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Title:
APPARATUS AND PROCESS FOR THE TEMPORARY STORAGE OF PIECE GOOD STACKS IN A SYSTEM FOR PRODUCING FOOD PRODUCTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/228504
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention describes an apparatus and a process for the temporary storage of piece good stacks, which are provided in a clocked manner on a transfer point of a system for producing food products, more particularly chocolate products, said transfer point being integrated in the apparatus or adjacent to the apparatus, with a buffer section comprising a plurality of storage points and a dispensing point; a transport device for moving the piece good stacks in a transport direction; and a manipulator by means of which the transfer point, the dispensing point and the storage points arranged therebetween can be approached; wherein by means of the manipulator at least one piece good of a piece good stack, preferably several piece goods of a piece good stack together, can be moved to the dispensing point; wherein on the dispensing point, the piece good stacks can be separated into individual piece goods and fed to a downstream section of the system; and wherein the flow of piece good stacks provided at the transfer point can be decoupled from the downstream section of the system through the successive occupancy of the storage points.

Inventors:
KLEIN ACHIM (DE)
HAUSCHULZ KAY (DE)
KNAPP MARK (GB)
CHAPMAN STEPHEN (GB)
KNIGHT SEAN (GB)
Application Number:
PCT/EP2021/060146
Publication Date:
November 18, 2021
Filing Date:
April 20, 2021
Export Citation:
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Assignee:
BUEHLER GMBH (DE)
International Classes:
B65G47/51; B65G59/02; B65G61/00
Domestic Patent References:
WO2018202801A12018-11-08
WO2018202801A12018-11-08
WO2017129720A12017-08-03
Foreign References:
US20200002107A12020-01-02
US3601266A1971-08-24
US6146087A2000-11-14
US4509891A1985-04-09
JPS6056728A1985-04-02
US20110041706A12011-02-24
EP0255622A21988-02-10
DE60110678T22006-02-02
Attorney, Agent or Firm:
WILMING, Martin et al. (CH)
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Claims:
Patentansprüche

1. Vorrichtung (10) zum Zwischenspeichern von Stückgutstapeln (91), wobei es sich bei den Stückgütern um Produktträger handelt, die getaktet auf einem in der Vorrichtung (10) integrierten oder an die Vorrichtung (10) angrenzenden Übergabeplatz (22) einer Anlage (100) zum Herstellen von Lebensmittelprodukten, insbesondere Schokoladenprodukten, bereitgestellt werden, wobei die Vorrichtung (10) auf weist:

- einen Pufferabschnitt (30) umfassend mehrere Speicher plätze (31) sowie einen Abgabeplatz (32);

- eine Transporteinrichtung (50) zum Bewegen der Stück gutstapel (91), die so ausgelegt ist, dass bei einem Betriebsunterbruch in einem nachgeordneten Abschnitt der Anlage eine für die Stückgutstapel (91) zur Verfü gung stehende Förderstrecke durch die Transporteinrich tung (50) verlängerbar ist, indem die Stückgutstapel (91) in Transportrichtung in den Pufferabschnitt (30) weiterbewegt werden; und

- einen Manipulator (40), durch den der Übergabeplatz (22), der Abgabeplatz (32) sowie die dazwischen ange ordneten Speicherplätze (31) anfahrbar sind; wobei durch den Manipulator (40) jeweils wenigstens ein Stückgut (90) eines Stückgutstapels (91), bevorzugt mehre re Stückgüter (90) eines Stückgutstapels (91) auf einmal, auf den Abgabeplatz (32) umsetzbar ist; wobei auf dem Ab gabeplatz (32) die Stückgutstapel (91) vereinzelbar und einem nachgeordneten Abschnitt (70) der Anlage (100) zu- führbar sind; und wobei der am Übergabeplatz (22) bereit gestellte Fluss von Stückgutstapeln (91) durch die sukzes sive Belegung der Speicherplätze (31) von dem nachgeordne ten Abschnitt (70) der Anlage (100) entkoppelbar ist. 2. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) ferner einen Behandlungsabschnitt (20) umfassend einen oder mehrere Behandlungsplätze (21) aufweist, wobei der Übergabeplatz (21) in die Vorrichtung (10) integriert ist und in Transportrichtung auf die Be handlungsplätze (21) folgt, wobei die Stückgutstapel (91) auf den Behandlungsplätzen (21) und optional auf dem Über gabeplatz (22) aktiv behandelbar sind.

3. Vorrichtung gemäss Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Pufferabschnitt (30) keine aktive Behandlung von auf den Speicherplätzen (31) und dem Abgabeplatz (32) angeord neten Stückgutstapeln (91) erfolgt.

4. Vorrichtung gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Manipulator (40) um ein Portalsystem (41) handelt.

5. Vorrichtung gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transporteinrichtung (50) als Inline-Transporteinrichtung einer Anlage (100) ausge bildet ist, welche zwischen einem vorgeordneten Abschnitt (60) und einem in Transportrichtung nachgeordneten Ab schnitt (70) der Anlage (100) zwischenschaltbar ist.

6. Vorrichtung gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Transporteinrichtung (50) als Hubbalkenförderer ausgebildet ist, wobei der Förderer zwei parallel zueinander angeordnete Schubleisten mit Mit nehmern, einen elektrischen Linearantrieb zur Bewegung der Schubleisten in einer Transportrichtung und mindestens ei- nen Pneumatikantrieb (55) für eine Vertikalbewegung der Schubleisten umfasst.

7. Vorrichtung gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) ferner eine Verkleidung (12) umfasst, die einen bezüglich Luft feuchtigkeit und/oder Temperatur kontrollierten Raum (13) umschliesst und/oder vor anderen Umwelteinflüssen ge schützten Raum (13) umschliesst, wobei der Pufferabschnitt (30) und optional der Behandlungsabschnitt (20) in dem Raum (13) enthalten sind.

8. Vorrichtung gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) mindes tens eine Steuereinheit (80) aufweist, die Schnittstellen (81) zum Datentransfer mit Steuereinheiten vor- und/oder nachgeordneter Abschnitte (60, 70) der Anlage (100) um fasst, sodass die Steuereinheiten (80) der vor- und/oder nachgeordneten Abschnitte (60, 70) der Anlage (100) in ei ner Ring- oder Reihenschaltung verbindbar oder verbunden sind.

9. Vorrichtung gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (80) zur Steuerung des Manipulators (40) sowie der Transporteinrichtung (50) ausgebildet ist, wobei die Steuereinheit (80) mit zumindest einem an einem der vor- und/oder nachgeordneten Abschnitte (60, 70) der Anla ge (100) angeordneten Sensor (82) verbunden ist, wobei der Sensor (82) den Betriebszustand des jeweiligen Abschnitts erfasst, sodass die Aktivität des Manipulators (40) sowie der Transporteinrichtung (50) in Abhängigkeit des jeweili gen Betriebszustandes des vor- und/oder nachgeordneten Ab- Schnitts (60, 70) über die Steuereinheit (80) steuerbar ist.

10. Anlage zum Herstellen von Lebensmittelprodukten, insbeson dere Schokoladenprodukten, mit einer Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9.

