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Title:
ALTITUDE SIMULATION SYSTEM FOR HUMANS AND/OR ANIMALS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2022/073053
Kind Code:
A1
Abstract:
Altitude simulation system (1) for humans and/or animals, comprising: an altitude simulation chamber with a training device (7), particularly a treadmill, and a low pressure device (9) for generating low pressure in the altitude simulation chamber, the altitude simulation chamber being in the form of a mobile container (2).

Inventors:
REBEC RICHARD (AT)
LISCHKA BERNHARD (CZ)
Application Number:
PCT/AT2021/060365
Publication Date:
April 14, 2022
Filing Date:
October 08, 2021
Export Citation:
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Assignee:
REBEC RICHARD (AT)
LISCHKA BERNHARD (CZ)
International Classes:
A63B23/18; A62B31/00; A63B22/02
Foreign References:
JP2018117728A2018-08-02
US20120011648A12012-01-19
US20160038071A12016-02-11
CN101301246A2008-11-12
Attorney, Agent or Firm:
SONN PATENTANWÄLTE OG (AT)
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Claims:
Ansprüche :

1. Höhensimulationsvorrichtung (1) für Mensch und/oder Tier, aufweisend : eine Höhensimulationskammer mit einem Trainingsgerät (7) , insbesondere einem Laufband, eine Unterdruckeinrichtung (9) zur Erzeugung eines Unterdrucks in der Höhensimulationskammer, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhensimulationskammer durch einen Mobilcontainer (2) gebildet ist.

2. Höhensimulationsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mobilcontainer (2) eine maximale Breite gleich oder weniger als 3,5 Meter, insbesondere gleich oder weniger als 3 Meter, aufweist.

3. Höhensimulationsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Mobilcontainer (2) eine Halterung (3) , beispielsweise eine Öse, zur Anbringung einer Hebevorrichtung, aufweist.

4. Höhensimulationsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Mobilcontainer (2) eine Befestigungseinrichtung (5) , beispielsweise einer Befestigungsöse, zur Befestigung des Mobilcontainers (2) an einem Transportwagen, insbesondere an einem Tieflader (4) , aufweist.

5. Höhensimulationsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Mobilcontainer (2) eine Verstärkungsstruktur (11) mit in Längsrichtung verlaufenden Längsträgern (12) und/oder in Querrichtung verlaufenden Querträgern (13) und/oder in Höhenrichtung verlaufenden Vertikalträgern (14) aufweist.

6. Höhensimulationsvorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Mobilcontainer (2) eine Innenhülle (15) aufweist, welche mit der Verstärkungsstruktur im Wesentlichen luftdicht verbunden, insbesondere verschweißt, ist.

7. Höhensimulationsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Mobilcontainer (2) an der Innenseite Schalldämmelemente (26A) aufweist.

8. Höhensimulationsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhensimulationskammer eine Klimaanlage (23; 23A, 23B) aufweist.

9. Höhensimulationsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhensimulationskammer ein Gebläse (19) zur Erzeugung eines Gegenwindes aufweist.

10. Höhensimulationsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterdruckeinrichtung

(9) zur Erzeugung eines Luftdrucks von weniger als 900 mbar, vorzugsweise weniger als 800 mbar, insbesondere weniger als 750 mbar, beispielsweise im Wesentlichen 700 mbar, eingerichtet ist.

11. Höhensimulationsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterdruckeinrichtung

(9) eine Vakuumpumpe (9A) aufweist.

12. Höhensimulationsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Frischluftanlage (20) zum Nachströmen von Frischluft in die Höhensimulationskammer vorgesehen ist.

13. Höhensimulationsvorrichtung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Frischluftanlage (20) ein Messelement, beispielsweise eine Messblende, zur Erfassung der Durchflussmenge der Frischluft und ein Steuerventil zur Einstellung der Durchflussmenge der Frischluft aufweist.

14. Höhensimulationsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein mobiles Stromaggregat

(10) vorgesehen ist.

15. Verfahren zur Höhensimulation für das Training von Mensch 14 und/oder Tier, mit den Schritten:

Vorsehen einer Höhensimulationskammer mit einem Trainingsgerät (7) , insbesondere einem Laufband,

Erzeugen eines Unterdrucks in der Höhensimulationskammer, dadurch gekennzeichnet, dass als Höhensimulationskammer ein Mobilcontainer (2) verwendet wird .

