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Title:
APPARATUS AND METHOD FOR CONVEYING AND SORTING ARTICLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/037610
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention discloses an apparatus (2) and a method for conveying and sorting articles (4a-c). The apparatus (2) comprises a link conveyor (6), having link elements (8), pushing-off elements (10a-c) and drive elements, and also comprises a control device. The link conveyor (6) runs along a belt-movement line (16) and has along the belt-movement line (6) link elements (8) which are arranged to follow one after the other and form a conveying surface (18) for the articles (4a-c). In each case one pushing-off element (10a-c) can be arranged on one of the link elements (8), above the conveying surface (18), and therefore the pushing-off element (10a-c) runs along the belt-movement line (16) together with the link element (8), and said pushing-off element (10a-c) can be moved, and stopped, along a pushing-off-line (20), which is arranged substantially transversely to the belt-movement line (16). The drive elements each drive one or more pushing-off elements (10a-c) individually, and therefore the operations of moving and stopping these pushing-off elements (10a-c), which are arranged to follow one after the other, are independent of one another.

Inventors:
ENENKEL PETER (DE)
Application Number:
EP2020/073112
Publication Date:
March 04, 2021
Filing Date:
August 18, 2020
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AG (DE)
International Classes:
B65G43/08; B07C3/08; B65G47/50; B65G47/71; B65G47/84; B65G47/96; B65G54/02
Domestic Patent References:
WO2014159317A12014-10-02
WO1998044774A21998-10-15
Foreign References:
EP1422173A12004-05-26
JP2010202324A2010-09-16
JPH10245115A1998-09-14
JPH09110149A1997-04-28
Attorney, Agent or Firm:
MAIER, Daniel (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung (2) zum Fördern und Sortieren von Stückgütern (4), umfassend einen Gliedertörderer (6), welcher Gliederele mente (8), Abschiebelemente (10) und Antriebelemente (12) aufweist, und eine Steuereinrichtung (14), wobei a) der Gliedertörderer (6) ausgestaltet ist, entlang einer Bandbewegungslinie (16) zu laufen und entlang der Bandbewe gungslinie (16) einander nachfolgend angeordnete, eine För derfläche (18) für die Stückgüter (4) ausbildende Gliederele mente (8) aufweist; b) jeweils ein Abschiebelement (10) auf einem der Gliederele mente (8) oberhalb der Förderfläche (18) anordenbar ist, so dass das Abschiebelement (10) gemeinsam mit dem Gliederele ment (8) entlang der Bandbewegungslinie (16) läuft, und die ses Abschiebelement (10) entlang einer Abschieblinie (20), welche auf dem Gliederelement (8) in einem Winkel, insbeson dere im Wesentlichen quer zur Bandbewegungslinie (16) zwi schen einer ersten und einer zweiten Seite (22a, 22b) des Gliederelements (8) angeordnet ist, bewegbar und anhaltbar ist; c) die Antriebelemente (12) ausgestaltet sind, jeweils ein o- der mehrere Abschiebelemente (10) individuell anstcucrbar an zutreiben, wobei mindestens zwei entlang der Bandbewegungsli nie (16) einander nachfolgend angeordnete Abschiebelemente (10) von unterschiedlichen Antriebelementen (12) antreibbar sind, so dass Bewegen und Anhalten dieser einander nachfol gend angeordneten Abschiebelemente (10) voneinander unabhän gig ist; d) die Steuereinrichtung (14) ausgestaltet ist zur Ansteue rung des Laufens des Gliederförderers (6) und der Antriebele mente (12).

2. Vorrichtung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gliederelemente (8) auf einer zwischen ihrer ersten und zweiten Seite (22a, 22b), vorzugsweise im Wesentlichen mittig, angeordneten Führungsschiene oder seitlich auf zwei entlang der Bandbewegungsrichtung angeordneten Führungsschie nen gelagert sind.

3. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass einander nachfolgend angeordnete Gliederelemente (8) hinter einander angeordnet und/oder gleitend einander überlappend, insbesondere schäftungsartig, und/oder ineinander greifend ausgestaltet sind.

4. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschiebelemente (10) und die Gliederelemente (8) ausge staltet sind nutenführungsartig und/oder umgriffführungsartig ineinander zu greifen.

5. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschiebelemente (10) auf Höhe oder unterhalb der Förder fläche (18) absenkbar ausgestaltet sind.

6. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebelemente (12) als Linearantriebe ausgestaltet sind, vorzugsweise umfassend eine Spindel, die ausgestaltet ist bei ihrer Drehung das Abschiebelement (10) entlang der Abschieblinie (20) des Gliederelements (8) zu bewegen.

7. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschiebelemente (10) arretierbar ausgestaltet sind.

8. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (14) ausgestaltet ist zur Ansteuerung der Vorrichtung (2), insbesondere der Abschiebelemente (10), in Antwort auf Position und Bewegung der Gliederelemente (8), der Abschiebelemente (10) und der Stückgüter (4).

