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Patent Searching and Data


Title:
APPLICATION NOZZLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/162083
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an application nozzle (10) for applying a viscous material to workpieces (44), comprising a nozzle body (12) and an application duct (18) for the viscous material, said duct extending inside the nozzle body (12) from a material inlet opening (14) to a material outlet opening (16). According to the invention, at least one filler element (28) is located in the application duct (18), which filler element constricts the cross-section of the application duct (18) and extends from a first end (30) remote from the material inlet opening (14) to a second end (32) at the material outlet opening (16).

Inventors:
LEHNER ERICH (DE)
SAUER BERNHARD (DE)
ROSENAUER TOBIAS (DE)
KAMMERER CHRISTIAN (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/052799
Publication Date:
August 29, 2019
Filing Date:
February 05, 2019
Export Citation:
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Assignee:
ATLAS COPCO IAS GMBH (DE)
AUDI AG (DE)
International Classes:
B05C5/00; B05C5/02
Domestic Patent References:
WO2018012738A12018-01-18
Foreign References:
US6062492A2000-05-16
DE102016008643A12018-01-18
US3334792A1967-08-08
DE102015007763A12016-12-22
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE BREGENZER UND REULE PARTNERSCHAFTSGESELLSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Auftragsdüse zum Aufträgen eines viskosen Materials auf Werkstücke (44) mit einem Düsenkörper (12) und mit einem sich im Düsenkörper (12) von ei- ner Materialeintrittsöffnung (14) bis zu einer Materialaustrittsöffnung (16) er- streckenden Auftragskanal (18) für das viskose Material, dadurch gekenn- zeichnet, dass im Auftragskanal (18) mindestens ein den Querschnitt des

Auftragskanals (18) verengender, sich von einem im Abstand zur Material- eintrittsöffnung (14) angeordneten ersten Ende (30) bis zu einem an der Ma- terialaustrittsöffnung (16) angeordneten zweiten Ende (32) erstreckender Füllkörper (28) angeordnet ist. 2. Auftragsdüse nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der min- destens eine Füllkörper (28) einen Querschnitt aufweist, der sich vom ersten Ende (30) zum zweiten Ende (32) hin vergrößert.

3. Auftragsdüse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Querschnitt des mindestens einen Füllkörpers (28) vom ersten Ende (30) zum zweiten Ende (32) zumindest abschnittsweise kontinuierlich vergrößert.

4. Auftragsdüse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Füllkörper (28) über seine gesamte Länge direkt an den Düsenkörper (12) angrenzt.

5. Auftragsdüse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der min- destens eine Füllkörper (28) einstückig mit dem Düsenkörper (12) ausgebil- det ist.

6. Auftragsdüse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Auftragskanal (18) zwei vorzugsweise in ihren Abmes- sungen identische Füllkörper (28) im Abstand zueinander angeordnet sind.

7. Auftragsdüse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass sich die Querschnitte des Auftragskanals (18) und des oder der Füllkörper (28) an der Materialaustrittsöffnung (16) zu einer Halbkreis- fläche addieren.

8. Auftragsdüse nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Auftragskanals (18) an der Materialaustrittsöffnung (16) M-förmig ist.

9. Auftragsdüse nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Füllkörper (28) spiegelsymmetrisch bezüglich einer Mittel- ebene (34) angeordnet sind.

10. Auftragsdüse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Auftragskanal (18) zwischen der Materialeintrittsöffnung

(14) und der Materialaustrittsöffnung (16) derart abgewinkelt ist, dass eine Längsmittelachse (22) eines von der Materialeintrittsöffnung (14) ausgehen- den Anfangsabschnitts (20) und eine Längsmittelachse (26) eines sich zur Materialaustrittsöffnung (16) erstreckenden Endabschnitts (24) des Auf- tragskanals (18) einen spitzen oder rechten Winkel, insbesondere einen

Winkel zwischen 30° und 60°, einschließen.

11. Auftragsdüse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Auftragskanal (18) mindestens ein Heizelement zum Be- heizen des viskosen Materials angeordnet ist.

12. Auftragsdüse nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das min- destens eine Heizelement im mindestens einen Füllkörper (28) angeordnet ist.

