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Patent Searching and Data


Title:
APPARATUS FOR PEELING OBLONG VEGETABLE AND/OR AGRICULTURAL PRODUCTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1995/027410
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention pertains to an apparatus for peeling oblong vegetable and/or agricultural products (1), having at least two pairs of rollers (2) to convey the product (1) and a cutter unit (3) situated between the pairs of rollers (2), characterized in that the drive mechanism for each pair of conveyor rollers (2) is equipped with a freewheel (4).

Inventors:
PROTTE CHRISTOPH (DE)
HENNEMEIER SIEGFRIED (DE)
Application Number:
PCT/EP1995/001366
Publication Date:
October 19, 1995
Filing Date:
April 12, 1995
Export Citation:
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Assignee:
PROTTE CHRISTOPH (DE)
HENNEMEIER SIEGFRIED (DE)
International Classes:
A23N7/04; A47J17/08; B27L1/00; (IPC1-7): A23N7/04; B27L1/00
Foreign References:
DE7816311U11978-09-28
DE9312718U11993-10-21
US5148843A1992-09-22
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Claims:
Ansprüche
1. Vorrichtung zum Schälen von länglichen, pflanzlichen und/oder landwirtschaftlichen Produkten (1) mit zumin¬ dest zwei Walzenpaaren (2) zum Transport des Produkts (1) und einer zwischen den Walzenpaaren (2) angeordneten Messereinheit (3) , dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb jedes Transportwalzenpaares (2) mit einem Frei¬ lauf (4) versehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Transportwalze (2a, 2b) mit einem eigenen Freilauf (4) versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich¬ net, daß die beiden Transportwalzen (2a, 2b) jedes Wal¬ zenpaares (2) mit derselben Drehgeschwindigkeit antreib¬ bar sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportwalzen (2a, 2b) aller Walzenpaare (2) mit derselben Drehgeschwindigkeit ange¬ trieben werden.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Transportwalzenpaare (2) mit zwischen diesen angeordneten Messereinheiten (3) vorge¬ sehen sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachsen (5a, 5b) der Trans¬ portwalzen (2a, 2b) jeweils parallel zueinander angeord¬ net sind.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportwalzen (2a, 2b) aus einem weichen, elastischen Material gefertigt sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Messereinheit (3) jeweils zwei im wesentlichen gerade, in ihrem gegenseitigen Abstand einstellbare Messer (6a, 6b) umfaßt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Messer (6a, 6b) auf zwei gegenüberliegenden, scherenartig bewegbaren Messerträgern (7a, 7b) gelagert sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeich¬ net, daß die Mittelebenen (Sl S8) der Messer (6a, 6b) in aufeinanderfolgenden Messereinheiten (3) winkelmäßig zueinander versetzt sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß acht Messereinheiten (3) vorgesehen sind, welche um jeweils 22,5° versetzt sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9 bis 11, dadurch gekennzeich¬ net, daß die Messerträger (7a, 7b) jeweils mit einer Betätigungseinheit versehen sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinheit pneumatisch betätigbar ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungseinheit einen ersten Antrieb (8) zum Öffnen/Schließen des Messerträgerpaares (7a, 7b) und einen zweiten, unabhängigen Antrieb (9) zur Einstellung der Schnittkraft umfaßt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Antrieb (9) als wegunabhängige Feder wirkt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Messerträgerpaar (7a, 7b) um eine parallel zur Durchlaufachse des Produkts (1) ange¬ ordnete Achse schwenkbar ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß in Durchlaufrichtung des Produkts (1) vor der Messereinheit (3) eine Lichtschranke (10) angeordnet ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtschranke (10) Signale zum Öffnen/Schließen des Messerträgerpaares (7a, 7b) abgibt.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß in Durchlaufrichtung des Produkts (1) nach jeder Messereinheit (3) ein mit einer Ausneh¬ mung zur Durchführung des Produkts (1) versehenes Prall¬ blech (30) angeordnet ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Messereinheit (3) mit einer Spüleinrichtung (11) versehen ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Spüleinrichtung (11) zumindest eine an dem Messerträger (7a, 7b) angeordnete, das Messer (6a, 6b) in dessen Längsrichtung beaufschlagende Düse (12) umfaßt.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (12) in einen Lagerzapfen (22) des Messers (6a, 6b) integriert ist.
23. Vorrichtung nach Ansprüche 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Spüleinrichtung (11) zum Durchleiten von Wasser ausgebildet ist.
Description:
Vorrichtung zum Schälen von länglichen pflanzlichen und/oder landwirtschaftlichen Produkten