9. Verfahren zum Fördern und Sortieren von Stückgütern (4) umfassend die Verfahrensschritte: a) Auflage eines Stückguts (4) auf einem oder mehreren ent lang einer Bandbewegungslinie (16) einander nachfolgend ange ordneten, eine Förderfläche (18) für die Stückgüter (4) aus bildenden Gliederelementen (8) eines Gliedertörderers (6), wobei auf jeweils einem Gliederelement (8) ein Abschiebele ment (10) oberhalb der Förderfläche (18) anordenbar ist; b) Laufen des Gliedertörderers (6) entlang der Bandbewegungs linie (16); c) individuell angesteuertes Bewegen und Anhalten eines oder mehrerer Abschiebelemente (10) entlang einer jeweiligen Ab schieblinie (20), wobei die Abschieblinie (20) auf dem jewei ligen Gliederelement (8) in einem Winkel, insbesondere im We sentlichen quer zur Bandbewegungslinie (16) zwischen einer ersten und zweiten Seite (22a, 22b) des Gliederelements (8) angeordnet ist und wobei mindestens zwei entlang der Bandbe wegungslinie (16) einander nachfolgend angeordnete Abschie belemente (10) voneinander unabhängig ansteuerbar sind.

10. Verfahren nach Anspruch 9, zudem umfassend die Verfah rensschritte a) Erfassen von Position und/oder Form des Stückguts (4) auf der Förderfläche (18); b) Ansteuern des Laufens des Gliederförderers (6) entlang der Bandbewegungslinie (16) und/oder des Bewegens und Anhaltens der Abschiebelemente (10) in Antwort auf die erfasste Posi tion und/oder Form des Stückguts (4).

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 10, dadurch ge kennzeichnet, dass das Anhalten eines oder mehrerer Abschiebelemente (10) er folgt, solange das Stückgut (4) noch auf dem oder den Glie derelementen (8) dieses oder dieser Abschiebelemente (10) aufliegt .

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, zudem umfas send den Verfahrensschritt gegenläufiges Bewegen der Abschiebelemente (10) einander nachfolgend angeordneter Gliederelemente (8) hin zu einem auf diesen Gliederelementen (8) aufliegenden Stückgut (4) und An halten dieser Abschiebelemente (10), so dass ein Stückgut (4) von diesen Abschiebelementen (10) in seiner Bewegung einge schränkt ist.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, zudem umfas send den Verfahrensschritt

Bewegen eines Stückguts (4) entlang der Abschieblinie (20) durch ein oder mehrere Abschiebelemente (10).

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, zudem umfas send den Verfahrensschritt

Arretieren eines Abschiebelements (10).

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, zudem umfas send den Verfahrensschritt Absenken eines Abschiebelements (10) auf Höhe oder unterhalb der Förderfläche (18).

Description:
Vorrichtung und Verfahren zum Fördern und Sortieren von Stückgütern

Die vorliegende Erfindung betrifft das technische Gebiet ei ner Fördervorrichtung zum Sortieren von Stückgütern.

Durch die starke Zunahme des Versandhandels gab es im Mixed- Mail-Bereich eine starke Zunahme des Sendungsvolumens insge samt und an Sendungen unterschiedlicher Größe, denn bedingt durch die Zunahme des automatisierten Versands gibt es immer weniger Konsolidierung versendeter Güter. Die Zuwachsraten für das Aufkommen von Kleingutsendungen werden in den nächs ten Jahren mit über 20 Prozent pro Jahr abgeschätzt. Im We sentlichen handelt es sich hierbei um B2C E-Commerce Päckchen mit sehr heterogenen und lageinstabilen Verpackungen. Insge samt wird ein Anteil im Stückgutaufkommen von über 50 Prozent prognostiziert. Häufig sind diese Kleingutsendungen mangel haft verpackt (beweglicher Schwerpunkt innerhalb der Verpa ckung, empfindliches Verpackungsmaterial, ...), so dass eine unsanfte Behandlung die Gefahr von Beschädigung des Stück guts, seiner Verpackung und der Fördervorrichtung erhöht.

Eine effiziente, gutschonende und - um Erweiterungen beste hender Sortierzentren zu vermeiden - zudem möglichst platz sparende Durchführung von Sortierprozessen ist von hoher Be deutung für die Effizienz und Zuverlässigkeit der gesamten Versandkette .

Ein bekanntes Sortiersystem, das durch einen Formschluss ein sicheres Abgeben inhomogener Ware an Endstellen ermöglicht, ist der Schuhsorter. Aktuelle Schuhsorter sind bisher reine Linearsorter mit einem Rücklauf auf der Unterseite und sind weder raum-, noch kurvengängig. Daher ist die Anzahl der End stellen sehr begrenzt. Ein typischer Schuhsorter umfasst ein umlaufendes Förderband, welches in einer Hauptförderrichtung hintereinander angeord nete Segmente aufweist. Schuhsorter sind Linearförderer. Auf jedem Segment ist jeweils ein kulissengeführtes Abschiebele ment („Schuh") quer zur Hauptförderrichtung beweglich ange bracht um Güter seitlich auszuschleusen. Eine im Förderrahmen unter dem Förderband angeordnete Spurführungsanordnung führt die Abschiebeelemente von einer Seite auf die andere Seite über das Förderband wenn das Förderband in Förderrichtung an getrieben wird. Hierzu weisen die Abschiebeelemente unter der Förderfläche Stifte auf, die weichenartig in die Spurfüh rungsanordnung eingefädelt werden. Die Abschiebelemente wer den von dem Förderband selber angetrieben und die Sendungs länge bestimmt, wie viele Abschiebeelemente weichenartig von der Spurführungsanordnung abgelenkt werden. Hintereinander angeordnete Schuhe laufen daher gänsemarschartig hintereinan der diagonal um ein Gut seitlich auszuschleusen. Für jede Endstelle muss es eine Spurführungsanordnung geben.

