheneinheiten und/oder einer Rahmenkonstruktion, und/oder der Zugmaschine zum Ziehen der landwirtschaftlichen Verteilmaschine) zweckmäßig erfasst, gemessen und/oder auf geeignete Weise ermittelt (z. B. berechnet) werden. Beispielhaft können hierfür z. B. zumindest ein Drehzahlsensor (zweckmäßig an einer oder mehreren Reiheneinheiten und/oder zumindest ein Drehzahlsensor an einer Zugmaschine zum Ziehen der landwirtschaftlichen Verteilmaschine) eingesetzt werden, aber auch z. B. zumindest ein Radarsensor, ein Global Positioning System (GPS), zumindest ein Beschleunigungssensor und/oder zumindest ein Drehratensensor (z. B. Gyroskop) oder andere geeignete Mittel und Verfahren zur Fahrgeschwindigkeitsmessung und/oder Fahrgeschwindigkeitsermittlung.

Es ist möglich, dass das Vereinzelungsorgan die jeweilige Vereinzelungsvorrichtung (insbesondere ein Vereinzelungsgehäuse) in einen Unterdruckbereich und einen Überdruckbereich teilt und der Unterdruckbereich mittels eines Saug-Leitungssystems mit der Saugseite verbunden ist und der Überdruckbereich mittels eines Überdruck-Leitungssystems mit der Druckseite verbunden ist, um das Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung zeitgleich mit einem (z. B. veränderbaren) Überdruck und einem (z. B. veränderbaren) Unterdrück zu beaufschlagen.

Dadurch kann die Vereinzelungsvorrichtung der jeweiligen Reiheneinheit insbesondere als ein Hybrid betrieben werden, wobei das Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung einerseits aktiv mit Überdruck und andererseits aktiv mit Unterdrück beaufschlagt werden kann.

Dadurch kann z. B. ebenfalls ermöglicht werden, dass die Druckluftströmung (insbesondere deren Geschwindigkeit) zum Transportieren vereinzelten Saatguts zum Ackerboden im Wesentlichen unabhängig von der Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan eingestellt (z. B. verändert) werden kann.

Die Druckluftströmung (insbesondere deren Geschwindigkeit) zum Transportieren vereinzelten Saatguts zum Ackerboden kann somit z. B. im Wesentlichen unabhängig von der Vereinzelungsfunktion der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung eingestellt werden, insbesondere ohne die Vereinzelungsfunktion und/oder die Druckdifferenz der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung zu beeinträchtigen.

In einem Extremfall kann der Überdruck im Überdruckbereich sogar auf im Wesentlichen 0 mbar abgesenkt werden und dennoch kann mittels des Unterdrucks die Vereinzelungsfunktion und/oder eine ausreichende Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung aufrechterhalten werden.

Der Unterdrück kann z. B. hauptsächlich gezielt genutzt und/oder verändert werden, um die Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung einzustellen. Der Überdruck kann z. B. hauptsächlich gezielt genutzt und/oder verändert werden, um die Druckluftströmung (insbesondere deren Geschwindigkeit) zum Transportieren vereinzeltes Saatguts zum Ackerboden einzustellen.

Es ist möglich, dass Überdruck aus dem Überdruckbereich genutzt wird, um zur Druckdifferenz beizutragen, und/oder genutzt wird, um die Druckluftströmung in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung zu erzeugen.

Es ist möglich, dass die Saatgutleitung einen Einlassbereich zum Einlass vereinzelten Saatguts insbesondere aus der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung aufweist. Der Einlassbereich ist vorzugsweise in einer Mantelfläche der Saatgutleitung ausgebildet, z. B. in einem gekrümmten Teilbereich der Saatgutleitung.

Das Überdruck-Leitungssystem kann z. B. eine erste Druckluftzufuhr in den Überdruckbereich der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung bilden, vorzugsweise um zur Druckdifferenz zweckmäßig am Vereinzelungsorgan beizutragen. Alternativ oder ergänzend kann z. B. eine zweite Druckluftzufuhr zur Verfügung gestellt sein, um die Druckluftströmung in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung zu erzeugen.

Es ist möglich, dass die zweite Druckluftzufuhr (insbesondere ebenfalls) von dem Überdruck- Leitungssystem mit Druckluft versorgt wird. Die zweite Druckluftzufuhr kann z. B. in einem Teilungsbereich vorzugsweise stromaufwärts der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung an das Überdruck-Leitungssystem angeschlossen sein. Dadurch kann z. B. ermöglicht werden, dass die erste Druckluftzufuhr und die zweite Druckluftzufuhr gemeinsam von dem Überdruck- Leitungssystem mit Druckluft versorgt werden und/oder von einem gemeinsamen Gebläse mit Druckluft versorgt werden und/oder das Überdruck-Leitungssystem die erste Druckluftzufuhr und die zweite Druckluftzufuhr bilden kann. Es sind z. B. Ausführungsformen möglich, bei denen die erste Druckluftzufuhr und die zweite Druckluftzufuhr von unterschiedlichen Gebläsen mit Druckluft versorgt werden.

Es ist möglich, dass sich entlang des Einlassbereichs eine Strömungsbarriere und/oder ein Coandä- Effekt einstellt und/oder Druckluft aus der ersten Druckluftzufuhr, insbesondere Druckluft in der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung, und Druckluft aus der zweiten Druckluftzufuhr, insbesondere die Druckluftströmung in der Saatgutleitung, aufeinander einwirken, so dass Druckluft aus der ersten Druckluftzufuhr an einem Eindringen über den Einlassbereich in die Saatgutleitung im Wesentlichen gehindert werden kann und/oder umgekehrt.

Es ist möglich, dass die jeweilige Vereinzelungsvorrichtung über ein das Saug-Leitungssystem und das Überdruck-Leitungssystem umfassendes Ringleitungssystem mit der zumindest einen Drucklufterzeugungseinrichtung in Verbindung steht, vorzugsweise so, dass die zumindest eine Drucklufterzeugungseinrichtung eine Vielzahl an (z. B. parallel geschalteten) Ringleitungssystemen (z. B. zeitgleich) mit Überdruck und Unterdrück beaufschlagen kann.

Es ist möglich, dass die Saugseite und/oder das Saug-Leitungssystem mit einer Luftzuführeinrichtung (z. B. ein Durchgangsloch, ein Rohrstutzen, ein Leitungsabschnitt etc.) zur Luftzufuhr zweckmäßig mittelbar oder unmittelbar aus der Atmosphäre (z. B. Umgebung) in Verbindung steht.

Die Luftzuführeinrichtung kann z. B. ein Verstellelement (z. B. ein ansteuerbares Ventil, ein manuell einstellbares Ventil (z. B. ein Einstellhahn) und/oder eine austauschbare Lochblende oder andere austauschbare einen Durchlassquerschnitt der Luftzuführeinrichtung verändernde Bauteile etc.) zum Verändern (z. B. Einstellen) der Luftzufuhr aufweisen, insbesondere zum Verändern des Luftvolumenstroms an die zumindest eine Drucklufterzeugungseinrichtung.

Das Verstellelement kann z. B. ein (vorzugsweise mittels einer Steuereinrichtung) ansteuerbares Verstellventil und/oder eine manuell verstellbare Verstelleinrichtung (z. B. ein Einstellhahn etc.) und/oder eine manuell auswechselbare Verstelleinrichtung (z. B. eine Lochblende etc.) umfassen.

Das vorzugsweise durch eine Steuereinrichtung ansteuerbare Verstellventil kann z. B. im Betrieb der landwirtschaftlichen Verteilmaschine zum Verändern der Luftzufuhr angesteuert werden.

Die manuell einstellbare und/oder auswechselbare Verstelleinrichtung kann zweckmäßig auf eine für den Betrieb der landwirtschaftlichen Verteilmaschine z. B. fest-vordefinierte Einstellung voreingestellt werden.

Es ist möglich, dass eine über die Luftzuführeinrichtung zugeführte Luftmenge im Wesentlichen einer aus der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung austretenden Luftmenge entspricht. Daraus folgt z. B., dass die aus den mittels der Druckluftströmungen aus den Saatgutleitungen austretende Luftmenge im Wesentlichen über die Luftzuführeinrichtung wieder kompensiert werden kann. Dadurch sind auch z. B. Ausführungsformen mit insbesondere Leckage-abhängigen Abweichungen umfasst.

Es ist möglich, dass eine mittels des Saug-Leitungssystems aus der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung geführte Luftmenge im Wesentlichen einer mittels des Überdruck- Leitungssystems in die jeweilige Vereinzelungsvorrichtung geführten Luftmenge entspricht. Dadurch sind auch z. B. Ausführungsformen mit insbesondere Leckage-abhängigen Abweichungen umfasst.

Insbesondere Leckage-abhängige Abweichungen (z. B. Leckage-Verluste) können z. B. über die Zuführeinrichtung kompensiert werden.

Die das Saug-Leitungssystem und das Überdruck-Leitungssystem umfassenden Ringleitungssysteme können z. B. ein im Wesentlichen geschlossenes Ringsystem darstellen, insbesondere mit Ausnahme der Luftzufuhr mittels der Luftzuführeinrichtung und dem Luftausstritt aus der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung.

Die aus den Saatgutleitungen austretende Luftmenge kann im Wesentlichen über die Luftzufuhr der Luftzuführeinrichtung vorzugsweise kompensiert werden.