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schälen von länglichen pflanzlichen und/oder landwirtschaftlichen Pro¬ dukten, insbesondere von Spargel, Gurken, Karotten, Rüben, Schwarzwurzeln etc. mit zumindest zwei Walzenpaaren zum Transport des Produktes und einer zwischen den Walzenpaaren angeordneten Messereinheit.

Der Stand der Technik zeigt vielfältigste Ausgestaltungen von Vorrichtungen zum Schälen von Spargel. Ganz generell erfordert die Bearbeitung von Spargel ein sorgfältiges Schälen des gesamten U fangs des Spargels, um die harte, faserige äußere Schicht zu entfernen. Es muß somit gewähr¬ leistet werden, daß der Spargel an seinem gesamten Umfang gleichmäßig geschält wird.

Ein weiterer, wesentlicher Aspekt liegt darin, daß der rela¬ tiv weiche, empfindliche Kopf .des Spargels nicht geschält werden darf, da der Kopf beschädigt wäre und da zum anderen im Bereich des Kopfes keine harte Außenschicht vorhanden ist.

Bei der Bearbeitung von Spargel ergeben sich erhebliche Schwierigkeiten daraus, daß die einzelnen Spargelstangen unterschiedlich lang und dick sind und im übrigen nur in den wenigsten Fällen vollständig gerade gewachsen sind. Bear¬ beitungsvorrichtungen müssen somit in der Lage sein, auch krumme und größere bzw. kleinere Spargelstangen zuverlässig zu bearbeiten.

Die DE-OS 28 13 083 beschreibt eine Anlage zum Verarbeiten von Spargel, bei welcher der Spargel durch zwei voneinander beabstandete Transportwalzenpaare transportiert wird. Zwi¬ schen den beiden Transportwalzenpaaren, welche starr aus¬ gebildet sind und zu einer Formung des Spargels beitragen, ist eine Messereinheit angeordnet, welche in Form eines

keilförmigen Rohres ausgebildet ist. Beim Durchschieben des Spargels durch die Messereinheit wird von seinem Umfang eine Schicht abgeschält. Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist, daß die starren Transportwalzen bei geringsten Fehlorientie¬ rungen des Spargels diesen beschädigen. Es können weder krumme noch dickere oder dünnere Spargel verarbeitet werden. Auch die Messereinheit ist so ausgebildet, daß eine Anpas¬ sung an unterschiedliche Geometrien der einzelnen Spargel¬ stange nicht möglich ist. Es besteht somit die Gefahr, daß zu dünne Spargel überhaupt nicht und zu dicke Spargel über¬ mäßig stark geschält werden.

Eine weitere Vorrichtung zum Schälen von Spargel ist aus der DE-OS 22 35 104 vorbekannt. Die Spargelstange wird mehreren aufeinanderfolgend angeordneten Messereinheiten zugeführt, wobei die Messereinheiten jeweils ein Schälmesserpaar auf¬ weisen. Die beiden Schälmesser sind an Messerträgern gela¬ gert, welche scherenartig geöffnet oder geschlossen werden können. Die einzelnen Spargel werden mittels Haltevorrich¬ tungen gegriffen und transportiert, welche an Transport¬ mitteln befestigt sind. Eine zuverlässige, beschädigungs¬ freie Bearbeitung von unterschiedlich dimensionierten Spar¬ gelstangen ist nicht möglich, da die Transportmittel der¬ artige Spargelstangen nicht zuverlässig greifen und trans¬ portieren können.

