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Patent Searching and Data


Title:
APPARATUS, PLUG CONNECTOR SET, INDICATOR ELEMENT AND METHOD FOR IDENTIFYING INITIAL DISCONNECTION OF A PLUG CONNECTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/212114
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an apparatus (2) designed for identifying initial disconnection of a plug connection, wherein the plug connection is changed from a connected state to a disconnected state in the event of the initial disconnection, having two plug connectors (4, 6) which are compatible with one another, specifically a first plug connector (4) and a second plug connector (6), an indicator element (8) with a film-like carrier (10) composed of an insulating material, which indicator element is fixed in the first plug connector (4) and in the second plug connector (6) in the connected state, and two contact elements (12) which are connected or can be connected to one another via a first electrical bridge (14) and are configured in such a way that, during the course of the initial disconnection, at least a portion (A) of the film-like carrier (10) is displaced, the film-like carrier (10) is mechanically damaged and the connection between the two contact elements (12) via the electrical bridge (14) is changed, wherein this change is detected as an indication of the initial disconnection of the plug connection.

Inventors:
KLEINAU SEBASTIAN F (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/058614
Publication Date:
October 22, 2020
Filing Date:
March 26, 2020
Export Citation:
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Assignee:
LEONI BORDNETZ SYS GMBH (DE)
International Classes:
B60R25/30; H01R13/639
Domestic Patent References:
WO2013162590A12013-10-31
Foreign References:
EP1612566A12006-01-04
EP2863488A12015-04-22
Attorney, Agent or Firm:
FDST PATENTANWÄLTE (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Vorrichtung (2) ausgebildet zur Erkennung einer erstmaligen Trennung einer Steckverbindung, wobei die Steckverbindung bei der erstmaligen Trennung von einem verbundenen Zustand in einen getrennten Zustand überführt wird, aufweisend

- zwei zueinander kompatible Steckverbinder (4,6), nämlich einen ersten Steckverbinder (4) und einen zweiten Steckverbinder (6),

- ein Indikatorelement (8) mit einem folienartigen Träger (10) aus einem Iso- liermaterial, welches im verbundenen Zustand im ersten Steckverbinder (4) sowie im zweiten Steckverbinder (6) fixiert ist, sowie

- zwei Kontaktelemente (12), die über eine erste elektrische Brücke (14) mit einander verbunden sind oder verbindbar sind,

und ausgestaltet derart, dass im Zuge der erstmaligen Trennung

- zumindest ein Teilstück (A) des folienartigen Trägers (10) versetzt wird,

- der folienartige Träger (10) mechanisch beschädigt wird und

- die Verbindung zwischen den zwei Kontaktelementen (12) über die erste elektrische Brücke (14) verändert wird, wobei diese Veränderung als Indiz für die erstmalige Trennung der Steckverbindung erfasst wird.

2. Vorrichtung (2) nach Anspruch 1 ,

wobei durch die Veränderung der Verbindung ein elektrischer Parameter, insbesondere eine Leitfähigkeit, zwischen den zwei Kontaktelementen (12) geändert wird und wobei die Änderung des elektrischen Parameters als In- diz für die erstmalige Trennung der Steckverbindung erfasst wird.

3. Vorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2,

wobei der erste Steckverbinder (4) die zwei Kontaktelemente (12) aufweist. 4. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

wobei ein Rastelement (18) des zweiten Steckverbinders (6) in eine Ausspa rung (22) im folienartigen Träger (10) eingreift.

5. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

wobei das Indikatorelement (8) mit dem folienartigen Träger (10) im verbun denen Zustand derart im ersten Steckverbinder (4) sowie im zweiten Steck verbinder (6) fixiert ist, dass der folienartige Träger (10) beim erstmaligen Trennen der Steckverbindung im ersten Steckverbinder (4) bis zu einem An schlag (26) verschoben wird.

6. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,

wobei das Indikatorelement (8) mit dem folienartigen Träger (10) im verbun- denen Zustand derart im ersten Steckverbinder (4) sowie im zweiten Steck verbinder (6) fixiert ist, dass der folienartige Träger (10) beim erstmaligen Trennen der Steckverbindung im ersten Steckverbinder (4) aus einem ersten Rastsitz (24) in einen zweiten Rastsitz (26) verschoben wird. 7. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,

wobei das Indikatorelement (8) mit dem folienartigen Träger (10) im verbun denen Zustand derart im ersten Steckverbinder (4) sowie im zweiten Steck verbinder (6) fixiert ist, dass der folienartige Träger (10) beim erstmaligen Trennen der Steckverbindung zerteilt wird, insbesondere an einer vorgege- benen Solltrennstelle (32).

8. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,

wobei jedes der zwei Kontaktelemente (12) eine Kontaktfeder (36) aufweist, die im verbundenen Zustand gegen das Indikatorelement (8) und insbeson- dere den folienartigen Träger (10) drückt.

9. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,

wobei die erste elektrische Brücke (14) entweder Teil des Indikatorelements (8) ist und auf dem folienartigen Träger (10) angeordnet ist oder als ein ei- genständiges Bauteil (38) im ersten Steckverbinder (4) angeordnet ist.

10. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,

wobei die erste elektrische Brücke (14) entweder lediglich im verbundenen Zustand elektrisch leitfähig mit den zwei Kontaktelementen (12) verbunden ist oder lediglich im getrennten Zustand.

11. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

wobei diese derart ausgebildet ist, dass die erste elektrische Brücke (14) aufgrund des Versetzens des zumindest einen Teilstücks (A) des folienarti gen Trägers (10) oder der mechanischen Beschädigung des folienartigen Trägers (10) im Zuge der erstmaligen Trennung der Steckverbindung mit den zwei Kontaktelementen (12) elektrisch leitfähig verbunden wird oder dass die elektrisch leitfähige Verbindung zwischen der ersten elektrischen Brücke (14) und den zwei Kontaktelementen (12) aufgrund des Versetzens des zumin dest einen Teilstücks (A) des folienartigen Trägers (10) oder der mechani schen Beschädigung des folienartigen Trägers (10) im Zuge der erstmaligen Trennung der Steckverbindung getrennt wird.

12. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ,

wobei die erste elektrische Brücke (14) die zwei Kontaktelemente (12) kurz schließt.

13. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 12,

wobei diese ein Sicherungselement und insbesondere eine Schmelzsiche rung aufweist, welches bzw. welche elektrisch leitfähig mit einem der zwei Kontaktelemente (12) verbunden ist.

14. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,

wobei das Indikatorelement (8) eine elektrisch leitfähige Struktur (16) auf weist, die mit dem folienartigen Träger (10) verbunden ist und die die erste elektrische Brücke (14) zumindest teilweise ausbildet.

15. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 14,

wobei ein im ersten Steckverbinder (4) integrierter Querleiter (38) die erste elektrische Brücke (14) ausbildet. 16. Vorrichtung (2) nach Anspruch 15,

wobei der folienartige Träger (10) aus dem Isoliermaterial im verbundenen Zustand zwischen dem Querleiter (38) und den zwei Kontaktelementen (12) positioniert ist und hierdurch den Querleiter (38) von den zwei Kontaktele menten (12) elektrisch isoliert.

17. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 16,

wobei die erste elektrische Brücke (14) oder eine zweite elektrische Brücke (42) ein Widerstandselement (60 bzw. 44) und/oder eine elektronische Schaltung (66) aufweist.

18. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 17,

wobei das Indikatorelement (8) die erste elektrische Brücke (14) aufweist, wobei die erste elektrische Brücke (14) einen integrierten Schaltkreis (66) aufweist und wobei das Indikatorelement (8) insbesondere derart ausgestal- tet ist, dass der integrierte Schaltkreis (66) im verbundenen Zustand mit den zwei Kontaktelementen (12) elektrisch leitfähig verbunden ist und durch eine erstmalige Trennung der Steckverbindung von den zwei Kontaktelementen (12) getrennt wird. 19. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 18,

wobei diese eine Auswerteeinheit, insbesondere mit einem Permanentspei cher, aufweist zur messtechnischen Ermittlung des Vorliegens des getrenn ten Zustandes. 0. Vorrichtung (2) nach Anspruch 18 und Anspruch 19,

wobei diese derart ausgebildet ist, dass im verbundenen Zustand in zumin dest einem Betriebsmodus eine Interaktion zwischen dem integrierten Schaltkreis (66) und der Auswerteeinheit erfolgt, wobei sich diese Interaktion durch eine erstmalige Trennung der Steckverbindung verändert und wobei diese Veränderung von der Auswerteeinheit als Indiz für die erstmalige Trennung der Steckverbindung erfasst wird.

21. Vorrichtung (2) nach Anspruch 20,

wobei diese derart ausgebildet ist, dass im Zuge der Interaktion der integrier te Schaltkreis (66) periodisch ein Signal, insbesondere ein das Indikatorele ment (8) identifizierendes Signal, an die Auswerteeinheit übermittelt wird, wobei sich das Signal durch eine erstmalige Trennung der Steckverbindung verändert.

22. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 21 ,

wobei das Indikatorelement (8) für jedes der zwei Kontaktelemente (12) eine elektrisch leitfähige Kontaktfeder (54) aufweist, die gegen das zugehörige Kontaktelement (12) drückt.