11. Verfahren zur Verwendung mit einer Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, zum Zwischenspeichern von Stückgutstapeln (91), wobei es sich bei den Stückgütern um Produktträger handelt, in einer Anlage (100) zum Herstel len von Lebensmittelprodukten, insbesondere Schokoladen produkten, wobei die Stückgutstapel (91) getaktet auf ei nem in der Vorrichtung (10) integrierten oder an die Vor richtung (10) angrenzenden Übergabeplatz (22) der Anlage (100) bereitgestellt werden, optional zuvor in Transport richtung einen oder mehrere Behandlungsplätze (21) bis dem Übergabeplatz (22) durchlaufen, und wobei ein Manipulator (40) jeweils wenigstens ein Stückgut (90) eines Stückgut stapels (91), bevorzugt mehrere Stückgüter (90) eines Stückgutstapels (91) auf einmal, entweder vom Übergabe platz (22) oder von einem von mehreren Speicherplätzen (31, 31') eines Pufferabschnitts (30) auf den Abgabeplatz (32) umsetzt, sofern die Stückgüter (90) von einem nachge- ordneten Abschnitt (70) der Anlage (100) abnehmbar sind.

12. Verfahren gemäss Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Betriebsunterbruch in einem der Vorrichtung (10) nachgeordneten Abschnitt (70) der Anlage (100) die am Übergabeplatz (22) ankommenden Stückgutstapel (91) durch die Transporteinrichtung (50) auf den vom Übergabeplatz (22) in Transportrichtung nächstgelegenen Speicherplatz (31) bewegt werden und die bereits zwischengespeicherten Stückgutstapel (91) von ihrem jeweiligen Speicherplatz (31) auf den in Transportrichtung nächstgelegenen Spei cherplatz (31') bewegt werden, wobei bei Wiederaufnahme des Betriebs durch den der Vorrichtung (10) nachgeordneten Abschnitt (70) der Anlage (100) die auf den Speicherplät zen (31, 31') zwischengespeicherten Stückgutstapel (91) durch den Manipulator (40), bevorzugt im Wesentlichen nach dem first in-first out-Prinzip, auf den Abgabeplatz (32) umgesetzt werden.

13. Verfahren gemäss Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeich net, dass die Flussrate von an den nachgeordneten Ab schnitt (70) der Anlage (100) abgegebenen Stückgütern (90) zwischen 0 und 120% bezogen auf die je Maschinentakt der Transporteinrichtung (50) am Übergabeplatz (22) ankommende Stückgüterzahl beträgt.

14. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (80) und zumindest ein mit der Steuereinheit (80) verbundener und an einem der nachgeordneten Abschnitte (70) der Anlage (100) ange ordneter Sensor (82) vorgesehen sind, wobei die Steuerein heit (80) Schnittstellen (81) zum Datentransfer mit Steu ereinheiten (80') vor- und/oder nachgeordneter Abschnitte (60, 70) der Anlage (100) umfasst und mit den Steuerein heiten (80') der vor- und/oder nachgeordneten Abschnitte (60, 70) der Anlage (100) in einer Ring- oder Reihenschal tung verbunden ist, wobei der Sensor (82) den Betriebszu stand des nachgeordneten Abschnitts (70) der Anlage (100) bestimmt, und wobei die Aktivität des Manipulators (40) sowie der Transporteinrichtung (50) in Abhängigkeit des Betriebszustandes des nachgeordneten Abschnitts (70) über die Steuereinheit (80) gesteuert und/oder geregelt werden. 15. Verfahren gemäss Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass ferner eine Einrichtung (83) zur automatisierten Erfassung des Belegungszustandes der Speicherplätze (31) vorgesehen ist, wobei bei einer vollständigen Belegung aller in der

Vorrichtung (10) vorhandenen Speicherplätze (31) die Pro duktion in wenigstens einem der vorgeordneten Abschnitte (60) der Anlage (100) angehalten wird und wobei vor der Wiederaufnahme der Produktion zumindest der dem Abgabe platz (32) direkt vorhergehende Speicherplatz (31) durch den Manipulator (40) geleert wird.

Description:
Vorrichtung und Verfahren zum Zwischenspeichern von Stückgutsta peln in einer Anlage zum Herstellen von Lebensmittelprodukten

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zwi schenspeichern von Stückgutstapeln für eine Anlage zum Herstel len von Lebensmittelprodukten, insbesondere Schokoladenproduk ten, ein Verfahren zum Entkoppeln eines ankommenden Flusses von Stückgutstapeln von einem nachgeordneten Abschnitt einer Anlage zum Herstellen von Lebensmittelprodukten, insbesondere Schokola denprodukten, sowie eine Anlage mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung .

Vorrichtungen der gattungsgemässen Art kommen beispielsweise zwischen einer Produktionseinrichtung und einer Verpackungsein richtung zum Einsatz und sind unter anderem auch unter den Be griffen Pufferspeicher, Puffereinrichtung oder Produktfluss- Regulator bekannt. Um Produktstau und damit verbundene Betriebs störungen zu vermeiden, werden Verpackungseinrichtungen übli cherweise so ausgelegt, dass ihre Verpackungsleistung höher ist als der Ausstoss der Produktionseinrichtung. Beim Auftreten ei ner beabsichtigten oder unbeabsichtigten Betriebsunterbrechung der Verpackungseinrichtung müssen die im Fertigungsprozess be findlichen Produkte in der Regel noch aus der Produktionsein richtung ausgetragen werden, weshalb ein Anhalten oder Abschal ten der Produktionseinrichtung häufig nur mit einer erheblichen Verzögerung möglich ist. Da die aus der Produktionseinrichtung ausgetragenen Produkte jedoch nicht durch die Verpackungsein richtung abgenommen werden, kommt es in der Folge zu einem Pro duktstau und im Fall von Nahrungsmitteln häufig auch zu Aus schuss. Aus diesem Grund werden bei solchen Produktflüssen Mass nahmen getroffen, um den von einer Produktionseinrichtung be- reitgestellten Produktfluss von einem nachgeordneten Abschnitt der Anlage zu entkoppeln. Aus dem Stand der Technik sind Zwischenspeicher mit einer Viel zahl von vertikal angeordneten Zwischenspeicherebenen bekannt, in denen die zu speichernden Produkte mittels eines Elevators von der Ebene, auf der sie ankommen, zu der Ebene, auf der sie zwischengespeichert werden, bewegt werden bzw. von den Zwischen speicherebenen abgeholt und auf das Niveau der Weiterleitung ge bracht werden.

Derlei Zwischenspeicher weisen jedoch den Nachteil auf, dass sie den Produktionsprozess erheblich verkomplizieren, einen hohen Einsatz von finanziellen Mitteln erfordern und zudem viel Platz benötigen .

Aus der W02018/202801 Al ist Produktionsanlage zur Produktion von flachen, stapelbaren Backprodukten bekannt. Die Produktions anlage umfasst eine Transportvorrichtung mit einer ersten Über gabestation am Einlauf der Transportvorrichtung, nach der ersten Übergabestation Förderbänder und nachfolgend den Förderbändern eine zweite Übergabestation am Auslauf der Transportvorrichtung. Die erste Übergabestation weist einen ersten Manipulator auf, durch den die Backprodukte übereinander Stapel- und/oder entsta- pelbar sind und die zweite Übergabestation weist einen zweiten Manipulator auf, durch den die Backprodukte übereinander stapel- und/oder entstapelbar sind, so dass die Backprodukte in der Transportvorrichtung durch Bildung von Stapeln der Backprodukte speicherbar sind.