Es ist möglich, dass durch Verändern (z. B. Steuern und/oder Voreinstellen) der Luftzufuhr mittels des Verstellelements eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung veränderbar ist, vorzugsweise allerdings die Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung und/oder eine Drehzahl der zumindest einen Drucklufterzeugungseinrichtung z. B. im Wesentlichen unverändert bleiben kann.

Folglich kann z. B. durch Verändern (z. B. Steuern und/oder Voreinstellen) der Luftzufuhr mittels des Verstellelements eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung zweckmäßig verändert werden, vorzugsweise ohne dass die Druckdifferenz verändert (z. B. beeinträchtigt) werden muss und/oder z. B. ohne dass eine Drehzahl der zumindest einen Drucklufterzeugungseinrichtung verändert werden muss. Die Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung kann im Wesentlichen mittels einer Drehzahl der zumindest einen Drucklufterzeugungseinrichtung gesteuert werden.

Es ist möglich, dass durch Verändern (z. B. Steuern und/oder Voreinstellen) einer Drehzahl der zumindest einen Drucklufterzeugungseinrichtung ein Unterdruckniveau im Unterdruckbereich und/oder ein Überdruckniveau im Überdruckbereich der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung veränderbar ist.

Das ist z. B. so möglich, dass das Unterdruckniveau im Unterdruckbereich und das Überdruckniveau im Überdruckbereich der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung zueinander gleichwertig (insbesondere in im Wesentlichen gleichem Maße) veränderbar sind, wodurch z. B. die Druckdifferenz an der Vereinzelungsscheibe der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung im Wesentlichen konstant bleiben kann.

Beispiel:

Überdruckniveau = + 20 mbar; Unterdruckniveau = - 20 mbar; Druckdifferenz = 40 mbar. Überdruckniveau = + 30 mbar; Unterdruckniveau = - 10 mbar; Druckdifferenz = 40 mbar. Überdruckniveau = + 35 mbar; Unterdruckniveau = - 5 mbar; Druckdifferenz = 40 mbar.

Hieraus zeigt sich z. B., dass die Überdruck-gesteuerte Druckluftströmung, insbesondere deren Geschwindigkeit, veränderbar ist, trotz im Wesentlichen gleichbleibender Druckdifferenz und/oder ohne die Druckdifferenz zu beeinträchtigen, z. B. auf ein zu niedriges Maß zu senken.

Das Verstellelement und/oder die zumindest eine Drucklufterzeugungseinrichtung und somit vorzugsweise eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung und/oder eine Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung kann z. B. in Abhängigkeit eines oder mehrerer Steuerparameter (z. B. mittels einer Steuereinrichtung) eingestellt werden.

Der zumindest eine Steuerparameter kann vorzugsweise die Fahrgeschwindigkeit der landwirtschaftlichen Verteilmaschine (z. B. der jeweiligen Reiheneinheit, einer Säschar, Saatgutleitung oder andere Teile der Reiheneinheit) umfassen. Die Fahrgeschwindigkeit der jeweiligen Reiheneinheit kann im Wesentlichen z. B. der Fahrgeschwindigkeit der landwirtschaftlichen Verteilmaschine entsprechen. Bei Kurvenfahrten können allerdings z. B. Abweichungen der Fahrgeschwindigkeit der landwirtschaftlichen Verteilmaschine einerseits und kurveninneren Reiheneinheiten und kurvenäußeren Reiheneinheiten andererseits vorliegen und/oder Abweichung der Fahrgeschwindigkeiten zwischen kurveninneren Reiheneinheiten und kurvenäußeren Reiheneinheiten.

Der zumindest eine Steuerparameter kann auch z. B. zumindest eines von folgenden umfassen: eine Saatgutsorte (z. B. Informationen zu Saatgutart, Form, Größe und/oder Gewicht (z. B. Tausendkorngewicht) des Saatguts, insbesondere der Saatgutkörner etc.), eine Saattiefe des Saatguts, Ackerbodenverhältnisse (z. B. Feuchte, Bonität, Bodenart etc.), ob eine Fangeinrichtung zum Abbremsen von aus der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung ausgegebenem Saatguts genutzt wird oder nicht, unterschiedliche Fahrgeschwindigkeiten einer kurveninneren Reiheneinheit und einer kurvenäußeren Reiheneinheit während einer Kurvenfahrt der landwirtschaftlichen Verteilmaschine, eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung in oder stromabwärts der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung, und/oder eine Geschwindigkeit des Saatguts in oder stromabwärts der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung. Der zumindest eine Steuerparameter kann auch z. B. Reihenabstände benachbarter Reiheneinheiten umfassen.

Es ist möglich, dass eine Eingabeeinrichtung (z. B. eine Bedieneinrichtung, ein Bedientableau, eine Anzeigevorrichtung, ein Touchscreen, eine Tastatur, ein Eingabefeld, eine App, eine Schnittstelle (z. B. eine Benutzerschnittstelle, eine digitale Schnittstelle und/oder eine Datenschnittstelle) und/oder ein mobiles Endgerät) zur Verfügung gestellt ist, mittels der eine Bedienperson Informationen zur Saatgutsorte (z. B. Saatgutart, Form, Größe und/oder Gewicht des Saatguts (z. B. Tausendkorngewicht), insbesondere der Saatgutkörner etc.) und/oder den zumindest einen Steuerparameter zweckmäßig manuell eingeben kann, was insbesondere für die der Bedienperson bekannten oder selbst ermittelbaren Steuerparameter zutreffen kann, wie z. B. Saatgutsorte, Saattiefe des Saatguts, Ackerbodenverhältnisse (z. B. Feuchte, Bonität, Bodenart etc.) und/oder ob eine Fangeinrichtung zum Abbremsen von aus der Saatgutleitung ausgegebenem Saatguts genutzt wird oder nicht.

Alternativ oder ergänzend kann z. B. ein Erfassungssystem (z. B. Sensorsystem, Fahrzeug- Assistenzsystem und/oder GPS etc.) zum automatischen (zweckmäßig unmittelbaren oder mittelbaren) Erfassen des zumindest einen Steuerparameters, der Fahrgeschwindigkeit und/oder Informationen zur Saatgutsorte (z. B. Saatgutart, Form, Größe und/oder Gewicht des Saatguts, insbesondere der Saatgutkörner etc.) zur Verfügung gestellt sein. Das Erfassen kann zweckmäßig z. B. ein Detektieren, aber auch z. B. ein Ermitteln (z. B. Berechnen oder Herleiten) umfassen.

Es ist möglich, dass die landwirtschaftliche Verteilmaschine zumindest zwei Erfassungseinrichtungen zum Erfassen einer Fahrgeschwindigkeit zumindest zweier Reiheneinheit aufweist, um bei einer Kurvenfahrt unterschiedliche Fahrgeschwindigkeiten einer kurveninneren Reiheneinheit und einer kurvenäußeren Reiheneinheit erfassen zu können.

Das Erfassungssystem und/oder die Erfassungseinrichtungen können zum Erfassen der Fahrgeschwindigkeit z. B. zumindest einen Radarsensor, ein Global Positioning System (GPS), zumindest einen Beschleunigungssensor, zumindest einen Drehzahlsensor und/oder zumindest einen Drehratensensor (z. B. Gyroskop) umfassen.

Aus der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung ausgegebenes (z. B. herausschießendes oder austretendes) Saatgut kann z. B. eine horizontale Geschwindigkeitskomponente und eine vertikale Geschwindigkeitskomponente aufweisen, die z. B. eine Gesamtgeschwindigkeitskomponente bilden. Die Geschwindigkeitskomponenten stellen vorzugsweise Austritts-Geschwindigkeitskomponenten dar.

Eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung kann z. B. in Abhängigkeit der Fahrgeschwindigkeit und/oder Saatgutsorten-abhängig (vorzugsweise mittels des Verstellelements) veränderbar sein, z. B. um eine insbesondere im Wesentlichen horizontale Geschwindigkeitskomponente (insbesondere Austritts-Geschwindigkeitskomponente) von aus der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung ausgegebenem Saatgut an die Fahrgeschwindigkeit anpassen zu können, z. B. um eine Relativgeschwindigkeit zwischen insbesondere der im Wesentlichen horizontalen Geschwindigkeitskomponente (insbesondere Austritts-

Geschwindigkeitskomponente) und der Fahrgeschwindigkeit von kleiner 25km/h, kleiner 20 km/h, kleiner 15km/h oder kleiner 10km/h zu ermöglichen, oder sogar im Wesentlichen anzugleichen, z. B. so, dass die insbesondere horizontale Geschwindigkeitskomponente (insbesondere Austritts- Geschwindigkeitskomponente) im Wesentlichen der Fahrgeschwindigkeit entsprechen kann.

Es ist möglich, dass eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung im Wesentlichen unabhängig von der Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung und/oder im Wesentlichen unabhängig von einer Drehzahl der zumindest einen Drucklufterzeugungseinrichtung veränderbar ist.

Es ist möglich, dass eine Relativgeschwindigkeit zwischen insbesondere horizontaler Geschwindigkeitskomponente (insbesondere Austritts-Geschwindigkeitskomponente) des aus der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung ausgegebenen Saatguts und einer Fahrgeschwindigkeit (zweckmäßig der landwirtschaftlichen Verteilmaschine, insbesondere der jeweiligen Reiheneinheit) im Kontext der Erfindung auf z. B. kleiner 25km/h, kleiner 20 km/h, kleiner 15km/h oder kleiner 10km/h eingestellt werden kann oder sogar auf im Wesentlichen 0 km/h eingestellt werden kann und/oder vorzugsweise so eingestellt werden kann, dass auf Fangeinrichtungen zum Abbremsen von aus der Saatgutleitung ausgegebenen Saatguts vorteilhaft verzichtet werden kann.

