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Title:
AUTOMATIC WAREHOUSE FOR STORING OBJECTS AND METHOD FOR CONTROLLING AN AUTOMATIC WAREHOUSE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/204631
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an automatic warehouse (1) for storing objects, comprising a storage region having multiple storage areas for the objects, wherein the storage areas can be operated for storing and removing the objects or for removing the objects from a manipulator, wherein the storage region is at least partially surrounded by housing walls (3), wherein an access door (5) is arranged preferably in at least one of the housing walls (3), comprising a control device for controlling the manipulator and for managing the storage regions and comprising a display device (9) having a display (11), wherein there is a data communication between the display device (9) and the control device, wherein the display device (9) is arranged on or in one of the housing walls (3) or on or in the access door (5), wherein the display (11) has an elongated, rectangular shape and is arranged in the portrait position, and wherein the control device controls a position of a display section (13) that can be displayed on the display (11) in the vertical direction by means of a control command generated according to control data and/or according to an input command.

Inventors:
WILLACH JENS (DE)
Application Number:
PCT/EP2021/058503
Publication Date:
October 14, 2021
Filing Date:
March 31, 2021
Export Citation:
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Assignee:
WILLACH GMBH GEBR (DE)
International Classes:
B65G1/137; G07F11/00
Attorney, Agent or Firm:
DOMPATENT VON KREISLER SELTING WERNER - PARTNERSCHAFT VON PATENTANWÄLTEN UND RECHTSANWÄLTEN MBB (DE)
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Claims:
PatentansDrüche

1. Automatisches Lager (1) zur Lagerung von Gegenständen, mit einem Lagerbereich mit mehreren Lagerplätzen für die Gegenstände, wobei die Lagerplätze zur Einlagerung und Entnahme der Gegenstände oder zur Entnahme der Gegenstände von einem Manipulator bedienbar sind, wo bei der Lagerbereich zumindest teilweise von Gehäusewänden (3) umgeben ist, wobei vorzugsweise in mindestens einer der Gehäusewände (3) eine Zugangstür (5) angeordnet ist, mit einer Steuervorrichtung zur Steuerung des Manipulators und zur Ver waltung der Lagerbereiche und mit einer Anzeigevorrichtung (9) mit einem Anzeigendisplay (11), wobei eine Datenkommunikation zwischen der Anzei gevorrichtung (9) und der Steuervorrichtung erfolgt, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Anzeigevorrichtung (9) an oder in einer der Gehäusewände (3) oder an oder in der Zugangstür (5) angeordnet ist, wobei das Anzeigendisplay (11) eine langestreckte, rechteckige Form aufweist und im Hochformat an geordnet ist, wobei die Steuervorrichtung eine Position eines auf dem An zeigendisplay (11) darstellbaren Anzeigenabschnitt (13) in vertikaler Rich tung mittels eines in Abhängigkeit von Steuerdaten und/oder in Abhängig keit eines Eingabebefehls erzeugten Steuerbefehls steuert.

2. Lager nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Eingabevorrichtung, über die der Eingabebefehl eingebbar ist.

3. Lager nach Anspruch 1 oder 2 gekennzeichnet durch eine erste Kamera (19) zur Aufnahme eines Bildes eines vor der Anzeigevorrichtung (9) angeordne ten Bereichs, wobei die Steuervorrichtung die Steuerdaten durch Auswer tung des Bildes erzeugt.

4. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerdaten durch den Eingabebefehl erzeugbar und in der Steuervorrich tung speicherbar sind, wobei über eine Identifikationseingabe die Steuerda ten zur Steuerung der Position des Anzeigenabschnitts (13) abrufbar sind.

5. Lager nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen Identifikationssensor, über den die Identifikationseingabe erfolgt.

6. Lager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Identifikations sensor ein Fingerabdrucksensor (17) ist.

7. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Anzeigendisplay (11) ein Touchdisplay ist.

8. Lager nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet, durch eine zweite Kamera, wobei die zweite Kamera (21) auf den Lagerbereich gerichtet ist und wobei von der zweiten Kamera (21) aufgenommene Bilddaten von der Anzeigevorrichtung (9) anzeigbar sind.