Ausgehend von dem genannten Stand der Technik liegt der vorlie genden Erfindung die Aufgabe zugrunde, solche und weitere Nach teile des Standes der Technik zu beheben und insbesondere eine Vorrichtung und ein Verfahren anzugeben, wodurch das Zwischen speichern von Stückgutstapeln kosteneffizienter, platzsparender und unter Vermeidung von hohen Ausschusszahlen verwirklicht wird.

Die Aufgabe wird insbesondere durch eine Vorrichtung, eine Anla ge umfassend eine erfindungsgemässe Vorrichtung und ein Verfah ren gemäss den unabhängigen Ansprüchen gelöst. Vorteilhafte Aus gestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche .

Insbesondere wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung zum Zwi schenspeichern von Stückgutstapeln, die getaktet auf einem in der Vorrichtung integrierten oder an die Vorrichtung angrenzen den Übergabeplatz einer Anlage zum Herstellen von Lebensmittel produkten, insbesondere Schokoladenprodukten, bereitgestellt werden, gelöst. Erfindungsgemäss weist die Vorrichtung einen Pufferabschnitt umfassend einen oder mehrere Speicherplätze und einen Abgabeplatz auf. Die Vorrichtung weist ferner eine Trans porteinrichtung zum Bewegen der Stückgutstapel und einen Manipu lator auf. Der Manipulator kann den Übergabeplatz, den Abgabe platz sowie die zwischen dem Übergabe- und dem Abgabeplatz ange ordneten Speicherplätze anfahren. Durch den Manipulator können die Stückgüter auf den Abgabeplatz umgesetzt werden, wobei der Manipulator jeweils wenigstens ein Stückgut eines Stückgutsta pels, bevorzugt mehrere Stückgüter eines Stückgutstapels auf einmal, auf den Abgabeplatz umsetzen kann. Die auf den Abgabe platz umgesetzten, stapelförmig angeordneten Stückgüter sind auf dem Abgabeplatz vereinzelbar und einem nachgeordneten Abschnitt der Anlage zuführbar. Durch die sukzessive Belegung der Spei cherplätze mit Stückgutstapeln ist der am Übergabeplatz bereit gestellte Fluss von Stückgütern von einem nachgeordneten Ab schnitt der Anlage entkoppelbar. Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung ist ein flexibler Zwi schenspeicher mit einem geringen Platzbedarf realisierbar, in dem die Stückgutstapel temporär gespeichert werden können, falls ein nachgeordneter Abschnitt der Anlage kurzfristig gewartet werden muss oder aus anderen Gründen keine Stückgüter abnehmen kann.

Selbstverständlich wäre es auch denkbar, dass die Stückgüter die erfindungsgemässe Vorrichtung statt in Form von Stückgutstapeln in vereinzelter Form durchlaufen, wobei sich dadurch jedoch nicht alle der beschriebenen Vorteile ergäben. Insbesondere hät te ein mit vereinzelten Stückgütern einhergehender höherer Durchsatz zur Folge, dass der durch die Belegung der vorgesehe nen Speicherplätze erzielbare Puffereffekt, d.h. die zeitliche Verzögerung des ankommenden Flusses von Stückgütern von einem der Vorrichtung nachgeordneten Abschnitt der Anlage, abnimmt.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung beziehen sich die Begriffe „Platz" bzw. „Plätze" auf die jeweiligen Positionen entlang der durch die Transporteinrichtung gebildeten Förderstrecke, welche die Stückgüter beim Durchlaufen der erfindungsgemässen Vorrich tung erreichen. Jede dieser Positionen weist eine Fläche (A) auf, die mindestens der Länge (1) und mindestens der Breite (b) eines die erfindungsgemässe Vorrichtung durchlaufenden Stück guts, insbesondere im Wesentlichen genau der Länge (1) und Brei te (b) eines die erfindungsgemässe Vorrichtung durchlaufenden Stückguts, entspricht. Insbesondere beziehen sich die Begriffe „Platz" bzw. „Plätze" auf die Positionen entlang der Förderstre cke, auf die die Stückgüter durch die Transporteinrichtung im Maschinentakt bewegt werden und auf denen die Stückgüter kurz zeitig zum Stillstand kommen. Die Transporteinrichtung der er- findungsgemässen Vorrichtung umfasst demnach eine Transportstre- cke, welche lang genug ist, um eine für eine entsprechende An- Wendung benötigte bzw. gewünschte Anzahl an Positionen für Stückgüter bereitzustellen.

In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsge- mässe Vorrichtung ferner einen Behandlungsabschnitt mit einem oder mehreren Behandlungsplätzen. In dieser Ausführungsform ist der Übergabeplatz in die erfindungsgemässe Vorrichtung inte griert und in Transportrichtung auf die Behandlungsplätze fol gend angeordnet. Die sich auf den Behandlungsplätzen und optio nal auf dem Übergabeplatz befindenden Stückgutstapel sind im Be reich dieser Plätze aktiv behandelbar.

Durch die Integration des vorgeordneten Abschnitts der Anlage in den erfindungsgemässen Zwischenspeicher lässt sich eine beson ders kompakt und platzsparend gebaute Vorrichtung mit Puffer funktion bereitstellen.

In einer besonderen Ausführungsform der erfindungsgemässen Vor richtung findet im Pufferabschnitt, also im Bereich des Abgabe platzes und der Speicherplätze, keine aktive Behandlung der sich auf diesen Plätzen befindenden Stückgutstapel statt.

Unter einer aktiven Behandlung wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein Vorgang oder eine Kombination von Vorgängen ver standen, der einen Arbeitsschritt in der Produktion der Nah rungsmittel darstellt. Beispielsweise finden aktive Behandlungen in Formenwechselabschnitten, Anwärmabschnitten, Kühlabschnitten oder Ausformungsabschnitten einer Anlage zur Herstellung von Le bensmitteln statt. Insbesondere wird unter einer aktiven Behand lung im Rahmen der vorliegenden Erfindung eine Kühlung der Stückgutstapel verstanden, also eine Verringerung der Temperatur der Stückgüter. Für den Fall, dass es sich bei den Stückgütern um Produktträger handelt, bewirkt das Kühlen der Produktträger auch ein Abkühlen der in den Produktträgern angeordneten Produk te. Beispielhaft sei hier das Beblasen der Stückgutstapel mit kalter Luft zum Erstarren von flüssiger Schokolade, welche in einem vorgeordneten Abschnitt der Anlage in die Produktträger gefüllt wurde, angeführt. Der Transport der Stückgutstapel in Transportrichtung durch die Transporteinrichtung sowie das Um setzung von Stückgütern durch den Manipulator sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht als aktive Behandlung zu verstehen.

