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Title:
ARRANGEMENT FOR A VEHICLE FOR INDUCTIVELY DETECTING AN ACTIVATION ACTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/233569
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an arrangement (5) for a vehicle (1) for inductively detecting an activation action, in particular an actuation of a vehicle component (2), said arrangement comprising: - a sensor arrangement (10) for inductively detecting the activation action in order to provide a first and second detection signal (S1, S2), the detection signals (S1, S2) being specific to the same detection information (VS) about the activation action; - an electronic processing arrangement (70) for comparing the detection signals (S1, S2) with one another in order to determine the detection information (VS) and in order to detect the activation action on the basis of the detection information (VS).

Inventors:
SIEG, Berthold (Bottrop, DE)
Application Number:
PCT/EP2020/087905
Publication Date:
November 25, 2021
Filing Date:
December 28, 2020
Export Citation:
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Assignee:
HUF HÜLSBECK & FÜRST GMBH & CO. KG (Velbert, DE)
International Classes:
H03K17/95; H03K17/97
Attorney, Agent or Firm:
BALS & VOGEL PATENTANWÄLTE (Bochum, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Anordnung (5) für ein Fahrzeug (1) zur induktiven Detektion einer Aktivierungshandlung, insbesondere einer Betätigung einer Fahrzeugkomponente (2), aufweisend: eine Sensoranordnung (10) zur induktiven Erfassung der Aktivierungshandlung, um ein erstes und zweites Erfassungssignal (S1, S2) bereitzustellen, wobei die Erfassungssignale (S1, S2) für eine gleiche Erfassungsinformation (VS) über die Aktivierungshandlung spezifisch sind, eine elektronische Verarbeitungsanordnung (70) zum Vergleichen der Erfassungssignale (S1, S2) miteinander, um die Erfassungsinformation (VS) zu ermitteln, und um die Aktivierungshandlung anhand der Erfassungsinformation (VS) zu detektieren.

2. Anordnung (5) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (10) mindestens zwei Sensorelemente (11, 12) aufweist, welche symmetrisch zueinander verschaltet sind, um die Erfassungssignale (S1, S2) als symmetrische und/oder differenzielle Signale zu erzeugen, sodass die Erfassungssignale (S1, S2) die gleiche Erfassungsinformation (VS) aufweisen.

3. Anordnung (5) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (10) mindestens zwei Sensorelemente (11, 12) als Teile eines Parallelschwingkreises aufweist, um die Erfassungssignale (S1, S2) als informationsgleiche und/oder periodische Signale zu erzeugen.

4. Anordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (10) mindestens zwei Sensorelemente (11, 12) aufweist, wobei eine Oszillatoranordnung (73) mit den Sensorelementen (11, 12) jeweils verschaltet ist, um die Erfassungssignale (S1, S2) als gegenphasige und insbesondere differenzielle Signale zu erzeugen.

5. Anordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (10) als eine symmetrische Schaltung mit mindestens zwei Sensorelementen (11, 12) ausgebildet ist, und die Verarbeitungsanordnung (70) eine Komparatorkomponente (71) zur Durchführung des Vergleichens der Erfassungssignale (S1, S2) aufweist, die elektrisch mit den Sensorelementen (11, 12) verschaltet ist, um die Erfassungssignale (S1, S2) differenziell zur Detektion der Aktivierungshandlung auszuwerten.

6. Anordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (10) mindestens oder genau zwei Sensorelemente (11, 12) aufweist, welche jeweils als Spiralspule ausgebildet sind, und zur gemeinsamen induktiven Erfassung räumlich parallel und/oder bifilar angeordnet und/oder elektrisch seriell miteinander verschaltet sind.

7. Anordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (10) mindestens oder genau zwei Sensorelemente (11, 12) aufweist, um die Aktivierungshandlung in einem ersten gemeinsamen Erfassungsbereich (B1) zu erfassen, und mindestens oder genau zwei weitere Sensorelemente (13, 14) aufweist, um die Aktivierungshandlung in einem zweiten gemeinsamen Erfassungsbereich (B2) zu erfassen.

8. Anordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (10) mindestens zwei Sensorelemente (11 , 12) aufweist, die jeweils als Spulenelement (10) ausgebildet sind, um jeweils ein magnetisches Feld zu erzeugen, und um eine Veränderung des Feldes durch eine Annäherung wenigstens oder genau eines Aktivierungsmittels (20) an die Sensorelemente (11, 12) bei der Aktivierungshandlung zu erfassen.

9. Anordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (10) mindestens oder genau zwei Sensorelemente (11, 12) aufweist, welche auf unterschiedlichen Lagen (L1, L2) einer Leiterplatte (90) befestigt sind, um die Aktivierungshandlung in einem gemeinsamen Erfassungsbereich (B1) zu erfassen.

10. Anordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (10) mindestens vier Sensorelemente (11, 12, 13, 14) aufweist, welche paarweise untereinander auf unterschiedlichen Lagen (L1, L2) einer Leiterplatte (90) befestigt sind.

11. Anordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (10) mindestens zwei Sensorelemente (11, 12) auf unterschiedlichen Lagen (L1, L2) einer Leiterplatte (90) aufweist, wobei die Sensorelemente (11, 12) paarweise über eine Durchkontaktierung (91) direkt oder indirekt miteinander elektrisch verbunden, und insbesondere mit einem Massepotential (80) direkt oder indirekt elektrisch verbunden sind.

12. Anordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aktivierungsmittel (20) vorgesehen ist, um durch die Aktivierungshandlung relativ zur Sensoranordnung (10) bewegt zu werden, wobei die Sensoranordnung (10) mindestens zwei Sensorelemente (11, 12) aufweist, die in einem Wirkbereich (B1, B2) mit dem Aktivierungsmittel (20) angeordnet sind, um eine Induktivitätsveränderung durch die Bewegung des Aktivierungsmittels (20) bereitzustellen, wobei die Sensorelemente (11, 12) als Teil wenigstens eines Schwingkreises verschaltet sind, und eine Oszillatoranordnung (73) elektrisch zur Ansteuerung des wenigstens einen Schwingkreises mit den Sensorelementen (11, 12) verschaltet ist, um die

Induktivitätsveränderung zu erfassen, sodass die Erfassungsinformation (VS) für eine Frequenz des wenigstens einen Schwingkreises spezifisch ist, wobei die Verarbeitungsanordnung (70) dazu ausgeführt ist, anhand einer Veränderung der Frequenz die Induktivitätsveränderung zu erfassen und abhängig davon die Aktivierungshandlung zu detektieren.

13. Anordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoranordnung (10) wenigstens einen Schwingkreis ausbildet, und die Verarbeitungsanordnung (70) eine Zählerkomponente (72) aufweist, um eine Zählung anhand von Nulldurchgängen der Erfassungssignale (S1, S2) durchzuführen, und anhand eines Ergebnisses des Zählens eine Frequenz des wenigstens einen Schwingkreises zu ermitteln, welche für die Aktivierungshandlung spezifisch ist.

14. Anordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (5) wenigstens ein Befestigungsmittel (95) aufweist, um in einem Türgriff (2) oder in einem Emblem (2) des Fahrzeuges (1) befestigt zu werden, um die Aktivierungshandlung in der Art einer Berührung des Türgriffs (2) oder Emblems (2) zu detektieren.