13. Auftragsdüse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Auftragskanal (18) mindestens eine in die Materialaus- trittsöffnung (16) oder in den Auftragskanal (18) mündende Zuleitung für den Auftrag eines Additivs angeordnet ist. 14. Auftragsdüse nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die min- destens eine Zuleitung durch den mindestens einen Füllkörper (28) verläuft.

15. Auftragsdüse zum Aufträgen eines viskosen Materials auf Werkstücke (44) mit einem Düsenkörper (12) und mit einem sich im Düsenkörper (12) von ei- ner Materialeintrittsöffnung (14) bis zu einer Materialaustrittsöffnung (16) er- steckenden Auftragskanal (18) für das viskose Material, dadurch gekennzeichnet, dass im Auftragskanal (18) mindestens ein Heizelement zum Be- heizen des viskosen Materials angeordnet ist.

16. Auftragsdüse zum Aufträgen eines viskosen Materials auf Werkstücke (44) mit einem Düsenkörper (12) und mit einem sich im Düsenkörper (12) von ei- ner Materialeintrittsöffnung (14) bis zu einer Materialaustrittsöffnung (16) er- streckenden Auftragskanal (18) für das viskose Material, dadurch gekennzeichnet, dass im Auftragskanal (18) mindestens eine in die Materialaus- trittsöffnung (16) oder in den Auftragskanal (18) mündende Zuleitung für den Auftrag eines Additivs angeordnet ist. 17. Auftragsdüse nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Heizelement und/oder die mindestens eine Zuleitung lösbar mit dem Düsenkörper (12) verbunden ist.

18. Verfahren zum Aufträgen eines viskosen Materials auf Werkstücke (44) mit einer Auftragsdüse (10), die einen Düsenkörper (12) aufweist, durch den sich ein Auftragskanal (18) bis zu einer Materialaustrittsöffnung (16) er- streckt, insbesondere mit einer Auftragsdüse (10) nach einem der vorange- henden Ansprüche, wobei das viskose Material in einer Auftragsrichtung (36) aus der Materialaustrittsöffnung (16) austritt, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftragsdüse (10) während des Materialauftrags in einer Bewe- gungsrichtung (38) bewegt wird, die zur Auftragsrichtung (36) entgegenge- setzt ist oder zumindest eine zur Auftragsrichtung (36) entgegengesetzte Komponente aufweist.

19. Verfahren zum Aufträgen eines viskosen Materials auf Werkstücke (44) mit einer Auftragsdüse (10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, insbe- sondere Verfahren nach Anspruch 18, wobei das viskose Material in einer Auftragsrichtung (36) aus der Materialaustrittsöffnung (16) austritt und eine sich in der Auftragsrichtung (36) erstreckende Materialraupe (40, 40‘, 140a,

140b, 140c, 140d) bildet und wobei die Materialraupe (40, 40‘, 140a, 140b, 140c, 140d) eine der Anzahl der Füllkörper (28) entsprechende Anzahl von sich in der Auftragsrichtung (36) erstreckenden randoffenen Hohlräumen (42) aufweist. 20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Material- raupe (40, 40‘, 140a, 140b, 140c, 140d) mit dem jeweiligen Werkstück (44) zugewandtem Hohlraum (42) bzw. mit dem jeweiligen Werkstück (44) zuge- wandten Hohlräumen (42) aufgetragen wird.

21. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Material- raupe (40, 40‘, 140a, 140b, 140c, 140d) insbesondere in einem Falz (46) des jeweiligen Werkstücks (44) mit dem Werkstück (44) abgewandtem Hohl- raum (42) bzw. mit dem Werkstück (44) abgewandten Hohlräumen (42) auf- getragen wird.

22. Formraupe aus viskosem Material, hergestellt mit einem Verfahren nach ei- nem der Ansprüche 18 bis 21.

Description:
Auftrag sdüse

Die Erfindung betrifft eine Auftragsdüse zum Aufträgen eines viskosen Materials auf Werkstücke gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Bekannte Auftragsdüsen dieser Art finden eine breite Anwendung beim Auftrag viskoser Materialien wie Klebstoffen, Dichtstoffen, Dämmstoffen oder Wärmeleit- pasten auf Werkstücke. Insbesondere in der Automobilindustrie werden solche Materialien auf Werkstücke wie beispielsweise Karosseriebauteile aufgetragen.