23. Vorrichtung (2) nach Anspruch 22,

wobei jede Kontaktfeder (54) als Stanz-Biege-Teil ausgestaltet ist, am folien artigen Träger (10) befestigt, insbesondere verastet, ist und mit einer am fo lienartigen Träger (10) anhaftenden Leiterstruktur elektrisch kontaktiert ist.

24. Vorrichtung (2) nach Anspruch 22 oder 23,

wobei jede Kontaktfeder (54) ein Rastelement (56) aufweist, mit dem das Indikatorelement (8) im ersten Steckverbinder (4) verastet ist.

25. Vorrichtung (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 24,

wobei der erste Steckverbinder (4) ein Gehäuse (30) aufweist mit Öffnungen (50) für Kontaktelemente (12) in zwei übereinanderliegenden Ebenen (46,48), wobei die zwei Kontaktelemente (12) in einer der zwei Ebenen (46) angeordnet sind und wobei das Indikatorelement (8) in der anderen Ebene (48) angeordnet ist.

26. Steckverbinder-Set (4,6,8) ausgebildet für eine Vorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche aufweisend

- zwei zueinander kompatible Steckverbinder (4,6), nämlich einen ersten Steckverbinder (4) und einen zweiten Steckverbinder (6),

- ein Indikatorelement (8) mit einem folienartigen Träger (10) aus einem Iso liermaterial, welches im verbundenen Zustand im ersten Steckverbinder (4) sowie im zweiten Steckverbinder (6) fixiert ist, und

- zwei Kontaktelemente (12), die über eine erste elektrische Brücke (14) mit einander verbunden sind oder verbindbar sind,

und ausgestaltet derart, dass im Zuge der erstmaligen Trennung

- zumindest ein Teilstück (A) des folienartigen Trägers (10) versetzt wird,

- der folienartige Träger (10) mechanisch beschädigt wird und

- die Verbindung zwischen den zwei Kontaktelementen (12) über die erste elektrische Brücke (14) verändert wird, wobei diese Veränderung als Indiz für die erstmalige Trennung der Steckverbindung erfassbar ist.

27. Steckverbinder-Set (4,6,8) nach Anspruch 26,

wobei der erste Steckverbinder (4) ein Gehäuse (30) aufweist mit einem dornartigen Fortsatz (62) als Einführhilfe zur teilweisen Einführung des Indi katorelements (8) in ein Gehäuse (20) des zweiten Steckverbinders (6) bei erstmaliger Ausbildung der Steckverbindung.

28. Indikatorelement (8) ausgebildet für eine Vorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche, also eine Vorrichtung (2) aufweisend

- zwei zueinander kompatible Steckverbinder (4,6), nämlich einen ersten Steckverbinder (4) und einen zweiten Steckverbinder (6),

- ein Indikatorelement (8) mit einem folienartigen Träger (10) aus einem Iso liermaterial, welches im verbundenen Zustand im ersten Steckverbinder (4) sowie im zweiten Steckverbinder (6) fixiert ist, und

- zwei Kontaktelemente (12), die über eine erste elektrische Brücke (14) mit einander verbunden sind oder verbindbar sind,

und ausgestaltet derart, dass im Zuge der erstmaligen Trennung

- zumindest ein Teilstück (A) des folienartigen Trägers (10) versetzt wird, - der folienartige Träger (10) mechanisch beschädigt wird und

- die Verbindung zwischen den zwei Kontaktelementen (12) über die erste elektrische Brücke (14) verändert wird, wobei diese Veränderung als Indiz für die erstmalige Trennung der Steckverbindung erfasst wird,

wobei dieses insbesondere zumindest eines oder mehrere der nachfolgen den Merkmale aufweist

- einen ersten Rastsitz (24),

- einen zweiten Rastsitz (26),

- eine Solltrennstelle (32),

- die erste elektrische Brücke (14),

- eine zweite elektrische Brücke (42),

- eine Kontaktfeder (54),

- ein Widerstandselement (44),

- eine elektronische Schaltung (66),

- einen Hilfswiderstand (68).

29. Verfahren zur Erkennung einer erstmaligen Trennung einer Steckverbindung mittels einer Vorrichtung (2) nach einem der vorherigen Ansprüche.

Description:
Beschreibung

Vorrichtung, Steckverbinder-Set, Indikatorelement und Verfahren zur Erkennung einer erstmaligen Trennung einer Steckverbindung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche ausgebildet ist zur Erkennung einer erstmaligen Trennung einer Steckverbindung, wobei die Steckverbindung bei der erstmaligen Trennung von einem verbundenen Zustand in einen getrennten Zu stand überführt wird. Außerdem betrifft die Erfindung ein Steckverbinder-Set, ein Indikatorelement sowie ein Verfahren zur Erkennung einer erstmaligen Trennung einer Steckverbindung.

Kommt es zu einem Unfall oder wird ein Schaden verursacht, so ist typischerwei se nachfolgend zu klären, wer dafür die Verantwortung trägt und somit für die Fol gen haftet.

Im Falle eines durch ein Kraftfahrzeug verursachten Verkehrsunfalls beispielswei se stellt sich dabei zunächst die Frage, ob eine fehlerhafte Führung des Kraftfahr zeuges durch einen Fahrer zum Verkehrsunfall geführt hat oder ob ein techni scher Defekt im Kraftfahrzeug, beispielsweise ein fehlerhaft arbeitendes System für eine autonome Fahrzeugführung, ursächlich ist. Ist der Verkehrsunfall dabei auf einen technischen Defekt zurückzuführen, ist abzuklären, ob der Fiersteller des Kraftfahrzeuges oder ein Zulieferer den technischen Defekt zu verantworten hat oder ob dieser technische Defekt durch eine nicht-sachgemäße Flandhabung oder durch einen nicht-autorisierten Eingriff durch eine dritte Partei oder Person hervorgerufen wurde.

Bei elektrischen Systemen liegt eine entsprechende nicht-sachgemäße Flandha bung oder ein entsprechender nicht-autorisierter Eingriff zum Beispiel dann vor, wenn eine nicht-autorisierte Manipulation an einem Kabelsatz oder Steuergerät erfolgt ist, wenn also beispielsweise ein versehentliches und unbemerktes Auf trennen einer Steckverbindung im Rahmen einer Wartungsarbeit insbesondere durch eine nicht-autorisiertes Person erfolgt ist.

Derzeit sind solche nicht-sachgemäßen Handhabungen oder solche nicht- autorisierter Eingriffe in elektrische Systeme häufig nicht ausreichend nachweis bar. Tritt dann ein Haftungsfall ein, so wird fälschlicherweise der Hersteller oder dessen Zulieferer in die Pflicht genommen.

Bekannt sind derzeit lediglich rein visuelle Lösungen, bei denen zum Beispiel Kle besiegel oder Verplombungen für gesteckte Verbinder zur Manipulationserken nung genutzt werden. Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine vorteilhaft ausgebildete Vorrichtung, ein vorteilhaft ausgebildetes Steckverbinder-Set, ein vorteilhaft ausgebildetes Indikatorelement sowie ein vorteilhaftes Verfahren zur Erkennung einer erstmaligen Trennung einer Steckverbindung anzugeben. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , durch ein Steckverbinder-Set mit den Merkmalen des Anspruchs 26, durch ein Indikatorelement mit den Merkmalen des Anspruchs 28 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 29. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den rückbezogenen Ansprüchen enthalten. Die im Hin- blick auf die Vorrichtung angeführten Vorteile und bevorzugten Ausgestaltungen sind sinngemäß auch auf das Steckverbinder-Set, das Indikatorelement und/oder das Verfahren übertragbar und umgekehrt.

Eine entsprechende Vorrichtung ist dabei ausgebildet zur Erkennung einer erst- maligen Trennung einer Steckverbindung, wobei die Steckverbindung bei der erstmaligen Trennung von einem verbundenen Zustand in einen getrennten Zu stand überführt wird. Der verbundene Zustand beschreibt somit im Sinne dieser Anmeldung den Zustand nach der erstmaligen Ausbildung der Steckverbindung und vor der erstmaligen Trennung der Steckverbindung, nicht aber einen Zustand nach erneuter Ausbildung der Steckverbindung.