Alternativ ist es auch möglich, kleinere Segmente und Ab schiebeelemente zu realisieren und mehrere Spurführungsanord- nungen je Endstelle vorzusehen, so dass alle einer Endstelle zugeordneten Abschiebelemente zeitgleich quer bewegt werden, so dass keine Verdrehung des auszuschleusenden Guts auftritt. Für jede Endstelle muss es dann mehrere Spurführungsanordnun- gen geben.

Im Zuge der Automatisierung der Sortierprozesse wird eine Vollautomatisation des Prozesses auf möglichst viele Endstel len angestrebt (One Touch). Will man hierzu einen mehrstufi gen bzw. sequenziellen und somit durchsatzmindernden Sortier prozess vermeiden, müssen hierzu sehr viele Endstellen auf kleinstem Raum realisiert werden können. Dies ist wiederum nur durch Systeme zu erreichen, die eine Anordnung der Endstellen und der Fördertechnik über mehrere Ebenen auf kleiner Fläche ermöglichen und somit raumgängig sind.

Die existierenden Lösungen sind unflexibel, da die Art und Anzahl der Spurführungsanordnung die Anzahl an Endstellen be stimmt. Somit kann die Anzahl an Endstellen nicht flexibel an eine spezifische Sortiersituation angepasst werden. Die Ab schiebelemente von Schuhsortern können nur stetig von einer Seite auf die andere Seite des Förderbandes bewegt werden.

Die Bewegungen der Schuhe von pingesteuerten Schuhsortern können nur an bestimmten Punkten ausgelöst werden, ein Anhal ten eines Schuhs mittig auf der Förderfläche ist nicht mög lich. Förderer mit separat ansteuerbaren Fördersegmenten (Ku gelrollenförderer o.ä.) sind für Kleingutsendungen nicht ge eignet, da diese aufgrund ihrer Inhomogenität nicht genügend gleichmäßig auf deren Förderfläche aufliegen, um kontrolliert bewegt werden zu können.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Förder- und Sortiervorrichtung bereitzustel len. Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung und ein Verfahren mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche.

Die erfindungsgemäße Lösung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern und Sortieren von Stückgütern umfassend einen Glie derförderer, welcher Gliederelemente, Abschiebelemente und Antriebelemente aufweist, und eine Steuereinrichtung. Der Gliedertörderer ist ausgestaltet, entlang einer Bandbewe gungslinie zu laufen und weist entlang der Bandbewegungslinie einander nachfolgend angeordnete, eine Förderfläche für die Stückgüter ausbildende Gliederelemente auf. Jeweils ein Ab schiebelement ist auf einem der Gliederelemente oberhalb der Förderfläche anordenbar, so dass das Abschiebelement gemeinsam mit dem Gliederelement entlang der Bandbewegungsli nie läuft, und dieses Abschiebelement entlang einer Abschieb linie, welche auf dem Gliederelement in einem Winkel, insbe sondere im Wesentlichen quer zur Bandbewegungslinie zwischen einer ersten und einer zweiten Seite des Gliederelements an geordnet ist, bewegbar und anhaltbar ist. Die Antriebelemente sind ausgestaltet, jeweils ein oder mehrere Abschiebelemente individuell anzutreiben, wobei mindestens zwei entlang der Bandbewegungslinie einander nachfolgend angeordnete Abschie belemente von unterschiedlichen Antriebelementen antreibbar sind, so dass Bewegen und Anhalten dieser einander nachfol gend angeordneten Abschiebelemente voneinander unabhängig ist. Die Steuereinrichtung ist ausgestaltet zur Ansteuerung des Laufens des Gliederförderers und der Antriebelemente.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Unter einer Anordnung des Abschiebelements oberhalb der För derfläche soll verstanden werden, dass der mit dem Stückgut in Berührung kommende Teil des Abschiebelements oberhalb der Förderfläche angeordnet ist, eine Ausdehnung unterhalb der Förderfläche zur Führung, zum Antrieb und/oder zur Befesti gung des Abschiebelements ist selbstverständlich möglich.

Die Gliederelemente erstrecken sich jeweils über eine Breite des Gliederförderers. Die Bandbewegungslinie beschreibt den Förderweg des Gliederförderers. Wenn der Gliederförderer ein reiner Linearförderer ohne Kurven ist, handelt sich um eine einzige Transportrichtung, andernfalls um mehrere.