9. Verfahren zur Steuerung eines automatischen Lagers (1) zur Lagerung von Gegenständen mit einem Lagerbereich mit mehreren Lagerplätzen für die Gegenstände, wobei die Lagerplätze zur Einlagerung und Entnahme der Ge genstände oder zur Entnahme der Gegenstände von einem Manipulator be dienbar sind, mit folgenden Schritten:

Erzeugen eines Steuerbefehls in Abhängigkeit von Steuerdaten und/oder in Abhängigkeit eines Eingabebefehls,

Steuern einer Position eines auf einem Anzeigendisplay (11) einer Anzeige vorrichtung (9) dargestellten Anzeigenabschnitts (13) in vertikaler Richtung mittels des Steuerbefehls,

Ausgeben von Daten einer Steuervorrichtung des Lagers (1) in dem auf dem Anzeigendisplay (11) dargestellten Anzeigenabschnitt (13).

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Eingabebe fehl über eine Eingabevorrichtung eingegeben wird.

11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steu erdaten durch den Eingabebefehl erzeugt und in der Steuervorrichtung ge speichert werden, wobei über eine Identifikationseingabe die Steuerdaten zur Steuerung der Position des Anzeigenabschnitt (13) abgerufen werden.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bild eines vor der Anzeigevorrichtung (9) angeordneten Bereichs aufgenommen und ausgewertet wird und anhand des ausgewerteten Bildes die Steuerdaten erzeugt werden.

13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Auswer tung des Bildes ein Gesicht und/oder Augen einer vor der Anzeigevorrich tung (9) befindlichen Person erkannt werden und anhand der Position des Gesichts und/oder der Augen die Steuerdaten erzeugt werden.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass Bilddaten des Lagerbereichs aufgenommen und von der Anzeigevor richtung (9) ausgegeben werden.

Description:
Automatisches Laaer zur Lagerung von Gegenständen sowie Verfahren zur Steuerung eines automatischen Laaers

Die vorliegende Erfindung betrifft ein automatisches Lager zur Lagerung von Ge genständen sowie ein Verfahren zur Steuerung eines automatischen Lagers.

Derartige Lager weisen häufig einen Lagerbereich mit mehreren Lagerplätzen für die Gegenstände auf, wobei die Lagerplätze zur Einlagerung und Entnahme der Gegenstände oder zur Entnahme der Gegenstände von einem Manipulator bedien bar sind. Bei derartigen Lagern ist der Lagerbereich zumindest teilweise von Ge häusewänden umgeben.

Derartige automatische Lager sind beispielsweise Lagerautomaten für Apotheken. In diesen Lagern wird der Manipulator mit einer hohen Geschwindigkeit bewegt. Daher dürfen aus Sicherheitsgründen keine Personen in den Lagerbereich eintre- ten, wenn der Manipulator die Lagerplätze bedient. Um eine Kontrollmöglichkeit für den Lagerbereich zu schaffen, sind bei derartigen automatischen Lagern Sicht fenster vorgesehen, durch die der Benutzer ins Lagerinnere blicken kann. Da der Sichtweg von dem Sichtfenster in den Lagerbereich unverbaut sein muss, sind dadurch Einschränkungen bei der Konstruktion der automatischen Lager gegeben.

Die automatischen Lager weisen eine Steuervorrichtung zur Steuerung des Mani pulators und zur Verwaltung der Lagerbereiche auf, wobei zwischen einer her kömmlichen Anzeigevorrichtung, wie beispielsweise einem Computermonitor, und der Steuervorrichtung eine Datenkommunikation erfolgt und Daten der Steuervor richtung an der Anzeigevorrichtung ausgegeben werden. Die Anzeigevorrichtung ist bei den vorbekannten Lagern häufig fest installiert, sodass keine Einstellmög lichkeiten für den Benutzer gegeben sind.

Bei der Bedienung eines derartigen automatischen Lagers, beispielsweise eines Apothekenlagers, kann es Vorkommen, dass ein Bediener mehrere Stunden mit der Einlagerung der Gegenstände, der Lagerpflege oder der Lagerverwaltung be schäftigt ist, sodass aufgrund der fest installierten Anzeigevorrichtung und der nicht vorhandenen oder nur geringen Einstellmöglichkeiten der Anzeigevorrichtung es zu unbequemen Haltungen bei dem Benutzer kommen kann.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein automatisches Lager der eingangs genannten Art zu schaffen, das eine verbesserte Handhabung für den Benutzer bietet. Darüber hinaus soll das automatische Lager vorzugsweise eine größere Freiheit hinsichtlich der Konstruktion bieten als herkömmliche Lager.