Dabei weist die Vorrichtung zwei zueinander kompatible Steckverbinder auf, näm- lieh einen ersten Steckverbinder und einen zweiten Steckverbinder, und sie ist bevorzugt ausgebildet für ein Bordnetz eines Kraftfahrzeuges. Weiter weist die Vorrichtung ein Indikatorelement mit einem folienartigen Träger aus einem Iso liermaterial auf, welches im verbundenen Zustand im ersten Steckverbinder sowie im zweiten Steckverbinder fixiert ist. Außerdem weist die Vorrichtung zumindest zwei Kontaktelemente auf, die über eine erste elektrische Brücke miteinander ver bunden sind oder miteinander verbindbar sind. Zudem ist die Vorrichtung derart ausgestaltet, dass im Zuge der erstmaligen Trennung zumindest ein erstes Teil stück des Indikatorelements und insbesondere des folienartigen Trägers zumin dest relativ zum ersten Steckverbinder versetzt wird, das Indikatorelement bzw. der folienartige Träger mechanisch beschädigt wird und die Verbindung zwischen den zwei Kontaktelementen über die erste elektrische Brücke verändert wird, wo bei diese Veränderung als ein Indiz für die erstmalige Trennung der Steckverbin dung erfasst wird. Durch die Veränderung ist die erstmalige Trennung dabei insbesondere auch messtechnisch erfassbar und infolgedessen lässt sich auch der Zeitpunkt oder ein Zeitrahmen ermitteln und beispielsweise auch speichern, zu dem die erstmalige Trennung erfolgt oder erfolgt ist. Gemäß einer Ausführungsvariante wird dies auch so umgesetzt. Eine entsprechende Ermittlung eines Zeitrahmens oder Zeitpunkts ist dabei insbesondere vorteilhaft für Haftungsfragen, wie sie eingangs dargelegt wurden.

Die Veränderung ist hierbei bevorzugt derart, dass ein elektrischer Parameter, beispielsweise eine Leitfähigkeit oder ein Widerstand, zwischen den zumindest zwei Kontaktelementen geändert wird, wobei die Änderung des elektrischen Pa rameters als ein Indiz für die erstmalige Trennung der Steckverbindung erfasst wird. Dabei stehen die zwei Kontaktelemente stellvertretend für eine Anzahl von Kon taktelementen, wobei die Anzahl je nach Anwendungsfall variiert. Da jedoch stets zumindest zwei Kontaktelemente gegeben sind und sich das hier beschriebene erfinderische Konzept ohne weiteres ausgehend von zwei Kontaktelementen auf eine größere Anzahl Kontaktelemente übertragen lässt, wird der Einfachheit hal ber nachfolgend stets nur von zwei Kontaktelementen gesprochen, also den zwei Kontaktelementen.

Bei dem folienartigen Träger handelt es sich bevorzugt um ein flaches, insbeson dere streifenförmiges Bauteil, beispielsweise mit einer Breite des streifenförmigen Bauteils von wenigen mm, zum Beispiel 1 ,6 mm. Der folienartige Träger besteht dabei beispielsweise aus einem Polyimid. Das Indikatorelement und insbesondere der folienartige Träger wird im Zuge der erstmaligen Trennung der Steckverbin dung mechanisch beschädigt, wobei die mechanische Beschädigung zweckdienli cherweise mit bloßem Auge sichtbar ist. Die Beschädigung dient dann insbeson dere als zusätzliches, optisches Indiz für die erstmalige Trennung der Steckver bindung. Somit wird die erstmalige Trennung quasi auf zweierlei Weise angezeigt, nämlich durch die Beschädigung des folienartigen Trägers zum einen und durch die Veränderung der Verbindung zwischen den zwei Kontaktelementen über die erste elektrische Brücke, also beispielsweise durch die Änderung des elektrischen Parameters, und insbesondere deren bzw. dessen Erfassung zum anderen.

Eine solche Erfassung, zum Beispiel der Änderung der Leitfähigkeit, geschieht dabei beispielsweise, indem ein Sicherungselement, zum Beispiel eine Schmelz sicherung, auslöst oder indem die Veränderung durch eine Messvorrichtung oder eine Steuer- und Auswerteeinheit, beispielsweise ein Steuergerät, erfasst oder ermittelt wird. D. h., dass zum Beispiel ein Stromkreis, insbesondere ein Versor gung-Stromkreis, durch die Veränderung kurzgeschlossen wird und dass infolge dessen ein Sicherungselement, welches den Stromkreis absichert, ausgelöst wird.

Die beiden zuvor genannten zumindest zwei Kontaktelemente, die über die erste elektrische Brücke miteinander verbunden sind oder verbindbar sind, sind weiter typischerweise Teil des ersten Steckverbinders. Sie bilden also beispielsweise in einem Bordnetz zwei separate Leitungen zur Versorgung mit elektrischer Energie und/oder zur Signalübertragung mit aus und sind dementsprechend bevorzugt nicht beide Teil derselben Leitung. Zweckdienlich ist es weiter, wenn ein Rastelement des zweiten Steckverbinders in eine Aussparung im folienartigen Träger eingreift, um den folienartigen Träger im zweiten Steckverbinder zu fixieren. Das Rastelement ist dabei beispielsweise als Nase oder Vorsprung ausgebildet und die Aussparung ist beispielsweise durch ein Loch oder eine Ausstanzung im folienartigen Träger ausgebildet.

Weiter ist das Indikatorelement mit dem folienartigen Träger im verbundenen Zu stand bevorzugt derart im ersten Steckverbinder sowie im zweiten Steckverbinder fixiert, dass das Indikatorelement und insbesondere der folienartige Träger beim erstmaligen Trennen der Steckverbindung zunächst einmal im ersten Steckver- binder bis zu einem Anschlag verschoben wird.

In vorteilhafter Weiterbildung wird das Indikatorelement bzw. der folienartige Trä ger dabei beim erstmaligen Trennen der Steckverbindung im ersten Steckverbin der zunächst einmal aus einem ersten Rastsitz in einen zweiten Rastsitz verscho- ben. D. h., dass beim erstmaligen Lösen der Steckverbindung das Indikatorele ment und insbesondere der folienartige Träger nicht sofort mechanisch beschä digt wird, sondern dass bevorzugt zunächst dessen Position zumindest relativ zum ersten Steckverbinder verändert wird und dass das Indikatorelement bzw. der foli enartige Träger erst danach beschädigt wird, wenn die beiden Steckverbinder noch weiter auseinandergezogen werden.

Die Fixierung des Indikatorelements im ersten Steckverbinder erfolgt dabei im Fal le einer Ausführung mithilfe zweier Rastsitze, nämlich einem ersten Rastsitz und einem zweiten Rastsitz, wobei jeder Rastsitz bevorzugt durch zwei Aussparungen oder Einkerbungen am folienartigen Träger ausgebildet ist. Dabei sind beispiels weise für jeden Rastsitz an zwei gegenüberliegenden Seiten des folienartigen Trägers zwei einander ergänzende insbesondere bogenförmige Aussparungen oder Einkerbungen ausgebildet. Die Rastsitze werden zweckdienlicherweise er- gänzt durch zwei Haltestege, welche Teil eines Gehäuses des ersten Steckver binders sind und die je nach Position des Indikatorelements oder des folienartigen Trägers relativ zum ersten Steckverbinder in den ersten Rastsitz oder den zweiten Rastsitz eingreifen und somit das Indikatorelement bzw. den folienartigen Träger im ersten Rastsitz oder im zweiten Rastsitz halten. Darüber hinaus bevorzugt ge hen die Aussparungen der beiden Rastsitze im folienartigen Träger zudem quasi ineinander über.

Davon unabhängig wird das Indikatorelement bzw. der folienartige Träger beim erstmaligen Trennen der Steckverbindung bevorzugt derart mechanisch beschä digt, dass dieser zerteilt wird, insbesondere an einer vorgegebenen Solltrennstel le. Eine entsprechende Solltrennstelle ist dabei beispielsweise durch eine Perfo rierung ausgebildet. Einer Ausgestaltungsvariante entsprechend weist weiter jedes der zwei Kontakt elemente eine Kontaktfeder auf, die jeweils im verbundenen Zustand gegen das Indikatorelement und insbesondere den folienartigen Träger drückt. Eine solche Kontaktfeder ist dabei beispielsweise als einfacher Federbalken ausgestaltet, der vom zugehörigen Kontaktelement insbesondere schräg absteht.

Die erste elektrische Brücke, mit deren Hilfe die zwei Kontaktelemente, oder in einigen Anwendungsfällen zudem eben noch weitere Kontaktelemente, verbindbar sind oder verbunden sind, ist vorzugsweise je nach Ausgestaltungsvariante Teil des Indikatorelements oder Teil des ersten Steckverbinders. Ist sie Teil des Indi- katorelements, so ist sie auf dem folienartigen Träger angeordnet und beispiels weise als metallische Beschichtung ausgestaltet. Ist sie dagegen Teil des ersten Steckverbinders, so ist sie typischerweise als quasi eigenständiges Bauteil aus gebildet und/oder beispielsweise innenseitig an einem Gehäuse des ersten Steck verbinders positioniert und befestigt oder teilweise in das Gehäuse eingelassen.

Hierbei ist die erste elektrische Brücke bevorzugt entweder lediglich im verbunde nen Zustand der Steckverbindung elektrisch leitfähig mit den zwei Kontaktelemen ten verbunden oder lediglich im getrennten Zustand, also nach der erstmaligen Trennung. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn die beiden Steckverbinder nach der erstmaligen Trennung wieder miteinander verbunden werden. Eine er neute Verbindung wird im Sinne dieser Anmeldung nicht als verbundener Zustand betrachtet und die Änderung hin zur elektrisch leitfähigen Verbindung oder Weg von der elektrisch leitfähigen Verbindung wird durch das erneute Zusammenfügen der beiden Steckverbinder nicht wieder rückgängig gemacht.

Einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante entsprechend ist die Vorrichtung derart ausgebildet, dass die erste elektrische Brücke aufgrund des Versetzens des ersten Teilstücks des folienartigen Trägers oder der mechanischen Beschädi gung des folienartigen Trägers im Zuge der erstmaligen Trennung der Steckver bindung mit den zwei Kontaktelementen elektrisch leitfähig verbunden wird oder dass die elektrisch leitfähige Verbindung zwischen der ersten elektrischen Brücke und den zwei Kontaktelementen aufgrund des Versetzens des ersten Teilstücks des folienartigen Trägers oder der mechanischen Beschädigung des folienartigen Trägers im Zuge der erstmaligen Trennung der Steckverbindung getrennt wird.

Je nach Anwendungsfall schließt die erste elektrische Brücke die zwei Kontakt elemente dabei kurz, wenn diese mit den zwei Kontaktelementen elektrisch leitfä- hig verbunden ist.

Insbesondere wenn die erste elektrische Brücke die zwei Kontaktelemente bei spielsweise bei Kontakt kurzschließt, ist es weiter von Vorteil, wenn die Vorrich tung ein Sicherungselement und insbesondere eine Schmelzsicherung aufweist, welches bzw. welche elektrisch leitfähig mit einem der zumindest zwei Kontakt elemente verbunden ist. In diesem Fall liegt dann der Auslösefall für das Siche rungselement vor, wenn die erste elektrische Brücke die zwei Kontaktelemente kurzschließt und zumindest eines der zwei Kontaktelemente über eine Zuleitung mit einer Spannung beaufschlagt ist. In diesem Ausführungsbeispiel erfolgt also eine Änderung der Leitfähigkeit zwischen den zwei Kontaktelementen durch das Kurzschließen der zwei Kontaktelemente und diese Änderung wird bevorzugt er fasst durch das Auslösen des Sicherungselements. Günstig ist weiter eine Ausführungsvariante, bei der das Indikatorelement eine elektrisch leitfähige Struktur aufweist, die mit dem folienartigen Träger verbunden ist und die die erste elektrische Brücke zumindest teilweise ausbildet. Die elekt risch leitfähige Struktur ist dabei beispielsweise durch eine metallische Beschich tung ausgebildet, sodass in diesem Fall dann das Indikatorelement zum Beispiel eine Art flexible Leiterplatte darstellt.

Einer alternativen Ausgestaltungsvariante entsprechend bildet ein im ersten Steckverbinder angeordneter und insbesondere integrierter Querleiter die erste elektrische Brücke aus, wobei der Querleiter bevorzugt auf einer Innenseite eines Gehäuses des ersten Steckverbinders positioniert ist und beispielsweise teilweise in das Gehäuse eingegossen ist.

Insbesondere wenn die erste elektrische Brücke durch einen solchen Querleiter ausgebildet ist, so ist es weiter von Vorteil, wenn der folienartige T räger, der ja aus einem Isoliermaterial besteht, im verbundenen Zustand zwischen dem Quer leiter und den zumindest zwei Kontaktelementen positioniert ist und hierdurch den Querleiter von den zumindest zwei Kontaktelementen elektrisch isoliert.

Je nach Ausführungsvariante ist die erste elektrische Brücke also zum Beispiel lediglich durch eine einfache elektrisch leitfähige Struktur ausgebildet oder einen Querleiter, der beispielsweise durch einen einfachen Draht ausgebildet ist.

Alternativ weist die erste elektrische Brücke oder auch eine zweite elektrische Brücke ein Widerstandselement auf mit einem vorgegebenen Widerstandswert.

Ein solches Widerstandselement ist dabei beispielsweise durch eine Kohlestruktur oder Kohleschicht ausgestaltet und/oder durch einen sogenannten SMD- Widerstand. Für den Widerstandswert wird dabei typischerweise einen Wert im Bereich mehrerer kOhm gewählt, also zum Beispiel 10 kOhm.

Insbesondere wenn die erste elektrische Brücke oder die zweite elektrische Brü cke ein Widerstandselement aufweist, so wird weiter bevorzugt die Änderung Leit fähigkeit zwischen den zumindest zwei Kontaktelementen beim erstmaligen Tren- nen der Steckverbindung durch einen Messvorgang mittels einer Messvorrichtung oder einer Steuer- und Auswerteeinheit erfasst und ermittelt und dementspre chend weist die Vorrichtung dann eine entsprechende Messeinheit bzw. Steuer- und Auswerteeinheit auf zur messtechnischen Ermittlung des Vorliegens des ge trennten Zustandes. Alternativ wird ein anderer elektrischer Parameter oder viel mehr dessen Veränderung erfasst und ermittelt.

Diese Messvorrichtung bzw. Steuer- und Auswerteeinheit weist dann weiter be vorzugt einen Speicher auf, in dem zudem bevorzugt die Ermittlung des Vorlie gens des getrennten Zustandes und/oder ein Zeitrahmen oder Zeitpunkt gespei chert wird, zu dem die erstmalige Trennung erfolgt oder erfolgt ist. Hierbei gilt es klarzustellen, dass die Messvorrichtung bzw. die Steuer- und Auswerteeinheit hierbei nicht zwingend permanent im Betrieb sein muss. Erfolgt die erstmalige Trennung während die Messvorrichtung bzw. die Steuer- und Auswerteeinheit ge rade außer Betrieb ist, so wird die erstmalige Trennung ermittelt, sobald die Mess vorrichtung bzw. die Steuer- und Auswerteeinheit das nächste Mal in Betrieb ist. Alternativ oder ergänzend wird durch die Messvorrichtung bzw. die Steuer-und Auswerteeinheit eine mittels der Vorrichtung realisierte Funktion oder ein mittels der Vorrichtung realisierter Stromkreis stillgelegt, also beispielsweise ein realisier ter Stromkreis mittels Schalter unterbrochen, wenn das Vorliegen des getrennten Zustandes ermittelt wird.

Einer weiteren Ausgestaltungsvariante entsprechend weist die erste elektrische Brücke eine elektronische Schaltung auf, welche bevorzugt als miniaturisierte elektronische Schaltung ausgebildet ist und insbesondere als integrierte Schal tung oder integrierter Schaltkreis (IC: Integrated Circuit). Die elektronische Schal tung ist dabei typischerweise Teil des Indikatorelements und zweckdienlicherwei se auf dem folienartigen Träger angeordnet oder auf diesen aufgebracht. Bevor zugt dient die elektronische Schaltung hierbei als eine Art Identifikationschip oder Erkennungschip, mit dem das Indikatorelement identifizierbar ist.

Dabei ist das Indikatorelement weiter bevorzugt derart ausgestaltet, dass die elektronische Schaltung im verbundenen Zustand mit den zwei Kontaktelementen elektrisch leitfähig verbunden ist, beispielsweise mithilfe einer Leiterstruktur auf dem folienartigen Träger. Die elektrisch leitfähige Verbindung wird dann typi scherweise durch eine erstmalige Trennung der Steckverbindung verändert und insbesondere beschädigt oder zerstört. Infolgedessen wird dann die elektronische Schaltung üblicherweise von den zwei Kontaktelementen getrennt oder es wird zumindest ein Stromkreis unterbrochen, über die die elektronische Schaltung mit den zwei Kontaktelementen verbunden ist.

Weist die erste elektrische Brücke nun eine solche elektronische Schaltung auf, so ist die Vorrichtung ergänzend bevorzugt derart ausgestaltet, dass im verbun denen Zustand in zumindest einem Betriebsmodus eine Interaktion zwischen dem integrierten Schaltkreis und einer zuvor genannten Auswerteeinheit erfolgt, wobei sich diese Interaktion durch eine erstmalige Trennung der Steckverbindung ver ändert und wobei diese Veränderung von der Auswerteeinheit als Indiz für die erstmalige Trennung der Steckverbindung erfasst wird. Im einfachsten Fall verän dert sich die Interaktion dabei derart, dass nach der erstmaligen Trennung der Steckverbindung keine Interaktion mehr stattfindet oder stattfinden kann. D. h. dass die Interaktion durch die erstmalige Trennung der Steckverbindung beendet wird oder dass die Möglichkeit zur Interaktion durch die erstmalige Trennung der Steckverbindung zunichte gemacht wird.

Eine entsprechende Interaktion ist dabei zum Beispiel dergestalt, dass eine Sig nalübermittlung und insbesondere eine drahtgebundene Signalübermittlung er folgt, also beispielsweise eine Signalübermittlung über die zuvor genannte Leiter struktur auf dem folienartigen Träger. Eine entsprechende Signalübermittlung er folgt also bevorzugt ohne Funkverbindung.

