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Title:
AUTOMATION SYSTEM, RADIO APPARATUS AND METHOD FOR WIRELESSLY INTEGRATING A RADIO CLIENT IN AN AUTOMATION SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/037952
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an automation system (1) having at least one master control unit (2), at least one radio client (51), a first radio apparatus (11) and a clock master (3), which can output signals. A bus system (4) is provided by means of the master control unit (2), wherein communication occurs within the automation system (1) by means of the bus system (4). The first radio apparatus (1) has a first synchronization element (31), a first radio module (41) and a first connection (21) for the bus system (4), wherein the first radio module (41) can establish a first radio connection (61) to the first radio client (51) and, as a result, data can be exchanged between the first radio client (51) and the bus system (4). The first radio connection (61) has a first radio channel (K1), wherein the first radio channel (K1) comprises a first frequency range. The first radio module (41) has a first synchronization input (71), wherein the first synchronization element (31) is designed to output a first synchronization signal (S1) to the first synchronization input (71) of the first radio module (41) on the basis of 15 a signal received from the clock master (3) via the first connection (21) for the bus system (4). The first radio module (41) is designed, on the basis of the first synchronization signal (S1), to be able to change a frequency within the first frequency range of the first radio channel (K1), wherein the changing of the frequency within the first frequency range occurs on the basis of a first hopping table (H1).

Inventors:
SCHLOTTHAUER DANIEL (DE)
BUDDE TORSTEN (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/073920
Publication Date:
March 04, 2021
Filing Date:
August 27, 2020
Export Citation:
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Assignee:
BECKHOFF AUTOMATION GMBH (DE)
International Classes:
G05B19/042; H04B1/713; H04L5/00
Foreign References:
AU2017202093A12017-10-19
US6014406A2000-01-11
US20060077917A12006-04-13
DE102019123348A2019-08-30
DE102018129189A12020-05-20
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWALTSKANZLEI WILHELM & BECK (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Automatisierungssystem (1) mit mindestens einer Master-Steuereinheit (2), min destens einem ersten Funkteilnehmer (51), einer ersten Funkvorrichtung (11) und einem Uhrenmaster (3), der Signale ausgeben kann, wobei mittels der Master- Steuereinheit (2) ein Bussystem (4) bereitgestellt wird, wobei eine Kommunika tion innerhalb des Automatisierungssystems (1) mittels des Bussystems (4) er folgt, wobei die erste Funkvorrichtung (11) ein erstes Synchronisationselement (31), ein erstes Funkmodul (41) und einen ersten Anschluss (21) für das Bussys tem (4) aufweist, wobei das erste Funkmodul (41) eine erste Funkverbindung (61) zum ersten Funkteilnehmer (51) aufbauen kann und dadurch Daten zwi schen dem ersten Funkteilnehmer (51) und dem Bussystem (4) ausgetauscht werden können, wobei die erste Funkverbindung (61) einen ersten Funkkanal (K1) aufweist, wobei der erste Funkkanal (K1) einen ersten Frequenzbereich um fasst, wobei das erste Funkmodul (41) einen ersten Synchronisationseingang (71) aufweist, wobei das erste Synchronisationselement (31) eingerichtet ist, an hand eines über den ersten Anschluss (21) für das Bussystem (4) vom Uhren master (3) empfangenen Signals ein erstes Synchronisationssignal (S1) an den ersten Synchronisationseingang (71) des ersten Funkmoduls (41) auszugeben, wobei das erste Funkmodul (41) eingerichtet ist, anhand des ersten Synchronisa tionssignals (S1) eine Frequenz innerhalb des ersten Frequenzbereichs des ers ten Funkkanals (K1) wechseln zu können, wobei das Wechseln der Frequenz in nerhalb des ersten Frequenzbereichs anhand einer ersten Hopping-Tabelle (H1) erfolgt.

2. Automatisierungssystem (1) nach Anspruch 1, wobei das erste Funkmodul (41) eingerichtet ist, bis zu acht erste Funkteilnehmer (51) einzubinden.

3. Automatisierungssystem (1) nach Anspruch 1 oder 2, aufweisend eine zweite Funkvorrichtung (12) und einen zweiten Funkteilnehmer (52), wobei die zweite Funkvorrichtung (12) ein zweites Synchronisationselement (32), ein zweites Funkmodul (42) und einen zweiten Anschluss (22) für das Bussystem (4) auf weist, wobei das zweite Funkmodul (42) eine zweite Funkverbindung (62) zum zweiten Funkteilnehmer (52) aufbauen kann und dadurch Daten zwischen dem zweiten Funkteilnehmer (52) und dem Bussystem (4) ausgetauscht werden kön- nen, wobei die zweite Funkverbindung (62) einen zweiten Funkkanal (K2) auf weist, wobei der zweite Funkkanal (K2) einen zweiten Frequenzbereich umfasst, wobei das zweite Funkmodul (42) einen zweiten Synchronisationseingang (72) aufweist, wobei das zweite Synchronisationselement (32) eingerichtet ist, anhand eines über den zweiten Anschluss (22) für das Bussystem (4) vom Uhrenmaster (3) empfangenen Signals ein zweites Synchronisationssignal (S2) an den zweiten Synchronisationseingang (72) des zweiten Funkmoduls (42) auszugeben, wobei das zweite Funkmodul (42) eingerichtet ist, anhand des zweiten Synchronisati onssignals (S2) eine Frequenz innerhalb des zweiten Frequenzbereichs des zweiten Funkkanals (K2) wechseln zu können, wobei das Wechseln der Fre quenz innerhalb des zweiten Frequenzbereichs anhand einer zweiten Hopping- Tabelle (H2) erfolgt.

4. Automatisierungssystem (1) nach Anspruch 3, wobei das Wechseln der Fre quenz des ersten Funkkanals (K1) und der Frequenz des zweiten Funkkanals (K2) gleichzeitig erfolgt.

5. Automatisierungssystem (1) nach Anspruch 3 oder 4, aufweisend eine dritte Funkvorrichtung (13) und einen dritten Funkteilnehmer (53), wobei die dritte Funkvorrichtung (13) ein drittes Synchronisationselement (33), ein drittes Funk modul (43) und einen dritten Anschluss (23) für das Bussystem (4) aufweist, wo bei das dritte Funkmodul (43) eine dritte Funkverbindung (63) zum dritten Funk teilnehmer (53) aufbauen kann und dadurch Daten zwischen dem dritten Funk teilnehmer (53) und dem Bussystem (4) ausgetauscht werden können, wobei die dritte Funkverbindung (63) einen dritten Funkkanal (K3) aufweist, wobei der dritte Funkkanal (K3) einen dritten Frequenzbereich umfasst, wobei das dritte Funkmo dul (43) einen dritten Synchronisationseingang (73) aufweist, wobei das dritte Synchronisationselement (33) eingerichtet ist, anhand eines über den dritten An schluss (23) für das Bussystem (4) vom Uhrenmaster (3) empfangenen Signals ein drittes Synchronisationssignal (S3) an den dritten Synchronisationseingang (73) des dritten Funkmoduls (43) auszugeben, wobei das dritte Funkmodul (43) eingerichtet ist, anhand des dritten Synchronisationssignals (S3) eine Frequenz innerhalb des dritten Frequenzbereichs des dritten Funkkanals (K3) wechseln zu können, wobei das Wechseln der Frequenz innerhalb des dritten Frequenzbe reichs anhand einer dritten Hopping-Tabelle (H3) erfolgt.

