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Title:
ASSEMBLY FOR POSITIONING A WHEEL OF A RAIL VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/073795
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an assembly for positioning a wheel (LFR) of a rail vehicle, wherein a wheel shaft (RSW) supports the wheel, comprising a swing arm (SCHW) and a frame (RAH) of a bogie of the rail vehicle. The swing arm (SCHW) comprises a first end (SCHWE1) that is connected to the frame (RAH) of the bogie in a rotationally mounted manner. The swing arm (SCHW) has a second end (SCHWE2) that is connected to the wheel shaft (RSW). The swing arm (SCHW) has a fixed, but detachable, connection (VERB) between the first end (SCHWE1) and the second end (SCHWE2), which allows for the swing arm 9SCHW) to be mechanically divided into two (SCHWT1, SCHWT2).

Inventors:
ZÄCH, Martin (Raubling, DE)
Application Number:
EP2020/072557
Publication Date:
April 22, 2021
Filing Date:
August 12, 2020
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS MOBILITY GMBH (München, DE)
International Classes:
B61F5/30
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Claims:
Patentansprüche

1.Anordnung zur Positionierung eines Rads (LFR) eines Schie nenfahrzeugs ,

- mit einem Rad (LFR), mit einer Schwinge (SCHW) und mit einem Rahmen (RAH) eines Drehgestells des Schienenfahr zeugs,

- bei der das Rad (LFR)von einer Radwelle (RSW) getragen wird,

- bei der die Schwinge (SCHW) ein erstes Ende (SCHWEI) aufweist, das drehbar gelagert mit dem Rahmen (RAH) des Drehgestells verbunden ist,

- bei der die Schwinge (SCHW) ein zweites Ende (SCHWE2) aufweist, das mit der Radwelle (RSW) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,

- dass die Schwinge (SCHW) zwischen dem ersten Ende (SCHWEI) und dem zweiten Ende (SCHWE2) eine feste aber lösbare Verbindung (VERB) aufweist, die eine mechanische Zweiteilung (SCHWT1, SCHWT2) der Schwinge (SCHW) ermög licht.

2.Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die feste aber lösbare Verbindung (VERB) als Schraubver bindung oder als Bolzenverbindung ausgestaltet ist.

3.Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die feste aber lösbare Verbindung (VERB) zwei Flanschplat ten aufweist, die Teil der Schraubverbindung oder der Bol zenverbindung sind.

4.Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Rad Teil eines Radsatzes ist, wobei der Radsatz eine Radsatzwelle (RSW) aufweist, die zwei Räder (LFR) oder Laufräder (LFR) des Schienenfahrzeugs trägt.

Description:
Beschreibung

Anordnung zur Positionierung eines Rads eines Schienenfahr zeugs

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Positionierung ei nes Rads eines Schienenfahrzeugs.

Bei einem Schienenfahrzeug ist das Rad oft Teil eines Radsat zes. Der Radsatz besteht dabei im allgemeinen aus einer Rad satzwelle und aus zwei Laufrädern. Die Räder sind an der Rad satzwelle befestigt und werden von der Radsatzwelle getragen.

Der Radsatz überträgt das Gewicht und die dynamischen Lasten des Fahrzeugs auf die Schienen, führt das Fahrzeug im Gleis und überträgt Antriebs- und Bremskräfte des Fahr zeugs auf die Schienen.

Der Radsatz wiederum ist oft Teil eines Drehgestells, wobei der Radsatz in einem gegenüber dem Wagenkasten drehbaren Rah men gelagert ist.

Fahrzeuge mit Drehgestellen können im Vergleich zu Fahrzeugen mit starr am Wagenkasten angebrachten Achsen engere Bögen durchfahren, weil sich der Rahmen gegenüber dem Wagenkasten ausdrehen kann und dadurch die Räder in einem kleineren Win kel an der Schiene anlaufen. Drehgestelle verbessern darüber hinaus die Laufruhe, da sie Stöße in Hoch- und Querrichtung reduziert auf den Wagenkasten weitergeben.

Die Räder werden bei gewissen Konstruktionsvarianten über ei ne sogenannte Schwinge in ihrer Position im Rahmen unter dem Schienenfahrzeug gehalten. Die Schwinge ist dazu an einem ersten Ende drehbar gelagert mit einem Drehgestell befestigt. An einem zweiten Ende des Drehgestells ist die Schwinge mit der Radsatzwelle verbunden.

FIG 4 zeigt an einem Schienenfahrzeug-Ausschnitt eine derar tige Schwinge SCHW mit Radsatzwelle RSW und Laufrad LFR gemäß dem Stand der Technik.

Wie vorstehend ausgeführt, ist die Schwinge SCHW an einem ersten Ende SCHWEI drehbar gelagert mit einem Rahmen RAH des Drehgestells befestigt.

An einem zweiten Ende SCHWE2 ist die Schwinge SCHW mit der Radsatzwelle RSW verbunden, um diese in Position zu halten.

Die Schwinge SCHW ist in vertikaler Richtung zusätzlich abge federt mit dem Rahmen RAH verbunden (hier nicht dargestellt).

Wird ein Radsatz mit großen Laufrädern über Schwingen befes tigt bzw. positioniert, kommt es zu Problemen beim Ausbau des Radsatzes im Zuge von Service— bzw. Wartungsarbeiten. Wird die Schwinge vom Drehgestell gelöst, sinkt die Schwinge auf grund des hohen Eigengewichts ruckartig ab, bis sie auf dem Boden aufliegt.