16. Transportwagen, insbesondere Tieflader (4) , mit einer Höhensimulationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15.

17. Transportwagen, insbesondere Tieflader (4) , nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Höhe des Transportwagens mit der Höhensimulationsvorrichtung (1) weniger als 4,30 Meter beträgt.

Description:
Höhensimulationsvorrichtung für Mensch und/oder Tier

Die Erfindung betri f ft eine Höhensimulationsvorrichtung für Mensch und/oder Tier, aufweisend : eine Höhensimulationskammer mit einem Trainingsgerät , insbesondere einem Laufband, eine Unterdruckeinrichtung zur Erzeugung eines Unterdrucks in der Höhensimulationskammer .

Weiters betri f ft die Erfindung ein Verfahren zur Höhensimulation beim Training von Mensch und/oder Tier, mit den Schritten :

Vorsehen einer Höhensimulationskammer mit einem Trainingsgerät, insbesondere einem Laufband,

Erzeugen eines Unterdrucks in der Höhensimulationskammer .

Schließlich betri f ft die Erfindung einen Transportwagen, insbesondere einen Tieflader, mit einer Höhensimulationsvorrichtung .

Weltweit gibt es eine Vielzahl von Höhentrainingsangeboten, welche auf dem Prinzip des leichten Sauerstof fmangels in der Atemluft beruhen . Dieser Zustand wird normobare Hypoxie genannt . Um das zu erreichen, wird mit speziellen Generatoren bzw . durch das Mischen mit anderen Gasen, welche den Sauerstof fanteil verdünnen ( i . d . R . Stickstof f ) , ein Luftgemisch mit reduziertem Sauerstof fanteil hergestellt , welches über Masken oder in Zelten eingeatmet wird . Diese Methoden sind sowohl für den humanen als auch den Veterinärbereich verfügbar und werden auch normobares Hypoxietraining genannt . Nachteilig daran ist j edoch, dass bei einem normobaren Hypoxietraining nicht alle physiologischen Adaptierungsmechanismen in gleicher Weise trainiert werden wie bei einem Höhentraining, bei dem in der Höhe ein geringerer atmosphärischer Druck herrscht .

Darüber hinaus wurde im ehemaligen Bundesleistungszentrum Kienbaum der DDR eine Unterdruckhalle gebaut , welche im Stande war, verschiedene Trainingshöhen mit verändertem Luftdruck zu simulieren ( siehe https : / /de . wikipedia . org/wiki/H%C3%B6hentraining) . Die Räume hatten die Abmessungen eines Turnsaales und werden heute als Museum geführt . In Bozen wurde für Forschungs- , Test- und Trainingszwecke das TerraXCube entwickelt und gebaut (https : / /de . Wikipedia . org/wiki/TerraXcube ) . Diese Großanlage ist sowohl für den Test von Maschinen und Apparaten als auch für den humanen Einsatz für alle Klima- und Höhenbedingungen geeignet .

Das Training bei simulierten Luftdrücken wird hypobares Training genannt und konnte bisher nur mit Großanlagen stationär umgesetzt werden . Somit war der Einsatzbereich dieser Großanlagen sehr beschränkt .

Demgegenüber hat die Erfindung zur Aufgabe, zumindest einzelne Nachteile des Standes der Technik zu lindern oder zu beseitigen . Die Erfindung setzt sich vorzugsweise zum Ziel , den Anwendungsbereich des hypobaren Trainings zu erweitern .

Diese Aufgabe wird durch eine Höhensimulationsvorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 1 , ein Verfahren mit den Schritten von Anspruch 15 und einen Transportwagen, insbesondere Tieflader, mit den Merkmalen von Anspruch 16 gelöst .

Erfindungsgemäß ist die Höhensimulationskammer durch einen Mobilcontainer gebildet .