6. Automatisierungssystem (1) nach Anspruch 5, wobei die zweite Funkvorrichtung (12) innerhalb einer ersten Funkreichweite (191) der ersten Funkvorrichtung (11) und einer dritten Funkreichweite (193) der dritten Funkvorrichtung (13) angeord net ist, und wobei die erste Funkvorrichtung (11) außerhalb der dritten Funkreich weite (193) der dritten Funkvorrichtung (13) angeordnet ist.

7. Automatisierungssystem (1) nach Anspruch 6, wobei der dritte Funkkanal (K3) mit der dritten Hopping-Tabelle (H3) identisch zum ersten Funkkanal (K1) mit der ersten Hopping-Tabelle (H1) ist.

8. Automatisierungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei ein Wech sel der Frequenz der Funkkanäle (K) nach einem vorgegebenen Zeitintervall (t) erfolgen kann, insbesondere in einem Zeitintervall (t) zwischen einhundert Mikro sekunden und zehn Millisekunden.

9. Automatisierungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei eines der Synchronisationselemente (30) eine synchronisierte Uhr (80) beinhaltet und wo bei das zugehörige Synchronisationssignal (S) anhand einer Uhrzeit der synchro nisierten Uhr (80) ausgegeben wird, wobei eine Uhrzeit der synchronisierten Uhr (80) anhand des vom Uhrenmaster (3) ausgegebenen Signals eingestellt werden kann.

10. Automatisierungssystem (1) nach Anspruch 9, wobei das vom Uhrenmaster (3) ausgegebene Signal eine Uhrzeit umfasst.

11. Funkvorrichtung (10) zum drahtlosen Einbinden mindestens eines Funkteilneh mers (50) in ein Automatisierungssystem (1), wobei die Funkvorrichtung (10) ein Synchronisationselement (30), ein Funkmodul (40) und einen Anschluss (20) für ein Bussystem (4) aufweist, wobei das Funkmodul (40) eingerichtet ist, eine drahtlose Funkverbindung (60) zum Funkteilnehmer (50) aufzubauen, wobei die Funkverbindung (60) einen Funkkanal (K) aufweist, wobei der Funkkanal (K) ei nen Frequenzbereich umfasst, wobei das Funkmodul (40) einen Synchronisati onseingang (70) aufweist, wobei das Synchronisationselement (30) eingerichtet ist, anhand eines über den Anschluss (20) für das Bussystem (4) von einem Uh renmaster (3) empfangenen Signals ein Synchronisationssignal (S) an den Syn- chronisationseingang (70) des Funkmoduls (40) auszugeben, wobei das Funk modul (40) eingerichtet ist, anhand des Synchronisationssignals (S) eine Fre quenz innerhalb eines Frequenzbereichs eines Funkkanals (K) wechseln zu kön nen, wobei das Wechseln der Frequenz innerhalb des Frequenzbereichs anhand einer Hopping-Tabelle (H) erfolgt.

12. Funkvorrichtung (10) nach Anspruch 11, wobei das Wechseln der Frequenz in nerhalb des Frequenzbereichs des Funkkanals (K) nach einem vorgegebenen Zeitintervall (t) erfolgen kann, insbesondere in einem Zeitintervall (t) zwischen einhundert Mikrosekunden und zehn Millisekunden.

13. Funkvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 11 oder 12, wobei das Synchro nisationselement (70) eine synchronisierte Uhr (80) beinhaltet und wobei das Synchronisationssignal (S) anhand einer Uhrzeit der synchronisierten Uhr (80) ausgegeben wird, wobei die Uhrzeit der synchronisierten Uhr (80) anhand des vom Uhrenmaster (3) empfangenen Signals eingestellt wird.

14. Funkvorrichtung (10) nach Anspruch 13, wobei das Synchronisationssignal (S) zu vorgegebenen Zeiten ausgegeben wird.

15. Funkvorrichtung (10) nach Anspruch 14, wobei die Funkvorrichtung (10) einge richtet ist, Informationen über die vorgegebenen Zeiten mittels einer Datenüber tragung über das Bussystem (4) zu empfangen.

16. Funkvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 11 bis 15, wobei das Funkmodul (40) eingerichtet ist, bis zu acht Funkteilnehmer (50) einzubinden.

17. Verfahren zum drahtlosen Einbinden mindestens eines Funkteilnehmers (50) in ein Automatisierungssystem (1) mit den folgenden Schritten:

Aufbauen einer Funkverbindung (60) zum Funkteilnehmer (50) mittels ei nes Funkmoduls (40) in einem Aufbauschritt (101);

Empfangen eines Signals von einem Uhrenmaster (3) eines Bussystems (4) in einem Empfangsschritt (102);

Ausgeben eines Synchronisationssignals (S) an einen Synchronisationsein gang (70) des Funkmoduls (40) in einem Ausgabeschritt (103), wobei das Synchronisationssignals (S) anhand des vom Uhrenmaster (3) ausgegebe nen Signals ausgegeben wird;

Wechseln einer Frequenz innerhalb eines Frequenzbereichs eines Funkka nals (K) anhand des Synchronisationssignals (S) in einem Wechselschritt (104), wobei das Wechseln der Frequenz anhand einer Hopping-Tabelle

(H) erfolgt.

Description:
Beschreibung

Automatisierungssystem, Funkvorrichtung und Verfahren zum drahtlosen Einbinden ei nes Funkteilnehmers an ein Automatisierungssystem

Die Erfindung betrifft ein Automatisierungssystem, eine Funkvorrichtung und ein Ver fahren zum Einbinden eines Funkteilnehmers an ein Automatisierungssystem.

Diese Patentanmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung DE 102019 123 348.8, deren Offenbarungsgehalt hiermit durch Rückbezug aufgenom men wird.

Es sind Automatisierungssysteme bekannt, bei denen eine Master-Steuereinheit einen Kommunikationsbus bereitstellt, mit dem Busteilnehmer angesteuert und/oder Daten eines Busteilnehmers empfangen werden können. Die Kommunikation kann dabei mit tels Datentelegrammen erfolgen, die von den Busteilnehmern empfangen und versen det werden, beispielsweise über das in der internationalen Norm IEC 61131-9 nor mierte IO-Link-Kommunikationssystem. Ferner sind Systeme bekannt, bei denen ein Busteilnehmer einen drahtlosen Kommunikationsweg zu Funkteilnehmern bereitstellt. Mittels eines drahtlosen Kommunikationswegs zu Funkteilnehmern bereitgestellte Kommunikationsmöglichkeiten werden beispielsweise als IO-Link-Wireless bezeichnet.