Es ist möglich, dass Fahrgeschwindigkeits-abhängig das Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung zeitgleich mit einem Unterdrück und einem Überdruck beaufschlagbar ist, vorzugsweise aus der zumindest einen Drucklufterzeugungseinrichtung.

Das Saatgut trifft vorzugsweise in einem Winkel größer 0° auf den Ackerboden.

Es ist möglich, dass die Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung einen Ausgabe- Anstellwinkel a von kleiner 70°, kleiner 60°, kleiner 40°, kleiner 30° oder kleiner 20° und/oder größer 10° relativ zu einem horizontalen Ackerboden aufweist.

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine kann z. B. zumindest einen Sensor aufweisen zur Erfassung einer Geschwindigkeit der Druckluftströmung im oder stromabwärts der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung und/oder zumindest ein Sensor zur Erfassung einer Geschwindigkeit des Saatguts im oder stromabwärts der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung. Der zumindest eine Sensor kann z. B. innerhalb der Saatgutleitung oder außerhalb (z. B. im Wesentlichen unmittelbar stromabwärts) der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung positioniert sein.

Es ist möglich, dass die jeweilige Reiheneinheit einen Saatgutbehälter zum Mitführen von Saatgut trägt und vorzugsweise ein Säschar. Das Saatgut kann z. B. Schwerkraft-basiert aus dem Saatgutbehälter zugeführt werden. Alternativ oder ergänzend kann die landwirtschaftliche Verteilmaschine ein Seed-On-Demand-System (z. B. Nursing-System) aufweisen.

Es ist möglich, dass die landwirtschaftliche Verteilmaschine eine Drucklufterzeugungskonstruktion mit einer Einlassseite und einer Auslassseite aufweist.

Die Einlassseite kann z. B. Luft aus der Atmosphäre (z. B. Umgebung) ansaugen und/oder oder mittels eines Leitungssystems mit dem Überdruck-Leitungssystem in Verbindung stehen, um mit Luft aus dem Überdruck-Leitungssystem versorgt zu werden.

Alternativ oder ergänzend kann die Auslassseite ein Saatgut-Fördersystem mit einer Förderluftströmung beaufschlagen, um Saatgut aus einem vorzugsweise zentralen Saatguttank mittels der Förderluftströmung an die jeweilige Reiheneinheit zu fördern. Dadurch sind z. B. Ausführungsformen umfasst, bei denen das Saatgut z. B. in die jeweilige Vereinzelungsvorrichtung gefördert wird oder bei denen das Saatgut in einen Zwischenbehälter der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung gefördert wird, um von dem Zwischenbehältern der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung zugeführt werden zu können. Die Zwischenbehälter können z. B. durch die jeweilige Vereinzelungsvorrichtung und/oder die jeweilige Reiheneinheit getragen werden.

Es ist möglich, dass im Wesentlichen keine Förderluftströmung in die Überdruckbereiche der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung gelangt, so dass vorzugsweise das Überdruckniveau und/oder die Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung nicht oder nur unwesentlich durch die Förderluftströmung beeinflusst wird. Das kann z. B. durch Einstellung der Förderluftströmung erzielt werden und/oder dadurch, dass die Förderluftströmung im Wesentlichen entweichen kann, z. B. durch Entlüftungsöffnungen im Fördersystem, in den Zwischenbehältern oder anderen geeigneten Stellen.

Die Drucklufterzeugungskonstruktion und/oder der Saatguttank kann z. B. einen Teil eines Seed- On-Demand-Systems bilden.

Es ist möglich, dass ein Differenzdruck am Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung größer ist als ein Differenzdruck zwischen einem Eingang (z. B. Einlassbereich) und einem Ausgang der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung. Es ist möglich, dass die jeweilige Reiheneinheit eine Fangeinrichtung (z. B. Fangrolle) zum Abbremsen von aus der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung ausgegebenem (insbesondere herausgeschossenem) Saatgut aufweist. Hierbei sind Saatgut- Austrittsgeschwindigkeiten von z. B. über 25 km/h, über 30 km/h oder über 40 km/h möglich.

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine kann vorzugsweise in einem ersten Betriebsmodus und/oder in einem zweiten Betriebsmodus betreibbar sein.

Im ersten Betriebsmodus kann z. B. vereinzeltes Saatgut mit einer an die Fahrgeschwindigkeit der landwirtschaftlichen Verteilmaschine angepassten oder im Wesentlichen angeglichenen insbesondere horizontalen Geschwindigkeitskomponente zweckmäßig aus Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung ausgegeben werden, z. B. so, dass vorzugsweise eine Fangeinrichtung zum Abbremsen von aus der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung ausgegebenem Saatgut nicht erforderlich ist. Hierbei ist es möglich, dass die jeweilige Reiheneinheit z. B. ohne Fangeinrichtung zur Verfügung gestellt ist oder mit einer Fangeinrichtung, die aber in einer Stellung montiert ist, in der sie nicht in Boden-Kontakt steht und/oder deaktiviert ist.

Alternativ oder ergänzend kann im zweiten Betriebsmodus vereinzeltes Saatgut mit einer so hohen Austrittsgeschwindigkeit zum Ackerboden ausgegeben (insbesondere herausgeschossen) werden, dass es mittels einer jeweiligen Fangeinrichtung abzubremsen ist. Hierbei sind Saatgut- Austrittsgeschwindigkeiten von z. B. über 25 km/h, über 30 km/h oder über 40 km/h möglich.

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine kann ein wie hierin offenbartes Vereinzelungssystem umfassen.

Im Kontext der Erfindung kann eine insbesondere sektionsabhängig-steuerbare landwirtschaftliche Verteilmaschine auch zumindest zwei wie hierin offenbarte Vereinzelungssysteme umfassen.

Es ist möglich, dass die vorzugsweise sektionsabhängig-steuerbare landwirtschaftliche Verteilmaschine zumindest zwei Drucklufterzeugungseinrichtungen (z. B. jeweils ein Gebläse oder jeweils mehrere Gebläse) mit jeweils einer Saugseite und jeweils einer Druckseite umfasst, z. B. eine erste Drucklufterzeugungseinrichtung und eine zweite Drucklufterzeugungseinrichtung. Mehrere Vereinzelungsvorrichtungen können einer ersten Sektion zugeordnet werden.

Mehrere Vereinzelungsvorrichtungen können einer zweiten Sektion zugeordnet werden.

Es ist möglich, dass die Vereinzelungsvorrichtungen der ersten Sektion (vorzugsweise mittels z. B. wie hierin offenbarten ersten Ringleitungssystemen) mit der ersten

Drucklufterzeugungseinrichtung verbunden sind, und die Vereinzelungsvorrichtungen der zweiten Sektion (vorzugsweise mittels z. B. wie hierin offenbarten zweiten Ringleitungssystemen) mit der zweiten Drucklufterzeugungseinrichtung verbunden sind.

Alternativ oder ergänzend kann die Saugseite der ersten Drucklufterzeugungseinrichtung mit einer ersten (vorzugsweise ein Verstellelement zum Verändern der Luftzufuhr umfassenden) Luftzuführeinrichtung zur zweckmäßig mittelbaren oder unmittelbaren Luftzufuhr aus der Atmosphäre in Verbindung stehen. Ebenfalls kann z. B die Saugseite der zweiten Drucklufterzeugungseinrichtung mit einer zweiten (vorzugsweise ein Verstellelement zum Verändern der Luftzufuhr umfassenden) Luftzuführeinrichtung zur zweckmäßig mittelbaren oder unmittelbaren Luftzufuhr aus der Atmosphäre in Verbindung stehen.

Es ist möglich, dass die Vereinzelungsvorrichtungen der ersten Sektion und die Vereinzelungsvorrichtungen der zweiten Sektion unabhängig voneinander betreibbar (z. B. steuerbar) sind. Alternativ oder ergänzend können die Vereinzelungsvorrichtungen der ersten Sektion und die Vereinzelungsvorrichtungen der zweiten Sektion z. B. mit unterschiedlichen Druckdifferenzen betrieben werden. Alternativ oder ergänzend können die Saatgutleitungen der ersten Sektion und die Saatgutleitungen der zweiten Sektion mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten aufweisenden Druckluftströmungen betrieben werden.

Die Vereinzelungsvorrichtungen der ersten Sektion können z. B. einer ersten schwenkbaren (insbesondere linken) Rahmenkonstruktion zugeordnet sein, wobei die Vereinzelungsvorrichtungen der zweiten Sektion einer zweiten schwenkbaren (insbesondere rechten) Rahmenkonstruktion zugeordnet sein können.

Die erste Sektion kann z. B. ein erstes Vereinzelungssystem umfassen, das zweckmäßig wie hierin offenbart ausgebildet sein kann. Die zweite Sektion kann z. B. ein zweites Vereinzelungssystem umfassen, das zweckmäßig wie hierin offenbart ausgebildet sein kann. Es kann z. B. eine Anzeigeeinrichtung (z. B. ein Display etc.) zur Verfügung gestellt sein, um einer Bedienperson Druckwerte der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung (z. B. einen Unterdrück im Unterdruckbereich, einen Überdruck im Überdruckbereich und/oder eine Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung) und/oder Geschwindigkeitswerte der Druckluftströmung und/oder des Saatguts in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung anzuzeigen.

Die Fahrgeschwindigkeit der landwirtschaftlichen Verteilmaschine kann z. B. die Fahrgeschwindigkeit einer jeweiligen Reiheneinheit umfassen.