Das DE-Ul 78 16 311 zeigt eine weitere Ausgestaltung einer Spargelschälmaschine, bei welcher die Spargelstange mittels zweier Transportradpaare an Messern vorbeigeleitet wird. Die Messereinheit umschließt den gesamten Umfang des Spargels und dient zum Schälen des Spargels bei einem einzigen Durch¬ lauf durch die Messereinheit. Auch hierbei erweist es sich als nachteilig, daß eine Anpassung an unterschiedliche dimensionierte Spargel nicht möglich ist. Weiterhin sind die Messer so ausgebildet und angeordnet, daß sie binnen kürze¬ ster Zeit von den Spargelschalen zugesetzt werden, so daß die Funktionssicherheit der Anlage nicht gegeben ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsge¬ mäße Vorrichtung zum Schälen von länglichen pflanzlichen und/oder landwirtschaftlichen Produkten zu schaffen, welche bei einfachem Aufbau und einfacher, funktionssicherer An¬ wendbarkeit ohne Beschädigung der Produkte eine zuverlässige Bearbeitung auch unterschiedlich dimensionierter Produkte ermöglicht.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Antrieb jedes Transportwalzenpaares mit einem Freilauf ver¬ sehen ist.

Im nachfolgenden wird die Erfindung insbesondere im Hinblick auf das Schälen von Spargelstangen beschrieben, es versteht sich jedoch, daß diese Beschreibung nicht einschränkend ist.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zeichnet sich durch eine Reihe erheblicher Vorteile aus. Durch den erfindungsgemäß vorgesehenen Freilauf wird vollständig verhindert, daß auf die Spargelstange Zug- oder Druckkräfte aufgebracht werden, die zu einer Beschädigung führen können. Da Spargel vom Kopf bis zum Ende einen zunehmenden Durchmesser aufweisen, er¬ geben sich zwangsläufig bei den Walzenpaaren vor und hinter der Messereinheit unterschiedliche Umfangsgeschwindigkeiten. Diese würden, wäre der Antrieb der Transportwalzenpaare nicht mit einem Freilauf versehen, zu einer unterschied¬ lichen Fördergeschwindigkeit des Spargels führen. Durch den erfindungsgemäß vorgesehenen Freilauf ist es möglich, das jeweils langsamere Transportwalzenpaar von seinem Antrieb zu entkoppeln und in eine schnellere Drehbewegung zu versetzen. Das Transportwalzenpaar, welches den Spargel an seiner dün¬ neren Stelle greift, führt damit zu einer Beschleunigung des jeweils anderen Transportwalzenpaares. Hierdurch wird ver¬ hindert, daß auf den Spargel Zugkräfte aufgebracht werden, welche zu seiner Beschädigung, insbesondere zu einem Ab¬ reißen des Kopfes führen würden.

In einer günstigen Weiterbildung der Erfindung ist vorge¬ sehen, daß jede Transportwalze mit einem eigenen Freilauf versehen ist. Hierdurch können insbesondere Unterschiede, welche durch gebogene oder krumme Spargel hervorgerufen werden, ausgeglichen werden.

Die beiden Transportwalzen jedes Walzenpaares werden bevor¬ zugterweise mit derselben Drehgeschwindigkeit angetrieben. Besonders günstig ist es, wenn sämtliche Transportwalzen aller in der Vorrichtung vorgesehenen Walzenpaare mit der¬ selben Drehgeschwindigkeit angetrieben werden.

Um eine vollständige, gleichmäßige Bearbeitung des Spargels zu gewährleisten, kann es günstig sein, wenn mehrere Trans¬ portwalzenpaare mit zwischen diesen angeordneten Messerein¬ heiten vorgesehen sind. So ist es beispielsweise möglich, acht Messereinheiten und neun Transportwalzenpaare zu ver¬ wenden.

