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Patent Searching and Data


Title:
APPARATUS AND METHOD FOR POSITIONALLY DEFINED TRANSPORT OF SHEETS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2018/229205
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an apparatus (1), in particular a roll cross cutter, for forming a shingled stream of underlapping or overlapping sheets (3), in particular paper or cardboard sheets, comprising a transport device for transporting sheets, a shingling device (10) for underlapping or overlapping of the sheets (3) at least in some regions, a braking device (17) following the shingling device in the transport direction (X) of the sheets (3) for braking of shingled sheets (3), in particular by the formation of a brake gap for the passage of sheets (3) brought together in a shingled manner, and a cross-cutting device (5) upstream of the shingling device (10) for cutting a material strip into individual sheets (3). According to the invention, an intake section (24, 25) is provided between the shingling device (10) and the braking device (17) for intake and further transport of a sheet (3), trailing in the shingled stream, into the braking device (17).

Inventors:
SCHILLING ANDREAS (DE)
KLEIN HANSJÖRG (DE)
Application Number:
PCT/EP2018/065834
Publication Date:
December 20, 2018
Filing Date:
June 14, 2018
Export Citation:
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Assignee:
BW PAPERSYSTEMS STUTTGART GMBH (DE)
International Classes:
B65H29/66; B65H29/24; B65H29/68
Foreign References:
DE9103137U11991-06-13
US20150069696A12015-03-12
DE10103040A12001-11-22
DE3812685A11989-10-26
Attorney, Agent or Firm:
VON ROHR PATENTANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Vorrichtung (1 ), insbesondere Rollenquerschneider, zur Bildung eines Schuppenstroms von unter- oder überlappenden Bögen (3), insbesondere von Papieroder Kartonbögen, mit einer Transporteinrichtung zum Transport von Bögen, mit einer Schuppeinrichtung (10) zur bereichsweisen Unter- oder Überlappung der Bögen (3), mit einer der Schuppeinrichtung (10) in Transportrichtung (X) der Bögen (3) nachfolgenden Bremseinrichtung (17) zum Abbremsen von geschuppten Bögen (3), insbesondere durch Ausbildung eines Bremsspaltes für den Durchlauf von geschuppt zusammengeführten Bögen (3), und mit einer der Schuppeinrichtung (10) vorgelagerten Querschneideeinrichtung (5) zum Schneiden eines Materialbandes in einzelne Bögen (3), dadurch gekennzeichnet, dass eine Ansaugstrecke (24) zwischen der Schuppeinrichtung (10) und der Bremseinrichtung (17) zum Ansaugen und Weitertransport eines im Schuppenstrom nachlaufenden Bogens (3) in die Bremseinrichtung (17) vorgesehen ist.

2. Vorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Ansaugstrecke (25) zwischen der Querschneideeinrichtung (5) und der Schuppeinrichtung (10) vorgesehen ist.

3. Vorrichtung (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansaugstrecke (24) zwischen der Überlappungseinrichtung (10) und der Bremseinrichtung (17) und die weitere Ansaugstrecke (25) im Bereich der Überlappungseinrichtung (10) unterbrochen sind.

4. Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckniveau im Bereich der Ansaugstrecke (24) zwischen der Überlappungseinrichtung (10) und der Bremseinrichtung (17) weniger stark abgesenkt ist als im Bereich der weiteren Ansaugstrecke (25).

5. Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schuppeinrichtung (10) in und/oder entgegen der Transportrichtung der Bögen (3) schnittlängenabhängig verstellbar ausgebildet ist.

6. Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transporteinrichtung wenigstens ein Saugband (9) aufweist, insbesondere eine Bänderanordnung mit mehreren parallel zueinander verlaufen- den Saugbändern (9), wobei das Saugband (9) in Transportrichtung der Bögen (3) kontinuierlich über beide Ansaugstrecken (24, 25) und den Bereich der Überlappungseinrichtung (10) geführt ist.

7. Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Ansaugeinrichtung zur Ausbildung einer Ansaugstrecke (24, 25) vorgesehen ist, wobei die Ansaugeinrichtung ein Saugprofil (22, 28, 29) oder einen Saugkasten aufweist und/oder daran angeschlossen ist.

8. Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein durchgehendes Saugprofil (22), insbesondere eine Anordnung von mehreren quer zur Transportrichtung der Bögen (3) hintereinander- liegenden Saugprofilen (22), oder ein druchgehender Saugkasten zur Druckabsenkung und Ausbildung der Ansaugstrecke (24) zwischen der Überlappungseinrichtung und der Bremseinrichtung (17) und zur Ausbildung der weiteren Ansaugstrecke (25) vorgesehen ist.

9. Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über die Länge des Saugprofils (22) oder Saugkastens eine nichtstetige Verringerung der Druckabsenkung im Bereich der Überlappungseinrichtung (10) vorgesehen ist, wobei, vorzugsweise, das Saugprofil (22) oder der Saugkasten eine in und/oder entgegen der Transportrichtung bewegliche Sperre zur Ausbildung einer nicht-stetigen Verringerung der Druckabsenkung aufweist und wobei, weiter vorzugsweise, die bewegliche Sperre zusammen mit der Überlappungseinrichtung (10) in und/oder entgegen der Transportrichtung der Bögen (3) verstellbar ausgebildet ist.

10. Verfahren zur Bildung eines Schuppenstroms (2) von unter- oder überlappenden Bögen (3), insbesondere von Papier- oder Kartonbögen, weiter insbesondere zur Bildung eines Schuppenstroms (2) von mit einer Querschneideeinrichtung (5) aus einem Materialband (4) geschnittenen einzelnen Bögen (3), wobei vereinzelte Bögen (3) zu einer Schuppeinrichtung (10) transportiert und bereichsweise unter- oder überlappt werden, um einen Schuppenstrom (2) zu erzeugen, wobei die geschuppten Bögen (3) mit einer der Schuppeinrichtung (10) in Transportrichtung (X) der Bögen (3) nachfolgenden Bremseinrichtung (17) abgebremst werden, insbesondere ausgeführt mit einer Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die nachlaufenden Bögen (3) eines Schuppenstroms unter der Wirkung einer Ansaugung in die Bremseinrichtung (17) transportiert werden.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zum lagedefinierten Transport von Bögen

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, insbesondere einen so genannten Rollenquerschneider, zur Bildung eines Schuppenstroms von unter- oder überlappenden Bögen, insbesondere von Papier- oder Kartonbögen, mit einer Transporteinrichtung zum Transport von Bögen, mit einer Schuppeinrichtung zur bereichsweisen Unteroder Überlappung der Bögen, mit einer in Transportrichtung der Bögen der Schuppeinrichtung nachfolgend Bremseinrichtung zum Abbremsen von geschuppten Bögen, insbesondere durch Ausbildung eines Bremsspaltes für den Durchlauf von ge- schuppt zusammengeführten Bögen, und mit einer der Schuppeinrichtung vorgelagerten Querschneideeinrichtung zum Schneiden eines Materialbandes in einzelne Bögen. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Bildung eines Schuppenstroms von unter- oder überlappenden Bögen, insbesondere von Folien, Papier- oder Kartonbögen, weiter insbesondere zur Bildung eines Schuppenstroms von mit einem Querschneider aus einem Materialband geschnittenen einzelnen Bögen, wobei vereinzelte Bögen zu einer Schuppeinrichtung transportiert und bereichsweise unter- oder überlappt werden, um einen Schuppenstrom zu erzeugen, und wobei die geschuppten Bögen mit einer in Transportrichtung der Bögen der Schuppeinrichtung nachfolgenden Bremseinrichtung abgebremst werden.