Die Fahrgeschwindigkeiten der Reiheinheiten sind vorzugsweise im Wesentlichen identisch (z. B. mit Ausnahme von Kurvenfahrten).

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine umfasst vorzugsweise eine Vielzahl an Reiheneinheiten und/oder eine Vielzahl an Vereinzelungsvorrichtungen mit Saatgutleitungen, so dass die Offenbarung hierin in Bezug auf eine jeweilige Reiheneinheit und/oder eine jeweilige Vereinzelungsvorrichtung auch für eine Vielzahl an Reiheneinheiten und/oder eine Vielzahl an Vereinzelungsvorrichtungen Anwendung finden kann.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist es z. B. möglich, dass die Vereinzelungsorgane die jeweiligen Vereinzelungsvorrichtungen in Unterdrück- und Überdruckbereiche teilen und die Unterdruckbereiche mittels eines Saug-Leitungssystems mit der Saugseite verbunden sind und die Überdruckbereiche mittels eines Überdruck-Leitungssystems mit der Druckseite verbunden sind, um die Vereinzelungsorgane der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtungen zeitgleich mit einem Unterdrück und einem Überdruck zu beaufschlagen.

Das gilt z. B. auch für die Vereinzelungsvorrichtungen vorzugsweise der ersten Sektion und für die Vereinzelungsvorrichtungen z. B. der zweiten Sektion.

Zu erwähnen ist, dass das Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung vorzugsweise eine Vielzahl an Flaltelöchern aufweisen kann, zum Vereinzeln und vorzugsweise Transportieren des Saatguts hin zu einem Saatgutabgabebereich zum Lösen vereinzelten Saatguts vom Vereinzelungsorgan. Der Saatgutabgabebereich kann vorzugsweise gegenüber einer Druckdifferenz-Unterbrechungseinrichtung (z. B. eine (vorzugsweise kammerförmige) Abdichtkonstruktion, eine Rolle, ein Dichtelement etc.) angeordnet sein. Die Druckdifferenz- Unterbrechungseinrichtung kann insbesondere die Druckdifferenz, die das Saatgut am Vereinzelungsorgan hält, unterbrechen, so dass sich Saatgut vom Vereinzelungsorgan lösen und (vorzugsweise über den Einlassbereich) in die Saatgutleitung eingeführt werden kann.

Zu erwähnen ist noch, dass es möglich ist, sowohl die Vereinzelungsvorrichtungen als auch das Seed-On-Demand-System mit einer gemeinsamen Drucklufterzeugungseinrichtung mit Druckluft zu versorgen.

Das Saug-Leitungssystem kann z. B. zweckmäßig eine oder mehrere Leitungen (z. B. Rohre, Schläuchen, etc.) umfassen. Alternativ oder ergänzend kann das Überdruck-Leitungssystem z. B. zweckmäßig eine oder mehrere Leitungen (z. B. Rohre, Schläuche etc.) umfassen.

Es ist möglich, dass die zumindest eine Drucklufterzeugungseinrichtung z. B. ein Gebläse umfasst, so dass das Gebläse die Saugseite und die Druckseite aufweisen kann.

Es ist aber auch möglich, dass die zumindest eine Drucklufterzeugungseinrichtung z. B. zwei Gebläse umfasst, so dass eines der Gebläse die Saugseite und eines der Gebläse die Druckseite aufweisen kann.

Das Gebläse oder die Gebläse können vorzugsweise Zentrifugal- oder Radialgebläse umfassen.

Die zumindest eine Drucklufterzeugungseinrichtung kann vorzugsweise mit der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung in Verbindung stehen, z. B.um das Vereinzelungsorgan der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung vorzugsweise zeitgleich mit Überdruck und/oder Unterdrück zu beaufschlagen.

Es ist möglich, dass die Geschwindigkeit der Druckluftströmung in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung stufenlos z. B. mittels des Verstellelements veränderbar ist, vorzugsweise im Betrieb der landwirtschaftlichen Verteilmaschine. Erhöht sich z. B. die Fahrgeschwindigkeit kann die Geschwindigkeit der Druckluftströmung ebenfalls erhöht werden. Verlangsamt sich z. B. die Fahrgeschwindigkeit kann die Geschwindigkeit der Druckluftströmung ebenfalls verlangsamt werden.

Es ist möglich, dass die Geschwindigkeit der Druckluftströmung in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung schwellwertabhängig z. B. mittels des Verstellelements veränderbar ist, vorzugsweise im Betrieb der landwirtschaftlichen Verteilmaschine. Bewegt sich die Fahrgeschwindigkeit z. B. in einem Bereich von 10 km/h bis 15 km/h kann die Geschwindigkeit der Druckluftströmung unverändert bleiben. Erhöht sich die Fahrgeschwindigkeit aber z. B. über 15 km/h kann die Geschwindigkeit der Druckluftströmung erhöht werden. Verlangsamt sich die Fahrgeschwindigkeit aber z. B. unter 10 km/h kann die Geschwindigkeit der Druckluftströmung verlangsamt werden.

Allerdings ist es z. B. auch möglich, die Geschwindigkeit der Druckluftströmung auf einen für den Betrieb der landwirtschaftlichen Verteilmaschine vordefinierten, unveränderbaren Wert voreinzustellen (z. B. mittels des Verteilelements).

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine kann für das hierin erwähnte Verändern, Steuern und/oder Einstellen z. B. eine (vorzugsweise elektronische) Steuereinrichtung (z. B. Recheneinheit, Job- Rechner, Computer etc.) umfassen.

Das Verändern, Steuern und/oder Einstellen kann z. B. auch ein zweckmäßiges Regeln (insbesondere in „geschlossenem Steuerkreis") umfassen.

Die Steuereinrichtung kann z. B. Regelungsfunktionen aufweisen.

Die Erfindung betrifft auch ein Betriebsverfahren zum Betreiben einer landwirtschaftlichen Verteilmaschine, vorzugsweise einer landwirtschaftlichen Verteilmaschine wie hierin offenbart.

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine kann z. B. zur Einzelkornsaat ausgeführt sein.

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine umfasst wie bereits zuvor ausgeführt zumindest eine Drucklufterzeugungseinrichtung mit einer Saugseite und einer Druckseite, und eine Vielzahl an Reiheneinheiten, wobei die jeweilige Reiheneinheit eine Vereinzelungsvorrichtung mit einem drehbaren Vereinzelungsorgan zum Vereinzeln von Saatgut mittels einer Druckdifferenz aufweist (z. B. trägt), wobei die jeweilige Vereinzelungsvorrichtung mit einer Saatgutleitung zum Transportieren vereinzelten Saatguts mittels einer Druckluftströmung zum Ackerboden verbunden ist.

Das Betriebsverfahren zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung in Abhängigkeit einer Fahrgeschwindigkeit der landwirtschaftlichen Verteilmaschine und/oder Saatgutsorten abhängig (z. B. Informationen zu Saatgutart, Form, Größe und/oder Gewicht des Saatguts (z. B. Tausendkorngewicht), insbesondere der Saatgutkörner etc.) veränderbar ist, vorzugsweise steuerbar und/oder voreinstellbar ist.

Die zuvor beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen und Merkmale der Erfindung sind zweckmäßig miteinander kombinierbar. Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren beschrieben. Es zeigen:

Figur 1 eine Schemaansicht zur Funktionsweise einer Ausführungsform eines Teils einer landwirtschaftlichen Verteilmaschine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

Figur 2 einen Teil einer landwirtschaftlichen Verteilmaschine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

Figur 3 eine vergrößerte Detailansicht der Figur 2,

Figur 4 eine andere Ansicht der landwirtschaftlichen Verteilmaschine der Figuren 2 und 3,

Figur 5 eine perspektivische Ansicht einer Vereinzelungsvorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

Figur 6 eine Seitenansicht der Vereinzelungsvorrichtung der Figur 5,

Figur 7 eine vergrößerte Detailansicht der Figur 6,

Figur 8 eine schematische Schnittansicht einer Vereinzelungsvorrichtung für eine landwirtschaftliche Verteilmaschine gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung,

Figur 9 eine perspektivische Ansicht einer landwirtschaftlichen Verteilmaschine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,

Figur 10 eine vergrößerte Detailansicht der Figur 9, und Figur 11 eine beispielhafte Gebläsekennlinie bei einer gleichbleibenden Drehzahl für eine landwirtschaftliche Verteilmaschine gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

Die in den Figuren beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung stimmen teilweise überein, wobei für ähnliche oder identische Teile die gleichen Bezugszeichen verwendet werden und zu deren Erläuterung auch auf die Beschreibung der anderen Ausführungsformen verwiesen werden kann. Der Übersichtlichkeit halber sind nicht alle Teile in allen Figuren mit Bezugszeichen versehen.

Die Figur 1 zeigt eine Schemaansicht zur Funktionsweise einer Ausführungsform einer landwirtschaftlichen Verteilmaschine 500.

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine 500 umfasst eine Vielzahl an Reiheneinheiten 200, mit einer Vielzahl an Vereinzelungsvorrichtungen 10 und mit einer Vielzahl an Saatgutleitungen 2, was in der Figur 1 durch die kursiven Bezugszeichen 200+10+2 schematisch dargestellt ist.

Zu Erläuterungszwecken ist in der Figur 1 allerdings nur eine Vereinzelungsvorrichtung 10 schematisch im Detail gezeigt ist.