Dabei können Funkvorrichtungen zum Einsatz kommen, die beispielsweise als IO-Link- Wireless-Master bezeichnet werden. Ein solcher IO-Link-Wireless-Master kann bis zu fünf Funkmodule aufweisen, wobei jedes der Funkmodule auf einem eigenen Funkka nal Daten senden und empfangen kann, wobei die Funkkanäle auch als Tracks be zeichnet werden können. Über jeden Funkkanal können bis zu acht Funkteilnehmer eingebunden werden. Es kann vorgesehen sein, mittels Frequenzspreizung eine Ka naländerung der Funkkanäle vorzunehmen, um etwaige Kollisionen zu vermeiden und/oder die Auswirkungen solcher Kollisionen zu verringern. Damit dies erfolgen kann, muss die Kanaländerung für alle Funkkanäle synchronisiert erfolgen. Dies kann über eine festverdrahtete Synchronisierungsleitung innerhalb des IO-Link-Wireless- Masters erfolgen. Ein Beispiel für eine solche Frequenzspreizung ist das unter der Be zeichnung „Frequency Hopping Spread Spectrum“ bekannte Verfahren, welches auch abgekürzt als „Frequency Hopping“ bezeichnet werden kann. Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein flexibleres Automatisierungssys tem und eine flexiblere Funkvorrichtung für ein solches Automatisierungssystem bereit zustellen.

Diese Aufgaben werden mit dem Automatisierungssystem, der Funkvorrichtung und dem Verfahren zum Einbinden eines Funkteilnehmers an ein Automatisierungssystem gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Patentansprüchen ange geben.

Die Erfindung umfasst ein Automatisierungssystem, das mindestens eine Master-Steu ereinheit, mindestens einen ersten Funkteilnehmer, eine erste Funkvorrichtung und ei nen Uhrenmaster umfasst. Der Uhrenmaster kann Signale ausgeben. Mittels der Mas ter-Steuereinheit wird ein Bussystem bereitgestellt, wobei eine Kommunikation inner halb des Automatisierungssystems mittels des Bussystems erfolgt. Die erste Funkvor richtung weist ein erstes Synchronisationselement, ein erstes Funkmodul und einen ersten Anschluss für das Bussystem auf. Das erste Funkmodul kann eine erste Funk verbindung zum ersten Funkteilnehmer aufbauen und dadurch Daten zwischen dem ersten Funkteilnehmer und dem Bussystem austauschen. Die erste Funkverbindung weist einen ersten Funkkanal auf, wobei der erste Funkkanal einen ersten Frequenzbe reich umfasst. Das erste Funkmodul weist einen ersten Synchronisationseingang auf. Das erste Synchronisationselement ist eingerichtet, anhand eines über den ersten An schluss für das Bussystem vom Uhrenmaster empfangenen Signals ein erstes Syn chronisationssignal an den ersten Synchronisationseingang des ersten Funkmoduls auszugeben. Das erste Funkmodul ist eingerichtet, anhand des ersten Synchronisati onssignals eine Frequenz innerhalb des ersten Frequenzbereichs des ersten Funkka nals wechseln zu können, wobei das Wechseln der Frequenz anhand einer ersten Hopping-Tabelle erfolgt.

Die erste Funkvorrichtung wird dabei so betrieben, dass ein Wechseln der Frequenz durch das erste Synchronisationssignal getriggert wird, wobei der Uhrenmaster ein Sig nal ausgibt, welches vom Synchronisationselement empfangen wird und daraus das erste Synchronisationssignal generiert wird. Dadurch wird ein flexibleres Automatisie rungssystem ermöglicht, bei dem weitere Funkvorrichtungen an anderer Stelle einge setzt werden können, die ebenfalls synchronisiert sind. Falls beispielsweise acht oder weniger Funkteilnehmer eingesetzt werden sollen, kann die Funkvorrichtung weniger aufwändig konstruiert sein als die bekannten IO-Link-Wireless-Master mit festverdrah teter Synchronisierungsleitung.

Die erste Funkvorrichtung kann derart eingerichtet sein, dass die erste Funkverbindung zum ersten Funkteilnehmer dem IO-Link-Wireless-Standard entspricht.

In einer Ausführungsform ist das erste Funkmodul eingerichtet, bis zu acht erste Funk teilnehmer einzubinden.

In einer Ausführungsform weist das Automatisierungssystem eine zweite Funkvorrich tung und einen zweiten Funkteilnehmer auf. Die zweite Funkvorrichtung weist ein zwei tes Synchronisationselement, ein zweites Funkmodul und einen zweiten Anschluss für das Bussystem auf. Das zweite Funkmodul kann eine zweite Funkverbindung zum zweiten Funkteilnehmer aufbauen und dadurch Daten zwischen dem zweiten Funkteil nehmer und dem Bussystem austauschen. Die zweite Funkverbindung weist einen zweiten Funkkanal auf, wobei der zweite Funkkanal einen zweiten Frequenzbereich umfasst. Das zweite Funkmodul weist einen zweiten Synchronisationseingang auf. Das zweite Synchronisationselement ist eingerichtet, anhand eines über den zweiten An schluss für das Bussystem vom Uhrenmaster empfangenen Signals ein zweites Syn chronisationssignal an den zweiten Synchronisationseingang des zweiten Funkmoduls auszugeben. Das zweite Funkmodul ist eingerichtet, anhand des zweiten Synchronisa tionssignals eine Frequenz innerhalb des zweiten Frequenzbereichs des zweiten Funk kanals zu wechseln, wobei das Wechseln der Frequenz anhand einer zweiten Hop- ping-Tabelle erfolgt. Dabei kann es vorgesehen sein, dass der erste Frequenzbereich und der zweite Frequenzbereich überlappen oder übereinstimmen. Die erste Hopping- Tabelle und die zweite Hopping-Tabelle können dann derart ausgestaltet sein, dass in nerhalb des ersten Funkkanals jeweils eine andere Frequenz verwendet wird als im zweiten Funkkanal.