Das entlang der Breite des Gliedertörderers, zwischen der ersten und zweiten Seite des Gliederelements bewegbare Ab schiebelement kann schienenartig entlang der Abschieblinie seines zugehörigen Gliederelements bewegbar sein. Bei einem reinen Linearförderer sind bei gleichartigen Gliederelementen daher alle Abschieblinien parallel zueinander, bei kurvenbe schreibenden Gliedertörderer sind typischerweise Abschiebli nie und Bandbewegungslinie tangential zueinander.

Wenn der Gliedertörderer entlang der Bandbewegungslinie läuft, laufen die Gliederelemente gemeinsam mit ihren Ab schiebelementen und Antriebelementen, wobei ein Ansteuern ei nes Antriebelements eine Ansteuerung des zugehörigen Abschie belements bewirkt und so die Abschiebelemente zusätzlich zu ihrer Bewegung entlang der Bandbewegungslinie entlang ihrer Abschieblinie bewegt werden können.

Die einzelnen Abschiebelemente können an jeder Position ent lang ihrer Abschieblinie auf dem Gliederelement individuell angesteuert angehalten werden. Einander nachfolgende Abschie belemente sind individuell ansteuerbar. Die Antriebelemente sind ansteuerbar mit einem oder mehreren autonom ansteuerba ren Antrieben, typischerweise treibt jedoch ein Antriebele ment nur ein Gliederelement an. Die Steuereinrichtung ist auch zum Ansteuern aller Elemente der Vorrichtung ausgestal tet.

Die Abschiebelemente können autonom individuell selektiv be wegt werden und es kann jede beliebige Kulisse gefahren wer den. Die Abschiebelemente können zusammengefasst oder indivi duell bewegt werden, so dass die Bewegungsabfolge komplett individualisiert bestimmt werden kann. Der Gliedertörderer kann Kurven fahren, in denen die Stückgüter auch ausgeschos sen werden können und ist zudem höhengängig. Die Höhengängig keit ermöglicht einen Transport über mehrere Ebenen und ver braucht somit weniger Fläche, ohne dass Lifte, Rolltreppen o.ä. erforderlich sind. Die erfindungsgemäße Lösung kann durch verschiedene, jeweils für sich vorteilhafte und, sofern nicht anders ausgeführt, beliebig miteinander kombinierbare Ausgestaltungen weiter verbessert werden. Auf diese Ausgestaltungsformen und die mit ihnen verbundenen Vorteile wird im Folgenden eingegangen.

Gemäß einer Ausführungsform können die Gliederelemente auf einer zwischen ihrer ersten und zweiten Seite, vorzugsweise im Wesentlichen mittig, angeordneten Führungsschiene oder seitlich auf zwei entlang der Bandbewegungsrichtung angeord neten Führungsschienen gelagert sein. Eine mittige bzw. zent rale Anordnung läuft entlang der Bandbewegungslinie.

Um auch bei Kurven des Gliedertörderers eine durchgängige Förderfläche ohne Löcher kann zu erzielen, können einander nachfolgend angeordnete Gliederelemente hintereinander ange ordnet und/oder gleitend einander überlappend, insbesondere schäftungsartig, und/oder ineinander greifend ausgestaltet werden. Durch ein schäftungsartiges Abschrägen der Glie derelemente in einen spitzen Winkel kann die Förderfläche auch bei Überlappen der Gliederelemente, selbst in Kurven, relativ eben und mit nur sehr geringen Störkonturen reali siert werden. Um ein gleitendes Überlappen, Kurvenfahrten o- der trumartiges Umlaufen der Gliederelemente zu ermöglichen, werden benachbarte Gliederelemente ohne Fixierung ihrer Kon taktfläche miteinander ausgestaltet.

Gemäß einer Ausführungsform können die Abschiebelemente und die Gliederelemente ausgestaltet sein, nutenführungsartig und/oder umgriffführungsartig ineinander zu greifen. Hier durch, insbesondere durch Kombination, wird eine noch stabi lere Ausgestaltung des Gliedertörderers und eine erhöhte Sta bilität der Förderfläche erzielt, was insbesondere bei langen Glieder- und Abschiebelementen sowie schweren Stückgütern re levant ist. Bei einer Nutenführung weist das Gliederelement einen Schlitz längs der Abschieblinie zur Einfügung und Füh rung des Abschiebelements auf. Bei einer Umgriffführung um schließt das Abschiebelement sein Gliederelement seitlich ganz oder teilweise.

Um auch bei auf den betreffenden Gliederelementen aufliegen dem Stückgut eine hohe Flexibilität in Bewegung und Positio nierung der Abschiebelemente zu ermöglichen, können die Abschiebelemente auf Höhe oder unterhalb der Förderfläche absenkbar ausgestaltet sein. Dies kann auf einfache Weise er reicht werden durch ein Umlaufen der Abschiebelemente auf ih ren Gliederelementen ober- und unterhalb der Fördertläche.