Zu diesem Zweck wird die Auftragsdüse mittels eines Roboters bezüglich des Werkstücks bewegt und ein Dosiersystem leitet das viskose Material unter Druck in den Auftragskanal, den es durchströmt und an der Materialaustrittsöffnung aus der Auftragsdüse austritt und auf das betreffende Werkstück aufgebracht wird. Dabei kommen meist sogenannte Runddüsen mit kreisrunder Materialaustrittsöff- nung zur Anwendung, so dass ein im Querschnitt etwa kreisrunder Materialstrang die Auftragsdüse verlässt. Der auf das betreffende Werkstück aufgetragene Mate- rialstrang weist dann eine Höhe auf, die etwa seiner Breite entspricht. Insbeson- dere dann, wenn Klebstoff auf Werkstücke aufgebracht wird, um zwei Werkstücke zusammenzufügen, kann eine zu große Höhe des aufgetragenen Materialstrangs nachteilig sein. Insbesondere weniger stabile Werkstücke können dann nicht mit ausreichender Kraft gegeneinander gedrückt werden, um den Klebstoffstrang plattzudrücken. Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Auftragsdüse der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass sie den Auftrag flacherer Materialraupen ermög- licht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Auftragsdüse mit den Merkma- len des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Ge- genstand der abhängigen Ansprüche.

Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, mittels mindestens eines im Auftrags- kanal angeordneten und sich bis zur Materialaustrittsöffnung erstreckenden Füll- körpers einen Lufteinschluss im Materialstrang herzustellen, so dass der Materi- aistrang, der auf das Werkstück aufgetragen wird, teilweise hohl ist. Der Hohl- raum kann vom Materialstrang ring umschlossen werden oder zu einer Oberfläche des Materialstrangs offen sein. Durch diese Maßnahme ist der Materialstrang we- sentlich leichter komprimierbar und kann beim Aufeinanderpressen zweier Werk- stücke auf einfachere Weise und unter Aufwendung einer geringeren Kraft platt- gedrückt werden, um eine geringere Höhe des Materialstrangs zu erzielen.

Es wird bevorzugt, dass der mindestens eine Füllkörper einen Querschnitt auf- weist, der sich vom ersten Ende zum zweiten Ende hin vergrößert. Dabei wird be- vorzugt, dass sich der Querschnitt des mindestens einen Füllkörpers vom ersten Ende zum zweiten Ende zumindest abschnittsweise kontinuierlich vergrößert. Diese Maßnahmen sind strömungstechnisch vorteilhaft, da abrupte Querschnitts- änderungen innerhalb des Auftragskanals das Fließverhalten des viskosen Mate- rials im Auftragskanal nachteilig beeinflussen.

Es ist möglich, dass der mindestens eine Füllkörper zumindest über einen Teil seiner Länge, insbesondere zum zweiten Ende hin, im Abstand zum Düsenkörper im Auftragskanal angeordnet ist. Bei einer solchen Anordnung erhält man einen rings umschlossenen Hohlraum bzw. Lufteinschluss in der aufgetragenen Materi- alraupe. Es wird jedoch bevorzugt, dass der mindestens eine Füllkörper über sei- ne gesamte Länge direkt an den Düsenkörper angrenzt und insbesondere einstü- ckig mit dem Düsenkörper ausgebildet ist. Auf diese Weise ist der Lufteinschluss bzw. Hohlraum in der Materialraupe randoffen. Die Materialraupe kann dann ei- nerseits so auf das Werkstück aufgetragen werden, dass der offene Rand des Lufteinschlusses dem Werkstück zugewandt ist und der Lufteinschluss somit auf der einen Seite durch das viskose Material und auf der anderen Seite durch das Werkstück begrenzt wird, oder andererseits so, dass der offene Rand dem Werk- stück abgewandt ist.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind im Auftragskanal zwei vorzugsweise in ihren Abmessungen identische Füllkörper im Abstand zuei- nander angeordnet. Auf diese Weise werden zwei voneinander getrennte Hohl- räume im Materialstrang hergestellt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform addieren sich die Querschnitte des Auftrags kanals und des oder der Füllkörper an der Materialaustrittsöffnung zu einer Halbkreisfläche. Insbesondere kann dies, wenn im Auftragskanal zwei Füllkörper vorhanden sind, zu einem an der Material- austrittsöffnung M-förmigen Querschnitt des Auftragskanals führen. Wenn im Auf- tragskanal zwei Füllkörper vorhanden sind, sind diese zweckmäßig spiegelsym- metrisch bezüglich einer Mittelebene angeordnet, so dass auch der M-förmige Querschnitt des Auftragskanals an der Materialaustrittsöffnung spiegelsymmet- risch ist.