15. Verfahren für ein Fahrzeug (1) zur induktiven Detektion einer Aktivierungshandlung, insbesondere einer Betätigung einer Fahrzeugkomponente (2), wobei die nachfolgenden Schritte durchgeführt werden:

Durchführen einer induktiven Erfassung der Aktivierungshandlung, um ein erstes und zweites Erfassungssignal (S1, S2) bereitzustellen, wobei die Erfassungssignale (S1,

S2) für eine gleiche Erfassungsinformation (VS) über die Aktivierungshandlung spezifisch sind,

Durchführen eines Vergleichs der Erfassungssignale (S1, S2) miteinander, um die Erfassungsinformation (VS) zu ermitteln, und um die Aktivierungshandlung anhand der Erfassungsinformation (VS) zu detektieren.

16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anordnung (5) nach einem der vorhergehenden Ansprüche betrieben wird.

Description:
Anordnung für ein Fahrzeug zur induktiven Detektion einer

Aktivierungshandlung

B e s c h r e i b u n g

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung für ein Fahrzeug zur induktiven Detektion einer Aktivierungshandlung. Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur induktiven Detektion einer Aktivierungshandlung.

Es ist aus dem Stand der Technik bekannt, dass bei einer Fahrzeugkomponente wie einem Türgriff eines Fahrzeuges wenigstens ein Taster vorgesehen sein kann, um eine Berührung oder Bewegung des Türgriffs zu erfassen. Diese Betätigung der Fahrzeugkomponente kann eine Funktion beim Fahrzeug auslösen, wie bspw. eine Entriegelung und/oder Öffnung einer Klappe des Fahrzeuges. Aufgrund der mechanischen Funktionsweise des Tasters kann jedoch die Zuverlässigkeit verringert sein. Ferner ist auch der Einsatz von induktiven Sensoren bei Fahrzeugen bekannt, um die Betätigung einer Fahrzeugkomponente zu erfassen. Bspw. können hierzu sogenannte LDC Sensoren genutzt werden, welche die Veränderung einer Induktivität erfassen. Allerdings ist diese Art der Erfassung häufig noch störanfällig, sodass auch hier die Zuverlässigkeit reduziert sein kann.

Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Lösung zur Erfassung und/oder Detektion einer Aktivierungshandlung vorzuschlagen.

Die voranstehende Aufgabe wird gelöst durch eine Anordnung mit den Merkmalen des unabhängigen Vorrichtungsanspruchs und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Verfahrensanspruchs. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Anordnung beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren, und jeweils umgekehrt, so dass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann.

Die Aufgabe wird insbesondere gelöst durch eine Anordnung, vorzugweise Schaltungsanordnung. Die erfindungsgemäße Anordnung kann für eine Verwendung bei einem Fahrzeug zur induktiven Detektion einer Aktivierungshandlung ausgeführt sein. Hierzu kann die erfindungsgemäße Anordnung bspw. an einer Fahrzeugkomponente befestigt werden. Die erfindungsgemäße Anordnung kann z. B. als Schaltungsanordnung mit einer Leiterplatte und optional wenigstens einem Gehäuse ausgebildet sein. Die Aktivierungshandlung ist bspw. eine Betätigung der Fahrzeugkomponente, vorzugsweise durch eine Berührung und/oder Kraftausübung durch einen Benutzer.

Die Aktivierungshandlung und insbesondere die Betätigung der Fahrzeugkomponente kann bspw. eine Berührung und/oder eine Bewegung und/oder eine Kraftausübung an der Fahrzeugkomponente umfassen, welche eine Bewegung eines Aktivierungsmittels der erfindungsgemäßen Anordnung auslöst. Bspw. kann die Berührung eines Gehäuses der Fahrzeugkomponente eine Verschiebung des Aktivierungsmittels bewirken. Das Aktivierungsmittel ist vorteilhafterweise an einem Gehäuse der Fahrzeugkomponente oder der erfindungsgemäßen Anordnung befestigt und/oder bewegbar gelagert. Ferner kann das Aktivierungsmittel als eine elektrisch leitfähige Fläche oder Beschichtung am Gehäuse ausgebildet sein.

Vorteilhaft ist es zudem, wenn das Fahrzeug als ein Kraftfahrzeug, insbesondere als ein Hybridfahrzeug oder als ein Elektrofahrzeug ausgebildet ist, vorzugsweise mit einem Hochvolt-Bordnetz und/oder einem Elektromotor. Außerdem kann es möglich sein, dass das Fahrzeug als ein Brennstoffzellenfahrzeug und/oder Personenkraftfahrzeug und/oder semi autonomes oder autonomes Fahrzeug ausgebildet ist. Vorteilhafterweise weist das Fahrzeug ein Sicherheitssystem auf, welches z. B. durch eine Kommunikation mit einem Identifikationsgeber (ID-Geber) eine Authentifizierung ermöglicht. In Abhängigkeit von der Kommunikation und/oder der Authentifizierung kann wenigstens eine Funktion des Fahrzeuges aktiviert werden. Falls hierzu die Authentifizierung des ID-Gebers notwendig ist, kann es sich bei der Funktion um eine sicherheitsrelevante Funktion handeln, wie ein Entriegeln des Fahrzeuges oder eine Bewegung einer Klappe (z. B. Front- oder Heck- oder Seitenklappe bzw. -tür) des Fahrzeuges in eine Offenstellung oder eine Freigabe eines Motorstarts. Es ist möglich, dass die Funktion und/oder die Authentifizierung initiiert werden, wenn die Aktivierungshandlung erfolgreich durch die erfindungsgemäße Anordnung detektiert wurde. Bspw. erfolgt bei der erfolgreichen Detektion der Aktivierungshandlung eine Ausgabe eines Auslösesignals durch die erfindungsgemäße Anordnung, welches die Funktion und/oder die Authentifizierung triggert. Das Auslösesignal wird in anderen Worten in Abhängigkeit von der Detektion der Aktivierungshandlung ausgegeben, bspw. durch die Verarbeitungsanordnung. Die Ausgabe erfolgt bspw. an ein Steuergerät des Fahrzeuges. Hierzu kann die erfindungsgemäße Anordnung ein Kabel und/oder eine Steckverbindung oder dergleichen aufweisen, um mit dem Steuergerät des Fahrzeuges lösbar elektrisch verbunden zu werden.

Weiter ist es denkbar, dass das Sicherheitssystem auch als ein passives Zugangssystem ausgebildet ist, welches ohne aktive manuelle Betätigung des ID-Gebers die Authentifizierung und/oder die Aktivierung einer Funktion bei Detektion der Annäherung des ID-Gebers an das Fahrzeug initiiert. Hierzu wird bspw. wiederholt ein Wecksignal durch das Sicherheitssystem ausgesendet, welches durch den ID-Geber bei der Annäherung empfangen werden kann, und dann die Authentifizierung auslöst. Die erfindungsgemäße Anordnung kann die nachfolgenden Komponenten aufweisen, vorzugsweise um einen induktiven Sensor auszubilden: eine Sensoranordnung, insbesondere mit mindestens oder genau zwei oder vier Sensorelementen, zur induktiven Erfassung der Aktivierungshandlung, um bevorzugt (mindestens oder genau) ein erstes und zweites (elektrisches) Erfassungssignal bereitzustellen, wobei die Erfassungssignale für eine gleiche Erfassungsinformation über die Aktivierungshandlung spezifisch sein können, eine elektronische Verarbeitungsanordnung, wie ein Mikrocontroller, zum Vergleichen der Erfassungssignale miteinander, um (durch den Vergleich) die Erfassungsinformation zu ermitteln, und vorzugsweise um die Aktivierungshandlung anhand der ermittelten Erfassungsinformation, insbesondere anhand einer Veränderung der Erfassungsinformation, zu detektieren.