In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsge- mässe Vorrichtung ferner eine Einrichtung zum Aufstapeln der Stückgüter, welche aus einem der Vorrichtung vorgeordneten Ab schnitt der Anlage in vereinzelter Form an der Vorrichtung an kommen. Die Einrichtung ist zur Übergabe der durch sie gebilde ten Stückgutstapel an den von ihr aus in Transportrichtung zu erst angeordneten Behandlungsplatz ausgebildet.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird unter einem Stückgut stapel eine Anordnung von zumindest zwei Stückgütern in Lagen übereinander verstanden. Solche Einrichtungen zum Auf- und Ent- stapeln von stapelbaren Stückgütern, wie beispielsweise Produkt trägern oder Formen, sind dem Fachmann beispielsweise aus der WO 2017/129720 Al bekannt.

Durch die stapelförmige Gruppierung der in vereinzelter Form an der erfindungsgemässen Vorrichtung ankommenden Stückgüter kann eine Verlangsamung des Anlagentaktes im Bereich der erfindungs- gemässen Vorrichtung erreicht werden. Anders ausgedrückt wird durch die stapelförmige Gruppierung eine Vorpufferung erzielt, durch welche die Zeitspanne, während welcher der Zwischenspei cher gefüllt werden kann, verlängert und die Kapazität des er- findungsgemässen Zwischenspeichers vergrössert werden kann. Bevorzugt handelt es sich bei dem Manipulator um ein Portalsys tem. Das Portalsystem ist dabei zur Kontaktierung, zur Abnahme, zum Umsetzen, sowie zur Ablage der Stückgüter, insbesondere Pro duktträger, auf den Abgabeplatz ausgebildet. Die Kontakteinrich tung des Portalsystems ist in der Höhe und andererseits in und gegen die Transportrichtung der Stückgüter verfahrbar, so dass der Übergabeplatz, die Speicherplätze sowie der Abgabeplatz durch das Portalsystem anfahrbar sind.

Bei Portalsystemen handelt es sich um symmetrisch aufgebaute kartesische Robotersysteme zur mehrdimensionalen Bewegung von Transport- und Arbeitsmitteln in einem durch mechanische Linear bewegungsvorrichtungen vorgebbaren Arbeitsraum. In der Praxis sind Portalsysteme vielfältig im Einsatz, beispielsweise zur Durchführung von Bestückungs- oder Montageaufgaben. Portalsyste me der gattungsgemässen Art umfassen ein zur ortsfesten Anbrin gung bestimmtes Portal mit einer über die Portallänge in x- Richtung verfahrbaren Grundeinheit, sowie der Grundeinheit zuge ordnete, vertikal in z-Richtung und horizontal in y-Richtung verfahrbare Anordnungen, beispielsweise Transport- und/oder Greifeinrichtungen . Ein solches Portalsystem ist beispielsweise aus der EP 0255 622 Al bekannt.

Durch die Ausbildung des Manipulators als Portalsystem wird eine besonders stabile Konstruktion und eine hohe Umsetzleistung bei gleichzeitig hoher Positioniergenauigkeit der Stückgüter er reicht.

In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vor richtung ist die Transporteinrichtung als Inline- Transporteinrichtung einer Anlage ausgebildet, welche zwischen einem vorgeordneten Abschnitt und einem in Transportrichtung nachgeordneten Abschnitt der Anlage zwischenschaltbar ist. Der Begriff „Inline-Anlage" hat sich im Bereich der industriel len Nahrungsmittelproduktion auch in der deutschen Fachsprache fest etabliert. Eine Inline-Transporteinrichtung stellt einen Teil der Förderstrecke der Anlage dar, welche die Stückgutstapel in Transportrichtung durch den Behandlungsabschnitt bewegt. Bei einem Betriebsunterbruch in einem nachgeordneten Abschnitt der Anlage ist die für die Stückgutstapel zur Verfügung stehende Förderstrecke durch die Transporteinrichtung verlängerbar, indem die Stückgutstapel in Transportrichtung in den Pufferbereich weiterbewegt werden.

Somit ist kein Bypass oder eine sonstige Umleitung der Stückgü ter erforderlich, wodurch sehr schnell auf nachgeordnete Be triebsunterbrechungen reagiert werden kann. Insbesondere muss dadurch nicht, wie im Stand der Technik üblich, ein separater Anlagenteil aktiviert werden.

Unter einer Betriebsunterbrechung wird im Rahmen der vorliegen den Erfindung jeder Zustand eines Anlagenabschnitts verstanden, in dem der Durchsatz des entsprechenden Anlagenabschnitts weni ger als 100% des im Normalbetrieb dieses Anlagenabschnitts er zielten Durchsatzes beträgt. Beispielsweise kann es sich bei ei ner Betriebsunterbrechung um einen Unterbruch in der Verpackung handeln .

Zur Bewegung der Stückgutstapel in Transportrichtung können bei spielsweise Hubbalkenförderer eingesetzt werden, welche gat- tungsgemäss mehrere in Transportrichtung hintereinander angeord nete und miteinander gekoppelte Hubbalken desselben Förderertyps aufweisen, welche über ihren Fahrantrieb taktweise gemeinsam vor- und zurückbewegt werden. Die einzelnen Förderer sind durch jeweils eine Verbindungsstange miteinander gekuppelt. Dabei sind der oder die Hubbalken mittels ihrer Hubvorrichtungen heb- und senkbar, so dass die auf seitlichen Auflagerflachen aufliegenden Stückgüter bzw. Stückgutstapel durch eine koordinierte Hub- /Schubbewegung taktweise entlang der Transportrichtung bewegt, d.h. auf den in Transportrichtung jeweils nächstgelegenen Be- handlungs-, Übergabe- bzw. Speicherplatz transportiert werden. Ein solcher Hubbalkenförderer ist aus dem Stand der Technik bei spielsweise durch die DE 60110 678 T2 bekannt. Selbstverständ lich ist es erfindungsgemäss auch denkbar, dass die Trans porteinrichtung beispielsweise zwei Stückgutstapel paarweise um jeweils zwei Positionen in Transportrichtung bewegt.

In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemässen Vor richtung ist die Transporteinrichtung als Hubbalken-Fördersystem ausgebildet. Das Hubbalken-Fördersystem umfasst zwei parallel zueinander angeordnete Schubleisten mit Mitnehmern, einen elektrischen Linearantrieb zur Bewegung der Schubleisten in ei ner Transportrichtung (T, TI, T2) und mindestens einen Pneumati kantrieb für eine Vertikalbewegung der Schubleisten.

In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsge- mässe Vorrichtung ferner eine Verkleidung. Durch die Verkleidung wird ein bezüglich Luftfeuchtigkeit und/oder Temperatur kontrol lierter Raum gebildet. Alternativ oder zusätzlich dazu schützt der durch die Verkleidung umschlossene Raum die darin enthalte nen Stückgüter auch vor anderen Umwelteinflüssen. In dem Raum ist der Pufferabschnitt und optional der Behandlungsabschnitt angeordnet .

Durch die Möglichkeit des Einstellens von kontrollierten Tempe ratur- und/oder Luftfeuchtigkeitsbedingungen und/oder dem Schutz vor anderen schädlichen Umwelteinflüssen kann die Zeit, in der die Stückgutstapel im Zwischenspeicher verbleiben können, erhöht werden und Ausschuss reduziert bzw. vermieden werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsgemässe Vorrichtung mindestens eine Steuereinheit auf, die Schnittstel len zum Datentransfer mit Steuereinheiten vor- und/oder nachge- ordneter Abschnitte der Anlage umfasst. Dadurch ist die Steuer einheit der erfindungsgemässen Vorrichtung mit den Steuereinhei ten der vor- und/oder nachgeordneten Abschnitte der Anlage in einer Ring- oder Reihenschaltung verbindbar oder verbunden.