Es wird bevorzugt, dass der Auftragskanal zwischen der Materialeintrittsöffnung und der Materialaustrittsöffnung derart abgewinkelt ist, dass eine Längsmittelach- se eines von der Materialeintrittsöffnung ausgehenden Anfangsabschnitts und eine Längsmittelachse eines sich zur Materialaustrittsöffnung erstreckenden End- abschnitts des Auftragskanals einen spitzen oder rechten Winkel, insbesondere einen Winkel zwischen 30° und 60°, einschließen. Eine solche Düsengeometrie kommt insbesondere dann zum Einsatz, wenn die Auftragsdüse beim Materialauf- trag ziehend gefahren wird, also in einer Bewegungsrichtung bewegt wird, die zu der Auftragsrichtung entgegengesetzt ist, in der das viskose Material aus der Ma- terialaustrittsöffnung austritt. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist im Auftragskanal mindestens ein Heizelement zum Beheizen des viskosen Materials angeordnet. Diese erfin- dungsgemäße Weiterbildung kann auch unabhängig vom Vorhandensein des mindestens einen Füllkörpers im Auftragskanal realisiert werden. Mit dieser Maß- nähme wird der Tatsache Rechnung getragen, dass es vorteilhaft ist, das viskose Material beim Auftrag zu beheizen, um so seine Viskosität zu reduzieren und den Auftrag zu erleichtern. Dies erfolgt bei bekannten Auftragsdüsen dadurch, dass deren Düsenkörper von einem Heizelement umgeben ist. Aus Platzgründen kann sich das Heizelement dann aber nicht bis zur Düsenspitze, an der die Material- austrittsöffnung angeordnet ist, erstrecken. Ist im Auftragskanal ein Heizelement angeordnet, so kann das viskose Material bis zum Austritt aus der Materialaus- trittsöffnung beheizt werden. Insbesondere kann bei Vorhandensein mindestens eines Füllkörpers im Auftragskanal das Heizelement im Füllkörper angeordnet sein. Es kann zudem vorteilhaft sein, dem viskosen Material beim Auftrag auf das

Werkstück ein Additiv beizumischen. Insbesondere kann dies ein wärmeleitendes Additiv sein. Viskose Materialien wie Klebstoffe sind schlecht wärmeleitend und benötigen nach dem Auftrag auf ein Werkstück eine längere Abkühlphase. Bei Zugabe eines wärmeleitenden Additivs kann die Abkühldauer verkürzt werden. Allerdings sind solche Additive oft abrasiv, so dass deren Beigabe zu einem er- höhten Verschleiß der Auftragsdüse und/oder der Zuleitungen und/oder des Do- siersystems für das viskose Material führt. Zur Minderung des Verschleißes kann daher vorgesehen sein, dass im Auftragskanal mindestens eine in die Material- austrittsöffnung oder in den Auftragskanal mündende Zuleitung für den Auftrag eines Additivs angeordnet ist. Die Zuleitung kann aus einem widerstandsfähige- ren Material gefertigt sein, so dass sie nicht so schnell verschleißt. Insbesondere wird das Dosiersystem für das viskose Material dann nicht mit dem Additiv beauf- schlagt, wenn dieses erst an oder kurz vor der Materialaustrittsöffnung beige- mischt wird. Ebenso wie das Heizelement kann die mindestens eine Zuleitung vorteilhaft durch den mindestens einen Füllkörper verlaufen. Beispielsweise kann die Zuleitung durch einen Füllkörper verlaufen, während in einem zweiten Füll- körper ein Heizelement angeordnet ist. Es ist jedoch auch möglich, die Zuleitung für das Additiv in den Auftragskanal aufzunehmen, wenn in diesem kein Füllkör- per vorhanden ist.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, dass das mindestens eine Heizelement und/oder die mindestens eine Zuleitung lösbar mit dem Düsen- körper verbunden ist. Das Heizelement bzw. die Zuleitung können dann als Ver- schleißteile austauschbar in der Auftragsdüse aufgenommen sein.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 a, 1 b eine Auftragsdüse in Frontansicht und in Seitenansicht;