Es ist ferner die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Steuerung eines automatischen Lagers bereitzustellen.

Das erfindungsgemäße automatische Lager ist definiert durch die Merkmale des Anspruchs 1. Das erfindungsgemäße Verfahren ist definiert durch die Merkmale des Anspruchs 9.

Das erfindungsgemäße automatische Lager zur Lagerung von Gegenständen weist einen Lagerbereich mit mehreren Lagerplätzen für die Gegenstände auf, wobei die Lagerplätze zur Einlagerung und Entnahme der Gegenstände oder nur zur Ent nahme der Gegenstände von einem Manipulator bedienbar sind. Der Lagerbereich ist zumindest teilweise von Gehäusewänden umgeben, wobei vorzugsweise in min destens einer der Gehäusewände eine Zugangstür angeordnet ist. Das automati sche Lager weist eine Steuervorrichtung zur Steuerung des Manipulators und zur Verwaltung der Lagerbereiche auf, sowie eine Anzeigevorrichtung mit einem An zeigendisplay, wobei eine Datenkommunikation zwischen der Anzeigevorrichtung und der Steuervorrichtung erfolgt.

Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung an oder in einer der Gehäusewände oder an oder in der Zugangstür angeordnet ist, wobei das Anzeigendisplay eine langgestreckte, rechteckige Form aufweist und im Hoch format angeordnet ist, wobei die Steuervorrichtung eine Position eines auf dem Anzeigendisplay darstellbaren Anzeigenabschnitts in vertikaler Richtung mittels ei nes in Abhängigkeit von Steuerdaten erzeugten Steuerbefehls und/oder in Abhän gigkeit eines Eingabebefehls erzeugten Steuerbefehls steuert. Da das Anzeigendisplay eine langgestreckte Form aufweist und somit in einer Rich tung eine längere Erstreckung aufweist als in die andere Richtung, kann dieses in vorteilhafter Weise im Hochformat angeordnet sein. Das Anzeigendisplay kann bei spielsweise Abmessungen mit Seitenverhältnissen zwischen 1,5:1 und 3:1 aufwei sen, wobei sich die längere Erstreckung in vertikaler Richtung erstreckt. Durch das Vorsehen einer derartigen Anzeigevorrichtung im Hochformat ist es in vorteilhafter Weise möglich, einen Anzeigenabschnitt auf dem Anzeigendisplay in vertikaler Richtung mittels des Steuerbefehls zu verändern und somit in vorteilhafter Weise an die Gewohnheiten oder beispielsweise die Größe eines Benutzer angepasst wer den. Insbesondere bei einer lang andauernden Nutzung des erfindungsgemäßen automatischen Lagers, wie beispielsweise bei der Einlagerung einer Vielzahl von Gegenständen, kann somit der Benutzer beispielsweise einen für die Einlagerung notwendigen Anzeigenabschnitt auf eine für den Benutzer angenehme Höhe posi tionieren, sodass die Benutzung des erfindungsgemäßen Lagers für den Benutzer wesentlich ergonomischer ist.

Der Anzeigenabschnitt kann beispielsweise Daten der Steuervorrichtung darstel len. Auch kann vorgesehen sein, dass der Anzeigenabschnitt die gesamte Breite des Anzeigedisplays einnimmt. Mit anderen Worten: Der Anzeigenabschnitt er streckt sich in horizontaler Richtung über die gesamte Erstreckung des Anzeigen displays in horizontaler Richtung.

Es kann auch vorgesehen sein, dass die Anzeigevorrichtung in der Gehäusewand oder der Zugangstür flächenbündig mit der einer Anzeigevorrichtung umgebende Außenfläche der Gehäusewand oder Zugangstür angeordnet ist. Dadurch wird eine platzsparende Anordnung sowie eine für den Betrachter ästhetisch ansprechende Gestaltung und eine einfache Reinigung der Gehäusewand bzw. Zugangstür er möglicht.