In anderen Worten können die Erfassungssignale miteinander verglichen werden, um dadurch die Erfassungsinformation zu ermitteln. Die Erfassungsinformation kann eine Eigenschaft der Erfassungssignale sein, bspw. eine Frequenz, welche abhängig sein kann von einer Induktivität der Sensoranordnung. Die Aktivierungshandlung kann somit dazu ausgeführt sein, die Erfassungsinformation und konkret die Induktivität der Sensoranordnung zu verändern. Daher kann die Verarbeitungsanordnung dazu ausgeführt sein, die Veränderung der Induktivität festzustellen, um daraus auf das Vorliegen der Aktivierungshandlung zu schließen. Hierzu kann ein Ausmaß der Veränderung z. B. mit einem Schwellenwert verglichen werden. Die erfindungsgemäße Anordnung stellt somit die Funktion eines induktiven Sensors bereit. Im Gegensatz zu herkömmlichen induktiven Sensoren werden allerdings zwei Erfassungssignale ausgewertet, um die Stabilität und Zuverlässigkeit zu verbessern.

Die erfindungsgemäße Anordnung kann insbesondere als eine elektronische Schaltungsanordnung und/oder ein induktiver Sensor ausgebildet sein. Zur Detektion der Aktivierungshandlung kann eine Auswertung der Erfassungssignale als zwei (gleiche) periodische Signale durch einen Komparator erfolgen.

Es ist möglich, dass die Erfassungssignale dadurch verglichen werden, dass die Verarbeitungsanordnung und insbesondere ein Komparator, vorzugsweise Differentialkomparator, die Differentialspannung der Sensorelemente misst. Die Erfassungssignale können somit als die elektrischen Spannungen der Sensorelemente der Sensoranordnung ausgeführt sein. Dies hat Vorteile gegenüber herkömmlichen Lösungen, welche auf eine asymmetrische Auswertung der Induktivitätsveränderung setzen, wie bspw. LDC-Sensoren.

Die Erfassungssignale können für eine gleiche Erfassungsinformation über die Aktivierungshandlung spezifisch sein. Dies bedeutet insbesondere, dass aus beiden Erfassungssignalen (jeweils für sich) die Erfassungsinformation ermittelbar ist, ggf. auch ohne Berücksichtigung des jeweils anderen Erfassungssignals und ohne Durchführung des Vergleichs. Bspw. ist die Erfassungsinformation eine Frequenz der jeweiligen Erfassungssignale. Der Vergleich der Erfassungssignale ermöglicht es dabei, die Erfassungsinformation mit höherer Zuverlässigkeit zu ermitteln.

Es ist ferner denkbar, dass die Sensoranordnung mindestens oder genau zwei, insbesondere elektrisch leitende, Sensorelemente aufweist. Die Sensorelemente können symmetrisch zueinander (miteinander) verschaltet sein, um die Erfassungssignale als symmetrische und/oder differenzielle Signale zu erzeugen, sodass vorzugsweise die Erfassungssignale die gleiche Erfassungsinformation aufweisen. Die Erfassungssignale können dabei als differenzielle und/oder symmetrische Signale, insbesondere im Sinne einer symmetrischen Übertragung, zusätzlich aber ggf. auch mit (konstanter) Phasendifferenz zueinander, an die Verarbeitungsanordnung und insbesondere eine Komparatorkomponente übertragen werden. Bspw. ermöglicht es dabei eine Phasenverschiebung von 180° zwischen den Erfassungssignalen, dass eine Phasenumkehr eines der Erfassungssignale erzielt wird und/oder dass die Nulldurchgänge der Erfassungssignale zwar gleichzeitig erfolgen, die Vorzeichen der Amplituden jedoch unterschiedlich sind. Die Verwendung von symmetrischen Signalen kann besonders robust gegenüber Störeinflüssen sein, da diese sich gegenseitig aufheben. Um die Robustheit weiter zu verbessern, kann die Schaltung der Sensoranordnung und/oder der gesamten erfindungsgemäßen Anordnung (schaltungstechnisch) möglichst symmetrisch ausgebildet sein, um auch die beiden Erfassungssignale mit einer hohen Symmetrie und insbesondere sinusförmig auszubilden. Ein weiterer Vorteil der Symmetrie ist es, dass Temperaturprobleme und dadurch entstehende Veränderungen keine oder eine geringere negative Auswirkung haben.

Außerdem ist es möglich, dass die Erfassungssignale periodische und/oder (insbesondere im Wesentlichen) sinusförmige und/oder zueinander phasenverschobene Signale sind. Die Erfassungssignale können alternativ oder zusätzlich als elektrische Spannungen und/oder Ströme, jedoch gleichartig (als Strom oder Spannung) ausgebildet sein. Dabei können die Erfassungssignale z. B. an jeweiligen Schwingkreisen als Spannungen anliegen, wobei die Schwingkreise u. a. durch die Sensoranordnung bzw. die Sensorelemente gebildet werden. Die Schwingkreise können einen Parallelschwingkreis bilden, dessen Frequenz sich abhängig von der Position und/oder dem Abstand des Aktivierungsmittels zur Sensoranordnung verändert.

Ferner ist es denkbar, dass die Erfassungssignale als symmetrische, insbesondere massesymmetrische, und/oder gegenphasige elektrische Signale ausgeführt sind. Dies ermöglicht eine differentielle Auswertung der Signale, bspw. durch eine Komparatorkomponente, um die Erfassungsinformation zuverlässig zu ermitteln.

Das Aktivierungsmittel kann durch die Aktivierungshandlung betätigt, insbesondere bewegt, werden, und auf diese Weise die Induktivität verändern, welche bei der Sensoranordnung messbar ist. Der Vergleich, also die differentielle Auswertung, der Erfassungssignale kann die Erfassungsinformation insbesondere als eine Information über die Frequenz der Erfassungssignale bereitstellen. Diese Information ist entsprechend abhängig und insbesondere proportional zur Induktivitätsveränderung. Die Detektion der Aktivierungshandlung wird somit bspw. durch den Vergleich der Frequenz mit einem Schwellenwert möglich.

Es kann möglich sein, dass die Detektion der Aktivierungshandlung durch eine Auswertung der Frequenz der Erfassungssignale und/oder ohne Auswertung der Amplitude der Erfassungssignale erfolgt, also auf die Auswertung der Amplitude verzichtet wird. Dies kann die Zuverlässigkeit der Detektion verbessern.