Dank des transportierbaren Mobilcontainers kann die Höhensimulation erfindungsgemäß nicht nur an einem fixen Standort durchgeführt werden, sondern der Mobilcontainer kann, insbesondere mittels Lastkraftwagen und einem Transportwagen wie einem Tieflader, zu verschiedenen Standorten transportiert und zum Einsatz gebracht werden . Vorzugsweise ist ein autarker Mobilcontainer vorgesehen, der unabhängig von der vorhandenen Infrastruktur am Einsatzort und mit eigener Energieversorgung betrieben werden kann . Mit dem Mobilcontainer können neue Anwendungsbereiche für das hypobare Training in der Höhensimulationskammer erschlossen werden . Beispielsweise kann der Mobilcontainer vor Ort bei einem Gestüt oder einer Trainingsanlage für Sportpferde oder beim der Training von Rennkamelen verwendet werden . Ein stressbelasteter Transport der Tiere zur Höhensimulationskammer kann so vermieden werden . Weiters kann der Aufwand für die Höhensimulation reduziert werden . Bei einer bevorzugten Aus führungs form ist ein quaderförmiger Mobilcontainer vorgesehen, welcher bevorzugt länger als breit ist .

Für die Zwecke dieser Of fenbarung beziehen sich die Orts- und Richtungsangaben, wie „oben" , „unten" , „hori zontal" , „vertikal" , auf den bestimmungsgemäßen Gebrauchs zustand der Höhensimulationsvorrichtung auf einer ebenen, hori zontalen Abstell fläche .

Um einen Straßentransport des Mobilcontainers vorzugsweise ohne Begleit fahrzeug, insbesondere im Einklang mit der österreichischen und deutschen Rechtslage , zu ermöglichen, ist es günstig, wenn der Mobilcontainer eine maximale Breite gleich oder weniger als 3 , 5 Meter, insbesondere gleich oder weniger als 3 Meter, aufweist . Diese Aus führung ermöglicht es , die Höhensimulationsvorrichtung auf der Straße zum Einsatzort , insbesondere mit einem LKW und Tieflader, zu transportieren . Die Höhe des Transportbehälters beträgt vorzugsweise weniger als 3 , 9 Meter Die Länge des Transportbehälters beträgt vorzugsweise zwischen 7 , 5 Meter und 10 Meter, insbesondere im Wesentlichen 9 , 5 Meter .

Um die Höhensimulationsvorrichtung in Form des Mobilcontainers auf einen Transportwagen heben zu können, ist es günstig, wenn der Mobilcontainer eine Halterung, beispielsweise eine Öse , zur Anbringung einer Hebevorrichtung, aufweist . Bei einer bevorzugten Aus führungs form sind mehrere , insbesondere vier, Halterungen, insbesondere Ösen, vorgesehen . Die Ösen sind bevorzugt derart ausgebildet , dass das Gesamtgewicht der Höhensimulationskammer und aller Einbauten mit den vier Ösen aufgenommen werden kann . Bei einer weiteren bevorzugten Aus führung ist die Halterung, insbesondere die zumindest eine Öse , über eine lösbare Verbindung am Mobilcontainer befestigt . Dadurch kann die Halterung für den Transport abgenommen werden, um die maximale Transporthöhe auf der Straße nicht zu überschreiten .

Um einen sicheren Straßentransport der Höhensimulationsvorrichtung zu ermöglichen, ist es weiters von Vorteil , wenn der Mobilcontainer eine Befestigungseinrichtung, beispielsweise Befesti- gungsösen, zur Befestigung des Mobilcontainers an einem Transportwagen, insbesondere an einem Tieflader, aufweist . Die Bef estigungsösen können an dem Mobilcontainer fest verschraubt sein . Vorzugsweise sind mehrere , insbesondere vier, Befesti- gungsösen vorgesehen . Die Bef estigungsösen können den statischen und dynamischen Kräften standhaf ten und den Anforderungen eines sicheren Transportes genügen . Dafür sind die Bef estigungsösen bevorzugt so angebracht und dimensioniert , dass an zumindest vier Stellen hori zontale Bewegungen des Mobilcontainers in Längs- und Querrichtung ausgeschlossen werden können .