In einer Ausführungsform erfolgt das Wechseln der Frequenz des ersten Funkkanals und der Frequenz des zweiten Funkkanals gleichzeitig. Dadurch können Kollisionen bei der Datenübertragung im ersten Funkkanal und im zweiten Funkkanal minimiert werden. Es kann dabei vorgesehen sein, dass die erste Funkvorrichtung und die zweite Funkvorrichtung derart angeordnet sind, dass sich Funkreichweiten der ersten Funkvorrichtung beziehungsweise zweiten Funkvorrichtung überschneiden. In einer Ausführungsform weist das Automatisierungssystem eine dritte Funkvorrich tung und einen dritten Funkteilnehmer auf. Die dritte Funkvorrichtung weist ein drittes Synchronisationselement, ein drittes Funkmodul und einen dritten Anschluss für das Bussystem auf. Das dritte Funkmodul kann eine dritte Funkverbindung zum dritten Funkteilnehmer aufbauen und dadurch Daten zwischen dem dritten Funkteilnehmer und dem Bussystem austauschen. Die dritte Funkverbindung weist dabei einen dritten Funkkanal auf, wobei der dritte Funkkanal einen dritten Frequenzbereich umfasst. Das dritte Funkmodul weist einen dritten Synchronisationseingang auf. Das dritte Synchro nisationselement ist eingerichtet, anhand eines über den dritten Anschluss für das Bus system vom Uhrenmaster empfangenen Signals ein drittes Synchronisationssignal an den dritten Synchronisationseingang des dritten Funkmoduls auszugeben. Das dritte Funkmodul ist eingerichtet, anhand des dritten Synchronisationssignals eine Frequenz des dritten Frequenzbereichs des dritten Funkkanal zu wechseln, wobei das Wechseln der Frequenz anhand einer dritten Hopping-Tabelle erfolgt.

In einer Ausführungsform ist die zweite Funkvorrichtung innerhalb einer ersten Funk reichweite der ersten Funkvorrichtung und einer dritten Funkreichweite der dritten Funkvorrichtung angeordnet und die erste Funkvorrichtung außerhalb der dritten Funk reichweite der dritten Funkvorrichtung angeordnet. Dadurch wird eine flexible Anord nung der Komponenten des Automatisierungssystems ermöglicht.

In einer Ausführungsform ist der dritte Funkkanal mit der dritten Hopping-Tabelle iden tisch zum ersten Funkkanal mit der ersten Hopping-Tabelle. Dadurch kann der erste Funkkanal vorteilhafterweise jeweils für die erste Funkverbindung und die dritte Funk verbindung genutzt werden, da sich die erste Funkverbindung und die dritte Funkver bindung aufgrund der Funkreichweite nicht gegenseitig stören. Das Wechselt der Fre quenz der ersten Funkverbindung, zweiten Funkverbindung und dritten Funkverbin dung kann wiederum gleichzeitig erfolgen. Die erste Funkverbindung und die dritte Funkverbindung finden also innerhalb des ersten Funkkanals statt.

Es kann vorgesehen sein, weitere Funkvorrichtungen und Funkteilnehmer in das Auto matisierungssystem aufzunehmen. Insbesondere können dabei bis zu fünf verschie dene Funkkanäle vorgesehen sein, die mittels räumlich verteilten Funkvorrichtungen bereitgestellt werden. Jeder der fünf Funkkanäle weist eine ihm zugeordnete Hopping- Tabelle auf. In einer Ausführungsform erfolgt ein Wechsel einer Frequenz der Funkkanäle nach ei nem vorgegebenen Zeitintervall, insbesondere in einem Zeitintervall zwischen einhun dert Mikrosekunden und zehn Millisekunden. Beispielsweise kann ein Wechsel der Fre quenz der Funkkanäle alle 1 ,664 Millisekunden erfolgen.

In einer Ausführungsform beinhaltet mindestens eines der Synchronisationselemente eine synchronisierte Uhr. Das zugehörige Synchronisationssignal wird anhand einer Uhrzeit der synchronisierten Uhr ausgegeben, wobei eine Uhrzeit der synchronisierten Uhr anhand des vom Uhrenmaster ausgegebenen Signals eingestellt werden kann. Die synchronisierte Uhr oder die synchronisierten Uhren können dabei als sogenannte ver teilte Uhren ausgestaltet sein, wie in der deutschen Patentanmeldung 102018 129 189.2 vom 20. November 2018 beschrieben. Der Inhalt der deutschen Patentanmel dung 102018 129 189.2 wird bezüglich dieses Aspekts ausdrücklich in die vorliegende Patentanmeldung aufgenommen. Sie Synchronisationselemente können dabei die in der deutschen Patentanmeldung 102018 129 189.2 als interne Uhren bezeichneten Bauelemente aufweisen, der Uhrenmaster kann die in der deutschen Patentanmeldung 102018 129 189.2 als Referenzuhr bezeichneten Elemente aufweisen.

In einer Ausführungsform umfasst das durch den Uhrenmaster ausgegebene Signal eine Uhrzeit.

Der erste Frequenzbereich und/oder der zweite Frequenzbereich und/oder der dritte Frequenzbereich der beschriebenen Ausführungsformen können sich überlappen. Das bedeutet, dass innerhalb der Funkkanäle in identischen Frequenzbereichen gesendet und empfangen werden kann. Die Hopping-Tabellen der Funkkanäle können dann so ausgestaltet sein, dass in jedem Funkkanal eine Frequenz verwendet wird, die gleich zeitig nicht innerhalb der anderen Funkkanäle verwendet wird. Insbesondere kann eine Auswahl der zu verwendenden Funkfrequenz danach erfolgen, dass sich die Funkver bindungen der Funkkanäle nicht gegenseitig stören.

Außerdem umfasst die Erfindung eine Funkvorrichtung zum drahtlosen Einbinden ei nes Funkteilnehmers in ein Automatisierungssystem, wobei die Funkvorrichtung ein Synchronisationselement, ein Funkmodul und einen Anschluss für ein Bussystem auf weist. Das Funkmodul ist eingerichtet, eine drahtlose Verbindung zum Funkteilnehmer aufzubauen und weist einen Synchronisationseingang auf. Die Funkverbindung weist einen Funkkanal auf, wobei der Funkkanal einen Frequenzbereich umfasst. Das Syn chronisationselement ist eingerichtet, anhand eines über den Anschluss für das Bus system von einem Uhrenmaster empfangenen Signals ein Synchronisationssignal an den Synchronisationseingang des Funkmoduls auszugeben. Das Funkmodul ist einge richtet, anhand des Synchronisationssignals eine Frequenz innerhalb des Frequenzbe reichs des Funkkanals zu wechseln, wobei das Wechseln der Frequenz anhand einer Hopping-Tabelle erfolgt.

In einer Ausführungsform der Funkvorrichtung kann das Wechseln der Frequenz inner halb des Frequenzbereichs des Funkkanals nach einem vorgegebenen Zeitintervall er folgen, insbesondere in einem Zeitintervall zwischen einhundert Mikrosekunden und zehn Millisekunden. Dadurch kann eine Funkvorrichtung bereitgestellt werden, die auf Störungen schnell reagiert. Wird der Funkkanal im vorgegebenen Zeitintervall gestört, sind zumindest nicht allzu viele Datenpakete betroffen, da die Frequenz des Funkka nals zügig gewechselt wird.