Es kann weiter möglich sein, dass die Sensoranordnung mindestens zwei Sensorelemente als Teile wenigstens eines Schwingkreises, insbesondere Parallelschwingkreises, aufweist, vorzugsweise um die Erfassungssignale als informationsgleiche und/oder periodische Signale zu erzeugen. In einem Schwingkreis wird elektrische Energie periodisch zwischen den Bauelementen des Schwingkreises, wie den Sensorelementen und wenigstens einem Kondensator, ausgetauscht, sodass daraus die periodischen Erfassungssignale resultieren können. Die Erfassungssignale können dabei unterschiedlichen elektrischen Spannungen des Parallelschwingkreises entsprechen, also das erste Erfassungssignal z. B. der elektrischen Spannung an einem ersten und das zweite Erfassungssignal der elektrischen Spannung an einem zweiten der Schwingkreise. Der Schwingkreis und/oder die Sensoranordnung kann ferner mindestens einen Kondensator aufweisen, um in Zusammenwirkung mit den Sensorelementen (insbesondere in der Form von Spulen) eine Resonanz bereitzustellen. Die Resonanzfrequenz und/oder die Frequenz der Erfassungssignale kann dann als Erfassungsinformation genutzt werden. Die Erfassungssignale resultieren z. B. aus den elektrischen Schwingungen (insbesondere periodischen bzw. wiederholten Ladungsverschiebungen) bei den Sensorelementen, welche durch die Oszillatoranordnung initiiert und/oder angeregt werden und durch das Aktivierungsmittel beeinflusst werden können. Der Schwingkreis kann als ein Parallelschwingkreis aufgefasst werden, insbesondere als zwei symmetrisch zusammengeschaltete Schwingkreise. Die Erfassungssignale sind damit für die Frequenzen der elektrischen Schwingungen der zusammengeschalteten Schwingkreise spezifisch. In anderen Worten kann ein erstes Erfassungssignale für die Schwingung im ersten und ein zweites Erfassungssignal für die Schwingung im zweiten der Schwingkreise spezifisch sein. Die Schwingkreise können symmetrisch aufgebaut sein, sodass die Frequenzen der beiden Erfassungssignale gleich sind.

Ein weiterer Vorteil kann im Rahmen der Erfindung erzielt werden, wenn die Sensoranordnung mindestens zwei Sensorelemente aufweist, wobei eine Oszillatoranordnung mit den Sensorelementen jeweils verschaltet sein kann, um die Erfassungssignale als gegenphasige und/oder differenzielle Signale zu erzeugen. Bspw. kann die Verarbeitungsanordnung eine Komparatorkomponente, wie einen elektronischen Komparator, aufweisen, um die gegenphasigen Erfassungssignale miteinander zu vergleichen, d. h. insbesondere jedes Mal umzuschalten, wenn das erste Erfassungssignal größer als das zweite Erfassungssignal wird, und umgekehrt. Die Oszillatoranordnung kann mindestens zwei elektronische Schalter aufweisen, welche wiederholt und nacheinander schalten, insbesondere um einen Takt für die Schwingkreise der Sensoranordnung bereitzustellen. Hierzu kann die Oszillatoranordnung durch die Verarbeitungsanordnung angesteuert oder Teil der Verarbeitungsanordnung sein.

Die Oszillatoranordnung kann ferner dazu ausgeführt sein, die Sensorelemente und insbesondere die verschiedenen Schwingkreise der Sensoranordnung gegenphasig anzusteuern und/oder derart anzusteuern, dass die Erfassungssignale gegenphasig erzeugt werden. Unter gegenphasig wird dabei eine Phasenverschiebung der Erfassungssignale zueinander von 180°C verstanden. Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass die Sensoranordnung als eine symmetrische Schaltung mit mindestens zwei Sensorelementen ausgebildet ist. Auf diese Weise kann die Sensoranordnung z. B. zwei Schwingkreise und/oder einen Parallelschwingkreis bereitstellen, in welchem die Sensorelemente die Induktivität bereitstellen können. Alternativ oder zusätzlich kann die Verarbeitungsanordnung eine Komparatorkomponente, insbesondere einen elektronischen Komparator, zur Durchführung des Vergleichens der Erfassungssignale aufweisen. Die Komparatorkomponente ist z. B. Teil eines Mikrocontrollers. Ferner kann die Komparatorkomponente elektrisch mit den Sensorelementen verschaltet sein, um die Erfassungssignale (insbesondere differentiell) zur Detektion der Aktivierungshandlung auszuwerten. Konkret kann ein erstes Erfassungssignal an einem ersten Eingang und ein zweites Erfassungssignal an einem zweiten Eingang der Komparatorkomponente anliegen. Die Sensoranordnung und insbesondere die gesamte erfindungsgemäße Anordnung kann schaltungstechnisch und geometrisch zumindest überwiegend symmetrisch ausgebildet sein. Geometrisch können ferner gleiche Abstände der Sensorelemente zu einem Masseelement mit Massepotential und/oder zum Aktivierungsmittel (und/oder der Sensorelemente untereinander) vorgesehen sein. Darunter ist zu verstehen, dass der geringste Abstand der Sensorelemente zum Masseelement und/oder zum Aktivierungsmittel gleich ist. Bspw. kann dabei der Abstand vom ersten und/oder dritten Sensorelement zum Aktivierungsmittel der gleiche sein wie der Abstand des zweiten und/oder vierten Sensorelements zum Masseelement. Die symmetrische Ausbildung bewirkt dabei ein hohes Maß an Störunterdrückung.

Vorteilhafterweise sind die Sensorelemente elektrisch miteinander verbunden und vorzugsweise mit einem Massepotential verschaltet. Es kann vorgesehen sein, dass das Aktivierungsmittel ebenfalls mit dem Massepotential elektrisch verschaltet oder direkt verbunden ist.

Weiter kann es möglich sein, dass räumlich zwischen dem Aktivierungsmittel und wenigstens einem der Sensorelemente ein Verbindungsmittel angeordnet ist. Das Verbindungsmittel ist z. B. elastisch ausgebildet. Weiter kann das Verbindungsmittel ein elastisch und elektrisch leitendes Material und/oder einen (leitfähigen) Schaumstoff und/oder eine Feder, insbesondere Spiralfeder, aufweisen. Vorzugsweise kann das Verbindungsmittel als ein Schaumstoffpad oder dergleichen ausgeführt sein. Dies kann eine verbesserte Störunterdrückung bewirken. Ferner ist es denkbar, dass eine Abschirmung der Sensorelemente vorgesehen ist. Die Abschirmung kann sich z. B. ringförmig um die Sensorelemente erstrecken. Hierzu kann wenigstens eine elektrisch leitfähige Fläche an den gleichen Lagen der Leiterplatte angeordnet sein, an denen auch die Sensorelemente vorgesehen sind.

Die Sensorelemente, insbesondere in der Form von elektrischen Spulen, können wenigstens einen Schwingkreis bilden, um die Erfassungssignale als symmetrische Signale des wenigstens einen Schwingkreises zu erzeugen und durch die Komparatorkomponente, insbesondere einen elektronischen Komparator, differenziell auszuwerten. Dadurch kann die Auswertung unabhängig von einer DC-Lage der Oszillatoranordnung durchgeführt werden. Auch können negative Einflüsse durch eine Temperaturveränderung reduziert werden.

Ferner ist es denkbar, dass die Sensoranordnung mindestens oder genau zwei Sensorelemente aufweist, welche jeweils als Spiralspule ausgebildet sind, und vorzugsweise zur gemeinsamen induktiven Erfassung räumlich parallel und/oder bifilar angeordnet und/oder elektrisch seriell miteinander verschaltet sind. Es kann möglich sein, dass die Sensorelemente derart verschaltet sind, dass der elektrische Stromfluss durch die Sensorelemente, insbesondere durch das erste und zweite Sensorelement, und vorzugsweise durch das dritte und vierte Sensorelement, gleichsinnig ist. Bei einer bifilaren Ausbildung der Sensorelemente und bei gegensinnigem Stromfluss würden sich die durch die Sensorelemente entstehenden magnetischen Felder gegenseitig nahezu aufheben. Bei der vorgesehenen Verschaltung kann es jedoch zu einem gleichsinnigen Stromfluss kommen, sodass die Magnetfelder sich verstärken. Das erste und zweite Sensorelement und/oder das dritte und vierte Sensorelemente können somit zumindest paarweise gemeinsam (kooperativ) zur Erzeugung eines Magnetfeldes und damit zur Erfassung dienen.