Bei umfassenden Praxistests hat sich gezeigt , dass herkömmliche Transportcontainer für den Einsatz als Höhensimulationskammer ungeeignet waren . So wurde insbesondere beobachtet , dass der ständige Unterdrück im Betrieb der Höhensimulationskammer zu Verformungen des Transportcontainers führte , welche die Funktion der Höhensimulationskammer beeinträchtigten oder gar eine Stillsetzung erforderlich machten . Aus diesen Gründen ist es günstig, wenn der Mobilcontainer eine Verstärkungsstruktur mit in Längsrichtung verlaufenden Längsträgern und/oder in Querrichtung verlaufenden Querträgern und/oder in Höhenrichtung verlaufenden Vertikalträgern aufweist . Bei einer besonders bevorzugten Ausführung weist der Mobilcontainer vier horizontale Längsträger ( d auf , welche über eine Mehrzahl von hori zontalen Querträgern und Vertikalträgern miteinander verbunden sind . Die Längsträger können beispielsweise als Formrohre ausgebildet sein . Die Querträger und die Vertikalträger können als Profile , beispielsweise I - Profile , ausgebildet sein .

Bevorzugt weist der Mobilcontainer eine Eingangstür und eine Ausgangstür auf , wobei sich die Eingangstür bevorzugt auf der einen Stirn- bzw . Schmalseite des Mobilcontainers und die Ausgangstür auf der anderen, gegenüberliegenden Stirn- bzw . Schmalseite des Mobilcontainers befindet . Um dem Unterdrück standzuhalten, können die Eingangs- und die Ausgangstür mit Verstei fungen ausgeführt sein . Weiters sind bevorzugt lüft- und unterdruckdichte Abdichtungen, insbesondere mit Mehrkammerdichtungen, vorgesehen, um den Unterdrück im Inneren des Mobilcontainers auf recht zuerhalten .

Darüber hinaus ist es vorteilhaft , wenn der Mobilcontainer eine Innenhülle aufweist , welche mit der Verstärkungsstruktur im Wesentlichen luftdicht verbunden, insbesondere verschweißt , ist . Weiters kann der Mobilcontainer eine Außenhülle aufweisen, so dass die Verstärkungsstruktur zwischen der Außen- und der Innenhülle verborgen ist . Bei einer bevorzugten Aus führung ist eine Wärmeisolierung zwischen der Innen- und der Außenhülle eingebaut . Die Außenhülle schützt die Wärmeisolierung und dient vorzugsweise auch dem Witterungs- und Wetterschutz .

Um den Geräuschpegel im Inneren der Höhensimulationsvorrichtung zu senken, ist es günstig, wenn der Mobilcontainer an der Innenseite Schalldämmelemente aufweist . Weiters können in Frischluft- und Vakuumleitungen Schalldämpfer eingebaut sein . Die Eingangsund die Ausgangstür weisen bevorzugt ebenfalls Schalldämmelemente an der Innenseite auf .

Vor allem beim Training von Tieren ist es wesentlich, eine Überhitzung zu vermeiden . Deshalb ist es günstig, wenn die Höhensimulationskammer eine Klimaanlage aufweist .

Bei einer bevorzugten Aus führungs form weist die Höhensimulationskammer weiters ( zumindest ) ein Gebläse zur Erzeugung eines Gegenwindes aufweist . Das Gebläse kann mehrere Umluftventilatoren, beispielsweise acht Umluftventilatoren, aufweisen, mit welchen das Luftvolumen im Inneren des Mobilcontainers umgewäl zt wird . In einer bevorzugten Aus führung wird die Strömungsgeschwindigkeit des Gebläses an einen Betriebs zustand des Trainingsgeräts , beispielsweise an die Geschwindigkeit des Laufbands , angepasst . Damit kann der Gegenwind insbesondere entsprechend der Lauf geschwindigkeit simuliert und zudem für eine ausreichende Kühlung gesorgt werden . Zur Anpassung der Strömungsgeschwindigkeit können die Ventilatoren verstellbare Düsen aufweisen .