Bei dieser Art der Interaktion bedingt eine Veränderung der Interaktion je nach Anwendungszweck dann zum Beispiel das Ausbleiben einer entsprechenden Sig nalübermittelung. D. h., das in diesem Fall durch die erstmalige Trennung der Steckverbindung die Übertragung von Signalen typischerweise unterbunden wird, gestoppt wird oder die Möglichkeit hierfür zunichte gemacht wird. Alternativ bedingt die Veränderung der Interaktion eine Veränderung des Signals, welches bei der Signalübermittlung übermittelt wird. Die Veränderung des Signals wiederum resultiert dann in einigen Fällen aus einer Veränderung eines elektri schen Parameters im Zuge der erstmaligen Trennung der Steckverbindung, bei- spielsweise einer Kapazität oder eines Wellenwiderstands, wobei die Verände rung des elektrischen Parameters zum Beispiel durch die Zerstörung oder Be schädigung eines elektrischen oder elektronischen Elements des Indikatorele ments oder der ersten elektrischen Brücke infolge der erstmaligen Trennung der Steckverbindung hervorgerufen wird. Einer Ausführungsvariante entsprechend erfolgt die Veränderung des Inhalts durch die elektronische Schaltung. Diese Va riante ist insbesondere zweckmäßig, wenn die elektronische Schaltung ausgebil det ist, die erstmalige Trennung der Steckverbindung zu erkennen oder zu erfas sen. D. h. dass die elektronische Schaltung quasi die erstmalige Trennung der Steckverbindung erkennt und dass es diese Information an die Auswerteeinheit weiterleitet.

Einer weiteren Ausführungsvariante entsprechend übermittelt die elektronische Schaltung im Zuge der Interaktion ein Signal an die Auswerteeinheit. In vorteilhaf ter Weiterbildung übermittelt die elektronische Schaltung im Zuge der Interaktion periodisch oder in gewissen zeitlichen Abständen ein Signal an die Auswerteein heit.

Bei einem mittels Signalübermittelung übermittelten Signal handelt es sich bevor zugt um ein das Indikatorelement identifizierendes Signal, also beispielsweise ei- ne Art Nachricht, die zweckdienlicherweise codiert ist und/oder eine einmalige In formation, also zum Beispiel eine Seriennummer, enthält. Ein derartiges Signal identifiziert dabei üblicherweise nicht einfach nur einen Typ von Indikatorelemen ten sondern ein einzelnes Indikatorelement eindeutig, so wie beispielsweise eine Fahrzeugidentifikationsnummer ein Kraftfahrzeug eindeutig identifiziert.

In diesem Fall ist dann zweckdienlicherweise die Auswerteeinheit dazu eingerich tet, ein spezielles Indikatorelement zu erkennen, wobei zum Einrichten der Aus werteeinheit zum Beispiel ein Anlernprozess genutzt wird oder wobei beim Ein- richten eine Referenz, also beispielsweise ein Vergleichssignal, in der Auswerte einheit hinterlegt wird. Infolgedessen ist eine entsprechende Auswerteeinheit dann nicht nur dazu fähig, zwischen verbundenen Zustand und getrennten Zustand zu differenzieren sondern auch ein spezielles, einzigartiges Indikatorelement zu er- kennen.

Eine Ausgestaltung der Vorrichtung mit einer elektronischen Schaltung erlaubt innerhalb gewisser technischer Grenzen auch das Erkennen eines Manipulations versuchs, bei dem das beschädigte Indikatorelement z. B. mit leitfähigem Kleb- Stoff wieder zusammengefügt wird, da sich beispielsweise beim klebenden Zu sammenfügen elektrische Parameter geringfügig ändern.

Weiter ist eine Ausführungsvariante von Vorteil, bei der das Indikatorelement für jedes der zwei Kontaktelemente eine elektrisch leitfähige Kontaktfeder aufweist, die gegen das zugehörige Kontaktelement drückt. Diese Variante ist insbesondere dann zweckdienlich, wenn die Kontaktelemente selbst keine Kontaktfedern auf weisen.

In vorteilhafter Weiterbildung ist jede Kontaktfeder als Stanz-Biege-Teil ausgestal- tet, weiter bevorzugt am folienartigen Träger befestigt, insbesondere verrastet, und zudem bevorzugt mit einer am folienartigen Träger anhaftenden Leiterstruktur elektrisch leitfähig kontaktiert, beispielsweise durch Verlöten.

Vorteilhaft ist es zudem, wenn jede Kontaktfeder zumindest ein Rastelement auf- weist, mit dem das Indikatorelement im ersten Steckverbinder verrastet ist oder verrastbar ist.

Einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante entsprechend weist der erste Steckverbinder ein Gehäuse mit Öffnungen für Kontaktelemente in zwei überei nanderliegenden Ebenen auf, wobei die zumindest zwei Kontaktelemente in einer der zwei Ebenen angeordnet sind und wobei das Indikatorelement in der anderen Ebene angeordnet ist. D. h. dass in diesem Fall eine der Ebenen, die eigentlich für Kontaktelemente ausgebildet ist, quasi zweckentfremdet wird und eben nicht für Kontaktelemente genutzt wird sondern für das Indikatorelement.

Auf diese Weise ist es möglich, zur Ausbildung der Vorrichtung beispielsweise auf Standard-Gehäuse für die Steckverbinder zurückzugreifen und insbesondere auf Gehäuse, die bereits verfügbar sind. Bevorzugt wird dann ein Gehäusetyp ge nutzt, welcher bekannt ist unter der Bezeichnung MQS (MQS: Micro Quadlock System). Hierbei wird dann zur Ausbildung eines n-poligen Steckverbinders ein Gehäuse für einen 2n-poligen Steckverbinder mit zwei Ebenen für die Kontakt elemente genutzt, wobei die n Kontaktelemente des n-poligen Steckverbinders alle in einer Ebene angeordnet werden und wobei das Indikatorelement in der an deren Ebene angeordnet wird. Alternativ wird ein Gehäusetyp genutzt, welcher bekannt ist unter der Bezeichnung Hirschmann SealStar 1.2.

Zweckdienlich ist es hierbei weiter, wenn die zwei Ebenen des Gehäuses inner halb des Gehäuses über Durchtritte, also Öffnungen, miteinander verbunden sind und wenn die Kontaktfedern durch die Durchtritte hindurchgeführt sind zur Kontak tierung mit den Kontaktelementen.

Die hier beschriebene Vorrichtung ist, wie zuvor bereits erwähnt, bevorzugt für den Bereich Automobiltechnik ausgebildet und kommt daher bevorzugt in einem Kraftfahrzeug-Bordnetz zum Einsatz. Insbesondere bei einem solchen Einsatz zweck, ist es weiter von Vorteil, wenn zumindest einer der Steckverbinder eine oder mehrere Dichtungen aufweist, die insbesondere die Gehäuse des Steckver binders nach außen hin abdichten.

Das eingangs genannte Problem wird ebenfalls gelöst durch ein Steckverbinder- Set, welches für eine zuvor beschriebene Vorrichtung ausgebildet ist. Ein solches Steckverbinder-Set weist dann zwei zueinander kompatible Steckverbinder auf, nämlich den ersten Steckverbinder und den zweiten Steckverbinder. Teil des Steckverbinder-Sets ist weiterhin das Indikatorelement mit dem folienartigen Trä ger aus Isoliermaterial, welches im verbundenen Zustand im ersten Steckverbin der sowie im zweiten Steckverbinder fixiert ist. Darüber hinaus weist das Steck- verbinder-Set die zumindest zwei Kontaktelemente auf, die über die erste elektri sche Brücke miteinander verbunden sind oder verbindbar sind. Zudem ist das Steckverbinder-Set derart ausgebildet, dass im Zuge der erstmaligen Trennung zumindest das erste Teilstück des folienartigen Trägers zumindest relativ zum ers ten Steckverbinder versetzt wird, der folienartige Träger mechanisch beschädigt wird und die Verbindung zwischen den zwei Kontaktelementen über die erste elektrische Brücke verändert wird, wobei diese Veränderung als ein Indiz für die erstmalige Trennung der Steckverbindung erfasst wird.

Bevorzugt weist hierbei der erste Steckverbinder ein Gehäuse auf mit einem dornartigen Fortsatz, welcher als Einführhilfe zur teilweisen Einführung des Indika torelements in ein Gehäuse des zweiten Steckverbinders bei erstmaliger Ausbil dung der Steckverbindung dient.

Zudem wird das eingangs beschriebene Problem gelöst durch ein Indikatorele ment, welches ausgebildet ist für eine zuvor beschriebene Vorrichtung und/oder ein zuvor beschriebene Steckverbinder-Set. Ein solches Indikatorelement weist dabei bevorzugt zumindest eines oder mehrere der folgenden Merkmale auf: den ersten Rastsitz, den zweiten Rastsitz, die Solltrennstelle, die erste elektrische Brücke, die zweite elektrische Brücke, eine Anzahl Kontaktfedern, ein Wider standselement, eine elektronische Schaltung, einen integrierten Schaltkreis und/oder einen Hilfswiderstand.

Von Vorteil ist weiter eine Ausgestaltung des Indikatorelements, bei der dieses mit einer kennzeichnenden Markierung, beispielsweise einem Strichcode oder einer Seriennummer, zur Identifikation versehen ist. Ergänzend sind dann typischerwei se auch der erste Steckverbinder und/oder der zweite Steckverbinder mit einer entsprechenden Markierung versehen. In bevorzugter Weiterbildung weist das Indikatorelement zwei insbesondere identische kennzeichnende Markierungen auf, die beidseitig der Solltrennstelle angeordnet sind.