Des Weiteren ist es im Rahmen der Erfindung optional möglich, dass die Sensoranordnung mindestens oder genau zwei Sensorelemente aufweist, welche dazu ausgeführt sind, die Aktivierungshandlung in einem ersten gemeinsamen und/oder gleichen Erfassungsbereich zu erfassen, und vorteilhafterweise mindestens oder genau zwei weitere Sensorelemente aufweist, welche dazu ausgeführt sind, die Aktivierungshandlung in einem zweiten gemeinsamen und/oder gleichen Erfassungsbereich zu erfassen. In anderen Worten können das erste und zweite Sensorelement die Erfassung im ersten Erfassungsbereich und optional das dritte und vierte Sensorelement die Erfassung im zweiten Erfassungsbereich durchführen. Für beide Erfassungsbereiche kann ein einziges, gemeinsames Aktivierungsmittel vorgesehen sein, welches sich durch die Aktivierungshandlung relativ zu beiden Erfassungsbereichen bewegt.

Optional ist es denkbar, dass die Sensoranordnung mindestens zwei Sensorelemente aufweist, die jeweils als Spulenelement ausgebildet sind, insbesondere um jeweils ein magnetisches Feld zu erzeugen, und/oder um eine Veränderung des Feldes durch eine Annäherung wenigstens oder genau eines Aktivierungsmittels an die Sensorelemente bei der Aktivierungshandlung zu erfassen. Die Sensorelemente können bifilar angeordnet und/oder verschaltet sein, um gemeinsam (verstärkt) das Feld zu erzeugen. In anderen Worten verstärkt das magnetische Feld, welches durch das erste Sensorelement erzeugt wird, das magnetische Feld, welches durch das zweite Sensorelement erzeugt wird. Damit können das erste und zweite Sensorelement eine Erfassungseinheit bilden. In gleicher Weise können ein drittes und viertes Sensorelement miteinander verschaltet sein, um ebenfalls eine weitere Erfassungseinheit zu bilden. Die erste und zweite Erfassungseinheit können nebeneinander angeordnet sein, die Sensorelemente einer gemeinsamen Erfassungseinheit hingegen untereinander angeordnet sein. Es kann möglich sein, dass sämtliche Sensorelemente der erfindungsgemäßen Anordnung die gleiche Aktivierungshandlung, also die gleiche Bewegung des Aktivierungsmittels, erfassen.

Optional kann es vorgesehen sein, dass die Sensoranordnung mindestens oder genau zwei Sensorelemente aufweist, welche auf unterschiedlichen Lagen einer Leiterplatte befestigt sind, um insbesondere die Aktivierungshandlung in einem gemeinsamen und/oder gleichen Erfassungsbereich zu erfassen. Die Anordnung untereinander auf unterschiedlichen Lagen ermöglicht es, die Sensorelemente gemeinsam zur Erzeugung eines Magnetfeldes einzusetzen. Die Leiterplatte ist z. B. als eine mehrlagige Leiterplatte ausgeführt.

Ferner ist es denkbar, dass die Sensoranordnung mindestens oder genau vier Sensorelemente aufweist, welche paarweise untereinander auf unterschiedlichen Lagen einer Leiterplatte befestigt sein können, wobei die Paare nebeneinander angeordnet sein können, insbesondere um in unterschiedlichen Erfassungsbereichen jeweils die Aktivierungshandlung zu erfassen. Paarweise untereinander bedeutet, dass zumindest das erste und zweite Sensorelement als erstes Paar untereinander auf den unterschiedlichen Lagen und zumindest das dritte und vierte Sensorelement als zweites Paar untereinander auf den unterschiedlichen Lagen angeordnet sind, wobei jedoch das erste und dritte Sensorelement nebeneinander und das zweite und vierte Sensorelement nebeneinander angeordnet sein können. Dies ermöglicht eine großflächige Erfassung der Aktivierungshandlung.

Es kann ferner möglich sein, dass die Sensoranordnung mindestens zwei Sensorelemente auf unterschiedlichen Lagen einer Leiterplatte aufweist, wobei die Sensorelemente paarweise über eine Durchkontaktierung direkt oder indirekt miteinander elektrisch verbunden, und insbesondere mit einem Massepotential direkt oder indirekt elektrisch verbunden sind. Das Massepotential, auch kurz Masse oder Erde bezeichnet, kann z. B. durch die Fahrzeugkarosserie (Fahrzeugmasse) oder zusätzlich dazu als Schaltungsmasse gebildet sein. Durch die Kontaktierung der Sensorelemente miteinander können die Sensorelemente in Serie verschaltet sein, und somit besonders effizient ein Magnetfeld erzeugen. Ferner können bei spiralförmigen Spulen als Sensorelemente die Mittelpunkte der Spulen über die Durchkontaktierung miteinander elektrisch kontaktieren.

Auch ist es optional denkbar, dass ein Aktivierungsmittel vorgesehen ist, um durch die Aktivierungshandlung relativ zur Sensoranordnung bewegt zu werden, wobei vorzugsweise die Sensoranordnung mindestens zwei Sensorelemente aufweist, die in einem Wirkbereich mit dem Aktivierungsmittel angeordnet sind, um eine Induktivitätsveränderung durch die Bewegung des Aktivierungsmittels bereitzustellen. Das Aktivierungsmittel kann bspw. elektrisch leitend ausgeführt sein, z. B. als ein Metall, welches die Induktivitätsveränderung bewirkt. Ferner können die Sensorelemente als Teil wenigstens eines Schwingkreises verschaltet sein, und eine Oszillatoranordnung elektrisch zur Ansteuerung des wenigstens einen Schwingkreises mit den Sensorelementen verschaltet sein, um die Induktivitätsveränderung zu erfassen, vorzugsweise sodass die Erfassungsinformation für eine Frequenz des wenigstens einen Schwingkreises spezifisch ist. Alternativ oder zusätzlich kann die Verarbeitungsanordnung dazu ausgeführt sein, anhand einer Veränderung der Frequenz die Induktivitätsveränderung zu erfassen und davon abhängig die Aktivierungshandlung zu detektieren. Auf diese Weise ist es möglich, durch die Sensorelemente die Bewegung des Aktivierungsmittels festzustellen. Dies ist funktional mit der herkömmlichen Verwendung von Tastern vergleichbar, welche mittels der Aktivierungshandlung betätigt werden. Allerdings ist die Nutzung von Tastern technisch aufwendiger. Die Sensorelemente erkennen ebenfalls die Betätigung des Aktivierungsmittels. Funktional kann daher eine Einheit bestehend aus mindestens zwei oder genau zwei oder vier Sensorelementen und dem Aktivierungsmittel als Taster aufgefasst werden.

