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Patent Searching and Data


Title:
ARRANGEMENT FOR PUNCTURING VESSELS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/024317
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an arrangement for puncturing vessels and inner organs. Said arrangement comprises a multi-joint swivel arm or flexible spiral arm which in connection with an ultrasonic device for producing an echo sectional view provides a means for ultrasonic techniques being carried out by a single operator.

Inventors:
TEICHGRAEBER ULF (DE)
BENTER THOMAS (DE)
Application Number:
PCT/DE1999/003440
Publication Date:
May 04, 2000
Filing Date:
October 25, 1999
Export Citation:
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Assignee:
UNIVERSITAETSKLINIKUM CHARITE (DE)
TEICHGRAEBER ULF (DE)
BENTER THOMAS (DE)
International Classes:
A61B8/08; F16M11/40; (IPC1-7): A61B8/08; F16M11/40
Domestic Patent References:
WO1996025881A11996-08-29
WO1994015532A21994-07-21
Foreign References:
EP0654244A11995-05-24
US4821731A1989-04-18
US4963903A1990-10-16
EP0516582A11992-12-02
US4058114A1977-11-15
Attorney, Agent or Firm:
Wehlan, Helmut (Paul-Gesche-Strasse 1 Berlin, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Anordnung zur Punktion von Gefäßen, bestehend aus einem Schwenkarm, einem Ultraschallgerät und einer herkömmlichen Punktionstechnik sowie herkömmlichem Katheterisierungsmaterial.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm mit mehreren Gelenken ausgerüstet und auch als biegsamer Spiralarm ausgestaltet ist.
3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm oder biegsame Spiralarm mit dem Ultraschallgerät zur Erzeugung eines Echoschnittbildes und einem PatientenObjektwie Patientenbett oder Patientennachttischoder dem Ultraschallgerät fest verbunden ist.
4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenke des Schwenkarms mit einer oder mit mehreren Schrauben fixiert sind und der Kopf des Metallschwenkarms über eine Klammer mit dem Ultraschallapplikator verbunden ist.
5. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkarm oder biegsame Spiralarm ein Stativ mit einer Säule und einem Schwenkbereich, das an einem diagnostischen Ultraschallgerät fixiert ist, darstellt.
6. Anordnung nach den Ansprüchen l bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei dem Schwenkarm um einen Metallschwenkarm oder biegsamen Spiralarm handelt, der ein Stativ, z. B. mit 300mmSäule und 700mmSchwenkbereich, darstellt.
7. Verwendung der Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 6 zur EinPersonenUltraschall Punktionstechnik.
8. Verwendung der Anordnung nach Anspruch 7 zur Punktion von Gefäßen.
Description:
Anordnung zur Punktion von Gefäßen Beschreibung Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Punktionstechnik von Gefäßen, inneren Organen und körpereigenen raumfordernden Prozessen, die auf eine ultraschall-geführte Ein- Personen-Punktionstechnik hinausläuft. Das Wesen der Erfindung liegt in einem mehrgelenkigen Schwenkarm bzw. biegsamen Spiralarm, die zusammen mit einem Ultraschallgerät zur Erzeugung eines Echoschnittbildes und herkömmlicher Punktionstechnik Anordnungen zur Ein-Personen-Ultraschalltechnik ergeben.

Die Punktion von Gefäßen, z. B. der Vena jugularis interna, ist ein klinisch wichtiger und häufig verwendeter zentralvenöser Zugangsweg. Die konventionelle anatomisch orientierte Punktionstechnik ermöglicht einen schnellen und einfachen zentralvenösen Zugang. Bei der konventionellen Methode ist die Erfahrung des Arztes eine wichtige Derterminante für die Erfolgsrate der Punktion. Typische Komplikationen bei der Punktion der Vena jugularis interna sind die Punktion der Arteria carotis, die Plexusirritation und das Halshämatom (Denys BG u. a., N Engl J Med 1991,324 : 566). Seltene, aber schwerwiegende Komplikationen sind die Ruptur der Arteria carotis oder die Perforation des rechten Vorhofs.

Durch eine ultraschall-gefuhrte Punktion von zentralvenösen Gefäßen kann die Komplikationshäufigkeit verringert werden. Die Ergebnisse von Studien zeigen, daß insbesondere bei Risikopatienten (Thrombozytopenie, Koagulopathien) durch den Einsatz einer ultraschall-geführten Punktionstechnik ein sicherer zentralvenöser Zugang gewährleistet werden kann. (Galieni M u. a., Int Artif Organs 1995,18 : 117-121). Die Ultraschallführung zeigt eine signifikant höhere Erfolgsrate bei der Punktion, verringerte Punktionszeit und eine reduzierte Komplikationsrate. Unter Ultraschallkontrolle wird das zu punktierende zentralvenöse Gefäß in der Regel mit der ersten Punktion erfolgreich getroffen.