Schließlich wird das eingangs genannte Problem gelöst durch ein Verfahren zur Erkennung einer erstmaligen Trennung einer Steckverbindung mittels der zuvor beschriebenen Vorrichtung, mittels des zuvor beschriebenen Steckverbinder-Sets und/oder mittels des zuvor beschriebenen Indikatorelements.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand einer schemati- sehen Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:

Fig. 1 in einer teilweise transparenten Draufsicht eine erste Ausführung einer Vorrichtung mit einer ersten Ausführung eines Indikatorele ments,

Fig. 2 in einer teilweise transparenten Seitenansicht die erste Ausführung der Vorrichtung mit der ersten Ausführung des Indikatorelements,

Fig. 3 in einer teilweise transparenten Draufsicht eine zweite Ausführung der Vorrichtung mit einer zweiten Ausführung des Indikatorelements, Fig. 4 in einer teilweise transparenten Seitenansicht die zweite Ausführung der Vorrichtung mit der zweiten Ausführung des Indikatorelements,

Fig. 5 in einer teilweise transparenten Draufsicht eine dritte Ausführung der

Vorrichtung mit der zweiten Ausführung des Indikatorelements,

Fig. 6 in einer teilweise transparenten Seitenansicht die dritte Ausführung der Vorrichtung mit der zweiten Ausführung des Indikatorelements, Fig. 7 in einer Draufsicht eine dritte Ausführung des Indikatorelements,

Fig. 8 in einer teilweise transparenten Schnittdarstellung eine vierte Aus führung der Vorrichtung mit einer vierten Ausführung des Indikator elements,

Fig. 9 in einer Draufsicht die vierte Ausführung des Indikatorelements, Fig. 10 in einer Schnittdarstellung die vierte Ausführung des Indikatorele ments sowie

Fig. 1 1 in einer Draufsicht eine fünfte Ausführung des Indikatorelements.

Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren jeweils mit den gleichen Be zugszeichen versehen. Eine nachfolgend exemplarisch beschriebene Vorrichtung 2 ist ausgebildet zur Erkennung einer erstmaligen Trennung einer Steckverbindung, wobei die Steck verbindung bei der erstmaligen Trennung von einem verbundenen Zustand in ei nen getrennten Zustand überführt wird. Die Vorrichtung ist hierbei bevorzugt für die Verwendung in einem Bordnetz eines Kraftfahrzeuges ausgebildet und wird dementsprechend bevorzugt in ein Kraftfahrzeug eingebaut.

Die Vorrichtung weist dabei zwei zueinander kompatible Steckverbinder 4,6 auf, nämlich einen ersten Steckverbinder 4 und einen zweiten Steckverbinder 6, sowie ein Indikatorelement 8. Dabei bilden der erste Steckverbinder 4, der zweite Steck verbinder 6 und das Indikatorelement 8 ein Steckverbinder-Set aus und zumindest ein solches Steckverbinder-Set ist Teil der Vorrichtung 2. In den meisten Anwen dungsfällen weist die Vorrichtung 2 jedoch mehrere solcher Steckverbinder-Sets auf. Der Einfachheit halber werden nachfolgend dennoch lediglich Ausführungsva- rianten der Vorrichtung 2 näher beschrieben, bei denen nur ein Steckverbinder- Set gegeben ist, da die Erweiterung auf mehrere Steckverbinder-Sets für den Fachmann keine Hürde darstellt.

Bei allen nachfolgend beschriebenen Ausführungsvarianten weist das Indikator- element 8 einen folienartigen Träger 10 aus einem Isoliermaterial auf, wobei der folienartige Träger 10 beispielsweise durch eine Polyimid-Folie ausgebildet ist. Weiter ist das Indikatorelement 8 im verbundenen Zustand im ersten Steckverbin der 4 sowie im zweiten Steckverbinder 6 fixiert und die Vorrichtung 2 ist weiter derart ausgestaltet, dass im Zuge der erstmaligen Trennung der Steckverbindung zumindest ein Teilstück A des Indikatorelements 8 und/oder des folienartigen Trä gers 10 versetzt wird, zumindest relativ zum ersten Steckverbinder 4, und das In dikatorelement 8 und/oder der folienartige Träger 10 mechanisch beschädigt wird.

Ebenfalls allen Ausführungsvarianten gemein sind zumindest zwei Kontaktele- mente 12, die typischerweise beide Teil des ersten Steckverbinders 4 sind und die über eine erste elektrische Brücke 14, welche beispielsweise eine elektrisch leit fähige Struktur 16 aufweist, miteinander verbunden sind oder miteinander verbindbar sind, wobei die Vorrichtung 2 zudem derart ausgestaltet ist, dass im Zuge der erstmaligen Trennung der Steckverbindung die Verbindung zwischen den zwei Kontaktelementen 12 über die erste elektrische Brücke 14 verändert wird, wobei diese Veränderung als ein Indiz für die erstmalige Trennung der Steckverbindung erfasst wird.

Hierbei verändert sich im Falle der meisten Ausführungsvarianten eine Leitfähig keit zwischen den zumindest zwei Kontaktelementen 12, wenn es zu einer erstma ligen Trennung kommt, wobei die Änderung des Widerstandes als Indiz für die erstmalige Trennung der Steckverbindung erfasst wird.

Eine erste Ausführungsvariante der Vorrichtung 2 mit einer ersten Ausführung des Indikatorelements 8 ist in Fig. 1 und Fig. 2 wiedergegeben. Gezeigt ist dabei der verbundene Zustand der Steckverbindung, also der Zustand nach der erstmaligen Ausbildung der Steckverbindung und vor der erstmaligen Trennung der Steckver- bindung.

Wie bereits zuvor erwähnt, ist in diesem Zustand das Indikatorelement 8 sowohl im ersten Steckverbinder 4 als auch im zweiten Steckverbinder 6 fixiert. Hierzu weist der zweite Steckverbinder 6 ein als Nase 18 oder Vorsprung ausgebildetes Rastelement auf, welches Teil eines Gehäuses 20 des zweiten Steckverbinders 6 ist und in eine Aussparung 22 im folienartigen Träger 10 eingreift. Die Aussparung 22 ist dabei beispielsweise als ein insbesondere ausgestanztes Loch im folienarti gen Träger 10 ausgebildet. Für eine einfache Montage und somit eine vereinfach te erstmalige Ausbildung der Steckverbindung weist die Nase 18 hierbei bevorzugt eine uneinheitliche Höhe oder Ausdehnung quer zur Verbindungsrichtung der bei den Steckverbinder 4,6 auf. D. h., dass die Nase 18 beispielsweise im Querschnitt gesehen eine Rampenform aufweist, so wie dies aus Fig. 2 hervorgeht.

Die Fixierung des Indikatorelements 8 im ersten Steckverbinder 4 erfolgt im ersten Ausführungsbeispiel mithilfe zweier Rastsitze 24,26, nämlich einem ersten Rast sitz 24 und einem zweiten Rastsitz 26, wobei jeder Rastsitz 24,26 bevorzugt durch zwei Aussparungen oder Einkerbungen am folienartigen Träger 10 ausgebildet ist. Dabei sind beispielsweise für jeden Rastsitz 24,26 an zwei gegenüberliegenden Seiten des folienartigen Trägers 10 zwei einander ergänzende insbesondere bo genförmige Aussparungen oder Einkerbungen ausgebildet. Die Rastsitze 24,26 werden ergänzt durch zwei Haltestege 28, welche Teil eines Gehäuses 30 des ersten Steckverbinders 4 sind und die je nach Position des Indikatorelements 8 oder des folienartigen Trägers 10 relativ zum ersten Steckverbinder 4 in den ers ten Rastsitz 24 oder den zweiten Rastsitz 26 eingreifen und somit das Indikator element bzw. den folienartigen Träger im ersten Rastsitz 24 oder im zweiten Rast sitz 26 halten. Im ersten Ausführungsbeispiel gehen die Aussparungen der beiden Rastsitze 24,26 im folienartigen Träger 10 zudem quasi ineinander über.

Beim erstmaligen Trennen der Steckverbindung wird nun das Indikatorelement 8 und insbesondere der folienartige Träger 10 zunächst relativ zum ersten Steck verbinder 2 ein Stück weit versetzt oder verschoben, wobei das Indikatorelements 8 bzw. der folienartige Träger 10 aus dem ersten Rastsitz 24 in den zweiten Rast- sitz 26 verschoben wird. Werden nachfolgend die beiden Steckverbinder 4,6 noch weiter auseinandergezogen und schließlich vollständig getrennt, so wird das Indi katorelement 8 bzw. der folienartige Träger 10 mechanisch beschädigt und an einer Solltrennstelle 32 durchtrennt, wobei das Indikatorelements 8 bzw. der foli enartige Träger 10 an der Solltrennstelle 32 bevorzugt eine Perforation aufweist.

Nach der Durchtrennung verbleibt das erste Teilstück A des Indikatorelements 8 bzw. des folienartigen Trägers 10 im ersten Steckverbinder 4, wobei dieses Teil stück A im zweiten Rastsitz 26 gehalten wird und somit versetzt bleibt im Ver gleich zum verbundenen Zustand der Steckverbindung. Ein zweites Teilstück B des Indikatorelements 8 oder des folienartigen Trägers 10 verbleibt im zweiten Steckverbinder 6 und durch die Zerteilung des Indikatorelements 8 bzw. des foli enartigen Trägers 10 wird die erstmalige Trennung der Steckverbindung quasi optisch angezeigt, d. h. dass die Zertrennung oder Zerteilung ein optisches Indiz für die erstmalige Trennung der Steckverbindung darstellt.