Die Antriebelemente können als Linearantriebe ausgestaltet sein, vorzugsweise umfassend eine Spindel, die ausgestaltet ist bei ihrer Drehung das Abschiebelement entlang der Ab schieblinie des Gliederelements zu bewegen. Hierbei kann das Abschiebelement als ein Rotor auf dem Linearantrieb bzw. -mo- tor ausgestaltet sein, wobei der Linearmotor als entlang der Abschieblinie angeordnete Schiene für das Abschiebelement agieren kann. Die Antriebsart ist nicht auf einen Linearan trieb beschränkt, es sind viele weitere Antriebsarten möglich wie schraubgetriebenes Kugelgewindetrieb, Rollengewindetrieb mit Rollenrückführung, Planetenrollengewindetrieb, Trapezge windetrieb, Steilgewindetrieb, hydrostatischer Gewindetriebe, Linearmotor, Pneumatikzylinder, Hydraulikzylinder, Zahnstan genantriebe, Kurbelschlaufe, Kurvenscheibe, ....

Damit die Abschiebelemente auch bei voller Fahrt und/oder schweren Stückgüter an ihrer angehaltenen Position verharren, können die Abschiebelemente arretierbar ausgestaltet sein.

Ein konzertiertes Arretieren mehrerer um ein Stückgut positionierter Abschiebelemente klemmt dieses Stückgut wäh rend des Transports des Gliederförderers ein, so dass keine unerwünschten Positionsänderungen des Stückguts, aber auch der Abschiebelemente selber durch Rutschen, Gleiten o.ä. er folgen. Dies ist insbesondere bei Kurvenfahrten relevant.

Gemäß einer Ausführungsform kann die Steuereinrichtung ausge staltet sein zur Ansteuerung der Vorrichtung, insbesondere der Abschiebelemente, in Antwort auf Position und Bewegung der Gliederelemente, der Abschiebelemente und der Stückgüter.

Hinsichtlich eines Verfahrens wird die vorstehend genannte Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zum Fördern und Sortieren von Stückgütern umfassend die Verfahrensschritte:

Auflage eines Stückguts auf einem oder mehreren entlang einer Bandbewegungslinie einander nachfolgend angeordneten, eine Förderfläche für die Stückgüter ausbildenden Gliederelementen eines Gliederförderers, wobei auf jeweils einem Gliederele ment ein Abschiebelement oberhalb der Förderfläche anordenbar ist.

Laufen des Gliederförderers entlang der Bandbewegungslinie. Individuell angesteuertes Bewegen und Anhalten eines oder mehrerer Abschiebelemente entlang einer jeweiligen Abschieb linie, wobei die Abschieblinie auf dem jeweiligen Gliederele ment in einem Winkel, insbesondere im Wesentlichen quer zur Bandbewegungslinie zwischen einer ersten und zweiten Seite des Gliederelements angeordnet ist und wobei mindestens zwei entlang der Bandbewegungslinie einander nachfolgend angeord nete Abschiebelemente voneinander unabhängig ansteuerbar sind.

Die Abschiebelemente werden bewegt, um ein Stückgut entlang der Abschieblinie zu schieben, um die Abschiebelemente in Er wartung eines auf den Gliederförderer aufzubringenden Stückguts vorzupositionieren und/oder um ein oder mehrere Ab schiebelemente hin zu einem bereits auf der Förderfläche des Gliederförderers aufliegenden Stückgut zu bewegen. Die Bewe gung eines Abschiebelements kann entlang der gesamten Ab schieblinie angehalten werden.

Das Verfahren weist, soweit übertragbar, die gleichen Vor teile auf, welche bezüglich des vorgestellten Verfahrens auf geführt sind.

Gemäß einer Ausführungsform kann das Verfahren zudem folgende Verfahrensschritte umfassen. Erfassen von Position und/oder Form des Stückguts auf der Förderfläche. Ansteuern des Lau fens des Gliederförderers entlang der Bandbewegungslinie und/oder des Bewegens und Anhaltens der Abschiebelemente in Antwort auf die erfasste Position und/oder Form des Stück guts. So kann flexibel auf die Beladung des Gliederförderers reagiert werden, ohne dass zuvor genaue Positionierung, Aus maße etc. der Stückgüter bekannt sein müssen und es kann auf unerwartete Positionsänderungen flexibel reagiert werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Anhalten eines oder mehrerer Abschiebelemente erfolgen, solange das Stückgut noch auf dem oder den Gliederelementen dieses oder dieser Ab schiebelemente aufliegt. Dies erlaubt das Umrahmen eines Stückguts während des Transports und/oder das Vorpositionie ren eines Stückguts auf der Förderfläche vor einem endgülti gen Abschieben von dem Gliederförderer. So können sehr viel höhere Ausschussgeschwindigkeiten bei gleichzeitiger Gutscho nung erzielt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann ein gegenläufiges Bewegen der Abschiebelemente einander nachfolgend angeordne ter Gliederelemente hin zu einem auf diesen Gliederelementen aufliegenden Stückgut und Anhalten dieser Abschiebelemente erfolgen, so dass ein Stückgut anschließend von diesen Ab schiebelementen in seiner Bewegung eingeschränkt ist.