Durch eine solche Ring- oder Reihenschaltung wird ermöglicht, dass die einzelnen Abschnitte der Anlage, insbesondere die er- findungsgemässe Vorrichtung und ein nachgeordneter Abschnitt der Anlage, untereinander Daten austauschen können und die einzelnen Abschnitte der Anlage, insbesondere die erfindungsgemässe Vor richtung, jeweils autark steuerbar sind. Die erfindungsgemässe Vorrichtung ermöglicht somit eine vollautomatische Kompensation von kurzzeitigen Betriebsunterbrechungen in einem oder mehreren der nachgeordneten Abschnitte der Anlage.

Bevorzugt ist die Steuereinheit mit zumindest einem, an einem der vor- und/oder nachgeordneten Abschnitte der Anlage angeord neten, Sensor verbunden, welcher den Betriebszustand des jewei ligen Abschnitts erfasst. Weiter ist in dieser bevorzugten Aus führungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung die Steuerein heit zur Steuerung des Manipulators sowie der Transporteinrich tung ausgebildet, so dass die Aktivität des Manipulators sowie der Transporteinrichtung in Abhängigkeit des jeweiligen Be triebszustandes des vor- und/oder nachgeordneten Abschnitts über die Steuereinheit steuerbar ist. Dadurch wird ermöglicht, dass die erfindungsgemässe Vorrichtung auf die Leistung eines vor- und/oder nachgeordneten Abschnitts der Anlage reagieren kann, wodurch die Effizienz und die Auslas tung des Zwischenspeichers erhöht werden kann. Beispielsweise kann somit bereits bei einer absehbaren Betriebsunterbrechung in einem nachgeordneten Abschnitt der Anlage, beispielsweise beim Neubestücken der Verpackungseinrichtung mit Verpackungsmaterial, automatisch die Aktivität des Manipulators gestoppt und die ge taktet bereitgestellten Stückgutstapel stattdessen sukzessive auf die in Transportrichtung vorhandenen Speicherplätze bewegt werden, so dass die Produktion auch während eines Stopps im nachgeordneten Abschnitt der Anlage weiterlaufen kann.

Die Aufgabe wird weiterhin durch eine Anlage zum Herstellen von Lebensmittelprodukten, insbesondere Schokoladenprodukten, umfas send eine erfindungsgemässe Vorrichtung gelöst.

Eine solche Anlage weist den Vorteil auf, dass im Falle eines Ausfalles und/oder einer Betriebsunterbrechung in einem der er- findungsgemässen Vorrichtung nachgeordneten Abschnitt der Anlage nicht, wie im Stand der Technik üblich, ein gesonderter Anlagen abschnitt aktiviert oder in die Anlage integriert, also bei spielsweise herangeschoben, werden muss. Dadurch kann sehr schnell auf solche Ausfälle und/oder Betriebsunterbrechungen re agiert werden und die mit dem Ausfall und/oder der Betriebsun terbrechung zusammenhängende Varianz im Durchsatz des entspre chenden Anlagenabschnitts vollautomatisch kompensiert werden.

Die Aufgabe wird weiterhin durch ein Verfahren zum Zwischenspei chern von Stückgutstapeln in einer Anlage zum Herstellen von Le bensmittelprodukten, insbesondere Schokoladenprodukten, gelöst. Gemäss dem erfindungsgemässen Verfahren werden die Stückgutsta pel getaktet auf einem in der Vorrichtung integrierten oder an die Vorrichtung angrenzenden Übergabeplatz der Anlage bereitge stellt. Optional durchlaufen die Stückgutstapel zuvor in Trans portrichtung einen oder mehrere Behandlungsplätze bis zu dem Übergabeplatz. Sofern die Stückgüter von einem nachgeordneten Abschnitt der Anlage abgenommen werden können, setzt ein Manipu lator am Übergabeplatz oder alternativ von einem der Speicher plätze jeweils wenigstens ein Stückgut eines Stückgutstapels, bevorzugt mehrere Stückgüter eines Stückgutstapels auf einmal, auf den Abgabeplatz um. Auf dem Abgabeplatz werden die Stückgü ter vereinzelt und einem nachgeordneten Abschnitt der Anlage zu geführt .

Ein solches Verfahren ermöglicht eine besonders effiziente Ent koppelung eines ankommenden Flusses von gestapelten Stückgütern von einem nachgeordneten Abschnitt der Anlage.

Insbesondere ist das erfindungsgemässe Verfahren zur Verwendung mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung vorgesehen.

Nach einer besonderen Ausführungsform des Verfahrens handelt es sich bei den Stückgütern um Produktträger. Unter Produktträgern sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung insbesondere auch For men mit Alveolen zu verstehen, wie sie für die Herstellung von Süsswarenprodukten bekannt sind.

Die in der Anlage hergestellten Nahrungsmittel sind in den Pro duktträgern behandelbar und/oder transportierbar.

In einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens werden bei einem Betriebsunterbruch in einem dem Zwi schenspeicher nachgeordneten Abschnitt der Anlage die am Überga beplatz eintreffenden Stückgutstapel durch die Transporteinrich tung auf den vom Übergabeplatz in Transportrichtung nächstgele- genen Speicherplatz bewegt. Falls sich bereits Stückgutstapel im Zwischenspeicher befindenden, werden diese Stapel von ihrem je weiligen Speicherplatz auf den in Transportrichtung nächstgele genen Speicherplatz weiterbewegt. Bei Wiederaufnahme des Be triebs durch den dem Zwischenspeicher nachgeordneten Abschnitt der Anlage werden die auf den Speicherplätzen zwischengespei cherten Stückgutstapel durch den Manipulator auf den Abgabeplatz umgesetzt.

Bevorzugt werden die auf den Speicherplätzen zwischengespeicher ten Stückgutstapel bei Wiederaufnahme des Betriebs in dem nach geordneten Abschnitt der Anlage durch den Manipulator nach dem first in-first out-Prinzip auf den Abgabeplatz umgesetzt.

Durch das first in-first out Prinzip wird erreicht, dass die Reihenfolge der bereitgestellten Stückgüter bei der Belegung der Speicherplätze des Zwischenspeichers sowie bei der Abgabe an den nachgeordneten Abschnitt der Anlage zumindest teilweise beibe halten wird, was insbesondere bei der Produktion von Nahrungs mitteln Vorteile in der Minimierung von Ausschuss bringt.

Bevorzugt beträgt die Flussrate von an den nachgeordneten Ab schnitt der Anlage abgegebenen Stückgütern zwischen 0 und 120% bezogen auf die je Maschinentakt der Transporteinrichtung am Übergabeplatz ankommende Stückgüterzahl.