Ein weiteres Indiz für die erstmalige Trennung der Steckverbindung stellt bei die ser Ausführungsvariante die zuvor beschriebene Änderung der Leitfähigkeit zwi schen den zumindest zwei Kontaktelementen 12 dar, wobei diese Änderung er- fasst wird und wobei insbesondere der Zeitpunkt oder ein Zeitrahmen erfasst und bevorzugt abgespeichert wird, in dem die Änderung der Leitfähigkeit erfolgt oder erfolgt ist. Hierzu weist die Vorrichtung 2 im ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und Fig. 2 die zuvor genannte elektrisch leitfähige Struktur 16 auf, die Teil des Indika torelements 8 ist und die erste elektrische Brücke 14 ausbildet. Die elektrisch leit fähige Struktur 16 ist dabei zum Beispiel als metallische Beschichtung auf dem folienartigen Träger 10 ausgebildet.

Die Kontaktelemente 12 weisen zudem in diesem Ausführungsbeispiel Kontaktfe dern 36 auf, die als einfache Federbalken von den Kontaktelementen 12 abstehen und das Indikatorelement 8 berühren. Im verbundenen Zustand drücken die Kon taktfedern 36 dabei zunächst gegen den folienartigen Träger 10 aus Isoliermateri- al, sodass zwischen den Kontaktelementen 12 quasi ein unendlich hoher Wider stand gegeben ist. Durch das Verschieben des ersten Teilstücks A des folienarti gen Trägers 10 im Zuge der erstmaligen Trennung der Steckverbindung wird auch die die erste elektrische Brücke 14 ausbildende elektrisch leitfähige Struktur 16 verschoben und bei Erreichen des zweiten Rastsitzes 26 liegt die elektrisch leitfä- hige Struktur 16, welche im Ausführungsbeispiel eine Streifenform aufweist, auf der Höhe der Kontaktfedern 36, sodass die elektrisch leitfähige Struktur 16 die Kontaktfedern 36 und somit die Kontaktelemente 12 kurzschließt. Der Widerstand zwischen den Kontaktelementen ändert sich somit quasi von unendlich auf null und die Leitfähigkeit steigt quasi von null auf unendlich

Im Ausführungsbeispiel wird nun diese Änderung der Leitfähigkeit messtechnisch erfasst beispielsweise mittels einer nicht näher dargestellten Messvorrichtung oder Steuer- und Auswerteeinheit, also zum Beispiel einem Steuergerät. In einem sol chen Fall wird dann bevorzugt zudem ein Zeitpunkt oder ein Zeitrahmen ermittelt und in einem Speicher abgespeichert, zu dem die erstmalige Trennung erfolgt oder erfolgt ist. Eine zweite Ausführungsvariante der Vorrichtung 2 ist in Fig. 3 und Fig. 4 darge stellt. Diese zweite Ausgestaltungsvariante unterscheidet sich von der ersten le diglich hinsichtlich der Ausgestaltung der ersten elektrischen Brücke 14, wobei die erste elektrische Brücke 14 nicht durch eine elektrisch leitfähige Struktur 16 auf dem folienartigen Träger 10 ausgebildet ist, sondern durch einen Querleiter 38.

Bei dem Querleiter 38 handelt es sich im Ausführungsbeispiel um einen einfachen Draht oder einen metallischen Stift, dessen Enden in das Gehäuse 30 des ersten Steckverbinders 4 eingebettet sind. Der Querleiter 38 ist dabei im verbundenen Zustand der Steckverbindung durch den folienartigen Träger 10 von den Kontakt federn 36 der Kontaktelemente 12 getrennt und somit durch das Isoliermaterial des folienartigen Trägers 10 von den Kontaktfedern 36 isoliert. Im getrennten Zu stand der Steckverbindung dagegen ist das erste Teilstück A aus dem Zwischen raum zwischen dem Querleiter 38 und den Kontaktfedern 36 herausgezogen, so- dass die Kontaktfedern 36 am Querleiter 38 anliegen und eine elektrisch leitfähige Verbindung hergestellt ist, durch die die Kontaktelemente 12 kurzgeschlossen sind.

Auch hier erfolgt dann bevorzugt wieder eine messtechnische Erfassung der Än- derung der Leitfähigkeit infolge des Kurzschließens der Kontaktelemente 12. Al ternativ sind die Kontaktelemente 12 Teil eines nicht vollständig abgebildeten Ver sorgungs-Stromkreises, der von einer nicht dargestellten Steuer- und Auswerte einheit gespeist wird. Liegen die Kontaktelemente 12 dann vor dem Kurzschließen auf unterschiedlichen Potentialen, führt der gegenüber dem normalen Stromver- brauch der Steuer- und Auswerteeinheit deutlich erhöhte Kurzschluss-Strom zum Auslösen eines nicht näher dargestellten Sicherungselements, welches elektrisch leitfähig mit einem der zwei Kontaktelemente 12 verbunden ist und beispielsweise durch eine Schmelzsicherung ausgebildet ist. Die Änderung der Leitfähigkeit wird in diesem Fall also durch Auslösen des Sicherungselements ermittelt oder erfasst und infolgedessen wird dann typischerweise ein mithilfe der Vorrichtung 2 kurzge schlossener Stromkreis dauerhaft unterbrochen, auch wenn beispielsweise die beiden Steckverbinder 4,6 nach erstmaliger Trennung der Steckverbindung wieder miteinander verbunden werden. Eine leichte Abwandlung dieser Ausführungsvariante ist in Fig. 5 und Fig. 6 dar gestellt. Jene Abwandlung unterscheidet sich von der zweiten Ausführungsvarian te der Vorrichtung 2 lediglich dadurch, dass zumindest der erste Steckverbinder 4 zumindest ein Dichtelement 40 aufweist, durch welches der Innenraum im Gehäu se 30 des ersten Steckverbinders 4 nach außen hin abgedichtet ist, sodass weder Schmutz noch Flüssigkeiten eindringen können, insbesondere kein Spritzwasser.

Weiter ist in Fig. 7 eine dritte Ausgestaltungsvariante des Indikatorelements 8 dargestellt, die anstelle der ersten Ausführungsvariante des Indikatorelements 8 in der Vorrichtung 2 gemäß Fig. 1 und Fig. 2 genutzt werden kann und je nach An wendungszweck auch genutzt wird. Bei dieser Ausführung des Indikatorelements 8 sind auf dem folienartigen Träger 10 aus Isolatormaterial zwei voneinander ge trennte elektrische Brücken 14,42 realisiert, nämlich die erste elektrische Brücke 14 und eine zweite elektrische Brücke 42.

Die zweite elektrische Brücke 42 weist dabei ein Widerstandselement 44 auf, bei spielsweise eine Kohlestruktur, und ist im verbundenen Zustand der Steckverbin dung elektrisch leitfähig mit den Kontaktelementen 12 verbunden. D. h., dass bei der erstmaligen Trennung der Steckverbindung ein Wechsel von der zweiten elektrischen Brücke 42 hin zur ersten elektrischen Brücke 14 erfolgt. Zudem wird die zweite elektrische Brücke 42, die sich über die Solltrennstelle 32 hinweg er streckt, im Zuge der erstmaligen Trennung der Steckverbindung zerstört oder be schädigt. Dadurch lässt sich die Änderung der Leitfähigkeit oder die Widerstands änderung auch dann nicht mehr rückgängig machen, wenn das Teilstück A des Indikatorelements 8 durch Manipulationen aus dem zweiten Rastsitz 26 zurück in den ersten Rastsitz 24 verbracht wird.

Eine weitere Ausführungsvariante der Vorrichtung 2 ist in Fig. 8 bis Fig. 10 wie dergegeben. Hier ist das Gehäuse 30 des ersten Steckverbinders 4 als sogenann tes MQS-Gehäuse (MQS: Micro Quadlock System) ausgestaltet und weist zwei Ebenen 46,48 auf, nämlich eine erste Ebene 46 und eine zweite Ebene 48, mit Öffnungen 50 für Kontaktelemente 12. Die Anzahl der Öffnungen 50 in der ersten Ebene 46 entspricht dabei der Anzahl der Öffnungen 50 in der zweiten Ebene 48.

Die Öffnungen 50 in der ersten Ebene 46 sind dabei tatsächlich mit Kontaktele- menten 12 belegt, wobei jedes Kontaktelement 12 mit einer Art Widerhaken 52 in einer der Öffnungen 50 verrastet ist. Die zweite Ebene 48 ist dagegen quasi zweckentfremdet und weist keine Kontaktelemente 12 auf. Stattdessen ist in der zweiten Ebene 48 das Indikatorelement 8 angeordnet. Das Indikatorelement 8 dieser Ausführungsvariante ist in Fig. 9 und Fig. 10 separat dargestellt.