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine 500 ist zur Einzelkornsaat ausgebildet und umfasst eine Drucklufterzeugungseinrichtung 100 (z. B. zumindest ein Gebläse, insbesondere ein Zentrifugal oder Radialgebläse) mit einer Saugseite 101 und einer Druckseite 102. Die Saugseite 101 umfasst insbesondere einen Einlass der Drucklufterzeugungseinrichtung 100, wobei die Druckseite 102 insbesondere einen Auslass der Drucklufterzeugungseinrichtung 100 umfasst.

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine 500 umfasst eine Vielzahl an Reiheneinheiten 200 (z. B. Figuren 9 und 10), z. B. zumindest 6, zumindest 8, zumindest 12, zumindest 14, zumindest 16, zumindest 18 oder sogar zumindest 20 Reiheneinheiten 200. Die Reiheneinheiten 200 tragen jeweils eine eine Saatgutleitung 2 aufweisende Vereinzelungsvorrichtung 10.

Die Reiheneinheiten 200 können des Weiteren vorzugsweise jeweils eine Fangeinrichtung 60 (insbesondere eine Fangrolle, z. B. Figuren 6 und 7) zum Abbremsen des aus der Saatgutleitung 2 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 ausgegebenen Saatguts aufweisen und z. B. eine Saatfurchen-Schließvorrichtung (z. B. Andruckrolle) zum Schließen der Saatfurche im Anschluss an das Ablegen des vereinzelten Saatguts in der Saatfurche. Die Fangeinrichtungen 60 dienen insbesondere zur Erhöhung der Saatgut-Ablagequalität und verhindern z. B. ein übermäßiges Verrollen oder Verspringen von ausgegebenem Saatgut.

Die jeweilige Vereinzelungsvorrichtung 10 umfasst ein Vereinzelungsgehäuse 11 mit einem als Lochscheibe ausgebildeten drehbaren Vereinzelungsorgan 1 zum Vereinzeln von Saatgut mittels einer Druckdifferenz. Die jeweilige Vereinzelungsvorrichtung 10 ist mit einer Saatgutleitung 2 zum Transportieren vereinzelten Saatguts zum Ackerboden verbunden. Das Transportieren vereinzelten Saatguts in der Saatgutleitung 2 erfolgt mittels einer Druckluftströmung X, so dass das Saatgut gegenüber freiem Fall und/oder gegenüber rein Schwerkraft-basiertem Transport schneller zum Ackerboden transportiert werden kann.

Das Vereinzelungsorgan 1 umfasst eine Vielzahl an Haltelöchern 1.1 zum Druckdifferenz-basierten Vereinzeln und Transportieren des Saatguts hin zu einem Saatgutabgabebereich 42 zum Abgeben vereinzelten Saatguts in die Saatgutleitung 2. Der Saatgutabgabebereich 42 kann vorzugsweise gegenüber einer Druckdifferenz-Unterbrechungseinrichtung UE (z. B. eine (vorzugsweise kammerförmige) Abdichtkonstruktion, eine Rolle, ein Dichtelement etc.) angeordnet sein. Die Druckdifferenz-Unterbrechungseinrichtung UE kann insbesondere die Druckdifferenz, die das Saatgut am Vereinzelungsorgan 1 hält, unterbrechen, so dass sich das Saatgut vom Vereinzelungsorgan 1 lösen und mittelbar oder unmittelbar in die Saatgutleitung 2 abgegeben werden kann. Die Bezugszeichen 44 stellen Dichtelemente (z. B. Dichtlippen etc.) dar.

Eine Saatgutzufuhr 41 dient zum Zuführen von Saatgut an die Vereinzelungsvorrichtung 10. Die Saatgutzufuhr 41 kann z. B. von einem mittels der Reiheinheit 200 getragenen und mitgeführten Saatgutbehälter 40 vorzugsweise rein Schwerkraft-basiert gespeist werden (z. B. schematisch dargestellt in Figur 6). Die Saatgutzufuhr 41 kann allerdings optional von einem Saatguttank 50 eines Seed-On-Demand-Systems (SOD-System, auch „Nursing-System" genannt) gespeist werden (z. B. Figur 2).

Eine mit einem oder mehreren Löchern versehende Trennwand 43 (z. B. ein Gitter) trennt die Saatgutzufuhr 41 von dem Vereinzelungsorgan 1. Die Trennwand 43 lässt Saatgut und keine oder lediglich geringfügig Luft und insbesondere sehr kleine Partikel passieren.

Eine Besonderheit ist z. B., dass eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung X in der Saatgutleitung 2 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 insbesondere in Abhängigkeit einer Fahrgeschwindigkeit V der landwirtschaftlichen Verteilmaschine 500 (z. B. Figuren 6 und 7) und vorzugsweise Saatgutsorten-abhängig (z. B. Saatgutart, Form, Größe und/oder Gewicht des Saatguts (z. B. Tausendkorngewicht), insbesondere der Saatgutkörner etc.) verändert werden kann, vorzugsweise voreingestellt oder mittels einer Steuereinrichtung gesteuert werden kann.

Eine Besonderheit ist z. B. auch, dass das Vereinzelungsorgan 1 die Vereinzelungsvorrichtung 10 in einen Unterdruckbereich 3 (z. B. Unterdruckkammer) und einen Überdruckbereich 4 (z. B. Überdruckkammer) teilt und der Unterdruckbereich 3 mittels eines Saug-Leitungssystems 5 mit der Saugseite 101 verbunden ist und der Überdruckbereich 4 mittels einer Überdruck-Leitungssystems 6 mit der Druckseite 102 verbunden ist, so dass das Vereinzelungsorgan 1 (z. B. Fahrgeschwindigkeits-abhängig) zeitgleich mit einem durch das Saug-Leitungssystem 5 zur Verfügung gestellten Unterdrück (p-) und einem durch das Überdruck-Leitungssystem 6 zur Verfügung gestellten Überdruck (p+) beaufschlagt werden kann.

Dadurch kann die Vereinzelungsvorrichtung 10 als Hybrid betrieben werden, wobei das Vereinzelungsorgan 1 einerseits aktiv mit Überdruck und andererseits aktiv mit Unterdrück beaufschlagt werden kann.

Die Druckluftströmung X, insbesondere deren Geschwindigkeit, kann dadurch z. B. im Wesentlichen unabhängig von der am Vereinzelungsorgan 1 anliegenden Druckdifferenz eingestellt werden.

Die Druckluftströmung X, insbesondere deren Geschwindigkeit, kann somit z. B. unabhängig von der Vereinzelungsfunktion der Vereinzelungsvorrichtung 10 eingestellt werden, insbesondere ohne die am Vereinzelungsorgan 1 anliegende Druckdifferenz zur Vereinzelung zu beeinträchtigen.

In einem Extremfall kann der Überdruck im Überdruckbereich 4 sogar auf im Wesentlichen 0 mbar abgesenkt werden und dennoch kann mittels des Unterdrucks im Unterdruckbereich 3 ein ausreichender Differenzdruck zur Vereinzelung aufrechterhalten werden.

Das Hybrid-Konzept kann auf unterschiedliche Weise Anwendung finden.

Es ist möglich, dass Überdruck aus dem Überdruckbereich 4 genutzt wird, um zur Druckdifferenz beizutragen, und darüber hinaus genutzt wird, um die Druckluftströmung X in der Saatgutleitung 2 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 zu erzeugen. Das Hybrid-Konzept kann somit z. B. auf Vereinzelungsvorrichtungen wie offenbart in WO 2010059 101 Al angewandt werden. Es ist aber auch möglich, dass der Überdruck aus dem Überdruckbereich 4 nicht in die Saatgutleitung 2 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 gelangt und somit nicht genutzt wird, um die Druckluftströmung X in der Saatgutleitung 2 zu erzeugen. Vielmehr kann die Druckluftströmung X durch eine vom Überdruck in der Überdruckkammer 4 unabhängige Druckluftzufuhr D2 erzeugt werden (z. B. Figuren 2 bis 8). Das Hybrid-Konzept kann somit z. B. auf Vereinzelungsvorrichtungen wie offenbart in DE 20 2018 006 221 Ul angewandt werden.

Die jeweilige Vereinzelungsvorrichtung 10 ist über ein das Saug-Leitungssystem 5 und das Überdruck-Leitungssystem 6 umfassendes Ringleitungssystem mit der zumindest einen Drucklufterzeugungseinrichtung 100 verbunden. Die zumindest eine Drucklufterzeugungseinrichtung 100 beaufschlagt somit eine Vielzahl an insbesondere parallel geschalteten Ringleitungssystemen vorzugsweise zeitgleich mit Überdruck und Unterdrück.

Die Saugseite 101 und insbesondere das Saug-Leitungssystem 5 steht in Verbindung mit einer Luftzuführeinrichtung 20 zur Luftzufuhr aus der Atmosphäre A.

Es ist möglich, dass die Luftzuführeinrichtung 20 ein Verstellelement 21 zum Verändern der Luftzufuhr aufweist, z. B. um einen Luftvolumenstrom zu vergrößern oder zu verkleinern.

Das Verstellelement 21 kann z. B. ein mittels einer Steuereinrichtung ansteuerbares Verstellventil umfassen, eine manuell verstellbare Verstelleinrichtung (z. B. einen Einstellhahn) umfassen und/oder eine manuell-auswechselbare Verstelleinrichtung (z. B. eine Lochblende) umfassen.

Das ansteuerbare Verstellventil kann z. B. im Betrieb der Verteilmaschine 500 zum Verändern der Luftzufuhr angesteuert werden, insbesondere, um eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung X an eine Fahrgeschwindigkeit V anpassen zu können, falls erforderlich.