Auf dem erfindungsgemäßen Anzeigendisplay können neben dem genannten An zeigenabschnitt auch noch weitere Anzeigenabschnitte, beispielsweise ein zweiter und/oder dritter Anzeigenabschnitt angezeigt werden. Beispielsweise können auf dem Anzeigenabschnitt für die Benutzung des erfindungsgemäßen Lagers, wie bei spielsweise der Einlagerung, notwendige Daten ausgegeben werden. Ein weiterer Anzeigenabschnitt, der beispielsweise oberhalb oder unterhalb des Anzeigenab schnitts angeordnet sein kann, bietet die Möglichkeit, weitere Daten der Steuer vorrichtung, die für den Einlagerungsvorgang nicht relevant sind, beispielsweise Daten bezügliche des Manipulators oder bezüglich der Lagerverwaltung auszuge ben.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Anzeigenabschnitt nicht das gesamte Anzeigendisplay einnimmt, sondern oberhalb und unterhalb des Anzeigenab schnitts von dem Anzeigenabschnitt ungenutzte Bereiche des Anzeigendisplays verbleiben. In diesen Bereichen kann der weitere Anzeigenabschnitt angeordnet sein, der für die momentane Benutzung des Lagers, wie beispielsweise eines Ein lagerungsvorgangs, nicht unbedingt notwendige Daten anzeigt. Es kann vorgese hen sein, dass die Steuervorrichtung die vertikale Position des weiteren Anzeigen abschnitts in Abhängigkeit der vertikalen Position des Anzeigenabschnitts oder in Abhängigkeit der Steuerdaten oder des Eingabebefehls festlegt. Somit kann bei spielsweise eine automatische Positionierung des weiteren Anzeigenabschnitts oberhalb oder unterhalb des Anzeigenabschnitts erfolgen, in Abhängigkeit davon, ob oberhalb oder unterhalb des Anzeigenabschnitts entsprechend Platz in vertika ler Richtung für den weiteren Anzeigenabschnitt vorhanden ist. Auch kann vorge sehen sein, dass die vertikale Position des weiteren Anzeigenabschnitts geändert wird, wenn aufgrund der vertikalen Positionierung des Anzeigenabschnitts nicht mehr ausreichend Platz für den weiteren Anzeigenabschnitts vorhanden ist.

Die Positionierung des weiteren Anzeigenabschnitts kann auch über eine Benutze reingabe erfolgen oder festgelegt sein. Auch kann vorgesehen sein, dass die Steu ervorrichtung den weiteren Anzeigenabschnitt aufteilt und beispielsweise, wenn der Anzeigenabschnitt in vertikaler Richtung mittig auf dem Anzeigendisplay posi tioniert ist, die Teile des weiteren Anzeigenabschnitts oberhalb und unterhalb des Anzeigenabschnitts anordnet.

Vorzugsweise weist das erfindungsgemäße Lager eine Eingabevorrichtung auf, über die der Eingabebefehl eingebbar ist. Mittels der Eingabevorrichtung kann so mit durch den Benutzer den Eingabebefehl, in dessen Abhängigkeit der Steuerbe fehl zur Steuerung der vertikalen Position des Anzeigenabschnitts gesteuert wird, eingegeben werden, sodass der Benutzer die vertikale Position des Anzeigenabschnitts über die Eingabevorrichtung steuern kann. Selbstverständlich ist es auch möglich, über die Eingabevorrichtung weitere Befehle an die Steuer vorrichtung einzugeben, beispielsweise Befehle hinsichtlich der Benutzung des La gers, wie beispielsweise der Einlagerung und/oder der Auslagerung von Gegen ständen.