Werden die Stückgüter durch den Manipulator schneller umgesetzt als diese durch den vorgeordneten Abschnitt der Anlage bereitge stellt werden, können die in der erfindungsgemässen Vorrichtung zwischengespeicherten Stückgutstapel bei Wiederaufnahme des Be triebs in einem nachgeordneten Abschnitt der Anlage wieder abge baut und die vormals belegten Speicherplätze wieder freigegeben werden, womit die Anlage erneut in einen normalen Betriebszu- stand überführt werden kann. In diesem normalen Betriebszustand der Anlage erfolgt das Umsetzen der Stückgüter vom Übergabeplatz direkt auf den Abgabeplatz durch den Manipulator. Je schneller die Stückgutstapel umgesetzt und entstapelt werden können, desto schneller können die Speicherplätze geleert werden.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens ist eine Steuereinheit und zumindest ein mit der Steuereinheit verbundener und an einem der nachgeordneten Ab schnitte der Anlage angeordneter Sensor vorgesehen. Der Sensor bestimmt dabei den Betriebszustand des nachgeordneten Abschnitts der Anlage. Die Steuereinheit umfasst dabei Schnittstellen zum Datentransfer mit Steuereinheiten vor- und/oder nachgeordneter Abschnitte der Anlage. Ferner ist die Steuereinheit des erfin dungsgemässen Zwischenspeichers mit den Steuereinheiten der vor- und/oder nachgeordneten Abschnitte der Anlage in einer Ring- o- der Reihenschaltung verbunden, so dass die Aktivität des Manipu lators sowie der Transporteinrichtung in Abhängigkeit des Be triebszustandes des nachgeordneten Abschnitts über die Steuer einheit gesteuert und/oder geregelt wird.

Diese Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens besitzt den Vorteil, dass der Zwischenspeicher automatisierbar auf den Durchsatz oder den Betriebszustand eines nachgeordneten Ab schnitts der Anlage reagieren kann, wodurch die Effizienz und die Auslastung des Zwischenspeichers steigerbar ist. Beispiels weise kann somit bereits bei einer absehbaren Betriebsunterbre chung in einem nachgeordneten Abschnitt der Anlage automatisch die Aktivität des Manipulators gestoppt und die am Übergabeplatz bereitgestellten Stückgutstapel sukzessive in Transportrichtung auf die vorhandenen Speicherplätze bewegt werden, so dass die Produktion auch während eines Stopps im nachgeordneten Abschnitt der Anlage weiterlaufen kann. Wird ein Anlagenstopp beim Füllen des Zwischenspeichers soweit hinausgezögert, dass alle verfügbaren Speicherplätzte mit Stück gutstapeln belegt sind und die jeweiligen Stückgutstapel im Zwi schenspeicher somit beim erneuten Anfahren der Produktion nicht mehr um eine Position in Transportrichtung weiterbewegt werden können, muss vor der Wiederaufnahme der Produktion durch den vorgeordneten Abschnitt der Anlage der vorderste Stapel im Zwi schenspeicher zunächst abgearbeitet werden.

Dazu ist erfindungsgemäss bevorzugt ferner eine Einrichtung zur automatisierten Erfassung des Belegungszustandes der Speicher plätze vorgesehen. In dieser Ausführungsform des erfindungsge- mässen Verfahrens wird bei einer vollständigen Belegung aller im Zwischenspeicher vorhandenen Speicherplätze die Produktion in wenigstens einem der vorgeordneten Abschnitte der Anlage ange halten. Vor der Wiederaufnahme der Produktion wird zumindest der dem Abgabeplatz direkt vorhergehende Speicherplatz durch den Ma nipulator geleert.

Dadurch wird erreicht, dass der Zwischenspeicher nicht über sei ne Kapazität befüllt wird, wodurch auch die bereits im Zwischen speicher zwischengespeicherten Stückgutstapel, insbesondere die in den Produktträgern angeordneten Lebensmittelprodukte, beschä digt werden könnten. Andererseits wird durch das Leeren des dem Abgabeplatz direkt vorausgehenden Speicherplatzes verhindert, dass bei zwei kurz hintereinander folgenden Ausfällen oder Be triebsunterbrechungen die Kapazität des Zwischenspeichers be reits erschöpft ist und die Produktion in einem der vorgeordne ten Abschnitte der Anlage unterbrochen werden muss. Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren exemplarisch dargestellt, in denen ähnlichen oder identischen Elementen die gleichen Bezugszeichen zugeordnet sind. Hierbei zeigen:

Figur 1: Schematische Darstellung einer Ausführungsform der er- findungsgemässen Vorrichtung;

Figur 2: Flussdiagramm einer Ausführungsform des erfindungsge mässen Verfahrens;

Figur 3: Schematische Darstellung einer Ausführungsform des er- findungsgemässen Verfahrens;

Figur 4: Schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens.

In Figur 1 ist eine schematische Seitenansicht einer erfindungs- gemässen Vorrichtung gezeigt. Die Vorrichtung (10) umfasst einen Behandlungsabschnitt (20) mit mehreren Behandlungsplätzen (21 bis 21'''''''') und einem Übergabeplatz (22), sowie einen Puf ferabschnitt (30) mit Speicherplätzen (31 bis 31'''') und Abga beplatz (32). Ferner weist die Vorrichtung (10) eine Trans porteinrichtung (50) und einen Manipulator (40) auf. Einlaufsei tig ist eine Einrichtung (11) zum Aufstapeln der von dem vorge ordneten Abschnitt (60) der Anlage (100) bereitgestellten ver einzelten Stückgüter (90) vorgesehen (Aufstapler durch nach oben zeigenden Pfeil angedeutet). Die Vorrichtung (10) besitzt eine Verkleidung (12), die einen bezüglich Luftfeuchtigkeit und/oder Temperatur kontrollierten Raum (13) umschliesst und/oder vor an deren Umwelteinflüssen geschützten Raum (13) umschliesst. Bei spielsweise ist die Verkleidung (12) für die im Wesentlichen ge samte Vorrichtung (10) vorgesehen. Der Behandlungsabschnitt (20) und der Pufferabschnitt (30) weisen eine gemeinsame Trans porteinrichtung (50) auf. Dabei durchlaufen die Stückgutstapel (91) die einzelnen Behandlungsplätze (21) bis zum Übergabeplatz (22) im Arbeitstakt der erfindungsgemässen Vorrichtung (10). Dies ist in Figur 1 schematisch durch Pfeile dargestellt. Zum Entkoppeln des Produktionsflusses von dem nachgeordneten Ab schnitt (70) der Anlage (100) werden die Stückgutstapel (91), beispielsweise aufgestapelte Produktträger (92), vom Übergabe platz (22) zunächst zum ersten Speicherplatz (31) und von dort gegebenenfalls weiter über die verbleibenden Speicherplätze (31' bis 31'''') in Richtung des letzten Speicherplatzes (31'''') am Ende der Transporteinrichtung (50) im Arbeitstakt der erfin- dungsgemässen Vorrichtung (10) bewegt. Im vorliegenden Beispiel ist der dem Abgabeplatz (32) direkt vorausgehende Speicherplatz (31'''') noch belegbar. Bei dem Manipulator (40) handelt es sich beispielsweise um ein Portalsystem (41), welches in Transport richtung und gegen die Transportrichtung verfahren werden kann, sodass der Übergabeplatz (22), die Speicherplätze (31 bis 31'''') sowie der Abgabeplatz (32) durch das Portalsystem (41) anfahrbar sind. Das Portalsystem (41) ist zudem höhenverfahrbar und umfasst einen Greifer, so dass die Lagen aus Stückgütern (90) der Stückgutstapel (91) von oben nach unten einzeln abge nommen und auf den Abgabeplatz (32) umgesetzt werden können. Selbstverständlich ist es auch möglich, dass der Greifer mehrere Stückgüter (90), beispielsweise drei Stückgüter, auf einmal auf nimmt und als Stapel (91) bestehend aus drei Stückgütern (90) auf den Abgabeplatz (32) umsetzt. Das Umsetzen der Stückgüter