Das Aktivierungsmittel ist bspw. als ein Metallelement, wie eine Metallfläche oder ein Metallstreifen oder dergleichen ausgebildet. Die Ausbildung des Aktivierungsmittels aus Metall hat den Vorteil, dass die Position des Aktivierungsmittels relativ zur Sensoranordnung die Induktivität der Sensorelemente beeinflusst. Wenigstens ein Schwingkreis, welcher zumindest teilweise durch die Sensoranordnung gebildet wird, kann dann genutzt werden, um die Veränderung der Induktivität zu messen. Hierzu kann der wenigstens ein Schwingkreis mit einer Oszillatoranordnung, wie einem freischwingenden Oszillator, elektrisch betrieben werden.

Das Aktivierungsmittel kann beweglich an einer Leiterplatte der Anordnung und/oder an einem Gehäuse der Anordnung und/oder an der Fahrzeugkomponente befestigt sein. Ferner kann die Oszillatoranordnung einen Oszillator wie einen Taktgeber und/oder einen Rechtecksignal-Generator und/oder einen freischwingende Oszillator aufweisen.

Es kann eine Komparatorkomponente wie ein elektronischer Komparator vorgesehen sein, welcher zum Vergleichen der Erfassungssignale durch die Verarbeitungsanordnung verwendet wird. Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn die Sensoranordnung wenigstens einen Schwingkreis, insbesondere einen Parallelschwingkreis, ausbildet, welcher durch das Aktivierungsmittel beeinflusst wird. Bspw. kann der Komparator die beiden Erfassungssignale miteinander vergleichen, und nach einem Nulldurchgang beider Erfassungssignale umschalten, sodass die Verarbeitungsanordnung auf diese Weise durch ein zeitliches Messen bzw. Zählen dieser Umschaltvorgänge die (Resonanz-) Frequenz des bzw. der Schwingkreise und/oder der Erfassungssignale erfassen kann. Hierbei ist ein Vorteil, dass tatsächlich nur die Frequenz ausgewertet wird, und nicht die Amplitude der Erfassungssignale. Der Komparator kann dabei als ein Differentialkomparator ausgebildet sein, welcher vergleicht, welches der Erfassungssignale größer ist. Nachdem beide Erfassungssignale (genau) einen Nulldurchgang vollzogen haben, haben beide Erfassungssignale daher ihr Vorzeichen verändert und der Komparator schaltet sein Ausgangssignal um. Die Erfassungssignale sind dabei bevorzugt gegenphasige Signale, also mit einer Phasenverschiebung von bspw. 180 °, und gleichförmig, also bspw. beide sinusförmig. Es ist ferner möglich, dass die Sensoranordnung wenigstens einen Schwingkreis ausbildet, und die Verarbeitungsanordnung derart mit der Sensoranordnung verschaltet ist, dass die Verarbeitungsanordnung einen Frequenzmesser für die Frequenz des wenigstens einen Schwingkreises bildet. Insbesondere können die beiden Erfassungssignale jeweils die gleiche Information über die Frequenz aufweisen, bspw. als periodische Signale die gleiche Periodendauer aufweisen. Die Verarbeitungsanordnung kann dann die Periodendauer auswerten. Der Frequenzmesser ermöglicht es, den induktiven Anteil des wenigstens einen Schwingkreises zu ermitteln, und auf diese Weise Rückschlüsse auf die Aktivierungshandlung zu ziehen.

Weiter ist im Rahmen der Erfindung denkbar, dass die Sensoranordnung wenigstens einen Schwingkreis ausbildet, und/oder die Verarbeitungsanordnung eine Zählerkomponente aufweist, um eine Zählung anhand von Nulldurchgängen der Erfassungssignale durchzuführen, und vorzugsweise anhand eines Ergebnisses des Zählens eine (insbesondere Resonanz-) Frequenz des wenigstens einen Schwingkreises zu ermitteln, welche für die Aktivierungshandlung spezifisch ist. Auf diese Weise kann die Verarbeitungsanordnung als ein Frequenzmesser ausgebildet sein. Die differenzielle Messung der Frequenz bietet dabei den Vorteil einer besonderen Stabilität gegenüber Störeinflüssen.

Es ist ferner denkbar, dass die erfindungsgemäße Anordnung wenigstens ein Befestigungsmittel aufweist, um in einem Türgriff oder in einem Emblem des Fahrzeuges befestigt zu werden, vorzugsweise um die Aktivierungshandlung in der Art einer Berührung des Türgriffs oder Emblems zu detektieren. Das Befestigungsmittel kann bspw. in einem Gehäuse der erfindungsgemäßen Anordnung ausgebildet sein. Bspw. ist das Befestigungsmittel als eine Ausnehmung für eine Schraube oder dergleichen und/oder als ein Positionierungsmittel wie ein Profil zur eindeutigen Befestigung am Fahrzeug ausgebildet.

Ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren für ein Fahrzeug zur induktiven Detektion einer Aktivierungshandlung, insbesondere einer Betätigung einer Fahrzeugkomponente. Hierbei ist vorgesehen, dass die nachfolgenden Schritte durchgeführt werden, vorzugsweise nacheinander oder in beliebiger Reihenfolge, wobei einzelne oder sämtliche Schritte auch wiederholt ausgeführt werden können: Durchführen einer induktiven Erfassung der Aktivierungshandlung, insbesondere durch eine Sensoranordnung, (vorzugsweise durch eine Ansteuerung der Sensoranordnung durch eine Oszillatoranordnung), um ein erstes und zweites Erfassungssignal bereitzustellen, wobei die Erfassungssignale für eine gleiche Erfassungsinformation über die Aktivierungshandlung spezifisch sind,

Durchführen eines Vergleichs der Erfassungssignale miteinander, insbesondere digital und/oder durch eine elektronische Verarbeitungsanordnung, um die Erfassungsinformation zu ermitteln, und um die Aktivierungshandlung anhand der Erfassungsinformation, insbesondere anhand einer Veränderung der Erfassungsinformation, zu detektieren.

Damit bringt das erfindungsgemäße Verfahren die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich mit Bezug auf eine erfindungsgemäße Anordnung beschrieben worden sind. Zudem kann das Verfahren geeignet sein, eine erfindungsgemäße Anordnung zu betreiben.

Ebenfalls unter Schutz gestellt ist eine Fahrzeugkomponente, wie ein Türgriff und/oder ein Emblem, welche die erfindungsgemäße Anordnung aufweist.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Fahrzeuges mit einer erfindungsgemäßen Anordnung, welche zusätzlich in einer Detailansicht mit weiteren Einzelheiten gezeigt ist,

Fig. 2 ein schematisches Schaltbild einer erfindungsgemäßen Anordnung,

Fig. 3-5 schematische Seitenansichten auf verschiedene Lagen wenigstens einer erfindungsgemäßen Anordnung,

Fig. 6+7 schematische Draufsichten auf Sensorelemente wenigstens einer erfindungsgemäßen Anordnung, Fig. 8 eine schematische Seitenansichten auf verschiedene Lagen einer erfindungsgemäßen Anordnung,

Fig. 9+10 schematische Schaltbilder von Sensorelementen,

Fig. 11 eine schematische Visualisierung der Erfassungssignale.

In den nachfolgenden Figuren werden für die gleichen technischen Merkmale auch von unterschiedlichen Ausführungsbeispielen die identischen Bezugszeichen verwendet.