Ein Rollenquerschneider ist beispielsweise aus der DE 101 03 040 A1 bekannt. Mit dem bekannten Rollenquerschneider können Papier- oder Kartonbögen als quasi endloses Band in Form einer Papierrolle bereitgestellt werden. Mithilfe einer Zuführeinrichtung mit Rollen oder Walzen wird das Band einer Querschneideeinrich- tung zugeführt und dort in Bögen mit definierter Länge geschnitten. Häufig ist der Zuführeinrichtung ein Papierspeicher vorgeschaltet, um eine bestimmte Bahnlänge des Papiers vorzuhalten. Die geschnittenen Bögen werden mithilfe von schnell laufenden Transportbändern einer Schuppeinrichtung zur Bildung einer Unterlappung der Bögen zugeführt. Die Schuppeinrichtung beinhaltet eine Anhebewelle und ein darüber angeordnetes Saugband. Die durch die Schuppeinrichtung laufenden Bögen werden an einer definierten Stelle der Bögen, insbesondere bezogen auf die Hinterkante der Bögen von der Anhebewelle gegenüber der Transportebene angehoben und an das darüber angeordnete Saugband gedrückt. Das Saugband weist eine geringere Umlaufgeschwindigkeit als die schnell laufenden Transportbänder auf, die die Bögen von der Querschneideeinrichtung weiter transportieren. Der Bogen wird somit abgebremst, wenn die Hinterkante des Bogens von der Anhebewel- das darüber angeordnete Saugband gedrückt und von diesem gehalten wird. Die Schuppeinrichtung wirkt hierbei als erste, hintere Bremseinheit.

Der Schuppeinrichtung ist in Transportrichtung des Schuppenstroms eine Brems- einrichtung als zweite, vordere Bremseinheit nachgeordnet. Eine solche Bremseinrichtung ist beispielsweise in der DE 38 12 685 A1 beschrieben. Die Bremseinrichtung kann wenigstens eine so genannte Nipprolle aufweisen, die zusammen mit einem Transportband, einer weiteren Rolle oder einer Walze einen Bremsspalt bildet. Der Abstand zwischen der Bremseinrichtung und der Schuppeinrichtung ist so ein- gestellt, dass die Bogenvorderkante eines Bogens vorzugsweise gerade in den Bremsspalt der Bremseinrichtung einläuft und verzögert wird, wenn der hintere Bo- genbereich, insbesondere die Hinterkante des Bogens, von der Anhebewelle der Schuppeinrichtung an das Saugband gedrückt wird. Der Bogen wird auf diese Weise vorzugsweise zeitgleich von der Nipprolle im vorderen Bogenbereich und von dem Saugband der Schuppeinrichtung im hinteren Bogenbereich abgebremst bzw. verzögert. Durch das gleichzeitige Abbremsen des Bogens im Bereich seiner Vorder- und Hinterkante wird eine Wellenbildung des Bogens beim Abbremsen verhindert. Der nachlaufende Bogen weist eine höhere Geschwindigkeit auf als der bereits hochgeschlagene, vorlaufende Bogen. Da der vorlaufende Bogen mit seiner Hinterkante an dem Saugband hochgehalten wird, kann die Vorderkante des nachlaufenden Bogens unter den vorlaufenden Bogen gefördert werden. Somit kommt es aufgrund der Geschwindigkeitsdifferenz zwischen dem vor- und nachlaufenden Bogen zu einer Unterlappung der Bögen. Auf diese Weise wird ein kontinuierlicher Schuppenstrom erzeugt. Im Anschluss an die Bremseinrichtung wird der durch die unterlappten Bögen gebildete Schuppenstrom mit gleicher Geschwindigkeit und gleicher Schuppenlänge der unterlappten Bögen auf einen Übergabetisch mit langsam laufenden Transportbändern zu einer weiterverarbeitenden Maschine weitertransportiert. Die Bögen werden, wie im vorangehenden Absatz beschrieben, etwa zeitgleich an ihrer Vorder- und Hinterkante abgebremst. Insbesondere bei langen Bogenforma- ten kann es zum Durchhängen der Bögen kommen, wobei ein durchhängender vorlaufender Bogen einen nachfolgenden Bogen in seiner Vorwärtsbewegung behindern kann. Dies kann zu Problemen bei der Positioniergenauigkeit der nachlaufen- den Bögen am Bremsspalt führen. Um ein Durchhängen der Bögen zu verhindern, werden die Bögen bei der oben beschrieben Unterlappung nach dem Hochdrücken durch die Schlägerwelle vom Saugband angezogen, gehalten und darüber gestrafft bzw. gespannt. Ein Spannen der Bögen wird dadurch realisiert, dass die Geschwindigkeit des Saugbandes etwas geringer als die Geschwindigkeit der Nipprollen der Bremseinrichtung eingestellt wird. Aufgrund der Zugkräfte, die durch die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den Nipprollen und dem Saugband auf den Bogen ausgeübt werden, wird der Bogen gespannt und das Durchhängen verringert. Wird der vorlaufende Bogen aus dem Eingriffsbereich des Saugbandes gefördert, wird dieser nicht mehr vom Saugband gehalten. Ein herunterfallender Bogen würde die Vorderkante des nachlaufenden Bogens derart behindern, dass eine läge- bzw. positi- onsdefinierte Unterschuppung nicht mehr möglich wäre. Aufgrund der höheren Reibung, verursacht durch das Eigengewicht des vorlaufenden Bogens, würde der schneller laufende nachfolgende Bogen in seiner Vorwärtsbewegung behindert werden. Aus diesem Grund verbleibt ein mit seiner Hinterkante hochgeschlagene Bogen länger als einen Takt im Wirkbereich des Saugbandes. Ein Takt bezeichnet die Zeitdauer zwischen dem Hochschlagen eines ersten vorlaufenden Bogens und dem Hochschlagen eines zweiten nachlaufenden Bogens. Somit ist sichergestellt, dass der vorlaufende Bogen, wenn er den Einflussbereich des Saugbandes ver- lässt, von einem nachlaufenden, hochgeschlagenen und bereits angesaugten Bogen weiter hochgehalten wird, da sich die Hinterkante des nachlaufenden Bogens dann bereits im Wirkbereich des Saugbandes befindet und der nachlaufende Bo- gen den vorlaufenden Bogen hochhält. Das Saugband muss demnach eine ausreichend hohe Saugleistung aufbringen, um sowohl die hochgeschlagenen Bögen als auch die von den hochgeschlagenen Bögen gehalten Bogen sicher halten zu können. Mit zunehmender Bogenlänge steigt das Gewicht des vorlaufenden Bogens, welches von dem nachlaufenden Bogen getragen werden muss. Somit steigt bei großen Bogenformaten die Gefahr des Durchhängens der Bögen. Des Weiteren ist es trotz der Geschwindigkeitsdifferenz zwischen den langsam laufenden Transportbändern und dem bogenhinterkantenführenden Saugband der Schuppeinrichtung nicht möglich, ein Durchhängen der Bögen vollständig zu verhindern. Aus diesem Grund kommt es insbesondere bei langen Bogenformaten zu einem stärkeren Durchhängen der vorlaufenden Bögen, wodurch eine Bremswirkung auf die Vorderkante des nachfolgenden Bogens durch Reibkontakt erzeugt werden kann. Dies wirkt sich negativ auf die Positionierung und Lage des nachlaufenden Bogens aus. Ein verrutschter bzw. nicht optimal liegender Bogen im Schuppenstrom kann zu Positionsfehlern bis hin zur Beschädigung des Bogens, aber auch zu einem Stillstand der gesamten Vorrichtung führen. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren jeweils der eingangs genannten Art zur Verfügung zustellen, die einen exakten bzw. definierten Zulauf eines nachlaufenden Bogens im Bogenstrom in die Bremseinrichtung ermöglichen. Darüber hinaus sollen auch bei hohen Transportgeschwin- digkeiten Beschädigungen durch ein nicht exaktes Einlaufen der Bögen in die Bremseinrichtung sicher vermieden werden.