Um ein Stückgut auf der Förderfläche zu positionieren, auszu richten und/oder von dem Gliedertörderer auszuschießen, kann ein Bewegen eines Stückguts entlang der Abschieblinie durch ein oder mehrere Abschiebelemente erfolgen. Je mehr Abschie belemente in Kontakt mit einem Stückgut sind, also je kleiner die Teilung des Gliedertörderers bzw. je kleiner die Abschie belemente und die Breite der Gliederelemente in Relation zu dem Stückgut ist, umso genauer kann ein Stückgut ausgerich tet, positioniert und umso stabiler kann ein Stückgut einge klemmt werden.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann ein Arretieren ei nes Abschiebelements erfolgen. Das Arretieren erfolgt nach dem Anhalten von diesem einen Abschiebelement. Ein arretier tes Abschiebelement agiert als Stopper, wenn ein Stückgut um rahmende Abschiebelemente arretiert werden, klemmen sie die ses Stückgut fest ein.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann ein Absenken eines Abschiebelements auf Höhe oder unterhalb der Förderfläche er folgen. So kann ein zuvor von mehreren Abschiebelementen ein geklemmtes Stückgut auf derjenigen Seite, auf der das Ab schiebelement abgesenkt wird, ungestört abgeschoben werden, auch wenn zuvor auf ebendieser Seite ein Abschiebelement po sitioniert war. Oder es kann ein Stückgut von mehreren Ab schiebelementen umrahmt werden, auch wenn zuvor bei bereits auf der Förderfläche aufliegendem Stückgut alle Abschiebele mente auf einer Seite angeordnet waren. Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren beispielsweise näher erläutert. Dabei zeigen:

Figur 1 eine Vorrichtung mit Endstellen und einen Glieder förderer mit einer Kurve;

Figur 2 Führungsmöglichkeiten der Abschiebelemente;

Figur 3 auf einem Gliederförderer aufliegende Stückgüter mit jeweils unterschiedlich positionierten Abschie belementen; und

Figur 4 schäftungsartig ausgestaltete Gliederelemente im Querschnitt.

Figur 1 zeigt in Aufsicht eine Vorrichtung 2 zum Fördern und Sortieren von (in Figur 1 nicht dargestellten) Stückgütern 4. Die Vorrichtung 2 umfasst einen Gliederförderer 6 mit einer eine Kurve beschreibenden Bandbewegungslinie 16 als Haupt transportrichtung und umfassend entlang der Bandbewegungsli nie 16 einander nachfolgend angeordnete Gliederelemente 8, die eine Förderfläche 18 ausbilden. Die Gliederelemente 8 überlappen einander, so dass sie in Kurven übereinander glei ten können. Anstatt einander zu überlappen, können die Glie derelemente 8 auch anderweitig ineinander greifen. Daher kann der Gliederförderer 6 Kurven, Drehungen und Steigungen fah ren, ohne dass auf der Förderfläche 18 Löcher entstehen, durch die die Stückgüter 4 oder andere kleine Teile durchfal len können oder die Störkonturen darstellen.

Jedes Gliederelement 8 weist eine Abschieblinie 20 und ein eigenes, auf diesem Gliederelement 8 angeordnetes Abschie belement 10 auf. Die Abschiebelemente 10 werden über ihnen zugeordnete autonom ansteuerbare Antriebelemente 12 angetrieben und können individuell angesteuert auf dem Glie derelement 8 zwischen ihren beiden Seiten 22a, 22b entlang ihrer Abschieblinie 20 bewegt, angehalten und vorzugsweise auch arretiert werden. Unter einer autonomen Ansteuerbarkeit soll verstanden werden, dass alle, oder zumindest einander entlang der Bandbewegungslinie 16 einander nachfolgend ange ordnete Abschiebelemente 10 voneinander unabhängig bewegt und angehalten werden können. Vorzugsweise weist dazu jedes Ab schiebelement 10 ein eigenes Antriebelement 12 auf.

Die Abschiebelemente 10 können also sowohl an jeder Position entlang der Abschieblinie 20, als auch komplett voneinander unabhängig bewegt, angehalten und vorzugsweise auch arretiert werden. Die Bewegungsmöglichkeiten der Abschiebelemente 10 sind nicht auf bestimmte Punkte entlang der Bandbewegungsli nie 16 beschränkt. So ist eine hohe Flexibilität möglich. Mehrere Abschiebelemente 10a können an die Konturen eines Stückguts 4a (Figur 3) angepasst positioniert werden, dieses Stückgut 4 ausrichten und anschließend oder zugleich entlang der Abschieblinie 20 bewegen. Auch in Kurven des Gliederför derers 6 können Stückgüter ausgeschossen und/oder manipuliert werden. Der Abstand zwischen einander nachfolgenden Stückgü tern 4 ist im Gegensatz zu anderen Sortiersystemen unabhängig von der Gutgröße und kann individuell gewählt werden. Es ist möglich, ein Stückgut 4 während des Transports entlang der Bandbewegungslinie 16 zunächst einmal mit den Abschiebelemen ten 10 vorzupositionieren (hin zum Rand der Förderfläche 18 wie das Stückgut 4b in Figur 3 und/oder hinsichtlich seiner Ausrichtung, sinnvoll beispielsweise für das Stückgut 4a in Figur 3), dann werden die Abschiebelemente 10 angehalten, evtl, auch arretiert bevor das Stückgut 4 von den Abschie belementen 10 seitlich in eine der direkt an den Gliederför derer 6 anschließenden Endstellen 24 ausgeschossen wird. Um das vorpositionierte Stückgut 4 auszuschießen, werden alle mit diesem Stückgut 4 in Kontakt stehenden Abschiebelemente 10 zugleich und konzertiert bewegt. Durch das Vorpositionie ren sind höhere Ausschussgeschwindigkeiten bei dennoch sehr präzisem und gutschonendem Auswurf möglich, da das vorpositi onierte Stückgut nur über eine kurze Strecke beschleunigt und bewegt werden muss. All dies ermöglicht einzeln oder in Kom bination eine besonders hohe Kapazität der Vorrichtung 2.