In einer Ausführungsform der Funkvorrichtung beinhaltet das Synchronisationselement eine synchronisierte Uhr. Das Synchronisationssignal wird anhand einer Uhrzeit der synchronisierten Uhr ausgegeben, wobei die Uhrzeit der synchronisierten Uhr anhand des vom Uhrenmaster empfangenen Signals eingestellt wird. In einer Ausführungsform der Funkvorrichtung wird das Synchronisationssignal zu vorgegebenen Zeiten ausge geben. Dabei kann es vorgesehen sein, dass die vorgegebenen Zeiten in einem Steue rungsprogramm der Funkvorrichtung hinterlegt sind. In einer Ausführungsform ist die Funkvorrichtung eingerichtet, Informationen über die vorgegebenen Zeiten mittels einer Datenübertragung über das Bussystem zu empfangen. Diese beiden Ausführungsfor men ermöglichen ein effizientes Ansteuern des Synchronisationselements durch einen dem Automatisierungssystem zugeordneten Uhrenmaster.

In einer Ausführungsform der Funkvorrichtung ist das Funkmodul eingerichtet, bis zu acht Funkteilnehmer einzubinden.

Zusätzlich umfasst die Erfindung ein Verfahren zum drahtlosen Einbinden mindestens eines Funkteilnehmers in ein Automatisierungssystem. Dabei wird zunächst eine Funk verbindung zum Funkteilnehmer mittels eines Funkmoduls aufgebaut. Daran anschlie ßend wird ein Signal von einem Uhrenmaster eines Bussystems empfangen. Danach wird ein Synchronisationssignal an einen Synchronisationseingang des Funkmoduls anhand des vom Uhrenmaster ausgegebenen Signals ausgegeben. Anhand des Syn chronisationssignals wird dann eine Frequenz innerhalb eines Frequenzbereichs eines Funkkanals gewechselt, wobei das Wechseln der Frequenz anhand einer Hopping-Ta- belle erfolgt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und unter Bezug nahme auf Figuren näher erläutert. Dabei zeigen jeweils in schematischer Darstellung

Fig. 1 ein Automatisierungssystem;

Fig. 2 einen Verfahrensablauf eines Verfahrens zum drahtlosen Einbinden ei nes Funkteilnehmers in ein Automatisierungssystem;

Fig. 3 ein weiteres Automatisierungssystem;

Fig. 4 eine Funkvorrichtung;

Fig. 5 Hopping-Tabellen; und

Fig. 6 ein weiteres Automatisierungssystem.

Fig. 1 zeigt in einer möglichen erfindungsgemäßen Ausführungsform ein Automatisie rungssystem 1 mit einer Master-Steuereinheit 2, einem Uhrenmaster 3, zwei Funkvor richtungen 10 mit einer ersten Funkvorrichtung 11 und einer zweiten Funkvorrichtung 12, sechs Funkteilnehmer 50 mit je drei ersten Funkteilnehmern 51 und drei zweiten Funkteilnehmern 52. Mittels der Master-Steuereinheit 2 wird ein Bussystem 4 bereitge stellt, wobei der Uhrenmaster 3, die erste Funkvorrichtung 11 und die zweite Funkvor richtung 12 Teilnehmer des Bussystems 4 sind. Eine Kommunikation innerhalb des Au tomatisierungssystems 1 erfolgt mittels des Bussystems 4. Die erste Funkvorrichtung 11 dient zum Einbinden der drei ersten Funkteilnehmer 51 in das Automatisierungssys tem 1. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die ersten Funkteilnehmer 51 Sensoren und/oder Aktoren umfassen, wobei Sensordaten der Sensoren in das Bus system 4 eingelesen oder Befehle vom Bussystem 4 an die Aktoren übertragen werden sollen und dies mittels der ersten Funkvorrichtung 11 erfolgen kann. Die erste Funkvor richtung 11 weist ein Synchronisationselement 30, welches aufgrund seiner Anordnung in der ersten Funkvorrichtung 11 als erstes Synchronisationselement 31 bezeichnet wird, ein Funkmodul 40, welches aufgrund seiner Anordnung in der ersten Funkvorrich tung 11 als erstes Funkmodul 41 bezeichnet wird und einen Anschluss 20 auf, welcher aufgrund seiner Anordnung in der ersten Funkvorrichtung 11 als erster Anschluss 21 für das Bussystem 4 bezeichnet wird. Das erste Funkmodul 41 kann Funkverbindun gen 60, in dem gezeigten Fall erste Funkverbindungen 61 zu den ersten Funkteilneh mern 51 aufbauen, wobei die ersten Funkverbindungen 61 in der Darstellung der Fig. 1 als gestrichelte Linien angedeutet sind. Über die ersten Funkverbindungen 61 können Daten zwischen den ersten Funkteilnehmern 51 und dem Bussystem 4 ausgetauscht werden, wobei dieser Datenaustausch mittels der ersten Funkvorrichtung 11 ermöglicht wird. Die erste Funkverbindung 61 weist einen als ersten Funkkanal K1 ausgebildeten Funkkanal K auf. Der erste Funkkanal K1 umfasst dabei einen Frequenzbereich, in dem eine Frequenz ausgewählt werden kann. Das erste Funkmodul 41 weist als Syn chronisationseingang 70 einen ersten Synchronisationseingang 71 auf. Das erste Syn chronisationselement 31 ist eingerichtet, anhand eines über den ersten Anschluss 21 für das Bussystem 4 vom Uhrenmaster 3 empfangenen Signals ein Synchronisations signal S, insbesondere ein erstes Synchronisationssignal S1 an den ersten Synchroni sationseingang 71 des ersten Funkmoduls 41 auszugeben. Das erste Funkmodul 41 ist eingerichtet, anhand des ersten Synchronisationssignals S1 eine Frequenz innerhalb des Frequenzbereichs des ersten Funkkanals K1 zu wechseln, wobei das Wechseln der Frequenz anhand einer Hopping-Tabelle H, insbesondere einer ersten Hopping-Ta- belle H1 erfolgt. In der ersten Hopping-Tabelle H1 kann angegeben sein, auf welche Frequenz als nächstes gewechselt werden soll.

Die Anzahl der ersten Funkteilnehmer 51 ist nicht auf drei beschränkt, es können auch mehr oder weniger erste Funkteilnehmer 51 vorgesehen sein, beispielsweise bis zu acht erste Funkteilnehmer 51. Entsprechen die ersten Funkverbindungen 61 dem IO- Link-Wireless-Standard, sind bis zu acht parallele erste Funkverbindungen 61 möglich.