Die vorgenannte Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass im Bereich zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung eine vorzugsweise unterhalb der Transportebene der Bögen ausgebildete Ansaugstrecke zum Weitertransport der Bogenvorderkante eines im Schuppenstrom nachlaufenden Bogens in die Bremseinrichtung vorgesehen ist. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist dementsprechend vorgesehen, dass die nachlaufenden Bögen eines Schuppenstroms unter der Wirkung einer Ansau- gung vorzugsweise von unten in die Bremseinrichtung transportiert werden.

Der Erfindung liegt der Grundgedanke zugrunde, die Vorderkannten der nachfolgenden Bögen mittels einer Ansaugung im Bereich zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung definiert der Bremseinrichtung zuzuführen. Die Bo- genvorderkante eines nachlaufenden Bogens wird hierbei zumindest abschnittsweise relativ zu einem vorlaufenden Bogen weiterbewegt, wobei die Bogenvorderkante bei einer Unterschuppung von unten angesaugt wird und sich unterhalb von einem vorlaufenden Bogen befindet. Bei einer Überschuppung wird die Bogenvorderkante eines nachlaufenden Bogens von oben angesaugt und befindet sich dann oberhalb von dem vorlaufenden Bogen. Die Positionsgenauigkeit der Vorderkante und damit des gesamten Bogens wird hierdurch deutlich erhöht. Mithilfe der Erfindung kann auch eine Beschädigung des Bogens im Bremspunkt verhindert werden, die durch Positionsungenauigkeiten der Vorderkante entstehen können. Die Ansaugstrecke wird beispielsweise bei der Unterschuppung durch Erzeugung eines Unterdrucks unterhalb der Transportebene der Bögen ausgebildet. Es versteht sich, dass die erfindungsgemäße Lösung entsprechend angepasst auch in Zusammenhang mit der Überschuppung der Bögen zu verwirklichen ist. Zur Ausbildung einer Ansaugstrecke ist wenigstens eine Ansaugeinrichtung vorgesehen. Beispielsweise kann die Ansaugeinrichtung mit wenigstens einem Saugband zusammenwirken, das in Transportrichtung bewegt wird und zum Weitertransport der Bögen nach dem Passieren der Schuppeinrichtung dient. Der Unter- druck, den die Ansaugeinrichtung erzeugt, ist derart ausgebildet, dass wenigstens die Vorderkante bzw. ein Bereich der Vorderkante eines Bogens derart festgehalten wird, dass der Bogen in einer gewünschten Lage positionsgenau transportiert wird.

Vorzugsweise wird die Ansaugstrecke durch eine Mehrzahl von Saugbändern gebildet, die quer zur Transportrichtung hintereinander angeordnet sind und parallel zueinander verlaufen. Über die Saugbänder werden die Bögen angesaugt und transportiert. Jedem der Saugbänder kann dabei eine eigene Ansaugeinrichtung zugeordnet sein. Es ist jedoch auch möglich, dass lediglich eine einzige Ansaugeinrichtung, beispielsweise ein Saugkasten, vorgesehen ist, über die eine Unterdruckerzeugung für alle Saugbänder erfolgt. Alternativ ist es auch möglich, dass die Ansaugstrecke durch mehrere Transportbänder gebildet wird, die quer zur Transportrichtung hintereinander angeordnet sind und parallel zueinander verlau- fen, wobei über die Transportbänder dann kein Unterdruck erzeugt wird. Zur Unterdruckerzeugung können bei dieser Ausführungsform zwischen den Transportbändern liegende Ansaugzonen ausgebildet sein. Die Ansaugeinrichtung ist dann dazu ausgebildet, im Bereich der Ansaugzonen einen Unterdruck zu erzeugen, der auf die Bögen wirkt und diese während des Bogentransports mittels der Transportbän- der gegen die Transportbänder zieht.

Ein Bogen, der mit seiner Vorderkante in den Bereich der Ansaugstrecke gelangt, wird wenigstens im Bereich der Bogenvorderkante angezogen und somit in einer definierten Lage in Transportrichtung der Bögen transportiert. Die Vorderkante des Bogens ist dabei auf wenigstens einem Saugband bzw. Transportband derart fixiert, dass ein Ablösen der Vorderkante des Bogens während des Transports nicht erfolgt. Aus diesem Grund kann die Bogenvorderkante ohne Beschädigung in einen Bremsspalt der Bremseinrichtung transportiert werden. Bei der Unterschup- pung kann die Hinterkante des Bogens in der Schuppeinrichtung gleichzeitig mit dem Eintritt der Bogenvorderkante in die Bremseinrichtung von einer Schlägerwelle der Schuppeinrichtung gegen ein darüber angeordnetes Saugband der Schuppeinrichtung gedrückt werden. Die Hinterkante des Bogens wird dann vom Saugband der Schuppeinrichtung hochgehalten und gleichzeitig im Bereich der Bogenvorderkante und der Bogenhinterkante abgebremst. Der nachlaufende Bogen kann sich weiterhin auf der schnell laufenden Transporteinrichtung befinden, wobei wenigstens der Bereich seiner Vorderkante in den Bereich der Ansaugstrecke gelangt. Der nachlaufende Bogen wird dabei mit einer höheren Geschwindigkeit relativ zum vorlaufenden Bogen mit einer definierten Lage bzw. Position in Transportrichtung der Bögen unterhalb von dem vorlaufenden Bogen zur Bremseinrichtung gefördert. Ein Ablösen der Vorderkante des Bogens von der Ansaugstrecke wird somit verhindert. Der nachlaufende Bogen kann somit ohne Beeinträchtigung und ohne Kollision mit dem vorlaufenden Bogen unterhalb von dem vorlaufenden Bogen zur Bremseinrichtung gefördert werden. Auf diese Weise wird eine Unterschuppung des Bogenstroms erreicht. Dem Fachmann ist bekannt, dass bei einer anderen Anordnung auch eine Überschuppung des Bogenstroms erreicht werden kann. Somit bezieht sich die Erfindung explizit sowohl auf eine Unterschuppung als auch eine Überschuppung des Bogenstroms.

Vorzugsweise ist eine weitere Ansaugstrecke zwischen dem Querschneider und der Schuppeinrichtung vorgesehen. Die Ansaugstrecke zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung und die weitere Ansaugstrecke können mit derselben Ansaugeinrichtung ausgebildet werden oder mit mehreren separaten An- saugeinrichtungen. Die weitere Ansaugstrecke dient dazu, die Bögen in einer gewünschten Position und Lage auf definierte Weise vom Querschneider zur Schuppeinrichtung zu transportieren. Hierdurch wird eine hohe Positionsgenauigkeit der Bögen erreicht, die notwendig ist, da sowohl der Querschneider als auch die Schuppeinrichtung im gleichen Takt wie die weiterverarbeitenden Maschine arbei- ten müssen. Aufgrund dieser Taktung ist es wichtig, dass die Bogenvorderkante zu jedem Zeitpunkt eine zu dem Zeitpunkt definierte Lage bzw. eine definierte Position einnimmt. Die Positionsgenauigkeit bezieht sich selbstverständlich auf den gesamten Bogen. Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Ansaugstrecke zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung und die weitere Ansaugstrecke im Bereich der Schuppeinrichtung unterbrochen sind. Zwischen der Ansaugstrecke zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung und der weiteren Ansaugstrecke liegt dann in der Transportebene der Bögen ein Bereich vor, in dem kein Unterdruck oder ein deutlich geringerer Unterdruck erzeugt wird. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn ein Hochschlagen der Bogenhinterkante mittels Schlägerwelle erfolgt. Auf diese Weise wird das Hochschlagen der Hinterkante eines Bogens erleichtert, da auf die Hinterkante des Bogens beim Hochschlagen keine oder eine deutlich verringerte Saugkraft wirkt. Die Ansaugstrecke ist dabei derart ausgebildet, dass der Bogen wenigstens im Bereich der Vorderkante angesaugt wird und lagedefiniert in Transportrichtung gefördert wird, während und nachdem die Bogenhinterkante von der Schlägerwelle erfasst und an das darüber liegende Saugband der Schuppeinrichtung gedrückt wird. Da im Bereich der Schlägerwelle der Schuppeinrichtung keine oder deutlich verringerte Saugkraft auf den Bogen wirkt, werden die Belastungen, die ein Bogen beim Hochschlagen erfährt, reduziert. Eine hohe Saugwirkung auf die Hinterkante eines Bogens beim Hochschlagen könnte dazu führen, dass der Bogen beim Hochschlagen beschädigt wird oder aus seiner definierten Lage verrutscht.