Bei der anatomisch orientierten Technik müssen häufig mehrere Versuche in Abhängig von der Erfahrung des Arztes in Kauf genommen werden (Teichgräber UK, Benter T u. a., AJR 1997,169 : 731-733).

Bei 6 % der Patienten bestehen anatomische Variationen im Gefäßverlauf der Vena jugularis interna. Insbesondere durch anatomische Variationen besteht eine erhöhte

Wahrscheinlichkeit zu Komplikationen bei der Blindpunktion. Hier zeigt sich eine große Überlegenheit der ultraschall-gefuhrten Punktionstechnik.

Die perkutane Punktion von Neugeborenen und Kleinkindern ist besonders für den Ungeübten schwierig. Auch hier zeigt sich eine große Überlegenheit der ultraschall- geführten Punktionstechnik. Speziell die zentralvenöse Punktion der Vena jugularis interna stellt wegen des geringen Gefäßdurchmessers und der besonderen anatomischen Verhältnisse eine Herausforderung dar.

Die Farbdopplersonographie ist eine zuverlässige Methode zur Diagnostik von ZVK (zentraler Venenkatheter) bedingten Thrombosen. Sie ist jedoch keine Voraussetzung für die ultraschall-geführte Punktionstechnik (Koksoy C u. a., 1995,50 : 687-689). Die Verwendung des B-Modes ohne Farbdoppler ist ausreichend, um das Lumen der Vena jugularis interna zu lokalisieren und unter Sicht zu punktieren. Durch leichte Kompression des Schallkopfes ist es einfach möglich, die Vena jugularis interna von der Arteria carotis zu unterscheiden : Die Jugularvene ist komprimierbar, die Arteria carotis hingegen nicht. Ein wesentlicher Nachteil der ultraschall-geführten Punktionstechnik besteht darin, daß eine zweite Person zum Einstellen und Halten des Schallkopfes nötig ist, um die Vorteile der Ultraschallmethode voll zu nutzen.

Aus der Patentliteratur sind Punktionsgeräte fiir Blutgefäße bekannt, die eine Ultraschallsonde aufweisen und die Ortung der Gefäße mit Hilfe des Dopplereffektes ermöglichen sollen (Dardel E : EP 516582 ; WO 94/15532). In der US-Patentschrift 4058114 (Soldner, R) wird eine auf der Ultraschalltechnik beruhende Anordnung beschrieben, die auf eine Punktion von Gefäßen oder inneren Organen gerichtet ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zu entwickeln, mit der sich die Katheterisierung von Gefäßen sowie die Punktion innerer Organe und körpereigener raumfordernder Prozesse vereinfachen läßt. Die Aufgabe wurde durch eine anatomisch orientierte Technik gelöst, die in einer ultraschall-gefiihrten Ein-Personen-Punktionstechnik mit Hilfe eines mehrgelenkigen Schwenkarms oder biegsamen Spiralarms, z. B. eines Metallschwenkarms, besteht. Es handelt sich bei dem erfindungsgemäßen Schwenkarm um ein Stativ (z. B. mit 300-mm-Säule und 700-mm-Schwenkbereich), das an einem diagnostischen Ultraschallgerät fixiert ist. Das Wesentliche der Erfindung liegt in der Kombination eines Schwenkarms mit einem diagnostischen Ultraschallgerät zur Erzeugung eines Echoschnittbildes der entsprechenden Gefäß-oder Organsituation und herkömmlicher Technik zur Punktion von inneren Organen zur Gewebs-oder Zellgewinnung, woraus sich eine Anordnung zur Ein-Personen-Ultraschallpunktionstechnik ergibt.

Der erfindungsgemäße Schwenkarm oder biegsame Spiralarm ist mit dem Ultraschallgerät oder einem statischen Objekt-Patientenbett oder Patientennachttisch-fest verbunden und erreicht über mehrere Gelenke eine Beweglichkeit, die eine optimale Einstellung des Ultraschallapplikators am Patienten ermöglicht.

In den Figuren 1 und 2 wird die erfindungsgemäße ultraschall-geführte Ein-Personentechnik für die Anlage von zentralen Venenkathetern schematisch aufgezeigt. In einer klinisch- kontrollierten Studie konnte gezeigt werden, daß die benötigte Zeit bei der Ein-Personen- Ultraschalltechnik deutlich kürzer als bei der Standardtechnik war. Überraschenderweise hat sich herausgestellt, daß bei 95 % der Patienten ultraschall-geführt die Jugularvene beim ersten Versuch getroffen werden konnte. In der Standardtechnik gelang dies nur bei 52 %.