(90) oder Teilen von Stückgutstapeln (91) ist in Figur 1 schema tisch durch die rote Schattierung und den roten Pfeil angedeu tet. Das Durchlaufen des Behandlungsabschnitts (20) durch die Stückgutstapel (91) sowie die Belegung der Speicherplätze im Pufferabschnitt (30) erfolgt stets im Arbeitstakt der Trans porteinrichtung (50) der erfindungsgemässen Vorrichtung (10), wobei die Vereinzelung der zwischengespeicherten Stückgutstapel

(91) mit einer variablen Geschwindigkeit erfolgt, wodurch der am Übergabeplatz (22) ankommenden Fluss von Stückgütern (90) von dem nachgeordneten Abschnitt (70) der Anlage (100) entkoppelbar ist.

In Figur 2 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemässen Ver fahrens schematisch in Form eines Flussdiagrammes dargestellt. Gezeigt ist eine Anlage (100) zur Herstellung von Lebensmittel produkten. Im vorliegenden Beispiel handelt es sich bei den Le bensmittelprodukten um Schokoladenprodukte, welche in Produkt trägern (92) hergestellt bzw. angeordnet sind und in dem der Vorrichtung (10) vorgeordneten Abschnitt (60), insbesondere ei nem Palettierer (62), der Anlage (100) aufgestapelt werden. In Figur 2 sind die Produktträger (92) bzw. die Stapel aus Produkt trägern (93) nicht gezeigt, sondern der Produktionsfluss durch Pfeile angedeutet. Beispielsweise beträgt der Arbeitstakt des vorgeordneten Abschnitts (60) im Normalbetrieb der Anlage (100) fünfzehn Produktträger (92) pro Minute, welche in Form von Sta peln (93) umfassend jeweils dreissig Produktträger (92) von ei ner einlaufseitigen Transporteinrichtung (61) auf dem einlauf seitig zuerst angeordneten Behandlungsplatz (21) der erfindungs- gemässen Vorrichtung (10) bereitgestellt werden. In Figur 2 ist lediglich ein Behandlungsplatz gezeigt, wobei die Vorrichtung (10) selbstverständlich mehrere Behandlungsplätze (21') aufwei sen kann, über welche die Stapel (93) im Arbeitstakt der erfin- dungsgemässen Vorrichtung (10) in Richtung des Übergabeplatzes (22) bewegt werden. Im vorliegenden Beispiel sind die Trans porteinrichtungen (50, 61) der erfindungsgemässen Vorrichtung

(10) sowie des ihr vorgeordneten Abschnitts (60) gleich getak tet, d.h. Stapel (93) durchlaufen die Vorrichtung (10) mit im Wesentlichen der Geschwindigkeit, mit der die Stapel (93) bei der Vorrichtung (10) ankommen. Bei dem Übergabeplatz (22) han delt es sich um den in Transportrichtung zuletzt angeordneten Behandlungsplatz, an den sich die Speicherplätze (31, 31') an- schliessen. Im Normalbetrieb der Anlage (A), werden die am Über- gabeplatz (22) bereitgestellten Stapel (93) durch den Manipula tor (40) auf den Abgabeplatz (32) umgesetzt. Dabei kann das Um setzen der Produktträger (92) eines Stapels (93) durch den Mani pulator (40) einzeln oder gruppiert erfolgen. In letztem Fall werden durch den Manipulator (40) beispielsweise drei Produkt träger (92) auf einmal von dem auf dem Übergabeplatz (22) ange ordneten Stapel (93) abgenommen und als Stapel aus drei Produkt trägern auf den Abgabeplatz (32) abgelegt. Im Normalbetrieb be trägt die Arbeitsgeschwindigkeit des Manipulators (40) dabei 100% bezogen auf den Produktausstoss des vorgeordneten Ab schnitts (60) der Anlage (100). Anders ausgedrückt ist die Ge schwindigkeit, mit der die in die Vorrichtung (10) einlaufenden und am Übergabeplatz (22) bereitgestellten Stückgüter (90) durch den Manipulator (40) abgebaut und über den Abgabeplatz (32) dem nachgeordneten Abschnitt (70) zugeführt werden, so, dass ein neuer Stückgutstapel (91) auf dem Übergabeplatz (22) im Wesent lichen bereitgestellt wird, sobald der vorhergehende Stapel (91) vollständig abgebaut und der Übergabeplatz (22) geleert wurde. Vom Abgabeplatz (32) werden die Produktträger (92) dem nachge ordneten Teil (70) der Anlage (100), beispielsweise einer Aus formeinrichtung (72), über eine Transporteinrichtung (71) des nachgeordneten Abschnitts (70) zugeführt. Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Steuereinheit (80) vorgesehen, welche den Manipulator (40) und die Transporteinrichtung (50) der er- findungsgemässen Vorrichtung (10) steuert. Über schematisch dar gestellte Sensoren (82) und/oder Überwachungseinrichtungen (83) kann der Betriebszustand des nachgeordneten Abschnitts (70) der Anlage (100) und/oder der Belegungszustand der Speicherplätze (31, 31') überwacht werden. Entsprechend kann im Falle eines un vorhergesehenen Ausfalls und/oder einer geringeren Durchsatz leistung des nachgeordneten Abschnitts (70) der Anlage (100) die Arbeitsgeschwindigkeit des Manipulators (40) angepasst werden. Für das Zwischenspeichern (B) der nach wie vor im Arbeitstakt der Transporteinrichtungen (50, 61) bereitgestellten Stapel (93) wird die Arbeitsgeschwindigkeit des Manipulators auf 0% bezogen auf die Produktionsrate des vorgeordneten Abschnitts (60) der Anlage (100) reduziert und die Stapel (93) vom Übergabeplatz (22) zum in Transportrichtung nächstgelegenen Speicherplatz (31) der Vorrichtung (10) bewegt. Der Transport der Stapel (93) ge schieht, wie in Figur 2 schematisch dargestellt, bevorzugt mit tels einer Inline-Transporteinrichtung. Solange der nachgeordne- te Abschnitt (70) der Anlage (100) eine geringere Leistung als 100% bezogen auf die Produktionsrate des vorgeordneten Ab schnitts (60) der Anlage (100) aufweist, werden am Übergabeplatz (22) bereitgestellte Stapel (93) sukzessive im Arbeitstakt auf die Speicherplätze (31, 31') der Vorrichtung (10) bewegt. Sobald der Ausfall behoben und/oder der nachgeordnete Abschnitt (70) der Anlage (100) erneut betriebsbereit ist, werden die zwischen zeitlich belegten Speicherplätzte (31, 31') durch den Manipula tor (40) geleert, indem dieser die darauf angeordneten Stapel (93) auf den Abgabeplatz (32) umsetzt, von wo aus sie dem nach- geordneten Abschnitt (70) der Anlage (100) über eine entspre chende Transporteinrichtung (71) zugeführt werden. Beispielswei se ist der nachgeordnete Abschnitt (70) der Anlage (100) in der Lage, achtzehn Produktträger (92) pro Minute abzunehmen, was 120% der Produktionsrate des vorgeordneten Abschnitts (60) der Anlage (100) entspricht. Bei gleichbleibender Anzahl von Stück gütern (90) in den Stückgutstapeln (91) können durch eine ent sprechend hohe Arbeitsgeschwindigkeit des Manipulators (40) die Speicherplätze (31, 31') der erfindungsgemässen Vorrichtung (10) schneller entleert werden, als neue Stapel (93) am Übergabeplatz (22) bereitgestellt werden. Auf diese Weise kann die Vorrichtung (10) die Stapel (93) bedarfsweise Zwischenspeichern und zeitver setzt an den nachgeordneten Abschnitt (70) der Anlage (100) ab geben, ohne dass die Produktion im vorgeordneten Abschnitt (60) der Anlage (100) unterbrochen werden muss. In Figur 3 ist der Ablauf eines erfindungsgemässen Verfahrens mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung im Detail dargestellt. Figur 3a veranschaulicht einen Zustand wie er im Normalbetrieb der Anlage (100) vorliegen kann, d.h. wenn der nachgeordnete An lagenabschnitt (70) der Anlage (100) Stückgüter (90) abnimmt.