In vorteilhafter Weise ist das Druckniveau im Bereich der Ansaugstrecke zwischen der Schuppeinrichtung der Bremseinrichtung weniger stark abgesenkt als im Bereich der weiteren Ansaugstrecke zwischen Querschneider und Schuppeinrichtung. Weniger stark bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Druckdifferenz zwischen dem an der Ansaugstrecke zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung erzeugten Unterdruck und dem Umgebungsdruck weniger stark ausgebildet ist als im Bereich der weiteren Ansaugstrecke. Dies führt dazu, dass der Bogen im Bereich zwischen dem Querschneider und der Schuppeinrichtung mit einer hohen Kraft angezogen wird, um eine hohe Lagegenauigkeit zu erreichen. Im Bereich der Ansaugstrecke zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung wird der Bogen, bzw. wenigstens die Vorderkante des Bogens, weniger stark angezogen. Die unterschiedlichen Unterdruckniveaus beidseitig der Schuppeinrichtung ermöglichen einen exakten und schnellen Bogentransport vom Querschneider bis zur Bremseinrichtung.

Es kann zweckmäßig sein, wenn im Bereich der Ansaugstrecke zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung eine Druckabsenkung gegenüber dem Umgebungsdruck von weniger als 2 mbar, vorzugsweise von weniger 1 mbar, weiter vorzugsweise von weniger als 0,5 mbar, besonders bevorzugt von weniger als 0,1 mbar, erfolgt. Die Druckabsenkung kann jedoch auch deutlich höher sein und es kann eine Druckabsenkung gegenüber dem Umgebungsdruck von 0,5 bis 10 mbar, vorzugsweise zwischen 1 bis 5 mbar, insbesondere bis 2 mbar, vorgesehen sein. Durch eine Druckabsenkung wird in vorteilhafter Weise erreicht, dass die Bogenvorderkante und damit der gesamte Bogen in einer definierten Lage transportiert werden kann.

In weiter vorteilhafter Weise erfolgt im Bereich der weiteren Ansaugstrecke, d.h. im Bereich zwischen Querschneider und Schuppeinrichtung, eine zehnfach bis hun- dertfach größere Druckabsenkung als im Bereich zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung. Durch den stärkeren Unterdruck werden die Bögen positionsgenau vom Querschneider zur Schuppeinrichtung transportiert. In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Schuppeinrichtung in und/oder entgegen der Transportrichtung der Bögen schnittlängenabhängig verstellbar ausgebildet. Dies ermöglicht ein einfaches Anpassen der Vorrichtung an ein geändertes Bogenformat. Der Begriff "schnittlängenabhängig" bezieht sich auf eine Änderung der Anordnung der Schuppeinrichtung relativ zum Querschneider und, vorzugsweise, relativ zur Bremseinrichtung, für einen Formatwechsel des Bogens. In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform ist die Bremseinrichtung in und/oder entgegen der Transportrichtung der Bögen unverstellbar ausgebildet. Somit ist der Abstand zwischen dem Übergabepunkt und der Bremseinrichtung für jedes Bogenformat gleich, also schnittlängenunabhängig.

Die Schuppeinrichtung kann dann in Abhängigkeit von der aktuellen (neuen) Bogenlänge relativ zu der Bremseinrichtung in oder entgegen der Transportrichtung der Bögen verfahren, versetzt oder verschoben werden, so dass bei jeder einstell- baren Bogenlänge ein vorlaufender Bogen ungefähr gleichzeitig vorne von der Bremseinrichtung und hinten von der Schuppeinrichtung gebremst wird. Insbesondere wird es ermöglicht, den Abstand zwischen dem Übergabepunkt und der Bremseinrichtung bzw. die Übergabelänge bei einem Formatwechsel konstant zu halten, wobei die Bremseinrichtung bei einem Formatwechsel vorzugsweise nicht verstellt wird. Stattdessen wird der Abstand zwischen der vorzugsweise ortsfest angeordneten Bremseinrichtung und der Schuppeinrichtung durch Verstellen der Schuppeinrichtung an die tatsächliche Bogenlänge angepasst. So bleibt der Abstand zwischen dem vorderen Übergabepunkt der Bögen an eine Bogenverarbei- tungsmaschine und der Bremseinrichtung bzw. die Übergabelänge für unterschied- liehe Formate bzw. Schnittlängen gleich, was zu einer erheblichen Vereinfachung bei der Einstellung der Vorrichtung auf ein anderes Bogenformat führt. Insbesondere entfällt bei gleichbleibender Übergabelänge die Notwendigkeit, die Überlappungslänge der Bögen im Schuppenstrom bei einem Formatwechsel zu verändern. Darüber hinaus lässt sich ein definierter Stopppunkt der Vorrichtung definieren, der für jedes Bogenformat gleich ist. Der Schuppungsgrad bzw. die Überlapplänge kann bei einem feststehenden Abstand zwischen dem Übergabepunkt und der Bremseinrichtung für jedes Bogenformat gleichgehalten werden. Die Länge zwischen dem Übergabepunkt und der Bremseinrichtung entspricht genau einem ganzzahligen Vielfachen der Schuppungslänge. Bei einem Stopp befindet sich der vorlaufende Bogen immer im Einflussbereich des Saugbandes, wodurch es dem nachfolgenden Bogen ermöglicht wird, sich unter den vorlaufenden Bogen zu schieben. Bei einem Systemstopp kann ein nachlaufender Bogen unter den vorlau- fenden Bogen weitertransportiert werden. Dadurch wird es möglich, die schnell laufenden Bänder weniger stark bzw. weniger schnell abbremsen zu müssen als die langsam laufenden Bänder, da die Überlappungslänge als Puffer für den nachlaufenden Bogen fungiert. Die Materialbeanspruchung der schnell laufenden Bänder und ihrer Bremseinheiten kann dadurch deutlich verringert werden. Da die Gefahr eines unkontrollierten Verrutschens eines Bogens durch die verringerte Abbrem- sung minimiert wird, muss das Abbremsen der Bögen weniger stark unterstützt werden. Hierdurch kann der Energiebedarf bei einem Systemstopp weiter reduziert werden. Beim Wiederanfahren der Vorrichtung können die langsam laufenden Bänder zeitlich kurz vor den schnell laufenden Bändern angetrieben werden, wodurch die richtige Phasenlage in der Vorrichtung wieder hergestellt wird. Phasenlage bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die relative Position der Bögen zu der Schlägerwelle und der Position der Messer auf der Querschneideeinrichtung jederzeit eine feste Position relativ zueinander einnehmen. Ein Systemstart ist also in einfacher Weise und in kurzer Zeit möglich.