Das erfindungsgemäße Lager kann eine erste Kamera aufweisen, die zur Aufnahme eines Bildes eines vor der Anzeigevorrichtung angeordneten Bereichs dient, wobei die Steuervorrichtung die Steuerdaten durch Auswertung des Bildes erzeugt. Mit anderen Worten: Die erste Kamera erfasst den Raum vor der Anzeigevorrichtung und wertet das mittels der Kamera erzeigte Bild aus. Somit kann beispielsweise über die Bildauswertung eine sich vor der Anzeigevorrichtung befindliche Person erfasst und deren Größe oder die Position deren Augen mittels der Bildauswertung ermittelt werden. In Abhängigkeit von den ermittelten Daten können dann die Steuerdaten erzeugt werden, aus denen dann der Steuerbefehl zur Steuerung der vertikalen Position des Anzeigenabschnitts auf dem Anzeigendisplay erfolgt. Mittels des erfindungsgemäßen Lagers kann somit automatisch eine Anpassung der ver tikalen Position des Anzeigenabschnitts auf dem Anzeigendisplay in Abhängigkeit von der sich vor der Anzeigevorrichtung befindlichen Person erfolgen. Beispiels weise kann bei dem Start einer Benutzung mittels der ersten Kamera die Größe der Person ermittelt werden und die Position des Anzeigenabschnitts entsprechend eingestellt werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Steuerdaten durch den Eingabebefehl erzeugbar und in der Steuervorrichtung speicherbar sind, wobei über eine Identi fikationseingabe die Steuerdaten zur Steuerung der Position des Anzeigenab schnitts abrufbar sind. Bei dem erfindungsgemäßen Lager kann somit vorgesehen sein, dass die Steuerdaten zur Erzeugung des Steuerbefehls, der die Position des Anzeigenabschnitts steuert, einmal erzeugt werden und in der Steuervorrichtung gespeichert werden. Ein Benutzer kann somit die für ihn gewünschte Position des Anzeigenabschnitts einmalig einstellen und die entsprechenden Steuerdaten kön nen durch eine Identifikationseingabe zu einem späteren Zeitpunkt zur Steuerung der Position des Anzeigenabschnitts wieder abgerufen werden. Die Identifikationseingabe kann beispielsweise durch eine Bildauswertung von Bil dern von Körperteilen des Benutzers erfolgen.

Vorzugsweise weist das Lager einen Identifikationssensor auf, über den die Iden tifikationseingabe erfolgt. Der Identifikationssensor kann beispielsweise ein Fin gerabdrucksensor oder Irisscanner sein.

Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, dass die erste Kamera als Identifikati onssensor dient und eine Identifikationseingabe erfolgt, indem das Bild der ersten Kamera ausgewertet wird und eine vor der Anzeigevorrichtung befindliche Person durch Identifikation in dem Bild, insbesondere durch Gesichtserkennung, identifi ziert wird.

Die über das Bild der ersten Kamera vorgenommene Identifizierung oder die Iden tifizierung über den Identifikationssensor kann auch dazu verwendet werden, dass ein Benutzer sich an der Steuervorrichtung zur Bedienung des automatischen La gers anmeldet.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Anzeigendisplay ein Touchdisplay ist. Somit können Daten, Steuerbefehle und ähnliches direkt über das Anzeigendisplay ein gegeben werden und über die Datenkommunikation an die Steuervorrichtung übermittelt werden. Das Touchdisplay kann auch als Eingabevorrichtung zur Ein gabe des Eingabebefehls dienen.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lagers weist das erfindungsgemäße Lager mindestens eine zweite Kamera auf, wobei die mindes tens eine zweite Kamera auf den Lagerbereich gerichtet ist und wobei von der mindestens einen zweiten Kamera aufgenommene Bilddaten von der Anzeigevor richtung anzeigbar sind. Da die mindestens eine zweite Kamera Bilddaten des La gerbereichs aufnimmt, die dann an der Anzeigevorrichtung angezeigt werden, kann bei dem erfindungsgemäßen Lager auf ein Sichtfenster verzichtet werden. Etwaige konstruktive Einschränkungen, die sich bei vorbekannten Lagern aufgrund des Sichtfensters ergeben haben, sind somit bei dem erfindungsgemäßen Lager nicht mehr vorhanden. Da die mindestens eine zweite Kamera an nahezu einer beliebigen Position in dem Lagerbereich angeordnet sein kann, ist der Grad der Konstruktionsfreiheit bei dem erfindungsgemäßen Lager somit deutlich erhöht und Bereiche in dem Lager, die bei vorbekannten Lagern frei bleiben mussten, um den Sichtweg zwischen dem Sichtfenster und dem Lagerbereich nicht zu versperren, können anderweitig genutzt werden. Darüber hinaus können die durch die min destens eine zweite Kamera erzeugten Bilddaten deutlich mehr Informationen bie ten als ein Blick durch ein Sichtfenster, da beispielsweise Vergrößerungen möglich sind, oder auch eine Verschwenkvorrichtung für die zweite Kamera vorgesehen sein kann, so dass der Lagerbereich mittels der zweiten Kamera aus unterschied lichen Blickwinkeln betrachtet werden kann.