Für ein ef fektives Training ist es günstig, wenn die Unterdruckeinrichtung zur Erzeugung eines Luftdrucks von weniger als 900 mbar, vorzugsweise weniger als 800 mbar, insbesondere weniger als 750 mbar, beispielsweise im Wesentlichen 700 mbar, im Inneren des Mobilcontainers eingerichtet ist . Dadurch wird ein Unterdrück im Mobilcontainer erzeugt . Beispielsweise entspricht ein Luftdruck von 700 mbar (bzw . 700 hPa ) dem Luftdruck auf ca . 3000 Meter Seehöhe .

Zur Erzeugung des Unterdrucks im Inneren des Mobilcontainers ist es günstig, wenn die Unterdruckeinrichtung eine Vakuumpumpe aufweist . Je nach Aus führung kann die Vakuumpumpe beispielsweise an einer Rückwand des Mobilcontainers angebracht sein . Die Vakuumpumpe kann mit einem Frequenzumrichter zur Herstellung vorgewählter Unterdrücke betrieben werden .

Um die Frischluftversorgung für die im Inneren des Mobilcontainers befindlichen Menschen bzw . Tiere zu gewährleisten, ist bevorzugt eine Frischluftanlage zum Nachströmen von Frischluft in die Höhensimulationskammer vorgesehen . Bevorzugt ist eine passive Frischluftanlage vorgesehen, bei welcher das Nachströmen von Frischluft ins Innere des Mobilcontainers über den Di f ferenzdruck zwischen der Umgebung des Mobilcontainers und dem Inneren des Mobilcontainers und insbesondere ohne Motor bewirkt wird .

Bei einer bevorzugten Aus führung weist die Frischluftanlage ein Messelement , beispielsweise eine Messblende , zur Erfassung der Durchflussmenge der Frischluft und ein Steuerventil zur Einstellung der Durchflussmenge der Frischluft ins Innere des Mobilcontainers auf .

Um einen autarken Betrieb der Höhensimulationsvorrichtung unabhängig von der vorhandenen Infrastruktur am Einsatzort zu ermöglichen, ist bevorzugt ein mobiles Stromaggregat vorgesehen .

Die Höhensimulationsvorrichtung weist bevorzugt eine Klimaanlage auf , mit welcher eine Raumtemperatur von vorzugsweise 15 bis 30 ° C im Inneren des Mobilcontainers eingestellt werden kann .

Bei einer bevorzugten Aus führungs form ist weiters eine Steuereinheit vorgesehen sein, mit welcher die Unterdruckeinrichtung zur Einstellung der simulierten Trainingshöhe und/oder das Steuerventil der Frischluftanlage zur Einstellung der nachströmenden Frischluftmenge und/oder die Klimaanlage zur Einstellung der Temperatur im Inneren des Mobilcontainers und/oder das mobile Stromaggregat und/oder das Trainingsgerät zur Einstellung eines Betriebszustands des Trainingsgeräts, insbesondere einer Laufgeschwindigkeit, und/oder das Gebläse zur Einstellung der Strömungsgeschwindigkeit des Gegenwindes, insbesondere abhängig von dem Betriebszustand des Trainingsgeräts, gesteuert wird.

Für den Transport zum Einsatzort kann die Höhensimulationsvorrichtung auf einen Transportwagen, insbesondere auf einen Tieflader, gehievt werden. Ein Tieflader ist ein Transportwagen mit tief liegender Ladefläche. Der Tieflader kann als Anhänger oder Auflieger eines Lastkraftwagens ausgebildet sein.

Um den Straßentransport zu ermöglichen, ist es günstig, wenn die maximale Höhe des Transportwagens mit der Höhensimulationsvorrichtung weniger als 4,30 Meter beträgt.

Bei einer bevorzugten Aus führungs form ist weiters eine Sicher- heitseinrichtung, insbesondere eine Not-Aus-Einrichtung, für die Unterdruckeinrichtung vorgesehen. Weiters kann eine Berstscheibe vorgesehen sein, welche bei Unterschreiten eines kritischen Unterdrucks zerbirst.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels weiter beschrieben.

Fig. 1 zeigt eine Höhensimulationsvorrichtung in Form eines Mobilcontainers beim Transport auf einem Tieflader.

Fig. 2 zeigt einen Horizontalschnitt durch den Mobilcontainer für das Höhensimulationstraining.

Fig. 3 zeigt einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2.