Darüber hinaus kann ein Anhalten der Vorrichtung verhindert werden, bei der sich die Querschneideeinrichtung gerade im Schnitt befindet. Ein Anhalten der Vorrichtung, während die Querschneideeinrichtung gerade den Schnitt durchführt, kann zu einer unkontrollierten Beschädigung des Bogens und/oder der Materialbahn führen. Insofern ist ein Anhalten der Vorrichtung im Schnitt zu vermeiden. Da der nachlaufende Bogen die Schuppungslänge bzw. die Überlappungslänge als Puffer gegenüber dem vorlaufenden bereits hochgeschlagenen Bogen aufweist, können die langsam laufenden Transportbänder und die Querschneideeinrichtung derart ge- zielt gestoppt werden, dass ein Anhalten der Querschneideeinrichtung außerhalb des Schnittes erfolgt.

Vorteilhafterweise weist die Transporteinrichtung wenigstens ein Saugband auf, insbesondere eine Bänderanordnung mit mehreren parallel zueinander laufenden Saugbändern, wobei das Saugband in Transportrichtung der Bögen kontinuierlich vom Querschneider bis zur Bremseinrichtung, d.h. über beide Ansaugstrecken und den Bereich der Schuppeinrichtung, geführt ist. Somit erstreckt sich lediglich ein vorzugsweise schnell laufendes Saugband bzw. lediglich eine Bänderanordnung über die beiden Ansaugstrecken und den Bereich der Schuppeinrichtung. Hier- durch wird eine leichte und einfache Steuerung erreicht. Eine Synchronisierung von in Transportrichtung nacheinander angeordneten Bänderstrecken ist somit nicht notwendig. Alternativ können aber auch voneinander getrennte Bänderstrecken vorgesehen sein, um den Bogentransport im Bereich der beiden Ansaugstrecken zu ermöglichen.

Vorteilhafterweise ist wenigstens eine Ansaugeinrichtung zur Ausbildung einer An- saugstrecke vorgesehen, wobei die Ansaugeinrichtung ein Saugprofil oder einen Saugkasten aufweist. Durch den Einsatz eines Saugprofils bzw. eines Saugkastens kann der erzeugte Unterdruck zielgerichtet und lokal begrenzt erzeugt werden. Vorteilhafterweise ist ein durchgehendes Saugprofil, insbesondere eine Anordnung von mehreren quer zur Transportrichtung der Bögen hintereinanderliegenden Saugprofilen, oder ein durchgehender Saugkasten zur Druckabsenkung und Ausbildung der Ansaugstrecke zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung und zur Ausbildung der weiteren Ansaugstrecke vorgesehen. Ein durchgehendes Saugprofil vom Querschneider bis zur Bremseinrichtung ermöglicht in einfacher Weise eine einfache Abdichtung und eine Anpassung der Unterdruckerzeu- gung über die Profillänge in Transportrichtung der Bögen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist über die Länge des Saugprofils oder Saugkastens im Bereich der Schuppeinrichtung eine nicht-stetige bzw. nichtkontinuierliche Verringerung der Druckabsenkung bzw. ein sprunghafter Druckab- fall vorgesehen. Dies bedeutet, dass der Unterdruck im Saugprofil im Bereich der Überlappungseinrichtung von einem tieferen Unterdruck in Transportrichtung der Bögen vor der Schuppeinrichtung auf einen weniger tiefen Unterdruck nach der Schuppeinrichtung ansteigt. Zu diesem Zweck kann ein einiges unterbrechungsloses Saugprofil oder ein einziger, unterbrechungsloser bzw. durchgängiger Saug- kästen vorgesehen sein, wobei das Unterdruckniveau im Saugprofil oder Saugkasten von einer Sperre bzw. Dichtung geteilt wird. Mit anderen Worten ausgedrückt lässt sich die Länge der Ansaugstrecken durch eine Veränderung der Position der Sperre verändern. Die Sperre bzw. die Dichtung verursacht eine nicht-stetige Veränderung der Druckabsenkung über die Länge des Saugprofils oder Saugkastens. Die Position der sprunghaften Druckzunahme im Saugprofil oder Saugkasten in Transportrichtung der Bögen kann durch die bewegliche Sperre in einfacher Weise verändert und insbesondere bei in Abhängigkeit vom Bogenformat verstellbar ausgebildeter Schuppeinrichtung auf die Position der Schuppeinrichtung ausgerichtet werden.

In einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die bewegliche Sperre bzw. Dichtung zusammen mit der Schuppeinrichtung in und/oder entgegen der Transportrichtung der Bögen verstellbar ausgebildet. Die gemeinsame Verstell- barkeit kann dadurch erreicht werden, dass ein gemeinsamer Wagen für die Schuppeinrichtung und die bewegliche Dichtung bzw. Sperre vorgesehen ist, wobei der gemeinsame Wagen in und/oder entgegen der Transportrichtung der Bögen verstellbar ausgebildet ist. Der Ort der nicht-stetigen Druckänderung wandert bei Verstellung der Schuppeinrichtung mit der Position der Schuppeinrichtung in oder entgegen der Transportrichtung der Bögen. Damit ist sichergestellt, dass jedenfalls am Ort der Schuppeinrichtung stets ein weniger tiefes Druckniveau vorliegt als im Bereich zwischen Querschneider und Schuppeinrichtung. Alternativ kann zur Ausbildung einer längenveränderlichen Ansaugstrecke zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung wenigstens ein telesko- pierbares Saugprofil und/oder es können wenigstens zwei miteinander kämmende Saugprofile vorgesehen sein. Teleskopierbare und/oder kämmende Saugprofile stellen einfache mechanische Ausgestaltungen von in der Länge veränderbaren Ansaugvorrichtungen dar. Teleskopierbar bedeutet in diesem Fall, dass mehrere komplementär ausgebildete Saugprofile ineinander verschoben werden können und somit die Länge des gesamten Saugprofils verändert werden kann. Hierbei muss sichergestellt sein, dass die beiden komplementären, ineinander greifenden Saugprofile dicht miteinander verbunden sind, beispielsweise mithilfe einer dyna- mischen Dichtung, so dass über die Länge des Saugprofils ein im wesentlichen gleiches Druckprofil erreicht werden kann.

Die Ansaugstrecke kann auch aus alternierend angeordneten Saugprofilen gebildet werden, wobei ein erstes Saugprofil in Transportrichtung von der Schuppeinrich- tung und ein zweites Saugprofil entgegen der Transportrichtung von der Bremseinrichtung ausgeht und sich die beiden Saugprofile zumindest abschnittsweise quer zur Transportrichtung überlappen. Die beiden Saugprofile können derart kämmend gegeneinander verschoben werden, bis die Vorderkante des einen Saugprofils die Hinterkante des anderen Saugprofils und umgekehrt erreicht. Dann wird die maxi- male Länge der Ansaugstrecke erreicht.

Beide oben genannten Möglichkeiten zur Ausbildung einer längenveränderlichen Ansaugstrecke zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung lassen auch eine verstellbare Anordnung der Bremseinrichtung relativ zur Schuppeinrich- tung zu. Soll die Bremseinrichtung in und/oder entgegen der Transportrichtung der Bögen verstellt werden, beispielsweise um die Vorrichtung an ein geändertes Bo- genformat anzupassen, kann die Ansaugstrecke zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung auf einfache Weise an die veränderte Länge zwischen der Schuppeinrichtung und der Bremseinrichtung angepasst werden.

Die zuvor beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung können bedarfsweise miteinander kombiniert werden. Der Offenbarungsgehalt der Erfindung ist nicht auf die durch die gewählte Absatzformatierung vorgegebenen Kombinationen von Erfindungsmerkmalen beschränkt.

Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnungen und der Zeichnungen selbst. Dabei bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehungen.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert; es zeigen

Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Bildung eines

Schuppenstroms von unterlappenden Bögen nach dem Stand der Technik in einer Seitenansicht,

Fig. 2 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur

Bildung eines Schuppenstroms von unterlappenden Bögen im Betriebszustand in einer Seitenansicht,

Fig. 3 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bildung eines Schuppenstromes von unterlappenden Bögen im Betriebszustand in einer Seitenansicht und

Fig. 4 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bildung eines Schuppenstroms von unterlappenden Bögen im Betriebszustand in einer Seitenansicht.