Die Drehachsen der Transportwalzen sind bevorzugterweise jeweils parallel zueinander angeordnet. Hieraus ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau der gesamten Vorrichtung.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Transportwalzen aus einem weichen, elastischen Material gefertigt sind. Dieses Material kann beispielsweise Schaumgummi oder ähnliches sein. Hierdurch wird eine schonende Behandlung des Spargels sichergestellt, wobei unterschiedlichst dimensionierte Spar¬ gel bearbeitet werden können. Die Transportwalzen weisen beispielsweise jeweils einen Durchmesser von 60 mm auf und sind so angeordnet, daß die beiden Transportwalzen eines Walzenpaares nur einen geringen Abstand zueinander aufwei¬ sen. Durch die elastische Verformbarkeit des Walzen-Materi¬ als wird ein zuverlässiges Transportieren und Greifen des Spargels sichergestellt.

Die erfindungsgemäß vorgesehene Messereinheit weist bevor-

zugterweise jeweils zwei im wesentlichen gerade, an ihrem gegenseitigen Abstand einstellbare Messer auf. Durch die gerade Ausgestaltung der Messer ergibt sich zum einen eine

einfache, kostengünstige Herstellbarkeit, zum anderen sind die Messer nicht auf bestimmte Abmessungen der Spargel fest¬ gelegt.

Die Messer sind bevorzugterweise auf zwei gegenüberliegen¬ den, scherenartig bewegbaren Messerträgern gelagert, so daß eine Einstellung und Anpassung an unterschiedlich dicke, abzuschälende Spargelbereiche möglich ist. Durch eine win¬ kelmäßige Versetzung aufeinanderfolgender Messer wird der Spargel an seinem gesamten Umfang bearbeitet.

Die Messerträger sind jeweils mit einer Betätigungseinheit versehen, welche pneumatisch betätigbar sein kann. In gün¬ stiger Ausbildung der Erfindung kann die Betätigungseinheit einen ersten Antrieb zum Öffnen/Schließen des Messerträger¬ paares und einen zweiten, unabhängigen Antrieb zur Einstel¬ lung der Schnittkraft umfassen. Der zweite Antrieb kann als wegunabhängige Feder ausgebildet sein. Auch diese kann in Form eines pneumatischen Zylinders ausgestaltet werden. Auf diese Weise wird gewährleistet, daß stets ein ausreichender Schnittdruck an den Messern angelegt wird und daß das Öffnen bzw. Schließen unabhängig von der Aufbringung des Schnitt¬ druckes erfolgt. Auch durch diese Maßnahme wird gewährlei¬ stet, daß unterschiedlich dimensionierte Spargel gleichmäßig bearbeitet werden können.

Besonders günstig ist es, wenn in Durchlaufrichtung des Spargels vor der Messereinheit eine Lichtschranke angeordnet ist, welche Signale zum Öffnen/Schließen des Messerträger- paares abgibt. In Abhängigkeit von der gewählten Durchlauf- geschwindigkeit und der gewünschten Signalverarbeitung er¬ folgt das Schließen des Messerträgerpaares zu einem Zeit¬ punkt, in welchem der Kopf des Spargels das Messerträgerpaar

bereits passiert hat. Hierdurch wird vermieden, daß der Spargel im Bereich seines Kopfes geschält wird.

Um eine Beeinträchtigung nachfolgender Transportwalzen oder Messereinheiten durch die abgeschälten Spargelschalen zu vermeiden, ist es günstig, wenn, in Durchlaufrichtung des Spargels, nach jeder Messereinheit eine mit einer Ausnehmung zur Durchführung des Spargels versehene Prallplatte ange¬ ordnet ist. Die Ausnehmung kann elastische Abstreifelemente aufweisen, welche gegen den Spargel anliegen. Hierdurch werden die Schalen in zuverlässiger Weise zurückgehalten bzw. abgeführt.