Fig. 4 zeigt einen Schnitt entlang der Linie IV-IV in Fig. 2.

Fig. 5 zeigt einen Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. 2.

Fig. 6 zeigt einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 2.

Fig. 7 zeigt eine Rückansicht des Mobilcontainers. Fig . 8 zeigt eine Vorderansicht des Mobilcontainers .

Fig . 9 zeigt eine Verstärkungsstruktur für den Mobilcontainer .

Fig . 10 zeigt ein mobiles Stromaggregat zur Stromversorgung des Mobilcontainers .

Fig . 1 zeigt eine mobile Höhensimulationsvorrichtung 1 , welche für das hypobare Training von Menschen, vor allem aber von Tieren wie Pferden oder Kamelen, genutzt werden kann . Die Höhensimulationsvorrichtung 1 weist eine Höhensimulationskammer auf , welche in der gezeigten Aus führung durch einen quaderförmigen Mobilcontainer 2 mit einer maximalen Breite von weniger als 3 , 5 Metern, einer Länge von 9 , 5 Metern und einer Höhe von 3 , 9 Metern gebildet ist . Der Mobilcontainer 2 weist eine Halterung 3 , in der gezeigten Aus führung mit Ösen 3A an den oberen Eckbereichen des Mobilcontainers (vgl . Fig . 3 ) , zur Anbringung einer Hebevorrichtung, beispielsweise eines Krans (nicht gezeigt ) , auf , mit welcher der Mobilcontainer 2 auf einen Tieflader 4 gehievt werden kann . Auf dem Tieflader 4 wird der Mobilcontainer 2 mit Hilfe einer Befestigungseinrichtung 5 , beispielsweise Befesti- gungsösen, transport fest fixiert . Der Tieflader 4 samt Höhensimulationsvorrichtung 1 kann mit einem LKW 6 zum Einsatzort gebracht werden . Anschließend kann der Mobilcontainer 2 vom Tieflader 4 gehoben werden .

Im Inneren des Mobilcontainers 2 ist ein Trainingsgerät 7 , hier ein Laufband für Pferde , vorgesehen . Über dem Laufband ist eine Hängeschlaufe 8 für das Pferd angebracht , um Trainingsunfälle zu verhindern .

Um ein hypobares Training zu ermöglichen, ist eine Unterdruckeinrichtung 9 vorgesehen, mit welcher das Innere des Mobilcontainers 2 auf einen Unterdrück von beispielsweise weniger als 300 mbar gebracht werden kann . In der gezeigten Aus führung weist die Unterdruckeinrichtung 9 eine Vakuumpumpe 9A auf . Weiters ist ein mobiles Stromaggregat 10 (vgl . Fig . 10 ) vorgesehen, mit welchem unter anderem die Unterdruckeinrichtung 9 betrieben wird . Das Stromaggregat kann mit demselben oder einem anderen Transportwagen zum Einsatzort gebracht werden . Um den Belastungen durch den Unterdrück standhalten zu können, weist der Mobilcontainer 2 eine Verstärkungsstruktur 11 (vgl . Fig . 9 ) auf . Die Verstärkungsstruktur 11 weist vier in Längsrichtung ( d . h . beim Transport in Geradeaus fahrt in Fahrtrichtung) verlaufende Längsträger 12 auf , welche die oberen und die unteren Längsränder des Mobilcontainers 2 bilden . Bevorzugt sind die Längsträger 12 durch Formrohre gebildet . Darüber hinaus weist die Verstärkungsstruktur 11 j eweils eine Mehr- oder Vielzahl von oberen und unteren Querträgern 13 auf , welche in horizontalen Ebenen quer zu den Längsträgern 12 verlaufen . Die oberen Querträger 13 verbinden die oberen Längsträger 12 miteinander . Die unteren Querträger 13 verbinden die unteren Längsträger 12 miteinander . Darüber hinaus weist die Verstärkungsstruktur 11 Vertikalträger 14 auf , welche j eweils einen oberen und einen unteren Längsträger 12 miteinander verbinden . Bevorzugt befinden sich die Vertikalträger 12 an denselben Längspositionen wie die Querträger 13 .