In Fig. 1 ist schematisch eine aus dem Stand der Technik bekannte Vorrichtung 1 zur Bildung eines Bogenstroms 2 von unterlappenden Bögen 3 aus Papier, Folie oder Karton gezeigt. Die Vorrichtung 1 weist eine nicht dargestellte Zuführeinrichtung auf, die ein quasi endloses Papier- oder Kartonband 4 fördert. Das Band wird mit einer nicht dargestellten Abrolleinrichtung von einer Papier- oder Papprolle auf einer Zuführseite bereitgestellt und kann durch einen zwischen geschalteten Papierspeicher geführt werden. Eine der nicht dargestellten Zuführeinrichtung in Transportrichtung X der Bögen 3 nachgeschaltete Querschneideeinrichtung 5 schneidet das Band 4 in Bögen 3 definierter Länge. Die Quer- Schneideeinrichtung 5 ist in Form einer drehbar gelagerten Welle 6 ausgebildet, die an ihrem Umfang eine Schneide 7 aufweist. Befinden sich die auf der Welle 6 angeordnete Schneide 7 und eine feststehende Schneide 8 im Eingriff, wird das Band 4 geschnitten. Über die Veränderung der Drehgeschwindigkeit der Welle 6 sowie über die Zuführgeschwindigkeit kann die Bogenlänge eingestellt werden.

Die Bögen 3 werden in Transportrichtung X auf einer Bänderstrecke mit wenigstens einem schnell laufenden Transportband 9 weitertransportiert. Vorzugsweise ist eine Bänderstrecke mit mehreren Transportbändern 9 vorgesehen, die quer zur Transportrichtung X hintereinander liegen und voneinander beabstandet sind. Nachfol- gende Ausführungen zum Transportband 9 bezeigen sich auf diese Bänderstrecke.

Eine der Querschneideeinrichtung 5 nachfolgende Schuppeinrichtung 10 besteht aus einer Anhebeeinheit 1 1 und einer Verzögerungseinheit 12. Die Verzögerungseinheit 12 weist wenigstens ein oberhalb der Transportebene Y der Bögen 3 ange- ordnetes Saugband 13 auf. Das Saugband 13 wird gebildet durch ein mit Löchern versehenes Transportband, das mit einem vakuumerzeugenden Saugkasten 14 zusammenwirkt. Die Anhebeeinheit 1 1 weist eine Schlägerwelle 15 mit wenigstens einem Schläger 16 auf. Der Schläger 16 der Anhebeeinheit 1 1 drückt bei jeder Umdrehung der Schlägerwelle 15 einen Bogen 3 an das Saugband 13. Da das Saugband 13 mit einer geringeren Geschwindigkeit bewegt wird als das schnell laufende Transportband 9, wird die Vorderkante eines nachlaufenden Bogens 3 unter die angehobene Hinterkante eines vorlaufenden Bogens 3 befördert. Mit der nächsten Umdrehung der Schlägerwelle 16 wird der nachlaufende Bogen 3 an der Hinterkante angehoben, so dass der weiter nachlaufende Bogen 3 unter den nach- laufenden Bogen 3 gefördert werden kann. Auf diese Weise wird ein Bogenstrom 2 von unterlappenden Bögen 3 erzeugt. Befindet sich die Hinterkante des vorlaufenden Bogens 3 nicht mehr im Eingriffsbereich des Saugbandes 13, wird der vorlaufenden Bogen 3 von dem nachlaufenden Bogen 3 oberhalb der Transportebene gehalten, da der nachlaufenden Bogen 3 bereits vom Saugband 13 hochgehalten wird, bevor der vorlaufenden Bogen 3 den Eingriffsbereich des Saugbands 13 ver- lässt.

Nach der Schuppeinrichtung 10 ist in Transportrichtung X des Bogenstroms 2 eine Bremseinrichtung 17 vorgesehen. Die Bremseinrichtung 17 weist wenigstens eine Nipprolle 18 auf, die zusammen mit wenigstens einem langsam laufenden Transportband 19 einen Bremsspalt bildet. Der Abstand zwischen der Bremseinrichtung

17 und der Schuppeinrichtung 10 ist so eingestellt, dass die Bogenvorderkante ei- nes Bogens 3 vorzugsweise gerade in den Bremsspalt einläuft und verzögert wird, wenn der hintere Bogenbereich, insbesondere die Hinterkante des Bogens 3, von dem Schläger 16 der Anhebeeinheit 1 1 an das Saugband 13 gedrückt wird. Der Bogen 3 wird auf diese Weise vorzugsweise ungefähr zeitgleich von der Nipprolle

18 und dem langsam laufenden Transportband 19 im vorderen Bereich und von dem Saugband 13 im hinteren Bogenbereich abgebremst bzw. verzögert. Um den

Bogen zu spannen und ein Durchhängen des Bogens zu verringern, weist das Saugband 13 eine leicht verringerte Geschwindigkeit verglichen mit dem langsam laufenden Transportband 19 auf. Im Anschluss an die Bremseinrichtung 17 wird der Bogenstrom 2 mit gleicher Geschwindigkeit und insbesondere im wesentlichen gleicher Schuppenlänge, d.h. mit einem gleichen Abstand von der Vorderkante des vorlaufenden Bogens 3 zur Vorderkante des nachlaufenden Bogens 3, auf einem nicht dargestellten Übergabetisch zu einem nicht dargestellten Übergabepunkt einer weiterverarbeitenden Maschine weitertransportiert. Im Bereich zwischen der Querschneideeinrichtung 5 und der Schuppeinrichtung 10 kann unterhalb des Transportbandes 9 ein Saugkasten 20 angeordnet sein. Das Transportband 9 ist dann vorzugsweise als Saugband ausgebildet. Im Saugkasten 20 wird ein Unterdruck erzeugt, wodurch die Bögen gegen das Transportband 9 angezogen werden. Hierdurch wird der Bogen 3 bzw. die Materialbahn 4 vor, wäh- rend und nachdem Schneiden in der Querschneideeinrichtung 5 auf dem Transportband 9 transportiert.