Fig. 1 c den Ausschnitt A aus Fig. 1 a;

Fig. 2a, 2b eine auf ein Werkstück aufgetragene Materialraupe im Quer- schnitt bei Verwendung eines Füllkörpers bzw. bei Verwendung zweier Füllkörper und

Fig. 3a bis 3d vier verschiedene Formen einer Materialraupe in einem Falz im

Querschnitt.

Die in der Zeichnung dargestellte Auftragsdüse 10 weist einen Düsenkörper 12 auf, in dem sich von einer Materialeintrittsöffnung 14 bis zu einer Materialaus- trittsöffnung 16 ein Auftragskanal 18 erstreckt. Die Auftragsdüse 10 dient dem Auftrag von viskosem Material auf Werkstücke, wobei sie bezüglich der Werkstü- cke bewegt wird, und wobei das viskose Material druckbeaufschlagt über die Ma- terialeintrittsöffnung 14 in den Auftragskanal 18 eingeleitet wird und diesen an der Materialaustrittsöffnung 16 wieder verlässt. Der Auftragskanal 18 weist dabei ei- nen sich von der Materialeintrittsöffnung 14 aus erstreckenden Anfangsabschnitt 20 auf, der einen konstanten Querschnitt aufweist und sich parallel zu einer ers- ten Längsmittelachse 22 erstreckt. Er weist zudem einen sich in die Materialaus- trittsöffnung 16 mündenden Endabschnitt 24 auf, der wiederum eine lineare Er- streckung parallel zu einer zweiten Längsmittelachse 26 aufweist, welche in ei- nem spitzen Winkel zur ersten Längsmittelachse 22 verläuft. Der Querschnitt des Auftragskanals 18 verringert sich vom Anfangsabschnitt 20 zum Endabschnitt 24. Zwischen dem Anfangsabschnitt 20 und dem Endabschnitt 24 ist der Auftragska- nal 18 gekrümmt.

Im Auftragskanal 18 sind zwei Füllkörper 28 angeordnet, die einstückig mit dem Düsenkörper 12 ausgebildet sind und dessen Querschnitt im Endabschnitt 24 verengen. Jeder der Füllkörper 28 erstreckt sich von einem ersten Ende 30, das im Abstand zur Materialeintrittsöffnung 14 ebenso wie im Abstand zur Material- austrittsöffnung 16 angeordnet ist, bis zu einem zweiten Ende 32, das an der Ma- terialaustrittsöffnung 16 angeordnet ist. Beide Füllkörper 28 weisen identische Abmessungen auf und sind nebeneinander im Abstand und parallel zueinander verlaufend angeordnet. Sie sind zudem symmetrisch bezüglich einer Mittelebene 34 angeordnet, die senkrecht zur Zeichenebene der Fig. 1 a, c steht und parallel zur Zeichenebene der Fig. 1 b verläuft, und die eine Symmetrieebene der Auf- tragsdüse 10 ist. Der Querschnitt der Füllkörper 28 vergrößert sich kontinuierlich vom ersten Ende 30 bis zum zweiten Ende 32. An der Materialaustrittsöffnung 16 addieren sich die Querschnitte des Auftragskanals 18 und der Füllkörper 28 zu einer Halbkreisfläche.