Das von der mindestens einen zweiten Kamera aufgenommene Bild kann beispiels weise in einem weiteren Anzeigenabschnitt und beispielsweise gleichzeitig mit dem Anzeigenabschnitt, der für die Bedienung des Lagers verwendet wird, dargestellt werden.

Die Erfindung kann auch vorsehen, dass das erfindungsgemäße Lager mehrere zweite Kameras aufweist, die verschiedene Bereich des Lagerbereichs aufnehmen. Die von den mehreren zweiten Kameras aufgenommenen Bilder können in einem weiteren Anzeigenbereich oder auch in mehreren weiteren Anzeigenbereichen dar gestellt werden.

Die Erfindung sieht ferner ein Verfahren zur Steuerung eines automatischen Lagers zur Lagerung von Gegenständen mit einem Lagerbereich mit mehreren Lagerplät zen für die Gegenstände vor, wobei die Lagerplätze zur Einlagerung und Entnahme der Gegenstände oder zur Entnahme der Gegenstände von einem Manipulator be dienbar sind. Das erfindungsgemäße Verfahren weist folgende Schritte auf:

- Erzeugen eines Steuerbefehls in Abhängigkeit von Steuerdaten und/oder in Abhängigkeit eines Eingabebefehls,

- Steuern einer Position eines auf dem Anzeigendisplay einer Anzeigevorrich tung dargestellten Anzeigenabschnitts in vertikaler Richtung mittels des Steuerbefehls,

- Ausgeben von Daten einer Steuervorrichtung des Lagers in dem auf dem Anzeigendisplay dargestellten Anzeigenabschnitt. Das erfindungsgemäße Verfahren kann insbesondere zur Steuerung des zuvor be schriebenen erfindungsgemäßen Lagers verwendet werden.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann ein automatisches Lager in vorteil hafter Weise durch einen Bediener gesteuert werden, da die Position eines Anzei gendisplays, mittels dem dem Bediener Daten der Steuervorrichtung angezeigt werden, in vorteilhafter Weise auf eine für den Bediener vorteilhafte Höhe einge stellt werden kann.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Eingabebefehl über eine Eingabevorrich tung eingegeben wird.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann vorgesehen sein, dass die Steuerda ten durch den Eingabebefehl erzeugt und in der Steuervorrichtung gespeichert werden, wobei über eine Identifikationseingabe die Steuerdaten zur Steuerung der Position des Anzeigenabschnitts abgerufen werden. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann somit durch eine Identifikationseingabe des Benutzers automa tisch die vertikale Position des Anzeigenabschnitts eingestellt werden.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann auch vorgesehen sein, dass ein Bild eines vor der Anzeigevorrichtung angeordneten Bereichs aufgenommen und aus gewertet wird und anhand des ausgewerteten Bildes die Steuerdaten erzeugt wer den.

Dabei kann vorgesehen sein, dass bei der Auswertung des Bildes ein Gesicht und/oder Augen einer vor der Anzeigevorrichtung befindlichen Person erkannt wer den und anhand der Position des Gesichts und/oder der Position der Augen die Steuerdaten erzeugt werden. Somit kann eine an die Person angepasste vertikale Position des Anzeigenabschnitts mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens vor genommen werden.

Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch vorsehen, dass mittels der Auswer tung des Bildes eine Identifikation der Person erfolgt, sodass die Identifikations eingabe durch das Ergebnis der Auswertung des Bildes erfolgt. Die Identifikation der Person kann beispielsweise durch Gesichtserkennung erfolgen. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren kann auch vorgesehen sein, dass Bilddaten des Lagerbereichs aufgenommen und von der Anzeigevorrichtung ausgegeben werden. Die Ausgabe der Bilddaten des Lagerbereichs kann in einem oder mehre ren weiteren Anzeigenabschnitten erfolgen.

Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Figuren die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine schematische perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen automatischen Lagers,

Figur 2 eine schematische Detaildarstellung der Zugangstür des erfindungs gemäßen Lagers mit integrierter Anzeigevorrichtung und

Figur 3 eine schematische Detailansicht der Anzeigevorrichtung des erfin dungsgemäßen Lagers.

In Figuren 1 und 2 ist ein automatisches Lager 1 schematisch in einer Perspektiv darstellung gezeigt.