Wie in Fig. 1 erkennbar ist, ist die Bremseinrichtung 17 in und/oder entgegen der Transportrichtung X der Bögen 3 verstellbar ausgebildet. Dies ist durch den Dop- pelpfeil 21 dargestellt. Wird die Vorrichtung 1 auf eine anderes Bogenformat umgestellt, wird die Bremseinrichtung 17 derart verstellt, dass der Abstand zwischen der Bremseinrichtung 17 und der Schuppeinrichtung 10 im Wesentlichen der Bogenlänge des neuen Bogenformates entspricht. Der Abstand zwischen der Bremseinrichtung 17 und der Schuppeinrichtung 10 soll derart eingestellt werden, dass der Bogen 3 im Wesentlichen zeitgleich an seiner Vorderkante von der Bremseinrichtung 17 und an seiner Hinterkante von dem Saugband 13 der Schuppeinrichtung 10 abgebremst wird. Die Schuppeinrichtung 10 kann dann in Abhängigkeit von der aktuellen (neuen) Bogenlänge relativ zu der Bremseinrichtung 17 in oder entgegen der Transportrichtung der Bögen 3 verfahren, versetzt oder verschoben werden, so dass bei jeder einstellbaren Bogenlänge ein vorlaufender Bogen 3 ungefähr gleichzeitig vorne von der Bremseinrichtung 17 und hinten von der Schuppeinrichtung 10 gebremst wird. Insbesondere wird es ermöglicht, den Abstand zwischen dem Übergabepunkt und der Bremseinrichtung 17 bzw. die Übergabelänge bei einem Formatwechsel konstant zu halten, wobei die Bremseinrichtung 17 bei einem Formatwechsel vorzugsweise nicht verstellt wird. Stattdessen wird der Abstand zwischen der vorzugsweise ortsfest angeordneten Bremseinrichtung 17 und der Schuppeinrichtung 10 durch Verstellen der Schuppeinrichtung 10 an die tatsächliche Bogenlänge angepasst. So bleibt der Abstand zwischen dem vorderen Übergabepunkt der Bögen 3 an eine Bogenverarbeitungsmaschine und der Bremseinrichtung 17 bzw. die Übergabelänge für unterschiedliche Formate bzw. Schnittlängen gleich, was zu einer erhebli- chen Vereinfachung bei der Einstellung der Vorrichtung auf ein anderes Bogenfor- mat führt. Insbesondere entfällt bei gleichbleibender Übergabelänge die Notwendigkeit, die Überlappungslänge der Bögen 3 im Schuppenstrom bei einem Formatwechsel zu verändern. Es hat sich bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung 1 gezeigt, dass der Transport der Bogenvorderkante des Bogens 3 zwischen der Schuppeinrichtung 10 und der Bremseinrichtung 17 störanfällig ist. So kann die Vorderkante des Bogens 3 insbesondere bei hohen Transportgeschwindigkeiten von dem schnell laufenden Transportband 9 abgelöst werden. Durch ein Ablösen der Bogenvorderkante von dem Transportband 9 kann der Bogen 3 beim Eintritt in den Bremsspalt der Bremseinrichtung 17 beschädigt werden. Des Weiteren kann der Bogen 3 durch ein Ablösen der Bogenvorderkante aus seiner Position gebracht werden, so dass im Anschluss eine nicht exakte Schuppenlänge zwischen der Vorderkante des vorlaufenden Bogens 3 und der Vorderkante des nachlaufenden Bogens 3 gebildet wird. Darüber hinaus kann die Bogenvorderkante beim Ablösen vom schnell laufenden Transportband 9 oder durch ein Verrutschen in einen Reibkontakt mit dem vorlaufenden Bogen 3 gelangen. Hierdurch kann der Bogen 3 zusätzlich abgebremst werden, so dass die gewünschte Schuppungslänge ebenfalls nicht erreicht wird. In Fig. 2 ist schematisch eine andere Vorrichtung 1 zur Bildung eines Schuppenstroms 2 von unterlappenden Bögen 3 in einer Seitenansicht gezeigt. Gleiche oder übereinstimmende Funktionseinheiten, Baugruppen, Bauteile sowie sonstige übereinstimmende Merkmale der in den Figuren 1 und 2 gezeigten Vorrichtung 1 sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die Bildung eines Schuppenstroms 2 von unterlappenden Bögen 3 aus Papier, Folie oder Karton erfolgt bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform entsprechend der oben beschriebenen Schuppenstrombildung bei der Vorrichtung 1 aus Fig. 1.

Abweichend zu der in Fig. 1 gezeigten Vorrichtung 1 ist bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 vorgesehen, dass die Schuppeinrichtung 10 in und/oder entgegen der Transportrichtung X abhängig von der Bogenlänge bzw. den Bogenformat verstellbar ausgebildet ist. Dies ist in Fig. 2 schematisch durch den Doppelpfeil 21 ge- zeigt. Die Bremeinrichtung 17 ist dagegen in und/oder entgegen der Transportrichtung X der Bögen 3 unverstellbar ausgebildet. Mit anderen Worten ausgedrückt bedeutet dies, dass die Schuppeinrichtung 10 bei einer Änderung der Schnittlänge der Bögen 3 bzw. bei einem Wechsel des Bogenformats die Schuppeinrichtung 10 relativ zu der Bremseinrichtung 17 so versetzt, verschoben oder verfahren wird, dass bei jeder eingestellten Bogenlänge ein vorlaufender Bogen 3 ungefähr gleichzeitig vorne von der Bremseinrichtung 17 und hinten von der Verzögerungseinheit 12 der Schuppeinrichtung 10 gebremst wird. So bleibt der Abstand zwischen dem nicht dargestellten Übergabepunkt der Bögen 3 an eine weiterverarbeitende Maschine und der Bremseinrichtung 17 bzw. die Übergabelänge für unterschiedliche Formate bzw. Schnittlängen der Bögen 3 gleich, was zu einer erheblichen Vereinfachung bei der Einstellung der in Fig. 2 gezeigten Vorrichtung 1 auf ein anderes Bogenformat führt. Für einen Formatwechsel kann die Schuppeinrichtung 10 insgesamt in oder entgegen der Transportrichtung X des Bogenstroms 2 verstellt werden, d.h. es werden die Anhebeeinheit 1 1 und die Verzögerungseinheit 12 gemein- sam bewegt, die zu diesem Zweck in einem in und/oder entgegen der Transportrichtung X der Bögen 3 bewegbaren Fahrgestell oder Rahmen oder Träger aufgenommen bzw. montiert sein können. Grundsätzlich ist es aber auch möglich, dass bei ausreichender Erstreckung des Saugbandes 13 in Transportrichtung X lediglich die Schlägerwelle 15 mit dem Schläger 16 in oder entgegen der Transportrichtung X verstellt wird.

Bei der in Fig. 2 dargestellten Vorrichtung 1 ist zwischen der Schuppeinrichtung 10 und der Bremseinrichtung 17 unterhalb des schnell laufenden Transportbandes 9 ein Saugprofil 22 vorgesehen, das als Hohlprofil ausgebildet und an eine nicht dar- gestellte Ansaugeinrichtung, wie beispielsweise ein Absauggebläse, angeschlossen ist. Vorzugsweise ist bei einer Bänderstrecke mit einer Mehrzahl von als Saugbändern ausgebildeten Transportbändern 9 jedem Transportband 9 ein Saugprofil 22 zugeordnet. Oberhalb eines Längenabschnitts des Saugprofils 22 und des zugeordneten Abschnitts des Transportbandes 9 wird zwischen der Schuppeinrichtung 10 und der Bremseinrichtung 17 wird eine erste Ansaugstrecke 24 und im Bereich zwischen der Schuppeinrichtung 10 und der Querschneideeinrichtung 5 eine weitere Ansaugstrecke 25 ausgebildet. Über das Saugprofil 22 und das Transportband 9 wirkt ein Unterdruck auf die Bögen 3 wenigstens im Bereich der Vorderkante der Bögen 3. Durch den aufgebrachten Unterdruck wird ein Ablösen der Vorderkante eines Bogens 3 verhindert. Gleichzeitig wird durch die Ausbildung der Ansaugstrecke 24 der nachlaufende Bogen 3 nach dem Passieren der Schuppeinrichtung 10 in einer definierten Position weitertransportiert. Somit ist eine definierte Unterschuppung der Bögen 3 möglich, ohne dass sich die Bögen 3 gegenseitig behindern. Das Saugprofil 22 erstreckt sich vorzugsweise über die gesamte Länge des Bereichs zwischen der Querschneideeinrichtung 5 und der Bremseinrichtung 17. Im Bereich vor der Schuppeinrichtung 10 wird durch das Saugprofil 22 die weitere Ansaugstrecke 25 ausgebildet.