Um die Messer vor einem Zusetzen zu schützen, ist es beson¬ ders günstig, wenn die Messereinheit mit einer Spüleinrich¬ tung versehen ist. Diese kann bevorzugterweise zumindest eine an dem Meεserträger angeordnete, das Messer in dessen Längsrichtung beaufschlagte Düse umfassen, durch welche Was¬ ser zugeführt werden kann. Somit werden Schalen, welche an dem Messer anhaften, in zuverlässiger Weise von dem Messer abgespült. Auch hierbei ist es günstig, wenn das Messer gerade ausgebildet ist.

Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbei¬ spieles in Verbindung mit der Zeichnung beschrieben. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine schematische Teil-Seitenansicht, teils im Schnitt, einer Bearbeitungsstation der erfindungsge¬ mäßen Vorrichtung,

Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf zwei benachbarte Transportwalzenpaare,

Fig. 3 eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Messereinheit,

Fig. 4 eine Seitenansicht der in Fig. 3 dargestellten Messereinheit,

Fig. 5 eine perspektivische Teilansicht der erfindungsge¬ mäßen Vorrichtung,

Fig. 6 eine Darstellung der Anordnung der Messerachsen, und

Fig. 7 eine weitere Ausgestaltungsvariante der Messerein¬ heiten, in ähnlicher Darstellung wie Fig. 1.

Die Fig. 2 zeigt in schematischer Darstellung einen Spargel

1 mit einem Kopf la. Der Spargel 1 ist von zwei in Durch¬ laufrichtung nacheinander angeordneten Walzenpaaren 2 ge¬ griffen, jedes Walzenpaar 2 besteht aus zwei Transportwalzen 2a, 2b. Die Durchlaufrichtung des Spargels ist durch den Pfeil A angegeben. Aus der Abbildung 2 ist ersichtlich, daß der Spargel 1 zu seiner Bearbeitung gleichzeitig von zwei Transportwalzenpaaren 2 gegriffen und gehalten werden kann.

Fig. 1 zeigt eine Bearbeitungsstation der erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer Seitenansicht. Die Transport¬ walze 2a ist aus einem schaumstoffartigen Material gefertigt und mit einer Welle 13 versehen, die in einem Lagerbock 14 drehbar gelagert ist. Am oberen Ende der Welle 13 ist ein Freilauf 4 angeordnet, auf welchem ein Antriebsrad 15 sitzt. Das Antriebsrad 15 ist so ausgebildet, daß es durch einen Zahnriemen 16 formschlüssig umschlingbar und damit antreib¬ bar ist. Die Fig. 5 zeigt die Anordnung mehrerer Walzenpaare

2 an einem Gehäuse 17. Auf die Darstellung des Zahnriemens 16 wurde der Übersichtlichkeit halber verzichtet, auch wur¬ den die einzelnen Transportwalzen 2 jeweils nur Schema- ti- siert dargestellt. Es ist jedoch zu erkennen, daß diese je¬ weils benachbart zueinander angeordnet sind, so daß sich ein relativ schmaler Walzenspalt ergibt, durch den der Spargel 1 durchführbar ist. Weiterhin ist in Fig. 5 ein Antrieb 18 in

schematischer Weise dargestellt, welcher zum Antreiben des Zahnriemens 16 dient. Somit werden sämtliche Antriebsräder 15 und damit sämtliche Transportwalzen 2 mittels eines gemeinsamen Antriebs 18 über einen Zahnriemen 16 angetrie¬ ben, wobei sämtliche Walzen mit der¬

selben Drehgeschwindigkeit um ihre Drehachsen 5a bzw. 5b angetrieben werden.

Wie in Fig. 1 gezeigt, ist, in Durchlaufrichtung, hinter dem Walzenpaar 2 jeweils eine Lichtschranke 10 angeordnet, wel¬ che Signale an eine im einzelnen nicht gezeigte Steuerein¬ heit abgibt. Die Steuereinheit dient zum Öffnen bzw. Schließen einer nachfolgenden Messereinheit 3.