Die Ausrichtung der Gliederelemente 8 bestimmt den Winkel zwischen Abschieblinie 20 und Bandbewegungslinie 16. In Figur 1 sind diese im Wesentlichen quer zueinander angeordnet, aber auch andere Winkel (die vorzugsweise für alle Gliederelemente 8 übereinstimmen) sind möglich.

Die Vorrichtung 2 umfasst eine Steuereinrichtung 14 zur An steuerung des Gliedertörderers 6, der Abschiebelemente 10 und ihrer Antriebelemente 12. Die Vorrichtung 2 weist gemäß einer bevorzugten Ausführungsform zudem Arretiervorrichtungen auf zum Arretieren angehaltener Abschiebelemente 10. Die Arre tiervorrichtungen können von den Antriebelementen 12 umfasst sein oder separat ausgestaltet sein. Bei einem als Spindel ausgestaltetem Antriebelement 12 kann das Arretieren beson ders einfach realisiert werden. Zur Realisierung der Antrie belemente 12 kann auf unterschiedlichste Antriebsmöglichkei ten zurückgegriffen werden. Entscheidend ist einzig, dass die gewählten Antriebe zum individuellen Antrieben und Anhalten der Bewegung der Abschiebelemente 10 auf ihren Gliederelemen ten 8 ausgestaltet sind, wobei das Anhalten vorzugsweise an jeder Position entlang der Abschieblinie 20 möglich sein sollte. Eine möglichst präzise Ansteuerbarkeit ist vorteil haft, ebenso wie eine schnelle Beschleunigung, damit die Ab schiebelemente 10 auch bei hohen Geschwindigkeiten des Glie derförderers 6 präzise ausschleusen können. Die Antriebele mente 12 müssen gemeinsam mit ihren Gliederelementen 8 entlang der Bandbewegungslinie 16 laufen können. Vorzugsweise weist jedes Abschiebelement 10 sein eigenes Antriebelement 12 auf. Allenfalls ist es noch möglich, dass ein Antriebelement 12 mehrere, sich in relativer Nähe zueinander befindliche Ab schiebelemente 10 ansteuert, wobei mindestens zwei hinterei nander entlang der Bandbewegungslinie 16 angeordnete Abschie belemente 10 von unterschiedlichen Antriebelementen 12 an- treibbar sind.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Steuereinrich tung 14 zudem ausgestaltetet, Position und Ausrichtung der Stückgüter 4 auf der Vorrichtung 2 sowohl von einer Detekti onsvorrichtung und/oder anhand von Berechnungen bei bekannter Startposition und -ausrichtung auf der Vorrichtung 2 zu er fassen und in Antwort darauf die Vorrichtung 2 anzusteuern. Auch die Lage der Abschiebelemente 10 muss der Steuereinrich tung 14 bekannt sein (entweder nachvollziehbar anhand von Be rechnungen und/oder Detektoren) und/oder anhand von Rückmel dungen. Die Steuereinrichtung 14 kennt gewählte Referenz punkte für eine Bestimmung der Abwurfpositionen.

Der Gliederförderer 6 läuft auf einer Führung, die insbeson dere schienenartig ausgestaltet ist. Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird der Gliederförderer 6 von einer zentra len, mittig angeordneten Führung, im Wesentlichen entlang der Bandbewegungslinie 16 gehalten. So sind Faltungen und Biegun gen des Gliederförderers 6, Kurvenfahrten etc. konstruktiv besonders einfach zu realisieren. Aber auch andere Führung, beispielsweise eine beidseitige eisenbahnschienenartige Füh rung, sind möglich.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Vorrichtung 2 eine Vereinzelungsvorrichtung zur Vereinzelung der Stückgüter 4 vorgeschaltet, so dass sich auf einem Gliederelement 8 nicht zwei Stückgüter 4 zugleich befinden.

Die Dimensionierung der Gliederelemente 8 und der Abschie belemente 10 in Relation zu den Stückgütern 4 bestimmt die mögliche Präzision bei einer an die Kontur der Stückgüter 4 angepassten Positionierung der Abschiebelemente 10, beim Vor positionieren und beim Ausschießen. Zudem bestimmt diese Di mensionierung auch den Mindestabstand einander nachfolgender Stückgüter 4 und somit die Kapazität der Vorrichtung 2.