Der am Saugprofil 22 anliegende Unterdruck soll dabei im Bereich der der Schuppeinrichtung 10 in Transportrichtung X nachfolgenden Ansaugstrecke 24 deutlich weniger stark sein sein als der im Bereich der weiteren Ansaugstrecke 25 anliegende Unterdruck zwischen der Querschneideeinrichtung 5 und der Schuppeinrichtung 10. Im Bereich der Schuppeinrichtung 10, genauer im Bereich der Schlägerwelle 15 mit dem Schläger 16, ist ein Abschnitt 23 vorgesehen, an dem kein Unterdruck oder ein vergleichsweise weniger starker Unterdruck anliegt. Auf diese Weise kann der Bogen 3 auf einfache Weise im Bereich 23 angehoben und gegen das Saugband 13 gedrückt werden. Im Bereich der Bogenhinterkante muss die Anhebeeinheit 1 1 somit nicht einem Unterdruck entgegenwirken, der den Bogen 3 mit seiner Hinterkante auf dem schnell laufenden Transportband 9 halten würde. Somit ist ein läge- und positionsgenauer Transport des nachlaufenden Bogens 3 unter den hochgeschlagenen vorlaufenden Bogen 3 möglich, während gleichzeitig die Bogenhinterkante ohne Beeinträchtigung von dem Schläger 16 gegen das Saugband 13 gedrückt werden kann.

Das Saugprofil 22 kann vorzugsweise durch ein durchgängiges Holhprofil gebildet werden. Die unterschiedlichen Höhen des Vakuums im Bereich der Ansaugstrecke 24 und der Ansaugstrecke 25 können durch eine Sperre bzw. Dichtung im Bereich der Schuppeinrichtung 10 erreicht werden. In diesem Fall ist es möglich, lediglich eine unterdruckerzeugende Einrichtung vorzusehen, die an das Saugprofil 22 im Bereich der Ansaugstrecke 25 angeschlossen ist. Über die Sperre wird gleichzeitig in der Ansaugstrecke 24 ein niedriger Unterdruck erzeugt. Die Druckabsenkung im Bereich der Ansaugstrecke 24 gegenüber dem Umgebungsdruck ist vorzugsweise deutlich geringer als die Druckabsenkung im Bereich der Ansaugstrecke 25.

Es ist vorteilhaft, wenn die Sperre in dem Profil, dass die Ansaugstrecken 24, 25 ausbildet, in und/oder entgegen der Transportrichtung X der Bögen 3 bewegbar, insbesondere verschiebbar, ausgebildet ist. Somit kann auf einfache Weise durch Verstellen der Sperre die Länge der Ansaugstrecke 24 an das Bogenformat ange- passt werden. Gleichzeitig wird auch die Länge der Ansaugstrecke 25 verändert, so dass die Bögen 3 in einer definierten Position und lagegerecht von der Querschneideeinrichtung 5 zur Schuppeinrichtung 10 transportiert werden.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn die bewegliche Sperre zusammen mit der Anhe- beeinheit 1 1 und/oder der gesamten Schuppeinrichtung 10 in und/oder entgegen der Transportrichtung X der Bögen 3 verstellbar ausgebildet ist. Dazu kann ein nicht dargestellter Wagen, ein Gerüst oder ein Gestell vorgesehen sein, in dem die Schuppeinrichtung 10 sowie die bewegliche Sperre angeordnet sind, wobei der Wagen in und/oder entgegen der Transportrichtung X der Bögen 3 verfahren wer- den kann. Somit kann die Vorrichtung 1 in einfacher Weise auf ein neues bzw. geändertes Bogenformat eingestellt werden.

Sofern das Saugband 13 der Schuppeinrichtung 10 sich über eine ausreichend lange Strecke in Transportrichtung X der Bögen erstreckt, kann auch vorgesehen sein, dass lediglich die Anhebeeinheit 1 1 und die bewegliche Sperre zusammen in und/oder entgegen der Transportrichtung X der Bögen 3 verstellt werden.

In Fig. 3 ist schematisch eine andere Vorrichtung 1 zur Bildung eines Schuppenstroms 2 von unterlappenden Bögen 3 in einer Seitenansicht gezeigt. Gleiche oder übereinstimmende Funktionseinheiten, Baugruppen, Bauteile sowie sonstige übereinstimmende Merkmale der in den Fig. 1 , 2 und 3 gezeigten Vorrichtung 1 sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die Bildung eines Schuppenstroms 2 von unterlappenden Bögen 3 aus Papier, Folie oder Karton erfolgt bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform entsprechend der oben beschriebenen Schuppenstrombildung bei der Vorrichtung 1 aus Fig. 1.

Abweichend zu der Vorrichtung 1 aus Fig. 2 ist die Bremseinrichtung 17 in und/oder entgegen der Transportrichtung X der Bögen 3 gemäß des Doppelpfeils 21 verschiebbar bzw. verstellbar ausgebildet, um die Vorrichtung 1 an ein geändertes Bogenformat anpassen zu können. Die Schuppeinrichtung 10 ist in der in Fig. 3 gezeigten Vorrichtung 1 lagefixiert und somit nicht in und/oder entgegen der Transportrichtung X der Bögen 3 verstellbar.

Die Ansaugstrecke 24 wird gemäß Fig. 3 gebildet durch wenigstens ein telesko- pierbares Saugprofil, das aus ineinander schiebbaren Saugprofilabschnitten 26 und 27 besteht und mit einer Ansaugeinrichtung verbunden ist. Vorzugsweise ist der Saugprofilabschnitt 27 ortsfest angeordnet und der Saugprofilabschnitt 26 ist vor- zugsweise in und/oder entgegen der Transportrichtung X der Bögen 3 verschiebbar ausgebildet. Die Länge der Ansaugstrecke 24 kann so ebenfalls an das Bogenformat angepasst werden.

In Fig. 4 ist schematisch eine weitere Vorrichtung 1 zur Bildung eines Schuppen- Stroms 2 von unterlappenden Bögen 3 in einer Seitenansicht gezeigt. Gleiche oder übereinstimmende Funktionseinheiten, Baugruppen, Bauteile sowie sonstige übereinstimmende Merkmale der in den Fig. 1 , 2, 3 und 4 gezeigten Vorrichtung 1 sind mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die Bildung eines Schuppenstroms 2 von unterlappenden Bögen 3 aus Papier, Folie oder Karton erfolgt bei der in Fig. 2 ge- zeigten Ausführungsform entsprechend der oben beschriebenen Schuppenstrombildung bei der Vorrichtung 1 aus Fig. 1.

Die in Fig. 4 gezeigte Ausführungsform der Vorrichtung 1 unterscheidet sich gegenüber der in Fig. 3 gezeigten Ausführungsform der Vorrichtung 1 dahingehend, dass die Ansaugstrecke 24 aus wenigstens 2 miteinander kämmenden Saugprofilen 28 und 29 gebildet ist, die sich wenigstens abschnittsweise quer zur Transportrichtung X der Bögen 3 überlappen können. Die Saugprofile 28, 29 sind wiederum an wenigstens eine Ansaugeinrichtung angeschlossen. Quer zur Transportrichtung X der Bögen 3 können die kämmenden Saugprofile 28, 29 alternierend ausgebildet sein.

Befindet sich die Hinterkante des Saugprofils 29 auf Höhe der Vorderkante des Saugprofils 28 ist die maximale Länge der Ansaugstrecke 24 erreicht. Werden die Saugprofile 28, 29 kämmend ineinander geschoben, beispielsweise das Saugprofil 28 entgegen der Transportrichtung X der Bögen, wird die Länge der Ansaugstrecke 24 verringert. Bezugszeichenliste:

Vorrichtung 20 18 Nipprolle

Bogenstrom 19 Transportband

Bogen 20 Saugkasten

Band 21 Doppelpfeil

Querschneideeinrichtung 22 Saugprofil

Welle 25 23 Abschnitt

Schneide 24 Ansaugstrecke

Schneide 25 Ansaugstrecke

Transportband 26 Saugprofilabschnitt

Schuppeneinrichtung 27 Saugprofilabschnitt

Anhebeeinheit 30 28 Saugprofil

Verzögerungseinheit 29 Saugprofil

Saugband

Saugkasten X Transportrichtung

Schlägerwelle Y Transportebene

Schläger 35

Bremseinrichtung