Sind im Lager der Schwinge aktive Fahrwerkselemente oder me chanisch empfindliche Fahrwerkselemente integriert, wird auch dadurch der Ausbau der Schwinge erschwert - der Ausbau muss mit der nötigen Sorgfalt erfolgen, was Zeit- und Personal intensiv ist. Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte Rad-Positionierung anzugeben, mit der die oben genannten Nachteile überwunden werden.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprü chen angegeben.

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Positionierung ei nes Rads eines Schienenfahrzeugs mit einem Rad, mit einer Schwinge und mit einem Rahmen eines Drehgestells des Schie nenfahrzeugs. Das Rad wird dabei von einer Radwelle getragen.

Beim adressierten Rad handelt es sich dabei entweder um ein nicht angetriebenes Rad, das auch als Laufrad bezeichnet wird, oder alternativ dazu um ein aktiv angetriebenes Rad.

Die Schwinge weist ein erstes Ende auf, das das drehbar gela gert mit dem Rahmen des Drehgestells verbunden ist. Die Schwinge weist ein zweites Ende auf, das mit der Radwelle verbunden ist.

Die Schwinge weist zwischen dem ersten Ende und dem zweiten Ende eine feste aber lösbare Verbindung auf, die eine mecha nische Zweiteilung der Schwinge ermöglicht.

In einer bevorzugten Weiterbildung ist das Rad Teil eines Radsatzes, wobei der Radsatz eine Radsatzwelle aufweist, die zwei Räder bzw. Laufräder des Schienenfahrzeugs trägt.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die feste aber lösbare Verbindung als Schraubverbindung oder als Bolzenverbindung ausgestaltet . In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die feste aber lös bare Verbindung zwei Flanschplatten auf, die Teil der Schraubverbindung bzw. der Bolzenverbindung sind.

In einer bevorzugten Weiterbildung ist die Schwinge im Be reich ihrer festen aber lösbaren Verbindung annähernd rotati onssymmetrisch ausgeführt, nämlich in Bezug zur Achse des Radsatzes. Dadurch wird ein Kippen eines Schwingenteils bei der Demontage verhindert.

Bevorzugt ist die feste aber lösbare Verbindung fast mittig in der längs ausgebildeten Schwinge angeordnet.

Durch die vorliegende Erfindung wird eine einfachere Demonta ge bzw. Wartung von Rädern bzw. Radsätzen eines Schienenfahr zeugs ermöglicht.

Durch die vorliegende Erfindung wird die Effektivität in Pro duktion und Wartung gesteigert.

Durch die vorliegende Erfindung werden Kosten bei Produktion und Wartung eingespart.

Durch die vorliegende Erfindung werden Verschmutzung und Kor rosion am Schwingenlager durch erleichterte Wartungsarbeiten reduziert bzw. vermieden.

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung beispielhaft an hand einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:

FIG 1 eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung, FIG 2 mit Bezug auf FIG 1 einen am Radsatz verbleibenden Teil der Schwinge bei getrennter Verbindung,

FIG 3 mit Bezug auf FIG 1 einen am Drehgestell verbleibenden Teil der Schwinge bei getrennter Verbindung, und FIG 4 der vorstehend in der Einleitung beschriebene Aus schnitt eines Schienenfahrzeugs gemäß dem Stand der Technik.

FIG 1 zeigt eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anord nung zur Positionierung von Laufrädern LFR eines Radsatzes eines hier nicht näher dargestellten Schienenfahrzeugs.

Eine Radsatzwelle RSW trägt zwei Laufräder LFR des Schienen fahrzeugs.

Eine Schwinge SCHW weist ein erstes Ende SCHWEI auf, das drehbar gelagert mit dem Rahmen RAH eines Schienenfahrzeug- Drehgestells verbunden ist.

Die Schwinge SCHW weist ein zweites Ende SCHWE2 auf, das mit der Radsatzwelle RSW verbunden ist.

Die Schwinge SCHW weist zwischen dem ersten Ende SCHWEI und dem zweiten Ende SCHWE2 eine feste aber lösbare Verbindung VERB auf, die eine mechanische Teilung der Schwinge SCHW in zwei Teile SCHWT1, SCHWT2 ermöglicht.

Die feste aber lösbare Verbindung VERB ist dabei bevorzugt als Schraubverbindung ausgestaltet, wobei beispielswiese zwei Flanschplatten Teil der Schraubverbindung sind, über die die Verschraubung erfolgt. In der FIG 1 sind weiterhin zwei Federn FED1, FED2 zu sehen, über die eine in vertikaler Richtung erfolgende, federnde Ab stützung realisiert ist. Über einen Dämpfer DFG werden in vertikaler Richtung erfol gende Bewegungen gedämpft.

FIG 2 zeigt mit Bezug auf FIG 1 den am Radsatz verbleibenden Teil SCHWT1 der Schwinge SCHW bei getrennter Verbindung VERB.

Dieser Teil SCHWT1 der Schwinge SCHW ist bevorzugt annähernd rotationssymmetrisch, bevorzugt zur Achse des Radsatzes, aus geführt. Dadurch wird die Handhabung des ausgebauten Radsat zes erleichtert, ein Kippen eines Schwingenteils wird durch die hier gezeigte, fast mittige Teilung der Schwinge vermie den.

FIG 3 zeigt mit Bezug auf FIG 1 den am Drehgestell verblei benden Teil SCHWT2 der Schwinge SCHW bei getrennter Verbin- düng VERB.

Die Verbindung VERB ist in ihrer Position bevorzugt derart gewählt, dass der schwierig zu montierende Teil SCHWT2 am Drehgestell-Rahmen RAH verbleibt.