Das automatische Lager 1 dient zur Lagerung von Gegenständen, wie beispiels weise Medikamentenverpackungen.

Ein Lagerbereich mit mehreren Lagerplätzen ist von Gehäusewänden 3 umgeben. In einem Frontbereich ist in einer der Gehäusewände eine Zugangstür 5 angeord net. Über die Zugangstür 5 ist ein Zutritt in den Lagerbereich möglich, wie aus Figur 2 hervorgeht. Ein Bediener kann somit den Lagerbereich betreten, um bei spielsweise Wartungs- oder Reinigungsaufgaben wahrzunehmen.

Die Lagerplätze werden über einen Manipulator, der nicht dargestellt ist, bedient, sodass die Gegenstände mittels des Manipulators auf die Lagerplätze eingelagert oder von diesen entnommen werden können. Das automatische Lager 1 weist eine Einlagerungsöffnung 7 auf, durch die die Gegenstände in das automatische Lager eingelagert werden können.

In der Zugangstür 5 ist eine Anzeigevorrichtung 9 angeordnet. Die Anzeigevorrich tung 9 ist, wie beispielsweise aus Figur 2 hervorgeht, an der Rückwand der Zu gangstür 5 befestigt. Die Zugangstür 5 weist eine Aussparung auf, in die die An zeigevorrichtung 9 eingesetzt ist, sodass die sich die Anzeigevorrichtung 9 flächen bündig an die die Anzeigevorrichtung 9 umgebenden Außenflächen 5a der Zu gangstür 5 anschließt.

Die Anzeigevorrichtung 9 weist ein Anzeigendisplay 11 mit einer langgestreckten rechteckigen Form auf. Beispielsweise kann das Anzeigendisplay 11 ein Seitenver hältnis von 1,77:1 aufweisen, wobei die Anzeigevorrichtung 9 mit im Hochformat angeordneten Anzeigendisplay 11 an der Zugangstür 5 angeordnet ist.

Die Anzeigevorrichtung 9 kommuniziert mit einer Steuervorrichtung zur Steuerung des Manipulators und zur Verwaltung der Lagerbereiche und gibt beispielsweise Daten für einen Benutzer aus. Daten können beispielsweise in einem Anzeigenab schnitt 13 ausgegeben werden, der die gesamte Breite (Erstreckung in horizontaler Richtung) des Anzeigendisplays 11 einnimmt. Die vertikale Position des Anzeigen abschnitts 13 auf dem Anzeigendisplay 11 ist mittels der Steuervorrichtung ver änderbar, wobei die Steuervorrichtung anhand eines Steuerbefehls die vertikale Position des Anzeigenabschnitts 13 steuert. Der Steuerbefehl kann beispielsweise mittels eines Eingabebefehls oder in Abhängigkeit von Steuerdaten, die beispiels weise zuvor in der Steuervorrichtung gespeichert wurden, gesteuert werden. Auf diese Weise lässt sich der Anzeigenabschnitt 13 auf eine von dem Benutzer ge wünschte vertikale Position oder in eine an den Benutzer angepasste vertikale Po sition verstellen.

Die Verstellung des Anzeigenabschnitts 13 ist am besten aus Figur 3, in der eine schematische Detaildarstellung der Anzeigevorrichtung 9 dargestellt ist, zu erken nen. Die Verstellung ist durch einen entsprechenden Doppelpfeil angedeutet. Wie aus Figur 3 hervorgeht, nimmt der Anzeigenabschnitt 13 nicht das gesamte Anzei gendisplay 11 ein, sondern oberhalb und unterhalb des Anzeigenabschnitts 13 ver bleiben von dem Anzeigenabschnitt 13 ungenutzte Bereiche des Anzeigendisplays 11. In diesen Bereichen kann ein weiterer Anzeigenabschnitt 15 angeordnet sein, der für die momentane Benutzung des Lagers, wie beispielsweise eines Einlage rungsvorgangs, nicht unbedingt notwendige Daten anzeigt. Es kann vorgesehen sein, dass die Steuervorrichtung die vertikale Position des weiteren Anzeigenab schnitts 15 in Abhängigkeit der vertikalen Position des Anzeigenabschnitts 13 oder in Abhängigkeit der Steuerdaten festlegt. Somit kann beispielsweise eine automa tische Positionierung des weiteren Anzeigenabschnitts 15 oberhalb des Anzeigen abschnitts 13 erfolgen, wenn aufgrund der vertikalen Position des Anzeigenab schnitts 13 unterhalb des Anzeigenabschnitts 13 nicht ausreichend Platz in verti kaler Richtung für den weiteren Anzeigenabschnitt 15 vorhanden ist. Auch kann vorgesehen sein, dass die Steuervorrichtung den weiteren Anzeigenabschnitt 15 aufteilt und beispielsweise, wenn der Anzeigenabschnitt 13 in vertikaler Richtung mittig auf dem Anzeigendisplay positioniert ist, die Teile des weiteren Anzeigenab schnitts 15 oberhalb und unterhalb des Anzeigenabschnitts 13 anordnet.