Die Auftragsdüse 10 ist insbesondere zum Auftrag eines Materialstrangs auf ein Werkstück geeignet, wobei die Auftragsdüse 10 ziehend bewegt wird. Das bedeu- tet, dass das Material aus der Materialaustrittsöffnung 16 in einer Auftragsrich- tung 36 austritt, während die Auftragsdüse 10 gleichzeitig in einer Bewegungs- richtung 38 bewegt wird, die der Auftragsrichtung 36 entgegengesetzt ist oder zumindest eine Richtungskomponente aufweist, die entgegen der Auftragsrich- tung 36 verläuft. Aus der Materialaustrittsöffnung 16 tritt eine im Querschnitt im Wesentlichen M-förmige Materialraupe 40 aus, wobei die Spitzen des M abge- rundet sind, die zwei im Querschnitt ungefähr den Füllkörpern 28 entsprechende Hohlräume 42 aufweist. Die Materialraupe kann, wie in Fig. 2a gezeigt, so auf ein Werkstück 44 aufgetragen werden, dass die Hohlräume 42 zwischen dem visko- sen Material und dem Werkstück 44 eingeschlossen sind.

Prinzipiell kann die Auftragsdüse 10 statt mit zwei parallel zueinander verlaufen- den Füllkörpern 28 auch mit lediglich einem sich bis zur Materialaustrittsöffnung 16 erstreckenden Füllkörper im Auftragskanal 18 realisiert werden. Beispielhaft zeigt Fig. 2b eine entsprechende Materialraupe 40‘ im Querschnitt, die mit dem Werkstück 44 lediglich einen Flohlraum 42 einschließt. Eine solche Materialraupe 40‘ kann insbesondere dann aufgetragen werden, wenn die Gefahr besteht, dass sie am Werkstück 44 in eine Richtung abrutscht. Sie weist einen dickeren Flaupt- bereich 40’a und einen das Abrutschen verhindernden Stützbereich 40’b auf.

Fig. 3a bis d zeigen schematisch Anwendungsbeispiele, bei denen die Material- raupe 140a bis 140d umgekehrt auf das jeweilige Werkstück 44 aufgetragen wird, also mit dem Werkstück 44 abgewandten Flohlräumen 42. Dabei zeigen Fig. 3a bis c drei verschiedene Ausführungsbeispiele, bei denen jeweils ein Füllkörper 28 zur Ausbildung eines Flohlraums 42 zur Anwendung kommt, während Fig. 3d ein Ausführungsbeispiel zeigt, bei dem entsprechend der Auftragsdüse 10 gemäß Fig. 1 a bis c zwei Füllkörper 28 zur Ausbildung zweier Flohlräume 42 zur Anwen- dung kommen. Durch geeignete Wahl des Querschnitts der Füllkörper 28 lässt sich die Geometrie der Materialraupe 140a bis 104d beeinflussen und an die je- weiligen Gegebenheiten und Erfordernisse anpassen. In Fig. 3a bis d füllt die Ma- terialraupe 140a bis 140d jeweils einen Falz 46 aus.

Gemäß in der Zeichnung nicht dargestellter Weiterbildungen können die Füllkör per 28 weitere Funktionen übernehmen. So ist es möglich, dass in mindestens einen der Füllkörper eine elektrisch beheizbare Fleizpatrone zur Beheizung des viskosen Materials im Endabschnitt 24 eingesetzt ist, die dort fest oder heraus- nehmbar aufgenommen ist. Ebenso ist es möglich, dass sich durch mindestens einen der Füllkörper 28 eine Zuleitung für ein insbesondere abrasives Additiv er- streckt, die entweder in den Endabschnitt 24 oder in die Materialaustrittsöffnung 16 mündet. Auch die Zuleitung kann fest in den jeweiligen Füllkörper 28 integriert sein oder herausnehmbar in ihm angeordnet sein, um sie bei Verschleiß austau- schen zu können.

Zusammenfassend ist folgendes festzuhalten: Die Erfindung betrifft eine Auf- tragsdüse 10 zum Aufträgen eines viskosen Materials auf Werkstücke 44 mit ei- nem Düsenkörper 12 und mit einem sich im Düsenkörper 12 von einer Material- eintrittsöffnung 14 bis zu einer Materialaustrittsöffnung 16 erstreckenden Auf- tragskanal 18 für das viskose Material. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass im Auftragskanal 18 mindestens ein den Querschnitt des Auftragskanals 18 veren- gender, sich von einem im Abstand zur Materialeintrittsöffnung 14 angeordneten ersten Ende 30 bis zu einem an der Materialaustrittsöffnung 1 6 angeordneten zweiten Ende 32 erstreckender Füllkörper 28 angeordnet ist.