Die Messereinheit 3 ist insbesondere in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Sie umfaßt einen Träger 19, an welchem zwei zueinander parallele Bolzen 20 befestigt sind. Auf diesen Bolzen 20 sind drehbar bzw. schwenkbar Messerträger 7a, 7b gelagert. Die Messerträger sind an ihrem unteren Endbereich an den einander zugewandten Seiten mit einer Ausnehmung 21 versehen. In der Ausnehmung 21 ist jeweils ein gerade ausge¬ bildetes Messer 6a, 6b gelagert. Das Messer 6 weist an sei¬ nem oberen bzw. seinem unteren Ende einen Lagerzapfen 22 auf, welcher drehbar in dem Messerträger 7 angeordnet ist. Hierdurch kann das Messer 6 etwas verschwenkt werden, um sich der Geometrie des Spargels 1 anzupassen.

Die Fig. 3 zeigt weiterhin, daß jeder Messerträger 7 an seiner einen Seite mit einem Ansatz 23 versehen ist, welcher in Form eines Bolzens ausgebildet sein kann. Die beiden Ansätze 23 benachbarter Messerträger 7a, 7b können zum Öffnen der Messereinheit 3 mittels eines Keiles 24 ausein¬ andergedrückt werden. Zu diesem Zwecke ist der Keil 24 über eine Kolbenstange 25 mit einer pneumatischen Kolben/Zylin¬ dereinheit verbunden. Durch Verschieben der Kolbenstange 25 wird die Messereinheit 3 geöffnet bzw. geschlossen. Die Ein-

heit 26 bildet somit einen ersten Antrieb 8 der Messerein¬ heit 3.

Am oberen Ende der Messerträger 7 ist ein zweiter Antrieb 9 angeordnet, welcher durch eine pneumatische Kolben/Zylinder¬

einheit 27 gebildet wird. Diese wirkt als pneumatische Feder und dient, unabhängig von dem ersten Antrieb 8, zur Aufbrin¬ gung einer ausreichenden Schnittkraft auf die Messer 6.

Die Fig. 1, 3 und 4 zeigen weiterhin, daß der obere Lager¬ zapfen 22 des Messers 6 hohl ausgebildet ist, so daß über einen Anschluß 28 Wasser zugeführt werden kann, um die Mes¬ ser 6 von anhaftenden Schalen zu befreien. Das Aufsprühen des Wassers ist schematisch in Fig. 1 gezeigt. Der Auslaß 29 des Lagerzapfens 22 dient hierbei als Sprühdüse.

Die Fig. 3 zeigt in gestrichelter Darstellung den geöffneten Zustand der Messerträger 7a, 7b, während die durchgezogenen Linien einen geschlossenen Zustand zeigen.

In Fig. 5 wurde der Einfachheit halber darauf verzichtet, die Lichtschranke sowie die Messereinheit darzustellen.

In Fig. 6 ist gezeigt, daß die Schnittebenen Sl bis S8 auf¬ einanderfolgender Messer zueinander versetzt sind, um zu einer gleichmäßigen Bearbeitung des Spargels 1 an seinem gesamten Umfang zu führen.

Durch die in Fig. 6 gezeigten unterschiedlichen Einbaulagen der Messereinheiten 3 ergeben sich unterschiedlich resultie¬ rende Gewichtsfkräfte, welche auf die Messerträger 7 wirken. Um ein einheitliches Schälergebnis zu erhalten, ist es be¬ sonders günstig, wenn die Andruckkraft der pneumatischen Kolben/Zylindereinheit 27 des zweiten Antriebes 9 jeder Mes¬ sereinheit 3 separat hinsichtlich des wirksamen Drucks ein¬ stellbar ist. Der Druck kann an den einzelnen Messereinhei-