In Figur 1 ist ein Fahrzeug 1 mit einer erfindungsgemäßen Anordnung 5 dargestellt. Beispielhaft ist die erfindungsgemäße Anordnung 5 in eine Fahrzeugkomponente 2, konkret einen Türgriff 2, integriert. In einer vergrößerten Darstellung ist gezeigt, dass die erfindungsgemäße Anordnung 5 mehrere Lagen L1, L2, L3 aufweisen kann, welche übereinander befestigt sind. An mindestens oder genau zwei der Lagen L1, L2 können Sensorelemente 11, 12 (s. Figur 2) vorgesehen sein, wie nachfolgend noch näher beschrieben wird. Ferner ist erkennbar, dass ein erster Erfassungsbereich B1 und ein zweiter Erfassungsbereich B2 überwacht werden können. Hierzu bilden die Erfassungsbereiche B1, B2 jeweils einen induktiven Wirkbereich B1, B2 mindestens eines der Sensorelemente 11, 12 und mindestens eines Aktivierungsmittels 20. Für jeden Erfassungsbereich B1, B2 kann ein eigenes Aktivierungsmittel 20 vorgesehen sein, oder - wie in Figur 1 dargestellt ist - ein gemeinsames Aktivierungsmittel 20 genutzt werden. Das Aktivierungsmittel 20 ist z. B. ein Metallelement 20, welches bei einer Aktivierungshandlung relativ zu einer Leiterplatte 90 der erfindungsgemäßen Anordnung 5 bewegt wird. Es kann ferner ein Gehäuse 96 vorgesehen sein, an welchem das Aktivierungsmittel 20 beweglich gelagert ist. Auch können zur Befestigung am Fahrzeug 1 wenigstens ein Befestigungsmittel 95 am Gehäuse 96 vorgesehen sein.

In Figur 2 ist eine erfindungsgemäße Anordnung 5 für ein Fahrzeug 1 zur induktiven Detektion einer Aktivierungshandlung, insbesondere einer Betätigung einer Fahrzeugkomponente 2, mit weiteren Einzelheiten dargestellt. Die bereits beschriebenen Sensorelemente 11, 12 können Teil einer Sensoranordnung 10 zur induktiven Erfassung der Aktivierungshandlung sein, um ein erstes und zweites Erfassungssignal S1, S2 bereitzustellen. Wie in den Figur 9 und 10 beispielhaft dargestellt ist, kann die in Figur 2 gezeigte Konfiguration der Sensoranordnung 10 noch um weitere Sensorelemente 13, 14 erweitert werden. Die mindestens zwei Sensorelemente 11, 12, 13, 14 können symmetrisch verschaltet sein. So ist in Figur 2 gezeigt, dass die Sensorelemente 11, 12 miteinander elektrisch verbunden sind, und an diesem Verbindungspunkt noch elektrisch mit einem Massepotential 80 verbunden sind (ggf. indirekt verschaltet, wie durch eine gestrichelte Linie dargestellt wird). Die wenigstens zwei Sensorelemente 11, 12, 13, 14 können Teil eines Parallelschwingkreises sein, dessen Spannungen als die Erfassungssignale S1, S2 abgegriffen werden können. Weitere Komponenten der Sensoranordnung 10 bzw. des Parallelschwingkreises können wenigstens ein Kondensator C und/oder wenigstens ein Widerstand R sein, wie beispielhaft und schematisch dargestellt ist. Ferner kann eine Oszillatoranordnung 73 vorgesehen sein, welche mit einer Spannungsquelle V betrieben wird, um den Parallelschwingkreis elektrisch zu betreiben. Auf diese Weise kann eine Induktivität der Sensoranordnung 10 erfasst werden, welche durch eine Annäherung des Aktivierungsmittels 20 (aufgrund der Aktivierungshandlung) verändert werden kann. Die Aktivierungshandlung ist bspw. eine manuelle Kraftausübung auf das Aktivierungsmittel 20, welche zur Bewegung des Aktivierungsmittels 20 führt. Zwischen dem Aktivierungsmittel 20 und den Sensorelementen 11, 12, 13, 14 kann ein Luftspalt 21 und/oder ein elastisches Verbindungsmittel 30 vorgesehen sein, welches die Bewegung in der Art einer relativen Bewegung des Aktivierungsmittels 20 zu den Sensorelementen 11, 12, 13, 14 ermöglicht. Das Aktivierungsmittel 20 kann somit eine induktive Beeinflussung 22 der Sensoranordnung 10 ermöglichen. Damit können die Erfassungssignale S1, S2 für eine gleiche Erfassungsinformation VS über die Aktivierungshandlung spezifisch sein, wobei die Erfassungsinformation VS für die Induktivitätsveränderung durch die Aktivierungshandlung spezifisch ist.

Es ist erkennbar, dass die Oszillatoranordnung 73 nacheinander die symmetrischen Stränge der Sensoranordnung 10 ansteuert, um die Erfassungssignale S1, S2 gegenphasig zu erzeugen. Dies ermöglicht es, die Erfassungssignale S1, S2 als symmetrische und/oder differenzielle und/oder informationsgleiche und/oder periodische und/oder gegenphasige Signale zu erzeugen, sodass die Erfassungssignale S1, S2 die gleiche Erfassungsinformation VS aufweisen. Auf diese Weise kann eine besonders störungssichere Auswertung der Erfassungssignale S1, S2 durch eine Komparatorkomponente 71 ermöglicht werden, um die Erfassungsinformation VS durch ein Vergleichen der Erfassungssignale S1, S2 zu ermitteln. Eine elektronische Verarbeitungsanordnung 70 kann dann die Aktivierungshandlung anhand der Erfassungsinformation VS detektieren. Bspw. kann die Erfassungsinformation VS für eine Frequenz des Parallelschwingkreises der Sensoranordnung 10 spezifisch sein, wobei die Verarbeitungsanordnung 70 dazu ausgeführt ist, anhand einer Veränderung der Frequenz die Induktivitätsveränderung zu erfassen und davon abhängig die Aktivierungshandlung zu detektieren. Die Verarbeitungsanordnung 70 kann eine Zählerkomponente 72 aufweisen, um anhand der Nulldurchgänge der Erfassungssignale S1 , S2 eine Zählung durchzuführen, und anhand eines Ergebnisses des Zählens eine Frequenz des Schwingkreises zu ermitteln, welche für die Aktivierungshandlung spezifisch ist. Die Komparatorkomponente 71 vergleicht hierzu das erste Erfassungssignal S1 mit dem zweitem Erfassungssignal S2, und schaltet das Ausgangssignal (am Bezugszeichen VS) immer dann auf einen ersten Wert, wenn das erste Erfassungssignal S1 größer ist als das zweite Erfassungssignal S2, und auf einen zweiten Wert, wenn das zweite Erfassungssignal S2 größer ist als das erste Erfassungssignal S1. Durch ein Zählen dieser Umschaltvorgänge pro Zeiteinheit kann dann durch die Zählerkomponente 72 die Frequenz der Erfassungssignale als die Erfassungsinformation VS ermittelt werden. Wie durch eine gestrichelte Linie gezeigt ist, können die Komparatorkomponente 71 und/oder die Zählerkomponente 72 und/oder die Spannungsquelle V (zumindest teilweise) Teil der Verarbeitungsanordnung 70, insbesondere eines integrierten Schaltkreises, sein.