Bei dieser Ausführungsvariante des Indikatorelements 8 weist dieses einen folien artigen Träger 10 aus Isoliermaterial auf und das Indikatorelement 8 ist, analog zur Ausführungsvariante gemäß Fig. 1 und Fig. 2, mittels Nase 16 und Ausspa rung 22 im Gehäuse 20 des zweiten Steckverbinders 6 fixiert. An dem folienarti- gen T räger 10 ist weiter für jedes Kontaktelement 12 eine Kontaktfeder 54 fixiert, die im Ausführungsbeispiel als Stanz-Biege-Teil ausgebildet ist.

Dabei weist jede Kontaktfeder 54 ein Rastelement 56 auf, mit dem das Indikator element 8 im Gehäuse 30 des ersten Steckverbinders 4 verrastet ist. Weiter durchgreifen die Kontaktfedern 54 Durchtritte 58 im Gehäuse 30 des ersten Steckverbinders 4, durch welche die zwei Ebenen 46,48 miteinander verbunden sind und jede Kontaktfeder 54 liegt an einem Kontaktelement 12 an.

Die erste elektrische Brücke 14 ist bei dieser Ausführungsvariante der Vorrichtung 2 durch ein Widerstandselement 60 und eine Leiterstruktur auf dem folienartigen

Träger 10 realisiert, wobei die Kontaktfedern 54 mit der Leiterstruktur elektrisch leitfähig verbunden sind, beispielsweise durch Verlöten, sodass das Widerstands element 60 im verbundenen Zustand den Widerstand zwischen den Kontaktele menten 12 vorgibt. Da sich die erste elektrische Brücke 14 über die Solltrennstelle 32 hinweg erstreckt, wird die erste elektrische Brücke 14 bei der erstmaligen Trennung der Steckverbindung zerstört, sodass nachfolgend im Prinzip keine Verbindung mehr zwischen den Kontaktelementen 12 gegeben ist und der Wider stand zwischen den Kontaktelementen 12 quasi unendlich hoch ist oder die Leit- fähigkeit quasi null ist. Auf diese Weise ist dann wiederum eine Widerstandsände rung oder Änderung der Leitfähigkeit vorgegeben, die bevorzugt messtechnisch erfasst wird, zum Beispiel durch eine zuvor genannte Messvorrichtung oder Steu er- und Auswerteeinheit, also zum Beispiel durch ein Steuergerät.

Auch bei dieser Ausführungsvariante der Vorrichtung 2 weist das Gehäuse 30 des ersten Steckverbinders 4 zudem Dichtelemente 40 auf und zwar derart, dass der Innenraum des Gehäuses 30 bei ausgebildeter Steckverbindung abgedichtet ist.

Außerdem weist das Gehäuse 30 des ersten Steckverbinders 4 einem dornartigen Fortsatz 62 auf. Dieser dient als Einführhilfe für das Indikatorelement 8 in das Ge häuse 20 des zweiten Steckverbinders 6 bei der erstmaligen Ausbildung der Steckverbindung, wobei hierfür der dornartigen Fortsatz 62 und ein Abschnitt des Indikatorelements 8 in eine Aufnahme 64 am Gehäuse 20 des zweiten Steckver binders 6 eingeführt wird. Der entsprechende Abschnitt des Indikatorelements 8 liegt dabei am dornartigen Fortsatz 62 an und wird in die Aufnahme 64 soweit ein geführt, dass die Nase 18 des Gehäuses 20 des zweiten Steckverbinders 6 in die Aussparung 22 des Indikatorelements 8 eingreift.

In Fig. 11 ist schließlich noch eine weitere Ausgestaltungsvariante des Indikator elements 8 dargestellt. Sie unterscheidet sich von der Ausgestaltungsvariante des Indikatorelements 8 gemäß Fig. 9 und Fig. 10 durch die Ausgestaltung der ersten elektrischen Brücke 14. Die erste elektrische Brücke 14 weist im Falle der Ausfüh rung gemäß Fig. 11 anstelle des Widerstandselements 60 einen integrierten Schaltkreis 66 auf. Dieser ist über zwei Leiterbahnen mit den Kontaktfedern 54 elektrisch leitfähig verbunden und somit auch mit den zwei Kontaktelementen 12 des ersten Steckverbinders 4, wenn das Indikatorelements 8 in der Vorrichtung 2 eingesetzt ist und sich die Vorrichtung 2 im verbundenen Zustand befindet. Die zwei Leiterbahnen sind hierbei im Ausführungsbeispiel auf den folienartigen Trä ger 10 aus Polyimid aufgedruckt und verlaufen über die Solltrennstelle 32 hinweg. Infolgedessen werden die zwei Leiterbahnen im Zuge der erstmaligen Trennung der Steckverbindung im Bereich der Solltrennstelle 32 durchtrennt und die elekt- risch leitfähige Verbindung zwischen den zwei Kontaktelementen 12 und dem in tegrierten Schaltkreis 66 wird unterbrochen.

Der integrierte Schaltkreis 66 fungiert im Ausführungsbeispiel als eine Art Identifi kationschip oder Erkennungschip, der das Indikatorelement 8 eindeutig identifi ziert. Ergänzend ist dann eine zuvor genannte Messvorrichtung oder Steuer- und Auswerteeinheit, also zum Beispiel ein Steuergerät, dazu eingerichtet, in zumin dest einem Betriebsmodus mit dem integrierten Schaltkreis 66 zu interagieren, insbesondere um den Identifikation auszulesen. Dazu werden zum Beispiel in ge wissen zeitlichen Abständen und insbesondere periodisch Signale oder Signalpul se von der Messvorrichtung bzw. von der Steuer- und Auswerteeinheit über die elektrisch leitfähige Verbindung zwischen den Kontaktfedern 54 und dem inte grierten Schaltkreis 66 an den integrierten Schaltkreis 66 übermittelt. Daraufhin erhält die Messvorrichtung bzw. die Steuer- und Auswerteeinheit ein Antwortsig nal, welches für das Indikatorelement 8 charakteristisch ist und dieses somit iden tifiziert. Nach der erstmaligen Trennung der Steckverbindung ist diese Interaktion nicht mehr möglich. D. h. dass die Messvorrichtung bzw. die Steuer- und Auswer teeinheit kein Antwortsignal mehr erhält und in diesem Fall wird das Ausbleiben eines Antwortsignals von der Messvorrichtung bzw. der Steuer- und Auswerteein heit als Indiz für die erstmalige Trennung der Steckverbindung erfasst.

Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 11 ist der integrierte Schaltkreis 66 zudem ergänzt durch einen Flilfswiderstand 68. Der Hilfswiderstand 68 ist dabei durch zwei weitere Leiterbahnen mit dem integrierten Schaltkreis 66 elektrisch leitfähig verbunden, wobei diese zwei weitere Leiterbahnen wiederum über die Solltrenn stelle 32 hinweg verlaufen. D. h., dass zum einen die Kontaktfedern 36 und der integrierte Schaltkreis 66 auf unterschiedlichen Seiten der Solltrennstelle 32 an geordnet sind und dass zum anderen der Hilfswiderstand 68 und der integrierte Schaltkreis 66 auf unterschiedlichen Seiten der Solltrennstelle 32 angeordnet sind. Auch die zwei weiteren Leiterbahnen werden daher im Zuge der erstmaligen Trennung der Steckverbindung durchtrennt. Einer alternativen Ausgestaltungsvariante des Indikatorelements 8 gemäß Fig. 11 entsprechend ist der integrierte Schaltkreis 66 nicht durch einen solchen Hilfswi derstand 68 ergänzt und dementsprechend weist dann das Indikatorelement 8 keinen solchen Hilfswiderstand 68 auf.

Die Erfindung ist nicht auf das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel be schränkt. Vielmehr können auch andere Varianten der Erfindung von dem Fach mann hieraus abgeleitet werden, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlas sen. Insbesondere sind ferner alle im Zusammenhang mit dem Ausführungs- beispiel beschriebenen Einzelmerkmale auch auf andere Weise miteinander kom binierbar, ohne den Gegenstand der Erfindung zu verlassen.

Bezugszeichenliste

2 Vorrichtung

4 erster Steckverbinder

6 zweiter Steckverbinder

8 Indikatorelement

10 folienartiger T räger

12 Kontaktelement

14 erste elektrische Brücke

16 elektrisch leitfähige Struktur

18 Nase/Rastelement

20 Gehäuse des zweiten Steckverbinders

22 Aussparung

24 erster Rastsitz

26 zweiter Rastsitz

28 Haltesteg

30 Gehäuse des ersten Steckverbinders

32 Solltrennstelle

36 Kontaktfeder eines Kontaktelements

38 Querleiter

40 Dichtelement

42 zweite elektrische Brücke

44 Widerstandselement der zweiten elektrischen Brücke 46 erste Ebene

48 zweite Ebene

50 Öffnung

52 Widerhaken

54 Kontaktfeder des Indikatorelements

56 Rastelement

58 Durchtritt

60 Widerstandselement der ersten elektrischen Brücke

62 dornartiger Fortsatz 64 Aufnahme

66 integrierter Schaltkreis

68 Hilfswiderstand A erstes Teilstück

B zweites Teilstück