Ebenfalls in Fig. 1 dargestellt ist eine optionale zweite Funkvorrichtung 12 und drei op tionale zweite Funkteilnehmer 52. Die zweite Funkvorrichtung 12 dient zum Einbinden der drei zweiten Funkteilnehmer 52 in das Automatisierungssystem 1. Es kann bei spielsweise vorgesehen sein, dass die zweiten Funkteilnehmer 52 Sensoren und/oder Aktoren umfassen, wobei Sensordaten der Sensoren in das Bussystem 4 eingelesen oder Befehle vom Bussystem 4 an die Aktoren übertragen werden sollen und dies mit tels der zweiten Funkvorrichtung 12 erfolgen kann. Die zweite Funkvorrichtung 12 weist ein Synchronisationselement 30, welches aufgrund seiner Anordnung in der zweiten Funkvorrichtung 12 als zweites Synchronisationselement 32 bezeichnet wird, ein Funkmodul 40, welches aufgrund seiner Anordnung in der zweiten Funkvorrichtung 12 als zweites Funkmodul 42 bezeichnet wird und einen Anschluss 20 auf, welcher aufgrund seiner Anordnung in der zweiten Funkvorrichtung 12 als zweiter Anschluss 22 für das Bussystem 4 bezeichnet wird. Das zweite Funkmodul 42 kann ebenfalls Funk verbindungen 60, in dem gezeigten Fall dann zweite Funkverbindungen 62 zu den zweiten Funkteilnehmern 52 aufbauen, wobei die zweiten Funkverbindungen 62 in der Darstellung der Fig. 1 ebenfalls als gestrichelte Linien angedeutet sind. Über die zwei ten Funkverbindungen 62 können Daten zwischen den zweiten Funkteilnehmern 52 und dem Bussystem 4 ausgetauscht werden, wobei dieser Datenaustausch mittels der zweiten Funkvorrichtung 12 ermöglicht wird. Die zweite Funkverbindung 62 weist einen als zweiten Funkkanal K2 ausgebildeten Funkkanal K auf. Der zweite Funkkanal K2 umfasst dabei einen Frequenzbereich, in dem eine Frequenz ausgewählt werden kann. Das zweite Funkmodul 42 weist als Synchronisationseingang 70 einen zweiten Syn chronisationseingang 72 auf. Das zweite Synchronisationselement 32 ist eingerichtet, anhand eines über den zweiten Anschluss 22 für das Bussystem 4 vom Uhrenmaster 3 empfangenen Signals ein Synchronisationssignal S, insbesondere ein zweites Syn chronisationssignal S2 an den zweiten Synchronisationseingang 72 des zweiten Funk moduls 42 auszugeben. Das zweite Funkmodul 42 ist eingerichtet, anhand des zweiten Synchronisationssignals S2 eine Frequenz innerhalb des Frequenzbereichs des zwei ten Funkkanals K2 zu wechseln, wobei das Wechseln der Frequenz anhand einer Hop- ping-Tabelle H, insbesondere einer zweiten Hopping-Tabelle H2 erfolgt. In der zweiten Hopping-Tabelle H2 kann angegeben sein, auf welche Frequenz als nächstes gewech seltwerden soll.

Die Anzahl der zweiten Funkteilnehmer 52 ist nicht auf drei beschränkt, es können auch mehr oder weniger zweite Funkteilnehmer vorgesehen sein, beispielsweise bis zu acht zweite Funkteilnehmer 52. Entsprechen die zweiten Funkverbindungen 62 dem IO-Link-Wireless-Standard, sind bis zu acht parallele zweite Funkverbindungen 62 möglich.

Ebenfalls in Fig. 1 dargestellt ist ein optionaler weiterer Busteilnehmer 18, der ebenfalls ein Sensor und/oder Aktor sein kann und direkt, also ohne Funkverbindung 60 in das Bussystem 4 eingebunden ist. In einem Ausführungsbeispiel findet das Wechseln der Frequenz des ersten Funkka nals K1 beziehungsweise des zweiten Funkkanals K2 gleichzeitig statt. Dadurch kann ermöglicht werden, dass sich der erste Funkkanal K1 und der zweite Funkkanal K2 nicht gegenseitig stören. Hierzu kann es vorgesehen sein, die erste Hopping-Tabelle H1 und die zweite Hopping-Tabelle H2 entsprechend zu wählen.

Fig. 2 zeigt einen Verfahrensablauf 100 eines Verfahrens zum drahtlosen Einbinden eines Funkteilnehmers 50 in ein Automatisierungssystem 1. Dabei wird zunächst in ei nem Aufbauschritt 101 eine Funkverbindung 60 zum Funkteilnehmer 50 mittels eines Funkmoduls 40 aufgebaut. Daran anschließend wird in einem Empfangsschritt 102 ein Signal von einem Uhrenmaster 3 eines Bussystems 4 empfangen. Danach wird in ei nem Ausgabeschritt 103 ein Synchronisationssignal S an einen Synchronisationsein gang 70 des Funkmoduls 40 ausgegeben, wobei das Synchronisationssignal S anhand des vom Uhrenmaster 3 ausgegebenen Signals ausgegeben wird. Anhand des Syn chronisationssignals S wird dann in einem Wechsel sch ritt 104 eine Frequenz eines Frequenzbereichs eines Funkkanals K gewechselt, wobei das Wechseln der Frequenz anhand einer Hopping-Tabelle H erfolgt.

Der Funkteilnehmer 50 kann dem ersten Funkteilnehmer 51 und/oder dem zweiten Funkteilnehmer 52 der Fig. 1 entsprechen. Die Funkverbindung 60 kann der ersten Funkverbindung 61 und/oder der zweiten Funkverbindung 62 der Fig. 1 entsprechen. Das Funkmodul 40 kann dem ersten Funkmodul 41 und/oder dem zweiten Funkmodul 42 der Fig. 1 entsprechen. Das Bussystem 4 kann dem Bussystem 4 der Fig. 1 ent sprechen. Das Synchronisationssignal S kann dem ersten Synchronisationssignal S1 und/oder dem zweiten Synchronisationssignal S2 der Fig. 1 entsprechen. Der Synchro nisationseingang 70 kann dem ersten Synchronisationseingang 71 und/oder dem zwei ten Synchronisationseingang 72 der Fig. 1 entsprechen. Der Funkkanal K kann dem ersten Funkkanal K1 und/oder dem zweiten Funkkanal K2 der Fig. 1 entsprechen. Die Hopping-Tabelle H kann der ersten Hopping-Tabelle H1 und/oder der zweiten Hop ping-Tabelle H2 der Fig. 1 entsprechen.

Es kann vorgesehen sein, dass der Funkteilnehmer 50 vor der Durchführung des Ver fahrens in einer Initialisierungsphase die Hopping-Tabelle H übermittelt bekommt und anschließend auf einem Funkkanal K eine erste Übertragung von der Funkvorrichtung 10 erwartet. Anschließend kann der Funkteilnehmer 50 anhand der Hopping-Tabelle H die Frequenz des Funkkanals K ebenfalls wechseln. Fig. 3 zeigt ein Automatisierungssystem 1 , das dem Automatisierungssystem 1 der Fig. 1 entspricht, sofern im Folgenden keine Unterschiede beschrieben sind. Der wei tere Busteilnehmer 18 der Fig. 1 ist im Automatisierungssystem 1 der Fig. 3 nicht ent halten. Der Uhrenmaster 3 ist in die Master-Steuereinheit 2 integriert. Dies kann analog auch für Fig. 1 der Fall sein, alternativ können die Master-Steuereinheit 2 und der Uh renmaster 3 im Automatisierungssystem 1 der Fig. 3 auch getrennt voneinander analog zu Fig. 1 ausgeführt sein. Es ist jeweils nur ein erster Funkteilnehmer 51 und ein zwei ter Funkteilnehmer 52 vorhanden.