Das erfindungsgemäße Lager 1 kann einen Fingerabdrucksensor 17 aufweisen, der für eine Identifikationseingabe des Benutzers dient. Anhand der somit erfolgten Identifikation kann sich der Benutzer einerseits an der Steuervorrichtung des La gers 1 anmelden. Darüber hinaus sind durch die Identifikationseingabe zuvor ab gespeicherte Steuerdaten abrufbar, über die die vertikale Position des Anzeigen abschnitts 13 gesteuert werden.

Zusätzlich oder alternativ zu dem Fingerabdrucksensor kann eine erste Kamera 19 vorgesehen sein, die in dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel oberhalb der Anzeigevorrichtung 9 angeordnet ist und den Bereich vor der Anzeigevorrich tung 9 aufnimmt. Die von der Kamera 19 aufgenommenen Bilder können einer Bildauswertung unterzogen werden, worüber ein Gesicht und/oder Augen einer vor der Anzeigevorrichtung 9 befindlichen Person erkannt werden, sodass die Position des Anzeigenabschnitts 13 an die Position des Gesichts und/oder der Augen ange passt werden kann, indem entsprechende Steuerdaten durch die Bildauswertung ermittelt werden.

Die erste Kamera 19 kann auch zur Identifikation einer vor der Anzeigevorrichtung 9 befindlichen Person genutzt werden, indem beispielweise eine Gesichtserken nung bei der Bildauswertung durchgeführt wird. An der dem Lagerbereich zugewandten Seite der Zugangstür 5 ist eine zweite Ka mera 21 angeordnet, die in Figur 2 schematisch dargestellt ist. Die zweite Kamera 21 ist auf den Lagerbereich gerichtet und nimmt Bilddaten des Lagerbereichs auf. Diese Bilddaten können auf dem Anzeigendisplay 11, beispielsweise im zweiten Anzeigenabschnitt 15 dargestellt werden. Auf diese Weise kann auf ein Sichtfens ter für den Lagerbereich verzichtet werden.

In Figur 2 ist die zweite Kamera an der Rückseite der Zugangstür 5 angeordnet. Selbstverständlich ist auch eine Anordnung der zweiten Kamera 21 an einer ande ren Position im Lager möglich.

Das Anzeigendisplay 11 der Anzeigevorrichtung 9 ist als Touchdisplay ausgeführt, sodass die Anzeigevorrichtung 9 als Eingabevorrichtung dienen kann, über die Ein gaben für die Steuervorrichtung vorgenommen werden können oder auch der Ein gabebefehl, aus dem der Steuerbefehl zur Steuerung der Position des Anzeigen abschnitts 13 erfolgt, eingegeben werden kann.

Das erfindungsgemäße Lager 1 ermöglich eine besonders vorteilhafte Bedienung, da der Anzeigenabschnitt 13 an die für einen Benutzer vorteilhafte vertikale Posi tion angeordnet werden kann. Ferner kann durch das Vorsehen der zweiten Ka mera, die Bilddaten des Lagerbereichs aufnimmt, auf ein Sichtfenster verzichtet werden, sodass eine größere Freiheit bei der Konstruktion des erfindungsgemäßen Lagers 1 besteht.

Bezuaszeichenliste automatisches Lager Gehäusewände Zugangstür a Außenflächen Einlagerungsöffnung Anzeigevorrichtung Anzeigendisplay Anzeigenabschnitt zweiter Anzeigenabschnitt Fingerabdrucksensor erste Kamera zweite Kamera