Die manuell einstellbare oder auswechselbare Verstelleinrichtung kann die Luftzufuhr zweckmäßig auf eine für den Betrieb der landwirtschaftlichen Verteilmaschine 500 vordefinierte und somit unveränderbare Einstellung festlegen.

Eine über die Luftzuführeinrichtung 20 angesaugte Luftmenge entspricht im Wesentlichen einer aus der Saatgutleitung 2 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 mittels der Druckluftströmung X austretenden Luftmenge. Eine mittels des Saug-Leitungssystems 5 aus der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 geführte Luftmenge entspricht im Wesentlichen einer mittels des Überdruck-Leitungssystems 6 in die jeweilige Vereinzelungseinrichtung 10 geführten Luftmenge. Da Leckagen L nicht ganz vermeidbar sind, sind im Kontext der Erfindung insbesondere Leckage-abhängigen Abweichungen möglich.

Die Ringleitungssysteme stellen folglich z. B. ein im Wesentlichen geschlossenes Ringsystem dar, mit Ausnahme der Luftzufuhr mittels der Luftzuführeinrichtung 20 und dem Luftausstritt aus den Saatgutleitungen 2 mittels den Druckluftströmungen X, wobei die Luftzufuhr den Luftaustritt im Wesentlichen kompensiert.

Durch Verändern der Luftzufuhr (insbesondere des Luftvolumenstroms) an die Saugseite 101 mittels des Verstellelements 21 kann hauptsächlich eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung X in der Saatgutleitung 2 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 verändert werden. Die am Vereinzelungsorgan 1 anliegende Druckdifferenz der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 und eine Drehzahl der Drucklufterzeugungseinrichtung 100 kann hierfür hingegen im Wesentlichen unverändert bleiben.

Durch Verändern einer Drehzahl der Drucklufterzeugungseinrichtung 100 kann hauptsächlich ein Unterdruckniveau im Unterdruckbereich 3 und/oder ein Überdruckniveau im Überdruckbereich 4 verändert werden, z. B. so, dass das Unterdruckniveau im Unterdruckbereich 3 und das Überdruckniveau im Überdruckbereich 4 zueinander gleichwertig veränderbar (zweckmäßig konstant verschiebbar) sind, wodurch die Druckdifferenz an dem Vereinzelungsorgan 1 im Wesentlichen konstant bleiben kann.

Beispiel:

Überdruckniveau = + 20 mbar; Unterdruckniveau = - 20 mbar; Druckdifferenz = 40 mbar. Überdruckniveau = + 30 mbar; Unterdruckniveau = - 10 mbar; Druckdifferenz = 40 mbar. Überdruckniveau = + 39 mbar; Unterdruckniveau = - 1 mbar; Druckdifferenz = 40 mbar.

Man erkennt: Der Überdruck kann verändert werden, um die Druckluftströmung X, insbesondere deren Geschwindigkeit, zu verändern, ohne allerdings die Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan 1 zu beeinträchtigen, z. B. auf ein zu niedriges Maß zu senken.

In der gezeigten Ausführungsform weist die Drucklufterzeugungseinrichtung 100 ein Gebläse auf, das die Saugseite 101 und die Druckseite 102 umfasst. Es ist allerdings möglich, dass zwei Gebläse zur Verfügung gestellt werden, wobei das eine Gebläse die Saugseite 101 und das andere Gebläse die Druckseite 102 umfassen kann, wodurch die zur Verfügung gestellten Über- und Unterdrücke im Unterdruckbereich 3 und Überdruckbereich 4 flexibel und/oder unabhängig voneinander eingestellt werden können.

Die Drucklufterzeugungseinrichtung 100 und somit insbesondere eine Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan 1 sowie das Verstellelement 21 und somit insbesondere eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung X können in Abhängigkeit zumindest eines Steuerparameters verändert werden.

Ein wichtiger Steuerparameter ist z. B. eine Fahrgeschwindigkeit V der landwirtschaftlichen Verteilmaschine 500. So ist es z. B. möglich, eine Drehzahl der Drucklufterzeugungseinrichtung 100 und/oder das Verstellelement 21 Fahrgeschwindigkeits-abhängig einzustellen.

Besonders bevorzugt ist, dass eine Geschwindigkeit der Druckluftströmung X in der Saatgutleitung 2 mittels des Verstellelements 21 insbesondere in Abhängigkeit einer Fahrgeschwindigkeit V (z. B. Figuren 6 und 7) und z. B. Saatgutsorten-abhängig veränderbar ist und zwar so, dass eine horizontale (Austritts-) Geschwindigkeitskomponente Vh des aus der Saatgutleitung 2 ausgegebenen Saatguts an die Fahrgeschwindigkeit V angepasst (z. B. erhöht oder verlangsamt) werden kann, z. B. um eine Relativgeschwindigkeit zwischen der horizontalen (Austritts-) Geschwindigkeitskomponente Vh und der Fahrgeschwindigkeit V von kleiner 25km/h, kleiner 20 km/h, kleiner 15km/h oder kleiner 10km/h zu ermöglichen. Sogar ein angleichen kann vorteilhaft ermöglicht werden (z. B.: Relativgeschwindigkeit ungefähr 0 km/h; V im Wesentlichen gleich Vh). Dadurch kann vorteilhaft auf Fangeinrichtungen 60 zum Abbremsen von aus der Saatgutleitung 2 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 ausgegebenen Saatguts verzichtet werden.

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine 500 kann in einem ersten Betriebsmodus und vorzugsweise einem zweiten Betriebsmodus betreibbar sein.

Im ersten Betriebsmodus kann vereinzeltes Saatgut insbesondere in eine Saatfurche im Ackerboden transportiert werden. Die Austrittsgeschwindigkeit des vereinzelten Saatguts ist im ersten Betriebsmodus so an die Fahrgeschwindigkeit V der landwirtschaftlichen Verteilmaschine 500 angepasst, dass ein Abbremsen mittels einer jeweiligen Fangeinrichtung 60 nicht erforderlich ist und die jeweilige Fangeinrichtung 60 im ersten Betriebsmodus zwar vorhanden, aber deaktiviert sein kann, z. B. in einer Position, in der sie nicht in Boden-Kontakt steht. Auch ist es z. B. möglich, dass im ersten Betriebsmodus die jeweilige Reiheneinheit 200 ohne Fangeinrichtungen 60 zur Verfügung gestellt ist.

Im zweiten Betriebsmodus kann vereinzeltes Saatgut ebenfalls in eine Saatfurche im Ackerboden transportiert werden. Die Austrittsgeschwindigkeit des vereinzelten Saatguts ist im zweiten Betriebsmodus allerdings so hoch, dass das ausgegebene Saatgut mittels einer jeweiligen vorzugsweise in Boden-Kontakt stehenden Fangeinrichtung 60 abgebremst wird.

Im ersten Betriebsmodus und im zweiten Betriebsmodus kann im Anschluss an die Saatgutausgabe die Saatfurche durch eine jeweilige Saatfurchen-Schließvorrichtung geschlossen werden (z. B. eine Andruckrolle).

Vor allem bei landwirtschaftlichen Verteilmaschinen 500 mit sehr vielen Reiheneinheiten 200 (z.

B. mehr als 20 Reiheneinheiten) und somit einer großen Arbeitsbreite, kann die Tatsache, dass bei Kurvenfahrten kurveninnere Reiheneinheiten 200 eine kleinere Fahrgeschwindigkeit (kurzer Weg) aufweisen als kurvenäußere Reiheneinheiten 200 (langer Weg), dazu führen, dass das Saatgut in den Randbereichen nur unbefriedigend verteilt wird.

Ein Steuerparameter kann somit z. B. unterschiedliche Fahrgeschwindigkeiten einer kurveninneren Reiheneinheit 200 und einer kurvenäußeren Reiheneinheit 200 während einer Kurvenfahrt der landwirtschaftlichen Verteilmaschine 500 umfassen. Möglich ist hierbei, dass eine mittlere Geschwindigkeit der Druckluftströmung X ermittelt wird, die für eine befriedigende Verteilung sowohl der kurvenäußeren Reiheneinheiten 200 als auch der kurveninneren Reiheneinheiten 200 sorgt. Allerdings ist es auch möglich, dass die

Drucklufterzeugungseinrichtung 100 z. B. mehrere Gebläse umfassen kann und/oder mehrere Verstellelemente 21 zur Verfügung gestellt sind, um eine nicht nur befriedigende, sondern eine optimale Geschwindigkeit der Druckluftströmung X für die kurvenäußeren Reiheneinheiten 200 als auch für kurveninneren Reiheneinheiten 200 zur Verfügung stellen zu können.

Die landwirtschaftliche Verteilmaschine 500 kann z. B. zumindest zwei Erfassungseinrichtungen (z. B. Sensoren) zur Erfassung einer Fahrgeschwindigkeit einer kurveninneren Reiheneinheit 200 und einer kurvenäußeren Reiheneinheit 200 aufweisen, um bei einer Kurvenfahrt deren unterschiedliche Fahrgeschwindigkeiten zu erfassen. Der Steuerparameter kann alternativ oder ergänzend umfassen: eine Saattiefe des Saatguts, insbesondere in einer Saatfurche, Ackerbodenverhältnisse (z. B. Bonität, Feuchte, Art etc.) und/oder ob eine Fangeinrichtung 60 (z. B. Figuren 6 und 7) zum Abbremsen von aus der Saatgutleitung 2 ausgegebenem vereinzelten Saatgut genutzt wird oder nicht.