Ferner verdeutlicht Figur 2 die Verfahrensschritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens. So erfolgt gemäß einem ersten Verfahrensschritt ein Durchführen einer induktiven Erfassung der Aktivierungshandlung, insbesondere durch die Sensoranordnung 10, um ein erstes und zweites Erfassungssignal S1, S2 bereitzustellen, wobei die Erfassungssignale S1, S2 für eine gleiche Erfassungsinformation VS über die Aktivierungshandlung spezifisch sind. Gemäß einem zweiten Verfahrensschritt erfolgt anschließend ein Durchführen eines Vergleichs der Erfassungssignale S1, S2, insbesondere durch die elektronische Verarbeitungsanordnung, um die Erfassungsinformation VS zu ermitteln, und um die Aktivierungshandlung anhand der Erfassungsinformation VS zu detektieren.

In Figur 3 bis 5 sind ein erstes und zweites Sensorelement 11, 12 mit weiteren Einzelheiten dargestellt. In Figur 5 sind zusätzlich ein drittes und viertes Sensorelement 13, 14 gezeigt. Die Sensorelemente 11, 12, 13, 14 können auf unterschiedlichen Lagen L1, L2 einer Leiterplatte 90 befestigt sein, um die Aktivierungshandlung in einem gemeinsamen, gleichen Erfassungsbereich (B1 für die Sensorelemente 11, 12 und B2 für die Sensorelemente 13, 14, s. Figur 1) zu erfassen. Gemäß Figur 5 können die vier Sensorelemente 11, 12, 13, 14 paarweise untereinander auf den unterschiedlichen Lagen L1, L2 der Leiterplatte 90 befestigt sein, um in den unterschiedlichen Erfassungsbereichen B1, B2 jeweils die Aktivierungshandlung zu erfassen. Weiter können - beispielhaft gezeigt anhand der Figuren 3 und 4 - die Sensorelemente 11, 12, 13, 14 auf den unterschiedlichen Lagen L1, L2 der Leiterplatte 90 paarweise über eine Durchkontaktierung 91 direkt oder indirekt miteinander elektrisch verbunden sein, und insbesondere (über die Durchkontaktierung 91) mit einem Massepotential 80 auf einer dritten Lage L3 der Leiterplatte 90 direkt oder indirekt elektrisch verbunden sein. Ferner ist es optional vorgesehen, dass eine Abschirmung 40 der Sensorelemente 11, 12 (ggf. auch 13, 14) an der Leiterplatte 90 ausgebildet ist. Die Abschirmung 40 kann sich z. B. in der Form wenigstens eines ringförmigen elektrisch leitenden Elements um die Sensorelemente 11, 12 (und insbesondere 13, 14) erstrecken. Bspw. ist die Abschirmung 40 hierzu als wenigstens eine Leiterbahn der Leiterplatte 90 ausgebildet, welche optional ein Massepotential aufweist, oder alternativ aktiv elektrisch angesteuert wird. Hierzu kann wenigstens eine elektrisch leitfähige Fläche an den gleichen Lagen L1, L2, L3, L4 der Leiterplatte 90 angeordnet sein, an denen auch die Sensorelemente 11, 12, 13, 14 vorgesehen sind. Die Leiterplatte ist bspw. als eine vierlagige Leiterplatte ausgeführt, wie in Figur 8 dargestellt ist. Die ringförmige Ausbildung der Abschirmung 40 ist beispielhaft in Figur 6 und 7 dargestellt. Die Figuren 6, 7 sowie 9 und 10 zeigen dabei eine Draufsicht auf die Lagen L1, L2, welche in den Figuren 3 bis 5 und 8 in einer seitlichen Schnittansicht durch die Leiterplatte 90 dargestellt sind.

Weiter kann es möglich sein, dass räumlich zwischen dem Aktivierungsmittel 20 und wenigstens einem der Sensorelemente 11, 12 (auch 13, 14) ein Verbindungsmittel 30 angeordnet ist. Das Verbindungsmittel 30 ist z. B. elastisch ausgebildet. Weiter kann das Verbindungsmittel 30 ein elastisch und elektrisch leitendes Material und/oder einen (leitfähigen) Schaumstoff und/oder eine Feder, insbesondere Spiralfeder, aufweisen. Vorzugsweise kann das Verbindungsmittel 30 als ein Schaumstoffpad oder dergleichen ausgeführt sein. Dies kann eine verbesserte Störunterdrückung bewirken.

In den Figuren 6 und 7 sowie 9 und 10 ist gezeigt, dass die Sensorelemente 11, 12, 13, 14 jeweils als Spiralspule ausgebildet sein können, und zur gemeinsamen induktiven Erfassung räumlich parallel und/oder bifilar angeordnet und/oder elektrisch seriell miteinander verschaltet sind. Es kann möglich sein, dass die Sensorelement 11, 12, 13, 14 derart verschaltet sind, dass der elektrische Stromfluss durch die Sensorelemente 11, 12, 13, 14 insbesondere durch das erste 11 und zweite Sensorelement 12, und vorzugsweise durch das dritte 13 und vierte Sensorelement 14, gleichsinnig ist. Auf diese Weise können sich die erzeugten Magnetfelder verstärken. In den Figuren 9 und 10 ist der Stromfluss durch einen Pfeil gekennzeichnet. In Figur 6 sind die Eingänge E1 , E2 und Ausgänge A1 , A2 der Spulen gezeigt. Der Eingang E1 kann dabei über eine Durchkontaktierung 91 mit dem Ausgang A2 elektrisch (direkt) verbunden sein. Der Stromfluss erfolgt dabei von A1 über E1, dann A2 und dann über E2.

In Figur 11 sind die auf diese Weise erzeugten Erfassungssignale S1, S2 schematisch dargestellt. Die Phasenverschiebung der Erfassungssignale S1, S2 um 180° führt zu einer Phasenumkehr bzw. zu gleichzeitigen Nulldurchgängen, wobei sich allerdings die Vorzeichen der Erfassungssignale S1, S2 unterscheiden. Eine Zählung der Nulldurchgänge ermöglicht es nun, die Erfassungsinformation VS zu ermitteln.

Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

B ez u q s ze i c h e n l i ste

1 Fahrzeug

2 Türgriff, Fahrzeugkomponente

5 Anordnung

10 Sensoranordnung, Spulenelement, Spulenanordnng, Spiralspulenanordnung

11 erstes Sensorelement, erstes Spulenelement

12 zweites Sensorelement, zweites Spulenelement

13 drittes Sensorelement, dritten Spulenelement

14 viertes Sensorelement, viertes Spulenelement

20 Aktivierungsmittel, Metallelement

21 Luftspalt

22 induktive Beeinflussung

30 Verbindungsmittel, Elastisches leitendes Material

40 Abschirmung

70 Verarbeitungsanordnung, Mikrocontroller

71 Komparatorkomponente

72 Zählerkomponente

73 Oszillatoranordnung

80 Massepotential

90 Leiterplatte

91 Durchkontaktierung

95 Befestigungsmittel

96 Gehäuse

A1 erster Ausgang

A2 zweiter Ausgang B1 erster Erfassungsbereich, Wirkbereich B2 zweiter Erfassungsbereich, Wirkbereich

C Kondensator

E1 erster Eingang E2 zweiter Eingang

L1 erste Lage

L2 zweite Lage

L3 dritte Lage

L4 vierte Lage R Widerstand

51 erstes Erfassungssignal

52 zweites Erfassungssignal

V Spannungsquelle

VS Erfassungsinformation