Darüber hinaus erwies sich die Ultraschalltechnik als wesentlich weniger risikoträchtig : Lokale Hämatome : 5 % vs. 10 %, Plexusirritationen 0 % vs. 6 %, Karotispunktionen 0 % vs.

12 %. Mit der erfindungsgemäßen Technik lassen sich zentralvenöse Punktionen schneller, risikoärmer und angenehmer durchführen.

Das Wesen der Erfindung besteht in einer Kombination bekannter-herkömmliche Punktionstechnik, Katheterisierungsmaterial, Ultraschallgerät-und neuer Elemente- mehrgelenkiger Schwenkarm-und neuer Lösungswege-ultraschall-geführte Ein- Personentechnik-die sich gegenseitig beeinflussen und in ihrer neuen Gesamtwirkung einen Gebrauchsvorteil und den erstrebten Erfolg ergeben, der darin liegt, daß sich nunmehr zentralvenöse Punktionen schneller und mit verringertem Risiko durchführen lassen.

Die Erfindung soll anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden, ohne auf diese Beispiele beschränkt zu sein.

Ausfiihrungsbeispiel Ultraschall-gesteuerte Ein-Personen Technik zur Punktion von Gefäßen und inneren Organen bzw. körpereigenen raumfordernden Prozessen : Die Ein-Personen Methode zur Punktion von Gefäßen, körperintemen Organen oder raumfordernden Prozessen oder dgl. unter Verwendung eines mehrgelenkigen Schwenkarms und eines diagnostischen Ultraschallgeräts zur Erzeugung eines Echoschnittbildes der entsprechenden Gefäß-oder Organsituation beruht auf drei funktionellen Einheiten :

(1) Einem Metallschwenkarm, (2) einem Ultraschallgerät und (3) einer herkömmlichen Punktionstechnik, z. B. nach Seldinger (Seldinger SI. Acta Radiol 1953 ; 39 : 368-689) mit Führungsdraht für Gefäßpunktionen bzw. Punktionen von inneren Organen zur Gewebs- oder Zellgewinnung.

Der erfindungsgemäße Schwenkarm ist mit dem Ultraschallgerät, dem Patientenbett, Patientennachttisch oder festen bzw. beweglichen Objekten über eine Schraubzwinge oder ähnlichem verbunden und erreicht über mindestens drei Gelenke eine Beweglichkeit, die eine optimale Einstellung des Ultraschallapplikators am Patienten ermöglicht. Die Gelenke des Metallschwenkarms sind mit einer oder mit mehreren Schrauben fixiert. Der Kopf des Arms ist über eine Klammer mit dem Ultraschallapplikator verbunden. Dies erlaubt eine statische Positionierung des Ultraschallapplikators auf der Haut des Patienten unter einem ausreichenden Druck, der einer manuellen Positionierung entspricht.

Zur Ultraschall-Schnittbilderzeugung in Ein-Personen Technik wird ein beliebiges Ultraschallgerät verwendet, das mit einem geeigneten Ultraschallapplikator ausgestattet ist, um Gefäße oder innere Organe und raumfordernde Prozesse darzustellen. Für die Punktionstechnik in Ein-Personen Technik können sowohl Linearscanner als auch curved arrays, Punktionsschallköpfe oder Sektorscanner zur Anwendung kommen.

Die ultraschall-gesteuerte Ein-Personen Technik zur Punktion von Gefäßen, inneren Organen und raumfordernden Prozessen ähnelt sich prinzipiell. Zunächst wird nach Desinfektion der Hautoberfläche das Gefäß bzw. die inneren Organstrukturen mit dem Ultraschallapplikator bei in den Gelenken gelockertem Metallschwenkarm aufgesucht. Erscheint das optimale Schnittbild auf dem Monitor des Ultraschallgeräts, werden die Feststellschrauben der Gelenke des Metallschwenkarms so fixiert, daß ein leichter Druck auf die Hautoberfläche des Patienten ausgeübt wird. Nach örtlicher Anästhesie der Haut des Patienten wird nun die Punktions-oder Biopsienadel unter sonographischer Sicht in das Zielgebiet vorgeschoben, um einen Führungsdraht bei der Gefäßpunktion im Gefäßlumen zu plazieren bzw. um Gewebe bei der Biopsie zu entnehmen. Bei der Gefäßpunktion folgt nach der Führungsdrahtanlage das Vorschieben des Katheters in das Gefäßlumen ; alternativ können auch Katheter direkt durch die Punktionsnadel in das Gefäßlumen oder in präformierte oder pathologische Körperhöhlen eingeführt werden.