Zusätzlich umfasst das Automatisierungssystem 1 eine dritte Funkvorrichtung 13 und einen dritten Funkteilnehmer 53. Die dritte Funkvorrichtung 13 ist im Wesentlichen ana log zu der im Zusammenhang mit der Fig. 1 beschriebenen ersten Funkvorrichtung 11 bzw. zweiten Funkvorrichtung 12 ausgebildet. Der dritte Funkteilnehmer 53 ist im We sentlichen analog zu dem im Zusammenhang mit der Fig. 1 beschriebenen ersten Funkteilnehmer 51 bzw. zweiten Funkteilnehmer 52 ausgebildet. Die dritte Funkvorrich tung 13 dient zum Einbinden des dritten Funkteilnehmers 53 in das Automatisierungs system 1. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass der dritte Funkteilnehmer 53 Sensoren und/oder Aktoren umfasst, wobei Sensordaten der Sensoren in das Bussys tem 4 eingelesen oder Befehle vom Bussystem 4 an die Aktoren übertragen werden sollen und dies mittels der dritten Funkvorrichtung 13 erfolgen kann. Die dritte Funkvor richtung 13 weist ein drittes Synchronisationselement 33, ein drittes Funkmodul 43 und einen dritten Anschluss 23 für das Bussystem 4 auf. Das dritte Funkmodul 43 kann dritte Funkverbindungen 63 zum dritten Funkteilnehmer 53 aufbauen, wobei die dritte Funkverbindung 63 in der Darstellung der Fig. 3 als gestrichelte Linie angedeutet ist. Über die dritte Funkverbindungen 63 können Daten zwischen dem dritten Funkteilneh mer 53 und dem Bussystem 4 ausgetauscht werden, wobei dieser Datenaustausch mittels der dritten Funkvorrichtung 13 ermöglicht wird. Die dritte Funkverbindung 63 weist den dritten Funkkanal K3 auf. Der dritte Funkkanal K3 umfasst dabei einen Fre quenzbereich, in dem eine Frequenz ausgewählt werden kann. Das dritte Funkmodul 43 weist einen dritten Synchronisationseingang 73 auf. Das dritte Synchronisationsele ment 33 ist eingerichtet, anhand eines über den dritten Anschluss 23 für das Bussys tem 4 vom Uhrenmaster 3 empfangenen Signals ein drittes Synchronisationssignal S3 an den dritten Synchronisationseingang 73 des dritten Funkmoduls 43 auszugeben.

Das dritte Funkmodul 43 ist eingerichtet, anhand des dritten Synchronisationssignals S3 eine Frequenz innerhalb des Frequenzbereichs des dritten Funkkanals K3 zu wech seln, wobei das Wechseln der Frequenz anhand einer dritten Hopping-Tabelle H3 er folgt.

Es können auch mehr als ein dritter Funkteilnehmer 53 vorgesehen sein, beispiels weise bis zu acht dritte Funkteilnehmer 53. Entspricht die dritte Funkverbindung 63 dem IO-Link-Wireless-Standard, sind bis zu acht parallele dritte Funkverbindungen 63 möglich.

In dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die zweite Funkvorrichtung 12 in nerhalb einer Funkreichweite 19 der ersten Funkvorrichtung 11 , also einer ersten Funk reichweite 191 und einer Funkreichweite 19 der dritten Funkvorrichtung 13, also einer dritten Funkreichweite 193 angeordnet. Die erste Funkvorrichtung 11 ist außerhalb der dritten Funkreichweite 193 der dritten Funkvorrichtung 13 angeordnet. Dann kann der dritte Funkkanal K3 mit der dritten Hopping-Tabelle H3 identisch zum ersten Funkkanal K1 mit der ersten Hopping-Tabelle H1 sein. Dadurch wird es möglich, für die erste Funkvorrichtung 11 und die dritte Funkvorrichtung 13 denselben ersten Funkkanal K1 und dieselbe erste Hopping-Tabelle H1 zu verwenden, da durch die Anordnung der ersten Funkvorrichtung 11 außerhalb der dritten Funkreichweite 193 der dritten Funk vorrichtung 13 sich die erste Funkvorrichtung 11 und die dritte Funkvorrichtung 13 nicht gegenseitig stören. Es kann vorgesehen sein, dass in einem Bereich 59 weder erste Funkteilnehmer 51 noch dritte Funkteilnehmer 53 angeordnet sind, wobei der Bereich 59 innerhalb der ersten Funkreichweite 191 der ersten Funkvorrichtung 11 und der drit ten Funkreichweite 193 der dritten Funkvorrichtung 13 angeordnet ist. Somit kann die zweite Funkvorrichtung 12 im Bereich 59 angeordnet sein und kann zum Einbinden von zweiten Funkteilnehmern 52 im Bereich 59 genutzt werden. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn der dritte Funkkanal K3 mit der dritten Hopping-Tabelle H3 iden tisch zum ersten Funkkanal K1 mit der ersten Hopping-Tabelle H1 ist.

Fig. 4 zeigt eine Funkvorrichtung 10 zum drahtlosen Einbinden eines Funkteilnehmers 50 in ein Automatisierungssystem 1 , wobei die Funkvorrichtung 10 einen Anschluss 20 für ein Bussystem 4, ein Synchronisationselement 30 und ein Funkmodul 40 aufweist, wobei das Funkmodul 40 eingerichtet ist, eine drahtlose Verbindung 60 zum Funkteil nehmer 50 aufzubauen, wobei das Funkmodul 40 einen Synchronisationseingang 70 aufweist, wobei das Synchronisationselement 30 eingerichtet ist, anhand eines über den Anschluss 20 für das Bussystem 4 vom Uhrenmaster 3 empfangenen Signals ein Synchronisationssignal S an den Synchronisationseingang 70 des Funkmoduls 40 aus zugeben, wobei das Funkmodul 40 eingerichtet ist, anhand des Synchronisationssig nals S die Frequenz eines Funkkanals K zu wechseln, wobei das Wechseln der Fre quenz des Funkkanals K anhand einer Hopping-Tabelle H erfolgt. Die Funkvorrichtung 10 weist eine Antenne 17 auf. Die Funkvorrichtung 10 kann dabei den bereits gezeig ten ersten Funkvorrichtungen 11 , zweiten Funkvorrichtungen 12 oder dritten Funkvor richtungen 13 entsprechen, wobei diese ebenfalls mit der Antenne 17 ausgestattet sein können.

In einem Ausführungsbeispiel umfasst das Synchronisationselement 30 eine synchro nisierte Uhr 80. Das Synchronisationssignal S wird anhand einer Uhrzeit der synchroni sierten Uhr 80 ausgegeben, wobei die Uhrzeit der synchronisierten Uhr 80 anhand des vom Uhrenmaster 3 ausgegebenen Signals eingestellt wird. Dies kann zu vorgegebe nen Zeiten geschehen, wobei die vorgegebenen Zeiten Teil des vom Uhrenmaster 3 ausgegebenen Signals sein können. Alternativ können die vorgegebenen Zeiten in ei nem Steuerungsprogramm der Funkvorrichtung 10 hinterlegt sein. Analog können auch die in den Fig. 1 bis 3 gezeigten ersten Funkvorrichtungen 11, zweiten Funkvorrichtun gen 12 und/oder dritten Funkvorrichtungen 13 eine entsprechende synchronisierte Uhr 80 beinhalten.