Ein am Übergabeplatz (22) des Behandlungsabschnitts (20) der Vorrichtung (10) bereitgestellter Stückgutstapel (91) wird durch den Manipulator (40) abgebaut, indem der Manipulator mehrere Stückgüter (90) des Stapels (91) auf einmal auf den Abgabeplatz (32) umsetzt. In Figur 3b ist dargestellt, dass auf dem Abgabe platz (32) der darauf abgelegte Stückgutstapel entstapelt wird und die vereinzelten Stückgüter dem nachgeordneten Abschnitt (70) der Anlage (100) zugeführt werden. Währenddessen wird der von dem vorgeordneten Abschnitt (60) der Anlage (100) ankommende Stückgüterfluss durch eine einlaufseitig angeordnete Einrichtung zum Aufstapeln aufgestapelt. Sobald der Übergabeplatz (22) durch den Manipulator (40) vollständig geleert wurde und eine vorgege bene Anzahl von Stückgütern (90) durch den Aufstapler (11) auf gestapelt wurde, werden die sich in der Vorrichtung (10) befin denden Stückgutstapel (91) durch die Transporteinrichtung (50) jeweils um einen Platz in Transportrichtung weiterbewegt, wie in Figur 3c schematisch durch Pfeile dargestellt. Der in Figur 3d gezeigte Zustand entspricht im Wesentlichen dem Zustand aus Fi gur 3a, mit dem Unterschied, dass durch den Manipulator (40) noch keine Stückgüter (90) vom neu auf dem Übergabeplatz (22) bereitgestellten Stapel (91') auf den Abgabeplatz (22) umgesetzt wurden. Die Figuren 3a bis 3d beschreiben also im Wesentlichen einen Arbeitstakt der erfindungsgemässen Vorrichtung (10), an den sich die zu Figur 3a beschriebenen Vorgänge von neuem an- schliessen . In Figur 4 ist der Ablauf eines weiteren erfindungsgemässen Ver fahrens mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung im Detail dar gestellt. Figur 4a veranschaulicht einen Zustand wie er bei ei nem Ausfall und/oder einer Betriebsunterbrechung in einem nach- geordneten Abschnitt der Anlage (100) vorliegen kann, d.h. wenn der nachgeordnete Anlagenabschnitt (70) der Anlage (100) keine Stückgüter (90) abnimmt. Sobald eine vorgegebene Anzahl an Stückgütern (90), welche von dem vorgeordneten Abschnitt (60) der Anlage (100) an der Vorrichtung (10) ankommen, durch den Aufstapler (11) zu einem Stückgutstapel (91') aufgestapelt wur den, werden die sich in der Vorrichtung (10) befindenden Stück gutstapel durch die Transporteinrichtung (50) jeweils um einen Platz in Transportrichtung weiterbewegt, wie in Figur 4a schema tisch durch Pfeile dargestellt. Da der nachgeordnete Abschnitt (70) der Anlage (100) keine Stückgüter vom Abgabeplatz (32) ab nimmt, wird der auf dem Übergabeplatz (22) bereitgestellte Stückgutstapel (91) nicht vom Manipulator (40) auf den Abgabe platz (32) umgesetzt, sondern durch die Transporteinrichtung (50) auf den in Transportrichtung nächstgelegenen Speicherplatz (31) des Pufferabschnitts (30) bewegt. In der Folge werden ein laufseitig an der Vorrichtung (10) eintreffende Stückgüter (90) weiterhin durch den AufStapler (11) aufgestapelt. In den in den Figuren 4b und 4c dargestellten Zuständen dauert der Ausfall und/oder die Betriebsunterbrechung noch immer an, sodass noch immer keine Stückgüter (90) vom nachgeordneten Abschnitt (70) der Anlage (100) abgenommen werden. Analog zum in Figur 4a be schriebenen Zustand werden die sich in der Vorrichtung (10) be findenden Stückgutstapel (91) durch die Transporteinrichtung (50) jeweils von ihrer entsprechenden Position um einen Platz in Transportrichtung weiterbewegt. In Figur 4d stellten einen Zu stand dar, wie er sich nach der Wiederaufnahme des Betriebs in dem nachgeordneten Abschnitt (70) der Anlage (100) darstellen kann. Wie in Figur 4d dargestellt, wurden in der Zeit vom Ein- treten des Ausfalls und/oder der Betriebsunterbrechung im nach- geordneten Abschnitt (70) der Anlage (100) bis zur Wiederaufnah me des Betriebs alle Speicherplätze (31 bis 31'''') des Puffer abschnitts (30) sukzessive mit Stückgutstapeln belegt. Ein Teil des sich auf dem letzten Speicherplatz (31''''), welcher dem Ab gabeplatz (32) in Transportrichtung vorausgeht, befindenden Stückgutstapels (91) wurde bereits durch den Manipulator (40) auf den Abgabeplatz (32) umgesetzt, von wo aus die Stückgüter (90) vereinzelt und dem nachgeordneten Abschnitt (70) der Anlage zugeführt werden.

Selbstverständlich ist es erfindungsgemäss, wenn im Zuge des Ausfalls und/oder der Betriebsunterbrechung in einem nachgeord neten Abschnitt der Anlage nicht alle im Pufferabschnitt der er- findungsgemässen Vorrichtung vorhandene Speicherplätze mit

Stückgutstapeln belegt werden. In diesem Fall sind die Stückgut stapel bei Wiederaufnahme des Betriebs im nachgeordneten Ab schnitt der Anlage durch den Manipulator von dem jeweiligen Speicherplatz, bis zu dem sie bewegt wurden, auf den Abgabeplatz umsetzbar.