Es kann eine Eingabeeinrichtung zur Verfügung gestellt sein, mittels der eine Bedienperson einen oder mehrere Steuerparameter manuell eingeben kann. Allerdings kann auch ein Erfassungssystem zum automatischen Erfassen eines oder mehrerer Steuerparameter (z. B. verändernde Fahrgeschwindigkeit, Feuchtemesser etc.) zur Verfügung gestellt sein.

Die Figur 2 zeigt einen Teil einer landwirtschaftlichen Verteilmaschine 500, während die Figur 3 eine vergrößerte Detailansicht der Figur 2 zeigt und die Figur 4 eine andere Ansicht der landwirtschaftlichen Verteilmaschine 500 zeigt. Die Figur 5 zeigt eine perspektivische Ansicht insbesondere einer Vereinzelungsvorrichtung 10, während die Figur 6 eine Seitenansicht insbesondere der Vereinzelungsvorrichtung der Figur 5 zeigt und die Figur 7 eine vergrößerte Detailansicht der Figur 6 zeigt. Figur 8 zeigt eine schematische Schnittansicht einer Vereinzelungsvorrichtung 10, die allerdings gegenüber der in Figur 4 gezeigten Vereinzelungsvorrichtung 10 etwas modifiziert ist. Die landwirtschaftliche Verteilmaschine 500 wird nachfolgend unter gemeinsamer Bezugnahme auf die Figuren 2 bis 8 beschrieben.

Das Überdruck-Leitungssystem 6 bildet eine erste Druckluftzufuhr Dl in den Überdruckbereich 4, um zur Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan 1 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 beizutragen.

Allerdings gelangt im Wesentlichen kein Überdruck aus dem Überdruckbereich 4 in die Saatgutleitung 2 der jeweiligen Vereinzelungseinrichtung 10. Vielmehr kann die Druckluftströmung X durch eine vom Überdruck im Überdruckbereich 4 unabhängige, insbesondere separierte, Druckluftzufuhr D2 erzeugt werden.

Die Saatgutleitung 2 umfasst einen Einlassbereich KE zum Einlass vereinzelten Saatguts, wobei der Einlassbereich KE in einer Mantelfläche der Saatgutleitung 2 ausgebildet ist und zwar in einem radial äußeren Teilbereich eines Kurvenabschnitts der Saatgutleitung 2.

Die zweite Druckluftzufuhr D2 ist zur Verfügung gestellt, um die Druckluftströmung X in der Saatgutleitung 2 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 zu erzeugen. Das Überdruck-Leitungssystem 6 bildet vorzugsweisen nicht nur die erste Druckluftzufuhr Dl, sondern auch die zweite Druckluftzufuhr D2.

Bevorzugt ist, dass das Überdruck-Leitungssystem 6 sich in einem Teilungsbereich 6.1 in die erste Druckluftzufuhr Dl und die zweite Druckluftzufuhr D2 aufteilt, so dass die erste Druckluftzufuhr Dl und die zweite Druckluftzufuhr D2 gemeinsam von dem Überdruck-Leitungssystem 6 und insbesondere der Drucklufterzeugungseinrichtung 100 mit Druckluft versorgt werden können.

Es ist möglich, dass sich entlang des Einlassbereichs KE der Saatgutleitung 2 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 eine Strömungsbarriere und/oder ein Coanda-Effekt einstellt und/oder Druckluft aus der ersten Druckluftzufuhr Dl im Überdruckbereich 4 und Druckluft aus der zweiten Druckluftzufuhr D2 in der Saatgutleitung 2 (Druckluftströmung X) aufeinander einwirken, so dass Druckluft aus der ersten Druckluftzufuhr Dl und somit Druckluft im Überdruckbereich 4 an einem Eindringen über den Einlassbereichs KE in die Saatgutleitung 2 im Wesentlichen gehindert wird.

Die für die Druckluftströmung X erforderliche Druckluft wird somit im Wesentlichen ausschließlich durch die zweite Druckluftzufuhr D2 zur Verfügung gestellt.

Die Figur 7 zeigt eine Detailansicht eines Auslassbereichs einer Saatgutleitung 2 und eines Ackerbodens (insbesondere eine Saatfurche), in der das vereinzelte Saatgut verteilt wird.

Die Saatgutleitung 2 weist vorzugsweise einen Ausgabe-Anstellwinkel a von kleiner 30° relativ zu einem horizontalen Ackerboden auf, so dass z. B. ausgegebenes Saatgut in vorzugsweise spitzem Winkel und relativ flach auf den Ackerboden (z. B. Saatfurche) abgelegt werden kann.

Das aus der Saatgutleitung 2 ausgegebene (z. B. herausschießende oder austretende) Saatgut weist eine horizontale Austritts-Geschwindigkeitskomponente Vh und eine vertikale Austritts- Geschwindigkeitskomponente Vv auf, die eine Austritts-Gesamtgeschwindigkeitskomponente Vg bilden.

Das Bezugszeichen V kennzeichnet eine Fahrgeschwindigkeit, z. B. der jeweiligen Reiheneinheit 200 und/oder der landwirtschaftlichen Verteilmaschine 500. Die Fahrgeschwindigkeit V kann z. B. ungefähr 15 km/h betragen, z. B. +/- 5 km/h. Die Geschwindigkeit der Druckluftströmung X in der Saatgutleitung 2 kann insbesondere so eingestellt werden, dass die horizontale Austritts-Geschwindigkeitskomponente Vh des aus der Saatgutleitung 2 austretenden Saatguts an die Fahrgeschwindigkeit V angepasst werden kann, z. B. eine Relativgeschwindigkeit zwischen Fahrgeschwindigkeit V und horizontaler Austritts- Geschwindigkeitskomponente Vh erzeugt werden kann, bei der auf eine Fangvorrichtung 60 zum Abbremsen von aus der Saatgutleitung 2 ausgegebenem Saatgut verzichtet werden kann, z. B. eine Relativgeschwindigkeit von kleiner 25 km/h, kleiner 20 km/h, kleiner 10 km/h oder sogar ungefähr 0 km/h.

Es ist möglich, dass die Geschwindigkeit der Druckluftströmung in der Saatgutleitung der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung stufenlos z. B. mittels des Verstellelements 21 steuerbar ist, vorzugsweise im Betrieb der landwirtschaftlichen Verteilmaschine 500. Erhöht sich z. B. die Fahrgeschwindigkeit V kann die Geschwindigkeit der Druckluftströmung X ebenfalls erhöht werden. Verlangsamt sich z. B. die Fahrgeschwindigkeit V kann die Geschwindigkeit der Druckluftströmung ebenfalls verlangsamt werden.

Die Geschwindigkeit der Druckluftströmung X in der Saatgutleitung 2 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 kann insbesondere schwellwertabhängig oder stufenlos mittels des Verstellelements 21 verändert werden, vorzugsweise im Betrieb der landwirtschaftlichen Verteilmaschine 500 durch Ansteuerung mittels einer Steuereinrichtung.

Bewegt sich die Fahrgeschwindigkeit V z. B. in einem vordefinierten Bereich, etwa zwischen 10 km/h und 15 km/h, kann die Geschwindigkeit der Druckluftströmung X z. B. im Wesentlichen unverändert bleiben. Erhöht sich die Fahrgeschwindigkeit V aber z. B. über 15 km/h kann die Geschwindigkeit der Druckluftströmung X erhöht werden. Verlangsamt sich die Fahrgeschwindigkeit V z. B. unter 10 km/h kann die Geschwindigkeit der Druckluftströmung X verlangsamt werden.

Allerdings ist es auch möglich, dass die Geschwindigkeit der Druckluftströmung X stufenlos zusammen mit der Fahrgeschwindigkeit V verändert wird, was ebenfalls durch ein entsprechendes Ansteuern des Verstellelements 21 mittels einer Steuereinrichtung realisiert werden kann. Ferner kann die Geschwindigkeit der Druckluftströmung X auch auf einen für den Betrieb der landwirtschaftlichen Verteilmaschine 500 vordefinierten, unveränderbaren Wert eingestellt werden, vorzugsweise ebenfalls mittels des Verstellelements 21.

Ein oder mehrere Sensoren 30 können zur Erfassung einer Geschwindigkeit der Druckluftströmung X im oder stromabwärts der Saatgutleitung 2 und/oder zur Erfassung einer Geschwindigkeit des Saatguts im oder stromabwärts der Saatgutleitung 2 zur Verfügung gestellt werden. Die Sensoren 30 sind zweckmäßig am Saatleitungsende positioniert.

Die Figur 6 zeigt stark schematisch einen mittels einer Reiheneinheit 200 getragenen Saatgutbehälter 40, der zum Mitführen von Saatgut dient und eine Saatgutzufuhr 41 aufweist, um das Saatgut der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 zuführen zu können.

Die Figuren 2 bis 8 betreffen allerdings insbesondere eine landwirtschaftliche Verteilmaschine 500 mit einem vorteilhaften Seed-On-Demand-System (Nursing-System). Das Seed-On-Demand- System kann eine Drucklufterzeugungskonstruktion 300 mit einer Einlassseite 301 und einer Auslassseite 302 aufweisen. Die Einlassseite 301 kann Luft aus der Atmosphäre ansaugen und/oder mittels eines Leitungssystems 52 mit dem Überdruck-Leitungssystem 6 in Verbindung stehen, um mit Luft aus dem Überdruck-Leitungssystem 6 versorgt zu werden. Die Auslassseite 302 beaufschlagt ein Fördersystem 51 mit einer Förderluftströmung, um Saatgut aus einem zentralen Saatguttank 50 mittels der Förderluftströmung an die Reiheneinheiten 200 zu fördern. Das Saatgut kann dabei zweckmäßig direkt in die Vereinzelungsvorrichtungen 10 gefördert werden oder zweckmäßig indirekt über Zwischenbehälter. Bevorzugt ist, dass die Förderluftströmung nicht oder in nur vernachlässigbarem Maß in die Vereinzelungseinrichtungen 10 gelangt. Hierzu kann die Förderluftströmung stromaufwärts der Vereinzelungsvorrichtungen 10 z. B. über Entlüftungsöffnungen entweichen.