Figur 2 zeigt Führungsmöglichkeiten der Abschiebelemente 10 gemäß weiteren Ausführungsformen. Bei einer Nutenführung (Fi gur 2a) entlang der Abschieblinie 20 weist das Gliederelement 8 einen Schlitz längs der Abschieblinie 20 zur Einfügung und Führung des Abschiebelements 10 auf und wird schienenartig geführt. Insbesondere bei einer Ausgestaltung des Antriebele ments 12 als Linearmotor wird der Schlitz von einer Schiene ausgefüllt und das Abschiebelement 10 befindet sich auf dem Rotor.

Bei einer Umgriffführung (Figur 2b) umschließt das Abschie belement 10 sein Gliederelement seitlich.

Die Abschiebelemente 10 können vollkommen frei geformt und ausgestaltet werden, vorzugsweise werden sie formschlüssig mit den Gliederelementen 8 und/oder den für die Vorrichtung 2 vorgesehenen Stückgütern 4 ausgestaltet.

Figur 3 zeigt auf einem Gliederförderer aufliegende Stückgü ter 4a, 4b, 4c mit jeweils unterschiedlich positionierten Ab schiebelementen 10 gemäß weiteren Ausführungsformen. Die Abschiebelemente 10a werden hin zu dem unregelmäßig ge formten Stückgut 4a bewegt, so dass dieses von allen Abschie belementen 10a ausgeschossen werden kann. Auch eine vorherige Veränderung der Ausrichtung durch eine individuelle Ansteue rung der Abschiebelemente 10a ist möglich.

Das Stückgut 4b wurde von den Abschiebelementen 10b hin zum Rand 2b des Gliederförderers 6 bewegt und entlang diesem Rand 2b ausgerichtet. Zu einem späteren Zeitpunkt wird das Stück gut 4b seitlich ausgeschleust werden - hin zu einer Endstelle 24 oder einem weiteren Förderer.

Das Stückgut 4c wurde von den Abschiebelementen 10c, 10c' um rahmt und eingeklemmt, so dass auch bei schnellem Laufen des Gliederförderers 6 und bei Kurvenfahrten die Position des Stückguts 4c stabil bleibt. Für das Umrahmen durch die Ab schiebelemente 10c, 10c' werden diese entweder vor Aufbringen des Stückguts auf die Förderfläche beidseitig auf die erste und zweite Seite 22a, 22b des Gliederförderers 6 positioniert und dann durch gegenläufiges Bewegen der Abschiebelemente 10c hin zum Stückgut 4c bewegt. Für ein seitliches Ausschießen ist ein Abtauchen der auf der Ausschussseite angeordneten Ab schiebelemente 10c auf Höhe oder unterhalb der Förderfläche 18 erforderlich. Einfach realisierbar ist dies, indem die Ab schiebelemente 10 um das Gliederelement 8 umlaufen können. Wenn die Abschiebelemente 10 das Gliederelement 8 entlang der Abschieblinie 20 umlaufen können, ist auch ein Vorpositionie ren der Abschiebelemente 10 vor dem Aufbringen auf die Glie derelemente 8 nicht erforderlich, kann aber dennoch vorteil haft sein (die Vorpositionierung ermöglicht eine schnellere Positionierung der Abschiebelemente 10, ...).

Die Abschiebelemente 10 werden typischerweise angesteuert, bewegt, angehalten und/oder arretiert während der Gliederförderer 6 entlang der Bandbewegungslinie 16 läuft und die Stückgüter 4 somit entlang der Bandbewegungslinie 16 transportiert werden. Die Laufgeschwindigkeit des Gliederför derers 6 kann von der Steuereinrichtung 14 angesteuert und verändert werden, bis hin zum Anhalten des Gliederförderers 6.

Figur 4 zeigt gemäß einer Ausführungsform schäftungsartig ausgestaltete Gliederelemente 8 im Querschnitt. Einige Ab- schiebelemente 10 sind vor, andere hinter der Bildfläche an geordnet. Durch das schäftungsartige Anschrägen der Glie derelemente 8 bilden die Übergänge zwischen den Gliederele menten 8 auch in Kurven keine großen Störkonturen und die Förderfläche 18 bleibt relativ eben. Damit die Flexibilität des Gliederförderers 6 weiter möglich bleibt, überlappen die Gliederelemente 8 einander nur, allerdings ohne feste Fixie rung der Kontaktflächen einander berührender Gliederelemente, da diese Kurven und ober- und untertrumartiges Umlaufen des Gliederförderers verunmöglichen würde. Andere Formen des In- einandergreifens einander nachfolgender Gliederelemente 8 ist ebenfalls möglich. Durch das Überlappen der Gliederelemente 6 bilden sich auch in Kurven keine Löcher auf der Förderfläche.

Bezugszeichenliste

2 Vorrichtung

4 Stückgut 6 Gliedertörderer

8 Gliederelemente

10 Abschiebelemente

12 Antriebelemente

14 Steuereinrichtung 16 Bandbewegungslinie

18 Förderfläche

20 Abschieblinie

22 Seite des Gliederelements 24 Endstelle