Der Mobilcontainer 2 weist zudem eine voll flächige Innenhülle 15 (vgl . Fig . 1 ) auf , welche mit der Verstärkungsstruktur 11 im Wesentlichen luftdicht verbunden, insbesondere verschweißt , ist . Außenseitig ist eine voll flächige Außenhülle 16 vorgesehen ( schematisch in Fig . 3 ersichtlich) . Die Verstärkungsstruktur 11 ist zwischen der Innenhülle 15 und der Außenhülle 15 angeordnet . Zwischen der Innen- und Außenhülle kann in den Leerbereichen der Verstärkungsstruktur 11 eine Wärme- und Kälteisolierung 27 eingebaut werden .

An der einen Stirnseite des Mobilcontainers 2 (bezogen auf die Fahrtrichtung bei Geradeaus fahrt an der Hinterseite ) ist eine Eingangstür 17 (vgl . Fig . 7 ) , an der anderen Stirnseite des Mobilcontainers 2 (bezogen auf die Fahrtrichtung bei Geradeausfahrt an der Vorderseite ) eine Ausgangstür 18 (vgl . Fig . 8 ) vorgesehen . Die Eingangstür 17 ist einem an allen Seiten umlaufenden Verstärkungsrahmen 17A der Verstärkungsstruktur 11 vorgesehen . Entsprechend ist die Ausgangstür 18 in einem an allen Seiten umlaufenden Verstärkungsrahmen 18A der Ausgangstür 18 vorgesehen . Zur lüft- und vakuumtauglichen Abdichtung können geeignete Dichtungen verbaut werden . Die Höhensimulationskammer weist zudem ein Gebläse 19 , beispielsweise mit mehreren Umluftventilatoren 19A, zum Umwälzen des Luftvolumens im Inneren des Mobilcontainers 2 auf . Die Strömungsgeschwindigkeit kann automatisch der Lauf geschwindigkeit des Laufbandes angepasst werden . Damit wird Gegenwind entsprechend der Lauf geschwindigkeit simuliert und gleichzeitig wird Kühlluft über das Laufband geführt . Am Austritt der Ventilatoren sind Düsen 19B angebracht , mit welchen die Strömungsrichtung verändert und angepasst werden kann . Je nach Aus führung kann die Windgeschwindigkeit auch manuell gewählt und voreingestellt werden .

Weiters ist eine Frischluftanlage 20 zum Nachströmen von Frischluft in die Höhensimulationskammer vorgesehen . Die Frischluftanlage kann ein Messelement , beispielsweise eine Messblende , zur Erfassung der Durchflussmenge der Frischluft und ein Steuerventil zur Einstellung der Durchflussmenge der Frischluft aufweisen . Zu Reduzierung der Strömungsgeräusche kann ein Schalldämpfer 26 eingesetzt werden .

Weiters kann die Höhensimulationskammer zumindest eine Sicher- heitseinrichtung aufweisen . In der gezeigten Aus führung ist ein Not-Aus-Schalter 21 für die gesamte Anlage vorgesehen . Weiters ist zumindest eine Berstscheibe 22 vorhanden, welche bei Unterschreiten eines kritischen Unterdrucks zerbirst .

Weiters kann die Höhensimulationskammer eine Klimaanlage 23 mit einem Außengerät 23A (vgl . Fig . 1 ) und einem Innengerät 23B (vgl . Fig . 3 ) aufweisen, um die Raumluft im Mobilcontainer 2 einzustellen .

In der gezeigten Aus führung ist eine Steuereinheit 24 in einem Schaltschrank 25 (vgl . Fig . 3 ) angeordnet . Mit der Steuereinheit 24 können die oben beschriebenen Einrichtungen gesteuert werden .

Weiters kann der Mobilcontainer an der Innenseite Schalldämmelemente 26A (vgl . Fig . 2 ) aufweisen .

Am Einsatzort kann folgendes Verfahren zur Ermöglichung eines hypobaren Trainingsdurchgeführt werden : Vorsehen einer Höhensimulationskammer mit einem Trainingsgerät, insbesondere einem Laufband,

Erzeugen eines Unterdrucks in der Höhensimulationskammer, welche als Mobilcontainer ausgeführt ist .