Fig. 5 zeigt Hopping-Tabellen H, die zum Wechseln einer Frequenz eines Funkkanals K verwendet werden können. Die Hopping-Tabellen umfassen eine erste Hopping-Ta belle H1 für den ersten Funkkanal K1, eine zweite Hopping-Tabelle H2 für den zweiten Funkkanal K2 sowie eine dritte Hopping-Tabelle H3 für einen dritten Funkkanal K3. Die erste Hopping-Tabelle H1 , die zweite Hopping-Tabelle H2 und die dritte Hopping-Ta belle H3 können wie für die Fig. 1 bis 3 bereits beschrieben zum Einsatz kommen. Sind die erste Funkvorrichtung 11 und die dritte Funkvorrichtung 13 wie in Fig. 3 gezeigt so angeordnet, dass beide denselben Funkkanal K nutzen können, kann der dritte Funk kanal K3 mit der dritten Hopping-Tabelle H3 mit dem ersten Funkkanal K1 mit der ers ten Hopping-Tabelle H1 übereinstimmen. Im IO-Link-Wireless-Verfahren können bis zu fünf verschiedene Hopping-Tabellen H für fünf Funkkanäle K verwendet werden.

In einem Ausführungsbeispiel erfolgt ein Wechsel der Frequenz eines der Funkkanäle K nach einem vorgegebenen Zeitintervall t, insbesondere in einem Zeitintervall t zwi schen einhundert Mikrosekunden und zehn Millisekunden. Insbesondere kann der Wechsel alle 1,664 Millisekunden erfolgen. Das Wechseln der Frequenz der Funkka näle K kann eine Auswahl einer Sende- und Empfangsfrequenz beinhalten. Dabei kann es einerseits vorgesehen sein, dass der Zeitpunkt des Wechsels der Frequenz durch das vom Uhrenmaster 3 ausgegebene Signal bestimmt wird, entweder über einen Be fehl, ein Synchronisationssignal S auszugeben oder indem das vom Uhrenmaster 3 ausgegebene Signal die vorgegebenen Zeitintervalle t beinhaltet und zusätzlich die synchronisierten Uhren 80 der Funkteilnehmer 10 anhand des Signals synchronisiert werden. Ferner können fest vorgegebene Zeitintervalle t oder Zeitpunkte im Steue rungsprogramm der Funkvorrichtung 10 hinterlegt sein.

Fig. 6 zeigt ein Automatisierungssystem 1 , das dem Automatisierungssystem 1 der Fig. 3 entspricht, sofern im Folgenden keine Unterschiede beschrieben sind. Aus Grün den der Übersichtlichkeit wurde auf die Darstellung von Anschlüssen 20, Synchronisa tionselementen 30, Funkmodulen 40 und Synchronisationseingängen 70 der ersten Funkvorrichtung 11, zweiten Funkvorrichtung 12 und dritten Funkvorrichtung 13 ver zichtet, diese können wie in Fig. 3 gezeigt ausgestaltet sein.

Die erste Funkvorrichtung 11 ist außerhalb der zweiten Funkreichweite 192 der zweiten Funkvorrichtung 12 beziehungsweis der dritten Funkreichweite 193 der dritten Funk vorrichtung 13 angeordnet. Die zweite Funkvorrichtung 12 ist außerhalb der ersten Funkreichweite 191 der ersten Funkvorrichtung 11 beziehungsweis der dritten Funk reichweite 193 der dritten Funkvorrichtung 13 angeordnet. Die dritte Funkvorrichtung 13 ist außerhalb der ersten Funkreichweite 191 der ersten Funkvorrichtung 11 bezie hungsweis der zweiten Funkreichweite 192 der zweiten Funkvorrichtung 12 angeord net. Bereiche 59 liegen jedoch innerhalb der Funkreichweite 19 zweier benachbarter Funkvorrichtungen 10, einer der Bereiche 59 innerhalb der ersten Funkreichweite 191 der ersten Funkvorrichtung 11 und der zweiten Funkreichweite 192 der zweiten Funk vorrichtung 12 sowie ein Bereich 59 innerhalb der zweiten Funkreichweite 192 der zweiten Funkvorrichtung 12 und der dritten Funkreichweite 193 der dritten Funkvorrich tung 13. Die zweite Hopping-Tabelle H2 der zweiten Funkvorrichtung 12 muss sich deshalb auf jeden Fall von den Hopping-Tabellen H der ersten Funkvorrichtung 11 und der dritten Funkvorrichtung 13 unterscheiden, wobei die erste Funkvorrichtung 11 und die dritte Funkvorrichtung 13 eine identische Hopping-Tabelle H (beispielsweise die erste Hopping-Tabelle H1) oder ebenfalls unterschiedliche Hopping-Tabellen H ver wenden können. Bezugszeichenliste

1 Automatisierungssystem

2 Master-Steuereinheit

3 Uhrenmaster

4 Bussystem

10 Funkvorrichtung

11 erste Funkvorrichtung

12 zweite Funkvorrichtung

13 dritte Funkvorrichtung

17 Antenne

18 weiterer Busteilnehmer

19 Funkreichweite

20 Anschluss

21 erster Anschluss

22 zweiter Anschluss

23 dritter Anschluss

30 Synchronisationselement

31 erstes Synchronisationselement

32 zweites Synchronisationselement

33 drittes Synchronisationselement

40 Funkmodul

41 erstes Funkmodul

42 zweites Funkmodul

43 drittes Funkmodul

50 Funkteilnehmer

51 erster Funkteilnehmer

52 zweiter Funkteilnehmer

53 dritter Funkteilnehmer

59 Bereich

60 Funkverbindung

61 erste Funkverbindung

62 zweite Funkverbindung

63 dritte Funkverbindung

70 Synchronisationseingang

71 erster Synchronisationseingang 72 zweiter Synchronisationseingang

73 dritter Synchronisationseingang

80 synchronisierte Uhr

100 Verfahrensablauf 101 Aufbauschritt

102 Empfangsschritt

103 Ausgabeschritt

104 Wechselschritt 191 erste Funkreichweite

192 zweite Funkreichweite

193 dritte Funkreichweite

H Hopping-Tabelle H1 erste Hopping-Tabelle

H2 zweite Hopping-Tabelle

H3 dritte Hopping-Tabelle

K Funkkanal

K1 erster Funkkanal K2 zweiter Funkkanal

K3 dritter Funkkanal t Zeitintervall

S Synchronisationssignal

S1 erstes Synchronisationssignal S2 zweites Synchronisationssignal

S3 drittes Synchronisationssignal