Die Figur 9 zeigt eine landwirtschaftliche Verteilmaschine 500, wobei Figur 10 eine vergrößerte Detailansicht der Figur 9 zeigt.

Zunächst nochmals zur Figur 2 ff. Figur 2 ff. zeigt beispielhaft nur zwei

Vereinzelungsvorrichtungen 10, wobei bevorzugte landwirtschaftliche Verteilmaschinen 500 z. B. zumindest 6, zumindest 8, zumindest 12, zumindest 14, zumindest 16, zumindest 18 oder sogar zumindest 20 Vereinzelungsvorrichtungen 10 umfassen können, die allesamt wie in Figur 2 ff gezeigt von einer gemeinsamen Drucklufterzeugungseinrichtung 100 beaufschlagt werden können.

Es ist aber auch möglich, dass eine landwirtschaftliche Verteilmaschine 500 mehrere wie in Figur 2 ff. gezeigte Vereinzelungssysteme umfasst.

Ein erstes Vereinzelungssystem kann z. B. zumindest 2, zumindest 3, zumindest 4 oder zumindest 6 Vereinzelungsvorrichtungen 10 umfassen, die von einer ersten Drucklufterzeugungseinrichtung 100 mit Überdruck und Unterdrück beaufschlagt werden.

Ein zweites Vereinzelungssystem kann z. B. zumindest 2, zumindest 3, zumindest 4 oder zumindest 6 Vereinzelungsvorrichtungen 10 umfassen, die von einer zweiten Drucklufterzeugungseinrichtung 100 mit Überdruck- und Unterdrück beaufschlagt werden.

Damit kann eine insbesondere sektionsabhängig-steuerbare landwirtschaftliche Verteilmaschine 500 geschaffen werden.

Die sektionsabhängig-steuerbare landwirtschaftliche Verteilmaschine 500 kann zumindest zwei Vereinzelungssysteme aufweisen, die jeweils wie hierin offenbart ausgeführt sein können und/oder unabhängig voneinander betrieben werden können.

So kann eine erste Drucklufterzeugungseinrichtung 100 und eine zweite

Drucklufterzeugungseinrichtung 100 mit jeweils einer Saugseite 101 und jeweils einer Druckseite 102 zur Verfügung gestellt werden.

Mehrere Vereinzelungsvorrichtungen 10 sind dabei einer ersten Sektion S1 zugeordnet.

Mehrere Vereinzelungsvorrichtungen 10 sind dabei einer zweiten Sektion S2 zugeordnet.

Die Vereinzelungsvorrichtungen 10 der ersten Sektion S1 sind vorzugsweise mittels ersten Ringleitungssystemen mit der ersten Drucklufterzeugungseinrichtung 100 verbunden und die Vereinzelungsvorrichtungen 10 der zweiten Sektion S2 sind vorzugsweise mittels zweiten Ringleitungssystemen mit der zweiten Drucklufterzeugungseinrichtung 100 verbunden. Möglich ist z. B dass die Saugseite 101 der ersten Drucklufterzeugungseinrichtung 100 mit einer ersten, vorzugsweise ein Verstellelement 21 zum Verändern der Luftzufuhr umfassenden, Luftzuführeinrichtung 20 zur Luftzufuhr aus der Atmosphäre A in Verbindung steht, und die Saugseite 101 der zweiten Drucklufterzeugungseinrichtung 100 mit einer zweiten, vorzugsweise ein Verstellelement 21 zum Verändern der Luftzufuhr umfassenden, Luftzuführeinrichtung 20 zur Luftzufuhr aus der Atmosphäre A in Verbindung steht.

Möglich ist insbesondere, dass die Vereinzelungsvorrichtungen 10 der ersten Sektion S1 und die Vereinzelungsvorrichtungen 10 der zweiten Sektion S2 unabhängig voneinander betreibbar sind, z. B. mit unterschiedlichen Druckdifferenzen betreibbar sind. Auch können z. B. die Saatgutleitungen 2 der ersten Sektion S1 und die Saatgutleitungen 2 der zweiten Sektion S2 mit unterschiedliche Geschwindigkeiten aufweisenden Druckluftströmungen X betrieben werden.

Die Vereinzelungsvorrichtungen 10 der ersten Sektion S1 sind einer ersten vorzugsweise schwenkbaren Rahmenkonstruktion Fl zugeordnet sind und die Vereinzelungsvorrichtungen 10 der zweiten Sektion S2 sind einer zweiten vorzugsweise schwenkbaren Rahmenkonstruktion F2 zugeordnet.

Bezugszeichen 400 kennzeichnet eine Zugmaschine (z. B. Traktor) zum Ziehen der landwirtschaftlichen Verteilmaschine 500.

Figur 11 zeigt eine beispielhafte Kennlinie (insbesondere Druckdifferenz) einer Drucklufterzeugungseinrichtung 100 (z. B. Gebläse, insbesondere Radial- oder Zentrifugalgebläse) bei einer gleichbleibenden Drehzahl für eine landwirtschaftliche Verteilmaschine 500 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

Figur 11 zeigt z. B.:

Volumenstrom: 0 m3/min - Dr: 39,8 mbar Volumenstrom: 27,6 m3/min - Dr: 39,3 mbar Volumenstrom: 39,7 m3/min - Dr: 39,8 mbar Volumenstrom: 57,8 m3/min - Dr: 28,4 mbar Volumenstrom: 74,2 m3/min - Dr: 10,5 mbar Volumenstrom: 79,4 m3/min - Dr: 2,5 mbar Man erkennt, dass trotz unterschiedlicher Volumenströme (insbesondere Luftmengen) eine Druckdifferenz im Wesentlichen konstant gehalten werden kann, was in der beispielhaften Darstellung insbesondere für Volumenströme zwischen ungefähr 0 bis ungefähr 40 m3/min gilt. Bei Hinzugeben eines größeren Volumenstroms (insbesondere Luftmenge) an die Saugseite 101 kann die Druckdifferenz am Vereinzelungsorgan 1 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 im Wesentlichen konstant gehalten werden und die Geschwindigkeit der Druckluftströme X (insbesondere Schussgeschwindigkeit) geregelt werden, vorzugsweise ohne die Gebläsedrehzahl verändern zu müssen.

Zu erwähnen ist noch, dass ein Differenzdruck am Vereinzelungsorgan 1 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10 zweckmäßig größer ist als ein Differenzdruck zwischen einem Eingang und einem Ausgang der Saatgutleitung 10 der jeweiligen Vereinzelungsvorrichtung 10. Die Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen bevorzugten Ausführungsformen beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich fallen. Darüber hinaus beansprucht die Erfindung auch Schutz für den Gegenstand und die Merkmale der Unteransprüche unabhängig von den in Bezug genommenen Merkmalen und Ansprüchen.

Bezugszeichenliste

1 Vereinzelungsorgan, vorzugsweise Vereinzelungsscheibe

1.1 Haltelöcher

2 Saatgutleitung

3 Unterdruckbereich, vorzugsweise Unterdruckkammer

4 Überdruckbereich, vorzugsweise Überdruckkammer

5 Saug-Leitungssystem

6 Überdruck-Leitungssystem

10 Vereinzelungsvorrichtung

11 Vereinzelungsgehäuse

20 Zuführeinrichtung, vorzugsweise Luft-Zuführeinrichtung

21 Verstellelement

30 Sensor

40 Saatgutbehälter

41 Saatgutzufuhr

42 Saatgutabgabebereich

43 Trennwand

44 Dichtelement, z. B. Dichtlippen

50 Saatguttank, vorzugsweise zentraler Saatguttank und/oder SOD-Saatguttank

51 Fördersystem, vorzugsweise Saatgut-Fördersystem und/oder SOD- Fördersystem

52 Leitungssystem, vorzugsweise SOD-Leitungssystem

60 Fangeinrichtung

100 Drucklufterzeugungseinrichtung

101 Saugseite, vorzugsweise Einlass

102 Druckseite, vorzugsweise Auslass

200 Reiheneinheit

300 Drucklufterzeugungskonstruktion, insbesondere SOD-Drucklufterzeugungskonstruktion

301 Einlassseite

302 Auslassseite

400 Zugmaschine zum Ziehen der landwirtschaftlichen Verteilmaschine

500 Landwirtschaftliche Verteilmaschine

X Druckluftströmung, vorzugsweise Schussluftströmung

V Fahrgeschwindigkeit Vh horizontale Geschwindigkeitskomponente, insbesondere horizontale Saatgut-Austritts- Geschwindigkeitskomponente

Vv vertikale Geschwindigkeitskomponente, insbesondere vertikale Saatgut-Austritts- Geschwindigkeitskomponente Vg Gesamtgeschwindigkeitskomponente, insbesondere Saatgut-Gesamt-Austritts-

Geschwindigkeitskomponente

UE Druckdifferenz-Unterbrechungseinrichtung

L Leckage

S1 Sektion S2 Sektion Fl Rahmenkonstruktion F2 Rahmenkonstruktion a Ausgabe-Anstellwinkel