ten 3 unterschiedlich eingestellt werden. Dies erfolgt durch Differenzdruckregelventile, welche jeweils einzeln einstell¬ bar sind. Durch eine kollektive Verstellmöglichkeit der ein¬ zelnen Differenzdruckregelventile kann der Schneiddruck al¬ ler Messereinheiten 3 kollektiv verstellt werden, um die Schälwirkung der gesamten Vorrichtung anpassen zu können. Die einzelnen Differenzdruckregelventile werden bei der Grundeinstellung der Vorrichtung einjustiert, eine einzelne Verstellung ist während des Betriebs der Vorrichtung nicht notwendig.

Durch die beschriebene Ausgestaltung der Messereinheit 3 ist es möglich, durch den zweiten Antrieb 9 jeweils für sämt¬ liche Messereinheiten 3 der gesamten Vorrichtung einen glei¬ chen Schneiddruck einzustellen. Dieser kann entsprechend für alle Bearbeitungsstationen in gleicher Weise geändert wer¬ den, beispielsweise um die Dicke der abzuschälenden Schale einzustellen.

Die Fig. 1 zeigt weiterhin in der linken Hälfte schematisch dargestellt ein Prallblech 30, welches mit einer im einzel¬ nen nicht gezeigten Öffnung versehen ist. Durch das Prall¬ blech 30 werden die Spargelschalen zurückgehalten, es wird verhindert, daß Spargelschalen von der vorangehenden Messer¬ einheit 3 in die nachfolgende Transportwalze gelangen.

Die Fig. 7 zeigt eine abgewandelte Ausgestaltungsform der Messereinheit. Im übrigen sind bei dieser Ausgestaltungsform gleiche Teile mit gleiche Bezugsziffern versehen, so daß auf eine nochmalige detaillierte Beschreibung verzichtet werden kann.

Im Vergleich zu der in Fig. 7 gezeigten Ausgestaltungsform erfolgt das Öffnen bzw. Schließen der Messer nicht über einen Keil und zugeordnete Federn, sondern es werden die Messerträger 7a, 7b über eine Feder geöffnet, während die Schließbewegung der Messerträger 7a, 7b über eine Kolben-

Zylindereinheit erfolgt. Im einzelnen sind bei dem in Fig. 7 gezeigten Ausführungsbeispiel zwei seitliche Federn 31 vor¬ gesehen, welche mit ihrem einen Ende über ein Befestigungs¬ element 32 direkt mit dem jeweiligen Messerträger 7a, 7b verbunden sind, während das freie, obere Ende der Federn 31 verstellbar mittels eines Winkelträgers 33 an dem Träger 19 gelagert ist. Im einzelnen ist das Ende der Feder an einen Schraubenkopf 34 einer Schraube 35 eingehängt, welche ver¬ stellbar in dem Winkelträger 33 geführt ist und mittels einer Mutter 36 lage-gesichert werden kann. Durch die Län¬ genverstellung der Schraube 35 kann die Federkraft der Feder 31 einjustiert werden, so daß die Lage der Messerträger 7a bzw. 7b einzeln einstellbar ist. Durch Einstellung der Federn 31 ist es somit möglich, einen vorgegebenen, einheit¬ lichen Schäldruck der Messer 6a, 6b einzustellen, ohne daß durch diese Einstellung der pneumatische Druck verändert werden müßte. Der Andruck der Messer 6a, 6b wird weiterhin mittels des zweiten Antriebs 9 bewirkt. Bei der in Fig. 7 gezeigten Ausgestaltung ergibt sich der Vorteil, daß der Schließvorgang weicher erfolgt, da er gegen die Kraft der Federn 31 durchgeführt wird. Weiterhin lassen sich die ein¬ zelnen Schälstationen bzw. Messereinheiten 3 weiter öffnen. Zusätzlich ist eine genauere Justierung der Messer 6a, 6b zur Durchlaufmitte des zu bearbeitenden Produktes möglich. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die vorderen und hinteren Messereinheite 3 mit unterschiedlich großem Anpreßdruck der Messer einzustellen.

Im folgenden wird die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben:

Es wird, beispielsweise manuell, ein Spargel 1 in das erste Transportwalzenpaar eingeführt. Nach dem der Kopf la des Spargels 1 das Transportwalzenpaar verlassen hat, gelangt er in den Bereich der Lichtschranke 10. In Abhängigkeit der eingestellten Verzögerung wird nunmehr der erste Antrieb 8 der nachgeordneten Messereinheit 3 betätigt, um das Messer-

trägerpaar 7a, 7b zu schließen. Die Verzögerung ist so gewählt, daß zu diesem Zeitpunkt der Kopf la des Spargels 1, wie in Fig. 1 gezeigt, das Messerträgerpaar 7 bereits passiert hat. Hierdurch wird verhindert, daß der Kopf la beschädigt wird.

Nachfolgend gelangt der Kopf la des Spargels 1 in das zwei¬ te, in Fig. 1 auf der rechten Seite nur teilweise darge¬ stellte Transportwalzenpaar 2. Hierdurch wird der Spargel, wie in Fig. 2 gezeigt, gleichzeitig von zwei Transportwal¬ zenpaaren 2 gegriffen. Da die Transportwalzen 2 jeweils mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden, ergeben sich, bedingt durch die unterschiedliche Dicke des Spargels im Kopfbereich bzw. in seinem Endbereich unter¬ schiedliche Fördergeschwindigkeiten. Diese würden dazu führen, daß das in Fig. 2 rechts dargestellte Transportwal¬ zenpaar den Spargel - bedingt durch den größeren wirksamen Radius der Transportwalze - schneller transportiert als das in der linken Seite der Fig. 2 gezeigte Transportwalzenpaar. Hierdurch würde die Gefahr eines Bruchs des Spargelkopfes bestehen. Durch den erfindungsgemäß vorgesehenen Freilauf werden nun die - in Fig. 2 linken - Walzen etwas beschleu¬ nigt, so daß der Spargel 1 gleichmäßig transportiert wird.

Nach dem das Ende des Spargels 1 die Lichtschranke 10 passiert hat, wird der Messerträger 7 der Messereinheit 3 wieder geöffnet.

Während des gesamten Bearbeitungsvorganges wird Wasser durch die Sprüheinrichtung 11 der Düse 12 zugeführt, um die Messer 6 von möglicherweise anhaftenden Spargelschalen zu befreien.

Sowohl der Zeitpunkt der Öffnung des Messerträgers als auch der Zeitpunkt des Schließens des Messerträgers sind jeweils einstellbar.

Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung können 1800 bis 2000

Spargelstangen pro Stunde problemlos bearbeitet werden, eine derartige Leistung ermöglicht keine der aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen.

Die Erfindung ist nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt, vielmehr ergeben sich im Rahmen der Erfindung vielfältige Abwandlungs- und Modifikationsmöglichkeiten. Es ist insbesondere darauf hinzuweisen, daß die Erfindung nicht auf das Schälen von Spargel beschränkt ist, sondern vielmehr können auch ähnliche Früchte, Gemüse etc. bearbeitet werden. Weiterhin können die einzelnen Komponenten entsprechend an¬ gepaßt werden. So ist es möglich, die Transportwalzen nicht zylindrisch auszubilden, sondern mit einer mittigen Nut zu versehen. Die Messer können gewölbt oder gebogen aus¬ gebildet sein.

Zusammenfassend ist folgendes festzustellen:

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Schälen von Spargel (1) mit zumindest zwei Walzenpaaren (2) zum Transport des Spargels (1) und einer zwischen den Walzen¬ paaren (2) angeordneten Messereinheit (3) , dadurch gekenn¬ zeichnet, daß der Antrieb jedes Transportwalzenpaares (2) mit einem Freilauf (4) versehen ist. (Fig. 1) .